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  • #1

Unterdrückte Homosexualität

Man hört ja immer wieder von Männern, die jahrelang verheiratet sind, Kinder haben und sich dann irgendwann als schwul outen. Oder Männer, die entweder ein Leben lang ein Doppelleben führen oder auch durch wechselnde Freundinnen versuchen, ihre Homosexualität zu "unterdrücken".

Mich würde nun interessieren, welches Anzeichen sein können, dass der eigene Partner schwul ist. Ich habe gehört, dass gerade diese Männer oft sehr fürsorglich sind, viel Körperkontakt suchen und die Beziehungen im Bekanntenkreis oft als Traumbeziehungen angesehen werden. Dass Konflikte von dem Mann nicht angesprochen werden, aus Angst, es könnte etwas ans Licht kommen.
Wie läuft die Sexualität ab zwischen einer Frau und einem schwulen Mann?
 
  • #2
Ich kenne es aus meinem Kollegenkreis in den späten 80ern. Die beiden waren aber ein super Paar und verstanden sich prächtig. Dann erkrankte er an AIDS und starb. Ich dachte - jung und naiv wie ich war - sie wäre jetzt auch infiziert und würde krank. War aber nicht so. Sie hatten nie Sex.

Latente Homosexualität habe ich bei zwei Männern selbst erlebt. Da begebe ich mich aber extrem ins Spekulative, denn die beiden lehnten jegliche Vermutung in diese Richtung vehement ab: Freude an Männerkörpern, an Sport mit anderen Männern (wie er die verschwitzten Jungs mit Blicken verschlang, merkte er gar nicht), Angst vor normal großen Brüsten, Vorliebe für knabenhafte, drahtige Frauen, sonderbare, recht gestreßte Sexualität.
Die Beziehung selbst ist vor allem nach außen existent. Im Inneren geht es eher um ein Kumpelverhältnis, Spielgefährten, WG o.ä..
 
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  • #3
Die Ehefrau eines Kollegen "erkannte" eines Tages (nach etlichen Jahren Ehe und zwei Kindern) dass sie lesbisch sei, verlies den Mann um mit einer Frau zusammenzuleben. Auch das gibt es.
 
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  • #4
Bei einem Mann, der seine Homosexualität nicht offen lebt, ist es sehr schwer erste "Anzeichen" zu erkennen, abgesehen von so offensichtlichen wie schwule Zeitschriften oder Pornos.
Den meisten mir bekannten Männern, die schwul sind, merkt man das nicht an.

Ich bin zwar eine Frau, aber ich kann mich mal als Beispiel nehmen. Habe viele Merkmale, die in die Kategorie "Lesbe" passen: habe eine knabenhafte Figur, interessiere mich nicht sehr für Make-up und mein Outfit, gehe nicht gerne shoppen, telefoniere nicht gerne und verstehe mich vor allem mit Männern gut und stehe auch auf eher feminine Männer. Viele denken, ich wäre lesbisch - das ist überhaupt nicht der Fall. Sicherlich kann ich auch sagen, dass eine Frau gut oder schlecht aussieht. Aber alleine bei dem Gedanken mit einer Frau intim zu werden, dreht sich mir der Magen um. Komme aus einer sehr toleranten Familie, von daher denke ich auch nicht, dass ich irgendwas verdränge. Also: trotz aller möglichen "Anzeichen" bin ich komplett hetero.

Es gibt gerade bei der homosexuell/hetero-Frage ganz viele Zwischentöne. Ich denke, dass mindestens die Hälfte aller Menschen bisexuelle Tendenzen haben, der Rest driftet ins eine oder andere Extrem. Daraus resultiert wohl auch, dass manche Leute jahrelang hetero leben und sich dann für einen gleichgeschlechtlichen Partner entscheiden
 
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  • #5
Ich verstehe nicht, wie einem so ein Umstand entgehen kann?
In einer guten Beziehung wird offen und ehrlich miteinander geredet.
Spätestens bei präferierten Sexualpraktiken kommt so etwas ans Licht.
Wenn er eben, z.b, Spaß daran hat anal befriedigt zu werden.
 
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  • #6
Hier die FS:
Stehen wirklich alle schwulen Männer auf anale Befriedigung? Warum? Oder ist es einfach nur ein Praktik, die so ausgeführt wird, weil es ja nicht so geht wie zwischen Mann und Frau?

Was haltet Ihr davon, wenn ein Mann seiner Frau beim Sex nicht (auch nicht nur kurz) in die Augen schauen kann? Wenn man das Gefühl hat, da läuft bei ihm ein ganz anderer Film ab? Wenn er zwar gerne küsst und kuschelt, dabei auch erregt ist, aber dann Orgasmusprobleme hat? Wenn er nicht kann, wenn die Frau oben ist?
Wenn er auch in seinem Freundeskreis extrem verschlossen ist?
Können das Anzeichen sein?
 
  • #7
@FS Nein. Das ist reine Spekulation.
zu deiner Ersten Vermutung unter #5 kann ich nur sagen, das ist nicht von Homosexualität abhängig. Eine Diskussion darüber würde hier aber sicher unter Nebenthema fallen.
Alle anderen Vermutungen von dir haben mit Homosexualität vielleicht nichts zu tun, sondern wahrscheinlich eher mit anderen Belastungen / Hemmungen / Ängsten.
Im Grunde ist es doch egal, ob die Sache, die jemand mit sich herumträgt, ungeoutete Homosexualität, Schulden, Zwangshandlungen oder etwas anderes ist. Der Mann ist innerlich nicht frei.
Daran kann nur er etwas ändern und du kannst es nur akzeptieren oder lassen.
 
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  • #8
Ich vermute, dass man jemanden daran erkennen kann, ob er auf (große) Brüste steht, oder nicht.
<- mod Nebenthema gelöscht. >

Allerdings kann jemand, der auf (große) Brüste steht, immer noch Bi sein.

Nicht alle homosexuelle stehen auf anale Befriedigung.
Nicht alle heteros lehnen das ab. Die meisten sind nur zu verklemt, um das mal auszuprobieren.
 
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  • #9
Liebe FS

Was Du beschreibst, sind keine Hinweise auf Schwulsein. Glaub mir. Das hat damit nichts zu tun. Ich verstehe nicht ganz, warum Du aus diesen Gründen auf Homosexualität schließt?
 
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  • #10
Homosexuelle Männer finden den weiblichen Körper nicht wirklich spannend, eher langweilig.

Wenn ein Mann den Körper einer Frau aufregend findet, ist er nicht homosexuell.

Wenn das nicht der Fall ist, heisst das im Umkehrschluss jedoch nicht, dass er schwul ist.

Kann auch an ihm oder der Frau liegen.

m
 
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  • #11
Ich bin die FS
Vielen Dank für Eure Antworten. Ich wäre auch nicht auf Homosexualität gekommen, bin aber von zwei Menschen, mit denen ich über die Sache gesprochen habe, darauf angesprochen worden.
Ich glaube, Bäärbel trifft es ganz gut - egal, was es ist, der Mann ist innerlich nicht frei...
 
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  • #12
Na ja FS, was Du da beschreibst, ist nun echt kein Hinweis auf (versteckte) Homosexualität... Mein langjähriger Partner hat sich nach über 20 Jahren Heterosexualität plötzlich zu Männern hingezogen gefühlt. Ich denke, er hat es selbst nicht gewußt und erst nachdem unsere Beziehung zu Ende war, konnte er sich dem Thema gegenüber öffnen.

Es war der Mann, der mich heiraten wollte, der mich anflehte mit ihm Kinder zu bekommen, mit dem ich jahrelang zusammengelebt habe. Anzeichen hat es all die Jahre nicht gegeben. Er hatte sich in mir übrigens eine sehr weiblich aussehende Partnerin gesucht.
Die Probleme, die wir in der Beziehung hatten, waren alle nur Alltagsgenerve und bezogen sich nie auf das Thema Sexualität...

Heute ist er mit einem Mann zusammen, scheint ganz gut zu funktionieren;-)

Ich bin nur froh, daß mich eine innere Stimme damals von der Familiengründung abgehalten hat. Ich hätte es schwierig gefunden, Kindern zu erklären, warum sich jemand "umorientiert".
w40
 
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  • #13
@FS Nein. Das ist reine Spekulation.
zu deiner Ersten Vermutung unter #5 kann ich nur sagen, das ist nicht von Homosexualität abhängig.

So? Woran macht sich HomoSEXUALITÄT denn sonst fest, wenn nicht an jenem implizierten Akt? Anale Befriedigung bei Männern ist etwas, wozu Frau von Naturwegen, in Ermangelung entsprechender Genitalien, nicht imstande ist, ergo ist es eine Praktik die zwischen Männern stattfindet. (Den Gebrauch diverser Spielzeuge mal ausgeklammert)

Also lässt sich eine homoerotische Neigung sehr wohl daran ablesen.
Im Übrigen ist alles, bis zu dem Zeitpunkt an dem er sagt:" Ja, ich verspüre Verlangen nach anderen Männern", reine Spekulation. Aber danach hat die FS ja auch gefragt. Woran man es erkennen KÖNNTE.
 
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