• #1

Trennung wegen Alkoholsucht des Mannes. Wer weiß Rat?

Hallo, ich bin neu hier, 56 Jahre, kämpfe seit fast 4 Jahren gegen Eierstockkrebs und möchte mich jetzt nach 33 Jahren von meinem Mann trennen. Vor 3,5 Jahren verlor er seinen gutbezahlten Job , als Musiker, 2 Monate später kam meine verheerende Diagnose. Seit dem Zeitpunkt hat er angefangen zu trinken, konnte mich nicht mal zur OP fahren, wurde im Laufe der letzten Jahre immer aggressiver und hat mich auch in meinen schwärzesten Momenten verletzt und gedemütigt. 4 x hat er seitdem einen körperlichen Entzug gemacht, aber jegliche Therapie abgelehnt und trinkt jetzt sogar schon Morgens einen “kleinen Schluck“. Dadurch, das er keinen Job mehr gefunden hat, sind wir nun auch noch seit 2 Jahren ALG 2 Empfänger geworden. 3 Rückfälle hatte ich schon,gerade meldet sich der 4 an, meine Tumormarker steigen und ich habe wieder Aszitis bekommen. Er wirft mir immer wieder vor , von seinem Geld gut gelebt zu haben (obwohl auch ich lange Zeit Vollzeit gearbeitet + 2 wunderbare Töchter großgezogen habe ) . Vor 3 Tagen war bei mir der Punkt erreicht, das mir klar wurde, das ich die Reißleine ziehen muß, damit ich nicht sterben werde. Ich habe die volle Unterstützung meiner Töchter, seiner Eltern. Aber dennoch Angst vor dieser Ungewissheit, vor dem was da kommen mag, zumal ich , in meinem gesundheitlichen Zustand keinen Job annehmen kann (bin beim Jobcenter aus der Vermittlung raus ) . Ich stecke somit in der Hartz IV Falle fest, das ist schon schlimm genug, aber mit meinem Mann , der jeden Tag trinkt + aggressiv + empathielos ist , absolut unerträglich. Nun habe ich es ihm gesagt und er fährt erstmal schwere Geschütze auf, indem er mir droht und mir sagt, was alles ihm gehört. Vom Jobcenter habe ich die Auskunft erhalten, das ich mich, wenn ich eine räumliche Trennung will, sofort als Nachweis , die Scheidung einreichen muß, um eine Wohnung bezahlt zu bekommen. Stimmt das, kann das Jobcenter mich dazu zwingen ? Aber wie soll ich das in meiner Situation bezahlen ? Ist hier jemand, er auch in so einem Drama steckt ?
 
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  • #2
Liebe FS, das ist eine sehr traurige Situation. Sie sollten zu einer Fachanwältin für Familienrecht gehen und sich beraten lassen. Vielleicht zahlt das auch die Sozialbehörde? Es ist sicher richtig u unvermeidlich, dass Sie die Scheidung einreichen und sich sofort räumlich trennen. Könnten Sie vorübergehend zu Verwandten oder Freundinnen ziehen? Davon, dass dann materielle Verluste drohen, würde ich mich nicht abhalten lassen. Das Wichtigste ist für Sie, dass Sie sich vor weiteren Belastungen schützen. Für Ihre seelische und körperliche Gesundheit. Übrigens gibt es auch kostenlose Beratungsangebote von Caritas oder ProFamilia. Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute. Lassen Sie sich nicht unterkriegen.
 
  • #3
Ich beziehe gerade Leistungen. Ich finde es dagegen nicht schlimm, sondern bin extrem dankbar dafür. Warum du dich schämst?? Diese Leistungen sind eben für Menschen in Not da und das bist du! Die Aussage vom Amt stimmt, aber lass dich von deinem Mann nicht einschüchtern- wenn er aufzählt, was ihm alles gehört, dann geht es ihm nicht so schlecht und er ist verpflichtet (!) für dich zu sorgen. Er wird von Amt gezwungen, einer Beschäftigung nachzugehen, aber ohne ihn bist du sowieso besser dran. In Deutschland muss niemand auf der Straße leben , vor allem wenn jemand krank ist. Vierter Tumor ist schlimm, lange Zeit bleibt dir nicht- wie lange willst du in toxischer Beziehung ausharren?? Lieber Kleine Wohnung, als so ein Depp, sorry. Aus spiritueller Sicht bekommen sehr oft Krebs Menschen, die viel Frust in sich reinfressen- negative Emotionen haben schon so ihre zerstörerische Wirkung für die Aussenwelt, wenn sie ausgelebt werden. Was glaubst du, sie mit deinem Körper machen, wenn du sie unterdrückst? Du hast nicht ein Hauch einer Chance auf Genesung, wenn du permanent dem giftigen Familienklima ausgesetzt bist.
 
  • #4
Ich denke nicht, dass dich das Jobcenter dazu zwingen kann, die Scheidung einzureichen. Tut es auch nicht. Ich glaube, dass sind eben die Konsequenzen des Ehevertrages den man geschlossen hat. Der hat einfach noch mehr Punkte außer der Steuerersparnis. Moralisch betrachtet wird sowas dann z. B. beim Jobcenter nicht, sondern juristisch. An der Richtigkeit deiner Entscheidung "die Reißleine" zu ziehen ändert das erst mal nichts. Das sogar seine eigenen Eltern dir die Unterstützung zusagen ist schon eindeutig. Alkohol ist ein starker Feind den wohl kaum je ein Partner besiegt hat. Es gibt einfach keinen Knopf den man einem Süchtigen so schnell drücken kann, das er noch frühzeitig zur Besinnung kommt. Hierbei ist der verdammte Alkohol immer der Sieger. Grundsätzlich lässt man lieber alles kaputtgehen und hängt ohne Freunde und Familie in der Gosse als das auch nur einzuschränken. Komischerweise ist für sowas wie Alkohol auch immer Geld da, auch wenn das Messer ohne Butter und Brot alleine auf dem Tisch liegt. Vielleicht fängst du dein Projekt erst mal kleiner an. Du musst nicht die Wohnung kündigen und einen neue Meldeadresse angeben. Vielleicht kannst du erst mal hier und da eine Zeit unterkommen. Ein Tapetenwechsel hat sicher wirklich erst mal Priorität. Derweil wird sich wohl eher nichts zum Guten bei deinem Mann wenden. Auch eine juristische Beratung würde ich anstreben. Die ganze Sache ist eben eine juristische. Hartz IV ebenso wie die Ehe. Da du Zugang zum Internet hast, könntest du nach einer Beratungsstelle suchen. Infrage kommen auch Selbsthilfegruppen in denen es um Alkoholsucht und die Angehörigen der Süchtigen geht. w52
 
  • #5
Liebe Sarava, mir scheint, Du hast Angst vor dem Wort Scheidung, weil die Trennung dann endgültig wäre. Du willst doch weg von Deinem Mann, also warum keine Scheidung? In so einer Ehe sollte Dich nichts mehr halten. Das diese Ehe Deiner Gesundheit schadet, weißt Du selbst. Worauf also wartest Du noch? Die Formalitäten sind doch, sorry, nur vorgeschobene Ausreden. Reiche die Scheidung ein und suche Dir eine eigene Wohnung. Mit diesen Mietangeboten (3 Stück) wendest Du Dich ans Jobcenter. Dann werden die prüfen, ob die Miete angemessen ist. Fällst Du aufgrund Deiner Erkrankung beim Jobcenter raus, musst Du Erwerbsminderungsrente beantragen. Ist diese gering, bekommst Du Grundsicherung vom Sozialamt zur Aufstockung. Du hast dann mit Rente und Grundsicherung so viel wie mit ALG II. Nicht viel, aber zum leben reicht es. Mehr Geld hast Du jetzt ja auch nicht zur Verfügung. Also, mache Nägel mit Köpfen. Je schneller, desto besser. Die Anträge werden erst ab Datum der Antragstellung bearbeitet, also nicht rückwirkend. Wenn Du eine kleine Lücke in den Zahlungen hast und kurzzeitig kein Geld zur Verfügung, geben die Ämter Dir bei Mittellosigkeit einen Vorschuss. Wir sind ein Sozialstaat, wo keiner verhungert oder kurzfristig auf die Straße gesetzt wird. Im Notfall hast Du auch noch Deine Kinder und Schwiegereltern, die zu Dir stehen. Vielleicht kannst Du für kurze Zeit bei denen unterkommen oder sie geben Dir ein Darlehen, das Du ihnen zurück zahlst, sobald Du Dein Geld vom Amt bekommst. Wege finden sich, wenn Du dazu bereit bist. w, 54
 
  • #6
Keine Ahnung, ob die Ratschläge vom JobCenter richtig sind oder nicht. Suche dir einen Anwalt, der sich auskennt und dich realistisch beraten kann. Der müsste dir auch sagen können, wo du die Kosten für eine solche Beratung beantragen kannst.

Dass dein Mann wild droht ist bitter - aber auch hier solltest du dich auf anwaltliche Hilfe stützen und die Drohungen, soweit es geht, abprallen lassen. Halte dich zudem an deine Töchter und Freunde, denn irgendwo musst du dich ausheulen können.

Viel Glück!
 
  • #7
Hallo!
Wie sollst Du denn die Scheidung einreichen wenn ihr noch nicht mal getrennt bzw. das Trennungsjahr hinter euch habt? Ich würde mich nochmal beim zuständigen Jobcenter melden und Rat einholen.
Zum Ehemann: Das er droht weil er in der Zwickmühle steckt, ist bei vielen normal. Lass ihn drohen, da steckt meistens nichts dahinter. Solche Drohgebärden hab ich auch schon hinter mir. Sollte er gewalttätig werden sofort die Polizei rufen. Du musst so schnell wie möglich da raus und dein eigenes Leben starten. Wenn es erstmal keine Möglichkeit gibt, wende dich an ein Frauenhaus. Oder Beratungsstellen die für Frauen da sind und helfen. Nicht aufgeben und kämpfen! In solchen Situationen ist Frau meistens stärker als man selbst denkt. Viel Glück und ich hoffe Du wirst wieder gesund.
 
  • #8
Sarava, deine Situation tut mir sehr leid. Ich denke wichtig ist jetzt, dass du dich um dich kümmerst. Ich bin froh, dass du 2 Töchter hast, die dir zur Seite stehen. Kannst du vielleicht vorübergehend bei einer von ihnen wohnen bis du eine Wohnung gefunden hast? Ich weiß nicht wie das im Jobcenter geregelt wird, aber wenn du dich scheiden lässt, kriegst du einen Anwalt gestellt. So ist zumindest mein Wissensstand. Aber da wird dir das Arbeitsamt mehr Informationen geben können. Bleib bitte nur nicht aus finanziellen Gründen jetzt in dieser Situation, die dir absolut nicht gut zu tun scheint. Über deinen Mann möchte ich nicht urteilen. Alkoholsucht ist eine Krankheit, wie dein Krebs auch. Er hat Entzüge versucht und ist leider gescheitert. Er hat angefangen zu trinken, als du krank wurdest. Vielleicht hat ihn die Situation so überfordert,dass er sich nicht anders zu helfen wusste. Es tut mir wirklich leid für euch beide, aber nun ist es an der Zeit, dass sich jeder um sich kümmert. Ich wünsche dir viel Kraft und ein schönes neues Heim in dem du zur Ruhe kommen kannst.
 
  • #9
Hi,

es ist bekannt dass toxische Beziehungen Krebs fördern weil sie über die Stresshormone die Abwehr schwächen.
Also raus da!

In Deinem geschwächten Zustand würde ich jede! Hilfe annehmen (Kinder, verwandte, Freunde, integrationsfachdienst, psychosoziale Beratungsstelle).

Ein Mann, der bei solch schwerer Erkrankung "drauf haut" ist gefährlich!!!!!!!

Ich wünsche Dir viel Kraft!
(In USA lassen sie inzwischen Chemopatienten fasten weil es den Erfolg erhöht. Ich selber habe damit schonmal ein Rezidiv vor einigen Jahren weggekriegt. Alleine durch eine 38taegige Fastenkur. Vorausgesetzt Dein Zustand erlaubt das. Sonst wenigstens vegan ernähren nach heutigem Forschungsstand..)
 
  • #10
Oh weh, Du steckst tief in der Coabhängigkeit. Das zieht viel Energie.

Deine Kinder, die Schwiegereltern, alle werden froh sein, wenn Du dieses Drama endlich beendet hast.

Übrigens kann er nur süchtig sein, weil er Helfer hat, die sein Leben regeln.

Dieses Forum ist nicht für sozialrechtliche Beratung geeignet.

Lass Dich von Profis raten.
Da gibt's den Sozialdienst in Deiner Klinik, PROP, Caritas usw.

Schau, soviel kann er nicht haben, wenn ihr Hartz-IV bekommt.
 
  • #11
Ein wichtiger Grund für Tumorerkrankungen ist Stress (Dauerstress über Jahre), dadurch übersäuert der Körper und es kommt zu Krebs und Tumor. Es trifft häufig die schwachen, gutherzigen Menschen, die sich immer für andere aufopfern!

Ja, ich würde mich trennen, denn Selbstliebe ist heilend. Selbstaufopferung ist schädlich und tötlich.

Warum tust du so, als würde dein Leben ohne dein Mann nicht weiter gehen? Das ist einfach sowas von Blödsinn! Jeder 18-jährige, der auszieht, schafft es genauso alleine! Einfach wird es nicht, es ist eine Umstellung. Erkläre deine Lage vor den Ämtern, dass du weder Wohnung noch Job hast und Hilfe brauchst, du weißt nicht, was du machen sollst, und dann folge EXAKT deren Anweisungen!

Das Jobcenter hat dir gesagt, was du tun musst. Was verstehst du daran nicht?
Du möchtest den Mann als Sicherheit im Hintergrund haben, ... verständlich, du haderst noch, ob deine Entscheidung richtig ist, aber so gelingt keine Ablösung und wenn du dich nicht von ihm trennst ohne Scheidung, muss er für dich geldlich aufkommen (was er ja nicht will und kann). Das ist normal. Man wird gezwungen, dass erst die eigene Familie für die eigenen Kosten aufkommt, nur wenn da keiner ist, dann bekommt man Geld und Unterstützung. Also bist du gezwungen, dich scheiden zu lassen und auf eigenen Beinen zu stehen. Täte dir ganz gut, weil es dir dann besser ginge und du dir ein neues Leben aufbauen kannst und tu es dir zuliebe und sage dir jeden Tag, du wirst wieder gesund, weil du es wert bist!

Vermutlich würdest du von ihm sogar noch Geld kriegen, wenn du die Scheidung einreichst.

Geh nochmal zum Amt und hol dir Beratung. Lass dir die genauen Schritten erklären, die du tun musst. Dass dein Mann ein Alkoholiker ist und du dich lösen musst, würde ich gleich dazu erwähnen.
Es gibt vorläuftig auch Frauenhäuser oder man kann in eine WG einziehen, um etwas Geld zu sparen.

Tu etwas für dich und deine Gesundheit! Eine gesunde Frau bleibt bei keinem Alkoholiker, der sie undankbar fertig macht und damit schädigt. Deswegen bist du unter anderem krank!
 
  • #12
Unabhängig davon, ob die Aussage des Jobcenter stimmt, ist ein Scheidungsantrag in der Situation das richtige Mittel. Das gilt auch für eine räumliche Trennung.
Für gutes Zureden ist Dein Mann ja nicht mehr empfänglich. Wenn er wieder zur Besinnung kommen sollte, was ich nach vergeblichen Entzugsversuchen und der Verweigerung einer Therapie nicht glaube, muss man die Scheidung nicht "durchziehen". Und wenn Du ein Scheidungsverfahren nicht bezahlen kannst, gibt es Verfahrenskostenhilfe. Näheres erklärt Dir ein Anwalt.
Wichtig ist nicht Dein Mann, der mit seinem Arbeitsplatzverlust nicht klarkommt und völlig unangemessen agiert, sondern erst einmal Deine Gesundheit. Alles Gute.
 
  • #13
Hallo Sarava. Gibt es keine Beratungsstellen, die Dich unterstützen können? Für Deine Krankheit ist sehr wichtig, dass Du ein starkes Immun-System hast. Dieses hast Du nie, solange gegenüber Dir so ein Psycho-Terror geübt wird. Du brauchst dingend Scheidung und ruhigen geistigen Stand. Suche bitte sofort nach Beratungsstellen.
 
  • #14
Hallo Sarava,

es gibt die Beratungs und Prozesskostenhilfe für Menschen, die ein solches Verfahren nicht selbst bezahlen können. Du stehst also nicht ohne jur. Hilfe da. Wichtig ist für dich zunächst die Beratung, damit du klar siehst, wie die Rechtslage ist. Fachanwalt für Familienrecht wurde schon genannt; es gibt hier Spezialisierungen auf Ehescheidung.
Was du tun musst? Geh auf die homepage deines zuständigen Amtsgerichtes, dort findest du erste Infos. Auch Öffnungszeiten und den Wegweiser. Welche Unterlagen du mitbringen musst. Also wirklich praktische Hilfe für dein jur. Problem.
Für alles Weitere kann ich dir leider nur viel Glück wünschen; vor allem, dass du gesund wirst.
Alles Gute für dich
Tom
 
  • #15
Melde dich bei der Opferhilfe, lass dich beraten. So einem Psychoterror sollte niemand ausgesetzt sein, schon gar nicht wenn man so krank ist.
 
  • #16
Aus spiritueller Sicht bekommen sehr oft Krebs Menschen, die viel Frust in sich reinfressen- negative Emotionen haben schon so ihre zerstörerische Wirkung für die Aussenwelt, wenn sie ausgelebt werden.
Liebe realwoman
Es gibt wissenschaftlich keine Zusammenhänge zwischen Krebs und Persönlichkeit. Ich finde es sehr gefährlich, solche Aussagen in die Welt zu setzen.

Wer Krebs hat ist eh schon gebeutelt, dann braucht es nicht solche hirnrissigen Aussagen, damit die Betroffenen noch ein schlechtes Gewissen haben und meinen mit einer anderen Lebensweise wären sie verschont geblieben.

Eine positive Einstellung und der Kämpfergeist wirken sich positiv auf den Verlauf der Krankheit aus aber vorbeugend kann man psychisch nichts machen. Lies mal all die Studien zu dem Thema.

Franca
 
  • #17
Es gibt wissenschaftlich keine Zusammenhänge zwischen Krebs und Persönlichkeit. Ich finde es sehr gefährlich, solche Aussagen in die Welt zu setzen.

Wer Krebs hat ist eh schon gebeutelt, dann braucht es nicht solche hirnrissigen Aussagen, damit die Betroffenen noch ein schlechtes Gewissen haben und meinen mit einer anderen Lebensweise wären sie verschont geblieben.
Erstens, gibt es Untersuchungen zu dem Thema. Zweitens, gibt es ca. zwei Miliarden gläubige Menschen auf der Welt und Kirche ist als eine Struktur vom Staat annerkannt, obwohl es bisher keine" wissenschaftliche" Beweise der Gottesexistenz gibt. Drittens muss du dann alle psychosomatische Erkrankungen als Einbildung diskreditieren . Viertens, das was man nicht bewiesen hat als nicht existent abzutun- nun, die Quantenphysiker sollen ab sofort als Scharlatane verhaftet werden oder was?
Und fünftens- ich greife niemanden an und mache kein schlechtes Gewissen. Aber Menschen, die in absolut toxischer Umgebung leben, sind so desorientiert und geschwächt, dass nur die klaren Worte denen zum Aufwachen helfen. Mitleid ist absolut fehl am Platz und vor allem sehr destruktiv, da sie den Menschen wieder in die Rolle des Opfer schiebt. Ich dagegen habe Mitgefühl und zeige dem Menschen die Zusammenhänge und Struktur bestimmter Situationen, damit sie verstehen, was gerade passiert und was sie ändern können. Ein Chirurg muss weh tun. Hätte er rumgeiert und Mitleid gehabt, wäre der Mensch längst gestorben.
 
  • #18
Erstens, gibt es Untersuchungen zu dem Thema. Zweitens, gibt es ca. zwei Miliarden gläubige Menschen auf der Welt und Kirche ist als eine Struktur vom Staat annerkannt, obwohl es bisher keine" wissenschaftliche" Beweise der Gottesexistenz gibt. Drittens muss du dann alle psychosomatische Erkrankungen als Einbildung diskreditieren . Viertens, das was man nicht bewiesen hat als nicht existent abzutun- nun, die Quantenphysiker sollen ab sofort als Scharlatane verhaftet werden oder was?
Und fünftens- ich greife niemanden an und mache kein schlechtes Gewissen. Aber Menschen, die in absolut toxischer Umgebung leben, sind so desorientiert und geschwächt, dass nur die klaren Worte denen zum Aufwachen helfen. Mitleid ist absolut fehl am Platz und vor allem sehr destruktiv, da sie den Menschen wieder in die Rolle des Opfer schiebt. Ich dagegen habe Mitgefühl und zeige dem Menschen die Zusammenhänge und Struktur bestimmter Situationen, damit sie verstehen, was gerade passiert und was sie ändern können. Ein Chirurg muss weh tun. Hätte er rumgeiert und Mitleid gehabt, wäre der Mensch längst gestorben.
Als Medizinerin kann ich nur ganz klar sagen: Stress lässt Kortison steigen. Kortison dauerhaft ausgeschüttet fährt das Immunsystem runter. Das Immunsystem ist zuständig, jeden Tag potentielle und vorhandene Tumorzellen in Schach zu halten.
Dazu gibts auch genug wissenschaftliches Material inzwischen.

Es geht nicht um "Schuld". Es geht um Ursache und Wirkung.

Ich hatte selber schon sehr jung Krebs. Für mich war es ganz klar Folge ungeheuer destruktiven Familiengeschichte wozu ich hier schon einiges schrieb. Ich hab die Krankheit genutzt, toxische Menschen auszusortieren. Parasitäre und destruktive Charaktere. Und die FS macht es ja genau richtig!!! Ich kann sie da nur bestärken (es gibt übrigens in jeder größeren Stadt CODA Gruppen. Vielleicht hilft Dir das, auch seelisch zu entgiften. Drüber reden zu können. Dann geht der Dreck Deines Partners nicht so in den Körper).
 
  • #19
Als Medizinerin kann ich nur ganz klar sagen: Stress lässt Kortison steigen. Kortison dauerhaft ausgeschüttet fährt das Immunsystem runter.
Liebe Merretich ,

Dann aber, als Medizinerin, rede biite über Cortisol
"Cortisol oder Kortisol ist ein Stresshormon, das katabole Stoffwechselvorgänge aktiviert und so dem Körper energiereiche Verbindungen zur Verfügung stellt. Seine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem wird in der Medizin häufig genutzt, um überschießende Reaktionen zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen." Quelle - Wikipedia.

Die Zusammenhänge zwischen Psyche und körperlichen Krankheiten sind hinlänglich bekannt.
Dass psychisch belastende Verhältnisse einem Körper anfälliger machen können für alles mögliche ist auch klar,
Genau wie andere belastende Lebensumstände - und keine *r lebt optimal, wobei wir schon nur ansatzweise wissen, was wirklich optimal ist .
Der menschliche Organismus ist ein System, es gibt immer ein Bündel an Einflussfaktoren. Lebensweisen, Sport, Ernährung, Stress, Umwelt, Arbeitsumfeld. Oft kommt vieles zusammen.

Trotzdem weiß man nicht, warum einer nun an Krebs, oder anderen ernsteren Krankheiten erkrankt, wenn anderer nicht - und nur zu sagen, hätte er - ist definitiv übergriffig. Da gebe ich Franca recht.
Das impliziert - Du bist ja selbst schuld.
Nein!!!

Ganz klar ist aber - zur Heilung braucht es ein gutes Umfeld, und genauso viele andere fördernde Faktoren.

Liebe Sarava,
Ich würde Dir nahelegen zur nächsten Psychosozialen Beratungsstelle zu gehen, die haben eine Bandbreite an kompetenten Menschen.

Parallel -.Du brauchst jetzt die Auszeit.
Frage bei der Beratungsstelle, bei Deiner Hausärztin, falls Du eine Therapeutin hast, solltest Du(!) , auch diese. Beantrage eine Aufnahme in eine akut psychosomatische Klinik, vielleicht eine, wo mehr Erfahrung bzgl Onkologie ist. Dort hast Du mehrere Wochen mal Auszeit (zwischen 4-12 Wochen), Konzentration auf Dich, bisschen Verwöhnprogramm. Es ist schon ein Verwöhnen, auch nicht um Haushalt, Alltag zu kümmern, ein gedeckter Tisch, Und Ruhe...Auch dort wird man sozial beraten.
Und im therapeutischen Rahmen wird man Dir die Denkanstöße und Kraft geben, Dein Leben.Neu zu gestalten.

Die Beratungsstelle kann Dir bei den ganzen Trennungsprocedere helfen, Dir evtl. helfen, wie Du einen Anwalt findest, der die Scheidung abwickelt, ohne dass Du mehr als vermeidbar Kontakt zum Ex hast, bei der Wohnungssuche, dem Thema Arbeitsamt, etc. Das ist Ihr Job, sie kennen dies, Du bist kein Einzelfall.

Liebe Sarava,
Es geht um Dich, um Dein Leben, um Dein Überleben

Schmeiße diesen Ballast raus, und allen weiteren.

Dir alles Liebe, viel Kraft.

w,49
 
  • #20
Liebe Merretich ,

Dann aber, als Medizinerin, rede biite über Cortisol
"Cortisol oder Kortisol ist ein Stresshormon, das katabole Stoffwechselvorgänge aktiviert und so dem Körper energiereiche Verbindungen zur Verfügung stellt. Seine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem wird in der Medizin häufig genutzt, um überschießende Reaktionen zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen." Quelle - Wikipedia.

Die Zusammenhänge zwischen Psyche und körperlichen Krankheiten sind hinlänglich bekannt.
Dass psychisch belastende Verhältnisse einem Körper anfälliger machen können für alles mögliche ist auch klar,
Genau wie andere belastende Lebensumstände - und keine *r lebt optimal, wobei wir schon nur ansatzweise wissen, was wirklich optimal ist .
Der menschliche Organismus ist ein System, es gibt immer ein Bündel an Einflussfaktoren. Lebensweisen, Sport, Ernährung, Stress, Umwelt, Arbeitsumfeld. Oft kommt vieles zusammen.

Trotzdem weiß man nicht, warum einer nun an Krebs, oder anderen ernsteren Krankheiten erkrankt, wenn anderer nicht - und nur zu sagen, hätte er - ist definitiv übergriffig. Da gebe ich Franca recht.
Das impliziert - Du bist ja selbst schuld.
Nein!!!

Ganz klar ist aber - zur Heilung braucht es ein gutes Umfeld, und genauso viele andere fördernde Faktoren.

Liebe Sarava,
Ich würde Dir nahelegen zur nächsten Psychosozialen Beratungsstelle zu gehen, die haben eine Bandbreite an kompetenten Menschen.

Parallel -.Du brauchst jetzt die Auszeit.
Frage bei der Beratungsstelle, bei Deiner Hausärztin, falls Du eine Therapeutin hast, solltest Du(!) , auch diese. Beantrage eine Aufnahme in eine akut psychosomatische Klinik, vielleicht eine, wo mehr Erfahrung bzgl Onkologie ist. Dort hast Du mehrere Wochen mal Auszeit (zwischen 4-12 Wochen), Konzentration auf Dich, bisschen Verwöhnprogramm. Es ist schon ein Verwöhnen, auch nicht um Haushalt, Alltag zu kümmern, ein gedeckter Tisch, Und Ruhe...Auch dort wird man sozial beraten.
Und im therapeutischen Rahmen wird man Dir die D
w,49
Ich weiss nicht woher dieses merkwürdige Schuld Geschwurbel immer kommt :) Das ist doch letztendlich ein religiöser Begriff.
Grad Frauen arbeiten total oft damit und ich versteh den Sinn garnicht.

Letztlich gehts um (Selbst)Verantwortlichkeit und Selbstfürsorge.
Und das Vermeiden von menschlichen und sonstigen Toxen in so einer geschwächten Position.

Da find ich Deinen Ansatz mit der Kur super. In Reha Kliniken gibts ja auch Sozialarbeiter und andere, die eine Exit Strategie mit der FS ausarbeiten können.

Leider dauert Beantragung oft lange. Vllt gibts gute Freunde oder Verwandte und bis dahin aus der Schusslinie zu kommen.
(Zu Deinem Wikipedia Post: wiki ist kein Wissenschaftliches Magazin:) Kortison oder Kortisol unterscheidet nur eine OH-Gruppe chemisch. Die Wirkung ist dieselbe. Und Kortison ist dasselbe wie Cortison , da lateinisches C vor o,u eingedeutscht K ist...aber wurscht...ist ja klar, was ich meinte.
 
  • #21
Ich weiss nicht woher dieses merkwürdige Schuld Geschwurbel immer kommt :) Das ist doch letztendlich ein religiöser Begriff.
Das kommt, weil die Opfer selbst danach forschen, was sie falsch gemacht haben. Vielleicht ist es schon was Religiöses, weil die Frage nach dem "warum" ja an irgendwen gerichtet ist, aber muss nicht mit Kirche und dergleichen verbunden sein. Der Betroffene fragt sich "warum ich". Zumal es ungesund lebende Menschen gibt, die keinen Krebs kriegen.
Dasselbe ist es auch immer in der Diskussion bei Übergriffen. Ich habe sehr lange nicht begriffen, dass ich mir selbst die Schuld gegeben habe bei einer Sache (und bei anderen sicher auch, nur war es da nicht so gravierend). Ich konnte das nicht sehen, dass ich mich DOCH schuldig fühlte, denn es war eindeutig, dass ich nicht schuldig war. Aber man KANN nicht glauben, dass es einfach blöder Zufall war und dass man nicht "einfach alles richtig machen kann" und dann passiert nur Gutes.
Es geht doch vieles, wo es heißt "hätte ich dies nicht getan, wäre das nicht passiert". Also es hätte eine Möglichkeit gegeben, irgendwas zu verhindern.
Ich denke, es ist dem Menschen innewohnend, immer und bei allem Negativen nach einem Grund zu suchen, warum ihm was passiert ist, um das ganze in Zukunft positiv beeinflussen zu können und nicht machtlos ausgeliefert zu sein.

Ich hab mal ne Sendung zum Thema Krebs und Ursachen gesehen und es war Erkrankten sehr wichtig, dass gesagt wurde "du hast nichts falsch gemacht". Sie haben sich schuldig gefühlt, davon betroffen gewesen zu sein, weil ja bestimmte Krebsarten durchaus mit gesundheitlichem Fehlverhalten wie Rauchen und Alkoholtrinken in Zusammenhang gebracht werden und es ja auch nicht von der Hand zu weisen ist, dass in bestimmten Regionen mit Umweltbelastungen bestimmte Krebsarten öfter auftreten.

Das nur zum Thema "Schuld". Ich bin auch der Meinung, dass eine destruktive Umgebung einen krank machen kann.

Zum Thema Scheidung: Ich GLAUBE, das ist schon richtig, weil eine Bedarfsgemeinschaft "Ehepaar" nicht zwei Wohnungen von der Steuer finanziert kriegen kann. Noch dazu, wo der soziale Wohnungsmarkt sehr begrenzt ist. Sonst könnte das Ehepaar ja einfach behaupten, es brauche ab jetzt zwei Haushalte, weil sie sich nicht mehr verstünden, aber leben dann vergnüglich mit mehr Platz jeder für sich und lieben sich noch immer.
Also entweder hat die Person ein Bedrohungsproblem und ist es akut mit der Trennung, dann will man sich auch scheiden lassen, oder es gibt gerade ein bisschen Stress und eigentlich bleibt man als Paar doch zusammen. Aber wie gesagt, ich GLAUBE, dass es so ist.
 
  • #22
Da find ich Deinen Ansatz mit der Kur super. In Reha Kliniken..
Allerdings, unbedingt Korrektur.
Ich schrieb von psychosomatischer Akutklinik.
Das ist - auch wenn das Ambiente ähnlich ist, und wenig klinikhaft - keine Reha und schon gar keine Kur.
Akutklinik bedeutet hier stationäre Psychotherapie, mit Einzeltherapie in verschiedenen Varianten, und diversen gruppentherapeutischen Angeboten - und hier könnte man dies mit der Onkologie gut verknüpfen.

Man kann selbst bei der Klinik seiner Wahl anrufen - einfach mal im Internet suchen und / oder andere fragen - die Überweisung eines Arztes - Hausarzt, ärztl. Psychotherapeut, Psychiater - dort einreichen, die Verwaltung der Kliniken kümmern sich um das Weitere. Das Ganze geht über die Krankenkasse, nicht über die Rentenversicherungen. Das ist sehr wichtig, da das Genehmigungsverfahren bei der Rentenkasse deutlich komplizierter und langwieriger ist.

Wartezeiten, je nach Klinik, deren Spezialisierung und dem Ruf von sehr zeitnah - 14 Tage bis tatsächlich fast ein Jahr, wobei es manchmal auch da Glücksfälle gibt.
Da kann eine Beratungsstelle vor Ort aber Hinweise geben, und unterstützen bei so dringenden Fällen.
Hinweise für solche Kliniken bekommt man auch in Selbsthilfegruppen - die meisten waren selbst mal und kennen Namen und Verfahren.

Sarava, so etwas wäre für Dich eine Chance - mit Hartz IV bist Du zuzahlungsbefreit - Du kannst es Dir also leisten, und Du kämst zu Dingen, die im Alltag gar nicht möglich sind, aber richtig gut tun. (z.b. verschiedene Körpertherapien oder Therapie mit Kunst, Musik, Tanz, etc.)

Manches ist auch anstrengend, aber der Abstand, die Ruhe, das Sich nicht um Alltag kümmern müssen, Zeit für sich haben, ist sehr heilsam
- und Du triffst Menschen, die Deine Geschichten verstehen, weil sie selbst Betroffene sind.

W,49
 
  • #23
Das kommt, weil die Opfer selbst danach forschen, was sie falsch gemacht haben. Vielleicht ist es schon was Religiöses, weil die Frage nach dem "warum" ja an irgendwen gerichtet ist, aber muss nicht mit Kirche und dergleichen verbunden sein. Der Betroffene fragt sich "warum ich". Zumal es ungesund lebende Menschen gibt, die keinen Krebs kriegen.
Dasselbe ist es auch immer in der Diskussion bei Übergriffen. Ich habe sehr lange nicht begriffen, dass ich mir selbst die Schuld gegeben habe bei einer Sache (und bei anderen sicher auch, nur war es da nicht so gravierend). Ich konnte das nicht sehen, dass ich mich DOCH schuldig fühlte, denn es war eindeutig, dass ich nicht schuldig war. Aber man KANN nicht glauben, dass es einfach blöder Zufall war und dass man nicht "einfach alles richtig machen kann" und dann passiert nur Gutes.
Es geht doch vieles, wo es heißt "hätte ich dies nicht getan, wäre das nicht passiert". Also es hät
Ich hab mal ne SeBedarfsgemeinschaft "Ehepaawie gesagt, ich GLAUBE, dass es so ist.
Ich glaube dass zwei Dinge oft vermischt werden.

Letztlich ist es bei Krankheit total wichtig Ursache und Wirkung zu analysieren. Jeder Naturwissenschaftler kennt den Zusammenhang. Es macht keinen Sinn, mit Medikamenten Symptome wegzudruecken wenn der Auslöser oder eine gewisse Belastung bestehen bleibt.

Ich bin zum Beispiel nach der Tumorerkrankung aufs Land gezogen wo Luft und Wasser besser ist und bin recht radikal geworden, negative Menschen und Situationen zu meiden, wo es mir möglich ist.

Und diese Ursache Wirkungs Analyse hat garnichts mit Schuld zu tun! Es geht um Heilung.
Manchmal findet man auch nichts, dann ist es halt so.

Und oft gab es auch einfach Belastung von aussen, wo andere " schuld" sind, wenn man den Begriff benutzen will.
In dem Fall hier ist ja der Ehemann der destruktive und unempathische Part..das ist klar.
Wer daran "schuld" hat..seine Mutter, der Nikolaus, oder sonstwer ist sowas von wurscht. Es tut der FS garnicht gut. Sie spuert es selber. Also raus.

Viele Patienten tappen in die Ohnmachtsfalle wenn sie krank sind. Sie geben Heilung ab: der Arzt soll sie gesund machen. Die Reha. Der liebe Gott.

Dabei hat jeder Mensch doch ein Gespür, wer oder was ihm gut tut.
Das gilt es zu erforschen und die FS macht das super.

Ich kann nicht jahrelang Fleisch essen und dann mit dem Gichtanfall den Metzger anzeigen. So funktioniert das Leben nicht. Davon geht die Gicht nicht weg. Der komische Schuldbegriff wurde uns über Jahrhunderte von der Kirche sinnlos ein geprügelt um und Angst zu machen und gefügig zu halten.

Viel sinnvoller ist die Frage: was brauche ich. Was tut mir gut. Wem tue ich gut. Wo liegt die Wurzel eines Problems. Und gibt es eine Möglichkeit zu Kurskorrektur, Wiedergutmachung und Heilung.
Ist meine Meinung...
 
  • #24
Und diese Ursache Wirkungs Analyse hat garnichts mit Schuld zu tun!
Wollte ich auch nicht ausgesagt haben. Mir ging es nur darum, warum sich Menschen schuldig FÜHLEN, obwohl es unsinnig erscheint.

Viele Patienten tappen in die Ohnmachtsfalle wenn sie krank sind. Sie geben Heilung ab: der Arzt soll sie gesund machen.
Seh ich auch so. Wenn man sich selbst als "hilflos ausgeliefert" fühlt, werden eigene Kräfte nicht mehr aktiviert. Allerdings braucht man manchmal doch eine Stütze oder einfach nur jemanden, der zeigt, dass was nicht aussichtslos ist. Ein Vorbild oder einen guten Ratgeber.

Die Frage ist schon wieder heikel, wenn jemand schon Schuldgefühle hat. Er sucht es bei sich und denkt, er muss sich ändern, dann passiert nichts Schlechtes mehr. Man kann sich ja nun nicht beliebig ändern und öfter mal müsste der andere sich einfach ändern, ist aber zu blind, dumm oder unreif dazu.

Dabei hat jeder Mensch doch ein Gespür, wer oder was ihm gut tut.
Wie Du schon schreibst - es gilt, das zu erforschen, denn ich denke, es gibt einen Haufen Menschen, die so weit abgeschnitten sind von ihrem Gespür, dass sie es nicht wissen. Ich denke, es gibt - abgesehen von Kindheitsgeschehnissen, die wirklich ins Unterbewusste verbannt werden müssen, um zu überleben - Momente in Beziehungen, an denen man an einer Weggabelung steht und eine bewusste und für sich selbst gute Entscheidung fällen muss. Und wenn man den Weg einschlägt, wo man ein ungutes Gefühl ignorieren muss um weiterzugehen (vielleicht, weil man Angst vorm Singlesein hat oder z.B. für Liebe meint, arbeiten zu müssen), wird alles falsch. Man müsste zur Weggabelung zurück und den anderen Weg einschlagen, um auf den richtigen Pfad zu gelangen. Nur - je länger man auf dem falschen wandelt, umso weiter entfernt man sich von dieser Wurzel des Problems, also der Gabelung und dem ersten Schritt in die falsche Richtung, und bekommt neue Probleme und Lebensunstimmigkeiten auf seinem falschen Weg hinzu, die alle nicht zu beheben sind, weil es kein richtiges Leben im falschen gibt. Aber diese neuen Probleme überdecken das eigentliche und suggerieren, wenn man sie lösen könnte, wäre alles gut.