• #1

Verdeckter Narzissmus oder "Der Wolf im Schafspelz"

Bekanntlich existieren verschiedene Formen von Narzissmus.

Als einer der gefährlichsten wird der sogenannte "Verdeckte Narzissmus" in der Literatur beschrieben.

Hierbei handelt es sich nicht um die typischen exhibitionistischen Typen, sonden eher solche, die in sich gekehrt wirken und zur Depression neigen.

Ihr miesen Spiele spielen sie im Verborgenen.

Es kann unter Umständen lange dauern, bis diese Störung überhaupt bekannt wird.

Klassische Symptome sind die passive Aggression, Gaslightening, Mindgames, future faking etc.

Wer hat mit diesem Typus Erfahrungen gesammelt?

Ich freue mich über einen regen Austausch.
 
  • #2
Ich hatte im Bekkannten - und Familienkreis mit solchen Exemplaren zu tun. Grundsätzlich gilt für diese dasselbe wie bei extrovertierten Narzissten: sie interessieren sich 100% bloss für ihren eigenen Vorteil in jedem erdenklichen Bereich, sind ansonsten empathie - und Gewissensfrei. Unreif und egozentrisch sind alle Narzissten. " Verdeckte" sind hingegen besonders zerstörerisch da sie empfindlicher und vulnerabler sind als die extrovertierten und deswegen noch missgünstiger, neidischer und menschenverachtender. Sie erschaffen sich ihre Existenz indem sie gnadenlos diejenigen wegmobben welche sie evtl. durchschauen, entlarven oder ihnen irgendwas streitig machen könnten. Und wenn solche Feindschaften bloss in ihrer eigenen Phantasie existieren und derjenige, welcher zum Ziel ihres Vernichtungsillens wird, noch nie einen negativen Gedanken gegen sie hegte. Das einzige was für sie zählt ist dass niemand im Weg ist der ihren Macht - und Geltungswillen irgendwie stören könnte. Dafür wird gelogen, manipuliert, gegaslightet und geschauspielert was das Zeug hält. Sie sind weniger als Narzissten erkennbar da sie anfänglich ihre Absichten verdeckt halten und im Hintergrund " die Fäden ziehen".
 
  • #3
Klassische Symptome sind die passive Aggression, Gaslightening, Mindgames, future faking etc.
Liebe Peetra
Ich finde es schade, dass heute so viel "Pop"-Psychologie herrscht. Es gibt einem das Gefühl, die Menschen kämen in einigen wenigen Kategorien und man könnte sie anhand weniger Verhaltensweisen schön säuberlich in ihr Schublädchen einordnen. Dies sind letztlich ganz schön dreiste Vereinfachungen.
Die meisten Menschen sind manchmal passiv-aggressiv, leugnen zuweilen ihren Anteil an Problemen ("das hab ich gesagt?!"), spielen mal unbewusst oder halb bewusst ein Spielchen.. und auch das zu schnelle Verbindlichwerden ist vielen schon mal passiert. Es sind letztlich häufig vorkommende Verhaltensweisen, die vor allem für Unreife und Unsicherheit sprechen, aber meiner Ansicht nach keine "Diagnose" rechtfertigen.
Was ich auch schwierig finde ist, dass wir vielleicht ein Manko an Selbstreflektion entwickeln, wenn wir immer nur die "Anderen" diagnostizieren.
Aber wenn wir jetzt doch zur Modediagnose "Narzissmus" kommen. Ein "verdeckter" Narzisst ist für mich einfach eine Person, die dich wahlweise für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie dich mit Lob gängelt und zu ihrem "Verbündeten" erklärt.. oder dich subtil nieder macht, um sich selber aufzuwerten oder Macht zu bekommen. Ich glaube, solchen Menschen ist oft auch nicht bewusst, was sie Schädliches tun, weil sie sich selbst blenden mit idealistischen Vorstellungen und darauffolgender, kindlicher Enttäuschung. Letzlich fehlt da ein Stück weit die emotionale Reife und Empathie.
Der Grund, warum solche Menschen langfristig erfolgreich sind, liegt aber nicht nur in ihrer Subtilität oder Brillanz ihrer "Strategien". Vielmehr kann sich auch Unreife und Co-Narzissmus beim Gegenüber befinden, was die Beziehung dann haltbarer macht, als sie ansonsten wäre.
 
  • #4
Ich denke jeder Mensch hat irgendwann mal mit einem Narzissten zu tun gehabt und immer wieder zu tun, denn die gibt es überall sehr oft, die Frage ist lediglich, inwieweit einem das unbewusst oder bewusst passiert ist, bzw. passiert und inwieweit ich diesen Menschen an mich heranlasse! So erkenne ich den Narzisst: Ein Narzisst braucht andauernd Aufmerksamkeit und Anerkennung. Er steht gerne im Mittelpunkt und interessiert sich häufig nicht für sein Gegenüber, sondern ausschließlich für sich selbst. Er bestimmt und manipuliert gerne über andere Menschen, denn dem Narzissten fällt es schwer, sich in andere hineinzuversetzen.
Und, sie sind schlimme Energievampire!
Es sind Leute, die uns psychisch und emotional aussaugen. In deren Gegenwart fühle ich mich sofort unwohl, mein Bauchgefühl gibt mir sofort die nötigen Signale!
Das ist nicht böse gemeint, sondern eine ganz wichtige Feststellung. Denn solche Menschen als Energievampire zu erkennen und wie solche zu behandeln, ist schon der erste Schritt, uns vor ihnen zu schützen.
Ich empfehle auf Distanz zu gehen der einzig sinnvolle Schritt in der Beziehung mit einem solchen Menschen, für sich und den Vampir!
Wer immer wieder in toxische Beziehungsmuster gerät, weiß das Beste oft gar nicht: Echte und wahre Liebe tut nicht weh, ich nenne das, das gesunde Bauchliebesgefühl. Jeder hat verdient, sich frei, verbunden und glücklich zu fühlen. Und dabei ganz offen, aufrichtig und authentisch sich selbst zu bleiben.
 
  • #5
@annie83: was Du im oberen Abschnitt beschreibst, würde ich nicht unter Narzissmus fassen. Der Begriff passt für mich nur, wenn diese Eigenschaften extrem umd mit der Zeit immer mehr auffallen und stetig wieder kehrend sind.
 
  • #6
Ich kann @laSila nicht zustimmen. Sie klingt wie ein durchschnittliches Opfer, das die befähigteren Menschen nicht ertragen kann. Ich lasse mir z.B. auch nicht im Weg stehen, dadurch kommt man zu nix. Und Leute, die meinen Weg schaden wollen, mobbe ich auch weg. Ich lasse mir ja nichts wegnehmen oder mich bevormunden von Leuten, die wollen, dass ich zur ihren Gunsten funktioniere oder etwas sein lasse. Das hat aber nichts mit Narzissmus zu tun, sondern bisschen mit Eigenbemächtigung und Verantwortung.

Also laSilas Text finde ich jetzt äußerst kacke und unreif.

An exzentrisch ist nebenbei nichts falsch, es heißt einfach nur, die Person ist wirklich authentisch, so wie sie ist. Was ein Narzisst übrigens auch ist. Alle anderen Menschen sind doch die Fakes.

Depression ist was ganz anderes und selten mit Narzissmus zu finden. Der Narzisst liebt und pflegt sich, der Depressive wird von der Außenwelt zur Selbstaufgabe gezwungen.
Ein Mensch, der seine Abgeschiedenheit von mir möchte, lasse ich in Frieden und zwinge ihm nicht meine Liebe auf.

Als erwachsene Frau kann ich Love Bombing von liebevoller Zuneigung und stetiges Interesse unterscheiden.

Wenn du meinst, es gibt Wölfe in Schafspelze, dann halte dich doch von solchen Menschen fern.

Diese ganzen Probleme der hier geschriebenen Posts kenne ich auch, aber man ist selbst schuld, wenn man sich sein leben lang mit solchen Menschen abgibt. Warum wollen Frauen solche Männer immer für sich gewinnen?
Ich habe kein Bock, neben Menschen zu leben, die mir in Problemen ständig sagen würden: "hab ich das wirklich gesagt?" Das akzeptiere ich höchstens bei meiner Mutter, weil es halt auch was mit geistiger Beschaffenheit zu tun hat, aber niemals an einem potentiellen Partner, Freund oder Kollegen.

Narzissmus hat seine Daseinsberechtigung und ist in vielen Jobs Grundvoraussetzung, um ein Unternehmen am Laufen zu halten. Gute Leistung, darauf kommt es leider nicht in der Chef-Etage an, da braucht man ganz andere Fähigkeiten. Nette oder sensible Menschen können nicht führen. Die würden krank werden.
 
  • #7
Liebe Peetra
Ich finde es schade, dass heute so viel "Pop"-Psychologie herrscht. Es gibt einem das Gefühl, die Menschen kämen in einigen wenigen Kategorien und man könnte sie anhand weniger Verhaltensweisen schön säuberlich in ihr Schublädchen einordnen. Dies sind letztlich ganz schön dreiste Vereinfachungen.
Die meisten Menschen sind manchmal passiv-aggressiv, leugnen zuweilen ihren Anteil an Problemen ("das hab ich gesagt?!"), spielen mal unbewusst oder halb bewusst ein Spielchen.. und auch das zu schnelle Verbindlichwerden ist vielen schon mal passiert. Es sind letztlich häufig vorkommende Verhaltensweisen, die vor allem für Unreife und Unsicherheit sprechen, aber meiner Ansicht nach keine "Diagnose" rechtfertigen.
Was ich auch schwierig finde ist, dass wir vielleicht ein Manko an Selbstreflektion entwickeln, wenn wir immer nur die "Anderen" diagnostizieren.
Aber wenn wir jetzt doch zur Modediagnose "Narzissmus" kommen. Ein "verdeckter" Narzisst ist für mich einfach eine Person, die dich wahlweise für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie dich mit Lob gängelt und zu ihrem "Verbündeten" erklärt.. oder dich subtil nieder macht, um sich selber aufzuwerten oder Macht zu bekommen. Ich glaube, solchen Menschen ist oft auch nicht bewusst, was sie Schädliches tun, weil sie sich selbst blenden mit idealistischen Vorstellungen und darauffolgender, kindlicher Enttäuschung. Letzlich fehlt da ein Stück weit die emotionale Reife und Empathie.
Der Grund, warum solche Menschen langfristig erfolgreich sind, liegt aber nicht nur in ihrer Subtilität oder Brillanz ihrer "Strategien". Vielmehr kann sich auch Unreife und Co-Narzissmus beim Gegenüber befinden, was die Beziehung dann haltbarer macht, als sie ansonsten wäre.
Hilfreich wäre, wenn du von dir selber schreibst und nicht von "einem". Bei dir lese ich ganz subtil, die schwarze Peter Karte dem angeblichen Co-Narzissten in die Tasche schieben. Ein bekanntes Muster eines Volllblut-Narzissten, die Anderen hätten ja selber "Schuld"....

Das Menschen solche Narzissten, die oft sehr brillant und überzeugend auftreten, liegt auch in der Unwissenheit über Psychologie. Daher ist es wichtig und sinnvoll, dass in einem Single-Forum darüber ausführlich geschrieben wird.

Ich denke heute, es gibt leider viel zu viel Narzissten in Deutschland und auf der Welt. Das sehen wir, wie die Menschen mit sich selber, ihrer Gesundheit und Psyche, ihren Kindern und der Umwelt umgehen.

W Ü55
 
  • #8
Lt. Sigmund Freud sind alle Menschen Narzissten und so unrecht scheint er damit nicht zu haben. So oft wie ich schon Narzisst hier gelesen habe, dann sind die User hier ein Narzisst so wie ich.

Vielleicht trennt man in Zukunft, wer der größere Narzisst ist, an der Anzahl der jeweiligen Beträge hier.

Wer nur 50 oder 100 Beträge geschrieben hat, ist ein kleiner Narzisst und wer über 5000 Betrüger schon hat, der ist ein großer Narzisst.
 
  • #9
Ich war 19 J mit einem Narzissten zusammen. Ich frage mich heute noch, warum ich es nicht gesehen habe. Wie oben beschrieben, hat er seine Spielchen im Verborgenen gespielt. Er hat mich beeinflusst, war extrem missgünstig und neidisch auf andere. Ich wurde mit Nichtbeachtung bestraft, wenn es nicht so lief wie er wollte. Seine Gier nach ständiger Aufmerksamkeit war unstillbar. Es ging immer nur um ihn. Er hatte für mich keine Empathie übrig. Selbst an der Beerdigung seines Schwiegervaters hat er es für richtiger empfunden, auf Dienstreise zu gehen. Er hat sich Krankheiten eingebildet, nur damit es um ihn ging. Er hatte immer Recht und wusste alles besser. Er hat gelogen und tut dies heute noch. Er ist extrem ehrgeizig und hat seinen Job verloren, da er dort die selben Spiele durchgezogen hat. Sein neuer Chef hatte ihn durchschaut. Aber natürlich waren andere dran Schuld.
Als ich mich vor 2 Jahren getrennt hatte, ging für mich und meine Tochter die Hölle auf. Ich wurde Nachts terrorisiert, er ließ mich nicht schlafen, bis ich in regelmäßigen Abständen die Polizei rief. Gemeinsame Bankkonten wurden leergemacht, er nahm mir das Familienauto weg, er drohte mir mit allem, was ihm einfiel. Bis zu meinem Auszug war ich nicht mehr ich selbst. Ein guter Anwalt und Freunde haben mir geholfen, wieder auf den Weg zu kommen.
Und heute? Im Grunde hat sich nichts geändert. Seinen Fokus hat er jetzt auf seine neue Freundin gelegt. Aber wenn er Aufmerksamkeit braucht, ruft er an und erzählt unerlässlich nur über sich. Unsere Tochter sieht er alle 14 Tage, ansonsten kümmert er sich um nichts was mit ihr zu tun hat. Mein Kind hat ihren Vater bereits vor langer Zeit durchschaut und erwischt ihn regelmäßig beim Lügen. Seine neue hat ihn natürlich noch nicht durchschaut, er macht es bei ihr wie bei mir damals.
Klar ist, das es auch meine Schuld ist, das ich diesen Zustand so lange zugelassen habe. Erst als ich sah, das unsere Tochter die gleichen Züge annimmt, habe ich Konsequenzen gezogen. Heute lebt sie freier, glücklicher, ungezwungener und hat - was ein Glück - diese Eigenschaften abgelegt.
 
  • #10
Hierbei handelt es sich nicht um die typischen exhibitionistischen Typen, sonden eher solche, die in sich gekehrt wirken und zur Depression neigen.
Ihr miesen Spiele spielen sie im Verborgenen.
Was kann das denn schon sein ? We soll ein in sich gekehrter, depressiver Typ denn narzisstisch Macht über andere Menschen ausüben können ? Und dann noch "im Verborgenen" ?
Also ich kann mir das nur schwer vorstellen
Neigt Trump zu Depressionen? Wohl nicht.


Narzissmus liegt ja meist dann vor, wenn man ein extrem übersteigenden Egoismus aufweist, und mit verbaler (manchmal körperlicher) Gewalt, und gerne auch mit allerlei Tricks, die anderen Menschen in seinem Wirkungskreis kleinmachen, unterdrücken und zu seine Gunsten nutzen will.

ch kann @laSila nicht zustimmen. Sie klingt wie ein durchschnittliches Opfer, das die befähigteren Menschen nicht ertragen kann. Ich lasse mir z.B. auch nicht im Weg stehen, dadurch kommt man zu nix. Und Leute, die meinen Weg schaden wollen, mobbe ich auch weg. Ich lasse mir ja nichts wegnehmen oder mich bevormunden von Leuten, die wollen, dass ich zur ihren Gunsten funktioniere oder etwas sein lasse. Das hat aber nichts mit Narzissmus zu tun, sondern bisschen mit Eigenbemächtigung und Verantwortung.
Dem würde Trump bestimmt sofort zustimmen.

Wunderbar @Elizabetha, Du hast wirklich den echten, realen Durchblick. Endlich eine wirklich "befähigte" Frau, welche ihren Weg geht und sich nicht "bevormunden" lässt.

Einer der entlarvensten Beiträge zu diesem Thema, die ich überhaupt jemals in diesem Forum gelesen habe. Und es komme mir keiner mehr damit, dass nur Männer Narzissten sein müssten.....
Das hier ist nicht nur ein Beitrag , es ist eine Referenz.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #11
Lt. Sigmund Freud sind alle Menschen Narzissten und so unrecht scheint er damit nicht zu haben. So oft wie ich schon Narzisst hier gelesen habe, dann sind die User hier ein Narzisst so wie ich.

Vielleicht trennt man in Zukunft, wer der größere Narzisst ist, an der Anzahl der jeweiligen Beträge hier.

Wer nur 50 oder 100 Beträge geschrieben hat, ist ein kleiner Narzisst und wer über 5000 Betrüger schon hat, der ist ein großer Narzisst.
Nicht alle Menschen sind Narzissten sondern alle Menschen haben narzisstische persönlichkeits Anteile. Ähnliches gilt für borderline oder psychopathische Charakterzüge.

Deine Kategorisierung von kleinen und großen Narzissten ist daher verharmlosender Unsinn.

Der hier problematisierte Narzisst (egal ob offen oder verdeckt) hat keine narzisstischen Anteile sondern eine narzisstisch dominierte Persönlichkeit die ihn zu antisozialen manipulativen Verhalten führt.

Ohne ständige Abwertung von Mitmenschen kann dieser Narzisst sich nicht selbst ertragen.
 
  • #12
Liebe Peetra, warum stellst du hier diesen Thread rein. Eine echte Frage kann ich so nicht erkennen. Hat dich etwas aus der Bahn geworfen. Ansonsten ist dieses Thema ja überall besonders in Fachliteratur nach zu lesen. Also, was bewegt dich gerade so?
 
  • #13
Wer einen verdeckten Narzissten nie gekannt hat, kann sich eine solche Person vermutlich gar nicht vorstellen.

Ein weiteres Zeichen ist ein ausgeprägter Sadismus.

Also die Freude und eine gewisse Lust daran, zu sehen, dass duch seine Manipulation, Lügen, Täuschen (z.B. durch vorenthalten von wichtigen Infos), oder gänzliches Schweigen,
sein Gegenüber emotionalen oder finanziellen Schaden erleidet. Das gibt dem verdeckten Narzissten etwas.

Und wenn er dann noch Helfer findet, die ihm quasie zuarbeiten, weil sie daran ebenfalls ihre Freude haben, dann hat so jemand gewonnen.

Ohne, dass er jemals rechtlich für seine "Taten" belangt werden kann..
 
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  • #14
Ich kann @laSila nicht zustimmen. Sie klingt wie ein durchschnittliches Opfer, das die befähigteren Menschen nicht ertragen kann. Ich lasse mir z.B. auch nicht im Weg stehen, dadurch kommt man zu nix. Und Leute, die meinen Weg schaden wollen, mobbe ich auch weg. Ich lasse mir ja nichts wegnehmen oder mich bevormunden von Leuten, die wollen, dass ich zur ihren Gunsten funktioniere oder etwas sein lasse. Das hat aber nichts mit Narzissmus zu tun, sondern bisschen mit Eigenbemächtigung und Verantwortung.

Also laSilas Text finde ich jetzt äußerst kacke und unreif.

An exzentrisch ist nebenbei nichts falsch, es heißt einfach nur, die Person ist wirklich authentisch, so wie sie ist. Was ein Narzisst übrigens auch ist. Alle anderen Menschen sind doch die Fakes.

Depression ist was ganz anderes und selten mit Narzissmus zu finden. Der Narzisst liebt und pflegt sich, der Depressive wird von der Außenwelt zur Selbstaufgabe gezwungen.
Ein Mensch, der seine Abgeschiedenheit von mir möchte, lasse ich in Frieden und zwinge ihm nicht meine Liebe auf.

Als erwachsene Frau kann ich Love Bombing von liebevoller Zuneigung und stetiges Interesse unterscheiden.

Wenn du meinst, es gibt Wölfe in Schafspelze, dann halte dich doch von solchen Menschen fern.

Diese ganzen Probleme der hier geschriebenen Posts kenne ich auch, aber man ist selbst schuld, wenn man sich sein leben lang mit solchen Menschen abgibt. Warum wollen Frauen solche Männer immer für sich gewinnen?
Ich habe kein Bock, neben Menschen zu leben, die mir in Problemen ständig sagen würden: "hab ich das wirklich gesagt?" Das akzeptiere ich höchstens bei meiner Mutter, weil es halt auch was mit geistiger Beschaffenheit zu tun hat, aber niemals an einem potentiellen Partner, Freund oder Kollegen.

Narzissmus hat seine Daseinsberechtigung und ist in vielen Jobs Grundvoraussetzung, um ein Unternehmen am Laufen zu halten. Gute Leistung, darauf kommt es leider nicht in der Chef-Etage an, da braucht man ganz andere Fähigkeiten. Nette oder sensible Menschen können nicht führen. Die würden krank werden.
Ein durchschnittliches Opfer das befähigte Mensch nicht ertragen kann? Du bist ein gutes Beispiel einer Narzisstin. Wenn Du so befähigt wärst, müsstest Du Menschen nicht wegmobben. Eigenbemächtigung und Verantwortung kann ich auch in meinem Leben durchführen ohne andere Menschen zu mobben oder zu schaden.
Und auch Narzissten können unter Depressionen leiden.
 
  • #15
Ich finde die Beiträge zu dieser Frage sehr erfreulich. Seit langer Zeit und in sehr unregelmäßigen Abständen lese und schreibe ich hier mit. Kann mich noch an Zeiten erinnern, da Tauchten Vokabeln wie Marktwert, Statussymbole, Migrationshintergrund, Gesellschaftliche Stellung oder Intimbehaarung in jedem zweiten Thread auf. Jetzt scheint doch der Mensch und sein Leiden wieder mehr in den Mittelpunkt der Diskussion zu rücken. Wenn ich mich so beobachte, muss ich sagen, ich finde alle menschlichen Eigenschaften sei es ein Narzisst oder sonst was, mehr oder weniger auch in mir. Ich empfinde das als sehr normal, nur manchmal, besonders Morgens wenn ich aufwache verlangt mein Ego von mir Dinge unter denen ich leide.
 
  • #16
Ich war mit einem Narzissten (Psychopathen) 1,5 Jahre zusammen, ich wusste nicht, daß es solche Menschen (Kreaturen) gibt. Es hat mich fast das Leben gekostet. Manipulationen, Verachtung waren an der Tagesordnung, aber immer verdeckt. Als er mich entsorgte, habe ich gelesen und gelernt. NIEMAND, der nicht die Begegnung mit einem richtigen und wahrhaften Narzissten erlebt hat, hat Anspruch darauf, dies zu hinterfragen. Mitreden, sorry, kann hier nur der, der diesen Menschen erlebt und überlebt hat. Es geht hier nicht um Hobbypsychologie sondern um Vermeidung von Verletzungen der SEELE und oft auch des Körpers. Meine Geschichte könnt ihr nachlesen in der BNN "Honig im Kopf" vom 27.12.19. Ich hab überlebt. Und ich werde nicht aufhören, die Menschen vor solchen Kreaturen zu warnen. W 57
 
  • #17
Wer einen verdeckten Narzissten nie gekannt hat, kann sich eine solche Person vermutlich gar nicht vorstellen.
Warum stellst du eigentlich diesen Thread, wenn alle anderen keine Ahnung haben und nur du hast die absolute Ahnung. Hoch lebe die Königin.:)

Ich schreibe jetzt gar nichts mehr, weil du ja meine Meinung nicht akzeptierst. Nur Du hast eine Ahnung davon und alle anderen nicht.
 
  • #18
Wunderbar @Elizabetha, Du hast wirklich den echten, realen Durchblick. Endlich eine wirklich "befähigte" Frau, welche ihren Weg geht und sich nicht "bevormunden" lässt.

Einer der entlarvensten Beiträge zu diesem Thema, die ich überhaupt jemals in diesem Forum gelesen habe. Und es komme mir keiner mehr damit, dass nur Männer Narzissten sein müssten.....
Das hier ist nicht nur ein Beitrag , es ist eine Referenz.
Jeder hat so seinen "Realisten" im Bekanntenkreis, der ihm erklärt, wie schroff und hart die Welt doch ist und wie hart man sein muss, um in den Garten zu kommen.

Komisch nur, dass diese Menschen in der Regeln keine Vorstandsvorsitzenden, Staatssekretäre oder Generalstabsoffiziere sind, sondern relativ durchschnittliche Langweiler mit relativ durchschnittlichem Leben und relativ durchschnittlicher Bildung. Ich kann mit nicht vorstellen, das z.B. Robert McNamara, Lee Iacocca oder John McCain so etwas von sich gegeben hätten.

Ich übrigen kann ich Ausdrücke, wie "K...e" oder "kein b...k" nicht ertragen. Wenn in den Vorstandsetagen so geredet wird, bleibe ich lieber draußen.
 
  • #19
Ein "verdeckter" Narzisst ist für mich einfach eine Person, die dich wahlweise für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie dich mit Lob gängelt und zu ihrem "Verbündeten" erklärt.. oder dich subtil nieder macht, um sich selber aufzuwerten oder Macht zu bekommen.
Als ich das gelesen habe, dachte ich: Ist das oder was Ähnliches nicht Bestandteil jeder Erziehung? Und fällt nicht jedes Kind drauf rein, wenn die Gängelei richtig vorgetragen wird, weil es seinen Eltern gefallen muss/will?
Ich glaube, solchen Menschen ist oft auch nicht bewusst, was sie Schädliches tun, weil sie sich selbst blenden mit idealistischen Vorstellungen und darauffolgender, kindlicher Enttäuschung.
Oder gespielter. Man hat ja die Macht.

Vielleicht kenne ich das nur so und auch Gaslighting und dergleichen, aber Ansätze wie oben würde ich bei jedem vermuten.
Vielleicht ist das für jedes Kind Thema, es hat ja auch narzisstische Tendenzen.

Ich habe mich immer gewundert, warum "der Narzisst" so als schlimmste "Naturkatastrophe", die über ahnungslose Opfer hereinbricht, gesehen wird. Weil ich allgemein davon ausgehe, dass zu jedem Paar zwei gehören, die ein Paar sein wollen. Ich bin auch schon übel manipuliert worden, aber hinterher wurde mir immer klar, welche Schwachstelle dieser Mensch ausnutzte und dass das keine Naturkatastrophe war, sondern einen Mangel oder was anderes bedient hat, dass ich auf ihn reingefallen bin. Bestimmte Muster habe ich auch noch, aber ich kenne sie jetzt und merke, wenn einer hier "klingelt".

Sind Frauen eher co-narzisstisch als Männer, weil sie brauchen, "die Einzige", die "Allerschönste" zu sein, und das für IHR EGO? Dh. alles tun für so einen, weil er sie so auf ein Podest hebt (anfangs). Wobei das ja wiederum Narzissmus der Frau ist.

Ich will damit nicht sagen, dass ALLE Frauen hier besonders geneigt sind. Mir geht es um diese Haltung "ich war eine ganz normale Frau, bis der Narzisst kam". Ich denke, in der Frau schlummerte ein besonders großes Bedürfnis, "die eine Besondere" zu sein, weil sie das FÜR SICH brauchte, also aus einem nicht ganz entwickelten Selbstwertgefühl heraus. Oder warum auch immer. Vielleicht fehlte "Magie" im Leben, dieses "mit jemandem tief verbunden zu sein", was ja auch eigentlich nur heißt: Ich bin die Besondere für dich. Eigentlich ist ja das auch was Schönes, das sich jeder wünscht.

Wo wird es "gefährlich"? Wenn es fürs eigene Ego ist, das sich nicht abkoppeln kann von dem "Zucker", den der Narzisst gibt, obwohl die Beziehung längst schädlich ist für alles andere, denke ich.

Wie blind ist das Opfer selbst für sein Bedürfnis und gibt es eine andere Lösung, als nur von dem einen Narzissten zufällig verschont zu werden, aber dann eben dem möglichen nächsten zum Opfer fallen zu müssen.
Was suchen verdeckte Co-Narzisstinnen (die m.E. auch Narzisstinnen sind) unbewusst, bis der Narzisst andockt?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #20
Gibt es eine Diagnose, die die betreffende Person als "verdeckten Narzissten mit Hang zur Depression" beschreibt ? Wenn ja - hat diese eine fachlich kompetente Person erstellt ?
Falls JA - bitte diese kompetente Person fragen. Diese kennt den Betroffenen und die Umstände sowie das Krankheitsbild.
Falls NEIN - bitte hier weiter lesen:
Tom selbst hatte ein "Grummeln im Bauch" und hat gegoogelt.
Blinddarmreizung - der ist weg. Zuviel Bier - kann Mann zuviel Bier trinken ? Darmkrebs, Magendurchbruch und Zylinderkopfdichtung defekt .... nunja, die Lösung kündigte sich mittels Flatulenz an: Nach Aufsuchen des stillen Örtchens und schwerwiegendem Stuhlgang war alles wieder ok. Ok, ich musste ein wenig lüften ....
Was bin ich doch für ein genialer Chirurg, der mittels 12 - minütigem Eingriff sowohl Darmkrebs als Magendurchbruch erfolgreich therapiert hat und nebenbei den Blinddarm herausgenommen hat - und auch die Zylinderkopfdichtung nicht vergessen hat. Dennoch rate ich euch, euch nicht von mir operieren zu lassen.
Nun denn - ähnlich qualifiziert wie ich als Chirurg sind auch so einige unserer Hobbypsychologen. Man fragt sich, warum wenig Begabte dazu 5 Jahre studieren müssen ....
(Beitrag enthält Spuren von Ironie und Sarkasmus)
 
  • #21
Wer einen verdeckten Narzissten nie gekannt hat, kann sich eine solche Person vermutlich gar nicht vorstellen.
Vielleicht solltest du zunächst mal zwischen einem "normalen" Narzissten unterscheiden und einer narzistischen Persönlichkeitsstörung, was du wohl mit deinem "verdeckten Narzissten" meinst, wenn man von deinem zweiten Beitrag dazu ausgeht.

Meine Erkenntnis dazu ist nur knapp: je stärker man selbst ist, man seine Grenzen kennt und wahrt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit auf einen solchen reinzufallen.

Und wenn man sich dann noch etwas über NPS informiert, kann man auch schnell von der Wut, Enttäuschung und Fassungslosigkeit zu Mitleid kommen.

Menschen mit NPS verhalten sich aufgrund sehr geringen Selbstwertgefühls so. Sie können wohl gar nicht richtig lieben.
Wenn ich so rückblickend daran denke, dass er mich absichtlich verletzt hat, um zu sehen, ob ich Gefühle habe und um sich dann daran zu ergötzen und sein Ego zu stärken, weil er sich selbst für nicht liebenswert und machtlos hält, sich benachteiligt fühlt.. dann finde ich das einfach nur erbärmlich und traurig.
Bei NPS und auch Narzissten ist vieles einfach nur Fassade und Schein. Es geht um Macht. Was dahinter steckt ist ziemlich klein und mickrig.
 
  • #22
Depression ist was ganz anderes und selten mit Narzissmus zu finden.
Völlig falsch sofern es sich um Narzissmus im Sinne einer Persönlichkeitsstörung handelt.

Der Narzisst liebt und pflegt sich, der Depressive wird von der Außenwelt zur Selbstaufgabe gezwungen.
Beides absolut falsch. Das Kernproblem des persönlichkeitsgestörten Narzissten ist, dass er sich selbst nicht lieben kann.

Depressionen können selbstverständlich durch die Aussenwelt beeinflusst werden. Die Ursache liegt aber in einem selbst.

Narzissmus hat seine Daseinsberechtigung und ist in vielen Jobs Grundvoraussetzung, um ein Unternehmen am Laufen zu halten. Gute Leistung, darauf kommt es leider nicht in der Chef-Etage an, da braucht man ganz andere Fähigkeiten. Nette oder sensible Menschen können nicht führen. Die würden krank werden.
Absoluter Unsinn. Narzisstische Persönlichkeiten verfolgen wie Psycho- oder Soziopathen ganz andere Ziele als den Erfolg eines Unternehmens wobei diese nicht generell im Widerspruch zum Unternehmenserfolg stehen müssen. Anstelle von Unternehmen können auch Staaten, Vereine und andere Organisationen stehen.

Das besondere dieser Gestörten ist ihre Empathie- und damit Skrupellosigkeit. Kein Wunder denn der Narzisst kompensiert seine Unfähigkeit zur Selbstliebe durch ständige Abwertung anderer Menschen. In einer Führungsposition ist ihm dies natürlich besser möglich als wenn er nur Sachbearbeiter ist.

Psychopathen ist sogar der Untergang von Konkurrenten wichtiger als der eigene Erfolg. Ein echter Unternehmer würde nie so handeln.

An den Ursachen von Wirtschaftskrisen und Kriegen dürften solche Persönlichkeiten wesentliche Anteile haben.

Mein Lieblingsbespiel für einen narzisstischen Lebenslauf ist die Karriere von Thomas Middelhoff. Das Manager Magazin ordnet auch Hoeness und Wiedeking so ein. International ist neben Trump auch Berluskoni bekannt.
 
  • #23
O Mann, hört auf endlich, irgendwelche komischen Typen zu erforschen, zu verstehen, zu therapieren. Kein Wunder, dass es soviele Männer gibt, die sich noch so einen dämlichen Verhalten erlauben, wenn es Frauen wie dich gibt. Schau lieber, warum DU dich mit solchen Leuten abgibst, bzw. Erfahrungen hast und lenke dorthin deine Energie, dann wirst du weder Zeit noch Lust haben, deine Gedanken zu verschwenden, warum Idioten Idioten sind.
 
  • #24
Diese ganzen Probleme der hier geschriebenen Posts kenne ich auch, aber man ist selbst schuld, wenn man sich sein leben lang mit solchen Menschen abgibt. Warum wollen Frauen solche Männer immer für sich gewinnen?
Ich finde das Wort "Schuld" passt hier nicht so ganz, aber vielleicht Verantwortung, aus seinen Fehlern zu lernen, seine Schwächen zu meistern und mehr Menschenkenntnis zu entwickeln. Ich denke es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Genetik oder Prägung anfälliger für narzisstische Spielchen sind als andere. Aber kaum ein Mensch ist völlig hilflos. Ich habe mich in meinem Leben mehrfach auf bzw. mit Narzissten eingelassen, teils privat, teils beruflich, und meist wusste ich schnell, was los ist, habe aber nicht konsequent "nein" gesagt, sondern sie in meinem Leben geduldet und ihnen zu viel Raum gegeben. Im Moment sehe ich schmerzerfüllt dabei zu, wie sich eine langjährige Freundin von einem Narzissten einwickeln lässt. Er spannt sie regelrecht vor den Karren, borgt Geld usw. Und immer sind die anderen schuld - die übliche Laier.

Vielleicht müssen manche Menschen durch dieses Tal der Tränen, um Grenzen setzen zu lernen. Das Leben erzieht uns im Erwachsenenalter weiter. Und vielleicht ist "Narzissmusforschung" für die Betroffenen ein Schritt in Richtung Emanzipation. Ich befasse mich mittlerweile nicht mehr mit solchen Fragen. Mir ist egal, was für eine Störung mein Gegenüber gegebenenfalls hat. Ich habe aber gelernt, ein Raster zu entwickeln, das bei mir rote "Nothalt"-Knöpfe aktiviert. Neulich habe ich beispielsweise mit einem Kollegen telefoniert, der mir gemeinsame Geschäfte vorschlug. Auf oberflächlicher Ebene fand ich ihn eigentlich immer ganz OK, nur etwas vorlaut. Im Laufe des Gesprächs gingen bei mir aber mehrfach starke Warnleuchten an, und ich habe ihn abgewimmelt. Schleimen, Lügen, zu schöne Dinge versprechen, Schuldzuweisungen und Lästern über Kollegen und nahestehende Personen führen bei mir zur Einleitung eines Bremsmanövers. Mit solchen Menschen will ich weder Geschäfte machen noch befreundet oder gar liiert sein. Ich würde mir eine solche Person auch nicht als Geschäftsführer ins Unternehmen setzen. Das führt zu Unruhe in der Belegschaft und mittelfristig zu finanziellem Schaden. Ich bezweifle, dass solche Menschen gute Führungskräfte sind. Jedenfalls müssen sie rund um die Uhr überwacht werden, wenn man ihnen Zeichnungsverantwortung überlässt.
 
  • #25
Schau lieber, warum DU dich mit solchen Leuten abgibst, bzw. Erfahrungen hast und lenke dorthin deine Energie, dann wirst du weder Zeit noch Lust haben, deine Gedanken zu verschwenden, warum Idioten Idioten sind.
Dankeschön, das dachte ich nämlich auch. Wenn ich mich von einem Menschen manipulieren, abwerten und schlecht behandeln lasse, ist die erste Frage, warum lasse ich das selbst für mich zu? Wo sind meine Maßstäbe, Werte, Grenzen. Wenn mir auffällt, irgendwas stimmt nicht, dann schaue ich auf meine Anteile, warum ich es hinnehme, zulasse oder wegschaue. Wo sind meine Motive, wo meine Ausreden? Er bleibt doch, trotz aller Erkenntnis, dennoch wie er ist und wird auch weiter ungutes Verhalten mir ggü. zeigen.
 
  • #26
Wer je einen echten Narzissten als Partner hatte, leidet still und versucht, sein Leben wieder aufzubauen. Jedes Zeichen nach außen, jede Information kann potentielles Futter für den Narzissten sein.
Da wird nicht mehr diskutiert, ob Narzisst oder nicht. Da wird nur noch gerettet, was noch zu retten ist.
 
  • #27
Ich denke, das hier viele Antworten ihre Richtigkeit haben. Ich musste auch lernen, warum ich mich auf die Scheisse eingelassen habe. Warum ich mir so wenig Wert war, das zuzulassen. Das ging aber erst in Form einer Therapie. Meine Tochter machte übrigens auch eine. Sie war mehr unter seinem Einfluss als ich gesehen hatte.
Auch ist richtig, das niemand richtig nachvollziehen kann wie es ist, unter dem Einfluss eines Narzissten zu stehen, der dies nicht selbst durchgemacht hat. Ich setze das mit einer seelischen Vergewaltigung gleich. Natürlich ging das nur, weil ich es zugelassen hatte.
Heute kann mein Ex mich nicht mehr beeinflussen oder kleinmachen. Erstens habe ich ihn durchschaut und kann ihm seine Grenzen setzen, zweitens will er 'mich' als Opfer auch nicht mehr. Ich bin zu stark für ihn. Ein Narzisst lebt davon, andere klein zu halten um das eigene, mickrige und hässlich 'Ich' zu überspielen. Eigentlich sind das arme Kreaturen.
 
  • #28
leidet still und versucht, sein Leben wieder aufzubauen. Da wird nur noch gerettet, was noch zu retten ist.
So ist es. Vielfach wird in dem Zusammenhang von Grenzen gesprochen und warum man die nicht geschützt hat und was mit einem selbst falsch sein könnte, dass man zum Opfer eines solchen Menschen wird.

Ich für mich kann sagen, das ich vor einigen Jahren nicht mal wusste, dass ich Grenzen haben darf. Das hat mir schlicht niemand beigebracht. Wenn ein Mensch komisch zu mir war, frech, anmaßend, launisch, fies - ich habe die Schuld stets bei mir gesucht. Sei es im Kindergarten. Schule, Ausbildung, Arbeitsplatz ... Ich wurde älter und älter, und irgendwann merkte ich, dass ich mich hinsichtlich Wehrhaftigkeit nie (!) weiterentwickelt hatte. Insofern bin ich auf dem Stand des kleinen Mädchens stehengeblieben, das Gemeinheiten schweigend hinnahm oder heimlich in Tränen ausbrach.

Selbst in den Jahren 2016/17 war ich noch nicht so weit. Jahrzehnte nach meiner Kindheit.
Da sind Dinge passiert, die mir nie wieder passieren werden. Aber ich bereue es, meine Grenzen, die ich heute gut kenne, nicht verteidigt zu haben.
 
  • #29
@annie83: was Du im oberen Abschnitt beschreibst, würde ich nicht unter Narzissmus fassen. Der Begriff passt für mich nur, wenn diese Eigenschaften extrem umd mit der Zeit immer mehr auffallen und stetig wieder kehrend sind.
Liebe Peetra, da sind wir uns ganz einig - das habe ich auch gemeint. Daher habe ich geschrieben, dass diese Verhaltensweisen allgemein häufig vorkommen und dass man Menschen nicht anhand weniger Verhaltensweisen in eine diagnostische Schublade stecken sollte. Mein Originalbeitrag war sehr lange, weswegen ich nicht ganz alles schrieb, was ich wollte.
Heute stempelt man Menschen noch schnell mal als "narzisstisch" oder "Borderline" oder "bindungsgestört" ab. Das finde ich nicht so gut, weil man dann tendenziell zu sehr auf den anderen blickt und zu wenig auf sich selbst (bzw. weshalb man das Kennenlernen dann weiterführt; weshalb man so viel erduldet). Andererseits können diese Etiketten vielleicht manchen Menschen helfen, dieses Verhalten als gestört zu erkennen und sich zu distanzieren, bevor ihr Selbstwert leidet.
Ich war 19 J mit einem Narzissten zusammen. Ich frage mich heute noch, warum ich es nicht gesehen habe. Wie oben beschrieben, hat er seine Spielchen im Verborgenen gespielt.
Ich denke, das ist ein gutes Beispiel, weswegen es vielleicht hilfreich ist, wenn trotz meiner Bedenken ggü. Pop-Psychologie mehr über solche Verhaltensmuster wie z.B. future faking, gaslighting geschrieben wird. Ich finde es im übrigen sehr stark, @Happysunshine ,dass du es geschafft hast, dich zu trennen und deine Tochter anders aufwachsen darf.
 
  • #30
LOL. Ich hoffe, der ist nicht mit abgegangen ...
Auch ist richtig, das niemand richtig nachvollziehen kann wie es ist, unter dem Einfluss eines Narzissten zu stehen, der dies nicht selbst durchgemacht hat.
Kannst Du bitte mal noch mehr schreiben, was Dich überhaupt diese Beziehung anfangs eingehen ließ und wie sich die Beziehung entwickelte?
Also nur, wenn es nicht triggert oder sonstwie negative Auswirkungen hat.
Ich habe Probleme damit, den Begriff richtig zu fassen, also ab wann der Narzissmus, von dem ich denken, dass jeder ihn irgendwie hat, so destruktiv wird.
Nur einfach ein niedriges Selbstwertgefühl, das bewirkt, dass einer den anderen runtermacht, ist es ja nicht. Der Narzisst will sich ja spiegeln im andern, sonst wäre der Begriff für ihn ja unsinnig.
 
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