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  • #1

Unter einem Dach mit seinen Eltern

Bin seit 8 Moanten mit meinem Freund zusammen. Er wohnt mit seinen Eltern im selben Haus, sie haben ihre Wohnung unten und er oben. Die Mutter kocht, führt auch seinen Haushalt. Außerdem nervt mich die Ausfragerei und dass seine Eltern sich in alles einmischen. Mein Freund scheint das gar nicht zu bemerken bzw. normal zu finden. Falls wir mal zusammenziehen, wünscht er sich, dass ich dort einziehe, Platz wäre ja schließlich genug da und da könnte ich mir ja die Miete sparen. Mir wäre das aber einfach zu eng. Seine letzte Freundin hat bei ihm gewohnt und ist, so weit ich weiß, so ziemlich über Nacht ausgezogen. Was soll ich davon halten?
 
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  • #2
Und da fragst du noch? *kopfschüttel*
 
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  • #3
Brrrrr...mir wird schlecht.
Wie alt seit ihr ?
 
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  • #4
so etwas kann nur funktionieren, wenn jeder des Anderen Privatsphäre respektiert. Und das ist hier nicht der Fall.
 
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LilaLaunebär

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  • #5
Leider hast Du nicht geschrieben, wie alte Dein Freund ist, das wäre interessant.

Aus eigener Erfahrung würde ich Dir raten, dass Du es Dir gut überlegen solltest, ob Du mit der Situation klarkommen würdest. Sei Dir bewußt, dass das sehr anstrengend für Dich werden kann, besonders wenn Dein Freund in dieser Hinsicht Deine Ansicht wohl nicht zu teilen scheint. Vielleicht solltest Du es einfach mal ansprechen.

Bei mir war es damals exakt so wie bei Dir. Ich zog nach fünf Jahren Beziehung zu meinem Exreund in das neue Haus seiner Familie. Wir wohnten im 1. OG, seine Eltern im EG. Seine Eltern mischten sich schon beim Einrichten der Wohnung ständig ein, seine Mutter kaufte ständig irgendwelches Zeug für uns (Kissen, Geschirr, etc.). Ständig klingelte das Telefon, weil mein Freund wegen irgendwas zu meinen Eltern runter kommen sollte. Kam er dem nicht sofort nach, kamen sie eben nach oben. Man hatte einfach keine Privatsphäre. Ich hab mich echt nicht mal mehr getraut, im Handtuch oder in Unterwäsche rumzulaufen, weil man immer damit rechnen musste, dass plötzlich seine Eltern in der Wohnung stehen.
Einmal ist seine Mutter sogar in unsere Wohnung gegangen, als wir nicht da waren und hat unsere Wäsche gemacht. Gottseidank hat mein Ex meine Ansicht geteilt und war auch eher genervt.

Dass unsere Beziehung gescheitert ist, lag sicher nicht daran, aber ich hatte auch Zeiten, in denen ich kurz davor war, wieder auszuziehen. Sicher muss das ja bei Deinem Partner nicht so extrem sein, aber wenn Du schon schreibst, sie mischen sich in alles ein und seine Mutter führt seinen Haushalt, dann wäre ich erst recht kritisch.
Ich denke, dass es sowohl für die Mutter meines Exfreundes als auch für die Mutter Deines Partners schwierig war/ist, die Rolle der Versorgerin abzugeben. Da kann es schnell zu Problemen kommen.

w, 30
 
  • #6
Da kommt mir der Begriff "Übermama" in den Sinn. Da ich es von meiner Mutter anders kenne (auch bei meinen Schwägerinnen) kann ich so ein Verhalten nicht verstehen und hätte da sicherlich meine Schwierigkeiten. Mein Freund sollte schon verstehen, dass es keine Beziehung zu dritt gibt.
 
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  • #7
Hier ist es schon wichtig zu wissen, wie alt der Mann ist.
Bis circa 25 Jahre wäre es noch O.K. Aber dann sollte er schon alleine wohnen, ohne Mamis Hilfe. Da du schreibst, die Eltern mischen sich in alles ein: Au weia, da hätte ich so gar keine Lust drauf. Da wirst du gegen Mutti wohl keine Chance haben.
w, 40
 
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  • #8
Hier ist es schon wichtig zu wissen, wie alt der Mann ist.
Bis circa 25 Jahre wäre es noch O.K. Aber dann sollte er schon alleine wohnen, ohne Mamis Hilfe. Da du schreibst, die Eltern mischen sich in alles ein: Au weia, da hätte ich so gar keine Lust drauf. Da wirst du gegen Mutti wohl keine Chance haben.
w, 40

Finde ich nicht. Wer bis 25 noch von Mutti die Wäsche gemacht und den Haushalt geführt bekommt, der wird nicht mehr selbstständig und lässt sich entweder für den Rest seines Lebens alles von Mutti machen, oder verlagert die gesamte Hausarbeit, das Kochen, Wäschewaschen und die weitere Umsorgung auf seine Freundin, sobald er mit ihr zusammen wohnt. Sicher ist es für manche Studenten kostengünstiger, während des Studiums zu Hause wohnen zu bleiben, oder es gibt praktischerweise wie hier eine extra Wohnung im Haus der Eltern, wo das Kind einziehen kann, aber mit den Eltern zusammen oder nahe beieinander zu wohnen, heißt ja nicht, dass man weiterhin die Haushaltsrundumversorgung ohne eigene Pflichten bekommt. Bekommt man diese allerdings, ist es nicht gerade förderlich für die Selbstständigkeit und den Charakter.

Liebe FS, an deiner Stelle würde ich auf keinen Fall bei deinem Freund einziehen. Du hättest keine Privatsphäre mehr und würdest permanent unter Beobachtung und Kontrolle stehen.
 
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  • #9
Hier ist es schon wichtig zu wissen, wie alt der Mann ist.
Bis circa 25 Jahre wäre es noch O.K.

Liebe Leute,

besonders die Damenwelt auf EP

in Griechenland ziehen 49jährige Männer wieder ins Haus zu ihren Eltern. Nicht weil sie das so toll finden. Nein. Weil sie keinen gut bezahlten Job finden von dem sie sich eine eigene Wohnung leisten können.

In Spanien: ditto

In Italien sind die meisten erst gar nicht ausgezogen.

Die Jugendarbeitslosigkeit geht nahtlos über in die sogenannte prekäre Beschäftigung im Erwachsenenalter.

Man sollte niemanden verurteilen weil er mit den Eltern in einer Immobilie wohnt.
Bei den horrenden Mietsteigerungen und nach der Energiewende könnte das auch in Deutschland Schule machen.
 
  • #10
Man sollte niemanden verurteilen weil er mit den Eltern in einer Immobilie wohnt.
Bei den horrenden Mietsteigerungen und nach der Energiewende könnte das auch in Deutschland Schule machen.

Ich glaube da geht's weniger darum, dass der Freund im Haus der Eltern wohnt, aber viel mehr darum, dass die Muddi den ganzen Haushalt schmeist und ihnen kaum Privatsphäre in seiner Wohnung lässt. Oder @FS?
 
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  • #11
Hallo Pippi,

allein darum geht es:

Die Mutter kocht, führt auch seinen Haushalt. Außerdem nervt mich die Ausfragerei und dass seine Eltern sich in alles einmischen.

Das scheinen also keine abgeschlossenen Wohnungen zu sein, wenn Mama den Haushalt führt. Man kann durchaus in einer Art WG zusammen leben oder in getrennten Wohnungen im eigenen Haus. Aber wenn ich mit so einem Mann zusammenziehe, dann will ich mit dem Mann zusammenziehen und nicht als 2. Kind zu Mama & Papa.
 
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  • #12
FS @ alle:
Danke für eure bisherigen Kommentare.
Ich bin übrigens 27 und mein Freund 29. Und es ist wirklich so, dass mich die Tatsache stört, dass seine Mutter kocht, seinen Haushalt macht, er das normal findet, weil er daran gewöhnt ist.
Das hat jetzt nichts damit zu tun, ob er aus wirtschaftlichen Gründen da wohnen müsste, sondern es geht um die mangelnde Privatsphäre.
 
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  • #13
Wenn ihr noch sehr jung seid, dann ist das nicht unbedingt ungewöhnlich, dass er noch im Haus der Eltern wohnt. Wenn er aber schon die komfortable Situation hat, dort eine eigene und abgeschlossene Wohnung zu haben, dann sollte er es auch so halten. Klappt offenbar nicht und "Mutti" mischt sich ein - an deiner Stelle wäre ich extrem vorsichtig.
 
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  • #14
Tu es nicht!

Ich bin auch so eine Ex-Freundin, die mit Anfang 20 und später dann nochmal mit Mitte 20 aus genau so einer Konstellation quasi "über Nacht" ausgezogen/geflüchtet ist.
Bei beiden Ex-Partnern lebten die Eltern auf dem selben Grundstück (einmal der Jüngste, der ans Elternhaus angebaut hatte, nachdem alle anderen Geschwister weggezogen waren, und einmal das Einzelkind im Doppelhaus).

Wenn so eine Wohnsituation die Beziehung belastet (ER steht immer zwischen den Stühlen, löst sich nie aus der Kontrolle durch die Eltern, flüchtet lieber in die Kneipe/Hobbies/zu Kumpels anstatt zuhause mal Tacheles zu reden - beide Male genau so erlebt), dann belastet es die Liebe, und mit der Zeit stirbt sie - ganz langsam, still und leise...
Irgendwann bleibt dir nur noch Frust über dieses Leben, wo du tagtäglich von der Bevormundung und Einmischerei genervt bist. Du realisierst, dass du so nicht dein ganzes Leben leben willst und flüchtest - quasi "über Nacht"!

Bei meiner besten Freundin war es mal wie bei dir, er hatte sich oben eine Wohnung ausgebaut, die Eltern lebten unten. Auch diese Beziehung scheiterte daran, dass die Eltern täglich "rumgenervt" haben.

w, 44
 
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  • #15
GEHT GAR NICHT! Ich teile mir ein Haus aus mit meinem Eltern, aber meine Eltern würden niemals auf die Idee kommen, meinen Partner auszufragen, davor haben sie viel zu viel Respekt,... geschweige denn würde ich von ihm verlangen, dass er sich an den Tisch von meinen Eltern setzen soll.
Seinen Haushalt und kochen sollte man auch alleine können. Und zwar schon vor dem 20. Lebensjahr!
Ehrlich gesagt, vergiss den Typ! Da erlebst du noch dein blaues Wunder. Willst du an Weihnachten und Silvester daheim mit seinen Eltern sitzen? Willst du nicht ausgehen? Mal spontan sein? Seine Eltern werden dich/ihn ständig fragen, wohin Du gehst. Du wirst dich fühlen, wie bei der eigenen Mama daheim und noch viel schlimmer, weil du deinen Mund bei diesen Eltern nicht zu weit aufmachen kannst, weil du sonst rausfliegst!
 
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  • #16
in Griechenland ziehen 49jährige Männer wieder ins Haus zu ihren Eltern. Nicht weil sie das so toll finden. Nein. Weil sie keinen gut bezahlten Job finden von dem sie sich eine eigene Wohnung leisten können.

In Spanien: ditto

In Italien sind die meisten erst gar nicht ausgezogen.

Ja super, ich wohne aber nicht in Griechenland, Spanien und Italien und finde die Kultur dort eher schlimm. Alles geht dort nur um Kinder, Familie, Fressen, Geschwister, jeder lebt mit jedem unter dem Haus. Pfui Teufel. Ich will sowas nicht.
 
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  • #17
FS @ alle:
Ich bin übrigens 27 und mein Freund 29. Und es ist wirklich so, dass mich die Tatsache stört, dass seine Mutter kocht, seinen Haushalt macht, er das normal findet, weil er daran gewöhnt ist.
Das hat jetzt nichts damit zu tun, ob er aus wirtschaftlichen Gründen da wohnen müsste, sondern es geht um die mangelnde Privatsphäre.

Aus eigener Erfahrung: das mit der mangelnden Privatsphäre wird mit steigendem Alter noch viel extremer. Man erwartet von dir später dass du jeden Sonntag bei Kaffee und Kuchen bei den Eltern sitzt oder dies oder das erledigst. Die Eltern werden eines Tages pflegebedürftig und wollen aus ihrem erbauten Häuschen nicht ausziehen. Kündigst du dann deinen Job und pflegst seine Eltern`?
Nein kannst du dann schließlich nicht sagen, wenn du den Familienfrieden nicht gefährden willst, also wirst du alles das machen müssen, was die Eltern wollen. Später sollst du deinen Mann dann anständig bekochen, sonst schreitet die Mutti ein und du bist dann die Dumme. Ja und wenn ihr Kinder habt, bist du ganz abgeschrieben. Da will die Oma sich drum kümmern. Du glaubst doch nicht, dass die alte Dame dich mit ihrem Enkel und dem Kind ihres Sohnes alleine läßt?
Und apropos mangelnde Privatsphäre - getrennte Wohnungen gehören abgeschlossen. Mutter hat da nicht einfach die Wohnung zu betreten. Spinnt die?
Für mich ein absolutes NO-GO. Ich will mich ja frei bewegen können, nackt aus dem Bad laufen können, ohne Angst zu haben, gleich steht die Mutter des Freundes im Türrahmen.

Wasch deinem Freund die Ohren: ES IST NICHT NORMAL! Sage ihm, du kannst so nicht wohnen und er muss da raus von der Mutti! Nur ein Dummchen würde sich auf so etwas einlassen. Wenn es nicht aus wirtschaftlichen Gründen nötig ist, dann ist er schlichtweg eine faule Socke! Raus da aus dem Haus, sonst werdet ihr/er nicht mehr flügge!
 
  • #18
@ Gast 10: nichts anderes habe ich geschrieben, falls du mein Kommentar falsch verstanden haben solltest.

@FS:

Ganz ehrlich? Mit 29 Jahren sollte er in der Lage sein, den Haushalt auch alleine zu schmeisen. Kann es sein, dass er Einzelkind ist oder der einzige Sohn? Das die Mutter ihn betüddelt und bemuttert wo sie nur kann, weil sie nicht loslassen kann? Führ sie ist er wahrscheinlich immer noch der kleine Sohn, den sie trösten muss, wenn er sich das Knie aufschürft. Für ihn war es bequem, dass sie sich immer um ihn gekümmert hat und hat deshalb auch nie was dagegen unternommen.
Dass ihn das überhaupt nicht stört ist offensichtlich. Sonst hätte er ihr mal gesagt, dass sie nicht einfach so unaufgefordert in seine Wohnun gehen soll. Das geht gar nicht. Ich würde es mit dem Briefgeheimnis vergleichen, man möchte doch auch nicht, dass jeder seine persönlichen Briefe liest? (und sei es eine Rechnung).

Ich denke, entweder der Freund der FS versteht es von alleine, dass sich langfristig etwas ändern muss, oder du machst Schluss, bevor es noch schlimmer wird.
 
  • #19
Es gibt ja so einen Spruch: die Eltern/Schwiegerelter müssen mindestens so weit weg wohnen, dass sie Schuhe und Mantel anziehen müssen, wenn sie zu Besuch kommen. w52
 
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  • #20
Mein Freund wohnt auch bei seinen Eltern (auch er OG, sie EG), wir wohnen nicht zusammen, beide Anfang 30.
Da er seinen Haushalt selbst macht, geht es für mich GERADE NOCH. Auch jetzt finde ich es nicht so toll. Aber noch mehr im Haushalt der Schwiegereltern (in spe) involviert zu sein - nein danke.

Ich finde, man kann eine viel bessere Beziehung zu den Schwiegereltern aufbauen, wenn es eine räumliche Distanz gibt. WENN man sich dann besucht, dann ist es FREIWILLIG und GERNE.
 
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  • #21
Ich finde diese Konstellation vom Hörensagen immer so dermaßen lustig, dass ich das gerne mal in "live" erleben würde, wie das so zugeht. Wär bestimmt großes Kino. Da hätte ich wenigstens mal was zum Lachen daheim. Die Schwiegermutter kann man ja bei Bedarf foppen, z.B. provokant die Rollläden runterziehen, wenn sie durchs Fenster guckt oder nackt durch die Bude rennen, wenn sie plötzlich in der Tür steht. Also ich hätte da sicher meinen Spaß. Ich würde mich solange daneben benehmen, bis sie freiweillig einen Rückzieher macht. Und wer weiß, vielleicht ist der Fraß, den sie kocht, ja annehmbar.
 
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