• #61
Ihr dreht mir die Worte im Mund herum und lest meinen Kommentar nicht richtig.
Einmal geht es um Sandra und dann um die FS. Und ja, das ist ein komplett anderer Fall.

Mir hat auch schon einmal jemand was ins Glas getan - zumindest vermute ich das. Ja, vermuten. Ich kenne Sandra nicht, aber als Juristin betrachte ich IMMER beide Seiten. Ich stecke doch keinen in den Knast, aufgrund einer Vermutung oder Halbwissens o.ä. Setzt nun aufgrund Corona jegliches rechtstaatliches Denken aus? Da schreibt jemand schlimmste Anschuldigungen in einem anonymen Forum und wenn ihr jetzt den Namen hättet, würdet ihr den Typen wohl sofort am nächsten Baum aufhängen? Darf er sich vorher wenigstens noch zu den Vorwürfen äußern?
Sandra45 wird sicher einen Beweis gehabt haben und ihre Äußerungen nicht nur auf Vermutungen stützen. Grundsätzlich aber liegen zwischen Anschuldigungen und einer tatsächlich begangenen Tat immer noch Welten.

Und zurück zur FS: ich habe es nicht so verstanden, dass der Freund sie bedrängt hat oder gar zwingen wollte. Er hat mit ihr darüber geredet. Moralisch sch*** aber reden ist noch lange keine Nötigung.
 
  • #62
Die zweite Frau hat ihn verlassen als das gemeinsame Kind knapp zwei war.

Als diese in das Leben seiner Tochter trat war diese ein junger Teenager, ihre Mutter lebte noch und ist vor ca vier Jahren gestorben - die erste Ehe war aber schon länger geschieden. Die erste Ehe hielt inklusive vorheriger Beziehung fast zwanzig Jahre. Quasi von der Schulbank bis zur Scheidung.

Ja, sie IST ein armes Scheidungskind, wenn er für sie kaum Zeit hatte, als sie Kind war, ihre Mutter auch noch tot ist.
Wann kam denn die zweite Frau in sein Leben, wie alt war die Tochter da, um die er sich nie gekümmert hatte und die dann zusehen durfte, dass ein anderes Kind sehr wohl betuddelt wird?
Und wann hat er die Zweite verlassen, als sie schwanger war oder kurz danach? Für mich sieht das so aus: Der Mann kann nicht "mit Kind". Er kann nur Beziehung "ohne".

Ihr Theater halte ich für die verzweifelten Versuche, was nachzuholen an Aufmerksamkeit vom Vater. Zumal sie keine Mutter mehr hat, ich hoffe nur, die war erst vor kurzem gestorben und nicht schon, als sie noch nicht volljährig war. Aber auch dann ist es ein tragischer Verlust und der Vater wird sie wieder mal nicht gestützt haben.

Das nur mal dazu, auch wenn ich denke, dass das jetzt nicht Deine Baustelle ist. Mir geht es nur darum, dass Du den Mann nicht aus der Verantwortung nehmen solltest und ihr die Schuld zuschiebst, dass er sich wie ein Lappen verhält. Das macht er ganz allein und sie hatte keine Chance, weil sie schon früh merkte, dass sie auf sich allein gestellt ist, wenn es darum geht, durch Krisen zu gehen. Sie musste sogar Krisen der Leute (Eltern) mittragen, die sich um sie kümmern hätten sollen, weil sie eine Scheidung und den Tod der Mutter erlebte und vom Vater nichts Brauchbares gekommen zu sein scheint.
SIE ist das Kind, er der erwachsene VATER. Wenn da was an Bindung nicht stimmt, haben die Eltern es versemmelt. Und dass sie so dominant ist, ist für mich ein Zeichen, dass SIE früher die ganze Zeit die Verantwortung für beider Leben übernahm, weil von ihm nichts kam.

Migräne, so sie echt ist, ist die Hölle, sagen Betroffene, und es kann auch psychosomatisch sein. Also es muss keine Lüge sein, um Aufmerksamkeit zu kriegen, die sie sowieso von ihm nicht bekommt, und nachholen kann er da auch nichts. Sein Verhalten jetzt zu dem entstehenden Kind, dann dass er von den beiden anderen Müttern getrennt ist/war, dass er nicht der emotionale Vater sein will - ich denke, das ist sein Credo. Vielleicht lernt er es jetzt mit dem Dritten und kann damit auch die Beziehung zu seiner Tochter irgendwann in Ordnung bringen. Eine dritte Chance, die dieser Erzeuger hat.

Ich weiß, das Leben ist nicht so simpel, dass man es so runterbrechen kann. Aber grob zeigt sich eben manchmal ein Muster.
 
  • #63
Ich bin entsetzt, wie viele schreiben, streiche ihn.
Ich bin ganz bei @Lionne69.
Er ist der Vater. Ob er seine Vaterrolle erfüllen wird, wird sich zeigen. Eher nicht, wenn er schon 2mal versagt hat.

Kinder haben ein Recht darauf zu wissen, wer der Vater ist. Einklagbar.
Es ist wichtig, psychisch gesehen. Es sind ein Teil der Wurzeln, die dieser Mensch hat.

Das Kind hat Anspruch auf Unterhalt, andere rechtliche Ansprüche.
Die FS hat als Mutter einen Unterhaltsanspruch für die erste Zeit. Die Zeit, wo es oft finanziell schwierig ist.

Jetzt ist die Zeit der werdenden Mutter. Abstand, Kontaktreduzierung auf das Nötige, beim Thema Vater. Konzentration auf Nestbau und Vorbereitung.

Nach der Geburt kann die FS schauen, wo der Vater steht. Evtl. Mit Jugendamt, Erziehungsberatung.
Es liegt auch viel an der Mutter, wie sich das Kind entwickelt.
Eine Verleugnung und Ablehnung des Vaters fällt auf das Kind zurück, auf den Selbstwert, die Identität.
Kinder ziehen schnell den Schluss, Mama mag Papa nicht, er ist mein Papa, deswegen mag Mama mich nicht.

M, 55
 
  • #64
...Und zurück zur FS: ich habe es nicht so verstanden, dass der Freund sie bedrängt hat oder gar zwingen wollte. Er hat mit ihr darüber geredet. Moralisch sch*** aber reden ist noch lange keine Nötigung.
Nein, er hat mich nicht bedrängt oder versucht zu zwingen. Er hatte es am Anfang vorgeschlagen, was ich allerdings auch schon abwegig fand und abgelehnt habe.
Bedrängt hat mich mit ihrer WhatsApp seine erwachsene Tochter mit den Argumenten (Beziehung ist doch sowieso gescheitert, das Kind hätte bei uns keine Chance auf junge, glückliche und verheiratete Eltern, andere Paare wollen ein Kind etc pp).
Zu dieser habe allerdings kurz nachher über sämtliche „Kanäle“ den Kontakt abgebrochen,. Es tut kurz vor der Geburt nicht gerade gut sich über eine junge Erwachsene aufzuregen, die sich wie ein pubertierender Teenager verhält. Ich denke auch nicht - egal wie der Vater seine Vaterrolle ausfüllt - das sie später der richtige Umgang für meine ungeborene Tochter ist. Leider hat sich mein Ex hinsichtlich der WhatsApp auf die Seite seiner Tochter gestellt (ich sollte mit ihr nicht diskutieren, es wäre doch nicht schön wenn es mit ihr eskaliert, ich solle ihn nicht gegen sie aufbringen ..)

Gegenüber seinem kleinen Sohn aus zweiter Ehe ist er ein sehr liebevoller und fürsorglicher Vater der viel Zeit mit ihm verbringt. Das er für seine Tochter aus der ersten Ehe damals weniger Zeit hatte lag damals vorrangig an der beruflichen Situation. er baute damals gerade seine Karriere auf. So etwas ist schade, kommt aber in vielen Familien vor. Ihre Mutter wird hauptsächlich die Familienarbeit übernommen haben während er Karriere machte. Dieses Rollenmodell das einer sich mehr um das Kind kümmert und zu Hause bleibt während der andere Karriere macht ist kein unübliches. Heute will sie diese Zeit nachholen und fordert sie ein.

Als Erwachsene sieht sie wieviel Zeit ihr Vater mit dem viel jüngeren Halbbruder verbringt und ein weiteres Halbgeschwisterchen sieht sie vermutlich auch als Gefahr für sich (Erbe, Zeit des Vaters) an, aber man sollte meinen das man mit knapp über zwanzig erwachsen ist.

Aber der hochschwangeren Ex Partnerin eine Adoption kurz vor der Geburt vorzuschlagen ging ganz einfach nicht. Mal davon abgesehen das nur die Eltern an dem Kind beteiligt sind und nicht die Halbgeschwister ist es einfach sehr übergriffig.

Wie mein Ex die Vaterrolle ausfüllen will ist fraglich und bleibt abzuwarten. Sich erst zu freuen, dann umzuschwenken (will keine neue Familie), dann zu normalisieren um dann kurz vor der Geburt in der Beziehung den Schlussstrich zu ziehen ist auf jeden Fall etwas was ich anderen Frauen in einer ähnlichen Situation nicht wünsche.
 
  • #65
Ich bin entsetzt, wie viele schreiben, streiche ihn.
Ich bin ganz bei @Lionne69.
Er ist der Vater. Ob er seine Vaterrolle erfüllen wird, wird sich zeigen. Eher nicht, wenn er schon 2mal versagt hat.
Die "Leute" schreiben das, weil er das Kind nicht WILL. Er will, das das Kind weg ist. Genau darauf beziehen sich die Leute.
Er hatte auf Abtreibung gehofft - zu spät. Seine zweitbeste Wahl ist die Adoption. Auch da ist er aus allen Pflichten raus, muss keine soziale Vaterrolle übernehmen und auch keine finanziellen Pflichten. Deutlicher als er kann ein Mann nicht "nein" zum ungewollten Kind sagen.

seine zweite kaum 14 Stunden später ob man es noch abtreiben oder zur Adoption freigeben könnte?
Er hat Abtreibung und Adoption ins Spiel gebracht. Die FS will nur sein "nein" nicht hören und und in ihrer Illusionswolke hängen bleiben.
Sie arbeitet sich an der Tochter ab, die nur den Wunsch des Mannes nachplappert, das Kind möge verschwinden aus seinem und auch ihrem Leben.

Eine Verleugnung und Ablehnung des Vaters fällt auf das Kind zurück, auf den Selbstwert, die Identität.
Das sagt hier doch keiner, sondern "als Partner und Vater kriegst Du ihn nicht zurück, also nimm wenigstens sein Geld, um es Dir als AE etwas leichter zu machen".
Dass ein Kind das Recht hat, zu wissen, wer sein Vater ist und dass dieser mit ihm nichts zu tun haben will - wobei man Letzeres und erst Recht den Wunsch nach Abtreibung/Adoption dem Kind so nicht mitteilen sollte, um ihm nicht zu schaden.

Als diese in das Leben seiner Tochter trat war diese ein junger Teenager, ihre Mutter lebte noch und ist vor ca vier Jahren gestorben - die erste Ehe war aber schon länger geschieden. Die erste Ehe hielt inklusive vorheriger Beziehung fast zwanzig Jahre. Quasi von der Schulbank bis zur Scheidung.
Der Mann hat ganz richtig erkannt: er kann Familie mit Kindern nicht. Darum sind alle seine Beziehungen mit relativ jungen Kindern zerbrochen.
Aus diesem Grund will er Familie mit Kind nicht noch ein weiteres Mal versuchen, sondern verlässt Dich vor der Geburt.
 
  • #66
Kontaktabbruch? Die beiden bekommen ein Kind.
Egal, wie er sich in der Beziehung verhalten hat: Er bleibt der Vater und sehr wichtig für das Kind.
Identitätsfindung und Wurzeln sollten für keinen Elternteil Fremdwörter sein, das eigene Wohlbefinden ist dabei hintan zu stellen.
Die eigene Kränkung spielt bei halbwegs Erwachsenen keine Rolle.

w, 53