• #1

Trennungsgrund: Haus in der Pampa vom Ex?

Hallo liebe Leute!

Mein großes Problem ist, dass der Trennungsgrund sein Haus in der Pampa ist. Das hört sich sicher bisschen überheblich an. Auch verwöhnt. Aber wir leben in den Bergen. Da ist die Fahrt und die Lage zu und in den Bergen oft sehr beschwerlich, besonders im Winter. Und ich lebe zwar auch nur in einem Dorf, aber genieße die sehr gute Infrastruktur, die es bei ihm nie geben würde... Er hatte mit seiner damaligen Freundin das Haus bauen angefangen, sie hat dann kalte Füße bekommen und sie haben sich getrennt. Sie wollte "da" nicht mehr hinziehen. Er bekam da seinen Baugrund geerbt.

Wir haben uns im Internet kennen gelernt, von Anfang an hatten wir uns super gut verstanden und nach dem Jahr habe ich gemerkt, dass jeder Tag ohne ihn sinnlos geworden ist. Ich hatt noch nie so eine arge Trennung hinter mir. Dennoch habe ich nach dem Jahr gemerkt, dass mich dieser Ort vielleicht krank machen würde, wenn ich bei ihm wohnen würde. Ich fühle mich wie ein Außerirrdischer in dieser Gegend...
Dann kommt noch der große Grund, dass ich in "meinem" Ort in meinem Elternhaus eine Eigentumswohnung habe, in der auch meine Firma ist. Was für mich auch sehr unlogisch ist, dass ich auswärts dann wohnen müsste... Ich habe mir das immer anders vorgestellt.
Vor 2 Monaten haben wir uns getrennt, bzw ich habe gesagt, dass ich da nie drin leben könnte... Dann hat es für ihn auch keinen Sinn mehr ergeben. Er hängt an dem Haus, sehr, wie er sagt, ist sein Herzblut.
Er hat mir öfters vorgehalten, warum ich es nicht einmal probiert habe. Aber jedesmal, wenn ich drin war, habe ich mich nicht wohlgefühlt. Wahrscheinlich auch weil alles neu und unbenutzt war... Aber mein Trennungsgrund war dann, dass er auch nach keiner Alternative gesucht hat. Er hängt auch an seiner Familie und Freunde. Ich aber auch an meine und ich hätte mindestens genau so viele Kompromisse eingehen müssen...
Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Lieben Dank euch!!
 
  • #2
Aber mein Trennungsgrund war dann, dass er auch nach keiner Alternative gesucht hat.

Guten Morgen,

liebe FS, hast du denn eine Alternative gesucht und vorgeschlagen?
Man trifft sich in der Mitte und wo zwei gewillte Menschen sind, gibt es mindestens einen Weg. Nun, so habt ihr eine Liebe in den Sand gesetzt, ob es das wert war....

Die Welt der Liebe setzt einiges voraus und das ist eine hervorbrechend gute Kommunikation, die sich nicht nur ausschließlich um das eigene ICH und die eigenen Vorstellungen dreht. Ihr habt euch zwar gut verstanden, konntet euch aber wirklich nicht erreichen, dass es für ein WIR reicht.
Beide habt ihr eure Chance verpasst. Dieser Mann wird sich vielleicht das gleiche fragen, wie du.
Festgezurrte Lebensentwürfe dienen dazu, verworfen zu werden, wenn sich Gegebenheiten im Leben ändern, Vorstellungen ebenso.
Ihr seid doch noch nicht vergreist, dass ihr so starr an euren jeweils unterschiedlichen Vorstellungen festklammern müsst.
 
  • #3
Ich kann mich in euch beide gut hineinversetzen. Ihr fühlt euch eben an verschiedenen Orten wohl. Ich finde das auch sehr wichtig und verständlich, da dem anderen zuliebe keine Kompromisse zu machen. Ein schönes gemütliches Zuhause ist viel wert. Was nutzt es dir oder ihm, an einem Ort/in einem Haus zu wohnen, wo man sich nicht wohlfühlt. Das würde doch auf Dauer nicht gut gehen.
 
  • #4
Wieder einmal zeigt sich: der Ort, an dem man sein Leben verbringt, hat etwas grundlegend damit zu tun, wie man es verbringt. Und wer die "Pampa" nicht mag, passt eben nicht zu einem Partner, der sie liebt. Das hat Dein Expartner ja nun zwei mal gemerkt.
Ich kann nicht so richtig nachvollziehen, warum das für Dich ein "großes Problem" ist. Für mich ist das ein völlig berechtigter Grund, sich zu trennen. Ich möchte mein Leben da verbringen, wo ich mich wohlfühle.
 
  • #5
Wenn man sich über ganz grundsätzliche Dinge nicht verständigen kann, und keiner nachgeben will, dann funktioniert es nicht.

Es spielt dann keine Rolle, was der Grund ist. Man kann den Berg nicht näher an Dein Dorf holen oder da Infrastruktur hinbauen. Die Investitionen in den Bau seines Hauses würde er sicher auch nicht zurückbekommen.

Und die Tatsache, dass er schon eine Beziehung für das Haus aufgegeben hat, wird auch nicht dazu führen, dass er jetzt seine Haltung ändert.

Außerdem kann das Haus sowas wie der Wunsch seiner (toten) Eltern sein, den er jetzt verwirklicht.

Und wenn es für Dich umgekehrt nicht möglich ist, dort zufrieden zu leben. Dann geht es eben nicht.
 
  • #6
hast du denn eine Alternative gesucht und vorgeschlagen?
Man trifft sich in der Mitte
Auch, wenn es um die berufliche Existenz geht?
in der auch meine Firma ist. Was für mich auch sehr unlogisch ist, dass ich auswärts dann wohnen müsste
Ein Kompromiß wäre in diesem Fall eine Lösung, mit der keiner von beiden sich arrangieren kann: er wäre nicht in seinem Haus, sie nicht am Ort ihrer Firma. Da das Erwerbsleben die Basis für alles weitere ist, hatte die Fragestellerin letztlich die stärkeren Argumente, und meiner Meinung nach hätte man sich darauf verständigen können, daß das Haus vorläufig vermietet und erst dann bezogen wird, wenn sich die berufliche Situation entscheidend geändert hat.
 
  • #7
Er hängt an dem Haus, sehr, wie er sagt, ist sein Herzblut.
Wieder einmal dasselbe Problem, was ich tausendfach gelesen habe, sein Herzblut warst nicht du, sondern sein Haus, wäret ihr beiden ein Herzblut gewesen hätte es eine Lösung gegeben, so aber nicht, deshalb sei froh, dass du ihn los hast, er hätte in Wirklichkeit eh nicht gepasst zu dir
Aber mein Trennungsgrund war dann, dass er auch nach keiner Alternative gesucht hat
Ja für mich klar, du warst ihm eben nicht wichtig genug, lerne daraus und vergesse das Ganze und schaue nach vorn.
 
  • #8
Hi,
Mir kommt das auch etwas vor wie die Flinte ins Korn geworfen. Liegt vielleicht am Schreibstil, du steigst mittendrin ein und man weiß gar nicht, wie lange ihr es miteinander versucht habt, ob ihr noch nach Alternativen suchtet und wie sonst eure Beziehung war. Zudem gibt es keine richtige Frage zu beantworten, du möchtest wohl eher Bestätigung, dass du recht gehandelt hast ;)
Allerdings sehe ich auch, dass es schwierig war. Deine Firma - hast du Mitarbeiter? Falls du nur Putzfrau und Sekretariat hast, wäre da eine Standortverlegung immer noch sehr schwierig (Kunden etc.), aber evtl. machbar? Es ist ja "nur" eine Wohnung, in der du selbst wohnst, da könntest du evtl. flexibler sein.

Andernfalls wirst du nie mehr in deinem Berufsleben wegziehen können! Das ist auch für zukünftige Partner ein Problem, wenn du weit in den Bergen wohnst.

Dennoch habe ich nach dem Jahr gemerkt, dass mich dieser Ort vielleicht krank machen würde, wenn ich bei ihm wohnen würde. Ich fühle mich wie ein Außerirrdischer in dieser Gegend...
Hä? Das klingt, als liege das Problem bei dir selbst, dass du starke Anpassungsschwierigkeiten an neue Bedingungen hast.

w35
 
  • #9
Wie stellst du dir denn unter deinen Lebensbedingungen eine Beziehung vor?

Ein quasi direktes Zusammenleben mit deinen Eltern, wo du auch noch gleichzeitig deine Firma hast?

Ich denke DAS ist auch für Männer nicht unbedingt ansprechend.

Das könnte ich mir umgekehrt bei einem Mann auch nicht vorstellen, da ist zuviel von ihm, alles sein Terrain. Da kann auch kein WIR entstehen und nichts von mir.

Dass du nicht in die Pampa ziehen willst, ok.

Aber wie kann dein Entgegenkommen aussehen bzw welche konkrete Vorstellung wäre für dich optimal ?
 
  • #11
Tja, manchmal passen die äusseren Umstände einfach nicht. Ich verstehe euch beide. Wenn man 30+ ist und sich etwas aufgebaut hat (eigenes Haus, Firma, Karriere...), ist man eben nicht mehr so flexibel. Mit Anfang 20 bin ich für meinen damaligen Freund 200 km weit weggezogen. Heute würde ich das nicht mehr machen, nur schon aus beruflichen Gründen. Deshalb habe ich mir einen Partner gesucht, der in der Nähe wohnt (30 km). Mich schrieben auch Männer an, die viel weiter weg wohnten. Da sah ich aber keinen Sinn drin.

Das tut mir leid für dich. Aber wie gesagt: manchmal passen die Umstände leider nicht.
 
L

Lionne69

Gast
  • #12
Liebe Mareile ,

Manchmal gibt es keinen Kompromiss, und dann passt es nicht.

Man kann bei vielen Themen zwar mit Logik agieren, aber am Ende ist es das Gefühl.
Du bist bei Dir zuhause, er bei sich.
Er kam sich Deinen Ort nicht vorstellen, Dir geht es bei ihm nicht gut.
Egal, wer nun nachgeben würde, gegen das eigene Gefühl handeln würde, würde es bereuen und am Schluss würde das Gefühl füreinander belastet werden, am Ende verschwinden.
Bei grundlegenden Dissenzen gibt es keinen Weg, leider.

Mir ist ein Mann sehr, sehr sympathisch , es steht in den Sternen, ob es jemals...
Aber Wohnort wäre dann ein Thema, und ich merke unter bestimmten Prämissen würde ich diesen meinen Ort, mein WohlfühlHaus sogar wieder verlassen - für ihn.
Nun ist allerdings der Ort, wo er lebt, auch nicht einer der schlechtesten Orte zum Leben. In den hintersten Winkel der Walachei würde ich für keinen Mann ziehen.

Ein Gedanke - wie sähe denn ein Kompromiss aus?
Wie wäre es mit einen gemeinsamen Haus als Projekt , so situiert, dass es für Euch beide passt? Haus gegen Wohnung ginge für mich z.B. gar nicht, ich brauche meine Haustür.

Aber an für sich - die Entscheidung ist doch längst gefallen. Du schreibst von Ex?

W,49
 
  • #13
Manchmal hat der Weg zum Ziel ein paar Kurven .....
Versucht doch etwas für euch beide Neues - LAT. Und schaut, was sich wie entwickelt.
Vielleicht verliert sein Haus den Schrecken, wenn du nicht mehr dort wohnen musst. Oder er kann sich vorstellen, dass sein Haus Wochenendhaus wird ?
Aufgeben ist keine Option, wenn sonst wirklich alles passt.
 
  • #14
Egal wie groß die Liebe auch ist: ich selbst würde nie in eine Umgebung ziehen, in der ich mich ausgesprochen unwohl fühle. Das könnte ich wohl anfangs noch verdrängen, schließlich gäbe es den neuen Reiz des Partners - aber früher oder später würde es mir doch auf die Füße fallen.

Wenn du das für dich selbst, liebe @Mareile, ähnlich empfindest, hast du sicher die richtige Entscheidung getroffen. Es wird halt eine Weile dauern, bis du über die Trennung von einem ansonsten liebenswerten und passenden Mann hinweg kommst.
 
  • #15
Auch, wenn es um die berufliche Existenz geht?

...auch dann, oder man formuliert so etwas gleich von Anfang und lässt sich nicht auf eine Beziehung ein, in der Hoffnung, dass der andere sich schon anpassen wird. Hier wurde wahrscheinlich nie richtig miteinander kommuniziert.
Wenn man so klare Vorstellungen hat, merkt man doch sehr schnell, ob diese mit den Vorstellungen des Partners kompatibel sind und nicht erst nach einem Jahr.
 
  • #16
Gibt es denn nur die Möglichkeit, zusammen zu wohnen? Zwei (auch emotional) erwachsene(!) Menschen finden, so meine ich, eine Möglichkeit, zusammen zu sein, wenn sie einander WIRKLICH wollen und lieben. Eine Woche hier, eine Woche da (WLAN wird es wohl überall geben?), gar nicht zusammenwohnen, sondern eine Wochenendbeziehung führen? Machen doch viele Paare so. Wie viele Kilometer trennen euch denn?

Wenn man sich im Internet kennenlernt, checkt man ja auch die Lebensentwürfe ab. Passt das so gar nicht (z.B. einer will unbedingt mindestens drei Kinder, der andere gar keine), dann geht man erst keine Beziehung ein, sondern bricht vor dem näheren Kennenlernen lieber ab. An welchem Punkt habt ihr "geschlafen"? Oder gab es Grund zur Hoffnung, ihr habt es aber im weiteren Verlauf nicht hinbekommen, hier Kompromisse zu verhandeln, also wie erwachsene Menschen zu kommunzieren (siehe 1. Absatz)? In deiner Frage oben klingt ihr wie zwei beleidigte Kinder.
Vielleicht doch noch mal zusammensetzen und Alternativen durchspielen? Denn deine Frage scheint mir falsch gestellt - der Trennungsgrund scheint eure Kompromissunfähigkeit zu sein.

Viel Glück, alles Gute!
w55
 
  • #17
Er hängt auch an seiner Familie und Freunde. Ich aber auch an meine und ich hätte mindestens genau so viele Kompromisse eingehen müssen...
Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Immobilien machen immobil, meinte mal ein Freund. Auf euch trifft das besonders zu, weil keiner von euch "einfach" verkaufen kann und/oder will. Vermietung scheint wohl auch nicht in Frage zu kommen und keiner von euch will sein familiäres Umfeld verlassen. Typisches Problem einer Fernbeziehung und das, obwohl ihr nicht weit auseinander zu wohnen scheint.

Was soll man dazu sagen? Beim nächsten Mal nicht im Internet auf Partnersuche gehen, sondern auf dem Dorffest (nicht böse gemeint).
 
  • #18
Wieder einmal dasselbe Problem, was ich tausendfach gelesen habe, sein Herzblut warst nicht du, sondern sein Haus, wäret ihr beiden ein Herzblut gewesen hätte es eine Lösung gegeben, so aber nicht, deshalb sei froh, dass du ihn los hast, er hätte in Wirklichkeit eh nicht gepasst zu dir

Ja für mich klar, du warst ihm eben nicht wichtig genug, lerne daraus und vergesse das Ganze und schaue nach vorn.

Herrlich! Was du alles schon tausendfach erlebt hast. Wie alt bist du eigentlich - mit Deiner Erfahrung?
Ja er hängt sehr am Haus und gibt das wegen Ihr nicht auf. Aber macht sie was anderes? Nein.

Man trifft sich in der Mitte und wo zwei gewillte Menschen sind, gibt es mindestens einen Weg. Nun, so habt ihr eine Liebe in den Sand gesetzt, ob es das wert war....

Sehe ich nicht so. Manchmal passt es nicht. Mit meiner Ex hab ich ein Haus zusammen gebaut. An diesem hänge ich auch. Ich wohne sehr nah an den Bergen und nutze intensiv die deren Möglichkeiten.
Wenn ich heute Single wäre und würde eine Frau treffen, mit der ich mir ein gemeinsamen Leben vorstellen könnte, sie zur Voraussetzung machen würde, dass ich ans Meer ziehen müsste - ich würde auch die Frau verlassen. Wenn Sie jedoch den Vorschlag machen würde in den Südalpen nahe an einen See zu ziehen, wäre ich dabei.

ABER: Sie bei ihm - auch schwierig unter den Umständen. Um bessere Meinungen zu erhalten, müssten wir mehr wissen. Wie alt ist die Firma, wie viele Mitarbeiter hast du wie weit sind die Orte auseinander etc. pp.

Aber unter der Voraussetzung wie du sie hier schilderst, müsstest du dem nächsten Mann am Standort Deiner Firma begegenen. Vllt. liegt noch einer im Keller?

M49
 
  • #19
Aber mein Trennungsgrund war dann, dass er auch nach keiner Alternative gesucht hat. Er hängt auch an seiner Familie und Freunde. Ich aber auch an meine und ich hätte mindestens genau so viele Kompromisse eingehen müssen...
Ich verstehe die Welt nicht mehr.
Eigentlich ist es doch aber einfach: Jeder will seine Welt nicht verlassen, jeder kann seine Welt nicht verlassen.
Du fühlst Dich nicht wohl in seinem Haus, er sich nicht bei Dir.
Welche Kompromisse gibt es da? Wenn Du Firma und Eigentumswohnung in Deinem Ort hast, kannst Du doch auch gar nicht sonderlich flexibel sein. Er müsste sinnvoller Weise zu Dir ziehen und sein Haus vermieten. Denn zwei Häuser weiter zu ziehen in Deinem Ort, wäre doch auch Blödsinn. Du bist ortsgebunden und brauchst Flexibilität vom Partner.
Er ist ortsgebunden und will auch Flexibilität von der Partnerin.
Du sagst: Mir ist mein Wohnort wichtiger als die Beziehung. Er sagt: Mir ist mein Wohnort wichtiger als die Beziehung. Also findet die Beziehung nicht mehr statt, wenn beide auf ihrem Wohnort bestehen.

Ich denke, dass viele Menschen glauben, dass Liebe doch alles überwindet, Berge versetzt usw.. Das stimmt nicht. Ich kann auch nicht mehr lieben, wenn ich wegen eines anderen Menschen irgendwohin muss zum Leben, wo es mich belastet. Schlussendlich ist er dann am Ende schuld, dass es mir schlecht geht, und dann ist es aus mit der Liebe. Es ist nicht mal Missgunst, dass er schön weiterleben kann, wie er sich das vorstellt. Ich denke, dieser Part der Beziehung leidet dann auch darunter, verantwortlich zu sein dafür, dass der andere unglücklich ist. Entweder belastet es ihn oder er wird ignorant, aber das Problem geht nicht weg.

Von daher denke ich, dass es eben so verwurzelte Menschen gibt, dass sie genau wissen, was sie wohnortmäßig und umfeldmäßig brauchen, um sich glücklich oder auch nur sicher zu fühlen. Vielleicht war das zu einem bestimmten Zeitpunkt mal anders oder wird mal anders, aber in dem Lebensabschnitt und mit dem Lebenspartner und mit SEINEM Ortsangebot wird man nicht glücklich.
Liebe ist zwar immer was Selbstloses, aber man verliert sein Selbst ja durch Liebe nicht.
 
  • #20
Hallo FS,

ich kann dich verstehen. Du brauchst eben mehr Menschen um dich herum und würdest dort in der Pampa nicht glücklich werden. Da er ja auch nicht nachgibt und dir nicht entgegenkommen will, passt es nicht bei euch. Ich würde niemals an einen Ort ziehen wo ich mich nicht wohl fühle oder wenn der Ort so abgeschieden ist. Da vereinsamt man doch total.
 
  • #21
Du hast nicht geschrieben wie weit die Pampa von Deinem Ort der Glückseligkeit entfernt liegt. Es wäre eine Sache der gemeinsamen Basis, wer wann zu wem kommt..... Und dass Du es unter dem Dach Deiner Eltern kuschelig findest, ist klar.
Wo bleibt Euer Mut diese schwierige Sache gemeinsam zu besprechen. Sinnloses Lamentieren war nie fruchtbar.
 
  • #22
Hallo FS,

ich kann dich verstehen. Du brauchst eben mehr Menschen um dich herum und würdest dort in der Pampa nicht glücklich werden. Da er ja auch nicht nachgibt und dir nicht entgegenkommen will, passt es nicht bei euch. Ich würde niemals an einen Ort ziehen wo ich mich nicht wohl fühle oder wenn der Ort so abgeschieden ist. Da vereinsamt man doch total.
Sie gibt doch genauso wenig nach und kommt ihm nicht entgegen. Ich würde auch nicht einfach meine Freunde und Familie einfach verlassen. Bis zu 100 Kilometer ginge noch. Was soll ich da wo ich niemanden kenne.

Außerdem kann er doch nicht einfach sein Haus aufgeben, das er gebaut hat.

Ohne Kompromisse klappt eine Beziehung nicht. Man kann doch nicht nur von einem erwarten, dass er nachgibt und dem anderen entgegen kommt.
 
  • #23
Normalerweise denke ich auch, dass man doch Kompromisse machen kann.

Jetzt wohne ich aber am Rande des grössten Ballungsgebiet und hier ist es vorallem flach.
Ich bin in 20min in Düsseldorf, Köln keine Stunde, Essen 35min etc.
Da gibt es haufenweise Kompromisse, auf der anderen Seite meiner Stadt wird's komplett ländlich, man kann mit dem Hintern in der Natur sitzen und die Arme auf die Bar lehnen.

So stell ich mir das bei Euch nicht vor und so können wenige Kilometer unglücklich machen.

Entweder ihr liebt Euch LAT und verzichtet aufs zusammen leben oder einer wird auf Dauer so unzufrieden, dass die Liebe irgendwann stirbt.

Das ist aber abhängig von der Lebensplanung.
Ich habe Kinder und diese schon gross, da ist LAT völlig ok.
Möchte man aber noch Familie haben, dann ist eine Trennung jetzt richtig und klug.
 
  • #24
Es ist wichtig, dass Du am Ort Deiner Firma wohnst! Das kann in der ETW sein, aber auch in einem anderen Ort.Wenn er nicht bereit ist, dies zu akzeptieren, wird er auch in der Zukunft Schwierigkeiten haben, mit Deiner Berufstätigkeit einhergehende Unannehmlichkeiten (z.B. lange Arbeitszeiten, Reisen, Arbeit am WE) zu akzeptieren.
Daher: So schmerzlich es ist, es ist nicht der richtige Mnn für Dich. Andere werden kommen!
 
  • #25
Ich verstehe das Problem nicht.
Ich baue aktuell auch ein Haus und würde für nichts und niemanden mehr hier weggehen. Schon gar nicht für jemanden, den ich erst ein paar Wochen kenne. Das Haus ist für mich der Inbegriff der vielen Jahre an Verzicht und harter Arbeit und jeder einzelne Stein ist genau nach meinen Vorstellungen verarbeitet worden.
Klar stehts jedem frei deswegen nicht mit mir zusammen sein zu wollen aber ganz ehrlich, das juckt mich kein Stück. Auch würde ich deswegen keinen Beitrag eröffnen, warum auch.
Ich fühle mich hier zuhause wie sonst nirgends und damit gibts auch keine Diskussionsgrundlage. Mein Haus ist ein Teil meiner Persönlichkeit und das dazugehörige Grundstück ein Teil meiner Familiengeschichte und kein Nutzungsgegenstand, der beliebig austauschbar wäre. Daher kann ich ihn absolut verstehen.
 
  • #26
Das Haus ist für mich der Inbegriff der vielen Jahre an Verzicht und harter Arbeit und jeder einzelne Stein ist genau nach meinen Vorstellungen verarbeitet worden.

Deswegen heisst das Ding ja "Immobilie". Es ist nicht beweglich und es zementiert das Leben der Besitzerin. Für mich ist das ehrlich geschrieben abschreckend. Und man muss sich halt auch klar sein, dass das Leben dann ein Stück weit fixiert ist.
 
  • #27
Falsche Einstellung! Die Wohnnlage ist mitunter das Wichtigste überhaupt, um zu wissen, ob ich mit der Person eine Beziehung führen kann.

Kann die Person sich z.B. nicht von ihrem Haus oder der Familie lösen, ist das eben kein sexueller oder Liebespartner. Mit so einer Person würde ich niemals eine Familie gründen, denn ein normaler Mensch muss sich lösen können und auch die Heimat wechseln können. Das ist Basis! Ich will nicht in einem Haus verrotten, das nichtmal meins ist. Und das haben auch die Eltern zu verschulden, denen "Haus, Haus über alles" geht. Töchterchen/Söhnchen bleibt dann eben sexuell und liebestechnisch einam und hat zwecks ihrer Herkunft Pech gehabt. Ich glaube, viele verbohrte Familien wollen das auch so. Und viele Leute beschneiden die mögliche Liebe ihrer Kinder absichtlich, Hauptsache man kann nicht "normal" glücklich werden.

Was dein Partner treibt ist ähnlicher kurioser Fall. Rote Karte an solche Leute zeigen! Die Leute können oftmals nix dafür. Die wurden von ihren Alten daheim indoktriniert. Gegen die kommt man nicht an. Am besten stur bleiben und nicht nachgeben.
 
  • #28
Und das haben auch die Eltern zu verschulden, denen "Haus, Haus über alles" geht.
Wer in eigenem Besitz groß wurde, hält den vielleicht für erstrebenswerter als einer, der in einer Wohnung groß wurde. Aber trotzdem denke ich, dass es eine individuelle Eigenschaft ist, was Eigenes besitzen zu wollen, weil man sich dort richtig angekommen und verwurzelt fühlt. Eine Grenzziehung, die weiter geht als nur zur Wohnungstür. Aber das ist ein reines Gefühl, vielleicht hast Du auch recht.
 
L

Lionne69

Gast
  • #29
Ich finde es schön, wenn Menschen Wurzeln haben, oder irgendwann irgendwo Wurzeln schlagen können. Und ich respektiere es bei Anderen.

Manchmal passt es dann eben zwischen 2 Menschen nicht zusammen.

Das muss nicht an ein Haus gebunden sein, es kann der Ort an sich sein, die Sozialkontakte, die Umgebung.
Dass man aber ein Haus, das man sich erschaffen hat, nur ungern verlässt, halte ich für selbstverständlich.
Ich würde auch nicht jeden Mann hinein lassen - dies am Rande, @Mann54.

W,49
 
  • #30
Liebe Mareile
Es sind Gegebenheiten, dass viele Menschen mit zunehmendem Alter auch örtlich gebundener sind. Durch Wohneigentum, Firmensitze, Kinder aus einer früheren Beziehung und so fort. Ich finde es immer schwierig, da Vorwürfe zu machen, wer wem hätte entgegen kommen müssen. Vielleicht passt es auch einfach nicht. In vielen Gesellschaften war klar geregelt, wer nach der Heirat umziehen muss. Und da waren alle Beteiligten jung und flexibel, und die Ehe sicherte beide ab. Heute muss man sich beruflich und sonstwie absichern. Da ist die Beziehung eher das, was man entbehren kann.
Aus meiner Sicht ist Folgendes fair:
- Örtlich gebundene Menschen daten nur Personen, die sich bereits ganz in der Nähe aufhalten und auch langfristig vor haben, in der Gegend zu bleiben.
- Örtlich flexible Menschen daten ebenfalls örtlich flexible Menschen, so dass Kompromisse und Neubeginne möglich sind.
 
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