• #31
Ist dieses UP und DOWN Gerede nur eine Modeerscheinung?
Nein, es war schon immer so. Zwei Menschen müssen zusammen passen, um eine gleichwertige Beziehung zu führen.

Wenn es eine langfristige Liebesbeziehung wird, zählen Status oder Geld nur untergeordnet. Dann zählen neben der Attraktivität vor allem der Charakter. Werte wie Aufmerksamkeit, Humor, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Empathie, Vertrauen, Entgegenkommen, Liebe, positive Kommunikation... Diese Kriterien kann man nicht messen, deshalb spricht man da nicht von up und down.

Wenn es eine Affäre wird bzw. der Sex den "Kitt" des Verhältnisses ausmacht, steht natürlich die sexuelle Passung im Vordergrund. Dazu zählt ebenfalls Attraktivität, Charaktereigenschaften aber nur noch bedingt. Dazu können noch recht rationale Kriterien kommen, beispielsweise Geld und Jugend, mit denen der eine dem anderen die Affäre versüßt.

Dann gibt es noch Zweckbeziehungen aller Art. Das sind die, in denen weder die Liebe, noch der beiderseits erfüllende Sex im Vordergrund steht. Der klassische Fall solcher Beziehungen sind Schönheit/ Jugend/ Sex gegen Geld/ Status/materielle Vorteile. Das sind dann messbare und vergleichbare Kriterien. Auch die früher bzw. heute in anderen Ländern "arrangierten Ehen" gehören dazu.

Meist vermischen sich die Beziehungen, ein bisschen Zweckbeziehung steckt in der Liebesbeziehung, ein bisschen Zweckbeziehung steckt in der Affäre. Auch in einer Liebesbeziehung kann Sex sehr wichtig sein und umgekehrt in einer Affäre/Sexbeziehung kann die emotionale Verbundenheit eine wichtige Rolle spielen.

Such dir aus, was auf die Beziehung, die du meinst, zutrifft. Du wirst sehen, die Waage wird ausgeglichen sein oder die Beziehung nicht halten.
 
  • #32
Als Sohn eines Handwerksmeisters werde ich wohl auch nie zu den "Up"'s gehören.
Das ist ja der große Irrtum! Menschen wie du und ich( mein Vater war ein einfacher Gärtner) denken sie wären in der Versenkung
(ich überspitze bewusst) geboren und müssen immer dort verweilen. Dann wiederherum andere mit gutem Studium meinen sie hätten durch einen guten Abschluss die Mitgliedschaft zum Global Player beim
summa cum laude miterworben. Zum Glück sind die wenigsten so.
Es gibt immer unterschiede beim Partner. Niemand ist in allem 100% ig Up oder Down. Mein Arzt z.B. kenne ich Persönlich viele Jahre als Mediziner und Freund. Er ist ohne Zweifel Inteligenter als wie ich. Ich jedoch bin um einiges Schlauer. Seine Worte. Dieses UP und Down gerede ist m.M.n. hausgemacht von den Menschen die sich selbst zu wenig zutrauen oder sich völlig überschätzen.
m46
 
  • #33
Jetzt mal keine Theorie, sondern ein Praxisbericht.
In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts war ich mit einer Frau zusammen die ca. das fünffache Einkommen zu meinem Einkommen hatte. Sie hatte sich über eine Lehre und Fortbildungen hochgearbeitet. Ich hatte damals nach einem gescheiterten Selbstständigkeitsversuch wenig Geld da noch Verbindlichkeiten abzuzahlen waren.
Also monitär war es für sie downgrade.
Ich habe Abitur und ein gesellschaftswissenschaftliches Studium. Mit mir kann man viele Wissensgebiete besprechen. Insbesondere gesellschaftliche Themen, Geschichte und Geographie; Kunst ist nicht so mein Ding. Ich war also deutich gebildeter als Sie.
Äußerlich waren wir wohl gleich attraktiv. Unsere Freizeitinteresse waren auch ähnlich.
Also bildungstechnisch war es für mich downgrade.
Gescheitert ist die Beziehung am Geld. Ich konnte mir einfach die von ihr gewünschten (Kurz)Urlaube und Restaurantbesuche nicht leisten und sie war nicht bereit für meine "gebildete" Unterhaltung mal eine D-Mark drauf zu legen.
Fazit für mich bei up/downgrating geht es um Geld, um Geld und nochmal um Geld.
 
T

Toi et moi

  • #34
up und down Dating sind natürlich sehr erniedrigende Begriffe und es ist auch nicht schön diese zu verwenden aber darunter verstehe ich wenn zwei Personen gesellschaftlich, intellektuell und emotional nicht auf einer Wellenlänge sind. Man lässt sich aber trotzdem darauf ein, weil ein Signifikanter Punkt gut passt und man hofft die anderen Aspekten nachzuholen. Zum Beispiel optisch top aber intellektuell, gesellschaftlich nicht auf Augenhöhe.
Ich bin es mir sicher, dass jeder für sich Kriterien hat, die von Außen betrachtet vielleicht unfair oder ungerecht erscheinen. Auch Du lieber Tom hast bestimmt Denkmuster, die dich bei der Partnersuche und Partnerauswahl helfen.
 
  • #35
Hallo Tom,

wie üblich und für mich gewöhnlich könnte ich mich wieder einmal bei den ach so angesagten Dingen, die für das Leben und dessen Schönheit, Besonderheit und Einmaligkeit i.d.R. unbedeutend sind raushalten und mich zurückziehen, wenn vermeintlich gesellschaftliche Normen wie eitrige Geschwülste hervortreten, auszubrechen drohen und sich wichtiger nehmen als sie sind. Aber Deine Frage hat etwas, zieht wieder einmal eine ganze Menge Für und Wider an und ist recht unterhaltsam.

Einer dieser Unarten und Parameter könnte schon das Verwenden von Anglizismen, auch und vor allen Dingen um ihrer selbst Willen, sein. Jedenfalls für mich.

Die Parameter für das Kennenlernen nach oben und nach unten lassen sich nicht verallgemeinern. Aber allen ist gleich, dass es für sie eine Skala von unten bis oben gibt und sie sich daher bestens für eine Sklarierung, nach eigenen Dünken, eignen. So auch fürs Kennenlernen.

Für mich ist (Sich)-Ähnlichsein, -Ergänzen und -Ausgleichen bei einer Partnerin in vielen Bereichen sehr wichtig und ich habe dies als wohltuend sowie erfüllend erfahren und empfunden. Dazu gehören Geist, Emotionen, Körper, Alter, Beruf, Finanzen, Anschauungen und Lebensführung sowie -gestaltung. Größere Unterschiede halte ich für wenig zielführend und dauerhaft, insofern gewünscht, im Sinne einer Partnerschaft und da beißt sich die Katze wieder einmal selbst in selbigen: Man(n) sollte mit sich selbst im Reinen sein. Wenn nicht ist dies für mich eines der Grundübel warum es mit anderen nicht klappt und Beziehungen meistens schief gehen. Das Ganze kann man durch (kreuzweise) Kennenlernen nach unten oder oben im Einzelnen versuchen zu kompensieren, aber sicher nur mit mäßigen und brüchigen Erfolg. Wer es mag. Nicht mein Ding und Thema.
 
  • #36
Fazit für mich bei up/downgrating geht es um Geld, um Geld und nochmal um Geld.
Ich sehe es leider ganz genau so! Was diese Begriffe angeht. Ich verbinde diese nicht mit Bildung oder anderen charakterlichen Merkmalen. Lediglich mit der Finanzpolitik einzelner Menschen. Weiterhin lösen diese Worte lediglich ein negativ/positiv Gedanke aus. Ich empfinde es ähnlich einem Aktienkurs. Und auch da wie bei Beziehungen setze ich lieber auf Long anstatt auf Short´s. Hätte meine LG sich als unvorstellbar Reich entpuppt und sich ohne dieses Down/Up Syndrom verhalten, hätte ich Null Probleme. Erst wenn der, nennen wir es, besser gestellte, seine Position welche nun einmal vorhanden ist in den Vordergrund stellt, kommt es zum Ungleichgewicht. Es ist auch nicht leicht seinem Partner dieses ungleichgewicht nicht spüren zu lassen. Und für Menschen die an Materialistischen Dingen sehr festhalten ( sich daran festhalten) ist es m.M.n. fast unmöglich. Da wird der Partner sich immer zwangsläufig irgendwie Down fühlen. Alles andere kann man irgendiwe kompensieren. Aber beim Thema Finanzen geht das nicht. Die hat man. Alles andere " kann" man.
Ich verspüre diese Spreizung zum Glück nicht.
Aber ja. Sehr schwierig für viele Menschen die Hab und Gut nicht von der Seele trennen können.
m46
 
  • #37
#30 @ Kaya. Vielen Dank für diese wunderbaren Ausführungen. Ich werde sie noch einmal durchlesen. Ich finde, das ist auf den Punkt gebracht und lässt meinen Optimismus und meinen Glauben an höhere Werte weiterleben.

Genauso ist es: man bekommt stets, was man sucht oder selbst zu geben bereit ist. Und da hat sich schon mancher verrechnet: wer nach Nützlichkeitserwägungen aussucht, der darf sich dann aber auch nicht beklagen, dass er keine selbstlose Liebe mit im Paket hat.
 
  • #38
Das ist ja der große Irrtum! Menschen wie du und ich( mein Vater war ein einfacher Gärtner) denken sie wären in der Versenkung
(ich überspitze bewusst) geboren und müssen immer dort verweilen. Dann wiederherum andere mit gutem Studium meinen sie hätten durch einen guten Abschluss die Mitgliedschaft zum Global Player beim
summa cum laude miterworben. Zum Glück sind die wenigsten so.
Es gibt immer unterschiede beim Partner. Niemand ist in allem 100% ig Up oder Down. Mein Arzt z.B. kenne ich Persönlich viele Jahre als Mediziner und Freund. Er ist ohne Zweifel Inteligenter als wie ich. Ich jedoch bin um einiges Schlauer. Seine Worte. Dieses UP und Down gerede ist m.M.n. hausgemacht von den Menschen die sich selbst zu wenig zutrauen oder sich völlig überschätzen.
m46
Meine These zum up- and downdating ist ja noch, dass man seinen Selbstwert über andere definiert, das passt gut auch zu deiner These.

@void, mit trivial meint ich eher die Bezeichnungen up- and downdating. Den Müll krieg ich schon runter und wer meint er wäre was Besseres im Pott wird ganz schnell eines Besseren belehrt :).

Gruß
m33
 
  • #39
Fazit für mich bei up/downgrating geht es um Geld, um Geld und nochmal um Geld.
Glaub ich nicht.
Klar gibt es Frauen, vielleicht nicht mal wenige, die wild darauf sind, einen Mann zu angeln, der ordentlich was verdient.
Aber welcher Mann will schon solch eine Frau ?
Klar gibt es Männer, die bereit sind, eine solche Frau zu nehmen, wenn sie dafür den entsprechenden Gegenwert bekommen, Schönheit und Jungend.
Darüber haben wir hier schon tausendfach gesprochen.
Aber so ein Mann willst du sicher nicht sein und nicht so eine Frau haben, sonst würdest zu nicht so was verbittertes schreiben.
Oder möchtest du gerne, hast aber diesbezüglich nichts zu bieten und haderst deswegen ?

Wir haben während dieser tausend Gespräche immer wieder gesagt, dass wir Geld nicht wichtig finden, Status kaum, sondern vor allem Bildung.
Jahaaaa, hier sagen immer ein paar wenige Frauen Gegenteiliges ( s.o. ), aber die muß sich doch kein Mann antun.

Wenn du ein sehr gebildeter Mann bist, gepflegt und einigermaßen hübsch und dazu nett und loyal, findest du jederzeit eine gebildete Frau, die einigermaßen hübsch, gepflegt, nett und loyal ist.
Auch wenn du sehr wenig Geld hast.
Es reicht, wenn du dich selbst ernähren kannst und die Frau dich nicht unterstützen muß.

Übrigens schärft es mich überhaupt nicht, wenn jemand sehr viel Geld verdient, weil seine fünf Gebrauchtwagenfilialen sehr gut laufen, oder seine Bistro-Kette eine Goldgrube ist.
Ich bin aber völlig geflasht, wenn ein Mann sehr gut reden kann und dabei witzig ist. Wenn er sehr viel weiß und kann. Wenn er in Fachzeitschriften schreiben und auf Kongressen reden darf und dabei gut ist.
Wenn ich jemanden aus vielen Zusammenhängen namentlich kenne und schätze und dann kennenlerne ( oh, SIE sind Herr X ! ). Dann hefte ich mich an seine Fersen und versuche, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Und dann sehe ich kaum noch, ob er klein und dünn ist oder eine gute Figur hat.
Naja, wenn er Mundgeruch hat will ich nicht den Abend mit ihm verbringen, ich habe auch eine Erotik-Mindestmaß-Schmerzgrenze.

Aber grundsätzlich ist ein gebildeter Mann für mich anziehend.
Dann kommt lange nichts und dann noch ein paar andere Eigenschaften.
Und ich denke, dass das vielen gebildeten Frauen so geht.

Wenn du aber selbst gar keine gebildete Frau willst, sondern eine schöne, die sehr viel Geld verdient, nützt es dir nichts, dass du selbst gebildet bist.
Hast du ja gemerkt, deine reiche Freundin hat das nicht interessiert.

w 49
 
  • #40
Immer wieder fallen hier die Begriffe "downdaten" bzw "updaten". Was genau ist das? Welcher Parameter ist der Königsparameter , an dem man genau festmachen kann, wann man nun up und wann down gedatet hat ?
Ich glaube, man kann das nicht objektiv messen, es handelt sich hierbei um eine Gefühlssache, die durch einen Haufen Kleinigkeiten herbeigeführt wird. Wenn ich auf jemanden herunterschaue, denk ich wohl, dass ich down-date und wenn ich zu jemandem hochblicke, fühlt sich das nach up-
Wie seht ihr das ? Ist dieses UP und DOWN Gerede nur eine Modeerscheinung? Mehr dem Neid geschuldet als den Fakten ? Was wäre für euch persönlich ein "Upgrade" und was würdet ihr persönlich als "nach unten daten" bezeichnen?
Ich halte das für unsinnige Schlagwörter, die weitgehend fiktive Phänomene bezeichnen, um Journalisten etwas zu geben, worüber sie in der "Gesellschaft"-Sparte ihrer Zeitung schreiben können.
Intuitiv suchen wir uns meist Ähnliches, Gleichwertiges, wenn es dauerhaft halten soll. Es sei denn, wir sind aus irgendeinem Grund so plemplem oder verzweifelt, eine Zweckbeziehung einzugehen.
 
  • #41
Was dahinter steckt? Minderwertigkeitskomplexe und fehlendes Selbstbewusstsein. Und Unzufriedenheit mit sich selbst. Wer sich als Akademiker noch über andere auslassen muss, obwohl er viel erreicht hat, zeigt damit seine innere Leere und seine innere Not. Viele streben Titel, Schule und Status nur an, weil sie sich ohne das als nichts fühlen und angeben müssen, um eben jemand zu sein.

Akademiker zu sein heißt ja aber erstmal gar nichts! Sondern dass man bis 25/30 in der Schule war und noch nichts Berufliches (und meist auch nichts Privates) erreicht hat wie jemand, der dann schon 10 oder 15 Jahre Berufserfahrung und daneben ausgeglichene Freizeit hat. Akademiker schaffen es heute oft nicht mehr Kinder zu bekommen, weil sie mit über 30 dann erstmal anfangen, sich beruflich zu etabilieren, wo andere schon Familien haben.
Handwerker, die ich kenne, sind restlos alle in Beziehungen und verheiratet und haben Kinder. Sie halten mehr von Tradition, auch die Jüngeren.

Darf man fragen, warum du nicht stolz über deinen Akademikertitel bist? Versteh ich nicht. Hast du Komplexe?
Freunde dich am besten an, mit dem, was du bist und pflege ein gutes Verhältnis zu allen Arten von niedrigeren und höheren gestellten Menschen. Das macht es für einen selber auch einfacher und alle Arten von Menschen kommen zu dir und du kannst frei wählen.

Nur Geld entscheidet manchmal viel darüber, was für eine Art von Typ die Person sie ist, wie sie lebt, welchen Lifestyle sie pflegt und wie man mit ihr die Zukunft gestalten kann. Das ist nicht zu unterschätzen! Liebe allein reicht nicht, wenn man auf verschiedenen Kontinenten lebt und kein Geld hat, sich zu sehen. Viele haben das heutzutage schon erlebt! Ich auch. Manchmal ist kein Mittel da, um zusammenzusein.
 
  • #42
Ich gebe zu bedenken dass wie bei vielen Dingen im Leben gleiche Begriffe in der "Männer- und Frauenwelt" sehr unterschiedliche Auslegungen erfahren. Eine Frau denkt vom für sie erfahrbaren "Beziehungsergebnis" her - das angestrebte Ergebnis ist nicht der "Prinz" und noch nicht einmal das "Schloss", beide sind nur Katalysatoren, sondern der weibliche Fokus ist von äußeren Zwängen befreit sich jeden Tag ohne Kompromisse selbst zu verwirklichen oder negativer ausgedrückt Ihre Launen auszuleben. Je nach Charakter, Bildung, Lebensphase und "Langweilefaktor" schwankt das von Frau benennbare konkrete prioritäre "Beziehungsziel" daher. Bei momentan starker Sehnsucht nach gutem Sex und non-konformistischen Ausprobieren wird der "Gauloise" Knackarsch als "updating" empfunden. Liegt sozial oder beruflich indiziertes mangelndes Selbstbewusstsein oder eine sonstige Lebenskrise vor wird der väterliche aufbauende "Mentortyp" das Prädikat "Update" erhalten. Sobald "Eliza Doolittle" sich als "My Fair Lady" fühlt wird sie den Mentor in die Tonne treten da er dann als nicht mehr adquat angesehen wird. Weniger prosaisch gesagt, er ist Ihren veränderten Zielen nicht mehr nützlich und wird in diesem Augenblick vom Update zum Downdate. 30+ Frauen kennen Ihre eigene Volatilität und genau deshalb ist Geld für "lebenserfahrene" Frauen so wichtig. Für "Selbstverwirklichung" braucht es nicht den richtigen Partner oder den richtigen Job. Der entscheidende Denominator ist das viel ubiquitärer und vielseitig nutzbare Geld anderer Leute. Eine Affäre mit dem toy-boy Gärtner kann ich nur geniessen wenn ich a) einen Garten habe, b) zuhause bin wenn der (arbeitende) Mann es nicht ist c) mich so um meine Schönheit kümmern kann dass der toy-boy auch bei 20 Jahren Altersunterschied noch als attraktiv empfindet d) Geld habe um einen Gärtner zu bezahlen. Daher wird nur eine reiche Erbin nicht unbedingt danach trachten updating zu betreiben - sie kann sich ja auch so ausleben ohne zuerst "Ihre besten Jahren" mit harter Arbeit zum Geld verdienen verschwenden zu müssen.
 
  • #43
Ich mag Tomaten provokante Fragen - sie regen zum Diskutieren und Nachdenken an, gerade weil sie nicht konkret mit einem Einzelschicksal verknüpft sind.

Die 2. Seite des Up-/Downdaten, wenn man bei diesen Begrifflichkeiten bleibt, hat Tom auch erwähnt.
Es gibt die Seite der jeweiligen Menschen, und die der Umwelt.

Von außen fällt der Begriff Up - / Downdaten oft als Werturteil einem Paar gegenüber.
Als Neid, Missgunst gegenüber der -/demjenigen, der "up-"gedatet hat, als Abwertung beiden Personen gegenüber.

Denn was denkt man über einen Menschen, über den man urteilt, dass er downgedatet hat? Mitgefühl, Bedauern?
Seltenst.
 
  • #44
So unterschiedlich ist das Ganze hier: für mich wäre ein steinreicher, wenig gebildeter Mann downdaten - ein wenig verdienender hochintelligenter Schöngeist dagegen der Traum, bei dem Geld keine Rolle spielt.
Ob Geld, Bildung, Intelligenz, Alter, Optik: jeder hat da seine wichtigen Kriterien und sucht danach Partner.
Ob es jetzt "die Frau muss mindestens 10 Jahre jünger sein". " er muss promoviert haben" oder "ihr BMi muss unter 18 liegen" ist , ist vom Prinzip her irrelevant.
 
  • #45
mit trivial meint ich eher die Bezeichnungen up- and downdating.
achso, dann hab ich das falsch verstanden :) Mir sind bloß während des Studiums so viele dieser Meinungen begegnet, dass ich mir an den Kopf gefasst habe, was die denken, wo sie leben und wie das alles funktioniert. Es liegt wohl in der Natur mancher Akademiker, sich und ihr Studium für die Krone der Schöpfung zu halten.

Und nee, es ging nicht darum, den Müll runterzubringen, sondern auf eine Halde zu kriegen. Das kostet Weg und Zeit, die von der Zeit abgeht, die man für seine Tätigkeiten braucht. Wenn man das ausweitet, wie es wäre, wenn man keine Menschen hätte, die "den Rest" machen, kommt man schnell dahin, dass man nur mit dem Lebenserhalt befasst ist.

Akademiker zu sein heißt ja aber erstmal gar nichts! Sondern dass man bis 25/30 in der Schule war und noch nichts Berufliches (und meist auch nichts Privates) erreicht hat
So seh ich das nicht, denn man hat einen beruflichen Abschluss, der Arbeitsplätzen den Weg frei macht, die man ohne den Abschluss nicht hätte. Man hat noch kein Geld verdient in seinem Beruf, das stimmt. Aber dass man nichts erreicht hätte im Berufsleben wäre ja, wenn man weder gearbeitet noch einen Abschluss gemacht hätte.
 
  • #46
Als Neid, Missgunst gegenüber der -/demjenigen, der "up-"gedatet hat, als Abwertung beiden Personen gegenüber.
Ich habe dieses Up und Down so eigentlich erst im Internet als Begriff kennen gelernt.
Ja, ich kann mich erinnern, manche Abiturienten fanden das unter aller Kanone, dass einer von ihnen mit einem Handwerker befreundet ist. Gedatet haben wir aber alle an der Realschule, die Mädels waren einfach hübscher. In meinem Jahrgang sogar noch gar nicht vertreten. Später, an der Uni, gabs immer wieder sehr arrogante Äusserungen gegenüber den Menschen, die kein Studium anstreben. Mein Vater - kein Akademiker, war vor seinem Ruhestand der Chef eins Dr.Ing., sehr zum Verdruss des Herren Doktor. 1 Jahr nach dem Abgang meines Vaters wurde er von der Firma zurückgeholt, der Herr Dr. hatte nur Mist gebaut. Ich persönlich habe Achtung vor der Leistung und dem Können, aber niemals davor, brav auswendig zu lernen, dem Prof. Honig ums Maul zu schmieren und so ein Diplom zu erhalten, das heute eigentlich zu nichts mehr befähigt - zumindest sehr oft. Die Bacheloren können meist sehr wenig bis nix - aber das mit ganzer Kraft und ständig offener Klappe.
Ich persönlich lerne einen Menschen kennen. Und merke dann schon, ob er denken kann. Denn noch nicht einmal dafür ist der akadem. Grad ein Beweis. Meine Erfahrung ist die: die wirklichen Könner haben es nicht nötig, mit Millionen auf dem Konto, irgendwelchen Uraltleistungen oder Titeln hausieren zu gehen. Wer keine Persönlichkeit ist, der muss dagegen solche Dinge vor sich her tragen, um sich wichtig zu fühlen.
 
T

Toi et moi

  • #47
Ich denke nicht, dass nur Menschen studieren, die nichts können. Es mag sein, dass es Menschen gibt, die kein Studium brauchen. Weil sie eine sehr hohe soziale Intelligenz besitzen und Menschen führen können und deren Know How und Können für sich nutzen aber alle studierende als dumm und Nichtsnutz zu bezeichnen finde ich einfach nur unfair. Mir ging es niemals darum mein Selbstwert durch ein Studium zu puschen sondern ich wollte es. Ich war neugierig und mir hat es Spaß gemacht mich mit komplexen Themen zu beschäftigen. Ich bin trotzdem ein sehr bescheidener Mensch geblieben. Das macht mich doppelt angreifbar. Ich weiß manchmal nicht wie ich mich verhalten soll. Ich muss mich fast immer dafür schämen, dass ich studiert habe. Warum darf man nicht sein, wie man ist, frage ich mich manchmal?
Und sicher gibt es viele Menschen, die intelligenter sind als ich und haben es nicht geschafft und sicherlich gibt es auch Menschen, die sehr viel Geld haben ohne Studium. Ich würde mir niemals erlauben diese Menschen als dumm zu bezeichnen, nur weil sie einen anderen Weg für sich gewählt haben. Für mich ging es niemals um das Geld. Ich brauche/brauchte nicht sehr viel aber ich möchte mit jemandem zusammen sein, der mich versteht und ich möchte meinen Partner verstehen können. Ich möchte niemanden kaufen und ich möchte auch nicht, dass jemand mich kauft.
 
  • #48
Ich sehe es leider ganz genau so! Was diese Begriffe angeht. Ich verbinde diese nicht mit Bildung oder anderen charakterlichen Merkmalen. Lediglich mit der Finanzpolitik einzelner Menschen. Weiterhin lösen diese Worte lediglich ein negativ/positiv Gedanke aus. Ich empfinde es ähnlich einem Aktienkurs. Und auch da wie bei Beziehungen setze ich lieber auf Long anstatt auf Short´s. Hätte meine LG sich als unvorstellbar Reich entpuppt und sich ohne dieses Down/Up Syndrom verhalten, hätte ich Null Probleme. Erst wenn der, nennen wir es, besser gestellte, seine Position welche nun einmal vorhanden ist in den Vordergrund stellt, kommt es zum Ungleichgewicht. Es ist auch nicht leicht seinem Partner dieses ungleichgewicht nicht spüren zu lassen. Und für Menschen die an Materialistischen Dingen sehr festhalten ( sich daran festhalten) ist es m.M.n. fast unmöglich. Da wird der Partner sich immer zwangsläufig irgendwie Down fühlen. Alles andere kann man irgendiwe kompensieren. Aber beim Thema Finanzen geht das nicht. Die hat man. Alles andere " kann" man.
Ich verspüre diese Spreizung zum Glück nicht.
Aber ja. Sehr schwierig für viele Menschen die Hab und Gut nicht von der Seele trennen können.
m46
“Was du hast, das können Viele haben. Aber was du bist, das kannst nur du sein.“

Jeder ist bei anderen Dingen eher kompromissbereit, nimmt irgendwelche Nachteile in Kauf. Der eine beim Geld (ich), der andere beim Aussehen, der nächste beim Status, oder beim Bildungsabschluss. Da wird es keine allgemein gültigen Regeln geben. Ich finde das Sein viel wichtiger als das Haben. Aber jeder nach seinem Gusto.
 
L

LadyBink

  • #49
Ich kenne den Begriff im RL und aus dem Internet. Im Internet "kotzen" Männer doch recht regelmäßig über Updating, das die bösen Frauen betreiben und meinen in der Regel damit, dass die Frau, die sie optisch anstreben und die in Puncto Alter und Aussehen ihnen gegenüber ein klares "Update" wäre, kein Interesse an ihnen hat- für so einen Deal bieten sie zu wenig für die Frau als wertvoll erachtete Gegenleistung.

Im RL gegenüber kennen ich den Begriff indirekt, da bemitleiden Frauen ihre Artgenossinnen, die aus lauter Verzweiflung auf einen sozial vollkommen inkompetenten Katastrophenmann zurückgreifen, weil sie davor Angst haben alleine zu sein.

Ich habe aber auch leicht reden, denn ich bin in der glücklichen Lage alles zu haben. Mein Ehemann ist ein charakterlich sehr feiner Mensch, im Einkommen steht er recht weit über mir, was bei seinem Beruf aber auch ziemlich einfach ist, optisch über 190, sonstige Werte top.

Formale Bildung haben wir in Ungefär die gleiche, sein Wissen ist beruflich mehr wert als meines, ich kann dafür privat Netzwerke aufbauen und die richtigen Kontakte knüpfen. Finanzieller und familiären Backround von meiner Seite sind beide ebenfalls ziemlich hoch.
Das Problem: Wenn es mit meinem Partner jemals auseinandergehen sollte, werde ich wahrscheinlich den Weg der Single-Haustierlady gehen. Was ich an freien und unverpartnerten Männer in meinem Alter und darüber im RL und erst recht im Internet erlebe, würde ich niemals in mein schönes Leben lassen.
 
  • #50
... da bemitleiden Frauen ihre Artgenossinnen, die aus lauter Verzweiflung auf einen sozial vollkommen inkompetenten Katastrophenmann zurückgreifen, ...
Und damit updaten oder downdaten, um beim Thema zu bleiben? Ich bin froh, dass ich nicht in den Bevölkerungsschichten herumdaten muss, denen es so geht. Um mich herum gibt es genügend nette, sozial kompetente Männer und Frauen.
 
  • #51
Von außen fällt der Begriff Up - / Downdaten oft als Werturteil einem Paar gegenüber.
Als Neid, Missgunst gegenüber der -/demjenigen, der "up-"gedatet hat, als Abwertung beiden Personen gegenüber.

Denn was denkt man über einen Menschen, über den man urteilt, dass er downgedatet hat? Mitgefühl, Bedauern?
Seltenst.
Andere spielen für mich im Thema Up-/Downdaten eigentlich keine Rolle - ist mir vollkommen egal, wie wer seinen Partner wählt, was soll ich da bedauern oder neiden? Welche Relevanz hat die Partnerwahl anderer für mich? - keine, sodass ich keinen Gedanken an dessen/deren Up-/Downdaten verschwenden muss.

Für mich ist es nur ein Thema im Hinblick auf eigene zukünftige Beziehungen und zwar unter dem Aspekt:
- womit habe ich gute Erfahrungen gemacht und werde es aus diesem Grund bei der zukünftigen Partnerwahl berücksichtigen (Homogenität in für mich partnerschaftsrelevanten Parametern)
- womit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht (Gegensätze in partnerschaftsrelevanten Parametern) und welche Kombination werde ich demzufolge meiden, egal was meine Gefuehl dazu sagen. In Sachen" Kopf toppt Herz" bin ich ziemlich gut, weil ich so übel reingefallen bin.
 
  • #52
Dass sich dennoch die Männerwelt spontan und anhaltend interessiert zeigte, versteht kein Mensch. Ich entwickelte mich schnell zur mäkeligen Schnepfe, die sich - ohne zu bezahlen, ich "klickte" nur an - die Männerwelt an sah und dabei ihren jetzigen Mann kennen lernte, der über alle "Zeit"-Anzeigen-Typischen Attribute verfügte und sich dennoch auf diese komische Frau einließ.

Logik? Null. Vergiss es.
Du bist eine Frau, der TE ein Mann. Das ist der Unterschied und du hattest Glück.
Dennoch gibt es eine Logik im Sinne von Rationalität und gleichzeitig gibt es das Geheimnis der Anziehung, der Attraktivität.
 
  • #53
Ich denke, im allgemeinen Sprachgebrauch bezieht sich up/downdaten auf Status, finanzielle Situation und Bildung. Alter, Aussehen, Charakter, Gesundheit etc ist dagegen nicht gemeint.

Es geht bei diesen Begriffen mE nicht um Kriterien fürs verlieben, das unterliegt ganz anderen Anziehungskräften. Sondern es geht um die "äußere" Passung eines Paars, ob es sich in einer Gesellschaftsschicht/-kreis bewegt oder nicht. Diese Schichten/Kreise waren immer existent und werden es immer sein, da sollte man sich nichts vormachen. Sie sind nicht scharf voneinander getrennt, sondern überschneiden sich, aber sie sind dennoch da.

Neid spielt selbstverständlich auch eine Rolle, auf die da oben, aber Neid ist ja durchaus nicht nur negativ, sondern auch eine starke Motivation, um etwas zu erreichen.

Für Männer und Frauen ist die Situation beim up/downdaten nicht gleich, sondern downdaten ist bei Männern gesellschaftlich mehr anerkannt. Ist auch logisch, denn Frauen hatten lange Zeit kaum eine Möglichkeit aus eigener Kraft Status, Geld, Bildung zu erlangen, außer eben darüber, dass sie sich einen Mann geangelt haben, der das alles hatte. Das wandelt sich heute zum Glück.
 
  • #54
Für Frauen, die Familie und Kinder haben möchten, sind entsprechende Kriterien wichtig.
Ein Punkt ist, ob der Mann aufgrund seines Einkommens, Einkommenspotenzials und Vermögens (ggf Erbe) einer Familie einen angemessenen Lebensstandard bieten kann.
Weiter ist auch wichtig, dass er nicht bei nächstbester Gelegenheit Frau und Kinder wieder verlässt, er muss also treu sein.
Obwohl ich selbst Akademikerin bin, ist das m.E. nicht ausschlaggebend. Ein erfolgreicher und finanzstarker Bauunternehmer (ohne Studium) ist also weitaus interessanter als ein schlecht bezahlter Unternehmensberater.
 
  • #56
Obwohl ich selbst Akademikerin bin, ist das m.E. nicht ausschlaggebend. Ein erfolgreicher und finanzstarker Bauunternehmer (ohne Studium) ist also weitaus interessanter als ein schlecht bezahlter Unternehmensberater.
Bei mir ist es wiederum genau anders herum. Einen nur durchschnittlich verdienenden Akademiker mit spannendem Job würde ich jederzeit einem reichen "nicht-studierten" Mann vorziehen. Einen Großstädter mit Studium und vielen interessanten Freunden/Umfeld, aber geringem Einkommen jederzeit einem reichen Erben, der auf dem Land wohnen will. Mir kommt es darauf an, ob jemand mir ein spannendes Leben bieten kann und das auch möchte. Kapital in Form von Geld ist dazu nicht zwingend notwendig. Es gibt also recht individuelle Definitionen von Up-/Downdating...
 
  • #57
Wie bereits geschrieben, gibt es up- bzw. downdaten nur bei Leuten, bei denen nicht die Liebesbeziehung in Vordergrund steht. Aber zum besseren Verständnis für alle Männer, die nicht wissen, was eine Liebesbeziehung schön und den Partner diesbezüglich interessant, übersetzt also "up" macht, hier meine Einschätzung, die ich mit mindestens dreiviertel aller Frauen, die ich kenne, teile:

- vital, lebenslustig, sexy
- treu (vor allem sexuell), ehrlich, loyal
- klug, witzig, kreativ
- angesehen, beliebt, geachtet im Freundeskreis
- positiv kommunikativ (dazu gehört auch zuhören können)
- zärtliches, aufmerksames, empathisches Verhalten
- mutig, verwegen, selbstbewusst
- fürsorglich, stark, beschützend

Natürlich darf ein Mann mit diesen Attributen eine ebenbürtige Partnerin erwarten. Mit einem solchen Mann hat Frau auch gern Sex, kann sich fallenlassen und entgegengehen. Vorübergehend schwere Zeiten werden gemeinsam durchgestanden, Fehler verziehen. Alles beruht auf Gegenseitigkeit.

Mit Geld und Status kann ein Mann sich vielleicht Schönheit und Jugend kaufen, niemals jedoch eine Frau mit zu den oben genannten Punkten adäquaten Eigenschaften. Mit Jugend und Schönheit allein wird eine Frau niemals einen Mann mit den aufgeführten Vorzügen dauerhaft für sich begeistern können.

Absolute "ups" sind für die meisten Frauen und Männer, die eine langfristige Liebesbeziehung suchen, auch ähnlich:

- sexuelle Untreue, Lügen, Betrügen, Täuschen
- anhaltende Suchterkrankungen
- Ausnutzen, Manipulation, Zurechbiegenwollen
 
  • #58
Bei der Up- and Down Betrachtung geht es niemals um die Relation des Partners zu sich selber (das wäre ja ein gleichgeschlechtlicher Vergleich!), sondern immer nur um die Relation zum statistsich durchschnittlichen "Normalfall", den der Partner einnehmen würde!

Meine "Normalfrau" wäre:
- 43 Jahre alt (4 Jahre jünger)
- 178cm groß (11cm kleiner)
- 3-4 Intimpartner bislang (nicht über dem Durchschnitt der Normalbevölkerung)
- kinderlos (ergibt sich aus ähnlicher Beziehungsvita mit auch kinderlosem Mann)
- BMI von 20 (ähnliche Erscheinung bei typischerweise 10% mehr Körperfettanteil bei Frauen)
- Akademikerin (Uni)
- usw.

Älter, mehr Intimpartner, Kinder, >BMI, weniger Bildung = Down
Jünger, weniger Intimpartner, <BMI, mehr Bildung = Up

Verrechnung der Einzelfaktoren gegeneinander ist gängig; die Gewichtung diskutabel ;)

V.m47
 
  • #59
Ich denke, dass diese Punkte aus Sicht vieler Frauen, auch wenn sie es nicht zugeben, entscheidend sind. Sicherung eines besseren Lebensstandards als allein und das auf Dauer.
Nein, stimmt nicht. Vielleicht in der Generation der alten Ü40. Aber die jungen Frauen haben alle Jobs und verdienen ihr eigenes Geld. Mir ist der Verdienst eines Mannes, ebenso sein beruflicher Stand, vollkommen egal. Lieber ein arbeitsloser Schönling, als ein unattraktiver, älterer Geschäftsführer.
 
  • #60
Die "jungen" Ü40 haben auch alle lieber einen Job und sind unabhängig, weil sie mit der Vorgehensweise ihrer Eltern auf die Nase gefallen sind. Die "alten" Ü40er bleiben lieber in ungesunden Beziehungen stecken, weil sie sich finanziell abhängig gemacht haben bzw. das wichtiger finden als einen Neuanfang.
Was mir bei jungen Frauen aufgefallen ist, weil Du auch gerade schreibst
Lieber ein arbeitsloser Schönling, als ein unattraktiver, älterer Geschäftsführer.
Ich hab von einigen Fällen gehört, wo die Frau sehr tough ist und ihren eigenen Weg geht, daheim aber einen Computerspieler sitzen hat, der weder was im Haushalt macht noch alleine eine Bewerbung schreiben kann. Die Frauen ziehen diese Männer mit und vermuten, dass sie an Depressionen leiden oder soziale Phobien haben. Das wissen sie aber nicht genau, weil der junge Mann auch nicht die Arzttermine wahrnimmt, die die Freundin für ihn macht.
Und doch, es gibt auch bei den jungen Frauen welche, die bewusst den Weg wählen, sich einen reichen Mann angeln zu wollen. Aber sicher nicht mehr so blind wie die Ü40er, die dachten, der einzige Weg ins Glück ist einen karrieretüchtigen Mann zu finden, weil sie sowieso keine Aufstiegschancen hätten und immer weniger Gehalt als ein Mann haben werden.
Aber da es in den Achtzigern anfing, dass Frauen auch losgepowert haben mit eigenen Unternehmen und nicht mehr Festhängen in schädlichen Beziehungen, hat auch ein Teil der Ü40 mitgekriegt, dass es besser ist, sein eigenes Geld zu verdienen. Die mussten sich meistens aber entscheiden: Mann oder Karriere. Das mag für die jungen Frauen heut zum Teil anders sein, weil auch die jungen Männer teilweise nachgezogen haben in ihren Ansichten, dass Frauen auch Karriere machen wollen und deswegen Kompromisse gefunden werden, statt dass man sich trennt. Aber auch hier trennen sich manche von ihrer "Karrierefrau", weil sie immer eine finden werden, die ihnen lieber den Rücken freihält und das alte Modell leben will. Es gibt genügend Ausländerinnen, die noch das traditionelle Familienbild leben wollen und dafür alles tun, und dazu müssen sie sich nicht mal durchringen, weil sie kein Störgefühl haben, wenn sie finanziell total abhängig sind.
Und wie oben geschrieben, es gibt die Frauen, die sich einen "schwachen Mann" suchen, den sie dann betuddeln. Kommt aber auch bei Ü40ern vor, auch noch bei älteren, weil die sowieso denken, Männer können im Haushalt nichts allein.