• #1

Trennung wegen seiner finanziellen Situation?

Hallo liebe Community,
ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich.
Wir leben seit 15 Jahren zusammen und haben auch eine 1,5 jährigen Sohn.
Ich bin seit Juni 2017 auch in Karenz und lebe zurzeit von meinen Ersparnisse (Einkommensabhängiges Karenzmodell) Zusätzlich gehe ich auch 1x pro Woche kellnern.
Mein Partner konnte schon immer nie richtig mit Geld umgehen. Er hatte immer Geldprobleme. Aber jetzt ist es fast soweit, dass er Privatkonkurs anmelden muss. Strom wird abgestellt, Gerichtsvollzieher stehen vor der Tür... Es gibt auch schon ein Brief vom Anwalt betreffende Wohnungsräumung, wenn nicht gezahlt wird.
Ich habe Gott sei Dank damals gespart und kann schau dass wenigsten meinem Sohn an nichts fehlt. Ich muss ja nicht dazu sagen, dass ich seit 1 Jahr für den Kleinen aufkomme (Autositz, Kleidung, Nahrung etc). Auch gehe ich regelmäßig einkaufen ohne ein Geld von ihm zu bekommen.
Ich habe ihm auch schon sehr viel Geld geliehen (in den letzten 14 Jahren ca 15.000€)... Und ich kann echt nicht mehr.... Überhaupt jetzt wo unsere Sohn da ist.
Ich liebe ihn ja, aber irgendwie muss ich auf mich und vorallem mein Kind schauen
Was meint ihr?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Also ich gehe mal davon aus, dass Ihr nicht verheiratet seid.
Dann lautet mein Rat:
Zieh einfach mit deinem Sohn aus. Macht getrennte Wirtschaft. Ihr müsst euch ja nicht gleich trennen, wenn ihr euch noch liebt.

Aber meine Gelder würde ich schützen. Und dann Unterhaltsvorschuss beantragen.
 
  • #3
aber irgendwie muss ich auf mich und vorallem mein Kind schauen
Was meint ihr?
Ja, absolut. Du hast ihn viel zu lange schon finanziert.

Es gibt eben Menschen, die immer wieder finanzielle Fehlentscheidungen treffen.

Es hilft ihnen letztlich auch nicht, wenn man dann die Konsequenzen für sie übernimmt. Denn dann lernen sie nichts daraus und ändern ihr Verhalten nicht.

Von solchen Leuten wird man immer wieder mit in ihren Sumpf gezogen und fühlt sich unter Druck gesetzt.

Ich würde dir auch zur Trennung raten. Vor allem gib ihm kein Geld mehr. Dann muss er sich eben selbst durch ein Insolvenzverfahren beißen.

Er muss eben lernen, dass man nicht mehr ausgeben kann, als man hat unf auf Luxus verzichten muss, wenn das Geld fehlt, aber die Miete fällig ist.
 
  • #4
Du meine Güte!!! Warum lasst ihr es eigentlich so weit kommen? Dass er nicht mit Geld umgehen kann und dass jetzt eine Privatinsolvenz droht, ist doch schon früher abzusehen! Ihr habt ein Kind! Willst Du Dich auch noch in finanzielle Schwierigkeiten bringen?
Warum ist er nicht zur Schuldenberatung gegangen?
Das sollte er jetzt sofort nachholen. Noch besser ist es, zu einem Fachanwalt zu gehen, das geht schneller. Alles zusammensammeln und sofort einen Termin vereinbaren, bitte. Der Strom wird doch schon abgestellt, unfassbar.
Ihr habt im Augenblick andere Sorgen, als über Trennung nachzudenken. Ist alles angeleiert, müsst ihr mal darüber reden.
Alles Gute!
Ich weiß das, weil es meinem Ex ähnlich erging.
 
  • #5
ich meine, dass ich einfach manchmal Frauen nicht verstehen kann. Du lebst seit 15 Jahren mit einem Mann zusammen, der nicht mit Geld umgehen konnte und nun steht ihr vor der Privatinsolvenz! WARUM lässt Du Dir von diesem Mann ein Kind machen?? Sorry, aber mir fehlt da jedes Verständnis. Das Einzige was hier noch zu retten ist, trenn Dich und zwar so schnell wie möglich
 
  • #6
Liebe Itschi123
Leider weiss ich nicht, was Karenzmodell oder so ist (gibt es bei uns in CH nicht).
Aber was du sonst so beschreibst, würde mir auch die Luft wegnehmen.
Ich verstehe richtig, ihr lebt nicht zusammen?
Ich hatte auch eine solche Beziehung über 3 Jahre nur, aber hat gereicht. Insgesamt EUR 25.000 geliehen, sowieso das meiste bezahlt, er hat umsonst bei mir gewohnt und meinte dann jeweils, tja, du hättest die Kosten ja sowieso. Gut ein anderes Thema.

Aber ich denke, dass solche Verhältnisse auch die Liebe kaputt machen können und du fühlst dich als Frau verpflichtet...bist du aber nicht. Ich würde mich trennen. Du kommst ja finanziell alleine klar.
Viel Glück
 
  • #8
Hi,
das ist eine wirklich verfahrene Situation!
Jetzt steht natürlich zuerst die nicht lösungsorientierte Frage im Raum: 14 Jahre zusammen, d.h. du kanntest deinem Partner schon laaange, bevor ihr ein Kind bekamt. Für mein Kind habe ich mir einen finanziell stabilen Partner gesucht, das war neben anderen Parameter ein wichtiger Faktor. Also zumindest sich selbst ernähren können und ein bisschen übrig haben für ein Kind sind bei mir Grundvoraussetzungen.

Jetzt im Nachhinein da gravierend was ändern zu wollen ist sicher sehr schwierig. Hast du gedacht, wenn's Kind kommt, wird er sich ändern?

Wohnst du eigentlich in Österreich oder Schweiz? Ich kenne dieses Karenzmodell überhaupt nicht.

Deine Frage kommt nicht so klar raus. Willst du dich trennen und suchst Entscheidungshilfe? Oder brauchst du Tipps, wie er sein Leben auf die Reihe kriegt? Letzteres wird wohl leider nicht klappen, er müsste schon von sich aus komplett sejnen Lebensstil ändern und Schuldnerberatung in Anspruch nehmen - das wirst du von außen kaum beeinflussen können, schon gar nicht wenn ihr eh schon so lange zusammenseid und falsche Muster entwickelt habt. Durch deine finanzielle Unterstützung gabst du ihm ja immer das Signal, es geht immer bequem weiter so.

Na nu ist es zu spät, du müsstest ihm jetzt ein Ultimatum stellen und er soll konkrete Schritte einleiten wie o.g., aber hast du da das Durchhaltevermögen, konsequent zu bleiben inkl. Trennung innerhalb einer fairen Zeit?
Alles Gute dir, bitte ändere dein Verhalten ihm gegenüber.

w35
 
  • #9
Sorry für die Frage:
War Dein Sohn ein Wunschkind oder ein Verhütungsunfall?

Du bist in einer echt verzwickten Lage. Glücklicherweise seid ihr nicht verheiratet, aber die Whg scheint auf seinen Namen zu laufen. Blöde Sache!

Denke und fühle durch, wie würde es Dir bei einer Trennung gehen. Und wie beim weiteren Zusammenleben. Und wie bei Alternativen dazwischen: Getrennt wohnen und dennoch Paar bleiben. Aber das ist schwierig für den Sohn, vermutlich. Dazu die Frage: Wie geht er mit seinem Sohn um? Denn:
Es ist nicht nur Dein Kind, sondern auch sein Kind.

Alles Gute für Dich!
ErwinM, 49
 
  • #10
Liebe FS

Ich denke, du hast deine Entscheidung bereits getroffen und willst doch hier absichern. Das ist ok.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: du kannst ihn nicht retten, du hast schon zu viel Geld in ein bodenloses Fass gepumpt. Der Mann kostet dich Kraft, die du aber in erster Linie für dich selbst brauchst. Unabhängig vom Kind. Es geht um dich und deine Existenz. Ggf zieht er dich mit in seinen finanziellen Abgrund.

Hat er schon mal einen Schuldnerberater zu Rate gezogen? Sieht er überhaupt ein Problem?

Zur Trennung vermag ich dir nicht zu raten,da du das selbst entscheiden musst. Ich hätte aber vollstes Verständnis, wenn du dich trennst.

W/38
 
  • #11
Mal abgesehen davon, dass mir wieder mal schleierhaft ist, warum Frau nach 15 Jahren Kennenlernphase dann ein Kind in die Welt setzt:
ich rate zu einem klärenden Gespräch. Du schreibst nichts von seiner beruflichen Situation, aber helfen könnte wohl nur, wenn Du die Verwaltung der Finanzen übernimmst...
 
  • #12
Wenn du ihm helfen wirst, dann wirst du ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholen müssen. Sprich trete ihm kräftig in den Arsch!

Also die Möglichkeiten hast du:
1) Du und er suchen sich jeweils eine neue Wohnung, so ist es für ihm am einfachsten dich nicht als Bank zu sehen und du wirst emotional weniger erpressbar

2) Du schleppst ihn zu einer Schuldnerberatung und er geht in die Privatinsolvenz. Dies hätte den Vorteil, dass sein Lebensminimum gesichert wäre und dein Unterhalt hätte Vorrang. Vom Rest muss er dann seine Schulden tilgen.

3) Beantrage trotzdem Unterhaltsvorschuss vom Staat, dann wäre dieser für dich schon mal sicher und der Staat muss es sich von ihm zurückholen.

Andere Möglichkeit:
1) Ihr bleibt in einer Wohnung wohnen, du übernimmst den Mietvertrag und forderst 50% Mietanteil, die Gefahr ist wenn er nicht zahlt dann zahlst du die gesamte Miete + Nebenkosten alleine tragen.

Und zu seinem Geldproblem, es ist der Liebe nicht zuträglich ihn wie ein großes Kind zu behandeln aber es wäre eine Möglichkeit. Und zwar könnte er sein Geld sobald er es hat dir überweisen und du verwaltest es quasi. Ziehst die Fixkosten ab und den Rest teilst du durch 4, hebst es ab und tust es in Umschäge. Und jeden Samstag gibst du ihm dann "Taschengeld"... .

Ja doof, aber so ist alle dann wirklich alle.
 
  • #13
ich meine, dass ich einfach manchmal Frauen nicht verstehen kann. Du lebst seit 15 Jahren mit einem Mann zusammen, der nicht mit Geld umgehen konnte und nun steht ihr vor der Privatinsolvenz! WARUM lässt Du Dir von diesem Mann ein Kind machen?? Sorry, aber mir fehlt da jedes Verständnis. Das Einzige was hier noch zu retten ist, trenn Dich und zwar so schnell wie möglich
Ich habe so etwas auch noch nie verstanden. Mein ganzes Leben lang frage ich mich, was bestimmte Frauen dazu treibt, schwanger zu werden von irgendwelchen Versagern und Schmarotzern.
Aber ich komme immer wieder zur gleichen Erkenntnis/Vermutung:

Es ist einzig und allein; um nicht allein sein zu müssen.

Und um nicht allein zu sein, macht dieser bestimmte Frauenschlag alles mit, toleriert die abenteuerlichsten Konstruktionen, reibt sich selbst auf, flüchtet sich in Märchen, indem nicht verhütet wird.
Womöglich auch eine Art Biologie, daß der Same seinen Weg schon finde...
 
  • #14
Mal abgesehen davon, dass mir wieder mal schleierhaft ist, warum Frau nach 15 Jahren Kennenlernphase dann ein Kind in die Welt setzt:
Manche Männer begreifen es wohl nie: Ein Kind oder eine "Verhütungsunfall" entsteht immer durch Frau und Mann.
Ebenso eine Ehe. Niemand wird zu einer Hochzeit oder zum Sex gezwungen (Straftaten ausgenommen).
Hört auf zu klagen und die Verantwortung stets den anderen Geschlecht unterzuschieben!
Nicht jammern, sondern selbst Verantwortung übernehmen.

Genau das sollte auch die FS beibehalten. Sie hatte anscheindend bereits versucht ihren Partner finanziell zu unterstützen. Das ist wohl leider misslungen. Weitere Versuche in diese Richtung sollte sie tunlichst unterlassen, immerhin trägt sie wohl die alleinige finanzielle Verantwortung für ihren Sohn.
Trennung? Ja, zumindest eine Finanzielle sollte beibehalten werden oder erfolgen.

W, 26
 
  • #15
Glücklicherweise seid ihr nicht verheiratet, aber die Whg scheint auf seinen Namen zu laufen. Blöde Sache!
Beides scheint eher ein Glücksfall zu sein.

1. nicht verheiratet, also auch keine gemeinsamen Schulden mit ihm.

2. nicht im Mietvertrag eingetragen, müsste eine räumliche Trennung leichter möglich sein. So kann die FS sich eine eigene Wohnung suchen und jederzeit ausziehen, ohne eine Kündigungsfrist einhalten zu müssen.

Hallo @Itschi123,

du schreibst, du hast bereits 15.000,- € in deinen Partner investiert. Anscheinend vergeblich, denn trotzdem droht ihm die Insolvenz und du kannst ihm nun nicht mehr helfen.

Es stimmt schon, dass sich gemeinsam viele Dinge leichter bewältigen lassen, doch dafür muss es auch stimmen in einer Beziehung.

Davon würde ich es abhängig machen, entweder eine eigene kleine Wohnung für dich und deinen Sohn zu suchen oder mit ihm zusammenzubleiben und ihn weiterhin zu unterstützen, wenn nicht mit Geld, dann mental und mit Rat und Tat, bzw. Aufmunterung.

Wie schaut es denn mit den Gefühlen bei euch aus?
Liebt ihr euch oder seid ihr nur (noch) aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit zusammen?
 
  • #16
Manche Männer begreifen es wohl nie: Ein Kind oder eine "Verhütungsunfall" entsteht immer durch Frau und Mann.
Wenn man das wirklich noch für manche Frauen erklären muss: Nach 15 Jahren ist ein „Verhütungsunfall“ eine relativ langweilige Ausrede. Es bestand ja reichlich Gelegenheit, eine Beziehung mit einem Partner zu beenden, den Frau als Vater für völlig unpassend hält. Der Mann hier hat sich ja nun nicht verändert.

Und noch klarer: Frauen, die 15 Jahre eine Beziehung mit so einem Mann führen, brauchen sich nicht anschließend zu beklagen, dass er so ist, wie er ist. Sie sind für Außenstehende schlicht ziemlich naiv, können nicht alleine sein oder haben eben das Maximum herausgeholt, was sie an Mann bekommen können.
(Meine eigene Erfahrung damit: von einer solchen Frau habe ich mich getrennt (weniger wegen Geld als wegen Kommunikationsunfähigkeit). Und mit einer anderen, bei der klar war, dass ich sie nicht als Mutter meiner Kinder möchte, immer brav verhütet. Wenn es schief gegangen wäre, hätte ich mich nicht darüber beklagt).

Oder aber, wenn auch für Außenstehende nicht nachvollziehbar, sie haben diesen Mann einfach bewusst gewählt, weil sie ihn lieben und nehmen ihn so wie er ist.
So oder so ist jammern unangebracht.

In der Konsequenz bezahlen sie dann für ihr Kind alleine. Wenigstens kann sie sich schnell trennen, wenn Sie möchte, weil nicht verheiratet. Was ich ihr nicht pauschal empfehlen würde. Für einen Mann, den Frau wirklich liebt, kommt sie doch gerne auf und seine Schulden sind, egal ob mit oder ohne Trauschein, sowieso nicht ihr Problem. Ich würde ein Gespräch mit einem Schuldenberater suchen, vielleicht auch mit einem Paarberater.
 
  • #17
Während meines Studiums war ich auch mal mit jemandem zusammen, der Schulden hatte und bei dem der Gerichtsvollzieher war. Das hat mich aber gar nicht betroffen. Also ich wäre nie auf die Idee gekommen, ihm was zu leihen und seine Schulden hatten ja nichts mit mir zu tun. Man hat doch getrennte Kassen und was juckt es mich da, ob der andere Schulden hat oder nicht. Ich würde mich da gar nicht mit reinziehen lassen.
 
  • #18
Liebe FS,

jemand muss diesen lebensunfähigen Mann an die Hand nehmen damit er sein Leben irgendwann mal in den Griff bekommt.

Erste Anlaufstelle ist die Schuldnerberatung, danach die Beratung einer sozialen Einrichtung, wie Caritas o.ä. Ich weiß nicht, was es für Beratungsangebote gibt, aber etwas in der Art "allgemeine Lebenshilfe" sollte es sein. Dein Partner hat nie gelernt, mit Geld umzugehen. Dass es solange gut ging, lag daran, dass du (und vermutlich auch andere) ihm immer wieder Geld gegeben hast, was er einfach verpulvert hat. Man kann nur das ausgeben, was man besitzt. Das hat er nie gelernt und wird es auch nicht, wenn ihm das keiner von Grund auf beibringt.

Ich hoffe, ihr habt getrennte Kassen und keine gemeinsamen Anschaffungen getätigt? Stehst du im Mietvertrag mit drin? An deiner Stelle würde ich alle finanziellen Dinge von ihm trennen. Wenn du für seine Schulden mit einstehen sollst, weil die Gläubiger auch dich anschreiben, gehe zum Anwalt und guck, ob du dich vor seinen Schulden retten kannst.

Bist du denn gewillt, diese Beziehung fortzusetzen? Wenn ja, muss dir klar sein, dass es ein schwerer Weg werden wird, ihn auf "lebensfähig" zu trimmen. Du hast mit ihm ein zweites Kind, um dass du dich kümmern musst. In der Insolvenz bleibt ihm nur der Mindestbetrag zum Leben. In Deutschland ist das eine bestimmte Summe plus Freibeträge für Unterhaltsverpflichtungen. Der Insolvenzverwalter wird euch sagen, wie viel genau es ist. Für das weitere Zusammenleben würde ich zur Bedingung machen, dass du die Hoheit über den Rest übernimmst. Davon wird dann sein Anteil an Miete usw. gezahlt, der Rest steht ihm als Taschengeld zur Verfügung. Keine gemeinsamen Anschaffungen außer dem Bedarf zum täglichen Leben.
Die Schuldnerberatung wird euch Tipps geben, wie das Zusammenleben in einem gemeinsamen Haushalt klappt, ohne dass die Gläubiger auf dein Geld zugreifen können. Ist das Risiko zu groß, hilft nur die räumliche Trennung mit zwei verschiedenen Haushalten.

Wenn du diese Strapazen auf dich nehmen willst, kann es mit eurer Beziehung klappen. Wenn du das nicht willst, kann dich sicher jeder verstehen. Finanziell für ihn einstehen würde ich nicht. Er lernt es sonst nie. Er muss die Konsequenzen seines Handelns tragen und hoffentlich daraus lernen.

W33
 
  • #19
Liebe FS, es heißt immer im Guten so wie im Schlechten Zeiten. Du scheinst vernünftiger zu sein als dein Freund und kannst besser mit Geld umgehen. Du liebst ihn also nimm doch die Führung in die Hand und sage ihm er soll dringend sich einen Job suchen. Ihr geht zusammen zum Arbeitsamt und sucht euch neue Stellen. Nebenbei versucht Ihr bitte die Schulden auszugleichen.
Wenn er aber nicht mitspielen möchte, muss er auch mit den Konsequenzen leben. Dir bleibt keine andere Wahl.
 
  • #20
Hallo,

es werden jetzt ganz viele Antworten kommen wie "wie kann man von so einem Mann ein Kind bekommen" bis zu "wie konntest du dich so ausnutzen lassen" aber darum geht es hier finde ich nicht. Alles was kommt würde ich von seinem Verhalten abhängig machen.

Ich persönlich kann solche finanziellen Fehlentscheidungen nicht verstehen, weil für mich Unabhängigkeit in jeder Dimension immer ein starkes Handlungsmotiv war. Aber auch darum geht es nicht sondern um euch und da musste ich an eine Person denken, die ich vor ein paar Jahren bei meinem Hobby kennengelernt habe:

Eine Bekannte, die im Niedriglohnsegment gearbeitet hat und trotzdem im Hobbybereich oft Summen ausgegeben bei denen ich nicht schlecht gestaunt habe. Irgendwann haben wir uns mal näher unterhalten und das Thema kam auf das gemeinsame Hobby und sie meinte, dass sie überhaupt nicht mit Geld umgehen kann, und sobald sie Geld hat gibt sie es aus egal "was morgen ist". Ich kann es bis jetzt nicht nachvollziehen, aber ihre Konsequenz war (nach diversen Fehlentscheidungen), dass sie ihr Geld auf das Konto ihrer Mutter überweisen lies, und ihre Mutter ihre ein "Taschengeld" gab.
Vertraut er dir genug um sich auf so was einzulassen, wenn ihm seine Lage bewusst ist?
Könntest du dich auf so etwas einlassen und ihn noch als Partner respektieren?
 
  • #21
Wenn du hier fragst, ist es auch immer ein Teilschuld von dir.

- Man leiht keinem Menschen 15.000 Euro, das ist falsch verstandene Fürsorge!

- Jeder Mensch sollte von Natur aus fähig sein, sich mit Geld versorgen zu können.

- Man muss vorher was sagen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist

- Man darf sich keinen schwachen Mann suchen


Du lässt es so weit kommen, bis der Gerichtsvollzieher vor der Türe steht. Du hast selbst deine Verantwortung verloren!

Auch gehe ich regelmäßig einkaufen ohne ein Geld von ihm zu bekommen.
Du glaubst jetzt ernsthaft, er könnte dir Geld geben?

Ich liebe ihn ja, aber irgendwie muss ich auf mich und vorallem mein Kind schauen
Was meint ihr?
Deine Pflicht wäre es, dir einen Versorger zu suchen. Oh ja, dieses böse Schimpfwort "Versorger". Dafür ist ein Mann nun mal hauptsächlich da und du musst dir dieses Recht nehmen und es dir nicht von schwächeren Männern nehmen oder was anderes einreden lassen!

Erkläre deinem Freund, dass er eine Versorgerpflicht für SEINE Familie hat.
Trennung wär über kurz oder lang ratsam.
Geld wegschließen! Er lernt dann, selbst zu wirtschaften.
 
  • #22
Du bist aus Österreich, ich habe das gerade mal gegooglet.
Ich bin seit Juni 2017 auch in Karenz und lebe zurzeit von meinen Ersparnisse
Das verstehe ich nicht. Ich habe gelesen, dass man da Geld bekommt, bis zu 2.000 € netto / Monat, je nach vorherigem Einkommen. ( Liebe Deutsche: das entspricht unserem Elterngeld, bei uns max. 1.800 € ).

Strom wird abgestellt, Gerichtsvollzieher... Wohnungsräumung
Nanu, heißt das, du hast auch nicht bezahlt ?
Du wohnst auch dort, wie habt ihr euch denn die Kosten geteilt ?
Und warum hast du denn nicht früher reagiert, als die Mahnungen kamen ?
Oder hat er die vor dir versteckt und du bist kürzlich aus allen Wolken gefallen ?
Alles, was die Wohnung betrifft, sollte er allein bezahlen ?
dass ich seit 1 Jahr für den Kleinen aufkomme....Auch gehe ich regelmäßig einkaufen ohne ein Geld von ihm zu bekommen.
Na, das würde ich dann auch komplett ok finden, eher schon, dass du einen guten Deal gemacht hast. Außer, du hast den Hauptteil der Hausarbeit gemacht, also das Traditionsmodell. Das alles natürlich nur, wenn er auch wirklich alles bezahlt.
Was er ja nicht tut.
Was du aber nicht gemerkt hast.
Ich habe ihm auch schon sehr viel Geld geliehen
Ach, ja doch.
Mein Partner konnte schon immer nie richtig mit Geld umgehen. Er hatte immer Geldprobleme
Genau.

Ok, du bist also nicht das Opfer dieser Umstände, sondern hast sie mit verursacht, bzw. nicht beizeiten die richtigen Konsequenzen gezogen.
Ok, ich würde mich schon mies fühlen, jetzt als Ratte das sinkende Schiff zu verlassen ( sorry, das Sprichwort geht so ) und würde es trotzdem tun.

ER geht in die Privatinsolvenz, er fliegt aus der Wohnung raus, er ist der Mieter und auch der Kunde bei den Versorgungsunternehmen, alles richtig ?
Dann kannst du einfach weggehen.

Beginne wirtschaftlich ein neues Leben, ein Liebes- und Elternpaar könnt ihr dennoch bleiben.
Suche eine Wohnung für dich und deinen Sohn.
Bezahle dann alles selbst.
Vergiß das Geld, das du ihm geliehen hast, das bekommst du nicht zurück.
Gib ihm kein neues Geld, nenne es auch nicht 'leihen', was du getan hast und nimm ihn nicht in deiner Wohnung auf, wenn er rausfliegt. Lass ihn nicht täglich bei dir essen oder duschen oder schlafen.
Akzeptiere, dass du niemals Unterhalt bekommen wirst, nimm, was der Staat dir bietet ( in D Unterhaltsvorschuß ).

Und vor allem: übernimm endlich die Verantwortung für dein Leben und deine Versäumnisse, zeige nicht mit dem Finger auf ihn.
Wenn du stark genug bist, finanziell meine ich, kannst du ihn ja mittragen. Aber erst mal würde ich mich und das Kind tragen. Das entlastet ihn ja auch schon.
Aber erwarte nicht länger, dass er dich und das Kind trägt, dazu ist er zu schwach.

w 51
 
  • #23
Hallo Itschi,

du schreibst, du liebst ihn- er dich auch?
Du schreibst aus Österreich, Elternkarenz ist quasi Mutterschaftsurlaub.
Kannst du in deine alte Arbeit wieder einsteigen, hast Betreuung für den Kleinen?

Willst du dir eine eigene, kleine Wohnung nehmen, er kann zu Besuch kommen, wann immer ihr das beide wollt?
Oder wäre es ihm und dir lieber, du würdest die Finanzierung seines Lebens übernehmen, wie @Suxxess es beschreibt?

Du hast es gerade unglaublich schwer, dabei hast so viel für ihn getan, wie es die wenigsten Partner beiderlei Geschlechts für ihren Liebsten machen würden- und bräuchtest also jetzt auch kein schlechtes Gewissen zu haben, die Verantwortung für deinen Partner aufzugeben und alle deine Kräfte auf euer Kind zu konzentrieren.

Ich würde mich räumlich trennen, ihn jederzeit das Kind sehen lassen, solange ich ihn liebe, nicht mit Vorwürfen und Bitten bombardiert werde, auch jederzeit in meine neue, kleine Wohnung lassen- und ohne ihn planen.
Wenn er auf dich hören würde, wäre er vermutlich ohnehin nicht da, wo er jetzt ist.

Viel Kraft dir!
 
  • #24
Hmmh, ich lese das so, dass Du und er in getrennten Wohnungen leben? Falls es aber nicht so ist, dann schleunigst ausziehen mit Deinem Sohn und Dir ein Wohnumfeld schaffen, auf das er keinen Einfluss hat.
Nach Deiner "Karenzzeit", ich nehme mal an, das ist Deine Elternzeit, geh zurück in Deinen Job und sorge für Deine kleine Familie.

So habe ich es gemacht, meine Situation war bei der Trennung ähnlich und ich konnte einfach nicht mich und meine Tochter mit in den Sumpf ziehen lassen. Er hat dann viel auch Betreuungsarbeit geleistet, während ich gearbeitet habe. Weil er ja nichts zahlen konnte. Das hat mir wiederum geholfen.

Alles Gute und viel Kraft!
W53
 
  • #25
Ich kenne Deine Situation...

Ich blieb, weil es langsam und schleichend war, man seinen Partner unterstützt in schweren Zeiten und den Punkt verpasst zu sehen: er bringt Dich auch sehenden Auges mit in die Not. Was nicht lieb ist!

Und wenn er sonst unheimlich nett ist, von der reinen Beziehung her, bleibt man wenn man es sich leisten kann.

Mit Kind ändern sich zwei Dinge enorm: es gibt einen Menschen den man mehr liebt und der unschuldig ist, kein Geld für sich zu haben.
Man gibt die Verantwortung für den Partner auf und übernimmt sie fürs Kind.

Übernimmt der Vater keine Verantwortung und macht so weiter...Wird er langsam zum "Feind", weil er die Sicherheit gefährdet, in der man ein Kind aufwachsen lassen möchte.

Das gibt einfach immer nur Krach und da solltest Du schnell gehen.
Den meine Erfahrung ist: so jemand ändert sich nicht.
Die nächste tolle Selbstständigkeit die der Durchbruch wird, lockt wie ein Spielautomat immer wieder
Während Du hoffst, jetzt wird er Erwachsen.
Was man meist ja selbst verhindert hat.

Geh bevor es noch böser wird!
Richte Dich darauf ein, dass Du es finanziell alleine schaffen musst mit Kind aber das kennst du ja aus den Jahren mit ihm.

Vielleicht hast Du wie ich aber Glück im Unglück: das Liebevolle was man so mochte, gibt er seinem Kind.
Zahlt zwar nie aber kümmert sich von Herzen ( zumindest später).
 
  • #26
Karenz ist die Elternzeit? Und es sollte 2017 heissen?
Kann das sein?
Oder ist das eine krankheitsbedingte Verrentung?

Egal - du solltest nun lösungsorientiert denken.Für deinen kleinen Sohn und dich.
Also schau zu, dass du eine Bleibe für dich und das Kind findest.
Schau zu, dass du dein Geld in Sicherheit bringst.
Liegt dir noch etwas an deinem Freund - hilf ihm beim Unterlagen ordnen und ab zum Anwalt für Insolvenzrecht. Ob und was noch zu retten ist - kann ich so nicht sagen.
Es gibt staatliche Stellen, die dazu da sind, dir und deinem Kleinen das Überleben zu sichern. Erkundige dich.

Ich kann nur hoffen, dass du keine Bürgschaften oder gemeinsame Kreditverträge unterschrieben hast.

Viel Kraft und viel Glück - du kannst beides brauchen.
 
  • #27
Meine Liebe,
ich bin froh, dass Du Dich nicht selbst aufgibst mit Obdachlosigkeit usw.
Du bist jetzt an einen Punkt gekommen und sagst, dass Du das so nicht mehr willst. Das ist gut und freut mich.

Es ist immer schwer, etwas zu verändern.

Hole Dir jetzt unbedingt Hilfe bei Freunden, Familie, Beratungsstellen.

Deinem Mann wird es nicht gefallen, dass Du Dich jetzt in eine andere Richtung entwickeln willst.
Sei also darauf gefasst, dass er versuchen wird, Dich wieder in seinen Sumpf zu ziehen
 
  • #28
Er hat sich 15 Jahre finanziell bei dir "durchgeschlaucht", das kannst du mit Kind nicht mehr leisten. Dafür musst du gar nichts erklären oder bei ihm rechtfertigen, es ist traurig, dass er dies allein nicht sieht bzw. sehen will, nichts für euch macht und sich noch traut, dich zudem um Geld "anzupumpen". Warum wirst du nicht wütend und bläst ihm mal so richtig den Marsch?

Ja, es wird Zeit, die finanziellen Bande ganz pragmatisch zu trennen. Überlege dir, wie du das wohnungstechnisch hingekommst. Lass dich nicht manipulieren, zieh dein Ding durch und fordere zudem Unterhalt/Kostenbeteiligung für euer Kind, notfalls juristisch. Ohne große Diskussionen.

An seiner Reaktion wirst du erkennen, ob er dich bzw. eure kleine Familie liebt. Jammert er rum, fängt er an böse zu werden oder tut er ENDLICH was, um sich selbst zu versorgen und wenigstens seinen Beitrag für seinen Sohn zu leisten? Miss ihn an seinen Taten. Wenn ihm die räumliche Trennung egal ist, er diese längst überfällige Entscheidung nicht respektiert oder dir sogar Steine in den Weg legt, kannst du dich immer noch fragen, ob so ein Mann deine Liebe wert ist. Davon unabhängig, kann euer Kind ja zu beiderseitig vereinbarten Zeiten in seiner Wohnung betreuen, es mit seinem Auto, Fahrrad oder zu Fuß abholen, mit ihm schöne Dinge unternehmen. Diese Tür muss als einzige offen bleiben.
 
  • #29
Ich mag jetzt mal klugscheißern

Eine „und“-Bedingung tritt nur ein wenn beide Bedingungen erfüllt sind. Somit erübrigt sich gegenseitige Schuldzuweisung. Das Nein der Frau zu einem gemeinsamen Kind hätte gereicht, auch wenn er egal, ja, oder ... gesagt hätte.

FS,
ich empfehle räumliche und wirtschaftliche Trennung. Was Du emotional machst, kannst Du dann immer noch entscheiden. Für sich selbst zusorgen ist sein Ding.

Davon abgesehen leiste ich mir nur das was ich mir auch leisten kann. Kann ich es nicht, tue ich es nicht. Im Zweifel verhungere und erfriere ich nicht und habe ein Dach über dem Kopf. Das erwarte ich auch von anderen. Schön ist was anderes, aber (über)leb - und machbar.
 
  • #30
jemand muss diesen lebensunfähigen Mann an die Hand nehmen damit er sein Leben irgendwann mal in den Griff bekommt.
Ich denke genau das ist der Fehler was man mit solchen Menschen machen kann und den Fehler hat auch die Fragesteller bislang gemacht, indem sie ihm Geld geliehen hat.

Es ist nicht anders als bei einem Alkoholiker oder sonstwie Süchtigen, er kann das Problem nur löse, wenn er es SELBST in Angriff nimmt und selbst lösen will, das kann man ihm von außen nicht aufdrücken.

Unterstützen ja, ihn wie Mutti bei der Hand nehmen und es ihm aufdrängen nein. Denn so lernt er nicht Verantwortung für sich zu übernehmen, wenn es niemals ernsthafte Konsequenzen hat und immer einer kommt, der ihn auffängt.

Die Fragestellerin hat 15000 € eingebüßt, die sie wahrscheinlich auch nie wieder bekommen wird. Was hätte man damit nicht alles schönes machen können?

Und sich als Partnerin so eine Einstellung zuzulegen, ist doppelt fatal.

Einerseits ist man aufgrund seines Helfersyndroms dann wahrscheinlich nicht in der Lage, dem Mann zu sagen "nein du kriegst jetzt keine 50 € von mir um Sprit für dein Auto zu kaufen, um auf Arbeit zu fahren. Man begibt sich in die Co-Abhängigkeit und Mitverantwortung als Partner.

Und noch viel schlimmer ist eigentlich der zweite Aspekt hinsichtlich der Partnerschaft: wenn man sich wie Mutti aufführt, wird man wie Mutti wahrgenommen. Da man nicht Mutti ist folgt keine Dankbarkeit, sondern die Reaktion eines aufmüpfigen Teenagers, der sich gegängelt und übergangen fühlt. Wahrscheinlich wird der Mann sich dann sehr unmännlich und klein fühlen und auch noch fremdgehen, um sich seine Männlichkeit zu bestätigen. Und zwar mit einer Frau die sich nicht einmischt und nicht kümmert sondern ganz einfach nur Frau ist.

Ich denke darauf sollte die Fragestellerin nicht warten.