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  • #61
@Pfauenauge

Ich werde darüber nachdenken, denn ich erzähle generell sehr ungern von mir, vielleicht gelingt es mir einen anderen Blick auf meine Kommunikationsart zu entwickeln.
Dieses nichts von mir erzählen wollen ist vermutlich schon sehr stark ausgeprägt.
Kann aber auch sehr schwer mit der Betroffenheit anderer umgehen.
Mhm.
 
  • #62
Ich bin im Gespräch zugewandt, interessiere mich für mein Gegenüber und höre daher aufmerksam zu, bin relativ kultiviert und bin eigentlich sehr unkompliziert (betreffend der äußeren Umstände).
Und die Männer die ich Date sind häufig beruflich sehr erfolgreiche Männer (Hohes Management im Großkonzern, Chefärzte) aber auch Studenten. Al
Aber ich überlege mir vorher gerne was der Mann gerne Unternehmen mag und welche Kleidung ihm gefallen wird.
Was ich nun schreibe, ist nicht als persönlicher Angriff gedacht.- Das perfekte Date, ich muss da spontan an Escort- Service denken.
Eine gebildete, junge Frau, interessiert und eloquent, attraktiv und gut gekleidet die ganz auf den Mann eingeht, ihm zuhört, genau dass, was ein Chefarzt oder gestresster Manager braucht. Dann noch unverbindlichen Sex, mit einer Frau, die weiss was sie will - ein Traum.
Zumindest in diesem Szenario kannst du nicht völlig schüchtern und unsicher sein.

Wie dem auch sei, das sind Dates und keine Beziehungsanbahnungen oder?
Die von dir geschilderte Zielgruppe ist nicht unbedingt für übermäßige Empathie bekannt. Denen würde ich auch nicht viel Persönliches erzählen.
Aber wo bleibst du in diesem Szenario, in dem perfekten Schauspiel?
 
  • #63
@Pfauenauge

Ich werde darüber nachdenken, denn ich erzähle generell sehr ungern von mir, vielleicht gelingt es mir einen anderen Blick auf meine Kommunikationsart zu entwickeln.
Dieses nichts von mir erzählen wollen ist vermutlich schon sehr stark ausgeprägt.
Kann aber auch sehr schwer mit der Betroffenheit anderer umgehen.
Mhm.

Ich denke ich kann gut nachempfinden wie du das meinst. Sich zu öffnen bzw. Dinge zu erfahren fühlt sich bei jedem Dating Partner anders an.

Zum Beispiel hatte auch ich eine kurze Beziehung vor meinem Freund und der erzählte mir recht offen das er noch keine lange Beziehung hinter sich hatte mit 35. Insgesamt nur 4, und die längste anderthalb Jahre dauerte. Er wünschte sich gerne die klassische Zukunft mit langer Beziehung und war durchaus willig. Genauso wollte er aber zu 0 Prozent von seinem Single Programm abweichen das für eigentlich jeden Wochentag ein anderes Programm vorsah. Das wurde nix und er war ehrlich betrübt. Und vermutlich wird es auch der Dame 6 bis x so gehen mit ihm.

In dieser Beziehung hab ich nicht halbsoviel preisgegeben von mir wie meinem Freund jetzt gleich innerhalb der ersten Wochen. Und umgekehrt. Ich habe das damals so gefühlt als wäre es untragbar ihm das vorzuenthalten aus Angst es fällt uns später mal auf die Füße. Die kompromisslose Offenheit hat UNS gutgetan. Aber grundsätzlich würde ich es auch nicht (mehr) machen
 
  • #64
Hat was von verteufeln (bzw. Diskriminierung seelisch behinderter Menschen).
Der Begriff stammt von dir. Nun, bei einer körperlichen Behinderung ist es offensichtlich, und der potentielle Partner kann es sich überlegen, nicht wahr?
Möchtest du einen Mann weiterdaten, der sich als erfolgreicher Manager ausgibt, der aber verbirgt, wegen seiner Spielsucht hoch verschuldet zu sein beispielsweise?
Die seelische Beeinträchtigung zu verbergen, und ich rede hier nicht von ein paar Abendessen mit deinen Dates, sondern ernsthafter Beziehungsanbahnung, kommt für mich einer Täuschung gleich.
 
  • #65
@Pfauenauge
Eigentlich nur Dates, also von mir aus.
Es gibt aber immer nette Interessenten und ich habe am Dating und Sex viel Freude.
Ich sehe mich nicht bereit für eine Beziehung, irgendwann in 10 Jahren vielleicht.
Nur, rutsche ich ja öfter in Sachen rein bei denen die Männer am Schluss total gekränkt und sauer sind. Das vertrage ich schlecht, denn ich mag die Männer die ich länger treffe ja gerne.
Das jetzige Monogame ist ein Resultat meiner Hormone, aber ich sehe es auch als zeitlich begrenzt an.

Zu den erfolgreichen Männern, da habe ich wahrlich noch keinen empathischen kennengelernt. Zudem haben die meisten ihre eigenen Baustellen und fangen schnell an davon zu erzählen. Es sind einige doch unsicher und suchen Bestätigung.
Mit ihnen schlafe ich eher selten, da mich die selbstverständliche Erwartungshaltung stört.
In einer Beziehungsanbahnung sollte ich es wohl erzählen, aber ich sehe halt in meinem Mann einen potentiellen Oartner
die Diagnose hilft keinem, nur deinem Therapeuten, eine Privatperson kann damit wenig anfangen, weil es unterschiedliche Ausprägungen, Abstufungen, Toleranzen, Dynamiken
Das genau meine ich.
Mit dem Rüstzeug für den Mann hast du Recht. Da muss ich noch einen Weg der Kommunikation finden. Ich denke meist gar nicht so weit den anderen mit einzubeziehen.

@Lavieestbelle
Ursache ist schwer zu sagen. Doof ist nur das mir mein schlechtes Selbstbild total verinnerlicht ist und ich der destruktiven Auswirkungen gar nicht so gewahr werde.
Zudem zieht das auch eine perfides Vergnügen an Selbstschädigung mit sich. Von den ganz miesen Sachen, insbesondere Männern, bin ich weg aber die Verlockung bleibt.
Den Borderlineranteil hat mein Therapeut diagnostiziert. Er meine ich bin in Beziehungssachen eine totale Borderlinerin (aber keine BPS). Ich kann tatsächlich total durchdrehen, aber das mag ich nicht und vermeide daher Situationen in denen ich außer Kontrolle gerate. Ich denke immer das ist mein Grund warum ich Nähe meide.
 
  • #66
Du schreibst, es sind häufig Männer aus dem hohen Management, Chefärzte. Und Du bist eine Frau Mitte Zwanzig. Ich denke nicht, dass zumindest diese Sparte überhaupt eine Beziehung sucht, zumindest keine mit besonderer Nähe, die Du Dir wünschst.
Ich könnte mir auch vorstellen, die wollen eher schicke Dates, Sex, Unterhaltung. Ich will sagen, wenn wirklich eine Beziehung gesucht wird, würde ich nach was anderem schauen als den Karrierestatus und die eigentlich eher weniger häufig auswählen. Studenten finde ich jetzt auch nicht so geeignet, wenn man wirklich eine feste Beziehung sucht. Die haben doch noch was ganz anderes im Kopf und denken noch nicht so sehr in die Zukunft, weil sie ja nicht wissen, wo sie sein werden nach Ende des Studiums. Das wird vielleicht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nur ein Ding auf Zeit, das dem Fortstreben der Studenten untergeordnet ist.

Also was wird gesucht? Und wo ist die richtige Stelle dafür? Im letzten Post schreibst Du nun wieder, dass Du Nähe meidest. Aber vorher, dass Du sie suchst und darauf nicht verzichten willst zugunsten der Allgemeinheit.

Dieses nichts von mir erzählen wollen ist vermutlich schon sehr stark ausgeprägt.
Ich glaube nicht, dass das die Männer aus dem höheren Management oder Chefärzte stört. Du bist die viel jüngere Frau, die sie mit bewundernden Augen ansieht, denke ich. Die wissen ja, was sie darstellen und warum.
Und selbst wenn es nicht solche Karrieretypen sind - ich habe selten einen Mann getroffen, der sich nicht produzieren wollten, sondern was von mir wissen wollte. Es ging immer nur darum, mich zu beeindrucken.
Ich bin im Gespräch zugewandt, interessiere mich für mein Gegenüber und höre daher aufmerksam zu
Interessiert Dich das wirklich oder ist das Teil des Eroberungsprogramms, das Du fährst? Was erhoffst Du Dir davon? Ich meine das auch im Zusammenhang mit Kleidungwählen und Unternehmungen suchen, die der Mann gut finden könnte.

Welche Art Nähe suchst Du? Die eines anderen zu DIR oder die zu einem Abziehbild, das der Mann sich wünschen könnte? Ich meine, hier liegt schon das Anfangsproblem, weil Du ja nie das Gefühl haben kannst, er wolle DICH. Dann ist auch die Schilderung Deiner Probleme mit Männern und Nähe gar nicht mehr nötig, weil - wenn ich das richtig verstanden und gedeutet habe - schon im Ansatz alles drauf angelegt ist, dass es nicht funktionieren wird. Ein Abziehbild mit Diagnose/Emoproblemen ist ja nicht DU mit Diagnose/Emoproblemen.

Das ist nun auch eine Gratwanderung. Jeder zeigt sich ja normalerweise immer von seiner besten Seite, wenn man jemanden für sich gewinnen will. Aber das ist was anderes als eine perfekte Puppe für den anderen darstellen zu wollen. So kann keine Nähe entstehen, weil sie Dich nie meinen wird und Du das weißt.
 
  • #67
Ich nehme stark an, dass du durch dein Verhalten, Auftreten, interessiertes Fragen bei den Männern eine gewisse Erwartungshaltung auslöst. Sie wissen, ja nicht, dass sie das eines Spiels sind , dass sie im Grunde austauschbar sind. Selbst wenn du Ihnen sagst, dass du nichts festes willst, sie aber gleichzeitig perfekt spiegelst und auf sie eingehst, werden sie es nicht verstehen, weil deine Signale und dein Verhalten was anderes sagen. Das meint dein Therapeut vermutlich mit hochmanipulativ.Dann prallen sie an einer unsichtbaren Mauer ab, wenn sie dir näherkommen wollen, wie Fliegen,die ins Licht wolĺen. Nachdem dir deine Dates ja Spass machen, und der einzige Leidensdruck darin besteht, dass die Männer iwann die Schnauze voll haben, weiss ich nicht, was da noch zu raten wäre.
 
  • #68
@void
Die gut situierten Kerle sind auch für mich eher ein Freizeitvergnügen. Da passt es für mich auch nicht viel zu erzählen. Es geht um eine gute Zeit und sowas. Wenn ich "suche" dann sind das Männer die ich zu alt oder zu jung für mehr finde. Aber das geht leider nicht konsequent. Es schleichen sich dann welche dazwischen bei denen ich in Versuchung komme.
Mein Problem sind diejenigen Männer bei denen das Ganze in einen Graubereich verschwimmt. Die mir gefallen und mehr wollen und ich das nicht kann. In Selbstsabotage verfalle und den Kerl nur noch los werde mag, obwohl er mir doch eigentlich gefällt. Um dann zwischen Nähe suchen und Distanz erzwingen zu pendeln. Sowas ist schwer vermeidbar, weil sich ja zunächst der Kontakt gut anfühlt. Ich dann mehr davon möchte und eben auch zulasse, aber dann kommt die Blockade.
 
  • #69
Ich mache mir vor einem Date auch Gedanken, was ich anziehe und was uns gefallen könnte und gemeinsam unternommen wird, und klar will ich „erobern“ und erobert werden. Ich finde das normal. Und Menschen mit einer PS zu sagen, eine Beziehung ist für Euch ausgeschlossen, ihr seid beziehungsunfähig, nun ja, viele halten sich nicht dran. Ich finde es gut, dass die FSin in Therapie ist und begleitet wird in ihrer Entwicklung, sie will lernen, sich entwickeln, der Leidensdruck zur Veränderung ist da. Nur im Zwischenmenschlichen lernt sie auch nur am lebenden Objekt, da ist die Theorie, die Anwendung ist in der Praxis. Situationen müssen nicht in der Theorie erst erfunden und besprochen werden, sondern ergeben sich in der Realität, wo Probleme, Ängste auftauchen, sie es mit dem Therapeuten analysiert und eine Rückmeldung bekommt. Sie ist nicht beratungsresistent, sondern will den besseren Umgang mit Mitmenschen lernen. Die FSin ist jung und sie wünscht sich eine Beziehung, muss nicht gleich bis zum Lebensende sein, aber mal länger als 3 Monate. Einerseits kreidet man der FSin den seelenlosen Sex mit wechselnden Männern an, weil es abstumpft, nie Vertrauen und Commitment aufgebaut wird und auch gefährlich ist; andererseits soll sie nur ja keine Partnerschaft eingehen, der Mann könnte traumatisiert werden. Ich denke, jeder hat ein Recht auf Beziehung, ob nun Autist, Borderliner, ADHS, Bipolar, Narzisst, etc. SOFERN sie ernsthaft in Therapie sind und an sich arbeiten. Viele hatten eine schlechte Kindheit, schlechte Erlebnisse, wurden missbraucht, hatten/haben Süchte/Störungen, die sie ein Leben lang begleiten, oder der Stoffwechsel ist im Gehirn suboptimal oder auch eine PS, klar beeinflusst das eine Beziehung und ist nicht leicht für den Partner, aber wenn er es versteht und damit umzugehen versteht, ihn die Beziehung dennoch glücklich macht? Wenn hier Menschen schreiben von Partnerschaften, er ist Borderliner, sie hat eine Ess-Störung, usw., sagt das Forum, man soll die Person zu einer Therapie bewegen und man selbst als Partner sich nicht so stark involvieren lassen, schon gar nicht Ersatz-Therapeut werden. Und es gibt diese Beziehungen. Die FSin IST bereits in Therapie und bekommt ihre Skills /Methoden zum besseren Umgang beigebracht, da sehe ich weniger, dass der potentielle Partner traumatisiert werden wird. (Liebe @Pfauenauge, hatte dein Mann Krankheitseinsicht und war er denn freiwillig in Therapie?) Außerdem kann der Mann, auch die Reissleine ziehen, wie @Tom26 (glaube ich, mit seiner Ex-Borderlinerin). Auch wenn er dann zur einer Therapie geht, dann schaut er sich auch seine eigenen Anteile an, ggf. entwickelt auch er neue Kompetenzen. Eine Diagnose ist kein Freibrief für asoziales Verhalten, dass weiß die FSin und der Partner muss eben Grenzen setzen bzw. den Rahmen, wo sie dann die FSin sicher bewegt. Das geht nur mit Vertrauen und das hat man eben nur in einer Beziehung (ob diese +6 Mo dauert oder 4 J).
 
  • #70
Mein Problem sind diejenigen Männer bei denen das Ganze in einen Graubereich verschwimmt. Die mir gefallen und mehr wollen und ich das nicht kann.
Denen hast Du Dich dann aber genauso genähert, indem Du Dich als Persönlichkeit angepasst hast an ihre Bedürfnisse, wenn ich das richtig verstehe. Du weißt es ja vorher nicht, WER auf einmal doch in diesen Graubereich bei Dir gerät.
Wenn sie mehr wollen, dann von einer Person, die Du gar nicht bist. Das ist genau dieses Problem: Sie verlieben sich in eine Person, die gar nicht da ist.

Wir haben hier manchmal Threads von Leuten, die sich quasi verstellen, die perfekt sind, und die dann ihre Auszeit brauchen, weil sie zu sehr dem anderen die Bedürfnisse erfüllen wollten. Man ist der Traumpartner, aber braucht dann auch den Abstand, um sich davon zu erholen, sich so zurückzunehmen und für das Partnerglück anzupassen.

Sowas ist schwer vermeidbar, weil sich ja zunächst der Kontakt gut anfühlt. Ich dann mehr davon möchte und eben auch zulasse, aber dann kommt die Blockade.
Aber im letzten Fall ist der Mann ja auf Distanz gegangen und Du bist innerlich ins Rotieren geraten, weil Du es mit Ablehnung gleichgesetzt hast. Und anscheinend bist Du ihm wirklich nicht wichtig, wenn er schon wieder verschoben hat oder er hat gemerkt, wie kompliziert es mit Dir ist, hatte vielleicht schon so eine Freundin, die bei der kleinsten Absage anfing mit ihren negativen Gefühlen und dass er sich ihr erklären soll, dass alles gut ist.
Ich frage mich gerade, ob er nicht genau deswegen so interessant war von Anfang an, weil Du irgendwie gespürt hast, dass Du diesen Mann nicht kriegst.
Die anderen, die aufgeschlossen sind und mehr von Dir wollen, die lässt Du irgendwann stehen, weil sie mehr von Deiner verstellten Art, die genau auf sie zugeschnitten ist, wollen, denn es passt ja scheinbar perfekt und löst einen Sog aus, weil sie denken, dass sie alles andere, was sie sich von einer Frau wünschen, auch noch bekommen von Dir (und es ist für Dich total anstrengend. Du musst auch Angst haben, dass sie sehen, wie Du wirklich bist, wenn sie näher kommen - eben nicht perfekt auf sie zugeschnitten, aber damit vielleicht nicht mehr liebenswert für diese Männer. Das ist ein Dilemma, weil Du sie ja dann auch verlieren würdest, weil sie Schluss machen werden. Du KANNST in dem Fall ja nur gehen.). Aber die, die Dich nicht wollen, bei denen kommst Du drauf, mehr zu wollen. Die bringen Dich ja nicht in Gefahr, Dich dauerhaft verstellen zu müssen. Außerdem kratzt es vielleicht am Sportsgeist? Und sie beweisen ja auch in gewisser Weise "Klugheit", weil Du sie nicht kriegst mit Deinem Anpassungsbezirzungsprogramm?
 
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  • #71
Mal "klassisch" gedacht - Beziehungsvermeidungsverhalten: Frau geht davon aus, dass sie sich auflöst in der Beziehung, weil sie dem Mann alles recht machen will (kommt aus der Kindheit, die Frau konnte nicht Kind sein, kümmerte sich um die emotionale Welt der Eltern statt umgekehrt, wurde benutzt zur Befriedigung emotionaler Bedürfnisse der Eltern).
Lernt sie einen Mann kennen, den sie nicht haben kann, stellt sie sich vor, wie eine Beziehung mit ihm wäre, verliebt sich.
Zeigt ein Mann, dass er sie als Partnerin will, kriegt sie Beklemmungen und will weg.
Männer, die bei denen klar wird, dass sie die Frau wollen, sind nicht mehr zu erobern, daher uninteressant. Männer, die sie VIELLEICHT wollen, sind solange interessant, bis sie zeigen, OB oder OB SIE NICHT die Frau als Partnerin wollen. Falls ja, hängen die Männer am Haken und drehen am Rad, wenn sich die Frau, die sich zuerst so viel Mühe gegeben hat, den Zögerer an den Haken zu bekommen, auf einmal lossagt. Falls nein, bleibt die Frau verlassen zurück. Dem vorzubeugen geht, indem sie vorher Schluss macht oder sich so schlecht verhält, dass sie damit Schlussmachen provoziert. Auf jeden Fall aber null Risiko, plötzlich verlassen zu werden.
Das Verführungsprogramm ist dazu da, sich zu beweisen, dass sie liebenswert ist. Ein Kind will auch verführen dazu, geliebt zu werden. Deswegen lernt es genau die Verhaltensweisen, die die Eltern mögen. Ich denke, wenn die Eltern nicht vermitteln können, dass sie das Kind lieben, ist dieses Vertrauen, liebenswert zu sein, SO urvertrauensmäßig und selbstverständlich nicht mehr herstellbar. Die Unsicherheit wird bleiben und vielleicht erzeugt das ganze viel Anstrengung, von anderen toll gefunden und geliebt und gemocht zu werden. Das ist aber ein Fass ohne Boden, und es wird nie EINE Person ausreichen, weil sobald die erobert ist, gemerkt wird, dass das Loch noch da ist. Der Mangel kann erst behoben werden, wenn der Mensch lernt, sich selbst zu lieben.

Das ist ein doch häufiger auftretendes Verhalten, auch bei Männern, die sich von der Mutter emotional noch nicht lossagen konnten in dem Sinne, dass sie in jeder Frau die Mutter sehen, die sie glücklich machen wollen. Dafür bekommen sie Nähe, wenn sie wollen, und Freiraum, wenn sie wollen. Diese Wahl hat eine Frau aber nicht, sie ist die, die sich um die Nähe in der Beziehung kümmern muss und immer gerade dann für Nähe bereitsteht, wenn der Mann es will. So war das jedenfalls in einer "traditionellen" Beziehung mit entsprechendem Rollenverhalten.

Du siehst emotional vermutlich in jedem Mann Deine Eltern, weil diese emotionale Bindungssituation wiederholt wird. Und dann läuft Dein Programm ab. Vielleicht würde es helfen, sich bewusst zu sagen, dass ein Mann weder so tickt wie die Eltern noch das beabsichtigt, was sie beabsichtigten, und Du auch nicht abhängig bist von ihm. Einfach mal als versuchbarer Leitspruch, wenn das Gefühlschaos losgeht bei einer Männerbekanntschaft?
 
  • #72
Liebe @void, das mit dem Verführungsprogr. verstehe ich nicht ganz, dass sich Kinder liebenswert ggü. ihren anlehnenden Eltern zeigen, um geliebt zu werden, ist mir verständlich und man dann zur Überanpassung neigt, es allen recht machen zu wollen auch. Das sehe ich aber bei Dianthus nicht, sie hat eine Sozialphobie, die es schon verhindert und sie macht es den anderen eben nicht Recht, wenn sie sich nicht auf sie einlässt und deren Wünsche an sich abprallen lässt. Von Anpassung lese ich bei Dianthus nichts, eher friss oder geh‘. Und zum Date etwas aufgebrezelt sein & sich Gedanken machen, nun ich würde es respektlos finden, wenn es nicht so wäre, wie in kürzl. Threads, wo Männer Frauen in Jogginghose begrüßten und außer abhängen auf der Couch/gem. kochen, Uninspiriert & unengagiert nichts vorschlugen. Ich bekomme keinen Bezug dazu, ich zeige mich so, wie ich bin, weil ich es nicht nötig hatte meine Eltern zu beeindrucken und deshalb pfeife ich jetzt auf gesellschaftl. Normen, sich fürs 1. Treffen etwas in Schale zu werfen, für einen guten 1. Eindruck oder auch bei Folgedates?
Und auch bin ich bei der BA wie Du es liebe @void schilderst, irritiert. Die FSin ist auf Tinder & Co, da matched man, (also beide haben Interesse). Derzeit waren es Ärzte, Studenten, GF. Kann passieren. Ich kann da noch kein Muster erkennen, da es um ca. 18 Männer geht. Ich sehe da nicht Wirtschaftsbosse. Ich sehe keine BA bei Dianthus in der Form, dass sie unerreichbaren Männern hinterherschmachtet, diese bedrängt, hinterherläuft und in Theorie von Bez. träumt. Die Männer, die Dianthus trifft sind am Wohnort, verfügbar, sie baut sich keine Wunschvorstellung des Mannes und der Wunschbeziehung auf, auch ist da kein hinterherlaufen seitens Dianthus und bedrängen, sondern eher das Gegenteil sie kommt abgeklärt, nicht verliebt rüber und verhält sich distanziert. Der Mann wird für Dianthus nicht interessant und gewollter, wenn er ihr absagt. Zeigt er erst Interesse, verbringt sie Zeit mit ihm, aber nach ihren Bedingungen. Bei diesem Mann haben Umgekehrt ihr Therapeut und die Foristen geschrieben, sie solle ihre Fluchtreflexe & Ängste aushalten und dem Mann Zeit geben, sonst wäre sie ihrem ersten Impuls gefolgt, den Kontakt abzubrechen und sich Ersatz zu suchen. Das Dianthus eine Bindungsstörung hat, sicher, aber nicht von unerreichbaren Männern, sondern sie lässt bei ersten Unstimmigkeiten los. Die Männer handeln nicht in ihrem Sinne und weil dies ihr ungute Gefühle bereitet, erfolgt Kontaktabbruch. Ich finde das auch gesund egoistisch und überhaupt nicht, dass Dianthus versucht den Männern in der Form zu gefallen versucht, dass sie sich wohlgefällig verhielte; da ist eher das Gegenteil, sie wartet nicht auf den Mann & seine Entscheidung, im Sinne es muss dieser Mann sein und kein anderer, dem man gefallen unbedingt Gefallen versucht, sondern agiert komplett im Gegensatz dazu, ist es nicht der, dann halt der Nächste.
 
  • #73
In Selbstsabotage verfalle und den Kerl nur noch los werde mag, obwohl er mir doch eigentlich gefällt. Um dann zwischen Nähe suchen und Distanz erzwingen zu pendeln. Sowas ist schwer vermeidbar, weil sich ja zunächst der Kontakt gut anfühlt. Ich dann mehr davon möchte und eben auch zulasse, aber dann kommt die Blockade.
Es ist m.E. auch egal da alle Gefühle und Motivationen aufzudröseln

Ich sehe es so:

Eigentlich sollte sie FS Single bleiben und sich selbst ohne Männer lieben lernen. Aber effaktiv wird sie auf ihren Kurs genau solange weitermachen, wie ihre Attraktivität diesen Umgang auch erlaubt.
Also nicht ewig.

Danach wird sie von selbst (auch ihr Unterbewusstesien) merken, dass sie sich wohl umstellen muss, und ruhiger werden.
 
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  • #74
Außerdem kann der Mann, auch die Reissleine ziehen, wie @Tom26 (glaube ich, mit seiner Ex-Borderlinerin).
Ja, Mann kann ... da hast du recht. Allerdings kenne ich die genaue Diagnose meiner "ersten Liebe" gar nicht. Für mich war es ein Schock über den Tod des Bruders, der sehr tief sitzt. Man merkt doch, wenn einem auf Dauer etwas nicht gut tut und korrigiert.
Ich freue mich, dass ausser mir noch jemand sieht, dass @Dianthus korrigieren will und auch erste Schritte mit Erfolg hinter sich gebracht hat. Kein Mensch kann erwarten, dass dies mit einem Fingerschnippen geht. Bevor ich es vergesse - auch Lionne sieht das und versucht, mit ihrem Rat Unterstützung zu geben.
Andere Ansichten - ok, damit kann man leben. Ein anderer Weg, um sich zu finden, um sein Leben in den Griff zu bekommen ..... ok, sicher gibt es nicht nur einen Weg nach Rom.
Was mich allerdings wieder erschreckt - die ewige Litanei, die Jammerarien und das Winseln der Opfer. Dabei erkennen diese nicht, dass sie so lange Opfer sind, bis sie das selbst verändern. Diese Einsicht zeigt die junge FS hier - und wird genau deshalb angegriffen. Oder, um ein Modeunwort zu verwenden , gemobbt.
 
  • #75
Meine Sachen sind nicht heilbar, das ist dir bewusst oder?
Ebenso wie das ich bald meine 9 Jahre Therapie voll habe?
Meine PS kann ebenso wenig wie meine Sozialphobie ohne den Kontakt zu anderen Menschen nicht gemildert werden.
Ich gebe mir Mühe meine sozialen Fähigkeiten zu evolvieren. Mir fehlen bestimmte Kompetenzen aber ich suche diese zu erlenen.
Ich bin offen für Rückmeldungen und versuche daraus zu lernen.
Dennoch habe ich schon sehr viel gelernt.

Natürlich passt es mir nicht, wenn du meine persönliche Entfaltung unter das Kollektivwohl einordnen willst. Zu Gunsten etwaiger Partner und deren nachfolgenden Freundinnen soll ich niemanden mehr treffen.
Hat was von verteufeln (bzw. Diskriminierung seelisch behinderter Menschen). Ich opfere mein Bedürfnis nach Nähe zu Gunsten der Allgemeinheit?
Letztlich sind es ja sie Männer die den Kontakt suchen. Ich unterbinden diesen nur nicht.
Zudem finde ich es bei deiner Sicht schade, das jedweder guter Anteil den ich habe negiert wird.
Ich bin im Gespräch zugewandt, interessiere mich für mein Gegenüber und höre daher aufmerksam zu, bin relativ kultiviert und bin eigentlich sehr unkompliziert (betreffend der äußeren Umstände).

Naja, da ich Fremdwahrnehmungen geschildert habe, kann es ja keine gestörte Selbstwahrnehmung sein.
Und die Männer die ich Date sind häufig beruflich sehr erfolgreiche Männer (Hohes Management im Großkonzern, Chefärzte) aber auch Studenten. Also keine totale Idioten.
Aber ich überlege mir vorher gerne was der Mann gerne Unternehmen mag und welche Kleidung ihm gefallen wird.
Eine wichtige Selbsterkenntnis.

In der Therapie geht es also um ein Training für dich um einerseits mit diesen Beschränkungen innerlich klar zu kommen und andererseits sich einigermaßen sozial verträglich zu verhalten.

Wie ist deine Idee von Partnerschaft und Familie? Ein Ziel oder eher Albtraum für dich?

Deine Männerauswahl sind das tatsächlich erreichbare Männer oder unerreichbare Männer die dir ernsthaft keine Partnerschaft bieten könnten, wollten o.ä.?

Nicht erreichbare Männer zu wählen bietet Schutz vor zu naher Beziehung. Bestimmt dies deine Auswahl?

Kompensiert Sex bei dir auch eher sexuell neutrale Nähe wie kuscheln, umarmen, schmusen, in den Arm nehmen, trösten? Wie stehst du zu nichtsexueller körperlicher bzw. emotionaler Nähe? Kannst du diese ertragen? Magst du sie? Hast du sie schon durch Männer geboten bekommen?

Die Hassorgie die der Stipendiat dich hat fühlen lassen diente wahrscheinlich seinem Selbstschutz. So konnte er sich aus seinem Suchtverhalten bezüglich seiner Beziehung zu dir lösen. In dem er dich zum absolut Bösen erklärt hat. Vorher warst du das absolut gute für ihn. Hat auch etwas von Borderline. Ich kenne das.
 
  • #76
Die seelische Beeinträchtigung zu verbergen, und ich rede hier nicht von ein paar Abendessen mit deinen Dates, sondern ernsthafter Beziehungsanbahnung, kommt für mich einer Täuschung gleich.
Die Debatte führen wir hier regelmäßig.

Und ich wiederhole mich hier auch gern - es gilt aber für mich und meine Erfahrung.

Ich habe gebraucht, um zu lernen mich zu akzeptieren, wie ich bin. Eigentlich musste ich mich überhaupt erst mal kennen lernen.
Dass ich Angst haben kann, so richtig existenzielle, dass ich nicht alles weglächle.
Weg von der Fassade, die auch gut nach innen funktioniert, von der immer gut gelaunten, toughen Frau, die alles irgendwie meistert.
Ich habe, nachdem die Fassade ziemlich krachend zusammen gefallen ist, mich erst mal kennen gelernt. Mit allen Facetten, Wünschen, Träumen... Die ganz kleine Lionne, die soviel sch***Angst hat (mochte ich überhaupt nicht).
Irgendwann konnte ich sagen, ich bin gut so, wie ich bin, ich mag mich, toll. Das brauche ich, das will ich und vor allem STOPP - das nicht.
Deswegen bin ich auch für Offenheit, das bin ich mir schuldig.
Natürlich erzähle ich nicht bei einem ersten Date, da braucht es Vertrauen.
Aber es muss für mich rechtzeitig sein, bevor es für den anderen zu verbindlich wird. Der für mich passende kann damit umgehen.

Es ist mein Gradmesser, ob ich demjenigen überhaupt vertraue - wenn nicht, stellt sich für mich die Frage nach der Partnerschaft nicht.
Aber für mich ist es wichtig, dass ich erzähle, auch wenn das Meiste abgeschlossen ist. Es ist das Zu-mir-selbst-stehen. Und ich fände es unfair.

Verblüffend finde ich die Erfahrung, dass obwohl da so einiges ist, die Menschen, denen ich erzähle zwar schlucken, aber im Großen und ganzen zur Kenntnis nehmen, und akzeptieren.
Und dann geht man wieder ins Jetzt.

Ich achte aber schon sehr darauf, wem ich vertraue, und wem ich was erzähle.
Manches kann man leichter mitteilen, Anderes ist sehr privat, das weiß dann wirklich nur ein sehr, sehr enger Kreis.

Dianthus, Du musst für Dich Deinen Weg gehen. Und manchmal begleiten Dich Menschen ein Stück weit - so wie auch dieser Mann.
Ich glaube daran, dass einem immer wieder zu einem. Bestimmten Zeitpunkt bestimmte Menschen begegnen (sollen), die einem etwas mitgeben.
Dir begegnen Menschen, Du begegnest Menschen.

Trotzdem, versuche mal zu spüren, wie möchtest Du, dass man mit DIR umgeht?
Das kann ein Gradmesser sein, wie Du wiederum mit anderen umgehst.

Du wirst Dich auch noch finden müssen - und am Rand, es gibt in Fachabhandlungen große Zweifel, ob Analytische Therapie bei Traumata geeignet sind.
9 Jahre ist immens lang.

W, 51
 
  • #77
Liebe @Andere Frau
erstmal ist das für mich immer noch Stochern im Nebel, weil ich wesentliche Aussagen von @Dianthus erst so und dann im Gegenteil hier lesen kann und insgesamt nicht ganz dahinter steige, wie das Bild nun wirklich aussieht. Wie ist die Diagnose, wie verhält sich so jemand - keine Ahnung.

Ich weiß, dass sie keine Liebe von den Eltern bekommen hat, aber Nähe sucht und nicht auf Beziehung verzichten will. Wer nicht um seiner selbst wegen als Kind geliebt wurde und damit bestätigt bekommen hat, allein weil er existiert, liebenswert zu sein, kann eigentlich nur ein Muster entwickeln, anderen gefallen zu wollen, wenn er nicht auf Beziehungen verzichten will. Bis er gelernt hat, dass er liebenswert ist, wie er ist mit allen Macken und sich selbst anbietet statt das, von dem er denkt, dass der andere es haben will.

Die FS hat mehrfach geschrieben, wie schlecht sie sich selbst sieht. Das macht kein Mensch, der sich selbst liebt. Sie will auch nicht viel von sich zeigen aus Angst vor Ablehnung oder Betroffenheitsreaktion. Daraufhin habe ich die Vermutung geäußert, dass ihre Überlegungen, was dem Mann gefallen könnte an Kleidung und Unternehmung darauf beruht.
Natürlich denkt man drüber nach, was man anzieht zu einem Date. Aber ich überlege, worin ich mir gefalle und was dem Anlass angemessen ist. Ich denke nicht drüber nach, welche Kleidung der Mann toll finden könnte und steck mich dann da hinein (so habe ich sie verstanden). Das ist ein Unterschied. Daher kam mir der Verdacht, dass sie sich als Person zurücknimmt, den anderen spiegeln will, seine Traumfrau darstellen will, damit sie gewollt wird. Das war die Parallele, dass ein Kind gelernt hat, den Eltern gefallen zu müssen, damit es geliebt wird und damit überleben kann. Eine erwachsene Person muss das nicht und sollte das auch nicht (ich rede hier nicht von normalen Umgangsformen und angemessener Kleidung, sondern dem Wunsch, sich in die Traumfrau des jeweiligen Mannes zu verwandeln).

Was die Wahl der Männer angeht - die Frage ist doch, was sie sucht in einem Mann, in einer Beziehung. Ich hatte es so verstanden, dass sie Nähe und Beziehung will. Als Kriterium für die ausgesuchten Männer schrieb sie "häufig aus dem höheren Management, Chefärzte". Ja, auch Studenten. Das sind ja keine Charaktereigenschaften, das ist Berufsstatus. So weit ich weiß, geht es auf Tinder sowieso nur um Sexkontakte. Das ist ja dann schon im Ansatz falsch, dort Nähe und Beziehung zu suchen?
 
  • #78
Es ging mir bei dem Thema auch darum, was passiert, wenn jemand doch Angst vor Nähe hat, obwohl er sich danach sehnt und sich gut darstellen will, dass er auch gewollt wird. Das ist ein Muster: Weglaufen, sobald zu viel Interesse vom anderen da ist, da Nähegefahr droht. Sobald kaum Interesse da ist, wie oben geschrieben, versuchen, die Traumfrau darzustellen, um den anderen zu gewinnen in der Hoffnung auf Nähe. Dann aber im Erfolgsfall Angst vor Nähe wieder spüren und Angst davor haben, sich zu zeigen, wie man wirklich ist nach eigener Meinung. Weil der andere dann abhauen würde. Die Flucht nach vorn ist, sich das Heft des Handelns wieder zu holen und aktiv zu werden, die Beziehungsanbahnung zu zerstören, bevor der andere gehen kann und man dadurch verletzt und enttäuscht ist. Selbst als erster ablehnen.

Wenn der Mann selbst auf Abstand geht, wird der Mann interessant, weil er zum einen nicht "mit Nähewollen droht" und zum anderen auf die Anfangsverführung nicht so einfach reingefallen ist und so aussieht, als könnte er "hinter den Spiegel" gucken, aber es geht auch das Gedankenkarrussell los mit "ich bin nicht liebenswert" und ihrem schlechten Selbstbild, also Angst davor, dass er wirklich hinter den Spiegel gucken kann.

Mein Rat wäre eigentlich auch gewesen, erstmal Single zu bleiben, um in sich selbst zu schauen, statt eine funktionierende Beziehung zu wollen. Wenn die Beziehungsversuche nichts bringen und immer wieder dasselbe passiert oder wenn es sogar noch schlimmer wird, weil man anfängt verkrampft zu werden (könnte sein, weil sie Angst hat davor, dass die Männer austicken, wenn sie sie nicht mehr will), dann ist es vielleicht noch nicht so weit mit einem selbst, rauszugehen und einen Mann zu suchen.
Aber nun schreibt sie, dass ihre Störung unheilbar ist. Also muss ein potenzieller Partner damit umgehen können, aber was leitet sich draus ab? Diagnosen nennen? Vorab was sagen zu erwartbaren "seltsamen" Verhaltensweisen? Sich dem anderen erklären, dass man durch eine normale Sache wie "Verschieben eines Dates" emotional verunsichert ist?
Das bloße Verschweigen, dass man durch das Verschieben eines Dates verunsichert ist, reicht mE nicht, wenn nicht das Verunsichertsein bearbeitet wird, weil das dann doch alles beeinflussen wird.
Da hilft nur viel Arbeit an sich, seinem Umgang mit den Emotionen. Klar, kann man erstmal diese sozialverträglichen Reaktionen antrainieren, wie sie es ja auch will. Aber dabei kann es nicht bleiben, wenn in ihr trotzdem die Hölle losgeht mit ihrem seelischen Programm.

Das sind auch alles nur Gedanken meinerseits. Ich kriege kein Bild zusammen. Vieles ist zu widersprüchlich. Die Außenwirkung, die Selbstdarstellung, dazu aber das Selbstbild ... Ich hoffe immer nur, es findet sich für sie ein brauchbarer Gedanke.
 
  • #79
Meine Sachen sind nicht heilbar, das ist dir bewusst oder?
Ebenso wie das ich bald meine 9 Jahre Therapie voll habe?
Meine PS kann ebenso wenig wie meine Sozialphobie ohne den Kontakt zu anderen Menschen nicht gemildert werden.
Ich gebe mir Mühe meine sozialen Fähigkeiten zu evolvieren. Mir fehlen bestimmte Kompetenzen aber ich suche diese zu erlenen.
Ich bin offen für Rückmeldungen und versuche daraus zu lernen.
Dennoch habe ich schon sehr viel gelernt.
Da widerspreche ich Dir.
Du kannst alte Erfahrungen korrigieren, es gibt da verschiedene Therapieansätze.
Von Imaginationen, Arbeit mit Anteilen, innerem Kind (Kindern) - die Traumatherapie hat ein großes Instrumentarium.
Du kannst lernen, Dich mit Deiner Geschichte auszusöhnen.
Du kannst lernen, Sich selbst zu verstehen, Dir zu verzeihen und letztendlich Die bewusst zu werden und Dich gut zu finden.

Es wird aber, denke ich, weitere 9 Jahre Psychoanalyse nicht die Veränderung bringen.
Du solltest gezielt Traumatherapie machen, das Problem ist aber dann tatsächlich das Stundenkontingent - bei Verhaltenstherapeut*innen, die meistens diese Zusatzausbildung machen, ist mit Aussschöpfen aller Möglichkeiten bei 120h Schluss und dann 2 Jahre Pause oder Wechsel zu einer anderen Richtung.
Ich habe ca. 150h selbst bezahlt... War ich mir wert.

Die Diagnose bleibt Dir aber für immer, und Du wirst Empfindlichkeiten behalten. Man kann nicht alles wieder heilen, da hast Du irgendwie recht, aber eben auch nicht.

Zwischen einem Zustand mit ein paar Empfindlichkeiten und ein paar Narben, die mal ziepen und Deinem Jetzt Zustand liegen Welten.

Die Chance solltest Du Dir geben.
Lass Deinen Vater nicht gewinnen.

W, 51
 
  • #80
Ich denke, jeder hat ein Recht auf Beziehung, ob nun Autist, Borderliner, ADHS, Bipolar, Narzisst, etc. SOFERN sie ernsthaft in Therapie sind und an sich arbeiten. V
Hat nicht auch der potentielle Partner ein Recht darauf, zu erfahren, auf wenn er sich einlässt? Und auch nein zu sagen, wie auch Dianthus nein sagt zu verschiedenen Männern.

traumatisiert werden wird. (Liebe @Pfauenauge, hatte dein Mann Krankheitseinsicht und war er denn freiwillig in Therapie?) Außerdem
Du scheinst was zu verwechseln.

Das sind auch alles nur Gedanken meinerseits. Ich kriege kein Bild zusammen. Vieles ist zu widersprüchlich. Die Außenwirkung, die Selbstdarstellung, dazu aber das Selbstbild ..
Das geht mir ähnlich. Einerseits schüchtern, andererseits offensiv. Einerseits extrem verletzlich, andereits wird das jetztige Monogame den Hormonen zugeschrieben und damit schon wieder abgewertet, als etwas dass sie nicht will, sondern hormongesteuert ist. Wie verschiedene Persönlichkeitsanteile in einer Person. Das ist jetzt meine Deutung für diese vielen Widersprüche.
 
  • #81
void

Dein Grundgedanke des Nicht-gesehen werden Wollens ist wohl richtig. Ich will mich nicht zeigen. Ich habe die tiefe Überzeugung das mich Männer zunächst gut finden, aber wenn sie mich dann kennenlernen nicht mehr. Aber das Resultat ist nicht das ich mich überanpasse, es ist eher die von @Andere Frau geäußerte „Friss-oder-Stirb-Mentalität“, mein bester Freund nennt mich immer Eisprinzessin. Verführen kann ich überhaupt nicht, dafür bin ich viel zu unsicher. Für mich sind nicht-verfügbare- Männer nicht attraktiv. Da habe ich sofort kein Interesse mehr. Ich gerate auch manchmal distanzgenerierende Kerle und daran zieht mich nichts an. Ich denke dann immer nur „meine Güte ist so ein ambivalentes Verhalten anstrengend.“ Auf sowas habe ich keine Lust. Und vermutlich spielt da auch die große Verfügbarkeit an anderen Kandidaten mit rein, wie @Kirovets schreibt. Mein Therapeut sagt immer die Männer umschwirren mich, ich sehe das zwar etwas anders, aber letztlich ist es wohl so. @Ejscheff Ich will ja eigentlich noch keine Partnerschaft, aber wie es gerade läuft fühlt sich auch nicht rund an. Ich rutsche immer wieder in diese Graubereiche und hinterlasse verbrannte Erde. Was ich gerne habe sind ONS mit schönen Männern, sowas macht mir Freude. Ist auch ein bisschen Adrenalin mit dabei. Nur hatte ich dieses Jahr diese mit meinem Freund von früher und dem Stipendiaten und das hat mich doch mitgenommen. Ich kann mich von der Wut der Männer schlecht abgrenzen und sehe mich dann als Schuldige. Wobei ich dir bei dem Stipendiaten recht geben muss, Borderliner klingt sehr passend. War für mich ein sehr anziehender Mann und eigentlich muss ich froh sein, dass ich stark genug war von ihm die Finger zu lassen. Mein Therapeut war bei ihm hochalarmiert. Er war, sage ich mal, sehr allumfassend. War nonstop mit meinen Belangen und mir beschäftigt. Aber trotzdem sehe ich mich als die Böse und ist es einfach so unangenehm, weil wir in derselben Stiftung sind.

@Lionne69

Ja, das ist lang. Aber ich war ja in meiner Jugend schon 3 ½ Jahre. Ich sehe tatsächlich sehr große Fortschritte. Aber ich habe eure Vorschläge aus dem ersten Beitrag von mir mitgenommen.

@void Auf Tinder suchen weniger Männer reinen Sex als man meinen mag. Aber viele meiner Kontakte kommen aus dem Alltag zustande. Das verworrene kommt sicher daher das auch ich nicht so ganz weiß was ich such. Für mich wären ONS vollkommen in Ordnung, aber es entwickeln sich nebenher immer wieder irgendwelche Dinge. Und dann wäre es schon schön nicht panisch und kopflos zu werden.
 
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  • #82
Verführen kann ich überhaupt nicht, dafür bin ich viel zu unsicher.
Glaub ich nicht. Manche Männer stehen drauf, die Eisprinzessin zu erobern, bzw. daran zu zerschellen. Ich denke, die Verführung läuft unterschwellig. Du weisst, was du tun musst, um die Knöpfe des Mannes zu drücken.
Ich kann mich von der Wut der Männer schlecht abgrenzen und sehe mich dann als Schuldige
Was denkst du denn, woher die Wut der Männer kommt? Sind das alles Borderliner?
Hängt das mit deinem eigenen ambivalenten Verhalten zusammen, dass du bei anderen so anstrengend findest?
Für mich wären ONS vollkommen in Ordnung, aber es entwickeln sich nebenher immer wieder irgendwelche Dinge. Und dann wäre es schon schön nicht panisch und kopflos zu werden.
Diese Dinge entwickeln sich nicht nebenher, sondern du bist dran beteiligt. Du sagst ja selbst, dass du manche Männer gern länger sehen möchtest. Das sind eben keine ONS mehr. Du hast schon öfter geschrieben, dass du in was reinrutscht. Da bist aber nicht passiv, sondern aktiv dran beteiligt, weil du es so willst.
Und ja, dann kommt eben mehr Nähe zustande, du müsstest sich zeigen, Panik kommt auf, du distanzierst dich, wirst ambivalent, der Mann wird sauer, der Kreis schliesst sich?
Wie möchtest du in Zukunft mit solchen Situationen umgehen?
 
  • #83
Was die Wahl der Männer angeht - die Frage ist doch, was sie sucht in einem Mann, in einer Beziehung. Ich hatte es so verstanden, dass sie Nähe und Beziehung will. Als Kriterium für die ausgesuchten Männer schrieb sie "häufig aus dem höheren Management, Chefärzte". Ja, auch Studenten. Das sind ja keine Charaktereigenschaften, das ist Berufsstatus. So weit ich weiß, geht es auf Tinder sowieso nur um Sexkontakte. Das ist ja dann schon im Ansatz falsch, dort Nähe und Beziehung zu suchen?
Wenn es tatsächlich nur um Status und Attraktivität der Männer geht ist das Ziel Selbstbestätigung. Also vielleicht eine Art weiblicher Variante von @Andreas1965 .

Die meisten Frauen die ich kennen gelernt habe suchen aber nicht dies sondern etwas was ihnen in ihrer Kindheit gefehlt hat. Heile(nde) Welt, einen guten Vater der sie in den Arm nimmt, beschützt, tröstet und auch in der Krise bereit steht.

Vielen wird so eine Nähe dann aber zu dicht.

Bei Tinder steht in den meisten Profilen, keine ONS, keine gebundenen Interessenten, Sex nur in der Kombination in Richtung Beziehung. Allerdings habe ich mir nur Ü45 Profile angeschaut. Es läuft also wie in den meisten Börsen.

@Pfauenauge die Wut einiger Männer ist nicht Borderline. Das Verhalten erst unbedingt zu schwärmen und dann abzuwerten hat etwas borderlinerhaftes aber dieses Abwerten ist auch ein Ausweg aus tief gekränkter suchthafter Verliebtheit. Der Hass dient als Vorstufe zum Loslassen und der finalen Gleichgültigkeit.
 
  • #84
Aber das Resultat ist nicht das ich mich überanpasse, es ist eher die von @Andere Frau geäußerte „Friss-oder-Stirb-Mentalität“,
Ja klar, daran besteht auch für mich kein Zweifel. Mir geht es um das DAVOR. Wenn Du sie am Haken hast, ist es doch leicht, ihnen "Friss oder stirb" zu servieren, weil sie Dir dann nicht mehr am Herzen liegen. Am Herzen liegen, wenn man das so formulieren will, nur die, die noch nicht ganz angebissen haben. Mach mal "Friss oder stirb" mit einem, der sich nicht sicher ist, ob er Dich will. Der ist schneller weg, als Du gucken kannst.
FALLS mein Bild überhaupt stimmt. Aber es ist doch total einfach, den Angebissenen dann die kalte Schulter zu zeigen, weil sie Nähe wollen, die Dir Angst macht. Die Kunst ist, demjenigen NICHT die kalte Schulter zu zeigen, der ehrlich interessiert ist und mit Nähewollen kommt, und den Du auch gut findest.

mein bester Freund nennt mich immer Eisprinzessin
Das ist echt blöd für Dich und kein Kompliment, obwohl man es vordergründig so sehen könnte. Eisprinzessinnen sind nur so lange interessant, bis der Prinz sie durchschaut hat (der Prinz, der drauf abfährt. Es gibt sicher jede Menge Männer, die nicht drauf stehen). Und das wissen sie. Denn auf EP stehen meist nur Männer, die erobern wollen und danach gelangweilt sind. Unnahbarkeit ist Teil des Konzepts und muss beibehalten werden, darf aber nie enttarnt werden als "ist wirklich nichts hinter der kalten Wand".

Verführen kann ich überhaupt nicht, dafür bin ich viel zu unsicher. Für mich sind nicht-verfügbare- Männer nicht attraktiv. Da habe ich sofort kein Interesse mehr. Ich gerate auch manchmal distanzgenerierende Kerle und daran zieht mich nichts an. Ich denke dann immer nur „meine Güte ist so ein ambivalentes Verhalten anstrengend.“
Verführung meint BEI MIR nicht, dass Du weißt, er will Dich. und ihn dann weiter verführst, sondern, dass Du ihn für Dich begeistern willst, wo noch nicht klar ist, dass er Dich will. Klar kann das schnell gehen, dass man merkt, der springt nicht an. Da holt man sich ja nur ne Abfuhr.
Aber wie schon gesagt, ich habe keine Ahnung, was eigentlich Dein Problem ist. Ich kenne nur ein paar Fakten, die ich für echt halte und mit denen ich was anfangen kann.

Dh. ich will Dir gar nichts unterstellen. Ich rate nur ins Blaue hinein, von jeglichen möglichen Eitelkeiten (wie "Eisprinzessin" oder "ich sehe harmlos aus, aber stürze gestandene Männer ins Verderben") Abstand zu nehmen, wenn man eine echte Beziehung mit Gefühlen beiderseitig will.
 
  • #85
Ich kann mich von der Wut der Männer schlecht abgrenzen und sehe mich dann als Schuldige.
Selbst wenn Du schuldig bist - na und? Jeder Erwachsene hat eine Eigenverantwortung. So lange sie Dir nichts tun, könnte man ihnen sagen "lern was draus, erkenne solche Frauen beim nächsten Mal früher und vermeide das Unglück". Irgendein Mann hat Dir bestimmt schon auch was angetan und hätte sich schuldig fühlen müssen.
Ich will ja eigentlich noch keine Partnerschaft, aber wie es gerade läuft fühlt sich auch nicht rund an. Ich rutsche immer wieder in diese Graubereiche und hinterlasse verbrannte Erde.
Wer nicht schon. Hefte Dich doch nicht an dieses Kreuz, diese Typen sind mehr oder weniger schnell über Dich hinweg und finden entweder ne echte Partnerin, keine Freundin oder eine Ersatzfrau, die dann vielleicht ihrerseits "traumatisiert" wird, weil sie gar nicht gemeint ist mit dem Lovebombing. Hat sich jemals irgendwer Gedanken gemacht, wie schuldig er sich DEINETWEGEN fühlen müsste? Ich hatte ne "Freundin" (also ich habe sie als solche so gesehen), die mit dem Mann geschlafen hat, in den ich verliebt war, und sie selbst fand ihn aber daneben, bis sie merkte, dass ich ihn wollte. Das tat sie rein aus Konkurrenzgedöns. Und dann war sie schwanger.

Auf Tinder suchen weniger Männer reinen Sex als man meinen mag.
Mag sein, aber wenn ich Sex suchen würde, wäre ich dort, wenn ich "Beziehung" suchen würde, woanders. Was erwartest Du und wohin gehst Du mit Deiner Suche, das ist der Punkt.
Für mich wären ONS vollkommen in Ordnung, aber es entwickeln sich nebenher immer wieder irgendwelche Dinge. Und dann wäre es schon schön nicht panisch und kopflos zu werden.
Ich finde das gut, so als Einstellung. Aber daraus wird anscheinend oft Stress, weil entweder Du oder der Mann mehr wollen aufgrund irgendeines Mechanismusses, der anspringt. Die unbewussten Muster brechen eben doch wieder durch, wenn man sie nicht zu erkennen vermag und keine Gegenmaßnahmen finden kann. Eigene Lernaufgabe.
Was sich entwickelt, entwickelt sich eben. Du kannst nur ein paar Grundsätze finden, die Dir wichtig sind. (Mir z.B. keine Affären mit verheirateten Männern aus verschiedenen Gründen, natürlich auch Eigennutz.)
Ich finde es sinnlos, sich an irgendein Kreuz zu heften. Ja, wenn es Dir wichtig ist, niemandem zu schaden, dann tue nichts mehr hinsichtlich Beziehungssuche, bis Du mehr Sicherheit hast, keine verbrannte Erde zu hinterlassen. Das ist allein Deine Entscheidung, und niemand kann das gut oder schlecht bewerten. Da könnten sich alle mal an die eigene Nase fassen (ich bin noch immer schockiert von Szenen einer langjährigen Ehe, die ich neulich sehen musste. Diese Verletzungen kann keiner einem anderen zufügen, der ihn nicht genau kennt).
 
  • #86
@Lionne69

Deutliche Verbesserungen sind sicher möglich. Ich setze mich mit euren Vorschlägen auseinander. Aber ich muss das irgendwie noch in mein Selbstbild integrieren, mir fällt das schwer. Da mir die Beschäftigung mit meinen Baustellen häufig als übersensible Jammerei vorkommt. Mir hilft tatsächlich das Lesen von Fachliteratur, das langsame Akzeptieren das meine Schwierigkeiten kein persönliches Versagen, sondern Krankheitsbedingt sind.

@Pfauenauge Wann siehst du mich offensiv? Ansonsten: dass ich nach außen anders wirke ist viel Selbstschutz, aber auch Unfähigkeit. Ich weiß oft nicht was ich sagen soll, mir fällt dann einfach nichts ein. Das wirkt kalt (ala Eisprinzessin), aber in meinem Kopf ist gähnende Leere. Ich denke auch oft über Fluchtwege nach (also unabhängig von Dates oder nicht) und bin dann einfach sehr unaufmerksam, das wirkt desinteressiert, aber ich bin dabei mich abzusichern. Und dann kommen noch so Sachen wie Depersonalisation, natürlich wirke ich gelangweilt. Dinge bei denen es um mich geht sind Stress für mich, wohingegen das Plauern über interessante Dinge ja nur Unterhaltung ist und nichts mit mir zu tun hat. Deswegen läuft das vordergründige auch gut. Weil mich da der Mann nicht sehen kann.

Mein Bild der Verführerin sollte ich mal überdenken. Ich denke da immer an sich lasziv räkelnde Vollblutdamen. Und das bin ich halt nicht. Aber sicher gibt es mehr als eine Form der Verführung.

Die Wut der Männer kommt glaube ich daher, weil sie sich vielleicht in etwas verrennen und das dann erkennen und sich selbst dafür verachten sich vorführen zu lassen.

Mein Vorgehen in der Zukunft. Ich weiß es nicht, darüber sollte ich wohl nachdenken.

@Ejscheff mir ist der berufliche Status egal, die Attraktivität nicht.

@void Eisprinzessin ist kein Kompliment, das ist mir klar. Es gab nur oft Situationen in denen ich die emotionale Botschaften der Männer nicht sehen konnte. Wenn ich die Situationen meinem besten Freund geschildert habe, hat er mich immer darauf hingewiesen. Er nennt das Eisprinzessinendasein.

Die Grundsatzentwicklung ist eine ganz gute Idee. Auch wenn ihr mir hier sehr viel Entwicklungspotential zuschreibt, habe ich mich schon sehr weit entwickelt. Ich spiele nicht mehr bewusst mit Männern, ich treffe keine kriminellen Gewalttäter mehr und kann schon sehr viele Grenzen ziehen. Aber jetzt hänge ich in der Luft. Das was ich kann und kenne sind ungesunde Beziehungen mit dissozialen Süchtigen. Jetzt muss ich viel neues Erlernen.
 
  • #87
Mir hilft tatsächlich das Lesen von Fachliteratur, das langsame Akzeptieren das meine Schwierigkeiten kein persönliches Versagen, sondern Krankheitsbedingt sind.
Mach doch nicht so einen Zirkus drum und hör auf, Dich immer als Zentralgestirn der Welt sehen zu wollen.
Niemand verlangt, dass Du Dich in Männer einfühlen sollst. Vergiß das, kannst Du sowieso nicht, denn Du bist nun mal eine Frau, da bist Du nicht alleine.

Mach Dich einfach mal etwas locker und lass Dich mal auf ein
Kennenlernen mit einem Mann ein, wenn Du meinst, dass Du gerne eine Beziehung hättest.

In diesem Thread war das ja mal der Fall.
Das Ergebnis Deines Verhaltens hast Du ja nun gesehen. Wir haben Dich auf den Fehler (dem Mann frühzeitig irgendeinen Salm über Deine Befindlichkeiten zu senden und ihn so unter Druck zu setzen) hingewiesen. Der Lerneffekt war also gegeben.

Wenn Du gar keine Beziehung willst (und ich will Dir auch keine aufschwatzen) dann mach halt weiter, wie bisher.
Ich sehe es, wie @void auch. Die Männer die Du benutzt hast, haben Dich auch benutzt und sind wohl eher selten als "Opfer" zu sehen.
Wäre ich dabei gewesen, hätte ich die Erfahrung mit Dir unter "ONS aber sie fand mich nicht so toll" verbucht. Und ja, ich wäre verschreckt gewesen.
Aber so weiß man wenigstens, woran Mann ist. Die meisten anderen Frauen in meinem Leben konnten das so eindeutig leider nicht.
Da Du regelmäßig Körbe verteilst, ist das für Deine verflossenen Männer auch nicht schädlich, sondern eher gut.
Es ist auch deshalb gut, weil Du Dich z.B. ja auch von "wütenden " Männern zügig trennst. Das ist alles kein Fehler, sondern konsequent.

Sie haben eine wichtige Erfahrung gemacht:
Es gibt Frauen, wie Dich, die machen sogar den schlimmsten Hexenmeistern, PUA, und Narzissten sonstwelchen Aufreisseridioten den Garaus, überholen sozusagen rechts.

Das sollte Dir mal ein Lächeln abringen....das können so nur wenige Frauen.
 
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  • #88
Sexuell z.B. Du sagst, was du willst und was nicht, bist nach Aussage der Männer dominant und liegst wahrscheinlich nicht wie ein Brett da. Wählst die Männer aus, die sich dir anbieten. Das hat schon was von femme fatale.

Dann weisst du, du triffst dich heute mit irgendeinem Manager, du machst dir nen schönen Abend, du weisst eigentlich vorher schon, dass er mit dir ins Bett möchte, und du nicht mit ihm, unternimnst was mit ihm, ziehst dich an, dass es ihm gefällt, bist aufmerksam und zugewandt und lässt ihn elegant abtropfen. Das ist legitim und sehr berechnend, und nicht das unsichere und schüchterne Dummchen, dass sich wegbeamt und nicht weiss, was es tut, auch wenn es eine Rolle spielt, weil das nichts mit dir zu tun hat.
Mein Bild der Verführerin sollte ich mal überdenken. Ich denke da immer an sich lasziv räkelnde Vollblutdamen. Und das bin ich halt nicht. Aber sicher gibt es mehr als eine Form der Verführung.
Aber sicher doch. Nicht alle attraktive Frauen bekommen ständig Angebote. Dazu muss man nicht auf Highheels durch die Gegend wackeln. Hochgeschlossener, enger Rollkragenpulli und langer Rock können auch wirksam sein. Letzlich ist es die Ausstrahlung und kleine körpersprachliche Signale.
Unschuldig und prüde mit einem Schuss unterschwelliger Erotik könnte so manchen auf die Palme bringen.

Was glaubst du denn, warum nach Aussage deines Therapeuten die Männer dich umschwirren? Was du auch schon wieder abtust, ah ich sehe es ja nicht so...ist das Koketterie deinerseits oder nimmst du es wirklich nicht so wahr?

Gleichzeitig tischt du uns eine Story nach der nächsten auf über deine vielen Kandidaten und Interessenten, hach ich weiss auch nicht, wo die alle herkommen, ich mach ja gar nichts? -Sehr merkwürdig.

Ich denke, dass diese Doppelbotschaften, so wie du mit uns kommunizierst, auch manch einen deiner Kandidaten in den Wahnsinn treiben können.

Mir hilft tatsächlich das Lesen von Fachliteratur, das langsame Akzeptieren das meine Schwierigkeiten kein persönliches Versagen, sondern Krankheitsbedingt sind.
Nun, das wäre doch etwas, was man eunem potentiellen Partner mitteilen kann. Und welche Auswirkungen das hat. Dann kann er sich überlegen, ob er damit klarkommt.
Nicht alle sind solche Überflieger wie du, dass sie psychische Störungen sofort glasklar erkennen, einordnen können, nicht persönlich nehmen und damit umgehen können.
 
  • #89
Mach doch nicht so einen Zirkus drum und hör auf, Dich immer als Zentralgestirn der Welt sehen zu wollen.
Niemand verlangt, dass Du Dich in Männer einfühlen sollst. Vergiß das, kannst Du sowieso nicht, denn Du bist nun mal eine Frau, da bist Du nicht alleine.

Mach Dich einfach mal etwas locker und lass Dich mal auf ein
Kennenlernen mit einem Mann ein, wenn Du meinst, dass Du gerne eine Beziehung hättest.

In diesem Thread war das ja mal der Fall.
Das Ergebnis Deines Verhaltens hast Du ja nun gesehen. Wir haben Dich auf den Fehler (dem Mann frühzeitig irgendeinen Salm über Deine Befindlichkeiten zu senden und ihn so unter Druck zu setzen) hingewiesen. Der Lerneffekt war also gegeben.

Wenn Du gar keine Beziehung willst (und ich will Dir auch keine aufschwatzen) dann mach halt weiter, wie bisher.
Ich sehe es, wie @void auch. Die Männer die Du benutzt hast, haben Dich auch benutzt und sind wohl eher selten als "Opfer" zu sehen.
Wäre ich dabei gewesen, hätte ich die Erfahrung mit Dir unter "ONS aber sie fand mich nicht so toll" verbucht. Und ja, ich wäre verschreckt gewesen.
Aber so weiß man wenigstens, woran Mann ist. Die meisten anderen Frauen in meinem Leben konnten das so eindeutig leider nicht.
Da Du regelmäßig Körbe verteilst, ist das für Deine verflossenen Männer auch nicht schädlich, sondern eher gut.
Es ist auch deshalb gut, weil Du Dich z.B. ja auch von "wütenden " Männern zügig trennst. Das ist alles kein Fehler, sondern konsequent.

Sie haben eine wichtige Erfahrung gemacht:
Es gibt Frauen, wie Dich, die machen sogar den schlimmsten Hexenmeistern, PUA, und Narzissten sonstwelchen Aufreisseridioten den Garaus, überholen sozusagen rechts.

Das sollte Dir mal ein Lächeln abringen....das können so nur wenige Frauen.
Dass sich die FS sich mit ihren speziellen Eigenschaften nicht in Männer bedingt einfühlen muss gilt nur solange wie sie diese nur als ONS oder Affäre konsumiert und ihr egal ist warum sich der eine oder andere distanziert (dies ist es ihr aber bereits jetzt nicht generell).

Wesentlich komplizierter wird es wenn sie mehr möchte.

Hilfreich für ein potentielles künftiges Mehrwollen ist für sie noch stärker zu verstehen wie sie auf unterschiedliche Typen wirkt, wie sie für Mehr geeignete Typen erkennt und wie sie mit diesen konstruktiv umgeht.

Dieser Herausforderung stehen natürlich alle Menschen ggü. Mit diversen psychischen Eigenheiten wird es aber nicht einfacher.

Die Selbsterforschung inklusive eines bewussten Umgangs mit den Spezifika des eigenen Beziehungsverhalten bleibt wahrscheinlich deswegen ein Dauerauftrag für die FS.

Sozialangepasste Psychopathen bewältigen dies auch erfolgreich. Sind im Beruf erfolgreich und gründen Familie für die sie Verantwortung übernehmen ohne zwingend negativ aufzufallen.
 
  • #90
Ich habe noch eine Frage zur Empathie:

Einerseits schreibst du, du kannst andere Menschen gut lesen und einordnen
Du spürst z.B. die Erwartungshaltung mancher Männer, kannst psychische Störungen erkennen.

Andereitsseits kannst du die emotionalen Botschaften mancher Männer nicht lesen.
Die dann am Ende wütend werden, weil sie sich in etwas verennen.

Wie passt das zusammen?
Fühlst du was in den anderen vorgeht, kannst du mitfühlen oder erkennst du es lediglich, sofern du die Signale lesen kannst, ohne es zu fühlen?
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.