• #1

Uneinig in der Grundstruktur der Beziehung. Wie damit umgehen?

Moin moin !
Voriges Jahr im Januar 19 habe ich einen Mann kennengelernt. Über das gemeinsame Hobby sind wir uns nähergekommen.
Ich bin Single, 50 plus, Job gesichert. Er genau so. Meine Kinder sind erwachsen. Er hat keine Kinder.
Mein Freund ist sehr freiheitsliebend. Bis jetzt hat er sich nicht festgelegt.
Ich möchte eine Beziehung mit Liebe und Treue.
Über die klassische Beziehung äussert er sich negativ.
Die Menschen wären nicht zur Monogamie gemacht. Die Ehe wäre eine Erfindung der Kirche.
Er hat eine heftige Erfahrung machen müssen, ist betrogen worden. Deshalb traut er Niemandem mehr.
Damit habe ich nichts zu tun.
Ob er der Richtige ist ? Ich bezweifle das.
Wer hat Erfahrung oder gedanken dazu ?
 
  • #2
Also mit so jemandem hätte ich nichst zu tun! Du solltest dich als Frau im fortgeschrittenen Alter nicht von so einem Typen fertigmachne lassen! Natürlich ist er nicht der Richtige!
 
  • #3
Du siehst ja selber, dass ihr grundsätzlich verschiedene Einstellungen zu dem Thema habt. Es passt einfach nicht!
ErwinM, 51
 
  • #4
Ob er der Richtige ist ? Ich bezweifle das.
Wer hat Erfahrung oder gedanken dazu ?
Mal ehrlich, dieses Konzept von „der Richtige“ ist doch wirklich romantisch verklärter Mist. Für was denn „der Richtige“? Es gibt nur passende und unpassende Menschen, manchmal passt es nur für eine Weile und manchmal passt es ein Leben lang. Menschen entwickeln sich im Laufe der Jahre mit ihren Erfahrungen, also verändern sie sich auch im Verlauf des Lebens. Eine Passung ist also nichts statisches, worauf man „für immer“ bauen kann. Eine lange andauernde Liebesbeziehung haben also nur die Paare, bei denen sich zwei Menschen mit hoher Anpassungsfähigkeit gefunden haben.
Insofern widerspricht das Konzept vom „Richtigen“ einfach logisch den Beziehungsrealitäten.

In einem Punkt hat er Recht, Ehe und monogame Beziehungen sind soziale Konstrukte.
Manche Menschen (ich weiß hier mind. einen im Forum zu nennen) behaupten plump wie dein Freund, dass Menschen nicht für die Monogamie gemacht sind. Diese eindeutig biologistische Argumentation ist völliger Quatsch, genau wie es Quatsch ist, das Gegenteil zu behaupten. Der Mensch ist erstmal nur der Mensch und zu gar nichts „gemacht“.
Wir leben aber nicht mehr im Urwald und sind schon vor langer Zeit von den Bäumen heruntergeklettert, und können uns, weil wir soziale und nicht rein biologische Wesen sind, selbst ENTSCHEIDEN, ob wir monogam oder nicht sein wollen.
Wer diese Entscheidungsfähigkeit nicht besitzt und behauptet, man könne die Biologie nicht unterdrücken, sollte dringend Versäumnisse in der sozial - emotionalen Entwicklung nachholen, sofern das überhaupt noch möglich ist.


Liebe FS, du hast den Mann im Januar 2019 kennengelernt, und bis April 2020 hat er es nicht hinbekommen, sich festzulegen. Außerdem ist er freiheitsliebend, und hat keine festeren Bindungen in seinem Leben, also weder Exfrau noch Kinder. Du glaubst doch jetzt nicht wirklich, dass er sich auf seine alten Tage noch in seiner Einstellung grundlegend ändert?
 
  • #5
Liebe FS,
nein, er ist nicht der Richtige. Ihr habt zu unterschiedliche Vorstellungen. Lass es sein, es macht Dich nur unglücklich.
Ginge es Dir gut mit der Sache, hättest Du hier keinen Thread eröffnet.
 
  • #6
Erfahrungen und Gedanken :)
Du hast Wünsche und Standards und die sind nicht überzogen. Der Mann teilt deine Vorstellungen nicht, eher im Gegenteil.
Du hast nun die Wahl, dich an ihm abzuarbeiten oder zu schauen, dass du jemand anders kennenlernst oder sonstwie glücklich wirst.
Alles Gute dafür!
w56
 
  • #7
Nahezu 16 Monate kennst Du ihn schon. Hast Du gedacht mit über 50 Jahren bekommst Du ihn geändert? Vor lauter Liebe revidiert er seine Ansichten und fügt sich deinen Vorstellungen von Monogamie und Beziehung?
Ihr beide hättet nur eure Ansichten in der Kennenlernphase abgleichen müssen, passt es hier nicht, dann fehlt die Basis und das Grundgerüst für eine tragfähige, dauerhafte Beziehung, wie beim Hausbau. Und wenn irgendwas am Fundament fehlt und wackelt, dann ist es nur eine ewige Baustelle, die sinnlos Nerven kostet, ein wackliges Provisorium, wo beide sich nicht 100 % wohlfühlen.
Und jemanden zu meinen Ansichten und Lebensvorstellungen bekehren und missionieren (in meinen Sinne ändern) zu wollen, habe ich schon vor zwanzig Jahren aufgegeben, weil ich aus einer strengen Familie kam und von dieser mein Lebensweg vorgezeichnet wurde, was ich nicht wollte und dagegen rebellierte. Auch wenn mich damals wenige verstanden, es ist mein Leben und ich suche mir dazu passende Begleiter und Freunde. Ich möchte mein Leben leben, glücklich und zufrieden sein und nicht ein Leben der anderen leben oder fremdbestimmt leben müssen.
Ihr passt schon in drei Basispunkten nicht, dein Wunsch nach Monogamie, Exklusivität und Nähe. Er lebt anders, kennt keine Treue und liebt seine Freiheit. Akzeptiere sein Verhalten oder gehe. Ihr seid hier zu verschieden und die Basis fehlt damit. Warum hältst Du schon solange ergebnislos für Dich daran fest, für was?
 
  • #8
Ich sehe keine gemeinsame Zukunft fuer Sie. Wenn Sie noch nicht allzusehr an ihm haengen, sollten Sie sich sofort von ihm trennen, bevor die Beziehung intensiver wird. Mit ihm werden Sie niemals Ihren berechtigten Traum von einer klassischen Beziehung verwirklichen koennen. Maennern, die sich nicht binden wollen, ist jede Ausrede und jedes Argument recht, nicht in eine ernste Beziehung einzusteigen. Er erwartet von Ihnen, dass Sie sich anpassen und seine Meinung uebernehmen. Das wuerde ich an Ihrer Stelle niemals tun, denn dann muessten Sie staendig Ihre Sehnsucht nach einer stabilen Beziehung unterdruecken. Er wird auch diebezueglich sein Verhalten nicht aendern. Das Zusammenleben mit ihm wuerde nur funktionieren, wenn Sie Ihre Wuensche unterdruecken und ihm seine Freiheit liessen, bis es dem gnaedigen Herrn einfaellt zu erklaeren, dass er eventuell in 20 Jahren anders darueber denkt, vorausgesetzt Sie sind bis dahin schoen brav und nerven ihn nicht mit solchen obsoleten Vorschlaegen wie Liebe und Treue bis in den Tod.

Verschwenden Sie nicht Ihre noch "brauchbaren" Jahre mit einem Mann, der ganz anders tickt als Sie. Draussen gibt es Maenner, die so denken wie Sie. Sie werden sehen, wenn Sie andeuten, dass Sie ihn verlassen wollen, wird er mit keiner Wimper zucken und Sie gehen lassen, denn seine Freiheit ist ihm wichtiger als Sie.
 
  • #9
Ob er der Richtige ist ? Ich bezweifle das.
Wer hat Erfahrung oder gedanken dazu ?
Für mich wäre so eine Beziehung nichts, es gibt unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, nur was bringt dir das? Es werden Leute schreiben die selber so sind und die mit solchen Gleichgesinnten gut klar kommen, weil sie eben selber so sind.
Du musst für dich herausfinden, ob das geht oder nicht geht, wenn du zweifelst, was ich verstehe, dann geht das nicht, es ist ein Ausdruck deiner Gefühle, die dir sagen und mitteilen das geht, oder das geht nicht! Ich empfehle jedem Menschen nicht in der Beziehung zu bleiben, keine Beziehung zu beginnen, wenn das Gefühl dabei nicht gut ist und man dabei ein komisches Gefühl hat, eine Beziehung sollte für misch ausschließlich in Leichtigkeit, in der Fülle, in der Liebe, in der emotionalen und sachlichen Ergänzung gelebt werden, ist dies nicht der Fall, wird jede Beziehung in die Brüche gehen, irgendwann! Der Kopf mag bei vielen am Anfang entscheiden, aber das Gefühl wird später entscheiden und alles sauber klären, meistens dann gegen den Kopf!
 
  • #10
Du beantwortest dir deine Frage ja schon selber. Eine Beziehung mit Liebe und Exklusivität wird es mit ihm nicht geben. Das kommuniziert er auch deutlich. Das solltest Du ernst nehmen...Und nein, Du wirst ihn nicht ändern können. Egal wieviel Energie Du da reinsteckst.
 
  • #11
Mein Freund ist sehr freiheitsliebend. Bis jetzt hat er sich nicht festgelegt.
Ich möchte eine Beziehung mit Liebe und Treue.
Über die klassische Beziehung äussert er sich negativ.
Die Menschen wären nicht zur Monogamie gemacht. Die Ehe wäre eine Erfindung der Kirche.
Er hat eine heftige Erfahrung machen müssen, ist betrogen worden. Deshalb traut er Niemandem mehr.
Finde ich insgesamt verwirrend. Hast Du Bedenken, dass seine "Freiheitsliebe" gleich Untreue ist? Möchtest Du unbedingt heiraten und er nicht? Was bedeutet "festgelegt" für Dich?
 
  • #12
Mit 50+ noch nach "dem Richtigen" zu suchen, zeugt doch von einer gewissen Resistenz gegenüber Lebenserfahrung.

Mein Freund ist sehr freiheitsliebend. Bis jetzt hat er sich nicht festgelegt.
...
Über die klassische Beziehung äussert er sich negativ.
Die Menschen wären nicht zur Monogamie gemacht.
Das sehe ich genauso. Er wird zumindest aus Erfahrung vorsichtig. Und das mit der Monogamie ist mein Mantra. Ich finde es höchst erstaunlich bei einer nicht-monogamen Spezies das Institut der Ehe als gesellschaftliche Norm etabliert zu sehen. Das ist ein Rätsel.

Nein, er ist nicht der Richtige für Dich; und Du nicht für ihn. Ihn wirst Du nicht einfangen können. Das wirst Du über kurz oder lang - nach einigen Kapriolen - zum Anlass nehmen, Dich zu trennen.

Er wird wahrscheinlich eher die Dinge auf sich zukommen lassen. Und es wird ihn nicht groß erschüttern, was Du unternimmst, um ihn umzustimmen, ebensowenig wie es die Trennung tun wird. Ich war einmal zwei Jahre in einer ähnlichen Situation. Ich habe ihre anfangs subtilen, im Zeitablauf immer massiver werdenden Heiratsabsichten einfach an mir abperlen lassen. Schließlich hat sie sich getrennt. So schlafe ich aber besser als mit einem Trauschein.

Wer zweimal geht zum Traualtar, ist dem Schicksal undankbar.
 
  • #13
Es ist offensichtlich, dass er nicht der Richtige ist, falls du so eine klassische Beziehung möchtest. Sagt er doch ganz klar.
Über die klassische Beziehung äussert er sich negativ.
Liebe und Treue sind zwar kein Widerspruch zu Freiheitsliebe, aber er klingt sehr unverbindlich und will es wohl auch bleiben.

Ich würde mir keine Hoffnungen machen, dass du von ihm jemals mehr Nähe kriegen wirst, Ehe sowieso nicht und Zusammenziehen auch nicht.

Wenn du damit leben kannst, lass es so weiterlaufen wie bisher. Wenn es dich unglücklich macht, solltest du dich lieber trennen.
 
  • #14
Das kenne ich sehr gut, selbe Altersklasse, nur dass ich die Kinderlose war und seine Kinder erwachsen. Dennoch war ich diejenige, die nach mehr als einem Jahr etwas verbindlicher werden wollte. Aber auch er liebt seine Freiheit über alles, es kamen ähnliche Standardsätze. Interessant fand ich auch, dass keiner seiner Geschwister je geheiratet hat. Ich nehme daher an, dass es bei ihm eher Kindheitserfahrungen waren und sind als die aktuelle Beziehungsvergangenheit. Er hat auch die Mutter seiner Kinder, mit der 20 Jahre zusammen war, nie geheiratet - trotz ihres jahrelangen Wunsches. Wir sind jetzt getrennt, nicht wegen der fehlenden Hochzeit, aber weil immer mehr Abwehr in Sachen Beziehung rüberkam als Zusammenwachsen. Ja, je enger es hätte werden können, desto destruktiver wurde er - merke ich gerade beim Schreiben. Tut eben gut, darüber zu reden...
 
  • #15
Deshalb traut er Niemandem mehr.
Damit habe ich nichts zu tun.
Ob er der Richtige ist ? Ich bezweifle das.
Dem brauch man eigentlich nichts hinzufügen.

Ok heiraten finde ich, ist eher etwas wenn man Familie gründen will. Dann bietet eine Heirat unter gewissen Umständen gewisse Vorteile. Bei Ü50 steht das aber nicht im Raum. Darauf könnte man nach meiner Meinung verzichten.

Wesentlicher ist seine Haltung zu Treue und Monogamie. Du willst sie, er nicht. Da sehe ich keinen Ansatz für einen beidseitig sinnvollen Kompromiss.

Er ist im Grunde schon monogam vergeben. In seine Verlustängste oder positiver ausgedrückt in seinen Freiheitsdrang.

Und solange du ihm die Stange hälst bist du auch vergeben. In einen unerreichbaren Mann. Befrei dich und ihn, dann bist du frei für den Richtigen.
 
  • #16
Der Mensch ist erstmal nur der Mensch und zu gar nichts „gemacht“.
Wir leben aber nicht mehr im Urwald und sind schon vor langer Zeit von den Bäumen heruntergeklettert, und können uns, weil wir soziale und nicht rein biologische Wesen sind, selbst ENTSCHEIDEN, ob wir monogam oder nicht sein wollen.
Das ist Unsinn. Zwar kann man sich für dieses oder jenes entscheiden. Die Entscheidung, so sie gegen die menschliche Natur fällt, wird aber zu Leiden führen. Man kann sich auch für irgendwelche Ernährungspraktiken entscheiden. Die Entscheidung wird aber sanktioniert werden.

Der radikale Konstruktivismus spricht dem Menschen die Essenz ab und ist deshalb unmenschlich und deshalb zum Scheitern verurteilt.
 
  • #17
Mein Freund ist sehr freiheitsliebend. Bis jetzt hat er sich nicht festgelegt.
Ich möchte eine Beziehung mit Liebe und Treue.
Über die klassische Beziehung äussert er sich negativ.
Die Menschen wären nicht zur Monogamie gemacht.
Da steht eigentlich schon alles drin. Du so, er kontra-so.

Vielleicht sitzt ihm die Betrugserfahrung im Nacken und er hat daraus eine allgemeine Abwehrhaltung gemacht. Dann versuche besser nicht, ihn "zu heilen".
 
  • #18
Ich sehe das ein wenig entspannter. Es gibt Männer, die tragen Treue als Postulat vor sich her und gehen trotzdem fremd. Ist mir im zarten Alter von 24 passiert. Seitdem habe ich jedesmal gedacht, wenn mir jemand sowas sagte " ja red Du nur".
Umgekehrt gibt es Männer, die sowas nie sagen würden, allgemein zumindest sprachlich diesbezüglich lockerer drauf sind, aber trotzdem nicht fremd gehen. Solange mir nicht gerade ein Mann wie @Andreas1965 begegnen würde, der ständig auf der Monogamie herumhackt ( allerdings selbst 22 Jahre verheiratet war, ob treu entzieht sich allerdings meiner Kenntnis), wäre ich da entspannter. Was heißt denn " er ist freiheitsliebend"? Fährt er alleine in den Urlaub, geht er intensiv seinen Hobbys nach, braucht er viel Zeit für sich oder vögelt er durch die Gegend? Letzteres wohl eher nicht. Heiraten wird er Dich nicht, falls dies Deine Intention mit ü50 sein sollte. Diesbezüglich wird die Auswahl in dem Alter auch nicht so groß sein. Die Geschiedenen brauchen das zumeist nicht nochmal und die Ledigen fangen in dem Alter nicht damit an. Ich bräuchte es auch nicht nochmal.
Er hat eine heftige Erfahrung machen müssen, ist betrogen worden. Deshalb traut er Niemandem mehr
Kann schon sein. Er ist ein gebranntes Kind. Also die Hand würde ich seit meiner oben gemachten Erfahrung auch für keinen Mann ins Feuer legen. Deshalb kann ich ihn da ein wenig verstehen.
Ich würde ihn eher nach seinen Taten beurteilen und nicht nach seinen Worten. Wenn Ihr Euch sonst gut versteht, Spaß zusammen habt und Du Dich damit abfinden kannst, nicht mehr zu heiraten - warum nicht? Sollte er sich irgendwann tatsächlich anders umsehen, kannst Du ja immer noch gehen. Aber wie geasagt, dass kann Dir immer passieren s.oben.
W,55
 
  • #19
Und solange du ihm die Stange hälst bist du auch vergeben
Was ein Satz;-))))

Dafür scheinen die Sätze des beschriebenen Herren, die FS weniger zum Lachen zu bringen und darauf kommt es an....mit dem richtigen lächelt man

Wenn er sich auch noch wirklich so ausdrückt wie hier zitiert....dann ist er völlig intolerant in seinem Anspruch toleriert zu werden.

Er liebt wohl nicht mal das freie Leben mit freier Liebe ohne die Werte der FS noch ne Spur lächerlich zu machen.

Nein ich glaube es ist nicht dein passender Wohlfühlmensch
 
  • #20
Was willst du mit so einem? Wäre ich eine Frau, ich hätte so einen Typen mit der Kneifzange vor die Türe gesetzt.
 
  • #21
Er hat ein gutes Recht auf seine Meinung, du auf deine.
Er findet das herkömmliche Konstrukt Quark und du willst halt was anderes.
Hier gibt es kein richtig oder falsch, es passt halt nicht
 
  • #23
Die Menschen wären nicht zur Monogamie gemacht
ER ist nicht für die Monogamie geschaffen.
Er hat eine heftige Erfahrung machen müssen, ist betrogen worden. Deshalb traut er Niemandem mehr.
Heftige Erfahrungen mussten wir fast alle mal machen, aber für den Rest bist Du gut genug für ihn? Und er traut niemanden mehr? Dir dann auch nicht. Also...passt es nicht zwischen Euch beiden. Du scheinst aber einen langen Atem zu haben. Mögt Ihr Euch den beide wenigstens etwas? Diesbezüglich kann ich aus Deinem Text nicht so viel herauslesen. Wenn ja, dann habt Ihr eine nette Freundschaft +. Du entscheidest.
 
  • #24
Ich würde schreiend davon rennen. Das ist doch nicht schön? Vielleicht hat er dich nur als zweite Wahl genommen, denn ich kenne wenige Männer, die sich nochmal eine 50-jährige für was Ernstes nehmen.
Er erklärt dir die Bedingungen seiner Beziehung durch die Blume mit perfiden Aussagen: "Monogamie ist scheiße, klassische Beziehungen sind für Idioten." Dolche Aussagen sollen Frauen mundtot machne und dominieren. Das alles sagen Menschen, die dich an ihrer Seite kontrollieren wollen. Er ist sich deiner Liebe längst sicher, sonst würde er so einen Blödsinn gar nicht behaupten.
Wer weiß, ob er nicht selbst der Betrüger ist und es auf die "andere" schiebt. Welcher Mensch, der heftig betrogen wurde, wechselt denn das Ufer und behauptet selber, dass der Mensch nicht zu Monogamie gemacht ist? Tut mir leid, aber das ist ziemlich verdreht und daran stimmt gar nichts! Außerdem hält man sich von Männern fern, die ständig von der Ex erzählen, insbesondere negativ. Wenn er betrogen wurde, was willst du dann mit einem schlechten Liebhaber, der es im Bett nicht bringt, so dass die Frau sich einen anderen Liebhaber suchen muss? Seine Art klingt nicht sexy, nicht romantisch, nicht erotisch. Was will man mit so einem unterkühlten Mann? Willst du neben diesem Mann leiden? Die andere Frau ist längst abgehauen und hat sich was besseres gesucht - zu Recht!
 
  • #25
Ich bin Single, 50 plus, Job gesichert. Er genau so. Meine Kinder sind erwachsen. Er hat keine Kinder.
Die Erklärung: Hinter "Meine Kinder sind erwachsen" hätte auch ein "Er genau so" stehen müssen!

Warum sollte ein kinderloser Mann dabei mitmachen, wie deine Kinder Partner vorstellen? Warum sollte er mit dir auf die Hochzeiten deiner Kinder gehen? Warum sollte er mit auf Taufen deiner Enkel gehen? Warum sollte er Weihnachten deine Enkel empfangen, oder mit dir zu den Enkeln fahren?

Für mich (leider!!! kinderlos) kommt eine Frau mit Kindern auch nur als Affaire oder F+ in Frage!

V.m50
 
  • #26
Wenn du bleibst, wirst du dir deine Nerven ruinieren.
Heiraten braucht kein Mensch, behaupte ich.
Aber wenn er eine Bessere findet ist er sowieso weg, ich würde ihm meinen Nerven zuliebe zuvorkommen.
Denn wenn schon die Grundeinstellung nicht passt, wozu das Ganze?
Mich wundert nur, dass du 18 Monate gebraucht hast um das festzustellen. Hast du gedacht, bei dir ändert er seine Meinung?
Tut er nicht, wie du siehst.
 
  • #27
Ich denke wenn man sich in Deinem Alter kennen lernt und damit keine Verpflichtungen aneinander hat, sollte man nicht darum ringen, dass einer von beiden sich ändert. Ich kann ihn verstehen. Und Dich.
Es ist legitim, dass er seine Sichtweise vom Leben behalten darf, für ihn ist es der richtige Weg, so zu leben und zu fühlen.
Und solange du ihm die Stange hälst bist du auch vergeben. In einen unerreichbaren Mann. Befrei dich und ihn, dann bist du frei für den Richtigen.
...kann ich nichts mehr hinzufügen. Alles gute Euch beiden auf Eurem Weg.
 
  • #28
Schaue Dir selbst Deinen Bindungsstil mal an... möglicherweise nicht der stabilste.

Eine Freundin hat mich mal in einer ähnlichen Situation um Rat gefragt. Ich habe ihr damals geraten, sie soll sich darauf einlassen, die schönen Wochenende als eine Art Wellness-Wochenende sehen. Es sei nicht verbindlich. Sie könne sich nach einem besser passenden Mann umsehen und soll bis dahin die Unverbindlichkeit locker genießen.

Heute bereue ich diesen Rat.

Die Freundin war nicht für die Unverbindlichkeit gemacht und verliebte sich selbstverständlich. Selbstverständlich schaute sie sich nicht nach passenderen Herren um, sondern richtete ihre ganze verliebte Aufmerksamkeit und Hoffnung auf den einen. Sie fühlte sich schlecht, wenn er keine Zeit für sie hatte. Sie fühlte sich schlecht, wenn er nicht mit ihr die Zukunft planen wollte. Sie fühlte sich schlecht, wenn er andere Frauen traf. Sie bekam Neurodermitis, als er eine andere Frau schwängerte. Sie war verzweifelt, als sie sich das Bein brach und keinen Partner hatte, der ihr hilft. Wenn man die gelegentlichen Treffen mit den schlimmen Zeiten abwägt, würde ich sagen, dass die schlimmen bei weiten in Quantität und Qualität überwiegen.

Sie hängt heute noch an ihm. Vielleicht ist es auch schwer, sich eingestehen zu müssen, dass man sich in den besten Jahren an einen Hallodrie gehängt hat und jetzt mit leeren Händen da steht.

Schau genau drauf, was Du willst. Lass Dir nicht einreden, dass Du in Deinem Alter mit allem zufrieden sein musst.

Welche Einstellung und Vorstellung von Beziehung hast Du? Warum willst Du eine Beziehung (z.B. Sex, gemeinsame Urlaube, gegenseitige Unterstützung)?
Wie geht es Dir damit, wenn er andere Frauen klar macht? In welchen Bereichen erwartest Du Verbindlichkeit?

Gleiche ab, ob Du mit ihm Deine Vorstellungen realisieren kannst. Teile ihm Deine Vorstellungen mit. Wenn er nicht will, richte Deine Energie, Zeit, Geld künftig nicht mehr auf ihn, sondern investiere es in Dich selbst.
 
  • #29
Moin moin !
Voriges Jahr im Januar 19 habe ich einen Mann kennengelernt. Über das gemeinsame Hobby sind wir uns nähergekommen.
Ich bin Single, 50 plus, Job gesichert. Er genau so. Meine Kinder sind erwachsen. Er hat keine Kinder.
Mein Freund ist sehr freiheitsliebend. Bis jetzt hat er sich nicht festgelegt.
Ich möchte eine Beziehung mit Liebe und Treue.
Über die klassische Beziehung äussert er sich negativ.
Die Menschen wären nicht zur Monogamie gemacht. Die Ehe wäre eine Erfindung der Kirche.
Er hat eine heftige Erfahrung machen müssen, ist betrogen worden. Deshalb traut er Niemandem mehr.
Damit habe ich nichts zu tun.
Ob er der Richtige ist ? Ich bezweifle das.
Wer hat Erfahrung oder gedanken dazu ?
Der Richtige wozu ... für die Ehe eindeutig nicht. Für eine lose Partnerschaft schon weit eher. Die Frage ist viel mehr was du möchtest und da habe ich das Gefühl, dass du das selbst nicht so ganz sagen kannst. Eventuell hast du auch etwas Angst vor einer offeneren Beziehung?
Er spielt mit offenen Karten und ändern wirst du ihn nicht mehr können.
 
  • #30
Mein Freund ist sehr freiheitsliebend. Bis jetzt hat er sich nicht festgelegt.
Der widerspricht sich selber. Er hat sich schon auf DICH festgelegt und zwar seit einem Jahr.
Er hat eine heftige Erfahrung machen müssen, ist betrogen worden. Deshalb traut er Niemandem mehr.
Hier sehe ich auch Widerspruch. Er traut SICH SELBER nicht. Er traut sich nicht zu, Lüge von der Wahrheit zu unterscheiden und adäquates Urteil zu fällen, deswegen schmeißt er alle Menschen in ein Haufen. Ausserdem er ist nicht betrogen worden, sondern hat sich betrogen lassen. Ich sage jetzt nicht, dass jeder, der reinfällt, selber schuld ist. Aber um richtige Entscheidungen zu treffen, brauchen wir Erfahrung. Und Erfahrung kommt mit den falschen Entscheidungen. Wenn man genau hinsieht, kann man schon die meisten Lügen und Unstimmigkeiten am Anfang erkennen. Nur wollen viele nicht fensu hinsehen weil sie sich damit auseinandersetzen müssen und dementsprechend handeln. Es ist immer einfacher, die andere machen lassen, um dann anschließend ihnen für das Scheitern die Verantwortung zu überlassen .