• #31
Wieso stört dich, dass er arbeitslos ist? Das ist doch sein Problem, nicht deins?
Er bezahlt doch seine Sachen selber, oder erwartet er finanzielle Unterstützung von dir?
Mein letzter Partner war auch arbeitslos, da hab ich mir doch gar keinen Kopf drum gemacht.

Die FS schreibt aber, dass sie seine finanzielle Situation und seinen Umgang damit kaum aushalten kann.

Ich kann das sehr gut nachvollziehen, meine Ehe ist auch daran gescheitert, dass die Sichtweise auf Finanzen sehr unterschiedlich war und, das war schlimmer, an der Unfähigkeit meiner Exfrau, das anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Beim Thema Finanzen gibt es einfach unterschiedliche Sichten. Es gibt Menschen, die vertrauen darauf, dass es "immer irgendwie geht" und Menschen, denen ist eine gewisse finanzielle Sicherheit einfach wichtig. Ein zu großer Unterschied ist dabei aus meiner Sicht fast unüberbrückbar.

Es ist eben nicht sein Problem. In einer Beziehung wirtschaftet man irgendwann auch mehr oder weniger gemeinsam oder hat einen gemeinsamen Lebensstil. Dazu müssen beide ausreichend Ressourcen haben, sonst ist eine Querfinanzierung oder dauernder Streit unumgänglich. Du machst Dir darum keinen Kopf, die FS schon. Für Dich passt dann ein entsprechender Partner, bei der FS wird es zu dem Thema berechtigt dauernd Diskussionen geben.
Ob man sich die in einer Lebensphase, in der die meisten keine finanziellen Sorgen mehr haben, antun möchte, ist die Frage...
 
L

Lionne69

Gast
  • #32

Im gewissen Maße widerspreche ich Dir da.

Es ist sein Problem, dass er arbeitslos ist, und es ist sein Problem, dass seine Rente mal gering ist.
Es ist seine Angelegenheit, wie er mit Geld umgeht, und was er für eine Haltung dazu hat.

Ihr Thema wird es in dem Augenblick, wenn es um gemeinsame Unternehmungen geht... Kann/will er sich das Restaurant leisten, den Urlaub, einen wertigeren Einkauf, Einladungen von Gästen...
Wieviel ist sie bereit, ggf. quer zu finanzieren, wenn sie einen Lebensstandard leben will, den er sich nicht leisten kann. In wie weit mag er querfinanziert werden.
Eine Frage, die sich häufiger stellt, nur wenn es eine Frau ist, die querfinanziert wird, wird es immer noch teilweise für selbstverständlich erachtet.

Ihr Thema ist es natürlich erst recht, wenn beide irgendwann gemeinsam wirtschaften wollen würden.

Aber - ich kann nicht von einem Partner eine bestimmte Lebensweise oder Einstellung erwarten, verlangen.
Ich suche mir einen Partner, der meine Einstellung teilt, ähnlich mit Geld umgeht.
Alles andere geht schief.
Ein zu großer Unterschied ist dabei aus meiner Sicht fast unüberbrückbar.
Da bin ich bei Dir.

Und damit ist es insoweit ihr Thema sich den zu ihr passenden Partner zu suchen, so wie Du es nach Deinen Erfahrungen gemacht hast, und ich nach meinen.
Mir ist Vorsorge, Sicherheit wichtig, und einen gewissen Lebensstandard - einladen können, Ausflüge, Urlaub, Fortgehen... möchte ich mir auch bewahren.

Allerdings ist es doch hier noch anders
Sein Thema ist es, dass sie ihn im Endeffekt verachtet, und da sollte er die Konsequenz ziehen.

Und ihr Thema ist es, warum sie sich einen Mann aussucht, für den sie keine Zuneigung und keinen Respekt hat.

W, 51
 
  • #33
Ich kann es definitiv nachvollziehen, dass man damit nicht leben kann.
Grundsätzlich ist hier aber gekauft wie gesehen und spätestens wenn man an sich bemerkt, dass man fies wird...
Liegt es an einem selbst die Situation zu ändern

Eine Freigabe zum "Draufhauen" hat man nicht!

Die FS hat hier falsch gewählt für sich
 
  • #34
Da ist die Frage, ob auch wirklich der Wunsch da war, miteinander zu reden. Sehe ich hier nicht. Außerdem sehe ich nach wie vor keine Begründung, dass einem "das Messer in der Tasche aufgehen" müsste, weil sich jemand nicht äußern möchte.
Ich habe ja nicht gemeint, dass man das Recht dazu hat, dass der andere was sagt. Trotzdem sollte man daran arbeiten
Man sollte das immer auch aus Sicht von Kindern betrachten. Denn in der Kindheit wurden auch Konfliktsituationen geprägt.
Es gibt nun mal Kinder, die mucksmäuschen still werden, wenn der Elternteil sie anbrüllt. Sie gehen von einer Gefahr aus, dass die Aggression noch schlimmer werden könnte, sobald sie Widerworte geben.
Da hast du sogar recht. Trotzdem sollte man an dem Problem arbeiten. Evtl sogar mir professioneller Hilfe. Im privaten Bereich ist es jetzt vielleicht nicht allzu schlimm. Man muss auch von der beruflichen Seite betrachten. Wenn man da seinen Chef anschweigen würde kann es früher oder später sogar arbeitsrechtliche Konsequenzen. Wenn man beispielsweise vom Chef einen Rüffel bekommt. Da kann man auch nicht einfach aus dem Weg gehen. Oder bei einer Kundenbeschwerde.

Der Vergleich hinkt vielleicht etwas. Trotzdem muss man das auch von der Seite aus betrachten.

Chat beendet. Bitte alle wieder zur Frage zurück. Die Moderation.
 
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  • #35
Kurzes Fazit, nach 2 Seiten und keiner Rückmeldung der FS: Ein anderes Problem liegt vor. Nach ihren Beschreibungen von sich selbst ist sie eher dominant. Nun ist da ein Kerl, der ja augenscheinlich glücklich sein müsste, über den guten Fang und ändert sich nicht.
Das lässt die FS ausflippen.

Ich denke, die FS ist gar nicht so hilflos. Sie kann nur nicht akzeptieren, das ein anderer Mensch nicht so will, wie sie. Machtlosigkeit erzeugt Wut.
 
  • #36
Im gewissen Maße widerspreche ich Dir da.

Ihr Thema wird es in dem Augenblick, wenn es um gemeinsame Unternehmungen geht...

Völlig richtig, ich ergänze "nicht nur" :)

Und damit ist es insoweit ihr Thema sich den zu ihr passenden Partner zu suchen, so wie Du es nach Deinen Erfahrungen gemacht hast, und ich nach meinen.
Mir ist Vorsorge, Sicherheit wichtig, und einen gewissen Lebensstandard - einladen können, Ausflüge, Urlaub, Fortgehen... möchte ich mir auch bewahren.

Die beiden kennen sich seit 8 Monaten, das ist die Kennenlernphase. Sie hat ihn wahrscheinlich arbeitslos kennengelernt, sie hat seine Charakterzüge kennengelernt, er ihre regelmäßigen "Austicker". Jetzt merken beide, dass die Beziehung nicht dem entspricht, was sie sich vorgestellt haben. Das lesen wir hier eigentlich relativ häufig. Das Problem ist immer, das zu bewerten und dann die Konsequenzen zu ziehen.
Das muss letztlich jeder für sich selbst machen. Letztlich habe ich diese Situation ja auch hinter mir, noch verschärft durch Heirat, viele andere hier sicher auch. Im Leben hat jeder die Möglichkeit, sich seine Lebensumstände auszusuchen und selbst die Kriterien dafür festzulegen. Dazuzulernen, beim nächsten Mal anders auszuwählen. Und natürlich kommt immer ein "Mist, dann bin ich erstmal wieder alleine" erschwerend hinzu.

Sein Thema ist es, dass sie ihn im Endeffekt verachtet, und da sollte er die Konsequenz ziehen.

Er hängt genauso wie sie in einer Beziehung, die von außen betrachtet nicht gut tut. Sinnvoll wäre sicher für beide, sich intensiv damit zu beschäftigen, wie sie ihr Leben verbringen wollen. So wie sie das jetzt sehen, ist es kaum kompatibel und wird wohl auf Dauer immer wieder Streit geben.
 
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