• #1

Trennung nach 13 Jahren. Wie geht es jetzt weiter?

Ich war 13 Jahre mit jemandem in einer WE-Beziehung zusammen, was für beide so gepasst hat, wollten aber zu einem späteren Zeitpunkt zusammenziehen. Er ist eines Sonntages gekommen - unangemeldet - und sagt mir: danke für die 13 Jahre, steht auf und geht. Ohne mir zu sagen wieso - warum - was ist passiert. Wie findet ihr das? ich war total schockiert und sprachlos, konnte nichts mehr sagen und musste das ganze für mich mal sortieren. Ich habe seither nie mehr was gehört - ausser ein nichtsagendes whatsup mit Geburtstagsgrüssen, welches ich nicht beantwortet habe, darauf habe ich hin blockiert. Was stimmt mit der heuten Gesellschaft nicht? Seither ist fast ein Jahr vergangen und ich bin eigentlich ein glücklicher Single geworden, passe aber sehr gut auf, mit was für Menschen ich mich in Zukunft einlasse. Wie findet ihr sowas? Würde mich über ein Feedback freuen.
 
  • #2
Du fragst außenstehende Leute, fremde Leute, wie es jetzt weitergeht, wie es jetzt weitergeht musst nur du ganz alleine für dich wissen, nur dein Bauchgefühl kennt die richtige Antwort und ist entscheidend dafür. Wäre ich an deiner Stelle, dann würde das so stehen bleiben, ich würde keinerlei Reaktion mehr bringen, da gibt es nichts mehr zu besprechen, da gibt es nichts mehr zu klären, alles wurde geklärt mit diesem totalen Vertrauensbruch, ich würde alles blockiert lassen und damit Ende, es ist eine traurige Erfahrung, die dich jedoch sensibler gemacht hat, mit dieser Realität bist du nicht alleine, da gibt es unzählige Beispiele, auch wo die Frauen dasselbe tun!!
 
  • #3
13 Jahre eine WE-Beziehung finde ich schon sehr extrem. Da würde ich davon ausgehen, dass zumindest einer von beiden nichts daran ändern will, denn sonst schafft man das mit dem Zusammenziehen früher. WE-Beziehung heißt ja, es war nicht zwischen zwei Ländern oder Kontinenten mit Hürden wie Einbürgerung (und selbst da haben es alle eher in die Hand genommen, die ich kenne). Sondern zwischen zwei Städten. Oder wolltet ihr warten, bis ihr in Rente geht oder die Kinder ausgezogen sind oder so etwas? Jedenfalls ist das für mich schon ein schlechtes Zeichen. Ausnahme wäre, beiden wollen den Status dauerhaft so behalten.
Ich weiß nicht, wie eng eure Beziehung war, ob ihr auch zusammen in den Urlaub gefahren seid, viele Zukunftspläne hattet oder ob es eher so nette Wochenenden waren und in der Woche hat jeder seins gemacht. Da würde das Beenden auch irgendwie passen.

Mit der Gesellschaft hat das ja nicht unbedingt was zu tun. Ich kenne Geschichten von Leuten, die kamen nach Hause und der Partner war in der Zwischenzeit mit Sack und Pack ausgezogen und hat seine Telefonnummer geändert (in diesem Fall ein Mann), wohl weil er keine Lust auf Diskussionen und Stress hatte. Sie war eine ganz normale Frau, also keine Xanthippe, ich kenne sie in ihrer jetzigen Beziehung und sie wäre keineswegs durchgedreht. Sofern man nicht Sorge um seine Sicherheit hat (Gewalt, Drohungen oder Selbstmordäußerungen vom anderen), ist es meist einfach Feigheit, wenn die Leute so gehen. Immerhin hat er es dir noch persönlich gesagt, auch wenn es sehr seltsam anmutet.
Frage wäre ja auch, ob ihr vorher öfter Streit hattet, ob er mal geäußert hat, dass ihm was nicht passt u.ä.

Ich verstehe, dass du jetzt vorsichtiger bist, mich hätte das auch getroffen. Aber es ist nicht die Regel in der Gesellschaft, wenn auch nicht total selten.

w, 36
 
  • #4
Warum um Gottes Willen führt man 13 Jahre eine WE- Beziehung ?? Ihr konntet doch so überhaupt nicht feststellen, wie der normale nervige Alltag läuft.
Kann es vielleicht sein, dass er nebenbei eine feste Beziehung hatte und sich jetzt endgültig für sie entschieden hat ?
 
  • #5
Seither ist fast ein Jahr vergangen und ich bin eigentlich ein glücklicher Single geworden, passe aber sehr gut auf, mit was für Menschen ich mich in Zukunft einlasse.
Du bist "eigentlich" ein glücklicher Single geworden und deine Trennung ist jetzt ein Jahr her.

Was bedeutet das "eigentlich"? Warum willst du künftig besser auf passen auf wen du dich einlässt? Hast du das nicht als du dich mit ihm eingelassen hast?

Sein Abschied berührt dich immer noch. Ansonsten wäre dir sein Gruß egal gewesen. Was hat nicht gepasst, den Abschied ausgelöst?

Sein Abschied kam für dich überraschend also warst du doch 13 Jahre in einer zufriedenstellenden vielleicht sogar glücklichen Fernbeziehung. Das ist doch ein schönes Fazit.

Was willst du künftig besser machen? Bis zum Tod in einer glücklichen Fernbeziehung leben? Oder?

Die Ferne eurer Beziehung hat dich doch nicht gestört? Oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #6
Vielleicht hast du, liebe FS, einige Vorzeichen übersehen - vielleicht wolltest du sie übersehen. ER hat sich entschieden zu gehen, schade, dass er nicht erklärt hat, was am Ende der Auslöser dafür war.

Das liegt aber nicht »an der heutigen Gesellschaft«, denn sein (wortloses) Verhalten dürfte recht selten sein. Du gehst erstaunlich gelassen damit um, das schafft nicht jede/r. Auch nicht nach einem Jahr.
Es ist gut, dass du ihn blockiert hast, mach das nicht rückgängig und versuche, ihn zu vergessen. Suche nicht weiter nach den Gründen für seinen Schritt, das blockiert bei dir jeden Neuanfang - falls du den anstrebst.

Immerhin beschreibst du dich als glücklichen Single, darauf lässt sich doch einiges aufbauen.
 
  • #7
Ich wäre sehr neugierig, warum Schluss ist. Und ich bin hier im Forum als Schreibende auch sehr neugierig, wie eure Beziehung so war. Ich meine, ob es Anzeichen gab, die Du nicht gesehen hast.
Nehme ich mal den Satz
wollten aber zu einem späteren Zeitpunkt zusammenziehen
frage ich mich, WANN das denn noch passieren sollte. Wenn man in Rente ist? Es klingt, als hätte einer den anderen hingehalten.

Ich würde ganz zum Anfang gehen. Wollte einer zusammenziehen und der andere nicht. Du bist ja anscheinend eine Frau (?), der es nichts ausmacht, in einer WE-Beziehung zu sein. Wenn er das auch gut fand, aber vorher z.B. in einer Beziehung, die richtig eng war, war, dann wurdest Du wohl von ihm nicht als richtige Partnerin angesehen und hast es nie gemerkt, dass Du nur die Lösung bist, bis er sich wieder richtig anderweitig verliebt.
Oder Du bist eine Frau, die unbedingt zusammenziehen will, aber sich dauernd hat hinhalten lassen. Dann gab es einen Stresspunkt bei euch. Wenn nun der andere mitkriegt, dass er doch nicht zusammenziehen will, auch in hundert Jahren nicht, dann ist es vorbei.
Oder wenn er sich dauernd hat hinhalten lassen, dass Du zu ihm ziehst, hat er vielleicht aufgegeben, vielleicht jemanden kennengelernt, der mit ihm die Beziehungsform leben will, die er wirklich mag.
Oder es war einfach die Luft raus, er hat sich gar nicht mehr drauf gefreut, wenn ihr euch seht.
Oder die Rente steht für einen demnächst an und da es nun "zusammenziehen" heißt, musste er Schluss machen, weil er es nicht mehr will oder aber nie wollte.

Du schreibst nichts über euch und eure Beziehung, also weiß ich nicht, wie ich das finde. Nach einem Jahr tappst Du immer noch im Dunkeln, was es war. Wenn man vom ausgelatschten Klischee ausgeht, hat er sich anderweitig verliebt und auf einmal war es wieder eine RICHTIGE Beziehung.

Da Du ihn blockiert hast, kannst Du ihn ja nun schlecht fragen, was sein Grund war. Wundert mich, dass Dich das nicht so interessiert. Ich meine, wenn man klären will, wie man das selbst findet, will man doch so viel Infos wie möglich.

Was stimmt mit der heuten Gesellschaft nicht?
Das hat nichts mit der heutigen Gesellschaft zu tun, denke ich. Vielleicht in sofern, dass ihr geheiratet hättet, wären wir 30 Jahre in der Vergangenheit. Aber ansonsten denke ich, wird hier auch nichts außergewöhnliches stattgefunden haben.

Ich frage mich jedenfalls, was Du übersehen haben KÖNNTEST. Nicht MUSST. Dass Du nur Lückenfüllerin bist, dass er sich was ganz anderes vorstellt und Du ihn dauernd hingehalten hast, dass Du Dich dauernd hast hinhalten lassen ...
 
  • #8
Eine solche Art von Trennung ist feige und unangemessen. Deswegen würde ich jetzt aber nicht die ganzen 13 Jahre schlecht machen. Ihr hattet sicher auch schöne Zeiten, oder warum sonst wart ihr so lange zusammen? Falls das nicht so war, suche nach Hinweisen, die du beim nächsten Mal ernster nimmst. Ob und wie es läuft, kann man im Vorhinein nie sagen. Wenn du ein glücklicher Single bist, ist doch alles gut. Halte die Augen offen, vielleicht begegnet die ja jemand neues.
 
  • #9
Wie ich das finde? Natürlich nicht schön.

Aber auch unausgesprochen ist ja klar, was er damit sagen will: er liebt dich nicht mehr und möchte nicht mehr mit dir zusammen sein.

Mehr muss da ja rein theoretisch gar nicht kommen.

Vielleicht kennt er auch selber keine Antwort auf das 'warum.'

Alles weitere würde dich doch letztlich noch mehr verletzen oder ?

Würde es dir besser gehen wenn er dir sagen würde, er hat eine andere kennengelernt oder ihm passt irgendwas an dir nicht, was du nicht ändern kannst?

Ich war früher auch immer ganz wild auf irgendwelche Erklärungen. Manchmal gibt's dann aber auch einfach nichts zu erklären und es ist besser, als wenn sich jemand in Erklärungsversuche verstrickt, die es am Ende noch schlimmer machen.

Schau nach vorn... genieße den Moment, es gibt keine echte Garantien
 
  • #10
Was stimmt mit der heuten Gesellschaft nicht? Seither ist fast ein Jahr vergangen und ich bin eigentlich ein glücklicher Single geworden
Liebe FS,
sorry, aber Du lügst Dir in die Tasche. Wenn Du wirklich glücklicher Single wärst, dann würdest Du ein Jahr später nicht so einen melodramtiscien Threadtitel wählen noch würdest du Dir die Frage stellen, was mit der Gesellschaft los ist. Du würdest ein gutes Leben ohne ihn führen und gut ists.

Tust Du aber nicht. Du haderst damit rum und arbeitest Dich an dem Thema ab, willst ihm eine gesellschaftliche Bedeutung geben.
Wie soll es schon weitergehen? Du hast nach wie vor Deine Wohnung, hoffentlich Deinen Job, Deinen Frundeskreis - läuft also alles wie gehabt, außer dass Du Dir Deine Wochenenden ohne ihn gestalten musst.

war 13 Jahre mit jemandem in einer WE-Beziehung zusammen, was für beide so gepasst hat, wollten aber zu einem späteren Zeitpunkt zusammenziehen.
Wann soll nach 13 Jahren denn später sein? Dir hätte klar werden müssen, dass von allein nichts passiert, wenn nicht einer in Bewegung kommt. Wenn man einen Plan nicht weiteremtwickelt und irgendwann auch mal in die umsetzung kommt, dann liegt er halt in der schublade und hat keine relevanz mehr.
Er ist ja in Bewegung gekommen, nur anders als Du Dir es gedacht hast.

sagt mir: danke für die 13 Jahre, steht auf und geht. Ohne mir zu sagen wieso - warum - was ist passiert. Wie findet ihr das? ich war total schockiert und sprachlos
Kann ich mir vorstellen, geht aber doch jedem so, der eine Trennung mitgeteilt bekommt. Wer sich trennt, ist innerlich gut vorbereitet, der andere oft nicht.
Es wundert mich bei einer WE-Beziehung ohne weitere Perspektive nicht, dass es so gelaufen ist - ist die bequemste Lösung für jemanden, der so wenig Interesse an Dir hat, dass er garnicht mehr mit Dir reden will.
Man teilt das Leben nicht miteinander, bekommt nicht so richtig mit, was den anderen bewegt und staunt dann mit einem Mal Bauklötze, dass sich beim anderen etwas tut.

Es ist nicht die global-galaktische Gesellschaft mit der was nicht stimmt. Es geht nur um Deine Beziehung, in der Du erheblichen Gestaltunsgspielraum hattest und somit an dem beteiligt warst, was passiert/Dir widerfahren ist.

Und selbst Menschen in gemeinsamem Haushalt geht das so, dass sie nicht merken, dass sich bei einem was verändert und dass er gehen wird - weil es schon lange keine Kommunikation über die relevanten Dinge gibt, man sich nicht versteht und daher nicht miteinander redet. Mit "reden" meine ich nicht plappern über Trivialitäten, sondern über die Dinge die für beide relevant sind (Gemeinsamkeiten).

Mein Exmann hat nicht geglaubt, dass ich mich trenne, als ich für ihn sichtbar am PC saß und eine Wohnung suchte. Oft ist es so, dass man bevorstehende Veränderungen einfach nicht wahrhaben will.
 
  • #11
Das ist ein Fall von Ghosting. Die Problemlage lieg beim Ghoster, nicht beim anderen. Wenn Du Dir einen Kopf darüber machst, reflektierst Du nur Deine eigenen Wahrnehmungen. Die Informationen vom anderen fehlen ja. Außerdem liegt das Problem bei ihm und nicht bei Dir. Also hast Du auch keinen Grund, Dir einen Kopf zu machen.

Fange ein neues Leben an. Ein Jahr ist schon viel zu lang, dem noch nachzuhängen. Triff neue Leute, veränder Dich, erschließe Dir neue Lebenswelten ...
 
  • #12
Nun so knallhart ist es nicht üblich.

Warum, von außen schwer zu sagen.
E hat es Dir persönlich mitgeteilt. Das zumindest.
Irgendwas hat es gegeben. Oder zu wenig.

13 Jahre Wochenend Beziehung - Stagnation, zu wenig? Die Gefühle Stück für Stück erloschen. Die fehlende Perspektive? Irgendwann, nach 13 Jahren?

Irgendwie klingt das, als ob Eure Partnerschaft eher lose war, und er es nun eben ganz beendet hat.
In dem Fall wahrscheinlich weil er jemand anderem begegnet ist?
DAS will man dem anderen sicher nicht sagen.

Du kannst nur den Haken setzen.
Aber auch mal reflektieren, ob DAS wirklich Deine Form von Partnerschaft ist, ob Du soviel Distanz möchtest?
Und ob wirklich alles vorher so toll war.

Man verliert sich so schon deutlich leichter, sieht sich wenig, teilt wenig, es ist ganz angenehm und nett... Bis eine*r merkt, der andere ist einem nicht mehr wichtig, weil zu selten Teil des Lebens.

Dauerhaft Fernbeziehu g funktioniert nur, wenn beide sehr achtsam damit umgehen.

W, 50
 
  • #13
Was stimmt mit der heuten Gesellschaft nicht? Seither ist fast ein Jahr vergangen und ich bin eigentlich ein glücklicher Single geworden, passe aber sehr gut auf, mit was für Menschen ich mich in Zukunft einlasse. Wie findet ihr sowas?
Eine Übertragung auf "die Gesellschaft" finde ich unsinnig. Du hast ein Problem mit Deinem Partner, der für Außenstehende eigenartig reagiert hat. Warum er so reagiert hat? Da kann ich nur meine Glaskugel polieren. Es ist aber sicher nicht schlecht, wenn Du das für Dich ehrlich beantwortest, denn jetzt pauschal allen anderen Menschen potentiell so etwas zu unterstellen ist nicht zielführend.
Eine genauere Beschreibung der Beziehung fehlt auch.
Für mich als Außenstehenden ist schonmal seltsam, dass man 13 Jahre Fernbeziehung mit der Absicht führt, zusammenzuziehen, aber die nicht umsetzt. Wollten da beide ernsthaft zusammenziehen? Für mich nicht schlüssig. Für mich ist auch nicht schlüssig, dass jemand völlig aus heiterem Himmel eine Beziehung beendet. Es könnte sein, dass Du doch größere Probleme übersehen hast...
 
  • #14
Ohne mir zu sagen wieso - warum - was ist passiert. Wie findet ihr das?
Wenn jemand in einer Beziehung irgendwann abtaucht, dann kommt es in den allerseltensten Fällen aus heiterem Himmel. In der Regel haben die vermeintlich plötzlich Abtauchenden tatsächlich in der Zeit davor sehr oft ihre Ansichtenm, Wünsche, Bedürfnisse zu vermitteln versucht und sind nicht gehört worden. Ich war z.B. mal früher in einer 3er WG, wo alles immer so laufen musste, wie es sich die eine Mitbewohnerin wünschte. Jeder Versuch, etwaige andere Wünsche zu äußern, wurden empathiebefreit abgewertet und abgeblockt (z.B. mit "darüber diskutiere ich nicht"). Und irgendwann zieht man sich dann nach und nach eben zurück, weil er ohnehin abgeblockt werden würde und man es völlig aufgegeben hat, seine Sicht der Dinge zu erklären.

Der Gegenüber denkt dann, das käme aus heiterem Himmel und merkt nicht, dass es ihm in der Vergangenheit ziemlich egal war, was andere fühlten bzw. wünschten, so dass es vollkommen normal ist, dass andere ihm ungefragt nichts mehr von sich aus mitteilen, was diese fühlen und wünschen. Warum sollte man anderen auch etwas mitteilen, was diesem in der Vergangenheit schon immer völlig egal war?

Normalerweise teilt man Menschen dann gerne Dinge mit, wenn der Gegenüber interessiert und wohlgesonnen zuhört. Es liegt daher gewöhnlich an jedem selber, ob andere einem noch gerne Dinge ungefragt von sich aus mitteilen? Der Gegenüber kann ja fragen, wenn ihn die Gefühle, Hintergründe oder Wünsche des anderen doch mal interessieren sollten.

Du schreibst, dass Du sprachlos warst und nichts mehr sagen konntest, also offenbar auch nicht weiter nach seinen Gründen gefragt hast.

Der Gegenüber hat vielleicht gedacht, dass er sich halt endgültig für das Ende entschieden hat, darüber nun auch nicht mehr diskutieren möchte, weil es zuvor auch keinen interessierte und es jetzt auch nichts mehr bringen würde, wenn man sich gegenseitig Vorwürfe macht. Da ist es dann besser, die Vergangenheit ohne negative Worte abzuhaken bzw. nur zu antworten, wenn der Gegenüber diese Worte durch Erfragen auch wirklich hören möchte.

Was stimmt mit der heuten Gesellschaft nicht?
Wie gesagt, ich glaube nicht, dass die Ursache in irgendwelchen gesellschaftlichen Veränderungen liegt, wenn Menschen nach längerer Beziehung abtauchen, sondern in dem Kommunikationsverhalten beider in der Vergangenheit.

Du hast es auch nicht anders gehandhabt, ihn nach den Geburtstagswünschen kommentarlos zu blocken.
 
  • #15
Ihr konntet doch so überhaupt nicht feststellen, wie der normale nervige Alltag läuft.
Es gibt ja durchaus auch Menschen die das gar nicht feststellen wollen. Die sich bewusst dafür entscheiden eben NICHT zusammenzuziehen. Warum ist das so wahnsinnig abwägig?

OK, in diesem Fall hätte die FS es ja wohl schon gewollt. Aber ganz grundsätzlich muss das doch nicht unbedingt sein wenn es beide so wollen...
Ich bin ehrlich ich würde mir das mit dem Zusammenziehen auch ganz genau überlegen.
 
  • #16
Mir fällt dazu ein, dass ich dieses Verhalten von ihm als geradezu gestört empfinde. Was soll das denn für eine Beziehung gewesen sein, wenn der sich am Ende SO verhält? M. E. hatte er Sie niemals geliebt, hatte Ihnen nur was vorgespielt. Es gibt leider sehr gute Schauspieler (die könnten damit richtig Geld verdienen, so gut können die das)!
Des Weiteren denke ich, dass er eine neue Frau kennen gelernt hatte, die ihm dann zunächst mal spannender erschien.
An Ihrer Stelle hätte ich auf einer Erklärung bestanden, hätte die Wahrheit wissen wollen, auch wenn diese ggf schmerzhaft gewesen wäre. Hätte er das verweigert, hätte ich eine riesige Wut bekommen und ihm die Meinung gesagt. - Sie haben es anscheinend still akzeptiert und alles in sich reingefressen - das halte ich für schlecht. Sie merken es ja, es lässt Ihnen immer noch keine Ruhe.
 
  • #17
Auch wenn es nur 20 km Entfernung wären, eine Fern-Beziehung über eine Distanz wird irgendwann selbst dem Geduldigsten nervig.

Zwei 2 Männer meinten zu mir, dass diese Fahrerei (40 km) sei schon anstrengend und für ein mgl. Kennenlernen, wäre es besser, wenn ich in die Nähe ziehe.
Meine 2 Beziehungsanbahnungen über 75+ km, je Richtung, da war nach 3-4 Treffen Ende, klar andere Gründe, aber diese Fahrerei spielte für mich schon mit rein. Hier war ich erleichtert.

Der Mensch für den man die Fahrerei in Kauf nimmt, muss schon eine Bombe und wichtig sein, oder der Mensch einfach nur gut durchorganisiert und pflichtbewusst, oder ein unveränderliches Gewohnheitstier.

Du kannst Dir aber sicher sein, wenn ihr euch wirklich regelm. jedes WE gesehen habt und er meistens zu Dir gefahren ist, dann hattest Du sicherlich eine sehr lange Zeit große Bedeutung für ihn! Wenn einem die Fahrerei zu nerven beginnt, dann wird die Beziehung immer unwichtiger, und nimmt zunehmend, aber dann rapide ab; weil das anstrengende Gefühl, dass es einem lästig wird, überwiegt die Vorfreude auf ein Wiedersehen. Und irgendwann ist man selbst wenig ambitioniert und zum Schluss kostet es Überwindung. Die Luft ist raus.

Er ist eines Sonntages gekommen - unangemeldet - und sagt mir: danke für die 13 Jahre, steht auf und geht. Ohne mir zu sagen wieso - warum - was ist passiert. Wie findet ihr das?
Jemanden ehrlich und persönlich die Trennung mitzuteilen, finde ich ehrenwert. Die wenigsten machen das, sondern eiern, taktieren, setzen (Frage-)Zeichen und Rätsel, tauchen einfach kommentarlos ab, reagieren und reagieren wieder nicht, so dass es hakt und klemmt, man zwar weiß es liegt was im Busch, aber sie sagen es nicht, man fängt an hinterherzulaufen und bekommt keine ehrlichen Antworten. Auch wenn die Aussage zur Trennung schriftlich oder telefonisch kommt, wäre es für mich völlig okay.
Im Grunde war sein Verhalten dir ggü., aufrichtig mit Rückgrat, kurz und schmerzlos. Du wusstet sofort, es ist vorbei.

Anscheinend warst Du da nicht in der Lage zu fragen oder die Gründe erfahren zu wollen. Er hatte Dir aber den Weg offen gelassen, falls Du ein Gespräch brauchst, um seine Gründe zu verstehen.

Ich habe seither nie mehr was gehört -..., darauf habe ich hin blockiert.
Du hast das Gespräch mit ihm nie gesucht, weil Dir dein verletzter Stolz wichtiger war, ihn hingegen hast Du blockiert und Dir damit jetzt die Möglichkeit genommen, die Gründe noch zu erfahren.

Bleibt Dir allein nur die allgemeine Erkenntnis, man verliebt sich, manchmal entliebt sich einer wieder, manchmal lebt man sich auch in einer Fernbeziehung auseinander und trennt sich; und eine Trennung tut einem Beteiligten immer weh und dem anderen ist es unglaublich unangenehm, dies zu tun. Doch was wäre sonst die Lösung? Einmal nur einen Partner treffen und ein lebenlang bis zum Tod zwangsweise zusammen?
 
  • #18
Kam mir auch sofort in den Sinn.

Liebe FS,
informiere dich mal über Ghosting. Du wirst auch einiges darüber lesen, warum manche Menschen dies machen. Auf jeden Fall ist es eine sehr miese Art, jemanden aus seinem Leben zu streichen. Verstehen kann man diese Menschen nicht.
Schau nach vorne. Ändern kannst du es nicht mehr. Das Gute ist, dass solche Menschen nicht allzu häufig anzutreffen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass du wieder auf einen 'Ghoster' triffst, ist daher gering. Lass dich davon bitte nicht negativ beeinflussen.

W34
 
  • #19
Ich würde das jetzt nicht als Ghosting bezeichnen. Der Mann hat die Beziehung persönlich beendet. Klar hätte er dir noch den Grund nennen können, aber manchmal ist es vielleicht besser, wenn man den nicht kennt. Oder möchtest du die knallharte Wahrheit hören, dass du in einem bestimmten Bereich nicht mehr gut genug bist? Und eine andere Frau schöner, jünger, interessanter etc. ist DAS tut richtig weh. Männer gehen in der Regel nur, wenn eine andere Frau im Spiel ist. Da ihnen der regelmäßige bequeme Sex wichtig ist.
Sorry, du möchtest bestimmt hören, dass er ein A... ist, aber dein Ex war einfach nur empathisch und wollte dich mit der Wahrheit nicht verletzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #20
An Ihrer Stelle hätte ich auf einer Erklärung bestanden, hätte die Wahrheit wissen wollen, auch wenn diese ggf schmerzhaft gewesen wäre.
Welche Wahrheit denn?

Er will nicht mehr.
Das ist die Wahrheit, die er zwar kurz und knapp, aber unmissverständlich rübergebracht hat.

Und wenn die FS dann nichtmal nachfragt, ihn nicht aufhält am Gehen, bis zu ihrem Geburtstag offenbar auch nicht selbständig nachfragte, sondern ihn blockierte, verstehe ich die Aufregung nicht. Dann ghostet doch eher sie als er.

Ihrem Verhalten nach wird er auch denken, das er ihr nichts bedeutet hat oder egal ist, wenn sie nicht nachfragt.

Ich weiß ja nicht wie andere das machen, aber ich treffe meine Entscheidungen für mich und teile die dann auch nur noch mit.

Wenn ich nicht mehr will, dann will ich nicht mehr und dann will ich das nicht mehr diskutieren.
Die Chance etwas zu ändern, habe ich zuvor dann schon oft genug gegeben.

Ich diskutiere mit einem Partner nicht, ob wir uns trennen wollen und brauch weder Zustimmung noch Erlaubnis, ob ich mich trennen darf, sondern trenne mich dann, wenn ich der Meinung bin, das keine Hoffnung mehr besteht.

Ich denke nichts anderes hat der Mann hier getan - hingegen glaube ich dass die Fragestellerin seine Wünsche oder seine Kritik geflissentlich bis dahin überhört hat oder nicht ernst genommen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #21
Ich würde das jetzt nicht als Ghosting bezeichnen. Der Mann hat die Beziehung persönlich beendet. Klar hätte er dir noch den Grund nennen können, aber manchmal ist es vielleicht besser, wenn man den nicht kennt. Oder möchtest du die knallharte Wahrheit hören, dass du in einem bestimmten Bereich nicht mehr gut genug bist? Und eine andere Frau schöner, jünger, interessanter etc. ist DAS tut richtig weh. Männer gehen in der Regel nur, wenn eine andere Frau im Spiel ist. Da ihnen der regelmäßige bequeme Sex wichtig ist.
Sorry, du möchtest bestimmt hören, dass er ein A... ist, aber dein Ex war einfach nur empathisch und wollte dich mit der Wahrheit nicht verletzen.
Vielleicht hat er die Gründe genannt, ähnlich wie @Vikky Ihrem Mann, bereits ausreichend vorab signalisiert so geht es nicht weiter, jetzt endet es aber die FS hat es nicht wahr- oder ernstgenommen.

Ihre Kränkung ist aber tief. Anderenfalls wüsste sie warum er sie verlassen hat und hätte ihn nicht erst einige Zeit später blockiert.

Für meine Ex kam es auch überraschend. Sie ist quasi aus allen Wolken gefallen. So ein gemeiner Verrat. Meine Hinweise vorab waren eigentlich unmissverständlich aber sie "das machst du sowieso nicht, ich kenne dich, machs doch, du traust dich niemals"

Bin gespannt ob die FS sich überhaupt noch einmal meldet.
 
  • #22
Wie damit umgehen, ist eine schwierige Frage. Du bist ja schon ein Jahr recht gut damit umgegangen, wenn du dich als glücklichen Single bezeichnest. Chapeau!
Menschen wieder zu vertrauen - dich auf sie einzulassen - wird ein wichtiger Aspekt in deinem Leben sein, wenn du jemals wieder eine schöne Beziehung führen möchtest.
Wie war denn die Beziehung über die 13 Jahre mit ihm? Liebevoll, wertschätzend, vertrauensvoll oder eher streitbelastet, respektlos, oberflächlich? Habt ihr Urlaube miteinander verbracht oder euch tatsächlich nur am Wochenende gesehen? Welche Vorzeichen hast du nicht bemerkt - wolltest du nicht bemerken? Ist es vielleicht bezeichnend für ihn, dass er sich ohne Angabe von Gründen von Heute auf Morgen verabschiedet hat?
Es kann viele Gründe geben, weshalb er gegangen ist. Wie Vikky schon erwähnte, passiert das jedoch auch Menschen, die ihren Alltag miteinander teilen. Und es gibt halt auch Leute, die Trennungsabsichten nicht thematisieren und nicht jeder kann zwischen den Zeilen lesen.

Dass von einigen die Wochenendbeziehung so verteufelt wird und Schuld an der Misere sein soll, finde ich bemerkenswert. Wenn sich beide dafür entschieden haben, ihr Leben derart zu verbringen, ist das doch legitim. Sie werden wissen, warum und nicht jedes Paar bevorzugt die klassische Liebesbeziehung, die ja genauso wenig vor Trennung schützt, wie wir alle wissen. Beziehungskiller kann es hier wie dort geben.
Meine Schwester übrigens führt seit 10 Jahren eine Fernbeziehung über 470 km. Die Beiden sind sehr glücklich verheiratet (ja miteinander ;)) und das, obwohl sie sich nur jedes zweite Wochenende sehen und noch nie miteinander gelebt haben - jedenfalls nicht länger als vier Wochen. Auch so etwas gibt es.

Alles Gute auf deinem Weg, liebe Chaturanga!
w/53
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #23
...informiere dich mal über Ghosting. Du wirst auch einiges darüber lesen, warum manche Menschen dies machen.
Wenn sich die FS informiert, wird sie feststellen, dass hier kein Ghosting im eigentlichen Sinne vorliegt. Da wäre er plötzlich nicht mehr erreichbar, ohne das irgendwie anzukündigen.

Der Mann hat die Beziehung beendet. Wir lesen nur eine Seite, er wird Gründe gehabt haben, das zu beenden. Und er wird Gründe gehabt haben, nicht eine Dauerdiskussion anfangen zu wollen. Manche hier wollen mit allen Exbeziehungen noch eine innige Freundschaft weiterpflegen, andere beenden eben konsequent.
Vermutlich ist es so, wie bei den meisten Trennungen: eine lange Phase mit vergeblichen Gesprächsversuchen endet damit, dass man keine Lust mehr hat, einer nicht zuhörenden Partnerin immer wieder Gründe zu erklären. Die FS geht ja auch hier nicht auf die Antworten ein.
 
  • #24
Es wäre auch wirklich interessant, wenn du uns mitteilen würdest, warum ihr diese Art von Beziehung über einen so langen Zeitraum geführt habt und es nie zu einem Zusammenziehen gekommen ist. Wer von euch beiden hat den anderen immer wieder vertröstet??

Ihr seid 13 Jahre ein Paar gewesen. Ihr habt doch bestimmt gemeinsame Bekannte/ Freunde/Kontakt mit der jeweils anderen Familie. Warum hast du bei denen nicht nach der Trennung mal nachgehakt, ob sie die Gründe kennen? Oder gabs dahingehend niemanden bzw keinen Kontakt? Wenn ja, warst du womöglich nur eine Affäre.

Also mehr Infos wären toll...
 
  • #25
Nach 13 Jahren die Beziehung so zu beenden ist nicht fein. Ein paar Gespräche würden den Verlassenen helfen besser mit der Situation klar zu kommen. Mir tun die Frauen/Männer leid die einfach mit einem Satz entsorgt werden.
 
  • #26
Das ist weder die Gesellschaft noch sonst was sondern das Ende eine Beziehung zwischen 2 Menschen.
Freu dich doch daran dass es dir soweit gut geht und schau nach vorne.

Was ich allerdings von den Aussagen wie "aus heiterem Himmel", "aus dem Nichts" usw halte, ist einfach.
Oft hat ein Partner die Gesprächsversuche, die Diskussionen, die sich im Kreis drehende Gespräche ohne Änderung derart satt dass man keinen Sinn mehr darin findet.
Ich kenne ein paar Beziehungen die für einen Partner abrupt endeten aber für uns Freunde und Bekannte nicht.
Wir hatten das teils jahrelange Gezanke, die Versuche und alles mit bekommen und es war für alle absehbar - nur eben für den Partner nicht der nie zugehört oder die Wünsche ernst genommen hatte.

Ich halte Haus, heiraten und Kinder bekommen nicht für das Mass aller Dinge aber 13 Jahre eine FB, hier fehlte deinem Partner vielleicht die Perspektive? Nur ein Gedanke

Der Begriff Ghosting ist auch falsch angewendet, nur mal als Hinweis.
 
  • #27
Dass von einigen die Wochenendbeziehung so verteufelt wird und Schuld an der Misere sein soll, finde ich bemerkenswert.....
Ich lese nicht, dass Wochenendbeziehungen so verteufelt werden. Die FS schreibt, dass sie diese Beziehung13 Jahre so geführt hat und dass Zusammenziehen irgendwann mal im Raum gestanden hat, aber 13 Jahre nichts passiert ist. Das hat doch einen Grund und dieser lautet schlicht und einfach: es läuft nur auf Distanz mit den beiden, d.h. akzeptieren von etwas, was man eigentlich garnicht will.
Und wenn es so auf Distanz miteinander rumholpert, dann besteht das Risiko, dass man sich verliert und sich beidseitig nicht um die Beseitigung vom Problemem kümmert. Man ist halt so wenig zusammen, dass sie nicht ins Gewicht fallen, bis ein anderer Partner kommt und das dann Anlass zur Trennung ist.

Darüber hinaus schreibt die FS, dass er sonntags ganz überraschend vorbei kam. Wie geht das bei einer angeblichen WE-Beziehung. War also nicht so, dass sie sich regelmäßig an den WE getroffen haben, denn sonst hätte er sie ja nicht unangemeldet sonntags kommen können.
 
  • #28
Ein paar Gespräche würden den Verlassenen helfen besser mit der Situation klar zu kommen.
Echt mehrere Gespräch und am besten immer Persönlich unter 4-Augen...machst Du das wirklich so?

Mir hat 1 Trennungsgespräch mit meinen Ex gereicht, zumindest wurde deutlich, er will nicht mehr die Beziehung fortführen und auch künftig nichts mehr von mir hören, also dass ich mich definitiv nicht mehr melden sollte; Trennung heißt Ende.

Das einzig Gute ich wusste es ist vorbei und es besteht keine Hoffnung mehr, ich kann das Kapitel abschließen und muss nach vorne schauen.

Die Gründe? Die Gründe sind - wenn kein anderer neuer Partner der Grund ist - vielschichtig, ein Konglomerat von Gefühlen, was einen unzufrieden und unglücklich in der Beziehung sein läßt. Und im Grunde, versucht man die Trennung jemanden so schonend, aber auch klar wie möglich beizubringen. Ich meine, es ist bei einer Trennung nicht so, wie eine Absage auf eine Bewerbung: wo man die Erwartungen nicht erfüllte, generell nicht geeignet ist oder ein anderer Bewerber geeigneter erscheint/ist. Und jeder akzeptiert es vernünftig.
Da sitzt ja jemand dem anderen gegenüber, der die Trennung im meisten Fall eben nicht akzeptieren will(kann), da wird verhandelt, sich im Kreis gedreht, gejammert, geheult, auf einen freundschaftl. und weiteren Kontakt versucht es hinzubiegen, nur damit man sich nicht der endgültigen Trennung stellen muss und dem Liebeskummer, weil irgendein Kontakt ja noch besteht und dann hofft, es könnte doch noch wieder wie früher werden. Der andere hat aber bei den hochemotionalen Gesprächen auch nichts erreicht, wenn er Trennung und Kontaktende will, sich aber auf einen halbseidenen Kontakt einlässt, damit der Trennungsschmerz bei Verlassenen gemildert wird.

Mal ehrlich, was für Gründe würden jemanden helfen, die Trennung, welcher er für sich nicht will, zu akzeptieren?
Bspw. Trennungsgrund: wir haben zuletzt nur gestritten, ich will nicht mehr. Antwort: Ich verspreche Dir, es wird nie wieder vorkommen.
Oder: Zuletzt hat es mit uns im Bett nicht geklappt, wir haben kein Sexleben. Antwort: Ich werde mich ab jetzt mehr bemühen, ich kaufe Dessous. Biiittttteeee...
Oder auch: Ich habe eíne neue Frau. Antwort: Aber wir können uns doch weiterhin freundschaftlich treffen und Zeit miteinander verbringen?

Das ist doch keine Trennung. Meist einer der nicht mehr möchte und der andere, welcher es nicht verstehen, noch akzeptieren will und deshalb viel Zeit braucht, um zu verstehen, wahrzuhaben und zu akzeptieren.
Dazu gehört bestenfalls keine Trauerbegleitung, sondern Funkstille, damit die Wunden heilen können.
Auch wenn man nicht eine Aussprache führte, wie bei Ghosting der Fall oder einer einfach einen blockiert, hatte ich mit zeitlichen Abstand schon eine gute Vorstellung davon, was die Gründe hätten sein können und das Anzeichen/Andeutungen, die auf eine bevorstehende Trennung hindeuteten, da waren.
 
  • #29
Die Gründe? Die Gründe sind - wenn kein anderer neuer Partner der Grund ist - vielschichtig, ein Konglomerat von Gefühlen, was einen unzufrieden und unglücklich in der Beziehung sein läßt.
In einer Partnerschaft sollte klare Kommunikation stattfinden über das, was einen von beiden unglücklich oder unzufrieden werden lässt. Und Kommunikation darüber, wie man Zufriedenheit für beide erreichen kann.

Und im Grunde, versucht man die Trennung jemanden so schonend, aber auch klar wie möglich beizubringen. ...
Dazu gehört bestenfalls keine Trauerbegleitung, sondern Funkstille, damit die Wunden heilen können.
Wenn sich dauerhaft keine Perspektive ergibt, dann ist Trennung eine sinnvolle Lösung. Auch dazu gehört klare Kommunikation und, wie Du schon schreibst, keine Trauerbegleitung, sondern die Möglichkeit, sich mit der Trennung abzufinden und die zu verarbeiten. Ich denke auch nicht, dass man Trennung "begründen" muss und kann. Dann kommt es nämlich zu den Verhandlungen, die Du beschreibst. Für mich ist Trennung kein Auftakt für Verhandlungen, auch keine Option im Sinne von "Wenn Du nicht …, dann trenne ich mich".
Es ist Aufgabe des Trennenden, die Trennung auch wirklich "durchzuziehen", des Getrennten, für sich zu sorgen und zu verarbeiten.

Im aktuellen Thread war die Kommunikation sicher generell schwieriger, weil es eben eine WE-Beziehung ist. Aber auch darauf stellt man sich doch in einer Beziehung frühzeitig ein und plant entsprechend gemeinsam?
Dass der Mann aus heiterem Himmel nach 13 Jahren sagt "Ich gehe", ohne vorher irgendwie Unzufriedenheit zu äußern, würde auf eine eigenartige Persönlichkeit hin deuten.
 
  • #30
Nimm das bitte nicht persönlich. So einer würde das bei jeder Frau tun. Eigentlich ein Zeichen von Schwäche und Feigheit. Da hat einer noch viel zu lernen.

Vor allem ändere Dich nicht deswegen. Bleib Dir treu.