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  • #1

Unterhaltszahlungen an die Ex

Eine ernste Frage an die Männer:

Ich lese hier häufig von Männern, die sich beschweren, nach der Scheidung einen Haufen Unterhalt an die Ex bezahlen zu müssen.

Wenn die Ex selbst genug verdient, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, bekommt sie doch garkeinen nachehelichen Unterhalt. Mit wenigen Ausnahmen bekommen die Exen Unterhalt, die -wie in der Ehe mit dem Mann abgesprochen - zuhause bleiben, um für den Ehemann den Haushalt zu führen/das gemeinsame Kind zu versorgen und nach der Scheidung wegen Kind und langen beruflichen Auszeiten keine Arbeit mit ausreichendem Einkommen finden.

Ich habe den Eindruck, dass viele Männer es während der Ehe ganz großartig finden und froh sind, dass die Frau auf einen eigenen richtigen Beruf und Karriere verzichtet, um dem Ehemann das "Gedöns" mit Kind und Staubsauger abzunehmen. Wenn die Ehe scheitert, ist es das Problem und das Risiko der Frau, dass sie wegen der langen Auszeit schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat und irgendwie neben dem Beruf noch das Kind versorgen soll.

Ist es für Euch Männer eine Idee, eure Ehefrau nicht als Haus- und Kinderfrau zuhause zu lassen, sondern die Frau in eine Berufstätigkeit zu schicken, mit der Folge, dass ihr selbst einen Teil des Haushalts/der Kinderversorgung übernehmen müsst?
 
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Gast

  • #2
Eine ernste Frage an die Männer:

Wenn die Ex selbst genug verdient, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, bekommt sie doch garkeinen nachehelichen Unterhalt.
Hallo,

meine Ex hat keine richtige Berufsausbildung und ist defizitär selbstständig, hat sich vor der Ehe von ihren Eltern durchfüttern lassen und mir etwas von gutgehendem Laden erzählt. Nach kurzer Ehe (2 Jahre) habe ich mich getrennt. Jetzt zahle ich mindestens ein Jahr ordentlich Unterhalt. Fair?

m48
 
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Gast

  • #3
Wenn die Ex selbst genug verdient, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, bekommt sie doch garkeinen nachehelichen Unterhalt.
Hatte ich gerade im weiteren Bekanntenkreis:

Er Chefarzt, sie Marketing-Assitentin, keine Kinder, 5 Jahre verheiratet, dann Scheidung

Während die Scheidung läuft zaubert sie von einer höheren Vorgesetzten (die ist eine Mega-Emanze) in ihrem Unternehmen Dokumente hervor, nach denen sie einen grandiosen Aufstig innerhalb der Konzernstruktur hätte machen können. Bedingung wäre ein 2-Jähriger Auslandsaufenthalt gewesen. Diesen hat sie angeblich zu Gunsten ihrer Ehe nicht wahrgenommen. Das Gericht glaubt's!

Er hat, während der Ehe, bzw des fraglichen Zeitraums, noch nie etwas davon gehört (ich auch nicht, obwohl ich die Firma sogar näher kenne), aber macht jetzt den Zahlemann aufgrund "Ehebedingter beruflicher Nachteile" bei ihr.

m44
 
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  • #4
Ist es für Euch Männer eine Idee, eure Ehefrau nicht als Haus- und Kinderfrau zuhause zu lassen, sondern die Frau in eine Berufstätigkeit zu schicken, mit der Folge, dass ihr selbst einen Teil des Haushalts/der Kinderversorgung übernehmen müsst?
Soll das heißen, das Männer gefälligst Druck auf ihre Ehefrauen ausüben sollen, Geld zu verdienen?

Das mit Haushalt und Kinderversorgung ist nämlich für mich überhaupt kein Problem. Aber was mache ich denn, wenn die Liebste nach der Babypause so überhaupt keine Anstalten machen will, in den Beruf zurückzukehren? Soll ich sie dann zwingen? Mit welchen Mitteln? Da ist es nämlich dann für eine Trennung schon zu spät, falls die Frau nicht in den Beruf zurückkehren will, der Unterhalt steht bereits an.
 
  • #5
Ist es für Euch Männer eine Idee, eure Ehefrau nicht als Haus- und Kinderfrau zuhause zu lassen, sondern die Frau in eine Berufstätigkeit zu schicken, mit der Folge, dass ihr selbst einen Teil des Haushalts/der Kinderversorgung übernehmen müsst?
Würde ich ja gerne - aber ich darf nicht.

Alle meine Partnerinnen lehnten meine gebotene Mithilfe im Haushalt ab.
Lediglich Abwasch und Wäsche aufhängen wurde mir von einer Frau gestattet.
Und staubsaugen bei einer anderen Partnerin.

Einmal durfte ich Alles machen, weil meine Partnerin sich ihr rechtes Handgelenk gebrochen hatte.
Als das wieder gesund und belastbar war, machte sie wieder Alles selber, außer s.o.

Das ich in der Schule freiwillig ein Jahr Hauswirtschaftsunterricht absolvierte, und später einen Babysitterkurs - kommt bei den Frauen auch nicht an.

Als Mann im Haushalt mithelfen, gilt bei vielen Frauen -auch aktuell- als "unmännlich"

Ein Mann schrieb hier: Als er in der Küche arbeitete, und dabei eine Schürze trug,
hätte seine Frau diesen "unmännlichen" Anblick nicht ertragen, und sich von ihm getrennt.

Na, ... dann halt eben nicht !
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Unterhaltszahlungen etc. kann man abzocken, ggf. für das ganze Leben des Zahlers.

Eine Frau sollte zwölf Jahre nach der Scheidung plötzlich Unterhalt wegen ihrem ex-Ehemann zahlen. Weil der nun Sozialhilfe bezog.

Eine AE-Mutter zögerte den Zwang zu Bewerbungen und Jobs so lange hinaus, bis ihr Kind zwölf Jahre alt wurde. Und jobbte dann nur halbtags, statt Vollzeit.

Ein ex-Ehemann mußte einen Teil seiner Rente sogar an den neuen Ehemann seiner ex-Ehefrau abtreten, als die Frau starb. Obwohl der mit seiner Ehe nix zu tun hatte.

Schweiz: Eine Ehefrau ging Vollzeit arbeiten, während der Trennungszeit, weil ihr Ehemann keinen Unterhalt zahlte.
Als es zur Scheidung + Gericht kam, gab sie ihren Vollzeit-Job auf, und verlangte Unterhalt via Gerichtsurteil. Der Ehemann protestierte vor Gericht dagegen.

Unterhaltszahlungen können bis zu 3/7 des Einkommens des Anderen hoch sein. Also fast die Hälfte.
z.B. um den Lebensstandard wie während der Ehe aufrecht zu erhalten = Besitzstandswahrung.
Überspitzt gesagt: Während der Ehe bei "Wasser und Brot" = billiger beim Unterhalt ?

Also im Extremfall fast die Hälfte kassieren - aber dafür nix tun müssen.

Einziger Ausweg in Dtl. vor Unterhaltszahlungen: Nicht heiraten - keine leiblichen Kinder.
 
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  • #6
Gast 1: warum hast du denn eine Frau ohen Berufsausbildung geheiratet, die sich von ihren Eltern durchfüttern hat lassen?!? Du hast das gewusst, hast sie teotzdem geheiratet - also ja, ich finde das fair.
Ist sie sehr attraktiv? Jünger als du? Das hat seinen Preis!
Du hast sie wissentlich geheiratet, dann ist Jammern jetzt nicht angesagt.
 
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  • #7
Lieber Gast #1, das liegt am Trennungsjahr. Wenn du nur zwei jahre verheiratet warst, hast du dir deine Zukünftige Braut zuvor wahrscheinlich nicht gut anschaut, sonst wärs nicht so schnell gegen die Wand gefahren.
Wenn ich dann immer höre, wie viele Männer angeblich Unterhalt an ihre Ex-Frauen zahlen, muss ich immer grinsen, obwohl es rechtlich wirklich nur in absoluten Ausnahmefällen ein Recht auf Unterhaltszahlungen für Ex-Partner gibt (seit 2009 in Deutschland so - jaa, manchmal lohnt sichs, die gesetzlichen Regelungen anzukucken), dann muss ich an meinen Ex-Partner denken, der Jahrelang jedem erzählt hat, wie viel Unterhalt er angeblich monatlich an seinen Sohn abdrücken würde, obwohl er tatsächlich GAR KEINEN Kindesunterhalt gezahlt hat - und auch sonst nichts für sein Kind. Er konnte nur einfach nicht mit Geld umgehen und hat es mit angeblichen Unterhaltskosten gerechtfertigt ("Ich würde ja mit euch in Urlaub fahren, aber ich kanns mir nicht leisten, weil ich meiner Ex und dem Kind so viel Unterhalt zahlen muss, jaja, ich finde das auch total unfair!"). Irgendwann hatte ich die Schnauze voll von dem Gelüge und habe dafür gesorgt, dass er per Gerichtsbeschluss und Lohnpfändung den Kindesunterhalt tatsächlich zahlen musste - da haben die Bekannten aber gestaunt, wieso das Gericht plötzlich Nachzahlungen für mehrere Jahre einfordert, wo er doch immer schon sooooooo viel gezahlt ... Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin mir zu 95% sicher, dass die meisten Männer, die hier behaupten, sie müssen wunder wie viel an ihre Ex zahlen, in wirklichkeit kaum den gesetzlichen Forderungen nachkommen - soviel hat mich die Erfahrung gelehrt.

Mit anderen Worten: Eine Frau, die freiwillig aufs Arbeiten verzichtet ist schön blöd. Mein Partner hätte auch ganz gern, dass ich voll Hausfrau mach, wär doch so schön für die Kinder und für den Haushalt wär dann ja auch Zeit, er verdient ja genug. Aber was wenn wir uns trennen? Dann steh ich schön scheiße da, weil Ex-Partner in Deutschland eben KEINEN Unterhalt mehr bekommen, es sei denn sie können nachweisen, dass der Ex die Schuld daran trägt, dass sie nicht arbeiten können bzw. sie sind extra für die Heirat aus dem Ausland eingereist.

Es ist also keine Frage an die Männer. Eine kluge Frau entscheidet sich selbst dafür, weiterhin arbeiten zu gehen! Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter, wo der Mann seine Frau zwingen würde, zuhause zu bleiben! Manche Frauen tun es - müssen dann aber eben mit den Konsequenzen leben. Wer das nicht möchte, muss es am besten schon vorab vertraglich festhalten - wasserdicht ist das aber definitv auch nicht (siehe einschlägige Gerichtsentscheidungen).
 
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  • #8
Hallo,

meine Ex hat keine richtige Berufsausbildung und ist defizitär selbstständig, hat sich vor der Ehe von ihren Eltern durchfüttern lassen und mir etwas von gutgehendem Laden erzählt. Nach kurzer Ehe (2 Jahre) habe ich mich getrennt. Jetzt zahle ich mindestens ein Jahr ordentlich Unterhalt. Fair?

m48
Naja warum heiratet bzw. führt man überhaupt ne Beziehung mit so jemandem? Da kann man irgendwie echt nurnoch Selber schuld! sagen.
Und genau das bestätigt ja die Frage der FS.
 
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  • #9
Die Kinderbetreuung ist heutzutage so gut, dass die meisten Frauen, die ich kenne, zumindest teilzeit nach der Elternzeit wieder arbeiten. Desweiteren arbeiten fast alle Männer, die ich kenne, auch im Haushalt mit bzw. kümmern sich auch um die Betreuung der Kinder.

Bei einer Scheidung zählen allerdings nur die nackten Zahlen, nicht wer wieviel zum Gesamtunterhalt der Familie beigetragen hat.
Entscheidend ist sowieso, ob man sich im Guten trennen kann, oder ob es einen Rosenkrieg gibt, der Unsummen an Anwalts- und Gerichtskosten verschlingt.

Meine Scheidung war Spiegelbild und kröhnender Abschluss einer Beziehung, die geprägt war von mangelnder Kommunikation, mangelndem Respekt und Egoismus. Ich bin froh, dass ich es hinter mir habe.

Auf eins möchte ich aber noch eingehen:

Mit wenigen Ausnahmen bekommen die Exen Unterhalt, die -wie in der Ehe mit dem Mann abgesprochen - zuhause bleiben...
Ich glaube nicht, dass das zu Hause bleiben immer in Absprache mit dem Mann erfolgt. Bestenfalls natürlich schon, aber wenn die Frau nicht möchte oder sich nicht bemüht oder einfach nichts findet, dann kann der Mann nichts machen.

Das neue Scheidungsrecht ist aber in jedem Fall eine Verbesserung gegenüber früher.

m
 
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  • #10
Also für meinem Vorposter :

ich kenne auch Fälle, z.B den meiner Freundin, die trotz geringem Gehalt nix sieht, obwohl Exmann gut verdient. Sie musste Bewerbungen auf Vollzeitstelle nachweisen.Und ist permanet von der Anwältin diesbezüglich kontaktiert worden.

Sie macht jetzt 2 Jobs.

Prinzipiell auch ok. Warum soll der Expartner auch ewig noch für einen verantwortlich sein.
Am besten ist: keine Heirat für Männer. Aber irgendwie verschließen diese wohl gerne die Augen wenn sie verliebt sind und hinterher ist das Gejammer groß.

Es heißt ja nicht umsonst- eine Frau die 2x geschieden ist und keinen Porsche fährt hat was verkehrt gemacht ;-)

w 44
 
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  • #11
Hauptproblem ist aber auch das im Scheidungsrecht die Schuldfrage gestrichen wurde. Warum werden denn nur ca. 35 % die Scheidung von Männern eingereicht?
Weil durch das Scheidungsrecht die Frauen übervorteilt werden und oft für ihren Ehebruch noch belohnt werden.
Gabe es noch diese Frage würden sich wahrscheinlich viele Frauen überlegen sich zu trennen, da ja die soziale Hängematte entfällt. Ein Freund von mir darf für 5 J. Ehe in der die Frau permanent ihn betrogen hat, auch noch ca. 1200.- € nachehelichen Unterhalt zahlen. Mit den ca. 800.-€ Erwerbsunfähigkeitsrente lebt die Frau doch sehr gut.
Gut das ich nie geheiratet habe und nur für meine beiden Kinder bezahlen darf und dies sogar sehr gerne.
 
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  • #12
Soll das heißen, das Männer gefälligst Druck auf ihre Ehefrauen ausüben sollen, Geld zu verdienen?........ was mache ich denn, wenn die Liebste nach der Babypause so überhaupt keine Anstalten machen will, in den Beruf zurückzukehren? Soll ich sie dann zwingen? Mit welchen Mitteln?
Komisch, dass Männer das nicht hinbekommen, was für mich als Frau eine meiner einfachsten Übungen war. Mein Exmann war drauf und dran, seinen Arbeitsplatz aufzugeben - es nervte ihn und ich verdiente ja genug für uns. Er hat immer seinen Teil im Haushalt gemacht und wollte dann den Hausmann geben. Ich habe ihm gesagt, dass ich keinen Hausmann will und nicht daran denke, ihm seine Hobbys zu finanzieren. Er wusste, dass ich eine Frau bin, die Mann besser ernst nimmt - er hätte ein Dach über dem Kopf gehabt und was zu essen und das wäre alles gewesen. Kein Kino, kein Urlaub, kein Auto, kein Motorrad. Er war gut beraten, seinen Job zu behalten, denn ein paar Jahre später ließ ich mich scheiden. Selbstverständlich hätte ich ihm keinen Unterhalt gezahlt. Was interessiert mich, was deutsche Gerichte entscheiden, wenn ich als IT-Spezialistin im Ausland arbeiten kann.

Es ist mir unverständlich, wie Männer ihre Partnerwahl treffen. Wer eine Frau wählt, die nichts gelernt hat und/oder nicht arbeiten will, der darf sich nicht wundern, wenn er später dafür zur Kasse gebeten wird. Noch weniger verstehe ich, wie Männer, die sich im Job durchsetzen, Personal führen, daß in ihren Ehen nicht hinbekommen. Ich würde der Frau den Geldhahn zudrehen und nur Naturalleistungen erbringen. Wetten, dass sie dann ganz fix arbeiten geht? Natürlich hat sie Anspruch auf Haushaltsgeld, persönlichen Bedarf - soll sie doch einklagen. Ich bin ziemlich sicher, kaum eine Frau tut das. Und wenn doch, tja, dann frage ich mich tatsächlich, mit welchem Körperteil der Mann seine Partnerwahl getroffen hat.

Mein Mitleid mit den Männern, die ihren Frauen Unterhalt zahlen müssen, hält sich in Grenzen. Im Gegenteil, wenn sie dadurch finanziell eingeschränkt waren, habe ichnsie beim Dating gleich aussortiert. Ich will von niemandem finanziell abhängig sein und finde einen Mann, der von mir abhängig ist unsexy.
w, 50
 
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Gast

  • #13
meine Ex hat keine richtige Berufsausbildung und ist defizitär selbstständig, hat sich vor der Ehe von ihren Eltern durchfüttern lassen
...
m48
Nach welchen Kriterien hast du die Frau denn ausgewählt, wie schnell geheiratet, dass du sie erst in der Ehe kennen gelernt hast?
Immer noch "von den Eltern durchfüttern lassen" - die Dame dürfte wohl jünger gewesen sein als du, sonst wären die Eltern längst Rentner, da füttert man keine erwachsenen Kinder mehr durch.

Du fragst ob das "fair" ist? Gute Frage. Fakt ist, dass eine jüngere Frau in der Regel immer ihren "Preis" hat für den Mann. Für sie ist es sicher "fair", wenn sie dir erst ihre attraktivsten Jahre schenkt und du dann nach 2 Jahren doch keine Lust mehr hast sie dafür zu versorgen.

Wann lernen Männer wie du es bloß endlich sich eine Frau auf "Augenhöhe" zu suchen, anstatt nur mit der unteren Körperhälfte auszuwählen und dann über ihre eigene Wahl rumzujammern?

Bei einem 25jährigen kann ich soviel Naivität ja noch verstehen, bei einem ü40-Mann jedoch nur den Kopf schütteln über seine Unreife.
 
  • #14
... macht jetzt den Zahlemann aufgrund "Ehebedingter beruflicher Nachteile" bei ihr.
Na, wenn die Ehe so nachteilig ist - warum dann noch heiraten ?

Nachehelicher Unterhalt scheint wie "Schadensersatz / Schmerzensgeld" für die geschiedene Ehe zu erscheinen.

Von dem gesetzlichen Grundsatz, das beide ex-Ehepartner nach der Scheidung für ihren Lebensunterhalt selber verantwortlich sind - scheint mir die Praxis einseitig meilenweit davon entfernt ?
Fast jeder Hartz-4 Empfänger wird dafür strenger kontrolliert, als so manche Geschiedene die Unterhalt kassieren ?

Nebenbei: Wieviele Frauen müssen Unterhalt für ihre ex-Ehemänner zahlen ?
Und wie lange ?

Warum können die überhaupt nachehelichen Unterhalt verlangen und kassieren ?
Wenn arbeitslos, dann halt eben ggf. "Hartz-4"
Der ex-Ehepartner/in ist nicht das Sozialamt. Aber scheint dazu misbraucht werden, durch gesetzliche Unterhaltspflichten.

Die gegenseitige, eheliche Unterhaltspflicht sollte mit dem Ende der Ehe auch beendet sein.
(Also ausgenommen Trennungsunterhalt bis zur Scheidung, wenn er nötig ist.)

Denn wenn der ex-Ehepartner keinen Unterhalt zahlen kann, dann springt ja doch "Hartz-4" ein.
Warum nicht gleich ?
So wie bei Paaren die nicht miteinander verheiratet waren.
 
  • #15
Selbstverständlich hätte ich ihm keinen Unterhalt gezahlt. Was interessiert mich, was deutsche Gerichte entscheiden, wenn ich als IT-Spezialistin im Ausland arbeiten kann.
So ähnlich dachte ein deutscher Mann. Bei der Einreise nach Dtl. führte der dt. Zoll an ihm eine Taschenpfändung durch, wegen offenem Unterhalt.
Er fand in seinen Taschen umger. 750,- Euro Bargeld, und behielt sie ein.
Ich würde der Frau den Geldhahn zudrehen und nur Naturalleistungen erbringen. Wetten, dass sie dann ganz fix arbeiten geht?
So habe ich es mit einer Partnerin gemacht, die sechs Wochen nach dem Bezug der gemeinsamen, teuren 2-Zi.-Wohnung plötzlich ihren Job aufgab.
(Es war keine billigere Wohnung zu bekommen, und mein Einkommen alleine reichte noch nicht für Alles)

Dann ging sie notgedrungen Teilzeit jobben, gab mir die Hälfte als Mietanteil, und vom Rest anteilig ihre Lebensmittel etc.. Aber trennte sich später von mir, weil sie einen Mann mit mehr Einkommen haben wollte. Sie suchte und fand einen (Ehe-)mann, der ihr Alles zahlt, damit sie gar nicht mehr arbeiten gehen muß.
Mein Mitleid mit den Männern, die ihren Frauen Unterhalt zahlen müssen, hält sich in Grenzen..... wenn sie dadurch finanziell eingeschränkt waren, habe ich sie beim Dating gleich aussortiert.
Ich ... finde einen Mann, der von mir abhängig ist unsexy.
Aber so ergeht es i.d.R. Einem, wenn er geheiratet hat, und dann Scheidung. Soll er wegen gesetzlicher Unterhaltspflichten nun (lebenslang) Single bleiben müssen ?

Wer aber nie heiratet, wird leicht als Schwächling bezeichnet, der keine Verantwortung übernehmen will oder kann. In den USA erwarten so manche Arbeitgeber deswegen, daß der Mitarbeiter spätestens mit 30 J. heiratet. Sonst Stopp auf der Karriereleiter.

Was wäre, wenn #11 und alle anderen Frauen deswegen von keinem Mann geheiratet würden ?
Und #11 mit ihrem hohen Gehalt mehr Steuern zahlen müßte - wie ein Single ?
Da sind viele Frauen gleich schnell dran, mit Trennung. "Er liebt mich nicht, weil er mich nicht heiraten will"
Also ihre Liebe vom Trauschein abhängig machen. Während der Mann schon das ganze Risiko durchkalkuliert.
 
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  • #16
Gast 6, träumen Sie weiter, Sie würden sich wundern, was in der deutschen "Rechtssprechung" alles möglich ist, wenn man als "die Ex" nur richtig tief in die emotionale Trickkiste greift, eine zerrige Anwältin (und ich betone ANWÄLTIN) an der Seite hat und, aller "guten" Dinge sind drei, eine entsprechend gepolte Gerichtsbarkeit in Vorsitz hat. Man wundert sich zudem, zu welcher sonst nie erlebter "Höchstleistung" die entsprechenden Damen auflaufen können, wenn es darum geht, sich ohne eigenes Zutun ein goldenes Nestchen vom Exmann bauen zu lassen und die Verwunderung ist um so größer, dass diese Aktivitäten urplötzlich versiegen, wenn es um die Beschaffung eines einträglichen Job´s geht, um sich als mündige Person auch selbst zu versorgen. Das ist kein bla bla Gequatsche irgendwelcher Bekannten, sondern erlebte Realität und zwar ganz genau die Verdonnerung zur Zahlung eines beachtlichen Unterhaltes für die Ex bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres des jüngsten Kindes, Punkt! Das "Lustige" an der Geschichte, die Kinder aus dieser Verbindung haben ganz schnell gelernt, wie man ohne eigenes Zutun ein fettes Leben führen kann, den Rest kann man sich denken und man kann sich sicher auch denken, dass diese Tatsache mittlerweile eine Herausforderung an die Belastbarkeit eines bis dato halberwegs normal agierenden Menschen darstellen. Gier frisst Hirn, soweit vorher überhaupt vorhanden und das ist eine Tatsache, die sich jeder Mann vor einer Heirat gründlich durch den Kopf gehen lassen sollte. Diese relativierenden, von Sozialromantik nur triefenden Kommentare, können tatsächlich nur von der Damenwelt kommen, die selbst eine solche Nummer durchgezogen haben und die ich persönlich, als Menschen ohne jeglichen Anflug von Stolz und Anstand bezeichne.
Und noch eine Meinung zu Kommentar Gast 11... einfach super genial!!!!
 
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Gast

  • #17
Aber so ergeht es i.d.R. Einem, wenn er geheiratet hat, und dann Scheidung. Soll er wegen gesetzlicher Unterhaltspflichten nun (lebenslang) Single bleiben müssen ?

Was wäre, wenn #11 und alle anderen Frauen deswegen von keinem Mann geheiratet würden ?
Und #11 mit ihrem hohen Gehalt mehr Steuern zahlen müßte - wie ein Single ?
Niemand muss wegen Unterhaltspflichten lebenslang Single bleiben, er hat es nur schwer bei der Partnersuche, wenn er am Existenzminimum rumkrebst, jedenfalls bei Frauen, die wirtschaftlich besser dastehen. Irgendwie sind Frauen in diesem Punkt viel rationaler als Männer. Sie wissen einfach, wie unbefriedigend so eine Partnerschaft im Alltag wird, die diesem Problemwust mit sich rumschleppt (frustrierter Mann) und lassen es lieber bleiben, auch wenn der Mann ihnen eigentlich gut gefällt. Das habe ich bei meinen Freundinnen x-mal gesehen und selber erlebt. Es ist unerfreulich und fraunhat auch Probleme, dem Mann ernst zu nehmen, der mal in so einer ungleichgewichtigen Partnerschaft gelebt hat. Da bleibt immer die Frage, will er so eine selbstständig Frau wie mich oder bin ich nur die Notlösung, weil er sich das andere Modell nicht mehr leisten kann.
Die Ablehnung passiert den Männern, die bei der ersten Ehe statt einer strebsamen Frau die Bequeme wählen und auch das bequeme Leben, dass die Frau sich um Kind und Haushalt kümmert.

#11 hat nicht das Problem wegen prekärer Ausbildung und Faulheit nicht geheiratet zu werden und #11 zahlt nach der Scheidung als Single selbstverständlich reichlich Steuern - ist auch ok so, kann ich mir leisten und ist Recht und Gesetz.
Für die zweite Ehe, die ich im Sommer eingehe, habe ich nach jahrelanger Suche den gebildeten gutverdienenden Akademiker ohne Altlasten gefunden, der so eine Frau wie mich schätzt und keine bequeme Frau will, sondern eine, auf die er stolz ist, weil sie was wuppt, genauso wie ich auf ihn stolz bin. Anders als scheidungsgepluenderten Männern, kann ich ihm die Partnerwahl glauben, weil er vorher auch schon so eine Frau hatte, wie ich es bin, die von ihm keinen Unterhalt will, weil sie ebenfalls einen guten Job hat. Da weiß. Ich, dass es bestimmte Konflikte nicht gibt - Essen ist nicht um 18 Uhr fertig, weil ich erst um 23 Uhr von der Dienstreise zurück komme.
#11
 
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Gast

  • #19
Nebenbei: Wieviele Frauen müssen Unterhalt für ihre ex-Ehemänner zahlen ?
Und wie lange ?
Ich glaube, hier sind einige Männer betriebsblind geworden, um sich besser im Selbstmitleid suhlen zu können. Mir fallen spontan 3 Frauen aus meinem Bekanntenkreis ein, die sogar zwangsweise trotz Kinder vollzeit arbeiten müssen, um ihren Ex-Partner zu ernähren - und um die Schulden abzuzahlen, die er während der Ehe hinter ihrem Rücken gemacht haben.

Bei einer ist der Mann Engländer und angeblich nicht in der Lage in Deutschland zu arbeiten (2 gemeinsame Kinder, die aus Unlust des Vaters nur bei der Mutter aufwachsen, sie zahlt monatlich 1400€ Unterhalt an ihn - ein Leben lang, weil er schon angekündigt hat, dass er sich keine Arbeit sucht. Er findet sein Deutschl zu schlecht und hat keine Lust, es zu verbessern. Und weil die Ehe im Ausland geschlossen wurde - Pech für die Frau!)

Einer hat eine Bi-Polare-Störung, in diesem Rahmen tausende Euro Schulden gemacht und verbringt viel Zeit in Psychatrien, nur um die Therapie dann doch wieder abzubrechen und sich als Arbeitsunfähig darzustellen. Macht ja auch nix - die Frau zahlt ja! Jetzt möchte er, dass sein Kind zu ihm zieht, weil ihm die 1200€ Ehegatten Unterhalt zu wenig sind, und er gern noch den Kindesunterhalt hätte - ein Zimmer hat er ja schon wegen seinen alle-zwei-Wochen-Vaterzeiten.UNd außerdem könnte er als Bipolarer sich bestimmt SUPER um das Kind kümmern! Der Gerichtsentscheid diesbezüglich steht noch aus...

Ein weiterer wurde arbeitslos, dann depressiv, macht keine Therapie, gammelt den ganzen Tag und macht Onlineshopping. Das gibt dicke Schulden - als sie es erfahren hat, hat sie ihn vor die Wahl gestellt: Therapie oder Scheidung. Er hat sich für Scheidung entschieden. Ist auch kein Problem. Sie macht jetzt extra-Schichten, um seine Schulden abzuzahlen. Und ach ja: Unterhalt muss sie auch an ihn abdrücken. Der übrigens noch in IHREM Haus wohnt...

Augen auf liebe Männer, hört auf euch in dieser feigen Opferrolle zu verstecken! Der einzige Grund, warum ihr weniger Fälle von Frauen hört ist, weil sie nicht ständig übers Geld jammern! Wer heiratet geht Verpflichtungen ein, findet euch damit ab oder such euch eine Frau, die kein "Risiko" ist!
 
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Gast

  • #20
Augen auf liebe Männer, hört auf euch in dieser feigen Opferrolle zu verstecken! Der einzige Grund, warum ihr weniger Fälle von Frauen hört ist, weil sie nicht ständig übers Geld jammern!
Ich gebe dir insofern recht, als bei manchem Beitrag eine gehörige Portion Gejammere dabei ist. Aber das ist nicht der einzige Grund. Ein Grund ist, dass schätzungsweise mehr als dreimal soviele Männer Unterhalt an die Ex zahlen wie umgekehrt Frauen an Männer. Es jammern also statistisch gesehen mehr Männer als Frauen. Wenn man sich aber ein bisschen so in die gängigen Internetforen einliest, jammern Frauen was die Intensität des Gejammeres über Unterhaltszahlungen anbelangt kein bisschen weniger als Männer (m.E. sogar tendenziell etwas mehr, weil es nicht so gut in ihr Rollenbild passt: "Wieso soll ich Unterhalt an den Mann zahlen? Ich bin doch die Frau.").
 
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  • #21
Hallo

ich möchte hier ergänzen was oft hinten runter fiel:
Männer die sich mit voller Berechnung in die Hängematte Ehefrau oder Exfrau legen, und das mit dem Gutdünken des deutschen Gesetzgebers dem offenbar nicht auffällt wie verheerend sowas volkswirtschaftlich sich auswirkt wenn ein Partner nur nimmt und der andere sich abrackert.

Ich habe aus diesen Beispielen eingies gelernt und würde niemals heiraten ohne Ehevertrag und Verzichtserklärungen für den Fall der Fälle.
 
  • #22
Das Problem ist -auch- der deutsche Arbeitsmarkt, der nur schlecht Leute aufnimmt, die längere Zeit nicht in einem Job tätig waren.

Länger als ein Jahr nicht tätig / arbeitslos: Kaum noch in Arbeit vermittelbar, weil die meisten Arbeitgeber solche Leute ablehnen. Selbst für einfache, ungelernte Tätigkeiten.

Länger als vier Jahre nicht tätig / arbeitslos: Gilt als Ungelernter = hätte alle seine Qualifikationen und Fähigkeiten "vergessen"

Ausnahmen werden nur gemacht, wenn die Leute besonders begehrt sind auf dem Arbeitsmarkt.
Aber selbst das ist nicht unbeidngt sicher.

Also ist es schon möglich, daß ein ex-Ehepartner/in trotz aller Bemühungen keine Arbeit bekommt. Entweder s.o. - oder für andere Arbeiten "überqualifiziert"

Aber diese Arbeitslosigkeit nach der Ehe sollte der Staat sozial tragen, und nicht der ex-Partner.
Für mich ist der nacheheliche Unterhalt (zumindest bei Kinderlosen) nur ein Trick des Staates, um in diesen Fällen nicht selber soziale Leistungen zahlen zu müssen.

Während der Ehe den Job aufgegeben. Welche Gründe dafür, wenn keine Kinder dabei sind ?
Weil z.B. der Mann eine Vollzeit-Haushälterin wollte ?
Nun Ehe vorbei = "Job" Haushälterin vorbei.
Warum Unterhalt danach ?

z.B. ein Arbeitgeber muß i.d.R. auch keinen (jahrelangen) "Unterhalt" zahlen, wenn er Mitarbeiter entlässt. (Ausnahmen: Abfindungen, Übergangsgelder, etc. - Sind aber i.d.R. zeitlich begrenzt)
 
  • #23
... jammern Frauen was die Intensität des Gejammeres über Unterhaltszahlungen anbelangt kein bisschen weniger als Männer (m.E. sogar tendenziell etwas mehr, weil es nicht so gut in ihr Rollenbild passt: "Wieso soll ich Unterhalt an den Mann zahlen? Ich bin doch die Frau.").
Wenn der Fall, dann schimpfen sie, daß sie keinen Unterhalt vom Mann bekommen. Ob sie den Unterhalt auch benötigen, und wie sie ihren Lebensunterhalt trotzdem bewältigen, sagen sie meistens nicht dazu.

Umgekehrt, das die Frau Unterhalt an den Mann zahlen soll - kommt anscheinend relativ selten vor ?
Ich vermute mal: Je höher das Niveau der Frau, auch beruflich, desto höher ihr Niveau bei der Partnerwahl ?

Ab welchem Niveau ist die Frau keine "böse abzockende Frau" sondern:"Ich bin mir selber zu stolz, den Ex abzuzocken, denn ich verdiene lieber mein eigenes Geld"

Beginnt das Ganze also schon bei der Partnerwahl - auf beiden Seiten ?

Ich kenne nur einen Fall, wo die Frau Unterhalt an den ex-Ehemann zahlen sollte.
Und die Aufregung der Frau (gel. Altenpflegerin) m.E. verständlich ist.

Diese Frau zahlte bei der Scheidung 120.000 DM Vermögensausgleich an ihren Ex lt. Scheidungsurteil. Dafür beiderseits Verzicht auf Unterhalt, zumal Ehe kinderlos.

Zwölf Jahre später verlangte der Staat, und nicht der Ex monatliche Unterhaltszahlungen.
Weil der Ex nun Sozialhilfe bezog. (Und die 120.000 DM im Ausland u.a. für eine gescheiterte Selbständigkeit ausgab)

(Mir scheint, daß diese Frau schon während der Ehe immer am zahlen war ?)

Sie nahm einen Anwalt, aber der sah keinen anderen Ausweg aus diesen Unterhaltsforderungen.
Also gab sie ihren Job auf, um keinen Unterhalt zahlen zu müssen. (Ihr neuer Partner verdiente gut, so das Beide davon leben konnten)
(Dieser Fall ist über 14 Jahre her. Ich kenne nicht die aktuelle Gesetzeslage.)

d.h. diese Frau lebte trotzdem nicht von Unterhalt oder vom Staat.
Aber war erbost, daß sie schon wieder für ihren Ex arbeiten und zahlen solle.
m.E. verständlich.

Aber ich frage mich: Warum hat sie ausgerechnet so einen Mann geheiratet ?
Blind vor Liebe ? Die Angst, sonst gar keinen Mann zu bekommen ?

Ich erlebe es vereinzelt aber mehrmals sogar unter Elite-Frauen: Warum ausgerechnet so einen Mann als Partner ?
Aber sie sind klug genug, diesen Mann nicht zu heiraten.
 
G

Gast

  • #24
Aber diese Arbeitslosigkeit nach der Ehe sollte der Staat sozial tragen, und nicht der ex-Partner.
Für mich ist der nacheheliche Unterhalt (zumindest bei Kinderlosen) nur ein Trick des Staates, um in diesen Fällen nicht selber soziale Leistungen zahlen zu müssen.

Während der Ehe den Job aufgegeben. Welche Gründe dafür, wenn keine Kinder dabei sind ?
Weil z.B. der Mann eine Vollzeit-Haushälterin wollte ?
Nun Ehe vorbei = "Job" Haushälterin vorbei.
Warum Unterhalt danach ?
Das wäre ja noch schöner.

Mann macht es sich während der Ehe bequem, nutzt sämtliche Steuervorteile und hinterher sollen wir Steuerzahler auch noch für diese Bequemlichkeit aufkommen??? Selten so gelacht! Wer sich das Modell Hausfrau oder Teilzeitmama leistet, der soll auch dafür zahlen. Es kann jeder volljährige Mensch die Folgen seines Handelns absehen.
Ich finde Unterhaltszahlungen auch sehr oft überzogen, aber diese Last wiederum auf die Steuerzahler abzuwälzen wäre schlicht falsch.
 
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  • #25
Umgekehrt, das die Frau Unterhalt an den Mann zahlen soll - kommt anscheinend relativ selten vor ?
Ich vermute mal: Je höher das Niveau der Frau, auch beruflich, desto höher ihr Niveau bei der Partnerwahl ?
Da liegt die Ursache. Frauen heiraten seltener ausschließlich hormongesteuert.

Männer treffen ihre Wahl sehr oft mit der unteren Körperhälfte, da treten Charakter und Lebenseinstellung dann in den Hintergrund, ist ja zunächst mal egal, hauptsache sie sieht geil aus und ist es auch im Bett...

Das böse Erwachen kommt dann am Ende.

Beginnt das Ganze also schon bei der Partnerwahl - auf beiden Seiten ?
Definitiv ja!

Würden mehr Menschen ihren Verstand einschalten vor der Hochzeit, wen sie sich da eigentlich als Ehepartner ausgesucht haben, ggfs. dann lieber nicht heiraten, gäbe es auch deutlich weniger "Scheidungsopfer".
 
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Gast

  • #26
Das wäre ja noch schöner. Mann macht es sich während der Ehe bequem, nutzt sämtliche Steuervorteile und hinterher sollen wir Steuerzahler auch noch für diese Bequemlichkeit aufkommen??? Selten so gelacht! Wer sich das Modell Hausfrau oder Teilzeitmama leistet, der soll auch dafür zahlen. ... jeder volljährige Mensch die Folgen seines Handelns absehen.
Während der Ehe gerne, aber warum danach?

Ich habe noch keinen Elite-Mann getroffen der in einer Ehe weniger gearbeitet hat als vorher oder es insgesamt bequemer hatte. Das sind Hirngespinste. Unabhängig vom Status der Frau. Dafür sorgt Frau schon: Hausbau/-kauf; Kinderwunsch; Reisen etc. muss der finanzstärkere ja finanzieren. Das ist meist der Mann.

Die Steuervorteile subventionieren den Mehraufwand, sie heben ihn aber nicht auf. Ich habe 10 Jahre w/Hausbau ein Haushaltsbuch geführt. Ergebnis: Meine Ex (normale "Elite") hat mich nach Abzug der Kinderkosten netto pro Jahr 18,000€ mehr "gekostet" als Steuervorteile oder Ihre Beiträge zum Familienunterhalt "eingebracht" haben.

Meine Ex hat phasenweise Vollzeit und Teilzeit gearbeitet, war aber auch mehrmals arbeitslos. Weil sie nur in Ihren Traumjobs arbeiten wollte. Mag ein Charakterfehler sein, Punkt ist aber dass kein Partner einen anderen zwingen kann zu arbeiten. Dafür hat jede Frau zuviele psychologische Druckmittel - gerade wenn Kinder da sind. Das hat nichts mit Durchsetzungskraft zu tun - wer will einen Dauerstreit in der Gegenwart von Kindern? Wer lässt sich scheiden weil seine Frau faul ist, zahlt Unsummen und sieht als Konsequenz seine Kinder nur noch alle 14 Tage?

Bei Scheidung hat meine Ex zur Sicherung des Lebensstandards und zum Ausgleich der ehebedingten Nachteile (siehe oben!) noch eine hohe fünfstellige Summe kassiert. Vom Kindesunterhalt allein kasiert sie ca. 50% für Eigenzwecke ein. Fazit: Für 10 Jahre Ehe in der Sie einen Super-Standard hat sie nochmals zehn Jahre "Kompensation" erhalten, wo sie ähnlich gut leben kann.

Ach ja, meine Ex hat mich langjährig betrogen. Und natürlich hätte ich als Mann das alles vorher wissen müssen und bin selber schuld... Steht der Frau ja ins Gesicht gechrieben und mit 30 weiss Mann ja was er mit 50 weiss...

Die Lösung wären so einfach wie gerecht - man kombiniert das französische und österreichische Ehe- und Scheidungsrecht. Steuervorteile nur für Kinder. Kein Splitting und keine nachehelichen Unterhaltspflichten für den Ehepartner. Zumindest sollten ehebedingte Vorteile mit ehebedingten Nachteilen verrechnet werden und gleichgewichtetes Sorge-und Aufenthaltsrecht für Kinder nach Scheidung als Standard.

Warum ist das politisch nicht gewollt? Weil die meisten weibliche Wähler sehr gut in diesem System leben und Politiker Angst haben bei Änderung abgestraft zu werden....

Wie hat obige Dame gesagt - das wäre ja noch schöner...

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M

Mooseba

  • #27
Es ist mir unverständlich, wie Männer ihre Partnerwahl treffen. Wer eine Frau wählt, die nichts gelernt hat und/oder nicht arbeiten will, der darf sich nicht wundern, wenn er später dafür zur Kasse gebeten wird.
Es ist mir unverständlich, wie Frauen ihre Partnerwahl treffen. Wer einen Mann nach den klassischen Ansprüchen einer Frau wählt, darf sich nicht wundern, wenn der Mann lieber Karriere macht, sich nicht im Haushalt und bei der Kindererziehung beteiligt, aber gern den Ton angibt und schlimmstenfalls noch fremdgeht.
Noch weniger verstehe ich, wie Männer, die sich im Job durchsetzen, Personal führen, daß in ihren Ehen nicht hinbekommen. Ich würde der Frau den Geldhahn zudrehen und nur Naturalleistungen erbringen.
Ein modernes Patriarchat, in dem die Frau möglichst Vollzeit arbeiten geht, wäre das Beste. War bei uns auch so, mein Vater war beruflich und privat der Boss.
 
G

Gast

  • #28
Es sind viel häufiger die Frauen, die gern gemütlich zu Hause bleiben und dem Mann die unangenehme Erwerbsarbeit überlassen wollen als Männer, die sich das wünschen. Meine Exfrau hat ihren Job ohne jede Absprache zum Ende der Elternzeit - die ich auch gern zum Teil genommen hätte - gekündigt und eine Erwerbstätigkeit fürderhin abgelehnt. Es war dadurch zu Hause auch mitnichten sauberer oder das Kind besser versorgt oder abends gekocht. Diese Jobs wurden von meiner Mutter und mir erledigt, neben dem schönen Vollzeitjob, den ich hatte. Gerichte stützen die Faulheit auch gern noch Jahre nach der Scheidung, vermutlich in der Annahme, damit das Sozialamt zu entlasten. Das stimmt aber nicht. In den wenigen Fällen, in denen die Männer zu wenig Geld hatten, um die Ex weiter auszuhalten oder das einfach nicht getan haben, hatten die Frauen ganz schnell richtige Arbeit.
 
G

Gast

  • #29
Hallo,

meine Ex hat keine richtige Berufsausbildung und ist defizitär selbstständig, hat sich vor der Ehe von ihren Eltern durchfüttern lassen und mir etwas von gutgehendem Laden erzählt. Nach kurzer Ehe (2 Jahre) habe ich mich getrennt. Jetzt zahle ich mindestens ein Jahr ordentlich Unterhalt. Fair?

m48
Fair nicht, aber wenn Mann dumm ist und eine Frau heiratet, die keine richtige Berufsausbildung hat und nie richtig gearbeitet hat....tja, da muss halt Lehrgeld gezahlt werden.

w 50
 
G

Gast

  • #30
Fair nicht, aber wenn Mann dumm ist und eine Frau heiratet, die keine richtige Berufsausbildung hat und nie richtig gearbeitet hat....tja, da muss halt Lehrgeld gezahlt werden.

w 50
Eigentlich sollte man die Aussagen der Frauen hier einrahmen und öffentlich aushängen. Ein doch ordentlicher Anteil der Frauen hätte nie wieder die Chance auf eine Heirat und darauf, dass Männer nicht exakt danach schauen, was Frau verdient und beitragen kann. Aber es war mir durchaus eine Lehre...

m48