• #1

Verguckt in Assistent der Uni - emanzipiert ansprechen?

Hallo

Ich möchte gerne wissen, was andere Leute zu meiner folgenden Situation denken:
Ich, bald 23, studiere an der Uni. In meinen Übungsstunden für Physik habe ich mich in den Assistenten meiner Gruppe verguckt. Er kontrolliert unsere Arbeiten und ich muss dort 60% der Punkte erreichen.
Ich würde ihn wirklich gerne ansprechen. Zum Beispiel: dass er gesagt habe, er mache gerne Outdoor-Sport und dass mir das gefalle. Ob er einen Tipp für mich hätte, oder so ähnlich.
Ich würde ihn auf höchstens 30 Jahre schätzen.
Ist das irgendwie "seltsam"? Er ist ja nicht mein Lehrer wie in der Schule.
Eine Frage an die Männer: würde es euch stören von einer Frau angesprochen zu werden? Wirkt das verzweifelt? Oder sind wir schließlich im 21. Jahrhundert, wo auch die emanzipierte Frau einmal die Initiative ergreifen kann?
 
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  • #2
Du "darfst" ihn auch als Frau ansprechen. Warte aber lieber bis zum Ende des Semesters damit ihr keine Probleme wegen dem Schüler-Lehrer-Verhältnis habt. Denke auch daran, dass solche Assistenten gerne als Zweitprüfer bei mündlichen Prüfungen genommen werden.
 
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  • #3
Eine Freundin von mir hat genau das gemacht und hatte Erfolg (die beiden wohnen jetzt zusammen). Du solltest aber nicht zusehr mit der Tür ins Haus fallen, sondern erstmal unverfänglichen Kontakt suchen. Also so, wie du gesagt hast. Dann merkst du ja schon, ob er sich gern mit dir unterhalten mag.

Mit dem eigentlichen Ansprechen würde ich bis nach dem Abschluss der Klausur warten. Und da musst du auch bedenken, dass du ihn ja vielleicht auch später nochmal hast, falls er kein Interesse hat.

Aber das Ansprechen durch die Frau ist eigentlich ganz normal (jedenfalls in meiner Welt).

w
 
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  • #4
Da wirst du dich wohl in eine lange Schlange Verehrerinnen einreihen müssen.
Assistent der Uni - das ist ja vom Magneteffekt her fast wie DJ in der Disco. ;-)
 
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  • #5
Liebe Unbekannte,

er korrigiert - also sei vorsichtig und bringe ihn nicht in Teufelsküche. Wir hatten solche Threads schon mehrmals....

Wenn sich über die Fachschaft/Arbeitsgruppe geht immer Mittagessen, da gehen auch Studenten mit oder so ein natürlicher Kontakt ergibt, dann gerne - ansonsten nein.

Ich würde mit einer Studentin, die ich bewerte nichts anfangen ... . Wenn sich etwas ergeben würde, dann wüsste oder eine Studentin Andeutungen macht, dann wüsste auf alle Fälle "Mein" Professor etwas - das ist reiner Anstand...

m/33 Assistent an Uni
 
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  • #6
Als Frau einen Mann ansprechen - warum nicht? Aber: er ist Assistent und korrigiert auch deine Arbeiten, das ist eine blöde Zwickmühle. Wäre ich derjenige, würde ich Abstand halten.
 
  • #7
Die FS: Danke für die Antworten!

Ich bin ehrlich gesagt schon ein bisschen überrascht. Ich dachte nicht, dass das in die Richtung "Lehrer"-Schüler Verhältnis geht. Ich sehe diese Assistenten nicht anders, als einen Mitstudi ;)
Ich dachte, ich werd ihn einfach mal auf das Thema Sport ansprechen und schauen wie er reagiert. Das Semester dauert noch 8 Wochen. Angenommen er würde mich sympathisch finden, spricht ja nichts dagegen ihn einfach einmal "freundschaftlich" kennen zu lernen? Oder ist das auch verboten?
 
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  • #8
Du solltest bereits jetzt schon lockeren Kontakt aufbauen. Nach der Klausur wúrde ich den dann vertiefen.
 
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  • #9
Wäre er mein Assistent und würde sich mit einer von ihm betreuten Studentin auf etwas einlassen, ohne das VORHER transparent gemacht zu haben, müsste er sich einen neuen Job suchen.

Ansonsten wäre es vom Einzelfall abhängig, ob sich eine bessere Lösung finden ließe oder auch nicht.

M50
 
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  • #10
Als Frau einen Mann ansprechen: selbstverständlich, was sollte dagegen sprechen?
Was den Assistentenstatus betrifft: das sehe ich problematischer.
Ich bin auch wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Universität. Gerade wenn man selbst noch recht nah am Alter seiner Studenten ist wird man öfters mal nach einem Date gefragt. Für mich käme eine solche Beziehung allerdings nie in Frage und kenne bislang auch nur wenige Kollegen, die das anders sehen. Solltet ihr eine Beziehung eingehen, braucht ihr beide ein sehr dickes Fell, denn solche Verbindungen haben in den Augen der Meisten immer ein Geschmäckle, darüber musst du dir im Klaren sein. Man wird über euch reden - und zwar nicht schön.
 
  • #11
Also wenn er wissenschaftlicher Angestellter und keine studentische Hilfskraft/Assistent ist, dann solltet Ihr beide die Finger davon lassen. Wer garantiert Dir denn, dass er nicht im nächsten Semester ein Seminar leitet, Dich benoten muss, dann fangen andere an zu tuscheln, es gibt Probleme mit dem Prof etc... Mach es nicht!
 
  • #13
Ich sehe diese Assistenten nicht anders, als einen Mitstudi ;)

Das solltest Du Dir aber sehr schnell angewöhnen! Nichts gegen die Nivellierung von Hierarchien, aber es ist eben ein Unterschied, ob jemand Absolvent ist oder noch Student. Der eine steht im Berufsleben, trägt Verantwortung, hat Entscheidungsbefugnis, einen Dienstherrn etc.... der andere eben nicht. Und last but not least: der Physiker hat sein Studium abgeschlossen- diese Leistung darf zwar nicht über- aber auch nicht unterschätzt werden, keineswegs steht dieser auf einer Ebene mit einem Studenten!
 
  • #16
@13: Ja, doch, die Anziehungskraft von musischen Physikern wird nur noch von schreibenden Informatikern beinahe erreicht :)
Liebe FS, gegen ein langsames Kennenlernen spricht sicher nichts. Wenn es bei Euch beiden schnell und heftig funken sollte, müsst ihr das eben transparent machen.
 
  • #17
@Michaela71
Vielen Dank!
Ich rechne nicht damit, in 1 Monat in einer Beziehung zu stecken. Es geht mir einfach um ein lockeres Kennenlernen ohne gleich "Vollgas" zu geben.
Und ja, es ist mir möglich die Gruppen zu wechseln, damit ich nicht mehr bei ihm eingeteilt wäre!
 
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  • #18
Ich freue mich von einer Frau angesprochen zu werden. Das ist doch schön und wirkt auf mich gar nicht verzweifelt, warum das denn? Eine Ausnahme mache ich allerdings: Studentinnen aus meinen eigenen aktuellen Kursen, da bin ich eisern. Bringt nur Probleme mit sich.
 
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  • #19
Ich freue mich von einer Frau angesprochen zu werden. Das ist doch schön und wirkt auf mich gar nicht verzweifelt, warum das denn? Eine Ausnahme mache ich allerdings: Studentinnen aus meinen eigenen aktuellen Kursen, da bin ich eisern. Bringt nur Probleme mit sich.

Sie wissen oft ja nicht einmal, WAS genau die Dame will. Manche Studentin legt es darauf an, NUR weil sie sich konkrete Vorteile erhofft... Auch das ist mitzubedenken.

M50
 
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  • #20
Ich bin ehrlich gesagt schon ein bisschen überrascht. Ich dachte nicht, dass das in die Richtung "Lehrer"-Schüler Verhältnis geht. Ich sehe diese Assistenten nicht anders, als einen Mitstudi ;)

Dann musst Du offenbar noch einiges lernen im Leben. Es gibt eben Hierarchien und Machtverhältnisse, die man nicht einfach ignorieren kann. Es sollte eigentlich offensichtlich sein, dass das Lehrer-Schüler-Verhältnis das Problematische in dieser Konstellation ist.

Angenommen er würde mich sympathisch finden, spricht ja nichts dagegen ihn einfach einmal "freundschaftlich" kennen zu lernen? Oder ist das auch verboten?

Verboten nein, praktisch kaum möglich. Ich selbst bin mittlerweile - im Nachhinein - mit früheren Studenten freundschaftlich verbunden. Andererseits habe ich Studenten, die ich bereits vorher privat kannte (Kinder von Freunden zum Beispiel), immer darum gebeten, nach Möglichkeit Seminare und Vorlesungen von Kollegen zu besuchen - geht natürlich nicht immer. Freundschaft und Abhängigkeitsverhältnis - und nichts anderes besteht zwischen Lehrer und Schüler - passen nicht gut zusammen.
 
  • #21
Vielleicht solltest Du tatsächlich erst das Seminar wechseln, bevor Du ihn allein ansprichst.
Ich hatte damals zu einem Professor in einem nicht prüfungsrelevanten Fach Kontakt, war damals allerdings schon -wie er- verheiratet, und die privaten Fragen gingen alle von ihm aus, bevor ich mich traute, Gespräche zu führen.
Assistenten waren zu meiner Zeit manchmal gemeinsam mit Studenten in der Freizeit unterwegs. Innerhalb einer Gruppe finde ich das unproblematisch.
 
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