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  • #1

Unterhalt ein gleichwertiger Beitrag?

Dieser Thread ist angeregt durch den Nachbarthread, in dem eine Frau nach 4 Monaten Beziehung schwanger ist, und ihr Partner ihr riet abzutreiben. Darin sagte die FS, dass sie das Kind auch alleine großziehen kann. Was dabei aber gar keine Beachtung fand, ist die Tatsache, dass selbst wenn der Vater sich nicht um das Kind kümmert, er immer noch unterhaltspflichtig ist, sie das Kind also auf jeden Fall nicht ohne Unterstützung durch den Vater wird großziehen müssen. Dieser Aspekt fand aber in der Diskussion überhaupt keine Beachtung:

Nein, sie bekäme es auch nur mit Elterngeld und Kindergeld große, wenn sie so frühzeitig schon wieder arbeiten gehen möchte.
Meine Frage deshalb: Inwiefern betrachtet ihr den Kindesunterhalt bei getrennten Eltern überhaupt als gleichwertigen Beitrag (meist des Mannes) zum Großziehen der Kinder, oder ist das etwas, das eigentlich gar nicht zählt? Ist ein unterhaltszahlender Vater also nur auf dem Papier ein Vater, oder ist er wirklich Elternteil im vollen Sinne, genau wie die Mutter?
Meist haben sich die unterhaltzahlenden Männer das ja schließlich so nicht ausgesucht. Manche zahlen den Unterhalt ja nur, weil sie dazu verpflichtet sind, andere, weil sie von intensiverer Mitwirkung beim Großziehen der Kinder ausgeschlossen sind.
 
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  • #2
Es ist nur Geld. Wenn man genug zum Leben hat (und das hat man in unserem Sozialstaat normalerweise) ist alles darüber nur bedeutungsloser Luxus.

Unterhalt ist auf jeden Fall nicht mit der Arbeit vergleichbar, ein Kind groß zu ziehen.

(gilt meiner Meinung nach auch für Alleinverdienerehen)
 
  • #3
Das war so ähnlich: In der von Dir Diskussion wurde behauptet, die FS müsse so ehrlich sein, sich einzugestehen, ihr Kind nicht ohne die finanziellen Zahlungen des Vaters aufziehen zu können.
Aber in einem Punkt solltest du doch etwas ehrlicher zu dir selbst sein: Nein, du bekommst das Kind so oder so nicht alleine groß. Du bekommst es mit dem Geld groß, das der Vater deines zukünftigen Kindes an dich zu zahlen verpflichtet wird, das solltest du schon zur Kenntnis nehmen.
Diesen Verpflichtungs- und Dankbarkeitsdruck einer Frau zuzumuten, die ihr Kind behalten möchte und vom Partner zur Abtreibung gedrängt wird, fand ich unpassend, gerade weil sie bis jetzt gut verdiente und bald nach der Geburt wieder berufsmäßig einsteigen wollte.

Dass (von mir oder anderen Frauen) die große Entlastung eines väterlichen Finanzbeitrags jemals kleingeredet wurde, kann ich dagegen nicht erkennen. Auch meinen Kindern war und ist dieser Beitrag stets bewusst. Die Frage im obigen Beitrag war aber: Geht es ohne oder nicht?

Ausklammern werde ich hier in der Diskussion, ab welchem finanziellen Polster ein unglaubliches Arbeitspensum nicht mehr nötig wäre, sondern aus reinem persönlichen Ehrgeiz durchgezogen wird.
Aber erwähnen möchte ich schon, dass Frauen beziehungstechnisch sicher anders auf notwendigerweise für die Kinder herangeschafftes Geld reagieren als auf Vermögenshäufungen, deren Vermehrung selbst bei einem großzügigen Lebensstil nicht mehr nötig wäre und die voll auf Kosten der Zeit gehen, die auch für ein gemeinsames Familienleben genutzt werden könnte.
Mir ist Letzteres die Abwesenheit eines Mannes für mich und einer väterlichen Bezugsperson für die Kinder schlicht nicht wert. Aber da gibt es leider Mentalitätsunterschiede, die sich manchmal nicht voraussehen lassen.

Ob der Vater also
wirklich Elternteil im vollen Sinne, genau wie die Mutter
ist, hängt nicht nur von der Fairness der Mutter ab, die das "zulässt" ohne auf Machtspielchen zurückzugreifen, sondern oft auch vom Mann, der die Prioritäten zwischen gemeinsam verbrachter Zeit mit seinen Kindern und Karriereoptimierung manchmal frei wählen kann.
von intensiverer Mitwirkung [des Vater] beim Großziehen der Kinder
kann frau nicht selbstverständlich ausgehen- manche Männer überlegen es sich angesichts bester Karrierechancen auch spontan anders als sie es im Vorfeld ankündigten handhaben zu wollen.
Aber ein Ideal ist intensive väterliche Mitwirkung, Einflussnahme auf die gemeinsamen Kinder für mich sehr wohl und war es auch immer.

Dass sich manche Männer dabei allerdings an den Rand gedrängt fühlen, tatsächlich glauben, ihre natürlichen Ansprüche hier erst "anmelden" zu müssen, stimmt leider auch.
 
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  • #4
Ich habe ja nun 2 Kinder großgezogen - die meiste Zeit davon zusammen mit meiner Frau. Dann meinte sie, sich trennen zu müssen. Zu ihrer Überraschung wollten die Kinder nicht zu ihr sondern bei mir leben. Ihre Mutter war ihnen einfach zu aggressiv. Da mein Sohn sich dann später doch nicht mehr so sicher war, ist er dann auf meinen Vorschlag hin gependelt: 14 Tage bei ihr und 14 Tage bei mir.

Ich hätte also Kindesunterhalt für unsere Tochter bekommen müssen. Soweit die Vorgeschichte.

Ich hätte ihn sicherlich ganz gut gebrauchen können, habe jedoch diesen Kindesunterhalt nie eingefordert. Einerseits, weil ich ihren Terror bis oben hin satt hatte, und andererseits weil sie mir Leid tat. Ich hätte um keinen Preis der Welt mit ihr tauschen mögen und eines meiner Kinder verlieren wollen. Für dieses unsägliche Unglück dann auch noch Unterhalt zahlen zu müssen, wollte ich ihr nicht zumuten. Ich hätte das ihr gegenüber als Schlag ins Gesicht empfunden.

Ich hingegen habe es als großes Glück wahrgenommen, daß mir die Kinder erhalten blieben. Vor diesem Hintergrund empfand ich die fehlende Unterhaltszahlung als völlig nebensächlich.
 
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  • #5
Wenn der Mann bezahlen muss, sollte er für sein Geld auch was bekommen, so einfach ist das. Egal, ob er das Kind wollte, oder nicht. Und zwar so oft und so viel er möchte. Schließlich sagen hier doch alle Frauen, er habe ja auch seinen Anteil daran gehabt und hätte es einkalkulieren müssen blablabla...

Wenn die Mutter keinen Kontakt wünscht, soll sie gefälligst selber bezahlen.

w
 
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  • #6
Was hast du als getrennter Mann davon, aller zwei Wochen für knapp 48 Stunden dein Kind/er zu sehen? Minimum 400€ im Monat zu bezahlen, aber letztendlich alles Essentielle zu verpassen??
Je kleiner die Kinder, umso beschissener ist das. Tritt ein neuer "Ersatzpapa" in das Leben der Frau, dann bist du meistens total abgemeldet.
Als getrennter Mann bist du in den allerseltensten Fällen noch "Vater".
Das sind grausame Realitäten, welche tausendfach täglich passieren...
Natürlich gibt es auch Männer, welche kein Interesse mehr an ihren Kindern haben. Ja, das gibt es, durchaus.
Ich zahle, und habe nix von meinem Kind, weil die Mutter total blockiert. Meint, "ihr" Kind kann ja später mal auf mich zukommen, wenn es etwas möchte...
Sie hat einen neuen Mann, und macht auf heile Familie. Das Kind ist noch sehr klein, wird mich niemals als "Vater" kennen lernen.
Und nein, ich bin weder asozial, noch gewalttätig, Alkoholiker oder so...nee, die Mutter hat einfach nur keine Lust.
Traurig, aber wahr.
 
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  • #7
Da hinter der Unterhaltszahlung ein gesetzlicher Zwang steht, sieht es meine ex-Frau und andere Bekannte so, dass sie eh nur bekommen, was ihnen gesetzlich zusteht. Bzgl. des Umgangs ist es halbe halbe: Also manche sind dankbar, wenn das Kind beim Vater ist, manche meinen, der Vater müsse dankbar sein, das Kind haben zu dürfen. Absprachen bzgl. Schule etc. gibt es in der Regel nicht, es sei denn, man fordert das als Vater massiv ein bzw. mischt sich aktiv ein.

Woher diese Haltung kommt, darüber kann ich nur spekulieren.

Als Mann bleibt einem nur: abhaken, zahlen, und sich um das Kind kümmern.

m
 
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  • #8
Erstmal ist eine Mutter immer anders! Mütter sind absolut nicht zu ersetzen.

Eine Mutter gibt Ihr Leben Ihr Herz... für Ihr geborenes Kind.
Geld ist nicht gleichzusetzen mit Mutter sein und großzuziehen.

Es ist vielmehr ein Beitrag um Erziehung FüR das Kind so unbelastet wie möglich zu ermöglichen.

Man (n) sollte aber auch nicht denken das es umsonst ist.
Wer von Herzen zahlt, ist jemand der etwas gutes bewirkt.
Er nur zahlt weil. Er muss, deren Anwesenheit kann besser erspart bleiben.
 
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  • #9
Unterhaltszahlungen sind ein selbstverständlicher Anteil, den der Mann für die Aufzucht seines Kindes zu zahlen hat. Sie decken die Gesamtkosten nur teilweise ab.
Ein Mann hat ein Umgangsrecht mit seinem Kind und kann auch das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Die meisten Männer machen das aus Bequemlichkeit nicht. Sie wollen ohne Schutz v*****, aber keine Pflichten für Kinder. Das funktioniert natürlich nicht. Viele Frauen wären dankbar, wenn die Männer sich auch regelmäßig kümmern würden, nicht nach jeweiliger Lust und Laune, sondern dass für die Kinder daraus eine belastbare Beziehung entsteht.

Ich habe den Wunsch meines Exmannes respektiert, keine Kinder haben zu wollen. Er war eben kein richtiger Mann, denn solche wollen sich fortpflanzen. Mein Ex war ein ewiger Peter Pan, außerhalb eines Sozialstaats garnicht lebensfähig. Insofern ist es besser, dass so ein schwaches Männchen sich nicht vermehrt sondern ausstirbt.

Der Inbegriff eines Mannes ist für mich nicht der wild durch die Gegend v**** Metrosexuelle, sondern ein engagierter starker Mann, der sich selber wertvoll genug findet, um sich fortpflanzen zu wollen und der genauso stolz ist auf die gelungene Brut, seinen Kindern durch alles, was ihm möglich ist, hilft, genausolche Champions in ihrer Generation zu werden. Dazu gehören bei einer Trennung sowohl Unterhaltszahlungen wie auch eine umfangreiche Beteiligung an der Erziehung/Prägung des Kindes. So ein Mann ist eben davon überzeugt, dass er was mitzugeben hat.
 
  • #10
Ein Kind erfordert eine Menge Zeit, Kraft, Nerven, Liebe - und ja, auch Geld. Es liegt an den Eltern, sich in diese "Kosten" zu teilen.
Als vollzeitberufstätige Mama muß ich sagen, daß der zahlende Part der einfachere ist. Wenn man nicht gerade prekär beschäftigt ist, sondern ein halbwegs normales Einkommen hat, richtet man einen Dauerauftrag ein und gut ist. Der Aufwand für den betreuenden Elternteil (ich formuliere das hier mal absichtlich neutral) ist deutlich größer, vor allem wenn die Kinder noch klein sind.
Jede Frau mit klarem Verstand würde begrüßen, wenn der Vater sich stärker um die Kinder kümmert. Nicht nur, daß es dem Kind dann gut geht, auch sie selbst hat mal ein paar freie Minuten für sich.

Ich gebe zu bedenken, daß es auch in einer intakten Ehe eine große Anzahl an Vätern gibt, welche als Vater überhaupt nicht präsent sind. Da sind die Frauen zwar verheiratet, aber quasi alleinerziehend.
Wenn zum Beispiel der Mann auswärts arbeitet oder sich lange im Büro verkriecht und an seiner Karriere bastelt, sitzt man als Frau auch schnell ganz alleine da. Und die wenigsten wünschen sich das oder haben das so geplant.

Constanze (fair und großzügig im Umgang mit dem Vater meines Kindes)
 
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  • #11
Unterhaltszahlungen sind ein selbstverständlicher Anteil, den der Mann für die Aufzucht seines Kindes zu zahlen hat. Sie decken die Gesamtkosten nur teilweise ab.
Die Kinderbetreuung ist ja wohl auch selbstverständlich, egal von welchem Elternteil. Andererseits ist sie mit Arbeit und Stress verbunden, so wie auch Geld verdienen mit Arbeit und Stress verbunden ist.

Was die Gesamtkosten angeht, so käme ich als Vater mit über 500 Euro im Monat (Unterhalt plus Kindergeld) gut über die Runden was den Bedarf des Kindes angeht.
 
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  • #12
#8 mit ihrem Männchenkram ist einfach nur ecklig.

Zur Frage:
Im Grunde ist es so, dass es eine gesetzliche Verpflichtung gibt, dass derjenige Unterhalt zahlen muss, der das Kind nicht betreut. Das geschieht zum Schutze des Kindes und natürlich auch zum Schutz des Staates, da dieser die Kosten für die Allgemeinheit vermeiden möchte, Das ist auch ein konsequenter Schritt.

Wenn man Vater/Mutter ist, hat man Pflichten, für die beide einstehen müssen, egal ob das Kind gewollt oder nicht gewollt ist. Das sind die Konsequenzen. Ich denke, jedem von uns ist bewusst, dass es auch eine Anzahl von Frauen gibt, die Kinder Männern aus unterschiedlichen Gründen anhängen. Das ist auch keine schöne Situation, insbesondere für den Mann. Das Kind selber kann aber nichts dafür und irgendwie muss der Unterhalt gesichert werden. Wenn man ein einfacher Zahlvater ist, weil man das Kind nicht sehen mag, dann ist das in meinen Augen nicht unfair, dass er trotzdem dafür einstehen muss. Wenn die Mutter blockt - und diese Möglichkeiten gibt's leider durchaus - muss man sich als Erzeuger entscheiden, ob man kämpfen möchte oder nicht. Ich als Mann würde in dieser Situation alles ausnutzen und dieser "ungerechten" Mutter das Leben schwer machen, wie es mir möglich ist. Das Problem bei dieser Situation ähnlich wie bei Scheidungen ist, dass es häufig keine gerechte Lösung gibt, weil jeder seine Sicht der Dinge hat. Je mehr Terror eine oder beide Seiten machen, desto schlimmer ist der Ablauf. Häufig haben dann vor allem die Kinder zu leiden, weil sie diese Schlammschlacht mitbekommen. Aber eine allgültige Lösung gibt es dafür nicht. Deshalb wird darauf geachtet, dass zumindest formell mit den Zahlungen ein Mindestmaß eingehalten wird. Der erziehende Teil muss meines Erachtens nicht dankbar für die Zahlungen sein, da das Geld für das Kind ist.
 
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  • #13
Es ist ein Beitrag , aber nicht zu vergleichen mit der täglichen Zuwendung und Umsorgung , die Kinder nun einmal brauchen. Er hat auch längst nicht die gleiche Belastung.
 
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  • #14
Was die Gesamtkosten angeht, so käme ich als Vater mit über 500 Euro im Monat (Unterhalt plus Kindergeld) gut über die Runden was den Bedarf des Kindes angeht.
Als alleinerziehende Mutter sage ich: nein, kommst du nicht!
Kleine Rechnung (für ein Schulkind):
- grössere Wohnung -> 3 statt 2-Zimmer, schlägt im Ballungsräumen gleich mal mit 200€ mehr zu Buche
- Krankenkasse (bin blöderweise privat versichert, da mal selbständig gewesen) -> 100€ extra
- Essen ca. 150€ (ist natürlich altersabhängig)
- Zusatzkosten Schule (Kopiergeld, Bücher, Ausflüge, jährl. Klassenfahrt) -> 50€
- Kleidung, Schuhe ca. 80€ pro Monat (alleine 2-3 Paar Winterschuhe a 80€, da die Füsse so schnell wachsen :-( )
- Hobby Kind -> 50€ (Sportverein, Kampfsport, spezielle Kleidung)
- Taschengeld -> 25€
- Zusatzkosten Urlaub ca. 250€/Jahr (in den Ferien kostet alles gern mal 30-40% mehr, Flüge, Unterkunft usw.) -> 20€

Dann komme ich mal auf ca. 675€ pro Monat - und da ist noch kein Luxus dabei, wie z.B.
- Handy, neues Fahrrad, Markenklamotten (eine Levis kostet 120€), Reiten als Hobby usw.

Wie schön, dass sich immer Männer zu den Kosten von Kindern äussern, die ja soviel (leider nur theoretische) Ahnung haben!!
 
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  • #15
Wer als Frau mutwillig den Mann zum Vater macht und ihn später vom Kind ausgrenzt, dürfte keinen Unterhalt mehr bekommen. Sei es im ONS oder auch mit Ehering - viele Frauen nutzen die Situation schamlos aus, wollen den Mann nicht (mehr), das Geld nehmen sie hingegen mit Handkuss und zetern noch, dass es nicht genug ist. Denn viel beschrieben steht das Geld zwar den Kindern zu - doch soviel Geld wie KU gezahlt wird, kostet KEIN Kind. Es sollte nur noch das Wechselmodell mit 50:50 Betreuung ohne jegliche KU-Zahlung geben. Dann würden viele Frauen sich ernsthaft überlegen, nochmal einen Mann reinzulegen. W/45
 
  • #16
Der Elternteil, der sich um den Unterhalt drückt, betrügt jeden Monat sein Kind, nicht den/die Ex. Ein Kind zu betrügen ist das Letzte. Das sage ich als Frau, die immer reichlich Umgang zugelassen hat, die aber auch über 18 Jahre keinen Unterhalt für zwei Kinder bekommen hat. Wenn deren Erzeugen von Liebe zu seinen Kindern spricht, kann ich dies nicht glauben. Wer liebt übernimmt auch Verantwortung. w53
 
  • #17
Wenn der Mann bezahlen muss, sollte er für sein Geld auch was bekommen, so einfach ist das. Egal, ob er das Kind wollte, oder nicht. Und zwar so oft und so viel er möchte.
Leider ist das in unseren Gesetzen nicht vorgesehen.

Ein Mann zahlt seit 15 Jahren Kindesunterhalt, aber durfte dieses Kind noch nie sehen oder Fotos vom Kind. Das verhindert stets die Mutter des Kindes.
Das Einzige ist ein Vaterschaftstest, den er zu Beginn verlangte, und der bestätigte, daß er der leibliche Vater ist.

Er arbeitet Vollzeit, zahlt momentan ca. 517,- Euro Unterhalt/Monat wie vorgeschrieben = ca. 33% seines Nettolohnes. Und lebt fast auf Hartz-4 Niveau.
Eine eigene Familie kann er sich deswegen nicht leisten. Er ist Single, und hält ein paar Haustiere.

Als Vater ist man machtlos, wenn die Mutter das alleinige Aufenthalts- und Sorgerecht für das Kind hat. Sie kann z.B. hunderte Kilometer weg ziehen. Und wie der -unterhaltsgebeutelte- Vater noch sein Kind sehen kann, ist sein Problem.
 
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  • #18
Was hast du als getrennter Mann davon, aller zwei Wochen für knapp 48 Stunden dein Kind/er zu sehen? Minimum 400€ im Monat zu bezahlen, aber letztendlich alles Essentielle zu verpassen??
Ich finde das zwar sehr hart für Dich als Mann aber wie viel Zeit hättest Du gerne?

Der voll arbeitende Elternteil der bekommt das Kind, wenn es noch klein ist, fast immer auch nur am Wochenende zu Gesicht. Da verpasste der Elternteil auch alles essentielle.

Wenn die Mutter Deines Kindes jetzt schon voll arbeitet, dann hat sie auch nur die Wochenenden mit dem Kind. Es ist was gutes und positives, wenn Deine Ex einen neuen Partner hat und das Kind ihn akzeptiert. Den Dreien steht auch Zeit zu dritt zu und wenn der Mann voll arbeitet, ist nur das Wochenende dafür da.

Seit Mitte letzten Jahres haben Väter mehr Rechte am Kind und die Mutter kann sich da nicht mehr so querstellen, wie sich das bei Dir anhört.

Also der Minimum -Satz für ein Kind unter 5 Jahren sind 317€.

Bei einem recht kleinem Kind ist eine 50:50 Regelung brutal für das Kind.

Geh zum Anwalt und lass Dich beraten, was Dir alles als leiblicher Vater zusteht.

Dir kann das Kind nur entzogen werden, wenn Du es gefährdest.

Ich kenne Paare, mit Kind, die zusammenleben, wo das Kind sich nur von der Mutter schlafen lägen lässt. Wenn die Mutter mal abends nicht da ist und der Vater muss das machen, gibt es riesen Geschrei, bis die Mutter wieder da ist. Das Kind ist dann übermüdet und schreit die ganze Nacht durch.

Ich bin mir gerade wirklich nicht sicher - wie Du Dir Deine Rechte als Vater vorstellst oder was Du bei dem Kind mitbekommen möchtest. Sehr kleine Kinder haben am Anfang nur eine Bezugsperson und der Kreis erweitert sich immer mehr, je größer das Kind wird.

Wenn ein Paar getrennt ist, können halt nicht beide Elternteile das Kind jeden Tag sehen.

Du kannst auf mehr Sorgerecht klagen.
 
  • #19
..ein engagierter starker Mann,...... und der genauso stolz ist auf die gelungene Brut, seinen Kindern durch alles, was ihm möglich ist, hilft, genausolche Champions in ihrer Generation zu werden. Dazu gehören .....auch eine umfangreiche Beteiligung an der Erziehung/Prägung des Kindes. So ein Mann ist eben davon überzeugt, dass er was mitzugeben hat.
Das praktiziere ich an meinem Stiefsohn(12) seit 11 Jahren - obwohl ich es gar nicht muß. Aber Jeder weiss, wie wichtig meine Leistung für dieses Kind ist.

Sein leibl. Vater zahlt stets pünktlich seinen Unterhalt und besucht seinen Sohn 1-2 mal im Monat.
Aber er kann mit dem Kind nichts anfangen. Und das Kind deswegen nichts mit ihm.
d.h. mehr als Unterhalt zahlen, kann er nicht einbringen. Eine Vater-Persönlichkeit ist er nicht.

Das Kind war nicht ungewollt, sondern geplant. Aber der leibl. Vater merkte erst ab der Geburt,
daß er mit der Vaterrolle überfordert ist.

Unterhalt ok. Aber z.B. 33 % vom Nettolohn als Unterhalt für EIN Kind - halte ich für zu hoch.
Dadurch wird das Leben des Unterhaltszahlenden ggf. zu sehr eingeschränkt.
(In diesem Fall: Ca. 1.500 Euro netto-Einkommen in Vollzeit, abzüglich 517,- Euro Unterhalt)

Alternativ: Eigene Altersvorsorge, statt Alimente (weil keine Kinder).
Welche Zusatzrente käme dabei heraus ?
 
G

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  • #20
Als alleinerziehende Mutter sage ich: nein, kommst du nicht!
Kleine Rechnung (für ein Schulkind):
- grössere Wohnung -> 3 statt 2-Zimmer, schlägt im Ballungsräumen gleich mal mit 200€ mehr zu Buche
(...)
Wie schön, dass sich immer Männer zu den Kosten von Kindern äussern, die ja soviel (leider nur theoretische) Ahnung haben!!
Bin die #10 und habe praktische Erfahrung. Es stimmt, dass eine größere Wohnung mehr kostet. Ich als Teilzeitvater brauche auch eine größere Wohnung. Mein Kind möchte ja zu Recht ein Kinderzimmer, wenn es beim Papa ist und keine Schlafgelegenheit auf der Couch. Und ich wohne in einem Ballungsraum mit teuren Mieten und habe das organisiert und zahle für die größere Wohnung natürlich viel mehr, als für eine Single-Wohnung.
Genauso wie zu Recht erwartet wird, dass ein Vater nach einer Trennung sich weiter durch persönlichen Einsatz um das Kind kümmert, muss man erwarten können, dass auch die Mutter sich darum kümmert, das genug Geld da ist und nicht die Anspruchshaltung hat, durch den Vater von allen finanziellen Belastungen freigestellt zu werden.
Eine Trennung mit Kind ist mit einer Mehrbelastung für alle verbunden in vielerlei Hinsicht. Einen Teil der finanziellen Verantwortung muss die Frau auch selbst übernehmen.

Ich bleibe dabei: mit fast 600 Euro im Monat (die Wohnungskosten ausgenommen), kriege ich ein Kind versorgt und zwar inklusive Hobby.

m
 
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  • #21
Natürlich ist es nur dann ein gleichwertiger Beitrag, wenn der Vater auch eine Bezihung zu seinem Kind aufbaut.
Welch Frage!?

Im Falle der FS, die nach 4 Monaten schwanger wurde: Nicht nur das Kind bekommt Kindergeld und Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle, sondern auch die Frau bekommt zumindest 3 Jahre Unterhalt.

:)

Gut so!
 
G

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  • #22
Die Bedeutung steckt schon in diesem Wort: Unterhalt bedeutet, man zahlt den Unterhalt für das Kind, den das andere Elternteil leistet. Und davor, Unterhalt zahlen zu müssen, fürchten sich die Männer ja am allermeisten. Deshalb schreiben sie doch hier im Forum immer, die Frauen würden ihnen Kinder "unterjubeln", für die sie dann ihr Leben lang zahlen müssen. Dass sie dafür aber auch den Segen haben, Vater zu sein, schreibt keiner.
Ich glaube, jede Frau, die schwanger wird und der Vater will das Kind nicht, die würde liebend gern auf die Forderung von Unterhalt eines solchen Mannes für das Kind verzichten, wenn sie es sich finanziell leisten könnte. Betteln um Unterhalt bei Vätern, die gar keine sein wollen, ist doch schrecklich. Ganz abgesehen davon, dass die meisten Väter, von denen die Mütter wirklich Unterhalt für das Kind fordern, diesen niemals zahlen. Deshalb gibt es die Unterhaltsvorschussregelung, die den Staat und somit uns Steuerzahler Millionen kostet.
 
  • #23
@16 und 18 Wer 517 € Unterhalt für ein 15jähriges Kind zahlt verdient ca. 3000 € lt. Düsseldorfer Tabelle. Also macht der Unterhalt mit nichten ein Drittel aus. Das ist nur das übliche falsche Gejammer der Väter. w53
 
G

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  • #24
Kurze Korrektur, wer 517 Euro Unterhalt bezahlen muss, verdient wesentlich mehr als 3000 Euro.
 
G

Gast

  • #25
@23 und 24

Und für jemanden, der seine Kind/er nicht sehen darf, weil Mutter Umgang blockiert, ja, für solch einen Mann sind selbst 517 Euro bei 5000Euro netto Einkommen zu viel.
Aber umgangsblockierende Mütter gibt's ja im Denkschema einer Frau gar nicht, stimmt's?
Und wenn ja, dann ist garantiert immer der Mann mit seinem Verhalten schuld, richtig?
 
G

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  • #26
L
Er arbeitet Vollzeit, zahlt momentan ca. 517,- Euro Unterhalt/Monat wie vorgeschrieben = ca. 33% seines Nettolohnes. Und lebt fast auf Hartz-4 Niveau.
Eine eigene Familie kann er sich deswegen nicht leisten. Er ist Single, und hält ein paar Haustiere.

Als Vater ist man machtlos, wenn die Mutter das alleinige Aufenthalts- und Sorgerecht für das Kind hat. Sie kann z.B. hunderte Kilometer weg ziehen. Und wie der -unterhaltsgebeutelte- Vater noch sein Kind sehen kann, ist sein Problem.
Wer 517,00 Euro Unterhalt zahlen muss, verdient nicht schlecht. Wer sich ein paar Haustiere leisten kann, ob Mann angeblich fast auf H4-Niveau lebt, kann ich nicht nachvollziehen. Dann kann ich mir halt keine Haustiere leisten, sondern hätte lieber das Geld für einen guten Rechtsanwald mir gesucht, der über das Familiengericht einen Umgang mit den Kindern einklagt. Wenn ein Mann das nicht macht, hat er nicht genug Arsch in der Hose und muss sich dann nicht wundern, wenn er seine Kinder nicht sieht.

Ich kenne genug Fälle, dass der Frau lieber H4 seitens des Familiengerichts zugemutet wurde, weil sie nicht wegen einem neuen Job mit den Kindern wegziehen durfe. Das hatte der Kindesvater verhindert, obwohl er sich früher und später nicht um die Kinder gekümmert hat. Das war übrigens auch der Trennungsgrund der Frau. Sie wollte sich komplett ein neues Leben aufbauen, wurde aber ständig vom Mann daran gehindert. Das Gesetz spielt super mit, angeblich zum Wohle der Kinder.

w arbeitet in der Jugendhilfe
 
  • #27
@FS
Ist ein unterhaltszahlender Vater also nur auf dem Papier ein Vater, oder ist er wirklich Elternteil im vollen Sinne, genau wie die Mutter?
Ein unterhaltszahlender Vater ist erst mal ein Elternteil auf dem Papier, da getrennt leben und vollwertige Erziehung oder in einem Moment einfach nur da sein kaum möglich sind(oft auch traurig für den, der es im Bezug auf die Kinder nicht sein kann). Der Kindesunterhalt ist für mich ein gleichwertiger Beitrag, weil in meinem Fall kann meine Ex das Haus behalten und unsere Kinder haben dadurch ihre gewohnten Lebensumstände gesichert. Das Ganze drum herum ist vom Umgang abhängig, und wenn das durch Anwälte geregelt werden muss, dann ist der getrennt lebende Elternteil nur auf dem Papier vorhanden.
@25
Wenn ein Mann das nicht macht, hat er nicht genug Arsch in der Hose und muss sich dann nicht wundern, wenn er seine Kinder nicht sieht.
In einem anderen Thread war die Rede von "obligatorischer Beratung durch das Jugendamt bei Trennung" Das würde ich durchaus befürworten aber gehört jetzt nicht hier her. Ich würde auch befürworten, wenn Leute, die in den Bereichen Familie/Jugendamt ... tätig sind einen Eignungstest machen müssten. Für mich ist es unglaublich, wenn Menschen mit einer solchen unsozialen Ellenbogen - Mentalität in der Jugendhilfe arbeiten, weil diese einfach nicht verstanden haben, worum es geht.
 
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Gast

  • #28
Ich kann sagen, wie es bei mir (m, 46) war / ist.

Meine Mutter wurde von meinem Erzeuger schwanger, bei einer außerehelichen Affäre seinerseits. Meine Mutter Single und alleinerziehend. Großzügigerweise wollte sie die bestehende Familie meines Vaters wohl nicht stören (ich weiß nicht, wie er sich damals verhalten hat, er hat jedoch die Vaterschaft anerkannt). Sie hat auch auf jeden Unterhalt verzichtet. Meine Mutter musste natürlich Vollzeit arbeiten und hatte demensprechend wenig Zeit.

Gut, wir sind auch so zurecht gekommen, materiell hat es mir gefühlt eigentlich an nichts gefehlt. Sie ist schon vor meiner Geburt weit weg von ihm gezogen. Wir haben dann in der Nähe von Oma und Verwandten gewohnt, die mich teilweise mit groß gezogen haben. Aus mir ist auch etwas Anständiges geworden (zumindest subjektiv betrachtet ;-) ).

Trotzdem: Der Unterhalt gehgört dem Kind, ich bin heute der Meinung, Meine Mutter hatte kein Recht, darauf zu verzichten. Mir wäre lieber gewesen, sie hätte dafür weniger gearbeitet und mehr Zeit für mich gehabt.

Und: Seit ich eine eigene Familie und eigene Kinder habe, weiß ich, dass ein Vater nicht zu ersetzen ist. Realisiere, was mir gefehlt hat und vielleicht auch heute noch fehlt.

Es geht nicht nur um Unterhalt, der ist meiner Meinung nach selbstverständlich und wer sich darum drückt, sollte auch deutlich härter angefasst werden. Es geht auch darum, seinem Kind gerecht zu werden. Darüber muss man sich als Mann klar sein, bevor man sich auf eine Affäre einlässt und dabei Kinder in die Welt setzt.
 
  • #29
@24 Der Unterhalt kann doch nicht davon abhängig sein, ob der Vater das Kind sieht. Der Unterhalt steht dem Kind zu, nicht der Mutter. Was kann das Kind dafür, wenn sich die Erwachsenen nicht verstehen. Der Vater hat in jedem Fall die Pflicht zu zahlen. Aber Männern sind ja alle Ausreden recht. w53
 
  • #30
Der Unterhalt steht dem Kind zu, nicht der Mutter. Was kann das Kind dafür, wenn sich die Erwachsenen nicht verstehen.
Ja das hört sich im Prinzip gut an, aber in der Regel ist dies anders. Ich kenne einen Fall wo die Mutter die Unterhaltszahlungen schon seit 8 J. auf ein separates Konto angelegt hat. Sie meint damit kann sich das Kind, wenn es einmal auszieht eine eigene Wohnung anzahlen. Gut die Frau ist Primarärztin und finanziell auch nicht aus Teufel komm raus darauf angewiesen. In der Regel sieht dies aber anders aus. Oft wird der Unterhalt persönlich mit zweckentfremdet. Vielleicht wäre es besser, wenn man per Gesetzt einen Teil des Unterhalts direkt für das Kind anlegen müsste. Ich schätze dann würden auch einige Männer die Zahlungen anders sehen.