• #31
Ich hoffe, du beteiligst dich weder mit Geld noch mit Zeit an dem Bauernhaus. Allein dort zu wohnen mit der ganzen Sippe würde ich mir nicht antun.

Nach über zehn Jahren Beziehung ist ihm der Nachwuchs seines Bruders (ein sehr selbstständiges Kind, welches mit 21 noch daheim hockt) wichtiger als du. Naja und vor dir kommt noch das Finanzamt. Denn denen will man nichts schenken.

Überleg dir gut, was du dir hier antust. Die Auswahl an Frauen, die sich auf eine solche Konstellation einlassen würden, ist sehr sehr gering. Wir haben nicht 1810 und du bist keine mittellose Magd, die einen Herren und Bleibe sucht. Das sind knausrige Bauern vom Dorf in ihrer Denkweise, da zählt nur Blut ist dicker als Wasser. Ich würde sehr schnell laufen.
 
  • #32
Vermutlich hast Du ihn umgekehrt weitgehend abgesichert, er erbt Deine (vermieteten?) Immobilien und Geld genug für die Erbschaftssteuer hinterlässt Du ihm auch? Sehr Nobel von Dir.

Natürlich sollte er sich dann revanchieren und Dich auch zur Alleinerbin einsetzen. Damit Du dann fremde Mieter in die Wohnung setzen kannst und sie vielleicht an den Tierschutzverein vererben? Für die Nichte eine angemessene Situation.

Bei manchen Geschlechtsgenossinnen frage ich mich, ob sie jemals genug bekommen...
 
  • #33
Eine Hochzeit würde auch nicht gegen die Obdachlosigkeit nach der Scheidung helfen. Das Haus hat ihm schon vor der Hochzeit gehört, also fällt es nicht unter den Zugewinn.

Nach dem Tod deines Mannes würdest du seinen Haus-Anteil erben. Aber was willst du damit machen? Drin wohnen kannst du auch mit Wohnrecht.

Ich finde es verständlich, dass dein Freund und seine Familie verhindern wollen, dass du das Haus an Dritte verkaufst oder nach deinem Tod vererbst.

Falls du Angst hast, dass das Geld im Alter nicht reicht, könnte dir dein Freund auch ein Nutzungsrecht an eurer Wohnung im Haus geben. Dann dürftest du die Wohnung auch vermieten und damit ein Pflegeheim bezahlen.

Und die Lebensversicherung sollte auf dich laufen, aber seinen Tod versichern. Dann gehört das Geld sofort dir und du musst es nicht von ihm erben.
 
  • #34
Ich schließe mich der Meinung an, dass die FS mit Wohnrecht und Lebensversicherung gut bedient ist.

Was dich stört ist wohl der Umstand, dass er dich nicht heiratet.
Du fühlst dich von dieser Familie ausgeschlossen.
Gerade wenn Sätze fallen wie "so bleibt das in der Familie", stehst du da aussen vor, obwohl ihr schon 12 Jahre ein Paar seid. Du fühlst dich wie ein Gast.
[...]
Hinter all dem steht dieser Spruch "Blut ist dicker als Wasser".
[...]
Das stört dich. Kann ich absolut nachvollziehen. Das würde mir auch gegen den Strich gehen.
Du möchtest einen Partner, der dich als seine Lebenspartnerin sieht, mit allem was dazugehört. Und nicht irgendeine Frau mit "Wasser" in den Adern.

Aber de facto ist es ja so: Die FS gehört nicht zur Familie. Und meiner Meinung nach ist der ausschlaggebende Punkt da gar nicht so sehr die Tatsache, dass sie nicht verheiratet sind, sondern, dass sie keine gemeinsamen Kinder haben.

Das klingt jetzt vielleicht auf Anhieb etwas krass, aber es ist nun einmal so: Der Partner ist das einzige Verbindungsglied zwischen der FS und seiner Familie. Mit Trennung (ok, darum geht es in dem konkreten Fall nicht) oder seinem Tod würde diese Verbindung erlöschen. Die FS hätte keinen Platz, keine "Rolle" mehr in der Familie.
Wenn die FS und ihr Freund ein Kind hätten, würde sich die Situation anders darstellen. Das Kind wäre ein weiteres Verbindungsglied. Auch nach dem Tod des Partners wäre seine Familie auch immer noch die Familie des Kindes der FS. Egal, ob man sich gut versteht oder ob es Streit gibt - die FS wäre zB für die Eltern ihres Freundes immer die Mutter ihrer Enkel.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass alles gut laufen muss - zahllose zerstrittene Großfamilien bestätigen leider das Gegenteil.
Aber dennoch ist es eine andere Basis, eine andere Verbindlichkeit, ob ich zB über einen Mann sage: "Das ist der Vater meines verstorbenen Freundes/im anderen Fall: meines Exfreundes" oder: "Das ist der Opa meiner Tochter".

Und deshalb verstehe ich zu 100%, dass eine "Nur-Freundin" nicht Miteigentümerin vom Familienbesitz werden soll. Es ist ja, wie gesagt, auch nicht so, dass sie unversorgt dastünde.
 
  • #35
Ich verstehe von Erbrecht nichts, aber mir scheint es, dass Dich Dein Freund im Fall seines Ablebens insoweit versorgt sehen will, dass Du die Wohnung nicht verlierst bzw genug Zeit hast, Dich um neuen Wohnraum zu kümmern.
Er möchte aber, dass der alte Familienbesitz in der Familie bleibt.
Es könnte ja sein, dass Du nach ihm jemand anderes heiratetst und dann womöglich die Haushälfte an deinen neuen Partner oder dessen Kinder fällt. Das, so verstehe ich sein Vorgehen, möchte er verhindern.
Das finde ich völlig normales handeln. Das wäre für mich kein Aufreger.
Was ich etwas gruselig finde, ist deine Auseinandersetzung mit seinem Ableben. Woher weißt Du denn so sicher, dass er vor Dir gehen muss?
Da plane mal nicht zu sehr voraus. Das kommt manchmal völlig anders man denkt.
Häuser können auch mal fix für die Pflege bzw der Erlös aus einem Haus für die Kosten in einem Heim genommen werden. Auch mit dem lebenslangen Wohnrecht soll es da wohl Probleme geben...

Ich möchte ja nicht unbedingt in das Haus meines Freundes ziehen. Sollte das mal der Fall sein, dass er mich dazu breitschlägt, würde ich erstens ohne ihn dort nicht wohnen bleiben wollen. Das stelle ich mir schrecklich vor.
Zweitens würde ich alles tun, damit seine Nichte das Haus behalten kann. Ich würde nicht wollen, dass seine Nichte, womöglich meinen Erben etwas zahlen müßte. Das Haus gehört auch ihm und seiner Schwester und das soll auch in Familienhand bleiben. Selbst wenn wir mal heiraten sollten, würde ich vertraglich verankern, dass der Besitz nicht an mich übergeht. Ich fühle mich da auch nicht familiär ausgeschlossen, sondern würde im Sinn der Familie handeln.
 
  • #36
Und er hat eine Lebensversicherung abgeschlossen, auf die ich Zugriff haette, ich muesste aber hier auch Erbschaftsteuer zahlen.
Da hat wohl wieder jemand die Ratschläge zur Absicherung bei unverheiratet zusammenlebenden Paaren wieder nicht gelesen.

Also, will man Erbschaftssteuer vermeiden bei einer Risikolebensversicherung, so sichert man selbst mit der Lebensversicherung den Partner ab.
Zu deutsch:
1. versicherte Person: Lebenspartner
2. Versicherungsnehmer. man selbst
3. begünstigte Person: man selbst

Da man im Versicherungsfall selber der Versicherungsnehmer und Begünstigte ist, werden keine Erbschaftssteuern fällig, weil die Versicherungssumme kein Erbe ist.

Aber natürlich kommt frau nicht darauf, den Partner zu versichern, weil dann müßte sie ja auch die Versicherungsbeiträge zahlen. Das soll man schön auch der Mann erledigen, weil finanzielle Absicherung eben Sache des Mannes ist. Eigenverantwortung gibt es nur für Männer.

Natürlich ist im Versicherungsfall zu beachten, daß möglicherweise Ermittlungsbehörden ganz genau nachschauen, wenn der Todesfall ein Unfall war, um eigennütziges Handeln auszuschließen.
Also nicht mal ansatzweise nachhelfen wollen.

mMensch50
 
  • #37
Wenn du heiraten möchtest, er nicht, dann bist du mit einem falschen Mann zusammen.
Wenn man jemanden liebt muss man nicht unbedingt heiraten. Gibt viele Paare die nicht verheiratet und trotzdem glücklich sind
Ich sage dir ganz offen und direkt meine persönliche Meinung, meine Partnerin steht bei mir an erster Stelle, nicht meine erwachsenen Kinder, umgekehrt möchte ich das genauso haben, ist dies nicht der Fall, so werde ich mich immer trennen und nicht ewig leiden wollen, wie andere das sehen, ist mir völlig egal!
Du hast in diesem Fall natürlich recht. Die Partnerin bzw. der Partner sollte an erster Stelle stehen.

Hier geht es aber um ein Familienerbe.ich kenne es nur so, dass die Kinder vor dem Lebenspartner erbberechtigt sind.

Außerdem ist er doch so großzügig. Er hat doch eine Lebensversicherung eingerichtet. Zudem hat sie doch ein lebenslanges Wohnrecht. Die muss also keinen einzigen Cent Miete bezahlen.

Wenn ich mit so einer zusammen leben würde würde ich auch denken, dass sie extrem undankbar und egoistisch ist. Da hätte ich den Eindruck die bekommt den Hals nicht voll.

Soll sie jetzt etwa zusätzlich noch das ganze Haus für Lau bekommen? Seine leiblichen Kinder sollen also überhaupt nichts bekommen?

Natürlich stehen Erwachsene Kinder nicht an erster Stelle. Trotzdem hätte ich mich von der FS getrennt. Ich kann undankbarkeit nicht ausstehen. Genauso wenig wenn jemand egoistisch ist und den Hals nicht voll bekommt.
 
  • #38
Es geht meiner Meinung nach bei der FS eher darum, dass er sie nicht heiraten will.
Und das hat bestimmt einen Grund.
Am Besten ist es, wenn sie noch mal mit einem anderen Mann neu anfängt. Und das Geld aussen vor lässt.
 
  • #39
Was mich eben verletzt, ist dass es ihm wichtiger ist, dass das Haus in der Familie bleibt.

Ich versteh das sehr wohl. Wenn er Dir eine Hälfte vermacht, dann muss es ja fast zwangsläufig verkauft werden, spätestens wenn du stirbst, denn du hast ja auch Erben irgendwo. Und dann war es das mit Familienbesitz. Denn auszahlen kann dich seine Familie sicher nicht. Und ihr seid nicht das ganze Leben zusammen und habt alles zusammen aufgebaut, sondern erst einen Bruchteil eures Lebens. Ich kenne kein älteres Paar, die zB sich mit 50 kennengelernt haben, die nicht jeder für sich Wirtschaften. Die meisten wollen nicht mal zusammen ziehen, und heiraten wollen die meisten auch nicht mehr. Er sichert dich doch ab, ich versteh dich einfach nicht. Lebenslanges Wohnrecht!! Das ist doch super, was willst du denn mehr? Und wenn du hier schreibst, du kannst für dich selbst sorgen - dann ist doch alles super, warum die Streiterei mit dem Partner?
Er war von Anfang an ehrlich mit Dir, dass er nicht heiraten will. Er hat Dir nichts vorgemacht. Du hast deine Meinung geändert, das ist Pech, aber er muss es sich deshalb ja nicht anderes überlegen.
 
  • #40
Was mich eben verletzt, ist dass es ihm wichtiger ist, dass das Haus in der Familie bleibt.
Wenn das Haus seit Generationen zur Familie gehört und das doch wohl eine pure Selbstverständlichkeit.

Ich kenne es gerade bei Höfen auch nur so, selbst im Falle von Ehefrauen werden Häuser immer in der gleichnamigen Familie belassen, es ei denn, dass keine Kinder da sind.

In Norddeutschalnd wird übrigens traditionell ein Hof auch nicht aufgeteilt sondern ggf. Geschwister anders entschädigt, um die Flächen und Gebäude zusammenzuhalten.

Ich weiß aber wohl, dass dies in andern Regionen anders gehandhabt wird.

Ich kann aber im Falle der TE überhaupt nicht erkennen, warum sie erben will.

Wo ist denn ihre Leistung bei Errichtung und Betrieb der Immobilie, auf die sie scharf ist ?
 
  • #41
@Glitzerstern
Eine Frage hätte ich an dich: Du lebst seit über 11 Jahren mit deinem Freund zusammen im ererbten Bauernhaus. In dieser Zeit musstest du ja keine Miete zahlen! Und auch keine Raten für einen Kredit für eine Eigentumswohnung oder ein Haus! Was hast du denn mit deinem vollen Einkommen in all den Jahren gemacht? Hast du gespart und etwas beiseite gelegt für die Zukunft? Zahlst du in die Rentenversicherung ein? Hast du dich beraten lassen, was du im Alter an Rente bekommst? Hast du in Weiterbildung investiert? Hast du eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Deine Gedanken nach Klärung des Wohneigentums für den Fall des Falles kann sicher jeder gut nachvollziehen. Die Idee mit dem lebenslangen Wohnrecht ist keine schlechte Lösung. Die Umstände sind einfach dem familiären Bauernhof geschuldet, den man schlecht teilen kann. Wie kommst du denn mit dem Rest der Familie aus?
 
  • #42
Vielleicht hat die FS ja auch einen Partner, der sie als '' Bekannte '' tituliert. Da kann sie auch wirklich nichts anderes erwarten. Der Freundin einer Freundin ging es ähnlich, der Mann verstarb, er hatte sie allerdings im Testament nicht erwähnt, böse Sache. Da hülfe ein Eheschließung.
 
  • #43
Es geht meiner Meinung nach bei der FS eher darum, dass er sie nicht heiraten will.
Und das hat bestimmt einen Grund.
Am Besten ist es, wenn sie noch mal mit einem anderen Mann neu anfängt. Und das Geld aussen vor lässt.

Die künstlerische und auch deswegen einkommensschwache ü70 Cousine meiner Exfrau will auch unbedingt, dass ihr einkommensstarker ü60 Freund sie heiratet.

Sie überlegt laufend ob sie sich trennt weil er sie nicht heiraten will. Sie hat sich schon zweimal scheiden lassen. Die Ehen waren ihr irgendwann zu banal. Ihr Freund hat sich von einer Frau scheiden lassen die ihn betrogen und viele inzwischen bezahlte Konsumschulden hinterlassen hat.

Im Moment schaut sie von ihrem Wohnzimmer auf den Bodensee und dekoriert ständig um was ihr Freund (der noch arbeitet) mit Geld und Arbeitskraft unterstützt. Er hat Spendierhosen an, macht viel im Haushalt z.B. für Gäste Mehrgängemenüs kochen inkl. Einkauf und Aufräumen und macht alles was sie sagt. Nur eins nicht sie heiraten.

Tja. Ich würde sagen das ist entscheidend. Sie sollte sich von diesem fiesen Egomanen trennen und von ihren eigenen Ressourcen leben.
 
  • #44
Es geht meiner Meinung nach bei der FS eher darum, dass er sie nicht heiraten will.

Vielleicht spürt der Mann, wie die FS eingestellt ist.
Heirat = Vertrag = Abfindung bei Scheidung. Wenn es nicht andere Regelungen gibt.

Er richtet lebenslanges Wohnrecht ein, eine LV, es reicht nicht. Das sagt alles.

Meine Partnerin wird ihr Haus am ihre Kinder weitergeben, ich meines an meine.
Natürlich haben wir andere Regelungen zusätzlich.
Dass der Mann den Hof in der Familie behält, ist logisch. Das ist Familieneigentum.
Da ist lebenslanges Wohnrecht schon eine ordentliche Belastung für die Anderen.

M, 54
 
  • #45
Dass du dich dadurch möglicherweise der Familie nicht zugehörig fühlst, kann ich sogar teilweise verstehen.
Aber das ist halt auch keine Einbahnstraße, denn ich habe nicht den Eindruck, dass du die Nichte als DEINE Verwandtschaft ansiehst.
Musst du auch nicht, dein Freund ist die einzige Verbindung zu dieser Familie.
Wohnrecht würde ich an der Stelle deines Freundes nur für 2 Jahre einräumen.
Du schleppst sonst vielleicht den nächsten Partner ins Haus mit dem sich die "alte" Familie nicht versteht.
Mir wäre das an der Stelle deines Partners zu heiß.
Ich bleibe dabei, es riecht nach Habgier.
Aber gut. Wohnrecht hast du, sei zufrieden.
Leg dir das Geld, das du jetzt für umsonst wohnen sparst, in die Altersvorsorge an.
Wenn du lebenslänglich umsonst wohnen kannst, wird dir deine Rente doch reichen, wenn du immer Vollzeit gearbeitet hast?!
Und wenn du wirklich mal im Altersheim landest, weil du dich nicht selbst versorgen kannst, dann glaube mir eines: GELD ist dann dein kleinstes Problem!
 
  • #46
Ok, du fragst uns, wie wir die Sache sehen.
Aber nun scheint es so, als wolltest du vor allem Zustimmung, keine echte Bewertung.
Welchen krassen Tonfall meinst du ?
Alle Antworten sind höflich und sachlich, das stärkste Wort ist 'raffgierig'.
Ein paar wenige ( z.B. ich ) verstehen, dass du dich ausgeschlossen fühlst, weil der Mann dich nicht heiraten will, aber der überwiegende Teil der Poster ( ich auch ) empfiehlt dir, von deiner Anspruchshaltung abzukommen.
Was möchtest du nun mit diesen Aussagen anfangen ? Du wolltest schließlich unsere Meinung.

Ok, inzwischen wissen wir, dass du Geld verdienst.
Und zwar, seit du 16 bist, was bedeutet, dass du keine Ausbildung hast, was wiederum erklärt, warum du Angst vor Altersarmut hast, obwohl du beim Renteneintritt 51 Jahre eingezahlt haben wirst.
Ich gehe davon aus, dass du in Vollzeit gearbeitet hast und nicht schwarz. Abweichendes wird nämlich auch gerne in populistischen Trash-TV-Beiträgen unterschlagen.
Da sagt die niedliche, mitleiderregende Omi unter Tränen, sie habe nur 588 € Rente, obwohl sie doch ihr Leben lang gearbeitet habe.
Mir geht da immer der Hut hoch.

Ok, das unterstelle ich dir nicht.
Also Vollzeit und alles abgeführt.
Dann wird deine Rente reichen.
Darf ich nochmal fragen, wieviel du zu eurem Leben beiträgst ? Wieviel Miete du bezahlst ? Wieviel für Wohnnebenkosten, Gebäudeinstandhaltung, Versicherungen, Nahrungs-, Reinigungs- und Pflegemittel, wieviel für Hobbys, Urlaube, Essengehen ?
Lass mich raten: wenig.

Ok, du hast nun eine Weile auf Kosten des Mannes gelebt.
Er hat das von Anfang an kapiert, du hast ihm gesagt, dass du wenig verdienst, er hat gesagt, du kannst bei ihm wohnen, aber heiraten wird er dich nicht und du warst einverstanden.

Ok, unsere Beiträge verhallen nicht gänzlich ungehört, du schwenkst nun um 180° und redest von Liebe und dass sein Geld dich nicht interessiert.
was zustoßen sollte oder er krank würde. Das wäre seelisch mein Untergang, denn ich liebe ihn. Auch wenn man mir hier teilweise Gier unterstellt! Ich verdiene mein eigenes Geld!
Dann ist doch jetzt alles gut.
Das einzige Problem, dass du nun hast, ist, dass er sterben könnte, dann wärst du traurig, weil du ihn liebst.
Sein Geld brauchst du nicht.
Habe ich dich richtig verstanden ?
Könntest du dir LAT vorstellen, damit er dir das glauben kann ?
Wenn ich der Mann wäre, würde ich dir das vorschlagen.
Getrennte Kassen, gemeinsame Liebe.

w 52
 
  • #47
Für landwirtschaftliche Betriebe gilt ein besonderes Erbrecht (Höferecht, kann man googeln), welches verhindern soll, dass solche Betriebe zersiedelt werden (Aufteilung an mehrere).
Der Freund der FS kann wegen des Höferechtes also nicht frei vererben, an wen er mag.

Hat ein Landwirt mehrere Kinder, so erben beispielsweise diese nicht zu gleichen Teilen, es gibt dort besondere Regelungen für die Kinder, die den Hof nicht übernehmen.
Sonst würden Bauernhöfe in jeder Generation neu zerteilt werden. Bei zwei Kindern pro Generation ist der Hof in 60 Jahren nur 1/8 groß .... (2 Kinder - 4 Enkel - 8 Urenkel).

Ich finde die Absicherung der FS durch ein lebenslanges Wohnrecht durchaus angemessen. Dadurch kann außerdem gewährleistet werden, dass der Betrieb durch andere Familienmitglieder weitergeführt werden kann.
 
  • #48
Und zwar, seit du 16 bist, was bedeutet, dass du keine Ausbildung hast

Falsch.

Vor 20 Jahren war es noch Standard, dass ein großer Teil der Jugendlichen mit 16 in eine Berufsausbildung gestartet ist, z.B. ich. Ein Klassenkamerad hat z.B. mit 16 eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht und war zwischenzeitlich Geschäftsführer eines Pharmaunternehmens.

Erst in den letzten zwei Jahrzehnten ist es Standard geworden, generell ein Abitur anzustreben. Früher studierten fast alle Abiturienten.

Heute werden Abiturienten gerne von Ausbildungsbetrieben bevorzugt weil sie etwas reifer als 16jährige sind und meistens schon 18 sind womit Einschränkungen bei ihrem Einsatz entfallen.

In DE ist es außerdem auf vielerlei Wegen möglich höhere Schulabschlüsse nachzuholen. Z.B. ist sogar der Zugang zum Universitätsstudium ohne Abitur möglich. Auf diesem Weg habe ich studiert.
 
  • #49
Und die Lebensversicherung sollte auf dich laufen, aber seinen Tod versichern. Dann gehört das Geld sofort dir und du musst es nicht von ihm erben.
Ja, und du bezahlst keine Erbschaftssteuern. Wichtig ist aber, dass du die Prämien nachweisbar selber bezahlst (und er sie dir nicht in erkennbarer Weise zurückzahlt), sonst geht dieser Trick nicht auf. Lasst euch beraten.

Auch für mich ist es sonnenklar, dass Vermögen in der eigenen Familie bleibt, wenn man keine gemeinsamen Kinder hat. Mein Freund und ich haben zusammen ein Haus gekauft, wir haben beide keine Kinder. Meine Nichten und Neffen liebe ich, seit ich weiss, dass sie unterwegs sind. Für mich ist es selbstverständlich, dass mein Geld bei ihnen landen soll. Mein Freund hat keine näheren Verwandten, er möchte sein Geld Institutionen vererben.

Wir haben die Geschichte nach langem Nachdenken, Beratungen und etlichen Gesprächen so gelöst, dass wir uns gegenseitig für das Haus als Vorerben einsetzen und unsere Wunscherben als Nacherben, und unsere Favoriten für das übrige Vermögen als Erben. In deiner Konstellation, Miteigentum mit Familenangehörigen, hätte ich auch die Variante Wohnrecht gewählt. Miteigentum mit „Fremden“ ist doof, weil sehr streitanfällig Die Erbschaftssteuern können wir beide selber stemmen, sonst wäre eine Lebensversicherung oder eine zusätzliche Erbeinsetzung sinnvoll.

Du kannst in dem Haus wohnen beiben, solange du lebst. Warum „verletzt“ dich etwas, was erst nach deinem Tod relevant wird? Kannst du das genauer ausführen? Mir ist es wurst und schnurz, was mit der Haushälfte meines Freundes passiert, wenn ich unter dem Boden liege. Ich finde es richtig gut und beruhigend, dass ich nicht überstürzt das Haus verkaufen muss, sollte er vor mir sterben. Seine Hälfte daran auszahlen könnte ich nicht ohne weiteres.

Frau 52
 
  • #50
Schaue genauer hin und rechne es noch einmal. Es ist für dich die Beste Lösung, wie er es geplant hat. Ihr habt, so wie ich es verstanden habe, keine Kinder. Das Haus habt Ihr auch nicht zusammen gebaut sondern, das ist sein Elternhaus, was er mit seinem Bruder teilt. Das ist doch selbstverständlich, dass er dieses Haus dir nicht geben kann. Er möchte doch noch mit seinem Bruder hoffentlich 30-40 Jahre zusammen leben und weißt du was? Wer weiß wer früher geht. Sorge dich nicht. Du hast seit deinem 16. Lebensjahr gearbeitet und wirst ordentlich Rente haben, dazu kommt das mietfreie Wohnrecht und seine Lebensversicherung. Du wirst sehr gut versorgt sein. Dazu kommt die junge Nichte, die als Besitzerin für die Renovierungen zuständig ist. Also lebe dein Leben und sorge dich nicht. Sei dankbar für diesen guten Mann an deiner Seite und behandele ihn gut, damit Ihr sehr viele schöne Jahre zusammen euer Leben genießen könnt. Und vielleicht kannst du auch dir eine kleine Wohnung kaufen und vermieten und falls Ihr euch vorher trennt, aus der Nichte eine Niete wird oder was auch immer, hast du diese kleine Wohnung.
 
  • #51
Liebe Glitzerstern
Dein Freund ist nur zwei Jahre älter als du. Er ist 50 Jahre alt. Wenn alles gut geht, lebt ihr etwa gleich lang und könnt zusammen noch etwa 30 Jahre in diesem Häuschen verbringen. Dann hast du noch ein paar Jahre Nutzungsrecht und nach deinem Ableben kann die Nichte dort wohnen. Und sie vermag dann wahrscheinlich auch die Erbschaftssteuer.
Ich lese aus dem Handeln deines Freundes nicht heraus, dass ihm Traditionen wichtiger sind als du. Sondern dass er abwägt, was langfristig für alle am meisten Sinn macht.
Aber ich habe den Eindruck, das haben jetzt schon einige Foristen gesagt und wir konnten dich in diesem Punkt nicht zum Nachdenken anregen.
Denn auch wenn man einen guten Job hat und Lebensversicherung reicht es wahrscheinlich später trotzdem nicht.
Vielleicht wäre es gut, sich zum Thema Finanzen im Alter von einem Experten beraten zu lassen und einmal zu schauen, wie es für dich im Alter gut aufgehen könnte. Wenn ich Angst vor etwas habe, versuche ich mich (nach einer Phase der Verdrängung) damit aktiv auseinander zu setzen. Ich habe den Eindruck, das Haus ist dir nicht so wichtig, wie das Gefühl, überhaupt irgendwelche Rücklagen zu haben.
 
  • #52
Ich finde es nicht verwerflich, wenn Dein Thema wäre, was finanziell wird, und so klingt Dein Eingangpost ja auch.
Was mich eben verletzt, ist dass es ihm wichtiger ist, dass das Haus in der Familie bleibt.
Ich versteh ihn. Das war immer so und soll so bleiben.
Wenn das Haus wirklich renovierungsbedürftig ist, könntest Du die Wohnung ja auch nicht vermieten, ohne ne Menge Geld reinzustecken, nachdem Du die Erbschaftssteuer zahltest.

Ich versteh schon, wie Dein Gefühl ist. Ich kenne ein Paar, da besitzt die Frau das Haus und der Mann hat ein ständiges Problem damit, zumal sie das auch rauskehrt. Er darf nichts bestimmen am Haus, soll aber mit renovieren. Das macht er auch noch, aber ihre Umbauwünsche will er nicht machen. Dafür müsste sie sich Handwerker nehmen. Er verdient nicht viel, kann also nichts zurücklegen. Zahlt natürlich mit bei den Lebenshaltungskosten, aber nicht am Hauskredit, der abzuzahlen ist. Er fühlt sich abhängig und mittellos am Ende, wird das Haus auch nicht erben im Fall der Fälle. Verheiratet sind sie nicht.
Aber der Punkt ist doch: Ein eigenes Haus könnte er sich auch nicht bauen. Also müsste er zur Miete wohnen. So viel zahlt er nicht an Zugabe für das gemeinsame Leben. Er hat halt nur jeden Tag vor Augen, dass er in Haus und Garten leben kann, es ihm aber nicht gehört und das jederzeit vorbei sein kann. Beide arbeiten und die Frau sichert ihn nicht ab, obwohl sie mehr besitzt als er. Er kümmert sich auch noch viel weniger als sie ums gemeinsame Kind.

Das ist das Absicherungsmodell kommt doch von: Mann geht arbeiten, Frau hält den Rücken frei und arbeitet nicht.
Ich denke, Du hältst nicht den Rücken frei. Von daher würde ich hier umdenken. Du sicherst Dich selbst ab und was Du jetzt hast, ist eine (hoffentlich) Annehmlichkeit des Lebens, dass Du nicht Miete zahlen musst. Wenn ihr seine Haushälfte schön macht, ist das für jetzt und euch beide. Für später bekommst Du immerhin Wohnrecht.
Das Verbundenheitsgefühl fehlt Dir vielleicht, also dieses "ich tu alles für dich". Du siehst die Grenze, wo bei ihm "die Liebe aufhört". Aber ich glaube, diese Grenzen sind auch bei Verheirateten da, z.B. wenn einer anfängt, beim Sexleben heimlich an sich selbst zu denken. Sie ist da nur nicht materiell, sofern es keinen Ehevertrag gibt.

Die Erbschaftssteuer kannst Du nur drücken durch heiraten. Die Nichte hat auch nur einen Freibetrag von 20 000 und Du bist noch drin in ihrer Wohnung mit dem Wohnrecht.
Ich denke, Dein eigentliches Thema ist das oben zitierte und nicht die Erbsache: Nicht-Heiraten-Wollen, also keine allumfassende Liebe? Und da er an die Nichte vererben will, ein weiterer Beweis für die nicht allumfassende Liebe.
 
  • #53
Ich arbeite seit meinem 16. Lebensjahr und zahlte auch immer in die Rentenkasse ein...... dass sich bei mir trotz lebenslanger Arbeit eine massive Angst vor Altersarmut entwickelt hat. ....reicht es wahrscheinlich später trotzdem nicht.

Tja, weißt Du, das liest sich eher nach irrationalen Ängsten. Gegen die kommt keine Absicherung vom Partner an - es wird nie genug sein.
Dir hilft es nicht Dich in spekulativen Wahrscheinlichkeiten zu katastrophisieren sondern eine Kontenklärung bei der Rentenversicherung zu machen, Dir anzusehen was bei pessimistischer Rechnung im Alter tatsächlich rumkommt und Dir Gedanken zu machen, ob das reicht.
Wenn das Geld theoretisch reicht (kostenlos wohnen kannst Du nach Stand heute auch noch), Deine irrationalen Ängste aber nicht verschwinden, dann hilft es Dir weder weiter nach dem Haus zu schielen oder weiter rumzukatastrophisieren sondern dann ist ein Besuch beim Pyschotherapeuten die bessere Entscheidung.

Ich frage mich, was für Lebensversciherungen ihr habt, weil in Deiner Denke nur vorkommt, dass der jjeweilige Partner sie bekommt - liest sich nach Risikolebensbversicherung, die nur Geld kostet und vollkommen überflüssig ist, wenn Du damit niemanden vor Deinen Schulden absichern willst - macht man oft beim Immobilienkauf zugunsten der Hinterbiebenen.

Eine normale Lebensversicherung ist ja nur sekundär für Hinterbiebene gedacht sondern primär ein Sparmodell nicht für Deinen Partner sondern für Dich, d.h. wird Dir nach einer Laufzeit von 30 Jahren ausgeschüttet und nur in Deinem Todesfall dem Partner.
Insofern ist also Deine Angst vor Altersarmut noch irrationaler, denn Deine Lebensversicherung soll Dich vor Altersarmut schützen, die deines Partners ihn. Ist sie vor dem Tod ausgeschüttet, hat der Partner nichts davon, wenn er nicht auch testamentarisch bedacht wird.

Du hast Null Ahnung von Geld und solltest mal mit einem Menschen Deines Vertrauens reden - keinem windigen Anlagewilli und vor allen Dingen im Zuge dieser Beratung keinen wie auch iimmer gearteten Vertrag abschließen sondern Dich nur informieren. Vielleicht gibt "Wissen" Dir mehr Zuversicht in die Zukunft als über Wahrscheinlichkeiten zu spekulieren.
 
  • #54
Ich habe die Wohnung zum großen Teil eingerichtet und auch renoviert.... Was mich eben verletzt, ist dass es ihm wichtiger ist, dass das Haus in der Familie bleibt.
Nun, Du wohnst ja auch dort. Insofern ist es vollkommen normal, Dich auf die ein oder andere Weise an den Wohnkosten zu beteiligen. Steck' halt kein weiteres geld hinein sondern bilde neben der Lebensversicherung weitere eigene Rückstellungen für Dein Alter.
Du beschreibst das Haus eher als eine Schrottimmobilie, in die man viel investierern müsste. Dein Partner tut es nicht, d.h. ihm fehlen wohl auch die Mitttel.

Du wirst mit deiner Verletzung anders umgehen müssen oder Du beschädigst elementar Deine Beziehung.
Er sieht richtig, dass Du es allein nicht finanzieren kannst und somit das Haus verkauft werden müsste - altes Bauernhaus schwierige Lage und fraglich, inwieweit es die Familie seines Bruders mitbetreffen würde. Davor will Dein Partner zu Recht den Familienbesitz schützen.
Ich bin eher Typ Globetrotter, nicht der heimischen Scholle verhaftet, aber ich verstehe sehr gut, dass Familien so handeln und ihren Besitz vor Fremden schützen.

Damit, dass Du nach 12 Jahren Partnerschaft immer noch "die Fremde" bist und das bleiben sollst, solltest Du Dich auseinandersetzen. Dein Partner vertraut Dir nicht und und das ist etwas, was bei Dir diese irrationalen Ängste macht. Er sieht sich vollkommen unabhängig von Dir im Alter gut abgesichert. Für ihn kann die Familie sorgen die nebenan wohnt, dafür erbt sie - uraltes Konzept.

Du scheinst aussser ihm niemanden zu haben, darum klammmerst du Dich an die Versorgung durch ihn - Fehler. Du mussst Dich in der Altersversorgung unabhängig von ihm machen.

Und mein Freund mir zu Beginn der Beziehung sagte, dass er generell gegen die Ehe ist, weil er da kaputt geht. Damals war mir das egal,
Was für ein blödsinniges Argument. Was bitte ist denn der Unterschied, zwischen eurem unverheiratetem Zusammenleben und dem verheirateten Zusammenleben. Ein Mann, der mir sagt, dass er an der Ehe mit mir kaputt gehen würde und weiter unverbindlich mit mir zusammenleben will, um alle Vorteile einer Partnerschaft zu genießen, dem würde ich in Deiner Situation den Vogel zeigen und gehen.
Dein Partner ist eine feige Socke - er traut sich nicht zu sagen was er wirklich denkt: ich brauche Dich nicht in meiner Lebensplanung und daher gehe ich keine Pflichten Dir gegenüber ein sondern genieße es, solange wie es dauert.

Vor 12 Jahren war es Dir egal, weil Du in einer anderen Lebensphase warst oder eine andere Motivation hattest. Jetzt denkst Du anders, weil Du dazugelernt hast und erlebst es als Ungerechtigkeit. Du musst bereit sein, was zu ändern sonst bleibt es so.
 
  • #55
Tja. Ich würde sagen das ist entscheidend. Sie sollte sich von diesem fiesen Egomanen trennen und von ihren eigenen Ressourcen leben.
Genau !
Ich hatte zeitlebens ebenfalls mit Männern vom Schlage deiner Ex-Ehefrau-Cousine zu tun.
Die ebenfalls keinerlei Unrechtsbewußtsein hatten.
Du nennst den Partner dieser Frau ironisch, die Frau fiktiv zitierend, Egomanen, aber das war bei mir leider bittere Wahrheit.
Ich wurde als eiskalt und knallhart bezeichnet, als ich die Made aus dem Speck ausquartierte.
Keine Ahnung, wie sie ( die Made, also der Mann ) das so sehen konnte, Gewohnheitsrecht vielleicht ? Immerhin hatte ich das ja lange mitgemacht. In meinem Metier nennt man das auch 'Bestandsschutz', das toppt sogar zuweilen das Baurecht, hat also sehr viel Grip.
Darauf pochten sogar seine Eltern, die mir bittere Vorwürfe machten. Allerdings nur solange, bis er sich mal zwölf Wochen bei ihnen einquartierte, ins Bett legte und den Kühlschrank leerfraß. Danach verstanden sie mich, die Mutter hatte mich damals extra angerufen, um mir das zu sagen. Hut ab, nicht ?

Für mich kommt nur noch LAT in Frage.
Außer, wenn ich einem Mann begegnete, der ebenfalls solvent ist und ebenfalls bereit, einen angemessenen Beitrag, monetär und haushaltstechnisch zu leisten. Aber solche Männer gibt es wohl selten, jedenfalls nicht für mich.
@Vikky hat in unserem hohen Alter noch dieses Glück gefunden, sie erzählt oft davon. Nun haben sie sogar geheiratet.
Unter den Umständen, die sie beschreibt, würde auch ich dieses Wagnis eingehen, aber diese Umstände dürften ein seltener Glücks- und Ausnahmefall sein.

w 52
 
  • #56
Im Gegensatz zu den meisten Foristen finde ich die FS gar nicht geldgierig. Ich denke, es hängt eher daran, dass Sie eher die berühmte "Bekannte" als seine Frau- auch ohne Trauschein - ist. Eine komplette Zugehörigkeit wäre tatsächlich mit einer Ehe erreicht, das will aber der Freund nicht. Wenn mein Mann - wohlgemerkt nicht nach 3 Monaten, sondern nach 12! Jahren - das gleiche gesagt hätte, wäre er mein Ex geworden, und zwar pronto. Es geht ums füreinander-stehen, dazu gehören, ein gleichwertiger Teil zu sein, nicht eine "Bekannte". Zugegeben, an diesem Begriff, @Ejscheff, kann ich mich regelrecht hochziehen. Wer nennt denn seine Freundin so? Ehrlich jetzt, braucht sich keiner wundern.... Man kann ja Partnerin sagen, das würde die Situation verbessern, kleiner Tip, kostet nix.
Zurück zum Problem. Es ist auch nicht richtig, dass man ab einem bestimmten Alter Hinterlassenschaften nur noch in der Familie vererben will. Das macht irgendwie ein ungutes Gefühl. Wir haben das anders gelöst, wir sind ein Ehepaar, über 50, 5 Jahre verheiratet, und wir behandeln unsere Ehe genau so als wären wir 25, ohne Hintertür, ohne "wer war früher da: Kinder, Nichten, Hund". Denn mit so einer Haltung kann man keine Beziehung führen, die auf Dauer angelegt ist. So bleibt man "Bekannte" (sorry, ich kann da momentan nicht drüber) und nicht Partner/in. Und natürlich ist das Geld wichtig, gerade in einer langjährigen Beziehung. Wer das negiert macht sich was vor. Und nein, ich bin nicht mittellos. Gar nicht.
 
  • #57
Hallo FS,

ich glaube, das Hauptthema sind Deine Ängste, nicht die Gier. Das Haus ist womöglich Symbol für etwas, womit Du in der Beziehung unglücklich bist. So sehe ich es und würde da einmal hinschauen.

Ich sehe es wie Inspirationsmaster.
 
  • #59
Ich hoffe, du beteiligst dich weder mit Geld noch mit Zeit an dem Bauernhaus. Allein dort zu wohnen mit der ganzen Sippe würde ich mir nicht antun.

Das denke ich auch. OK, Miete wird sie schon bezahlen müssen, weil Wohnen kostet, aber darüber hinaus wäre ich an Stelle der FS auch zurückhaltend. Im Gegenteil, in diesem Fall könnte ich mir auch LAT gut vorstellen (man muss sich ja nicht gleich trennen). Mit einer eigenen kleinen Wohnung hätte die FS zudem weniger Arbeit und einen Rückzugsort.

Dazu muss ich jedoch sagen, dass mich meine Heirat mehr kostet als zuvor, als ich nur Miete bezahlte und mein Mann die Renovierungskosten allein stemmen musste. Jetzt trage ich dazu genauso bei, was ich auch gerne mache. Schließlich sind wir ein Team, wir wollen zusammen alt werden und es schafft Augenhöhe. Außerdem liegt es ja auch in meinem Interesse, schön zu wohnen. Sein Budget wird entlastet und ich wohne immer noch günstig in unserer sauteuren Stadt.

Liebe FS,
was willst du denn mit der alten renovierungsbedürftigen Hütte und der ganzen Sippschaft an der Backe? Ich stelle mir das wenig prickelnd vor, als jahrzehntelange Dauerfreundin täglich vor Augen geführt zu bekommen, dass Blut dicker ist als Wasser. Obwohl ich andererseits schon nachvollziehen kann, dass das Haus in Familienbesitz bleiben soll. Ob ein lebenslanges Wohnrecht automatisch kostenloses Wohnen impliziert, bezweifle ich.

Pro/contra Heirat ist zwar Ansichtssache, aber dich wurmt's, dass er nicht will und du fühlst dich ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund das Thema Erbe anzusprechen halte ich für äußerst schwierig, weil das - wie du auch anhand der Antworten hier sehen kannst - ein G'schmäckle hat. Nee, halt dich da raus und nimm' dir ggf. eine eigene Wohnung (LAT).

Alles Gute!
 
  • #60
Ich kann verstehen, dass du Angst vor Altersarmut hast und verstehe dich jetzt besser.

Anders als @frei kenne ich viele fleißige Menschen, die von Jugend an fast immer Vollzeit arbeiteten und trotzdem nichtmal 1000 Euro Rente bekommen würden. Frisörinnen, Verkäuferinnen, Arzthelferinnen etc. haben bis vor kurzem und teilweise immer noch, unter 10 Euro Stundenlohn und kommen selbst bei Vollzeit gerade so auf 1200 Euro Monatsnetto. In ländlichen, strukturschwachen Gebieten war es teilweise noch weniger, sofern die Menschen überhaupt Arbeit oder Vollzeitverträge hatten. Da liegt die Rente schnell bei unter 1000 Euro. Meine Nachbarin ist Schichtleiterin in einer großen, gehobenen Hotelkette, superfleißig, aufmerksam, klug, ordentlich, hat richtig viel Stress, Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit und trotzdem ein wirklich jämmerliches Einkommen.

Trotzdem liebe FS, sei froh, dass du keine Teilimmobilie erbst, das kann echt eine Strafe sein, birgt Potential für Streit und Anwaltskosten. Lass das Erbe dieser Familie in Ruhe und erkenne an, dass du ein Wohnrecht hast, dort wahrschenlich jetzt schon günstig wohnst, schon deshalb, weil ihr gemeinsam einen Haushalt führt. Spar diesen Betrag für später. Genieße das Leben jetzt, pflege Freundschaften und mach dir das Zusammenleben mit deinem Mann nicht unnötig schwer.
 
Top