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Gast

  • #1

Unterhaltszahlungen an die Ex-Frau

Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Ich lasse mich gerade von meine Frau scheiden, mit der ich seit 2006 verheiratet war. Wir habe eine Tochter, die jetzt 4 Jahre alt ist. Finanziell stehe ich eindeutig besser da als meine Noch-Frau aufgrund eines höheren Gehalts (ca. 120.000 EUR/Jahr).

Meine Frau fordert nun, dass ich auch nach der Scheidung weiter Unterhalt an sie zahle für das Kind und für sie. Was das Kind betrifft, so sehe ich die Unterhaltszahlungen natürlich ein, aber wieso sollte ich für sie zahlen müssen?

Ich habe ihr das Angebot gemacht, dass ich mich an allen Kosten, die das Kind betreffen zu genau 50% beteiligen werde. Wenn einmal unvorhergesehene Ausgaben anstehen sollten, würde ich diese auch zusätzlich übernehmen. Außerdem habe ich angeboten, meine Tochter an einem Tag am Wochenende sowie 2 1/2 Tagen unter der Woche zu betreuen. Da ich selbständig bin, ist dies mir bei guter Planung zum Glück möglich. Dann müsste sie die restlichen 3,5 Tage pro Woche übernehmen. Sie ist dazu jedoch nicht bereit und fordert stattdessen, dass unsere Tochter ständig bei ihr wohnt.

Was würdet ihr mir raten, damit ich möglichst keinen Unterhalt bzw. so wenig Unterhalt wie möglich an meine Frau nach der Scheidung zahlen muss. Ich würde mich über einige Tipps freuen.

M34, Diplom-Kaufmann, Unternehmensberater

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Antworten auch um Laienmeinungen handelt. Für anwaltlichen Rat, suchen Sie bitte einen Fachmann auf.
 
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Gast

  • #2
Das Kind ist ja mit fast 5 Jahren in der Ktia. In dieser Zeit könnte sie arbeiten.
Das sie nicht will das du euer Kind fast 2 und halb Tage in der Woche nehmen willst, liegt daran, das sie Geld will, denn sonst müsste sie ja in der Zeit auch arbeiten gehen.
Ich würde alles 50-50 machen. Zur Not auch gerichtlich.
 
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Gast

  • #3
Was würdet ihr mir raten, damit ich möglichst keinen Unterhalt bzw. so wenig Unterhalt wie möglich an meine Frau nach der Scheidung zahlen muss. Ich würde mich über einige Tipps freuen.
[/B]
Zum Anwalt gehen und Dich beraten lassen. Meines Wissens zahlst Du für das Kind auf jeden Fall, für die Frau nicht, sobald sie wieder arbeiten gehen kann. Das Modell mit 50/50 Zeit finde ich gut, sollte meiner Meinung nach viel öfter so laufen mit dann natürlich auch 50/50 Aufteilung des Kindesbedarfs.

m, 46
 
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Gast

  • #4
Naja lieber FS, du verdienst mehr als die Frau, daher wäre es unangemessen, dass du genau die Hälfte aller Kosten für das Kind übernimmst. Das Jugendamt wird das ebenso sehen, weil der Unterhalt nach dem Einkommen des Mannes berechnet wird.

Sicherlich ist es angemessen, dass die Frau Teilzeit arbeiten geht und ihren Anteil zur Finanzierung von sich selbst und dem Kind beiträgt.

Letztendlich wird das Gericht entscheiden, was und ob der FS an die Frau Trennungsunterhalt zu zahlen hat oder nicht und wie hoch der Unterhalt für das Kind sein wird.

Der FS scheint ja einen guten Beruf auszuüben und sich sicherlich längst einen Anwalt genommen haben, daher verwundert es mich schon, warum er in so einem Forum fragt. Wir sind alles nur Laien.

w
 
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Gast

  • #5
jetzt fängt wieder eine große - und sinnlose! - Diskussion an.

Zum Glück entscheiden nicht die Forenteilnehmer, sondern ein Gericht, nachdem es den individuellen Sachverhalt geprüft hat.
Ich denke eigentlich, daß man fair miteinander umgehen sollte, und mit 120 000 Euro Jahresgehalt könntest du dir Fairness erlauben.

Wenn ich mir vor 8 Jahren eine Katze, einen Hund oder einen Wellensittich angeschafft habe und es funktioniert nicht zwischen uns, sorge ich dafür, daß es ihr gut gehen wird. Mit Partnern wird offenbar nicht so gut umgegangen....
 
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Gast

  • #6
Ich habe ihr das Angebot gemacht, dass ich mich an allen Kosten, die das Kind betreffen zu genau 50% beteiligen werde. Wenn einmal unvorhergesehene Ausgaben anstehen sollten, würde ich diese auch zusätzlich.
Das verstehe ich nicht-an Deiner Stelle und bei Deinem Gehalt ist es kein Problem, dass Du viel mehr für euer Kind zahlst. Die Frau wird arbeiten gehen müssen.
Euer Kind solltest Du aber mehr finanziell unterstützen.
Wenn man ein Kind zeugt, sollte man dieses bis zum Abschluss einer Ausbildung vollkommen unterstützen-gerade, wenn Du als Vater so gut verdienst.
Die Frau sollte für sich sorgen. Wenn Deine Ex so gut wie Du verdient, dann kannst Du 50:50 beim Kind machen. Sonst finde ich es echt unmöglich, als Vater sich so kleinlich zu verhalten.

Dass die Frau Dich nicht mehr interessiert, kann ich nachvollziehen. Das Kind bleibt ein Leben lang auch Dein Kind und Du solltest Dich als Vater auch finanziell vernünftig (dem Kind gegenüber) verhalten.

Falls Deine Frau deutlich weniger verdient als Du, verstehe ich nicht, warum sie in Bezug auf Kindesunterhalt benachteiligt sein sollte-sie hat schließlich als Vater des gemeinsamen Kindes einen besser verdienenden Mann.

Die deutschen Männer von heute wollen es nicht begreifen, dass insofern sie Väter sind an erster Stelle die Pflicht haben, die eigenen Kinder zu versorgen und erst danach selbst vom Einkommen zu profitieren.

Sobald man Kinder hat, sollte man den eigene Egoismus vergessen-die Kinder bestimmen primär Deine Finanzen, erst danach kommst Du.
Die geschiedene Ex hat heutzutage für sich keine Rechte mehr auf Unterhalt, wenn das Kind im Alter ist, in den Kindergaten zu gehen.

w
 
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Gast

  • #7
Gast 4.... aber als Thema interessant genug, sich dazu zu äussern, gell? Die Versorgung von Katze, Wellensittich und Hund sind hier ein denkbar schlechter Vergleich, es sei denn man hat es geschafft, ihnen eine Eigenernährung anzutrainieren. Auch die Feststellung von Gast 5, dass die Mutter ja nunmehr in der Lage wäre, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen und quasi damit eine gewisse mündige Eigenverantwortung übernehmen würde, scheitert regelmäßig an der Realität, hier speziell an der Einstellung der Mutter, dies auch wirklich tun zu wollen. Ich weiß aus bitterer Eigenerfahrung, dass es hier seeeeeehhhhhr viel Interpretations-Freiraum gibt und sollte ein Gespräch mit deiner Frau sich in die Richtung bewegen, dass du zur "Strafe" sozusagen als Zahlemann fungieren wirst, rate ich dir die sofortige Kontaktierung einer guten!!! Rechtsanwältin!!!! ohne weitere Diskussionen, die eh zu nix führen, denn ihr seid trotz der Trennung eigenverantwortliche Persönlichkeiten, was heißt, dass auch du nicht den Bückling machen musst, nur damit Frieden herrscht.
 
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  • #8
Nimm du doch euer Kind ganz zu dir.

Dann kann deine Frau ihr eigenes Leben und ihre eine eigene Karriere aufbauen.
 
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Gast

  • #9
Sobald man Kinder hat, sollte man den eigene Egoismus vergessen-die Kinder bestimmen primär Deine Finanzen, erst danach kommst Du.
Die geschiedene Ex hat heutzutage für sich keine Rechte mehr auf Unterhalt, wenn das Kind im Alter ist, in den Kindergaten zu gehen.
w
Egoistisch scheint hier doch eher die Frau zu sein, die verlangt, dass das Kind zu 100 % bei ihr wohnt und die auch noch Unterhalt für sich verlangt. Wie es aussieht, möchte die Dame nicht mehr arbeiten und will sich vom FS aushalten lassen.
 
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Gast

  • #10
Deiner Frau steht eine gewisse Summe zu, nach 8 Jahren Ehe. Also musst du auch ihr Unterhalt bezahlen. Sei es eine einmalige Summe oder monatlichen Unterhalt. Hast du von Zugewinn schon mal etwas gehört? Und für das Kind musst du sowieso bis zur Volljährigkeit bezahlen.
 
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Gast

  • #11
Natürlich wirst Du auch Unterhalt an Deine Frau zahlen müssen.
Aber ihr seid noch nicht geschieden und das kann dauern. Zuerst kommt mal der Trennungsunterhalt, der entweder nach der 3/7tel-Regelung errechnet wird oder nach Bedarf deiner Exfrau.
Das Kind wird auch entweder nach DD-Tabelle berechnet oder auch nach Bedarf. Zum Bedarf gehären in Zukunft sämtliche Kinderbetreuungskosten, die Nanny, falls deine Frau arbeiten geht zusätzlich zum Kindergarten und Babysitter, dazu natürlich Kleidung, Kurse, Essen, anteilige Miete der Wohnung des Kindes, wenn sie bei Deiner Frau lebt.
Deine Frau hatte kind-bedingt einen ehebedingten Nachteil, bedeutet, dass sie weder Karriere machen konnte noch Vollzeit arbeiten konnte. Also bekommt sie einen Versorgungsausgleich (Hälfte Deiner Rente für die Zeit der Ehe) und einen Zugewinnausgleich sowieso.
NAch der Ehe muss Deine Frau nicht Vollzeit arbeiten, was mit einem 4jährigen Kind auch schwierig geht. So gesehen wirst Du sie unterstützen müssen, bis sie selbst für sich sorgen kann und das kann einige Jahre dauern. Mein Mann wird mir Unterhalt zahlen müssen, bis der Kleine mindestens 12 Jahre alt ist.
Außerdem wäschst Dein Kind nun mal hauptsächlich bei Deiner Frau auf und auch getrennt seid ihr eine Familie. Also schau, dass es Kind und Frau gut geht. Du kannst nicht erwarten, dass Du nun nicht mehr zuständig bist und das ganze Geld für Dich behalten kannst. Dein Kind soll es doch gut haben. Also mach Deiner Frau ein faires Angebot und denk nicht nur daran, dass Du ein möglichst schickes Leben hast. Du brauchst jetzt keine neue Frau und jede Menge Geld, primär sollte es Deinem Kind gut gehen, also muss es eine schöne Wohnung und ein stabiles Umfeld haben.
Deine Tochter ist erst 4 Jahre alt, Du wirst für sie zahlen bis zum Abschluss ihrer Ausbildung, also evtl. bis zum ABschluss des Studiums. Schließ ne Ausbildungsversicherung ab, schau dass es Mutter und Kind gut gehen wird, dann hast Du gute Chancen, dass Du einen guten Draht zu Deiner Tochter behalten wirst.
Ich arbeite Teilzeit 3 Tage die Woche und das ist schon viel, ich komme selten vor 22 Uhr zur Ruhe, es ist ein Knochenjob, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

das Kind kann er nicht zu sich nehmen, das bleibt nach der Trennung immer so, wie es schon vorher war.Und da der FS sich nicht so viel ums Kind, sondern eher um seine Karriere gekümmert hat, muss er eben zahlen.
Deine Frau muss nach Vollendung des 3. Lebensjahres eine Teilzeitstelle annehmen, solange es dem Wohl des Kindes nicht schadet (was aber ein dehnbarer Begriff ist). Einen Teil ihres Lebensunterhaltes muss sie schon selber finanzieren, aber ganz raus aus der Nummer kommst Du weder vor der Scheidung noch danach.

w,40
 
  • #12
Ein 50:50-Modell funktioniert nicht auf Biegen und Brechen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, dass die Eltern noch ziemlich gut miteinander können. Ist das bei euch so?

Wenn die Gefahr besteht, dass es Kriege gibt, ist es wohl für das Kind besser, es aus der Schusslinie zu nehmen und den ständigen Wohnort bei einem Elternteil zu belassen.
Kinder - im weiteren Sinne auch Familie - sind teuer. Egal ob man nun zusammenlebt oder auch nicht!
 
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  • #13
Worüber ich mich sehr oft wundere:
im Falle einer Trennung können Väter plötzlich 50% der Kinderbetreuung übernehmen - spontan erwachte Vaterliebe oder geht es darum Unterhalt zu sparen?

Hätte der Fragesteller ab der Geburt des Kindes 50% der Betreuung übernommen, gäbe es keine Frage, wie die Betreuung des Kindes und die Unterhaltsregelung geregelt würde.
Denn dann würde er heute sicherlich nicht über ein Jahreseinkommen von 120 000 Euro verfügen. Ich kenne niemanden der mit einem Halbtagsjob eine Firma aufgebaut oder Karriere gemacht hätte.
 
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  • #14
Also was mir wirklich nicht in den Kopf will, warum heiraten Männer Frauen, die soviel schlechter verdienen als sie? Bei einer Scheidung ist es doch klar wie der Hase läuft.

Der FS liegt mit seinem Gehalt außerhalb der Düsseldorfer Tabelle und somit wird der Unterhalt berechnet. Kein Gericht wird bei dem Gehalt einer 50:50 Regelung zustimmen. Das Gericht entscheidet zum Wohl des Kindes. Selbst wenn der Vater das Kind 50% der Zeit versorgt, die Mutter muss für ihre 50% genug Geld habe, um den Lebensstandard des Kindes aufrecht erhalten zu können.

Der FS muss nach den neuen Gesetzen den Lebensstandard der Frau nicht aufrechterhalten, sie muss ab einem gewissen Alter des Kindes selber für sich aufkommen.

Der FS kann das Kind nicht einfach für sich beanspruchen. Es geht auch darum, wer das Kind hauptsächlich versorgt hat. Wenn es die Frau war, dann wird er das Kind nicht bekommen.

Es wird sicher jeder Richter den FS zur Kasse bitten, denn die Rechnungen hier sind Michmädchen Rechnungen.

Der FS sollte sich einen sehr guten Anwalt für Familienrecht nehmen. Aber er wird 100% für die Entscheidung vor 8 Jahren bluten. Und er wird hoffentlich kein zweites Mal, sich auf eine Frau einlassen, die soviel weniger verdient als er.

Männer machen es sich einfach, nehmen eine Frau die nett aussieht aber sie beruflich strahlen lässt. Es ist natürlich leicht eine Frau die kein Geld hat zu beeindrucken oder zu locken. Eine Frau die selber genug verdient, die ist nicht so leicht zu beeindrucken.
 
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  • #15
Hallo FS,

für dein Kind bezahlst du den vollen Unterhalt nach der "Düsseldorfer Tabelle" (googeln) und zwar so lange bis es eine Berufsausbildung abgeschlossen hat. Ich schätze der Monatsunterhalt bewegt sich bei deinem Einkommen zwischen 500,- und 600,- €.
Für deine Frau wirst du vollen Trennungsunterhalt zahlen müssen, nach der Scheidung einen sogenannten "Aufstockungsunterhalt". Im BGB § 1570-1578 kannst du dies alles nachlesen. Ungeschoren wirst du jedenfalls nicht davon kommen und wirst damit rechnen müssen für einige Jahre Unterhalt bezahlen zu müssen. Falls deine Frau bereits jetzt schon Teilzeit arbeitet wird ihr Einkommen angerechnet. Zusätzlich wirst du für die Ehezeit deine erworbenen Altersanwartschaften teilen müssen, ebenso natürlich auch deine Frau die ihrigen mit dir(Versorgungsausgleich).
Falls ihr in einer Zugewinngemeinschaft gelebt habt steht noch der Zugewinnausgleich an. Jeder bekommt das zurück was er in die Ehe eingebracht hat, nur das was während der Ehe gemeinsam erworben wurde wird geteilt 50/50. Ist absolut gerecht.
Wer eine Ehe eingeht hat immer auch eine nacheheliche Verantwortung! So einfach wie du dir dies vorstellst wirst du dich ihr nicht entziehen können.
 
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  • #16
Hallo FS,

da mein Bruder vor Kurzem mit einer sehr ähnlichen Situation konfrontiert war, kann ich Dir sagen, daß Du nach der neuen, aktuellen Gesetzlage, sobald das Kind 5 Jahre alt ist, für die Kindsmutter nicht mehr aufkommen mußt.Der Gesetzgeber mutet einer Mutter, deren Kind mindestens 5 Jahre alt ist, zu, sich eigenverantwortlich um den eigenen Lebensunterhalt zu kümmern, da das Kind lt. Gesetz in diesem Alter nicht mehr ständig nur von der Mutter betreut werden muß, und die Mutter dadurch auch arbeiten gehen und ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen kann.

Natürlich mußt Du Kindsunterhalt zahlen, ist klar.Willst Du ja auch.Dieser richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle.Du liegst, wie mein Bruder, im obersten Level und somit bei ca. 500 EUR monatlich (mein Neffe ist auch 5 Jahre alt).So, und jetzt kommt's, vermutlich auch der Grund, weshalb die Mutter möchte, daß das Kind zu 100% bei ihr ist (denn im Interesse des Kindes dürfte das sicherlich nicht sein): beim 50/50-Modell finanzierst Du natürlich Dein bei Dir lebendes Kind, ABER mußt an die Kindsmutter keinen Kindsunterhalt mehr zahlen! Alles Gute!
 
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  • #17
FS, du bist Dipl.-Kfm resp. Unternehmensberater und stellst diese Frage an Laien resp. in einem Forum?! Was erwartest du hier? Bitte etwas professioneller resp. geh zu einem Anwalt und lass dich beraten. In der CH könntest du die gewünschten 50% Unterhalt für dein Kind vergessen... m45
 
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Gast

  • #18
Dein Jahreseinkommen hast du genannt und der Unterhalt für deine Frau wäre für dich quasi aus der Portokasse zu leisten, zumindest übergangsweise, bis sie einen Job gefunden hat. Du willst ihr aber nichts zahlen. Daher musst du jetzt zumindest von deinem großzügigen Einkommen mal etwas Geld für einen Anwalt ausgeben und den beauftragen, dass er für dich schnellstmöglich und so ungerecht wie möglich durchsetzt, dass deine Frau von dir keinen Cent mehr bekommt und deine Tochter ab sofort auch auf den Cent genau immer nur 50 Prozent von allem. Den Anwalt kannst du kaufen und er ist dann ganz auf deiner Seite und versucht, dein Machtspiel durchzuziehen, was ihm bestimmt gelingt. Dann kannst du feiern, denn dann hast du gegenüber deiner Exfrau und Mutter deiner Tochter einen Sieg errungen. Dann kannst du dein Geld in die nächste Frau investieren und mit der spielst du dann dein Spiel von Neuem. Ich glaube allerdings nicht, dass dich das glücklich macht.
 
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Gast

  • #19
Lieber FS,
relaxxxx. Das neue Scheidungsrecht ist für Männer wie Dich gemacht. Vielleicht musst Du befristet für Deine Ex Teil-Unterhalt zahlen, aber nicht dauerhaft. Ihr wart nur 8 Jahre verheiratet. Für diese Zeit hat sie einen Anspruch auf Zugewinn- und Versorgungsausgleich (Rentenansprüche).

Für Deine Tochter musst Du nach Düsseldorfer Tabelle an Deine Ex zahlen - mach es einfach ohne Diskussion. Es ist besser für alle. Wenn Du 50% der Versorgung Deiner Tochter (zeitlich) übernimmst, musst Du garnicht zahlen, weil Du genau wie Deine Ex in Naturalien leistest. Das Gericht entscheidet, ob Du das kannst/es realistisch ist und natürlich, was das beste für das Kind ist.

Dann wird beurteilt, in welchem Umfang Deine Ex berufstätig sein kann, inwieweit sie durch die Kinderbetreuung an der Berufstätigkeit behindert wird und inwieweit die Ehe sie an ihrer beruflichen Weiterentwicklung behindert hat. Nur die Differenz musst Du ausgleichen. Bei Kindern über 3 Jahren wird mindestens eine Halbtagsberufstätigkeit der Mutter in ihrem Job angenommen und Anspruch auf einen Ausgleich ihres Lebensstils an Deiner Seite hat sie nicht.

Annahme: Du hast eine Friseurin geheiratet. Sie muss nachweisen, welche Wahnsinnskarriere sie gemacht hätte, wenn sie Dich nicht geheiratet hätte. Ich gehe mal davon aus, dass sie erst seit der Geburt Eurer Tochter Hausfrau ist und dann lässt sich ihr Karriereweg gut nachweisen.
Dumm gelaufen wäre: Du heiratest eine Studentin, sie bleibt zuhause, um Dir ein nettes Nest zu machen, wird ein paar Jahre später schwanger ... Da kannst Du mit einem deutlich höherem nachehelichen Unterhalt rechenen. Sie darf u.U. auf Deine Kosten das Studium beenden und Du zahlst Jahre später für was auch immer.

Fakt: mach' Dich schlau, nach einem sehr guten Fachanwalt Familienrecht. Eigene Scheidungserfahrung des Anwalts ist immer eine brauchbare Zusatzqualifikation.

Merke: strebsamer Mann sollte sich immer eine gleichartige Frau suchen, sonst wird es teuer - geistig träges Hausmuttchen kostet.
 
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Gast

  • #20
Deiner Frau steht eine gewisse Summe zu, nach 8 Jahren Ehe. Also musst du auch ihr Unterhalt bezahlen. Sei es eine einmalige Summe oder monatlichen Unterhalt. Hast du von Zugewinn schon mal etwas gehört?
Eben. Heiraten - aber die Folgen nicht tragen wollen. Deine Frau hat dir den Rücken freigehalten, während du an deiner Karriere gebastelt hast. Dabei hat sie finanzielle Nachteile in Kauf genommen. Da steht ihr ja wohl ein Ausgleich zu. Dass du das Kind zur Hälfte betreuen könntest, darauf kommst du ja auch jetzt erst, weil du sonst mehr zahlen müsstest. Unter diesen Voraussetzungen würde ich anstelle deiner Frau das Kind auch lieber allein betreuen, so wie es während der Ehe wohl auch gehandhabt worden ist, statt es einem Vater zu überantworten, der nur Geld sparen will. .
 
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  • #21
jetzt fängt wieder eine große - und sinnlose! - Diskussion an.

Zum Glück entscheiden nicht die Forenteilnehmer, sondern ein Gericht, nachdem es den individuellen Sachverhalt geprüft hat.
Ich denke eigentlich, daß man fair miteinander umgehen sollte, und mit 120 000 Euro Jahresgehalt könntest du dir Fairness erlauben.

Wenn ich mir vor 8 Jahren eine Katze, einen Hund oder einen Wellensittich angeschafft habe und es funktioniert nicht zwischen uns, sorge ich dafür, daß es ihr gut gehen wird. Mit Partnern wird offenbar nicht so gut umgegangen....
Sehr gute Antwort!! Ein Kind in die Welt setzen wollen und sich dann noch um das Zahlen drücken, Da sich der FS nicht schämt....
 
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  • #22
Mir fehlen nahezu die Worte bei der Frage, abgesehen von jeglicher Rechtslage.
Max. Kindsunterhalt beträgt knapp 6000 €/a. Bleiben dem FS 114.000 €. Die Mutter geht als Vollzeitbeschäftigte arbeiten. Ergo: Ein 4jähriges kommt in die Ganztagesbetreuung, frühestes ab 17 Uhr hat das Kind die Mutter, aber leider nur z.T. für die Bedürfnisse des Kindes, denn dann kommt doch noch Haushalt etc. Tolle Kindheit! Das Kind wird mal stolz auf den Vater sein, der ja schließlich weder ausgenutzt noch am Hungertuch nagen wollte!
 
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Gast

  • #23
Worüber ich mich sehr oft wundere:
im Falle einer Trennung können Väter plötzlich 50% der Kinderbetreuung übernehmen - spontan erwachte Vaterliebe oder geht es darum Unterhalt zu sparen?
Es dürfte den Vätern, die ihre Kinder, die sie ja normalerweise genauso lieben wie die Mutter, und die ihre Kinder zuvor an 7 Tagen in der Woche gesehen haben, primär darum gehen, daß sie keine "Besuchs-Papa's" werden möchten, die ihre Kinder dann nur noch alle 2 Wochen sehen dürfen... sie möchten weiterhin das Leben mit ihren Kindern teilen, auch wenn sie von der Mutter getrennt sind...
 
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Gast

  • #24
Also was mir wirklich nicht in den Kopf will, warum heiraten Männer Frauen, die soviel schlechter verdienen als sie? Bei einer Scheidung ist es doch klar wie der Hase läuft.
Das ist nicht immer so. Ohne Kinder würde ich als Frau z.B. sicher ähnlich viel verdienen wie mein Mann, aber durch den "ehebedingten Nachteil", sprich Kinder, Schwangerschaft, Elternzeit, danach Teilzeit, weil Vollzeit nicht funktionierte und der Mann sich nicht mit einbrachte beim Kind-Abholen und Kind-betreuen nachmittags habe ich nur Teilzeit arbeiten können. Dadurch hat mich das Jahr nach hinten geworfen und auch der verdienst ist natürlich ein Witz in Teilzeit, mal abgesehen, dass man in Teilzeit nicht Karriere machen kann. Und nach der Trennung kann ich erst recht nicht Vollzeit arbeiten.
Deshalb also verdiene ich weniger, nicht, weil ich doof oder faul bin.
Finde, das gehört ausgeglichen.

w,40
 
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  • #25
Also ich bin der Meinung, das neue Scheidungsrecht ist genauso ein großer Bockmisst, wie das alte (wenn nicht noch ein viel größerer).

Bei einer Scheidung sollte geschaut werden, wie die Aufteilung in der Ehe war. Der FS hat sich die Frau aus bestimmten Grund ausgesucht und sie auch geheiratet. Bei einer Scheidung sollte es darum geht, wie waren die Pflichten in der Ehe verteilt, wer hat den Haushalt gemacht, wer hat das Kind betreut. Es sollte auch darum geht, welche beruflichen Chancen beide vor der Ehe hatten. Hat einer beim Job sich zurück gehalten und der andere hat seine Karriere durch gestartet. Hat die Seite, die beim Job nicht so weit gekommen ist, mehr im Haus gemacht, mehr bei den Kindern geleistet. Wäre die Karriere realistisch gewesen, wenn der erfolgreiche Teil sich zu 50% bei der Hausarbeit und den Kindern beteiligt hätte.

Wenn ich als Frau mal heirate und Kinder bekommen, dann möchte ich vorher einen Ehevertrag haben, wo diese Punkte geklärt sind. Damit ich dann nach 10 Jahren Ehe nicht vor einem Scherbenhaufen stehe und in die Röhre schaue.

Ich hab kein Problem damit für mich selber zu sorgen. Aber in der Ehe ist man ein Team, da geht es nicht um die Profilierung des einzelnen, es geht darum das Team erfolgreich zu machen, mit Kind und Kegel. Natürlich können beide Stürmer und Verteidiger sein oder jeder macht das was er besser kann.

Wenn der FS in seiner Ehe 50% der Hausarbeit gemacht hat und auch da die Tochter zu 50% betreut hat, dann ist die Regelung nach der Ehe auch klar. Wenn es aber andere Bedingungen in der Ehe gab, dann sollte er jetzt auch so handeln.

Was ich wirklich nicht verstehe, warum heiraten Männer Frauen, die soviel weniger verdienen? Ach ja die Frauen sind im ersten Moment unkompliziert, stellen keine Forderungen. Und das neue Scheidungsrecht macht ihnen dann auch die Trennung leichter.
 
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Gast

  • #26
Was würdet ihr mir raten, damit ich möglichst keinen Unterhalt bzw. so wenig Unterhalt wie möglich an meine Frau nach der Scheidung zahlen muss.
Du kannst die Betreuunug des Kindes voll übernehmen.
Dann müßtest du zwar aufhören zu arbeiten, dafür kann deine Frau dann aber wieder voll arbeiten gehen und selber für ihren Unterhalt sorgen. Wenn sie gut verdient springt vielleicht auch noch Unterhalt für dich dabei raus.
Zur deiner Entlastung kann sie das Kind ja dann an ihren freien Wochenenden nehmen, und zusätzlich an 1-2 Tagen in der Woche. Was ihre Unterhaltszahlungen eventuell reduzieren würde, da sie dann ja auch einen großen Teil der Betreuung des Kindes übernimmt.
 
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Gast

  • #27
Die Scheidung läuft bereits und damit bist Du anwaltlich über die Rechtslage aufgeklärt. Ich verstehe dein Anliegen als die Suche nach der begleitend menschlichen Lösung.

Zunächst vergiss dein Ansinnen „möglichst keinen Unterhalt“ zahlen zu müssen, dafür ist es zu spät. Dann hättest Du nicht heiraten und ein Kind in die Welt setzen sollen. Das bedeutet Verantwortung.

Für dein Kind wirst Du Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle zahlen müssen. Dabei geht es nicht darum, was Du anbietest. Das wird nach deinem Einkommen berechnet. 50/50 bedeutet: Derjenige bei dem das Kind wohnt, der es erzieht, kocht, wäscht, Hausaufgaben betreut, seine Freizeit einschränkt, Miete für die Wohnung bezahlt usw. erbringt seine Hälfte in Naturalien. Der Andere zahlt in Geld einen angemessenen Unterhalt. Der Kontakt zu deiner Tochter fällt unter Besuchsrecht und mindert i.d.R. nicht den Kindesunterhalt. Mir tut das Kind leid, das alle 3 Tage von einem Ufer zum anderen geschubst wird. Wie soll das Kind (das ohnehin die Trennung verkraften muss) denn da Nestwärme und Ruhe finden? Als Mutter würde ich mich da auch schützend vor mein Kind stellen. Für eine 4-jährige würde ich, in Abstimmung mit einem Kinderpsychologen, die Bedürfnisse des Kindes erforschen und meine Planung danach ausrichten. Das Kind wird es dir danken. Für das Wohl des Kindes sollten die Befindlichkeiten der Erwachsenen außen vor bleiben.

Was den Unterhalt für deine Frau betrifft, bist Du mit der neuen Regelung bestens bedient. Du wirst nicht ewig zahlen müssen. Im Vordergrund sollte jedoch das Wohl deiner Tochter stehen, die ein geregeltes Leben braucht, das einer gesunden Entwicklung zuträglich ist.

w50+
 
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Gast

  • #28
Eben. Heiraten - aber die Folgen nicht tragen wollen. Deine Frau hat dir den Rücken freigehalten, während du an deiner Karriere gebastelt hast. Dabei hat sie finanzielle Nachteile in Kauf genommen. Da steht ihr ja wohl ein Ausgleich zu. Dass du das Kind zur Hälfte betreuen könntest, darauf kommst du ja auch jetzt erst, weil du sonst mehr zahlen müsstest. Unter diesen Voraussetzungen würde ich anstelle deiner Frau das Kind auch lieber allein betreuen, so wie es während der Ehe wohl auch gehandhabt worden ist, statt es einem Vater zu überantworten, der nur Geld sparen will. .
Das sind reine Spekulationen und nirgends hat sich der FS so geäußert.
Woher wisst ihr wer hier wem den Rücken frei gehalten hat?!
Woher die Annahme, dass er sich nie gekümmert hat???
Bitte schließt doch nicht von euren Scheidungen auf alle!

Ich kenne persönlich Beispiele, wo das Kind zum Vater wollte und jetzt auch dort lebt. Und das sind stolze Väter!!!
 
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Gast

  • #29
Die Unterhaltszahlungen an die Frau halte ich auch für problematisch, aber das muss dann wohl das Gericht entscheiden. Nach dem neuen Unterhaltsrecht stehen die Chancen gut, dass Mann nur eine begrenzte Zeit zahlen muss. Um Anwalts- und Gerichtskosten zu sparen, könnte es klug sein, ein Angebot zu machen, dass man über den Trennungsunterhalt hinaus noch ein Jahr einen gewissen Betrag zahlt und einen Vergleich anstrebt.

Viel wichtiger ist aber doch die kleine Tochter. Das von dir angestrebte Wechselmodell ist für so kleine Kinder oft nicht so gut, weil sie lieber hauptsächlich in einer festen Umgebung mit einer festen Bezugsperson sein möchten. Man sollte sich da als Eltern beraten lassen (Jugendamt oder Familienberatung). Kinder vertragen dieses hin und her manchmal nicht so gut. Für das Kind ist es vielleicht besser, wenn es unter der Woche den Rhythmus hat, dass immer der eine es zum Kindergarten bringt und abholt und am Wochenende der andere für es da ist.

Spring über deinen Schatten und sieh die Betreuungsgeschichte nicht als Gerechtigkeitssache zwischen dir und der Frau bzgl. des Geldes an, sondern versuche eine Lösung zu finden, die für die kleine Tochter am besten ist. Frauen bzw. Mütter können bei einer Scheidung furchtbar werden und bekommen ihren Willen meistens durchgesetzt und die Kinder lieben Vater und Mutter i.d.R. gleichermaßen.

m, geschieden seit einem Jahr, eine Tochter, 10 Jahre, die die Scheidung ganz gut verkraftet hat, sich gut entwickelt und ganz gerne auch "außer der Reihe" zum Papa kommt
 
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Gast

  • #30
4 jährige betreuen sich nicht von allein und mit einem 3 Tage - Job seinen Lebensunterhalt für die nächsten 14 Jahre zu finanzieren, die sie der Frucht DEINER Lenden opfert, eine echt tolle Aussicht. Wie großzügig übrigens die Einsicht fürs eigene Kind aufzukommen.. Charakter spricht nicht aus Deinen Post. Was für eine Kindheit willst Du Deinem Kind geben?