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  • #1

Urlaubsreise nicht spendiert = Faux pas

Ich bin mit meinem Freund, nach 1 Jahr Beziehung in einen längeren Urlaub gefahren und er hat mich nicht "überredet" für alle Kosten aufzukommen.
Er verdient etwa 10x soviel wie ich, hat aber noch einen Haufen an Abtragungen aus seinem früheren Leben, sodass unser EK derzeit fast ausgeglichen ist.
Meine Freundin findet es unglaublich, dass er nur die Hälfte der Kosten übernommen hat und mich nicht komplett eigeladen.

Mein Freund ist sonst aber ein großzügiger Mensch, macht mir auch sehr großzügige Geschenke und verzieht manchmal schon das Gesicht, wenn ich bei meinen Klamotteneinkäufen selber bezahlen möchte. Ich bin eher so, dass ich ihm zeigen will, dass ich nicht auf sein Geld scharf bin, wie er es überwiegend in der Vergangenheit erlebt hat.

Wir haben uns zwischenzeitlich aber auch schon gegenseitig zu Urlauben eingeladen als Überraschunge und wenn wir ausgehen, zahlt er in der Regel mindestens den Löwenanteil.

Sollte die Kostenteilung unseres großen Urlaubes ein schlechtes Zeichen sein?

Danke für Eure Meinung!
 
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  • #2
Passt doch alles, liebe FS - zumindest für euch.
Bitte hör nicht auf liebe Freundinnen, die offenbar nach wie vor nach Big Daddy suchen.
 
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  • #3
Das Gesamtpaket zählt doch und du schreibst, er ist durchaus großzügig.

Insofern verstehe ich nicht, warum du dir darüber den Kopf zerbrichst. Wo steht denn geschrieben, dass der Mann immer alles bezahlen muss? Ich lade meine Frau gerne ein, aber in Zeiten wo wir sparen müssen sind wir pragmatisch, wie es eben passt. Es wäre etwas anders, wenn er allgemein knauserig wäre...
 
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  • #4
Sollte die Kostenteilung unseres großen Urlaubes ein schlechtes Zeichen sein?
Nein, das ist kein schlechtes Zeichen. Wieso lässt du dich von "deiner Freundin" so verrückt machen?
1. ist der Mann nicht für die Kosten zuständig, auch wenn er vorher schon mal Urlaub, Klamotten etc. bezahlt hat und 2. wieso lädst du ihn denn nicht ein, wenn nach Abzug seiner Kosten euer Einkommen fast gleich ist?
Wenn du wirklich nicht auf sein Geld scharf bist, dann würde sich für dich doch diese Frage hier gar nicht stellen.
 
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Gast

  • #5
Deine Freundin, mit Verlaub, ist eine kleine *******. Ist sie vielleicht neidisch?

Wenn dein Freund Altlasten hat, vor allem aber, wenn er sonst großzügig ist, wie du ja schilderst,
dann ignoriere oder, noch besser, verbitte dir derartig destruktives Gerede.
 
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  • #6
Wenn's dir nicht auf sein Geld ankommt, ist das kein schlechtes Zeichen :-D
 
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  • #7
ich verstehe nicht, wo du ein Problem siehst
 
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  • #8
Hallo FS,
also warum sollte dein Freund eine Urlaubsreise spendieren? Du schreibst ja selbst, dass ihr in etwa gleich viel Geld zur Verfügung habt. Er ist ansonsten sehr großzügig, du hast wirklich keinen Grund dich zu beklagen, meine ich. Ich bezahle meine Urlaube auch selber, meine Klamotteneinkäufe sowieso, im Restaurant teilen wir. Aber ich habe auch eine Freundin, bei der sieht das anders aus, der Freund bezahlt das meiste, auch im Urlaub. Er hat aber keine Verpflichtungen aus seinem früheren Leben, er kann sich das locker leisten.
w 52
 
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  • #9
Danke!!!
Ich hatte auch kein schlechtes Gefühl dabei! Nur weil meine Freundin sich derart aufgeregt hat war ich fast verunsichert. Klar hätte er den Urlaub auch mitzahlen können, ich möchte aber eben NICHT, dass er meint ich wäre darauf aus, immer und überall freigehalten zu werden, zumal ich seine finanzielle Situation kenne.

Ich bin nicht so erfahren mit sowas und habe auch mein Leben lang Vollzeit gearbeitet, auch während der Ehe. Die 2 Ehefrauen meines Freundes vorher, haben damit immer sofort aufgehört und mein Freund hat es nicht gestört. Sowas kann ich mir in der heutigen Zeit aber gar nicht vorstellen. Ja, und meine Freundin tickt da wohl genauso.

Nein, ich mache mir keinen Kopf mehr darüber... Danke!
 
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  • #10
Deine "Freundin" macht dich verrückt und nicht, dass er dich nicht eingeladen hat, oder?
Hättest du dir ohne ihre Anmerkung auch dieselbe Frage gestellt?
 
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  • #11
Ihr seid nicht verheiratet,dann würde ich es als Faux pas sehen.Sprich ihn an,wenn es Dich stört.Mich wundert es,dass Du nach der einen Meinung Deiner Freundin so verunsichert bist.Es ist nur ihre (oberflächliche) Sicht der Dinge.Du schätzt Deinen Freund als einen großzügigen Mann -das ist doch wunderbar=) Wahrscheinlich wollte er Dich diesmal nicht überreden,für dies und jenes die KOsten zu übernehmen aber wird in Zukunft weiterhin den Löwenanteil bezahlen:)

Nein es ist kein schlechtes Omen und mache bitte daraus auch kein schlechtes Omen!

Zu mir:
Ich (arme) Studentin habe damals im 8ten Monat meinen Mann(Wissenschaftler) geheiratet und habe bis zum Einzug in seine Wohnung meine Miete,laufende Kosten und zusätzliche Kosten für Schwangerschaftssachen selber bezahlt (Bafög und Aushilfsjob). Mein Mann hätte mir bestimmt jederzeit Geld gegeben,aber ich wollte alles selber bestreiten.Mein Mann hat sich darüber wenig Gedanken gemacht und ich fühlte mich finanziell unabhängig.Bisher sind wir glücklich verheiratet und es war kein schlechtes Zeichen.
 
  • #12
Nein - das kann auch das Gegenteil sein. Nämlich großen Respekt der Frau erweisen.

Meine letzte Partnerin hatte weniger Geld, aber bestand ausdrücklich darauf, ihren Anteil an der Reise selber zu bezahlen.
Wenn ich trotzdem mehr bezahlt hätte, dann hätte sie das persönlich verletzt.
 
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  • #13
Meine Freundin findet es unglaublich, dass er nur die Hälfte der Kosten übernommen hat und mich nicht komplett eigeladen.
...also tut mir leid: dass es sowas wirklich gibt, solche Erwartungen von gebildeten Frauen, das war mir neu!! Aber wer weiss, wer hier auf EP so alles schreibt und was deine Freundin überhaupt für ein verwöhntes Luxusweibchen ist.
Ich würde das NIE wollen, obwohl ich momentan auch eher knapp bei Kasse bin. Dazu wäre ich viel zu stolz, ggf. würde ich lieber zu Hause bleiben!! Selbst als ich verheiratet war, haben wir beide je 50% gezahlt.
O.g. Modell ist für mich nur typisch in "Geld-Sex-Beziehungen" (er ist älter und hat Geld; sie ist jung oder arbeitet kaum und ist hauptsächlich deswegen mit ihm zusammen und bietet Sex).
w,41
 
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  • #14
Hier nochmal die FS
also kein schlechtes Zeichen :)

Ich kam drauf, weil seine früheren Frauen es selbstverständlich sahen, dass er alles zahlt und, wie er mir schon ohne Wertung mitteilte, habe er bei seiner letzten Ehefrau bereits nach wenigen Monaten des Kennenlernens, ausgiebige Shoppingtouren für Sie im Ausland bezahlt. Dazu kam dann die Aufregung meiner Freundin.

Natürlich geniesse ich auch mal seine Großzügigkeit, aber doch nicht, wenn er derzeit etwas knapp bei Kasse ist und er nachher noch denkt, ich hätte es darauf abgesehen freigehalten zu werden. Ich habe leider Vorbehalte gegen Frauen, die es auf ihren finanziellen Vorteil und eigene Bequemlichkeit abgesehen haben und will mich eindeutig davon distanzieren. Wahrscheinlich hatte ich kurz befürchtet, vor ihm töricht dazustehen, wenn ich selber zahlen will und ich mich damit "zu preiswert" zeige. So nach dem Motto: Nur das was kostet ist was wert.
Ich gehe mal davon aus, dass Männer so etwas nicht daraus schliessen.
 
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  • #15
Wahrscheinlich hatte ich kurz befürchtet, vor ihm töricht dazustehen, wenn ich selber zahlen will und ich mich damit "zu preiswert" zeige. So nach dem Motto: Nur das was kostet ist was wert.
Ich gehe mal davon aus, dass Männer so etwas nicht daraus schliessen.
häää???
"sie kostet mich kein/nicht viel Geld - sie kann nicht viel Wert sein" - was sind das denn für total schräge Ideen..!? *kopfschüttel*
Genau anders herum ist es doch: Frauen, die einen mögen bzw. lieben, ohne finanzielle Vorteile durch mich zu haben, sind etwas wert bzw. nur diese Frauen sind etwas Wert!!

Aber vielleicht ist ER, dieser Mann, ja ein wenig so gestrickt: dass sein Selbstwertgefühl davon abhängig ist, möglichst stark gebraucht zu werden - auch finanziell. Dass seine letzten beiden Frauen zu 100% von ihm abhängig waren, und er nichts dagegen hatte, spricht ja etwas dafür. Dann ist's ja gut, wenn er nun bei dir (ein wenig) eine andere Erfahrung machen darf.
m,55
 
  • #16
Bleib bloß wie Du bist! Versuche Dich nicht in Sch...spielregeln ("zu preiswert") pressen zu lassen, nur weil Deine Freundin Dich beneidet! Nur Du bist wirklich in der Beziehung, kein anderer kennt sie so gut wie Du! Glaub mir, materialistische Frauen, die sich ihre Geborgenheit über das Geld holen, gibt es genug! Und solch eine Freundin ist gewiss keine gute Ratgeberin, sind auch schon genug Frauen, ob ihrer schlechten Ratgeberinnen und Zuhörerinnen, unglücklich geworden. Vielleicht erzähltst Du ihr auch zu viel, was gar nicht nötig ist, weil Du kein wirkliches Problem hast! Was geht es sie an?
 
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  • #17
Und nicht vergessen:seine früheren waren EHE-frauen. Da sind die Spielregeln wieder anders. Du bist "nur" die Freundin. m,53
 
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  • #18
an #16:
Wieso sind dann die Spielregeln anders? Wenn beide Eheleute verdienen, warum MUSS dann der Mann die Frau auf einen Urlaub einladen? Nein, auch in der Ehe gelten die gleichen Spielregeln, es sei denn, die Eheleute haben anderes vereinbart (Alleinverdiener).
 
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  • #19
Und nicht vergessen:seine früheren waren EHE-frauen. Da sind die Spielregeln wieder anders. Du bist "nur" die Freundin. m,53
Nun setzt der Frau doch nicht noch den Floh ins Ohr, als sei eine Ehefrau dem Mann mehr wert als eine Freundin, das ist doch meistens nur eine Frage der Lebensumstände, nicht des Gefühls. Es gibt natürlich Frauen, die davon ausgehen, dass mit der Eheschließung das Lebensziel erreicht ist, weil sie die Arbeit einstellen und sich rundum aushalten lassen können. Meine erste Frau, gelernte Friseurin, sofort nach der Heirat in Ehefrührente abgetaucht, war so. Für meine zweite Frau habe ich vom Beginn unserer Beziehung, noch vor der Scheidung von meiner ersten Frau, wenn sie mich gelassen hat, alles Schöne bezahlt. Sie war nie darauf angewiesen, da selbst arbeitsam und loyal, aber ich wollte ihr damit zeigen, dass ich sie mehr liebe als ich meine damalige Nochehefrau je geliebt habe. Ich glaube, dass der Mann der Fragestellerin die loyale Art der Fragestellerin, sich nicht von ihm aushalten zu lassen, zu schätzen weiß.
 
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  • #20
also ich glaube nicht, dass deine Freundin das wirklich beurteilen kann. Denke ohne Beeinflussung von außen alleine mal gründlich drüber nach, unter Einbeziehung aller anderen Aspekte.
Ich vermute, dass es kein "Fauxpas" war bzw. kein schlechtes Zeichen.
W
 
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  • #21
@#17, Alleinverdiener

In der Ehe gibt es nicht Meins und Deins, es gibt nur Unser. Egal ob beide oder nur einer arbeitet. Da spendiert keiner dem Anderen was, da wird gemeinsam gewirtschaftet. So ist mein Verständnis von einer Ehe. Und gerade Du als "Alleinverdiener" müsstest Du das wissen. Oder gehörst Du zu den Kandidaten, die der Ehefrau abgezähltes Haushaltsgeld geben und den Rest muss sie sich bei Dir erbetteln? Dann möchte ich Dich nicht als Partner haben!

Bin #16, m,53
 
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  • #22
@ #20 Deine Einstellung klingt super...irgendwie bin ich an solchen Männern immer vorbei gelaufen lach. Mir hat noch nie jemand was spendiert oder zusammengelegt. Leider war ich W 42 es immer die alles bezahlt hat und zugesehen hat das für alles genug Geld da war und wenn ich dafür noch einen Job mehr angenommen habe. Ich hab immer die Alt Lasten der Herren getragen und wenn dann alles gut war dann kam die Trennung. Ich beneide die Damen die nicht für jeden Euro hart arbeiten müssen und vieles bezahlt bekommen ohne was dafür zu tun. Aber da ich es garnicht anders kenne als für mich selber zu sorgen zieh ich wohl immer deshalb die gleichen Männer wieder an..aber ich jedenfalls kann bei mir nicht steuern in wen ich mich verliebe. Dieses Talent mich nur in das Bankkonto eines Mannes zu verlieben habe ich nicht.
 
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  • #23
@ Gast 21: Schön, dass du für dich selber sorgen kannst und willst! Aber warum musst du die Altlasten der Herren mittragen? Das würde ich an deiner Stelle nicht. Mach dir darüber mal Gedanken, ich finde das sehr übertrieben. kurzfristig mal aushelfen, ok, aber auf Dauer alles bezahlen? Ich weiß nicht ob dich das glücklich macht!?
 
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  • #24
@#21
deshalb habe ich das Wort EHE hervorgehoben! Meine Frau versorgte die Kinder und machte den Haushalt, ich ging arbeiten. Was ich verdiente ging auf ein Konto und von diesem wurde gewirtschaftet. Was am Monatsende übrig blieb, wurde gespart. Ich wäre in meiner 29-jährigen Ehe nie auf die Idee gekommen, hier etwas zu trennen oder gar meiner Frau vorzuwerfen, dass sie mich ausnimmt oder zu viel ausgibt. Auch wenn manchmal am Ende des Geldes viel Monat übrig blieb. Sie hat genauso hart gearbeitet wie ich, nur halt zu Hause. Und es stand nie zur Debatte, dass -falls sie arbeiten geht- wir das anders handhaben werden. Das ist der Unterschied zu unverheirateten Paaren, womöglich ohne Kinder, die dann höchstens sich die Miete und die Haushaltskosten teilen und sonst jeder für sich zu sorgen hat.
 
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  • #25
Gerade eine Frau, die nicht den Schutz der Ehe hat (den sich heutzutage ja ganz viele Frauen durch Überraschungsschwangerschaft erpressen) braucht die ausdrückliche Wertschätzung des Mannes, mit dem sie zusammen ist. Das verstehe ich absolut. Ich habe es meiner Frau hoch angerechnet, dass sie während meines langen Scheidungsverfahrens auf mich gewartet hat. Deshalb habe ich versucht, ihr in jedem Lebensbereich klarzumachen, dass ich meine Ehefrau in keiner Weise idealisiere oder mehr zu schützen bereit bin als die Frau, die ich liebe. Da der Mann der Fragestellerin offensichtlich mehr als eine Ehe hinter sich hat, wird er sich auch nicht mehr (wie offensichtlich ein Mann meines Alters), noch einreden, dass zu Hause hocken und zwei Kinder versorgen, genauso "hart" ist wie Erwerbsarbeit. Schließlich gibt es reichlich Männer (einschließlich meiner Persone) und Frauen, die ganz gut beides auf die Reihe kriegen.
 
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  • #26
Gerade eine Frau, die nicht den Schutz der Ehe hat .
Frauen brauchen überhaupt keinen Schutz. Sie sind erwachsene und mündige Menschen, mit allen Vor-und Nachteilen.

braucht die ausdrückliche Wertschätzung des Mannes, mit dem sie zusammen ist.
Frauen brauchen auch überhaupt nichts (schließlich wird ja immer betont, Frauen brauchen Männer nicht, wenn, dann wollen sie sie), also auch keine einseitige Wertschätzung. Natürlich ist Wertschätzung etwas schönes, aber das gilt umgekehrt genauso für die Wertschätzung einer Frau einem Mann gegenüber. Es als selbstverständlich anzusehen, dass ein Mann einer Frau den Urlaub zahlt, würde bedeuten zwischen Mann und Frau ein Machtgefälle zu eröffnen. Deshalb ist es gar nicht einzusehen, eine Frau zum Urlaub einzuladen. Entweder sie zahlt ihn selbst oder sie fährt nicht. Ich würde schließlich als Mann niemals riskieren, eine Frau in die Situation zu bringen, dass sie das Gesicht vor mir verliert.
Mit kleinen Gesten der Höflichkeit, wie einem Kaffee oder dergleichen hat das übrigens überhaupt nichts mehr zu tun. Ausnehmen würde ich davon auch die Situation, wenn die Frau es sich beim besten Willen nicht leisten kann, der Mann aber schon. Aber alles andere ist einfach nur gönner-/tussihaft.

m,31