• #1

Trennung nach 15 Jahren? Midlife-Crisis?

Hallo!
Ich bin heu hier und bin auf eure Erfahrungen und Meinungen gespannt.
Ich bin w, Ende 30, und habe ein Kind im Schulalter.
Mein Mann ist Anfang 40 und wir sind jetzt über 15 Jahre zusammen, 10 davon verheiratet.

Wir haben in unserer Beziehung schon einige Schicksalsschläge verkraftet und Höhen und Tiefen erlebt. Unsere kleine Familie bedeutet uns beiden alles.

Doch seit letztem Jahr ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich unsere Beziehung in Frage stelle. Ich grüble darüber nach, ob wir nicht doch zu verschieden sind, um auf Dauer zusammen bleiben zu können; ob wir ohne Kind überhaupt noch ein Paar wären; ob es wirklich Liebe ist, die uns zusammen hält oder Gewohnheit.

Ich bin rational genug, zu wissen, dass es in jeder Beziehung nach 15 Jahren mal zu Tiefen kommen kann und dass ich wohl auch mit einem anderen Partner Probleme hätte - vielleicht andere als mit meinem jetzigen, aber dass es nach so langer Zeit nicht immer alles rosig ist, ist mir durchaus klar.

Die Corona Monate haben uns dann noch zusätzlich zugesetzt und wir steckten in einer echten Krise. Seitdem versuchen wir beide, daran zu arbeiten, was mal besser und mal schlechter gelingt.
Ich will nicht leichtfertig aufgeben, schon allein für unseren Sohn.
Aber ich frage mich immer wieder: Soll das schon alles gewesen sein? Bleibt mein Leben jetzt für immer so? Dieser Job, diese Wohnung, dieser Partner?
Kommt da noch was anderes??

Ist das ein Anzeichen für eine Midlife-Crisis? Oder mache ich es mir nur leicht, wenn ich mich selbst in diese "Schublade" stecke?

Ich möchte wirklich an unserer Ehe arbeiten, ich gebe mir Mühe, und die Vernunft sagt mir auch, dass ich glücklich sein soll mit dem was ich habe, aber das Herz flüstert mir immer mal wieder, dass es da noch etwas anderes gibt.

Und dazu kommt, dass sich seit dieser Krise die Gedanken an meinen Ex häufen und das will ich nicht, aber ich kann es nicht abschalten.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
 
  • #2
Aber ich frage mich immer wieder: Soll das schon alles gewesen sein? Bleibt mein Leben jetzt für immer so? Dieser Job, diese Wohnung, dieser Partner?
Kommt da noch was anderes??

Ist das ein Anzeichen für eine Midlife-Crisis? Oder mache ich es mir nur leicht, wenn ich mich selbst in diese "Schublade" stecke?
Hört sich für mich sehr nach Midlife-Crisis an, weil Du ja Dein ganzes Leben in Frage stellst, Dein Job, die Wohnung, der Partner...
Ich finde es gut, wenn Du Bilanz ziehst. Es kann am Ende dabei heraus kommen, dass Du Dich von Deinem Partner trennst, oder ihr gemeinsam in eine andere Wohnung umzieht oder Du nur den Job wechselst.

Solange es lediglich ein diffuses Gefühl ist, dass alles nicht mehr passt, würde ich keine endgültigen Entscheidungen in der Ehe treffen.
Ich würde es an Deiner Stelle auch Deinem Mann mitteilen, dass für Dich die Gesamtsituation nicht mehr passt. Dein Mann kann aber nichts dafür, dass Du mit dem Job oder der Wohnung unzufrieden bist. Es liegt an Dir, die beiden zu ändern.

Es kann gut sein, dass Du jetzt in dem Alter etwas Neues brauchst, aber dafür musst Du nicht gegen Ehe und Familie entscheiden.
Eine verheiratete Freundin hat mit Mitte 40 und 2 Kindern ihren Uni-Abschluss an einer Uni in 200 km Entfernung nachgeholt. Mach mit Deinem Mann zusammen irgendetwas Verwegenes beim Sex. Beginne etwas Neues, einen neuen Job, ein Ehrenamt, ein Hobby.

Es kann sein, dass am Ende auch ein neuer Mann steht. Aber solange es ein diffuses allgemeines Gefühl ist, würde ich mich nicht trennen
 
  • #3
Ich grüble darüber nach, ob wir nicht doch zu verschieden sind, um auf Dauer zusammen bleiben zu können; ob wir ohne Kind überhaupt noch ein Paar wären; ob es wirklich Liebe ist, die uns zusammen hält oder Gewohnheit ...
Aber ich frage mich immer wieder: Soll das schon alles gewesen sein? Bleibt mein Leben jetzt für immer so? Dieser Job, diese Wohnung, dieser Partner?
Kommt da noch was anderes??
Dass Du Dir diese Fragen stellst, liegt nicht daran, dass Ihr zu unterscheidlich seit. Es ist dies Ausdruck der menschlichen Natur. Der Mensch ist nicht auf den lebenslangen Bezug zu einem einzigen Partner ausgelegt. Dessen wirst Du Dir an Dir selbst nun langsam bewusst. Willkommen im Erwachsenenleben!

Zu raten ist da schwer etwas. Der Zwiespalt aus sozialem Lebensgerüst und Deinen ureigensten Wünschen wird Dich für den Rest Deines Lebens begleiten. Kennst Du den Film "Und Nietzsche weinte?" In diesem sehnt sich der Hauptprotagonist danach, aus seiner wohl geordneten Ehe auszubrechen. Er träumt eines Tages davon, wie er eine Affäre mit einer attraktiven Frau in seinem Umfeld beginnt und für sie die Ehe verlässt, um nur innerhalb kürzester Zeit festzustellen, was bei ihr alles nicht passt.

Ich will sagen, würdest Du Dich trennen und eine neue Beziehung eingehen, hättest Du dort mittelfristig das gleiche Phänomen wieder. Es würde Dir abgelebt, beschränkt, beengend vorkommen.

Es gibt kein Ankommen. Der Weg ist das Ziel.

Für die in Frage stehende Problematik gibt es keine wirkliche Lösung. Lege doch einmal eine Affäre ein. Das reinigt die seelische Verstimmung und Du brauchst nicht Dein ganzes Leben umzugestalten und wer weiß welche Brüche heraufbeschören, um wer weiß welche andere Beziehung zu beginnen.
 
  • #4
Liebe FS,
was soll man Dir antworten? Du zeigt eine Probleme auf und daher klingt das für mich alles, wie ein gelangweiltes Suchen nach Igrendwas, womit Du Dein langweiliges eben füllen kannst.

Wir haben in unserer Beziehung schon einige Schicksalsschläge verkraftet und Höhen und Tiefen erlebt.
Was für Schicksalsschlägen waren das konkret, welche Höhen und Tiefen?
Wenn es in einer Beziehung mehr Negativerlebnisse miteinander als Positiverlebnisse gibt, dann besagt das doch nur, dass es kein gutes Miteinander ist. Da muss man sich die Dinge genau angucken, um festzustellen, ob langfristig ein gutes Miteinander möglich ist.

An der Beziehung "arbeiten zu wollen" ist eine leere Phrase und führt zu garnichts ohne eine ausreichend konkrete, problembezogene, sinnvolle und realistische Zielsetzung - Anstrengung, ohne was erreichen zu können ist Energieverschwendung und neue Frustquelle.

Die Corona Monate haben uns dann noch zusätzlich zugesetzt und wir steckten in einer echten Krise. Seitdem versuchen wir beide, daran zu arbeiten, was mal besser und mal schlechter gelingt.
s.o. orientierunsglose Phrasendrescherei führt zu nichts.
Was sind eure Probleme, was ist die anvisierte Lösung und was tut ihr, um sie zu erreichen?

Nach einem Jahr Grübelei, solltestt Du auch mal zu einem Ergebnis kommen, sonst kannst Du das wühlen in (Pseudo-)Problemen besser einstellen, denn Du löst damit nichts, sondern schürst nur Deine Unzufriedenheit.

Aber ich frage mich immer wieder: Soll das schon alles gewesen sein? Bleibt mein Leben jetzt für immer so? Dieser Job, diese Wohnung, dieser Partner?
Kommt da noch was anderes??
Wenn Du nichts tust, um das, was Dich langweilt/Dir zum Halse raushängt zu ändern, dann wars das - alles bleibt, wie es ist. Wenn es Dir nicht passt, dann mach was - klugerweise, solltest Du aber wissen, was anders sein soll, bevor Du losslegst.
Wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen - ist so.

die Gedanken an meinen Ex häufen und das will ich nicht, aber ich kann es nicht abschalten. (/QUOTE]

Geistige Trägheit und daher kein echtes Interesse an was Neuem im Leben, sondern zurückgreifen auf Illusionen von damals.
Wenn der Ex so Klasse war, warum bist du seit 15 Jahren nicht mehr mit ihm zusammen?
Es gab Gründe für eure Trennung und die sind nicht weniger geworden in den letzten 15 Jahren sondern eher mehr, z.B. weil Du ein Kind von einem anderen Mann hast, weil Du 15 Jahre älter bist und garnicht mehr das Leben wie vor 15 Jahren (mit Anfang/Mitte 20) führen kannst.

Daher streich die Gedanken an damals und den Ex und frag Dich, wie die altersgerechte Umsetzung Deines Änderungswillens aussehen kann. 20 wirst Du nicht mehr - das ist sicher.
 
  • #5
Liebe Hannah,
Ja das hört sich nach Midlife Crisis an.
Du bist selbst sehr reflektiert, das ist gut.
Auf der anderen Seite scheint das Gras immer grüner zu sein.
Aber wenn Dein Mann nicht wirklich egoistisch, gewalttätig oder sonst irgendwie "fies" zu Dir ist, arbeitet an eurer Beziehung.
Und halte ihn fest.

Die heutige Männer-Welt ist ein Haifischbecken, das kann ich Dir aus Erfahrung sagen. Alle wollen nur locker, locker, locker. Null Emotionen, Kompromisse, Partnerschaft- Fehlanzeige.

Plant einen festen Tag nur für Paarzeit ein.
Macht zusammen ein Hobby, verreist etc. Sprich, raus aus dem Alltag rein ins Leben.

Ich wäre froh, jemanden an meiner Seite zu haben. Musste mich aber leider, weil es absolut nicht mehr ging, scheiden lassen vor nun schon fast 4 Jahren und das mit damals 2 Kleinstkindern.
Und nicht zu vergessen, die meisten Scheidungen sind purer Rosenkrieg (bei mir bis heute, durch meinen Ex-Mann leider immer wieder aktiviert). Tu Dir das nicht an, wenn nicht wirklich trifftige Gründe vorliegen und Dein Leidensdruck so hoch ist, dass Du ansonsten aus dem "Fenster springen" würdest.

Alles Liebe für Dich,
Vonni (w, 38)
 
  • #6
Aber ich frage mich immer wieder: Soll das schon alles gewesen sein? Bleibt mein Leben jetzt für immer so? Dieser Job, diese Wohnung, dieser Partner?
Kommt da noch was anderes??
Antwort 1:
Ja, das ist alles gewesen und Dein Leben bleibt für immer so. Dieser Job bleibt, diese Wohnung bleibt, dieser Partner bleibt.
Antwort 2:
Nein, das ist nicht alles gewesen. Dein Leben bleibt nicht für immer so. Dieser Job bleibt nicht, diese Wohnung bleibt nicht, dieser Partner bleibt nicht.
Beide Antworten zeigen Deine Zukunft, denn ES HÄNGT GANZ ALLEIN VON DIR AB...... für welche Antwort entscheidest Du Dich? 1 oder 2?
Meine eigene Erfahrung nach ähnlich langer Partnerschaft ist, dass man sich immer wieder gemeinsame Ziele schaffen muss, sonst erstickt man im Alltagstrott. Also würde ich mich an Deiner Stelle zuerst fragen, welche Ziele ich habe (gleiches Leben oder anderes Leben? Gleicher Job oder anderer Job? Gleiche Wohnung oder andere Wohnung? Gleicher Partner oder anderer Partner?) Und danach könntest Du Deine Ziele mit denen Deines Mannes abgleichen. Ich glaub dass es ganz normal ist, alles von Zeit zu Zeit mal in Frage zu stellen und dann an der einen oder anderen Stelle etwas zu verändern. Viele sind nicht so reflektiert wie Du und lassen sich einfach nur so treiben, dümpeln im Leben einfach nur vor sich hin...... statt sich die Fragen zu stellen, die Du Dir stellst. Also sieh Deine Fragen doch nicht als Krise, sondern als echt tolle Chance, manches in Deinem Leben zu überdenken. Alles Gute dabei wünsch ich Dir!
 
  • #7
Die Kernfrage lautet doch: Liebst du diesen Mann noch? oder liebst du das Vergangene oder den Traum wie es sein könnte?!

Du scheinst schon länger zu zweifeln, dass wird nicht besser werden und hat Gründe die du dir selbst eingestehen musst um dann deine Schlüsse daraus zu ziehen.

Wie sieht das eigentlich dein Mann?
Redet ihr darüber?
 
  • #8
Hey,
ich kann dir auch nur raten, dass du für eure Ehe kämpfst, du scheinst ja prinzipiell nicht unglücklich mit deinem Mann zu sein. Ein neuer Mann, eine neue Beziehung ist am Anfang aufregend, aber mit der Zeit wirst du am gleichen Punkt sein wie jetzt. Außerdem gibt es in deinem Alter und älter nicht mehr viele gute Single-Männer, die meisten haben irgendwelche Macken, sonst wären sie nicht Single und ebenso viele wollen nichts Ernstes. Auf Patchwürg hast du sicherlich auch nicht großartig Lust.
Wie wärs, wenn du dir mal eine Auszeit nimmst, paar Tage verreist, um den Kopf freizubekommen? Wandern hilft zum Beispiel
 
  • #9
Ob nun der Ex oder andere Männer im Straßenbild, der Fall ist doch logisch längst klar, Dein Bauch sagt Dir das doch!

Deine Eltern haben Dich so erzogen, nehme ich mal an, dass es nur diese einzige Lebensform zu geben hätte... Vati Mutti Kind.

Heutzutage kann man aber gehen, als Mann, als Frau.
Warum sprichst Du nicht in Ruhe mit ihm und schlägst völlig friedliche Trennung vor, vielleicht möchte er ja auch?

Wenn es schon länger keine sexuell gefärbten Annäherungen gibt, würde ich an Deiner Stelle jetzt die Reissleine ziehen.
 
  • #10
Das allerschlimmste was Menschen in Beziehungen tun können, sind Affären zu beginnen und einzugehen, fremd gehen, mehr Feigling sein, geht gar nicht, es sind Menschen die ihre Beziehungsprobleme unter den Teppich kehren oder schönreden wollen, dabei wird alles um 180 Grad svhlimmer und schlechter, auch dazu noch die belastete Schuldmoral, ein Leben lang.
Betrogen und belogen zu werden ist für sehr viele Beziehungspartner wohl das Allerschlimmste, was sie sich in einer Beziehung vorstellen können. Alle die das tun, wünsche ich, dass ihnen dasselbe widerfährt!
Affären und Fremdgehen sind heute so traumatisch wie nie zuvor. Das Vertrauen wird mit einem Schlag ins Gesicht für immer auf allen Beziehungs- Gebieten zerstört. Ohne Vertrauen ist eine Beziehung in Liebe nicht möglich. Sowas machen wirklich nur ganz feige EGO Menschen, sie haben weder eine Beziehungsverantwortung, noch eine positive Moral, noch einen guten Charakter! Punkt.
 
  • #11
Hört sich für mich sehr nach Midlife-Crisis an, weil Du ja Dein ganzes Leben in Frage stellst, Dein Job, die Wohnung, der Partner...
Ich finde es gut, wenn Du Bilanz ziehst. Es kann am Ende dabei heraus kommen, dass Du Dich von Deinem Partner trennst, oder ihr gemeinsam in eine andere Wohnung umzieht oder Du nur den Job wechselst.

Solange es lediglich ein diffuses Gefühl ist, dass alles nicht mehr passt, würde ich keine endgültigen Entscheidungen in der Ehe treffen.
Ich würde es an Deiner Stelle auch Deinem Mann mitteilen, dass für Dich die Gesamtsituation nicht mehr passt. Dein Mann kann aber nichts dafür, dass Du mit dem Job oder der Wohnung unzufrieden bist. Es liegt an Dir, die beiden zu ändern.

Es kann gut sein, dass Du jetzt in dem Alter etwas Neues brauchst, aber dafür musst Du nicht gegen Ehe und Familie entscheiden.
Eine verheiratete Freundin hat mit Mitte 40 und 2 Kindern ihren Uni-Abschluss an einer Uni in 200 km Entfernung nachgeholt. Mach mit Deinem Mann zusammen irgendetwas Verwegenes beim Sex. Beginne etwas Neues, einen neuen Job, ein Ehrenamt, ein Hobby.

Es kann sein, dass am Ende auch ein neuer Mann steht. Aber solange es ein diffuses allgemeines Gefühl ist, würde ich mich nicht trennen
Danke für deine Antwort.
Ja, es begann ein bisschen mit unserer Krise, und jetzt weitet es sich auf das Gesamte aus. Ich habe es meinem Mann auch schon gesagt, dass ich generell unzufrieden bin im Moment und auch wenn es ihn im ersten Moment geschockt und verletzt hat, ist er bereit, mich bei Veränderungen zu unterstützen. Deswegen möchte ich jetzt auch nichts über den Zaun brechen. Ich kenne mich nur selbst nicht so, bisher war ich immer sehr zufrieden mit meinem Leben und meine Entscheidungen und habe nie etwas bereut, und jetzt auf einmal all diese Gedanken....
 
  • #12
Dass Du Dir diese Fragen stellst, liegt nicht daran, dass Ihr zu unterscheidlich seit. Es ist dies Ausdruck der menschlichen Natur. Der Mensch ist nicht auf den lebenslangen Bezug zu einem einzigen Partner ausgelegt. Dessen wirst Du Dir an Dir selbst nun langsam bewusst. Willkommen im Erwachsenenleben!

Zu raten ist da schwer etwas. Der Zwiespalt aus sozialem Lebensgerüst und Deinen ureigensten Wünschen wird Dich für den Rest Deines Lebens begleiten. Kennst Du den Film "Und Nietzsche weinte?" In diesem sehnt sich der Hauptprotagonist danach, aus seiner wohl geordneten Ehe auszubrechen. Er träumt eines Tages davon, wie er eine Affäre mit einer attraktiven Frau in seinem Umfeld beginnt und für sie die Ehe verlässt, um nur innerhalb kürzester Zeit festzustellen, was bei ihr alles nicht passt.

Ich will sagen, würdest Du Dich trennen und eine neue Beziehung eingehen, hättest Du dort mittelfristig das gleiche Phänomen wieder. Es würde Dir abgelebt, beschränkt, beengend vorkommen.

Es gibt kein Ankommen. Der Weg ist das Ziel.

Für die in Frage stehende Problematik gibt es keine wirkliche Lösung. Lege doch einmal eine Affäre ein. Das reinigt die seelische Verstimmung und Du brauchst nicht Dein ganzes Leben umzugestalten und wer weiß welche Brüche heraufbeschören, um wer weiß welche andere Beziehung zu beginnen.
Danke für den Filmtipp, den werd ich beherzigen.

Was die Affäre angeht, sehe ich das anders. Ich würde meinen Partner nicht so hintergehen wollen. Ja, die Gedanken daran sind da, der Kontakt zum Ex auch, aber ich sehe mich als sehr korrekten Menschen an und würde gerne alles im Vorfeld geklärt haben, bevor ich meinem Mann so weh tue.
Angelogen und hintergangen zu werden, würde unserer Ehe nicht helfen, da muss es andere Wege geben.

Dass mein Ex wahrscheinlich auch nicht der ideale Partner für mich wäre, ist mir klar.
Der Reiz eines Abenteuers ist da, aber ich brauche trotzdem auf lange Sicht gesehen Sicherheit und Stabilität, daher würde ich für eine lockere Geschichte niemals alles aufgeben, was ich jetz habe.

Der Reiz der Vergangenheit, dieses Nicht-Abgeschlossene, was zwischen meinem Ex und mir steht, übt einfach diesen Reiz auf mich aus, aber dafür alles wegwerfen?? Wäre es das wert?
 
  • #13
Liebe FS,
was soll man Dir antworten? Du zeigt eine Probleme auf und daher klingt das für mich alles, wie ein gelangweiltes Suchen nach Igrendwas, womit Du Dein langweiliges eben füllen kannst.


Was für Schicksalsschlägen waren das konkret, welche Höhen und Tiefen?
Wenn es in einer Beziehung mehr Negativerlebnisse miteinander als Positiverlebnisse gibt, dann besagt das doch nur, dass es kein gutes Miteinander ist. Da muss man sich die Dinge genau angucken, um festzustellen, ob langfristig ein gutes Miteinander möglich ist.

An der Beziehung "arbeiten zu wollen" ist eine leere Phrase und führt zu garnichts ohne eine ausreichend konkrete, problembezogene, sinnvolle und realistische Zielsetzung - Anstrengung, ohne was erreichen zu können ist Energieverschwendung und neue Frustquelle.


s.o. orientierunsglose Phrasendrescherei führt zu nichts.
Was sind eure Probleme, was ist die anvisierte Lösung und was tut ihr, um sie zu erreichen?

Nach einem Jahr Grübelei, solltestt Du auch mal zu einem Ergebnis kommen, sonst kannst Du das wühlen in (Pseudo-)Problemen besser einstellen, denn Du löst damit nichts, sondern schürst nur Deine Unzufriedenheit.



Wenn Du nichts tust, um das, was Dich langweilt/Dir zum Halse raushängt zu ändern, dann wars das - alles bleibt, wie es ist. Wenn es Dir nicht passt, dann mach was - klugerweise, solltest Du aber wissen, was anders sein soll, bevor Du losslegst.
Wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen - ist so.
Mein Leben und meine Lebenskrisen möchte ich hier nicht so öffentlich ausbreiten. Wir haben trotz der Krisen zusammen gehalten und gemeinsam einen Weg gefunden. Es waren weniger Charakterkrisen zwischen uns, als mehr Schicksalsschläge, höhere Gewalt, die uns gezwungen haben, unser Zusammenleben neu zu arrangieren, sagen wir so.

Wir arbeiten insofern daran, als dass wir uns Zeit für Gespräche nehmen, Rücksicht auf die Bedürfnisse des anderen nehmen, ich lese divere Eheratgeber und schreibe das Journal "Zurück auf Wolke 7".
 
  • #14
Klingt nach Midlife-Crisis. Es ist nachvollziehbar, dass man ab und an mal überlegt, ob alles im Leben noch so richtig passt. Wenn man dann zum Schluss kommt, dass gar nichts mehr so richtig passt, wie bei Dir, ist das natürlich nicht so toll.
Die Parameter Job und Wohnung sind ohne größere Komplikationen zu verändern, der Parameter Ehe schwieriger, Kind wohl kaum. Beziehungen werden öfter mal nach 10 Jahren etwas langweilig. Mit Kind bindest Du Dich irgendwie doch für eher 20 Jahre, das sollte man dann vorher überlegen. Ich würde also bei Job und Wohnung einen Wechsel herbeiführen, wenn das Dein Wunsch ist, bei Ehe und Kind würde ich eher daran arbeiten. Ich denke auch nicht, dass die nächste Beziehung dann problemlos länger halten würde...
 
  • #15
Ob nun der Ex oder andere Männer im Straßenbild, der Fall ist doch logisch längst klar, Dein Bauch sagt Dir das doch!

Deine Eltern haben Dich so erzogen, nehme ich mal an, dass es nur diese einzige Lebensform zu geben hätte... Vati Mutti Kind.

Heutzutage kann man aber gehen, als Mann, als Frau.
Warum sprichst Du nicht in Ruhe mit ihm und schlägst völlig friedliche Trennung vor, vielleicht möchte er ja auch?

Wenn es schon länger keine sexuell gefärbten Annäherungen gibt, würde ich an Deiner Stelle jetzt die Reissleine ziehen.
Trennung möchte er nicht. Es war für ihn schon ein immenser Schlag, als ich ihm eröffnet habe, dass ich unglücklich bin, weil er unsere Probleme gar nicht als so gravierend wahrgenommen hat. Er möchte definitiv um unsere Beziehung kämpfen.
Das mit den sexuell gefärbten Annäherungen versteh ich nicht ganz. Auch wenn wir unsere Probleme haben, sexuell ist soweit alles okay :)
 
  • #16
Die Kernfrage lautet doch: Liebst du diesen Mann noch? oder liebst du das Vergangene oder den Traum wie es sein könnte?!

Du scheinst schon länger zu zweifeln, dass wird nicht besser werden und hat Gründe die du dir selbst eingestehen musst um dann deine Schlüsse daraus zu ziehen.

Wie sieht das eigentlich dein Mann?
Redet ihr darüber?
Ich glaube eher, ich liebe die Erinnerung an uns früher, das Vergangene, das Nie-Erreichte (er hat mir damals ziemlich heftig das Herz gebrochen), ich liebe den Traum wie es sein könnte.

Mein Mann weiß von dieser Geschichte und dem Ex nichts, nein.
Er weiß, dass es zwischen uns kriselt, und ich unglücklich bin, aber er kennt nicht alle Gedanken, die ich mir dazu mache.
 
  • #17
Das allerschlimmste was Menschen in Beziehungen tun können, sind Affären zu beginnen und einzugehen, fremd gehen, mehr Feigling sein, geht gar nicht, es sind Menschen die ihre Beziehungsprobleme unter den Teppich kehren oder schönreden wollen, dabei wird alles um 180 Grad svhlimmer und schlechter, auch dazu noch die belastete Schuldmoral, ein Leben lang.
Betrogen und belogen zu werden ist für sehr viele Beziehungspartner wohl das Allerschlimmste, was sie sich in einer Beziehung vorstellen können. Alle die das tun, wünsche ich, dass ihnen dasselbe widerfährt!
Affären und Fremdgehen sind heute so traumatisch wie nie zuvor. Das Vertrauen wird mit einem Schlag ins Gesicht für immer auf allen Beziehungs- Gebieten zerstört. Ohne Vertrauen ist eine Beziehung in Liebe nicht möglich. Sowas machen wirklich nur ganz feige EGO Menschen, sie haben weder eine Beziehungsverantwortung, noch eine positive Moral, noch einen guten Charakter! Punkt.
Ich muss sagen, ich finde es auch schlimm, wenn Partner fremdgehen und so das Vertrauen des anderen missbrauchen.
Aber ich sehe es auch so, dass eine Affäre nicht unbedingt automatisch das Aus für eine Beziehung sein muss. Es kommt natürlich darauf an, wie beide danach damit umgehen, aber man kann auch eine Affäre überwinden, da habe ich in meinem Umfeld schon viel erlebt, was ich nicht für möglich gehalten hätte.
Das heißt aber natürlich nicht, dass ich ohne Weiteres eine Affäre eingehen würde. Ich könnte mit diesem schlechten Gewissen nicht leben, denke ich, trotzdem lege ich für mich selbst und für niemanden die Hand ins Feuer, weil ich eben schon oft genug miterlebt habe, dass das jedem passieren kann.
 
  • #18
Mein Leben und meine Lebenskrisen möchte ich hier nicht so öffentlich ausbreiten
Ok, aber genau davon finde ich extrem abhängig, ob jemand mit Krisen-Erfahrung dazu eher sagen würde "beende es so schnell wie möglich, das Ende kommt so oder so oder Du versuchst, ein richtiges Leben im falschen zu leben" oder "das ist nur eine Phase, Du willst was nachholen, das Du mit einem anderen Partner auch nicht bekommst".

Klar kann das keiner genau sagen, aber bestimmte Dinge sind Flausen und andere sind wirklich Bedürfnisse, die Du nie erfüllt bekommen wirst. Ich hatte Dir dazu in einem anderen Thread schon was geschrieben.

So vage, wie Du hier schreibst, kann es alles sein. Vom Mimimi der gelangweilten Frau, die versucht, durch einen Mann ein interessanteres Leben zu kriegen, bis hin zu Depression, weil Du ständig versuchst, Deine Bedürfnisse innerlich wegzudiskutieren.
 
  • #19
So vage, wie Du hier schreibst, kann es alles sein. Vom Mimimi der gelangweilten Frau, die versucht, durch einen Mann ein interessanteres Leben zu kriegen, bis hin zu Depression, weil Du ständig versuchst, Deine Bedürfnisse innerlich wegzudiskutieren.
Nein es ist weder noch.. Ich bin nicht gelangweilt, gehe in meinem Job voll auf und bin auch gern Mama und mag unser Familienleben.
Ich liebe meinen Mann als Menschen, er ist fürsorglich und loyal, ein toller Vater, und immer für mich da, aber ich weiß zur Zeit nicht mehr, ob ich wirklich mit IHM zusammen sein möchte.
Ich weiß nur nicht genau wie ich die Antwort auf diese Frage finden kann.
 
  • #20
Ich liebe meinen Mann als Menschen, er ist fürsorglich und loyal, ein toller Vater, und immer für mich da, aber ich weiß zur Zeit nicht mehr, ob ich wirklich mit IHM zusammen sein möchte.
Du kannst dich, in der Situation mit Ende 30 und einem Kind, das noch einige Jahre in deinem/eurem Haushalt leben wird, nur verschlechtern! Was denkst du, was in deiner Zielgruppe an Männern so unterwegs ist? Die allerwenigsten haben auch nur ansatzweise die Qualitäten, die du gerade von deinem Mann beschrieben hast!

Als du Anfang-Mitte 30 und entweder ohne Kind, oder der Möglichkeit noch eine Familie mit weiteren Kindern zu gründen, sah das sicherlich besser aus! Und natürlich, wenn dein Kind aus dem Haus ist, sieht es auch wieder besser aus!

Ich glaube allerdings, dass du es trotzdem demnächst versuchst... Foren wie dieses und die Singlebörsen sind voll davon!

V.m50
 
  • #21
Aber ich sehe es auch so, dass eine Affäre nicht unbedingt automatisch das Aus für eine Beziehung sein muss. Es kommt natürlich darauf an, wie beide danach damit umgehen, aber man kann auch eine Affäre überwinden, da habe ich in meinem Umfeld schon viel erlebt, was ich nicht für möglich gehalten hätte.
Wenn die Ehe sonst sowieso im Eimer ist, dann folge doch einfach Deiner Sichtweise und riskiere es.

Ich glaube eher, ich liebe die Erinnerung an uns früher, das Vergangene, das Nie-Erreichte (er hat mir damals ziemlich heftig das Herz gebrochen), ich liebe den Traum wie es sein könnte.
Das ist vermutlich das Kernproblem - eine Ahnung davon, wie es hätte sein können, ein Mann auf einem hohen Sockel, der nie in der Realität beweisen musste, dass er nicht auch nach 10 Jahren langweilig ist. Du übrigens auch nicht. Wie Dein Mann das sieht, weiß hier ja auch niemand.
Man kann sich schön eine Traumwelt zusammenzimmern und dann die Realität daran messen.
Es ist ja nicht verkehrt, seine Träume leben zu wollen. Realistisch ist es mit Ende 30 und einem Kind nicht, dass es nach Trennung und Scheidung von

Ich liebe meinen Mann als Menschen, er ist fürsorglich und loyal, ein toller Vater, und immer für mich da, aber ich weiß zur Zeit nicht mehr, ob ich wirklich mit IHM zusammen sein möchte.
die große Steigerung und eine unbeschwerte große Liebe gibt.

Ich weiß nur nicht genau wie ich die Antwort auf diese Frage finden kann.
Eine wirklich valide Antwort findest Du nur, indem Du es probierst. Es kann hier niemand vorhersehen, ob Du zwei Wochen nach der Trennung den Traummann triffst und ein Leben lang im Himmel schwebst. Oder ob Du Dich dann den Rest Deines Lebens ohne oder mit Kurzzeitbeziehungen rumärgerst, weil sich kein passender Mann findet.

Meine persönliche Sicht dazu: ich bin Pragmatiker. In meiner Beziehung bin ich glücklich, aber nicht so himmelhoch jauchzend, wie Du es als Traum beschreibst. Es könnte sein, dass sich eine Frau findet, mit der es nochmal eine Stufe besser wäre. Ich schätze aber die Wahrscheinlichkeit, dass es eine Beziehung ohne ab und an mal eine kleinere oder größere Diskussion gibt, relativ gering ein. Dafür gebe ich dann keine Beziehung auf, die aus meiner Sicht grundsätzlich wirklich gut ist. Ich habe auch schon Beziehungen beendet, weil ich dachte, es geht noch deutlich besser. Ich war dabei nicht erfolgreich. Ich hätte auch in der einen oder anderen meiner ehemaligen Beziehungen glücklich werden können, wenn ich etwas gelassener gewesen wäre.

Wie Du das für Dich abwägst, ist Deine Entscheidung.
 
  • #22
Ich weiß nur nicht genau wie ich die Antwort auf diese Frage finden kann.
Ich glaube, meist kommt dann irgendwann ein anderer Mensch, der die Erfüllung verkörpert, aber eben NUR diese und das in großer Intensität. Also z.B. wenn Romantik vermisst wird oder sexuelle Kompatibilität, dann verkörpert der Außenmensch das total oder verspricht zumindest, es zu verkörpern. Der unzufriedene Verpartnerte verliebt sich sehr und hat dadurch, dass er nun sieht, was es noch gibt, aber er nicht hat, die Sicherheit, dass es eben wirklich das gibt, was er sich wünscht. Ich würde sagen, dann ist man einen Schritt weiter darin, den Ablöseprozess zu konkretisieren: Will man eine Beziehung, die das enthält, was der Außenmensch aufzeigt, oder kann man ohne das in seiner bisherigen Beziehung weiterleben.

Was m.E. öfter auch passiert ist, dass man dem Drang nachgibt, mit dem Außenmenschen zusammenzukommen. der das Vermisste perfekt zu geben scheint, und dann merkt, dass alles andere aber nicht funktioniert. Weil z.B. einer, der total romantisch umwirbt, das so extrem nur macht, um zu erobern, aber nicht, weil er so weitermacht in einer Beziehung, in der dann der Alltag eingezogen ist. Muss natürlich so nicht sein, aber ich glaube, es passiert oft, dass durch den Mangel, den man in seiner Beziehung empfindet, auch ein Außenmensch "her muss", der das ganze überbordend und perfekt zu geben scheint. Und hier vermute ich, dass es nicht realistisch wird. Nur ist das dann auch richtig, es war eben nur ein Katalysator, um aus dem Sumpf zu finden.

Ich finde es wirklich schwer, so eine Entscheidung zu treffen. In meiner Exbeziehung hätte ich auch immer noch gedacht, man muss drum kämpfen, man muss Kompromisse machen, man darf diese Liebe nicht aufgeben. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein großes Gefühl der Erleichterung und, dass der Schritt richtig war, haben würde nach dem Ende. Und das hat mein Ex gemacht, weil er sich unglücklich fühlte. Nicht ich, obwohl ich mich schon lange nicht mehr glücklich fühlte.

Ich denke, wenn eine Beziehung wirklich innig und gut war, dass BEIDE dann merken, wenn sie zu Ende geht. Einer wird noch dran hängen und denken, es müsste doch irgendwie gehen, aber BEIDE merken nach dem Schluss, dass er richtig war.

Nur wenn eine Beziehung nicht innig und gut war, glaube ich, dass man total vom Schlussmachen des anderen überrascht wird. Das laste ich aber dem Part, der es nicht gemerkt hat, nicht per se an. Denn wenn er mit jemandem zusammen war, der alles mit sich selbst ausmacht und nach außen immer so tat, als sei alles in Ordnung und vielleicht sogar Bauchgefühle des anderen ausredete, dann KANN er das ja nicht richtig deuten.
 
  • #23
Ihr habt nun ein Kind, da finde ich es noch mal zu überdenken, was man tun sollte. Aber ich würde mich auch selbst fragen, ob ich irgendwelche sinnlosen Hemmungen habe wie z.B., eine Scheidung als persönliches Scheitern anzusehen und als Schwäche.

Die wirklich Schwachen stecken in Beziehungen, in denen sie sich verbiegen müssen und untergebuttert werden, und haben Angst, den Trennungsschritt zu machen. Sie leben ein Leben, das nicht richtig für sie ist, und verpassen so, was es noch alles sein könnte. Ich würde das immer dann denken, wenn der Mensch schon so in seinem Unglück lebt, dass er das gar nicht mehr merkt, dass er depressiv ist oder dauernd Alkohol trinkt, um die Stimmung zu ertragen bzw. ein bisschen leichter oder lustiger zu machen (Ich meine hier nicht besaufen, sondern die 2 Flaschen Bier oder Gläser Wein zum Essen, die einer nicht trinken würde, wenn er das Zuhause ohne ertragen könnte. Ich will aber damit nicht sagen, dass jeder, der das macht, es wegen der Stimmung zu Hause so macht. Manche kommen auch sonst nicht runter vom Arbeitstag oder sind generell gehemmt ohne Alkohol.), oder isst und isst, weil der Sex miteinander nicht funktioniert (Ich würde sagen: nicht "nicht mehr", denn er hat es nie. Man hat sich das bloß schöngeredet oder es ignoriert, aus Naivität nicht wichtig gefunden, oder nicht wichtig gefunden, weil einem was anderes wichtig war, wobei man aber doch "die Rechnung ohne den Wirt" gemacht hat.) oder man eben einfach miteinander gar nichts machen kann außer essen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #24
Wenn die Ehe sonst sowieso im Eimer ist, dann folge doch einfach Deiner Sichtweise und riskiere es.

Das ist vermutlich das Kernproblem - eine Ahnung davon, wie es hätte sein können, ein Mann auf einem hohen Sockel, der nie in der Realität beweisen musste, dass er nicht auch nach 10 Jahren langweilig ist. Du übrigens auch nicht. Wie Dein Mann das sieht, weiß hier ja auch niemand.
Man kann sich schön eine Traumwelt zusammenzimmern und dann die Realität daran messen.

Eine wirklich valide Antwort findest Du nur, indem Du es probierst. Es kann hier niemand vorhersehen, ob Du zwei Wochen nach der Trennung den Traummann triffst und ein Leben lang im Himmel schwebst. Oder ob Du Dich dann den Rest Deines Lebens ohne oder mit Kurzzeitbeziehungen rumärgerst, weil sich kein passender Mann findet.


Wie Du das für Dich abwägst, ist Deine Entscheidung.
Danke für deine Worte, ganz ehrlich.

Ich bin hier nicht registriert, um mir von Fremden den Segen zum Fremdgehen zu holen, das möchte ich jetzt nochmal in aller Deutlichkeit sagen.
Ich bin ein reflektierter Mensch und hadere zur Zeit mit meiner Beziehung und den Lebensumständen und wollte mich hier einfach mal nach anderen Meinungen und Erfahrungen umhören.
Einige Beiträge finde ich wirklich sehr wertvoll und die helfen mir auch, die Dinge anders zu betrachten, danke dafür.

Und doch muss ich ehrlich sagen: Wüsste ich 100%ig, dass mein Mann mir eine Affäre verzeihen würde, würde ich es vielleicht riskieren - das weiß ich aber nicht.
Im Gegensatz zu mir, die immer schon behauptet hat, einen Seitensprung nicht sofort als das Ende einer Beziehung zu sehen, ist er da nämlich sehr radikal, was ich auch respektiere. Natürlich heißt das nicht, dass es dann in dem konkreten Fall auch so wäre, dass er mich sofort vor die Tür setzen würde, aber ich möchte es auch nicht heraus finden müssen.
Ich hatte schon die Chance fremdzugehen und hab sie nicht genutzt, das sei auch noch erwähnt. Eben weil ich kein Arschloch sein will und mir sehr wohl dessen bewusst bin, was ich in dieser Beziehung habe.
Nur leider gelingt es mir seit einiger Zeit nicht mehr, das so zu schätzen zu wissen, wie früher. Aber ich hoffe, ich komme wieder an diesen Punkt.
 
  • #25
Also geht es um ein eingeschlafenes Sexleben oder darum, dass Du nie richtig glücklich warst mit eurem Sexleben?

Das wäre ja ein häufiger Grund.

Hier würde ich mich fragen, was es genau ist: eingeschlafen oder nie passend gewesen. Das eine kann man beleben, das andere wird sich nie ändern.

Wenn es nur die Frage ist, was es sonst noch so geben KÖNNTE, ohne zu wissen, dass es passendere Sexpartner gibt ... schwierig. Es kann ja kein anderer irgendwas interessant machen, das man selbst nicht bieten kann (ohne dass das wertend klingen soll).
Ein diffuses "ich will was anderes", ohne zu wissen, dass es das gibt, kann einfach auch nur bedeuten, dass man was in sich selbst finden und zum Ausdruck bringen muss. Und dann erst kann man ja sehen, ob das in der Beziehung lebbar ist, also angenommen wird vom Partner. Drauf zu warten, dass der hier den ersten Schritt macht und einen selbst "erweckt", funktioniert nicht.

Du schriebst, dass Du oft an einen Ex denkst. Ich würde mal vermuten, dass mit dem das Sexleben oder sogar das Leben aufregender war. Vielleicht hast Du hier was verknüpft, das man nicht verknüpfen sollte (leidenschaftliches Sexleben mit Unzuverlässigkeit, Untreue oder sowas), und daher genau das "Gegenteil" an Mann als Partner gesucht, das nun langweilig wurde?
Vielleicht ist es auch eine Altersfrage, also der unzuverlässige Sexgott ist heute zuverlässig, wo ihr älter seid.

Ich weiß, dass Du nichts Näheres schreiben willst, aber ich fänd schon wichtig zu wissen, warum Du Deine Beziehung nicht mehr so schätzen kannst wie früher.
 
  • #26
Und doch muss ich ehrlich sagen: Wüsste ich 100%ig, dass mein Mann mir eine Affäre verzeihen würde, würde ich es vielleicht riskieren - das weiß ich aber nicht.
Wenn Du bei 100% Gewissheit immer noch nur vielleicht riskieren würdest...

Eine Affäre würde Dir bestenfalls etwas Abwechslung bringen, aber doch eigentlich Dein Problem nicht lösen. Oder ist es einzig die sexuelle Abwechslung, die Dir fehlt? Das ist doch vermutlich eher ein Teilaspekt und ich würde da auch nicht mal rein moralisch argumentiere.

Ohne Risiko wirst Du nichts herausfinden. Ohne Risiko ändert sich im Leben nichts. Was eben gut sein kann, aber auch völlig daneben gehen kann. Als AE wirst Du im Regelfall erstmal schauen müssen, dass Du das Kind überwiegend alleine groß bekommst, bevor dann vielleicht nochmal die große Freiheit kommt. Der spontane Flug nach Las Vegas wird doch dann eher durch Dich gebremst, jedenfalls ist das meine Erfahrung. Dann kannst Du angenehmer warten, bis das Kind groß genug ist und Dir vielleicht ein paar spannende Hobbies suchen oder anders für Abwechslung sorgen...
 
  • #27
wollte mich hier einfach mal nach anderen Meinungen und Erfahrungen umhören.
Ich habe einen Tipp für Dich:
Schließe die Geschichte mit dem Ex ab. 15 Jahre sind vieeeel zu lang und die Sache saugt Dir gewaltig Energie ab. Schreibe dem Ex einen Brief, schreibe Dir alles von der Seele, was Du ihm jemals sagen wolltest, mit ihm machen wolltest. Anschließend verbrenne diesen Brief und streue die Asche in einen Fluss.
Und einen Tipp für euch: Es ist bei euch alles irgendwie Wischi-Waschi. Nichts wirklich Schlechtes, einiges Gutes, aber auch keine Zufriedenheit, dafür eine Leere. Ich denke, eine Eheberatung könnte euch vielleicht weiterbringen, eure Ehe auf den nächsten level zu heben. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht?
Zuallererst beende aber diese emotionale Bindung zum Ex! Der steht voll zwischen Dir und Deinem Ehemann!
ErwinM, 51
 
  • #28
Ich bin hier nicht registriert, um mir von Fremden den Segen zum Fremdgehen zu holen, das möchte ich jetzt nochmal in aller Deutlichkeit sagen.
Wüsste ich 100%ig, dass mein Mann mir eine Affäre verzeihen würde, würde ich es vielleicht riskieren -
Nur leider gelingt es mir seit einiger Zeit nicht mehr, das so zu schätzen zu wissen, wie früher. Aber ich hoffe, ich komme wieder an diesen Punkt.
Du wirst für Dich allein nicht an diesen Punkt kommen.
Dein Mann weiß auch nur, dass es kriselt, "will für die Beziehung kämpfen" , weiß aber nicht mal warum.
Du klopfst Dir selbst auf die Schulter, weil Du trotz Gelegenheit nicht fremdgegangen bist? Nun, Gelegenheit hat man immer. Insbesondere wenn man sie sehen will und dafür empfänglich ist.
Wenn er Dir 100% verzeihen würde, was er dann ausschließlich wegen Deiner Person und nicht aus Überzeugung von offener Beziehung tun würde, wärest Du doch trotzdem "Arschloch" (sorry, Deine Worte).
Muss man immer alles auf dem Rücken anderer ausreizen?

Das scheint für mich die Sache mit der Katze und dem Schwanz zu sein. Du wirst Dich alleine im Kreis drehen.

Vielleicht solltest Du ihm gegenüber mal die Karten offen auf den Tisch legen.
 
  • #29
Ich kann Deine Gefühle gut nachvollziehen, gleichzeitig finde ich es natürlich auch schade.
Wenn Kinder im Schulalter sind, kommt oft "die Frau" wieder zurück, die man lange unter dem Muttersein nicht mehr gespürt hat.
Sie lebt und möchte erleben

Schade finde ich es, weil ihr Euch auch keine no-goes angetan habt
Im Allgemeinen passiert doch Folgendes: man angelt sich den Wilden und versucht dann mehr Zeit, Nähe und Verbindlichkeit zu schaffen um sich geliebt zu fühlen...
Man hat also dann etwas gleichwertiges wie ihr jetzt oder leidet, weil der Aufregende, aufregt.
Und vorallem, weil es zu einer Trennung käme ohne Versuch, der Ehe mehr Leben einzuhauchen

Ich würde Deinem Mann und Euch eine Chance geben wollen und reden.
Kann/mag man etwas ändern
Das geht auch erstmal für Dich alleine...
Konfliktberatung zb gibt es auch für eine Person und auch für emotionale Themen, genau wie Supervision...
Das hilft sich zu ordnen, andere Sicht einnehmen und "Ideen " zu finden
 
  • #30
Also geht es um ein eingeschlafenes Sexleben oder darum, dass Du nie richtig glücklich warst mit eurem Sexleben?

Das wäre ja ein häufiger Grund.

Hier würde ich mich fragen, was es genau ist: eingeschlafen oder nie passend gewesen. Das eine kann man beleben, das andere wird sich nie ändern.


Ich weiß, dass Du nichts Näheres schreiben willst, aber ich fänd schon wichtig zu wissen, warum Du Deine Beziehung nicht mehr so schätzen kannst wie früher.
Ich antworte wieder der Reihe nach auf alle Posts, da ich sonst durcheinander komme.

Also nein, es geht überhaupt nicht um unser Sexleben, das ist für uns beide sehr erfüllend und war es auch die letzten Jahre immer.

Warum ich die Beziehung nicht mehr so schätzen kann wie früher, weiß ich eben selber nicht. es ist einfach ein Gefühl, das jetzt immer stärker wird, dass die ganze Corona Zeit mich psychisch etwas mitgenommen hat, kam dann noch obendrauf dazu und jetzt habe ich Angst, dass ich nie mehr zu diesem "Zufriedenheitsgefühl" von früher zurück komme.

Ich hab mir aber auch überlegt, ob ich vielleicht meine Erwartung ans "Glücklichsein" ändern oder überdenken muss.

Als Zusatzinfo vielleicht noch:
Mit dem Ex gab es nie Geschlechtsverkehr. Anderes ja, aber nie das ganze Paket. Das ist sicher auch mit ein Grund, weshalb der Reiz noch heute da ist. Es ist einfach so, als wäre etwas unabgeschlossen zwischen uns.
Aber damit konnte ich die letzten 15 Jahre ja auch gut leben, ohne dass ich so oft an ihn gedacht habe. das verwirrt mich jetzt einfach so.