• #1

Trennung bereuen?

Liebe ForistInnen,

vor einer Woche habe ich mich nach 2 1/2-jähriger Beziehung von meinem Ex-Freund (29) getrennt. Wir haben bereits ein Jahr zusammengewohnt (bin nach dem Studium in seine Stadt gezogen), mehrere Urlaube miteinander verbracht und meiner Meinung nach auch ein ausgeprägtes Sexualleben. Ich liebe ihn noch über alles.
Vor einer Woche meinte er, dass sein Vater sich einen Job in unserer Nähe gesucht hat und deshalb auf unbestimmte Zeit zu uns ziehen werde. Ich habe mich hintergangen gefühlt, da ich denke, dass solche Dinge in einer Beziehung abgesprochen werden sollten. Unsere Wohnung war auch gar nicht groß genug, dass das auf Dauer hätte funktionieren können. Wegen eines Kulturunterschiedes (konservativer Vater) wäre auch unsere Sexualität zu kurz gekommen. Ich habe ihn gebeten, dass sein Vater vorerst für ein Monat zu uns zieht und sich vor Ort eine Unterkunft suchen soll (eigentlich ist der Vater verheiratet und wohnt in einer anderen Stadt). Sein Vater hat sich mir gegenüber oft respektlos verhalten und in meiner Anwesenheit nie deutsch gesprochen. Mein Ex konnte seinen Eltern dies aber trotzdem nicht ausschlagen.

Nun bin ich für den Sommer in meine Stadt zurückgezogen und habe mich getrennt. Ihn hat die Trennung sichtlich schockiert und plötzlich war er auch bereit, meine Lösung mit dem einen Monat Übergangszeit zu akzeptieren. Auch wollte er sonst eine Fernbeziehung. Trotzdem zog ich die Trennung durch. Wir haben uns allerdings die Option offen gehalten, im Herbst nocheinmal über alles zu sprechen, falls er sich bis dahin von seinen Eltern mehr abnabeln kann. Es wirkte auf mich so, als würde er sich darüber freuen und er versprach mir, an sich zu arbeiten. Er hinterließ er mir auch noch einen Brief in der Wohnung, indem stand, er hoffe, wir beide finden im Sommer wieder vermehrt heraus, was wir Schönes miteinander gehabt haben und dass er mir für den Sommer viel Kraft wünscht.
Nun sehe ich aber auf Facebook, dass er überall bei den 19-jährigen Sekretärinnen aus der Arbeit gefällt drückt. Das ist natürlich sein Recht, trotzdem fühle ich mich gekränkt. Am liebsten hätte ich ihn zurück, obwohl der Trennungsgrund natürlich triftig war.

Hat jemand schon einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht und die Trennung bereut, obwohl es rational richtig ist? Oder habe ich die Trennung überstürzt?

Ich freue mich sehr über außenstehende Meinungen, da ich derzeit noch nicht klar denken kann. Der Schmerz ist noch sehr groß.
w25
 
  • #2
Herzlichen Glückwunsch.
Sei bloss froh, dass Du das so hinbekommen hast!
Nun stelle Dir ruhig mal vor, ihr hättet schon Nägel mit Köpfen gemacht (z.B. Kind) und Du könntest nicht mehr weg bzw. Dich trennen; müsstest alles akzeptieren, was seine Familie veranstaltet, da Du nicht mehr unabhängig bist.
Ich will lieber gar nicht erst wissen, was für ein anderer Kulturkreis das ist. Offensichtlich gelten Frauen da nicht viel....
 
  • #3
Die Trennung war richtig und Dein Freund sucht sich nun was anderes, wie es aussieht. Was interessiert Dich das eigentlich noch, würde ich sagen. Du hast Dich doch nicht getrennt, um ihn zu erziehen. Das wäre ein Fehler gewesen. Du hattest Deine Gründe. Vielleicht sucht er sich eine Übergangsfrau, vielleicht eine, die ihn mit Vater in der Wohnung und unabgenabelt akzeptiert - also ne ganz junge.

Das Zurückwollen, das Du nun empfindest, käme doch gar nicht, wenn er Dich weiter anwimmern würde, doch die Beziehung wieder aufzunehmen. Also ist es nur ein Machtding.
Ob Du überstürzt gehandelt hast, weiß ich nicht.
Ich habe ihn gebeten, dass sein Vater vorerst für ein Monat zu uns zieht und sich vor Ort eine Unterkunft suchen soll (eigentlich ist der Vater verheiratet und wohnt in einer anderen Stadt). Sein Vater hat sich mir gegenüber oft respektlos verhalten und in meiner Anwesenheit nie deutsch gesprochen. Mein Ex konnte seinen Eltern dies aber trotzdem nicht ausschlagen.
Das war ja anscheinend nicht wichtig für ihn. Insofern könnte ich mir vorstellen, dass die Trennung einfach konsequent war. Oder hättest Du lieber SO leben wollen, wie es gekommen wäre ohne Trennung?

Wir haben uns allerdings die Option offen gehalten, im Herbst nocheinmal über alles zu sprechen, falls er sich bis dahin von seinen Eltern mehr abnabeln kann
Wie hättest Du das prüfen wollen? Und so eine Bedingung geht immer daneben, wenn ein Partner sich hinstellt und sagt: Ich werde kontrollieren, ob du dich geändert hast und überlege mir dann, ob ich dich noch will.

Vermutlich bist Du selbständiger als er, dh. er braucht eine Partnerin, die auf seinem Level ist. FÜR DICH sich ändern, hätte nichts gebracht. Und anscheinend wäre es das aber gewesen, wenn er nun nach anderen Frauen sucht, die bequemer sind (wobei ich nicht einschätzen kann, ob das Liken schon Suchen ist. )
 
  • #4
Liebe FS,
Du bist vor einem Jahr nach dem Studium zu ihm gezogen, ich nehme mal an in seine Wohnung. Du gehst für den Sommer zurück in Deine Heimar. Der Sommer ist lang, länger als normaler Urlaubsanspruch auch für Lehrer. Das lässt vermuten, dass Du keine richtige Arbeit hast und wenig zum Lebensunterhalt beiträgst.
Es gibt nicht wenige Menschen, die unter solchen Vorraussetzungen automatisch das traditionelle Partnerschaftsmodell leben: der Mann bestimmt vollumfaenglich wo es lang geht - das was Du grad erlebst.

Das Verhalten Deines Partners ist komplett respektlos. Selbstverständlich kann er seinen Vater noch nichtmal für eine Nacht in Eure gemeinsame Wohnung einladen, ohne dass vorher mit Dir abzusprechen, egal ob Du Miete zahlst oder nicht.

- Er setzt noch einen drauf und lädt seinen Vater unbefristet ein, ohne dass mit Dir zu klären.
- Und noch einer drauf: obwohl er weiss, dass Du mit dem Vater nicht gut kannst
- Und noch einer: Du sprichst die Trennung aus und er interpretiert das um in eine Fernbeziehung
- Noch einer: er baggert direkt einige Kolleginnen an, um sich eine Frau zu beschaffen

Das ist der Gipfel der Respektlosigkeit und sowas wie Liebe für Dich, Fragmente von Empathie o.ä kann ich bei ihm nicht ansatzweise erkennen, Liebe schonmal garnicht.
Nimm' mal die rosarote Brille ab und schau' auf die Gesamtsituation. Was meinst Du, wie das Zusammenleben jenseits vom guten Sex mit ihm aussieht? Bei einer Frau mit minimalem Selbstwertgefühl verflüchtigt sich die Liebe prompt und die Trennung wird zur unumstoesslichen Tatsache.

Solltest Du berufstätig sein und ein eigenes Einkommen haben, nutz' die Zeit der Trennung um Dir eine eigene Wohnung zu suchen, in der Du das Sagen hast. Dann kannst Du Dir in Ruhe überlegen, ob Du angesichts der Gesamtheit der Vorfälle noch Interesse an einer Beziehung mit ihm hast.
Hast Du keinen Job, bleib in Deiner alten Heimat und such Dir einen. Der Mann ist definitiv nicht geeignet für eine Gefällebeziehung, sondern bosst Dich prompt.

Du bist 25. Das ist die beste Zeit, um einen guten Lebenspartner zu finden. Mit jedem Jahr das vergeht wird das schwieriger.
Verdaddel' die Zeit nicht mit einem Mann, der so über Dich weggeht und immer Bubi seiner Eltern bleiben wird.
 
  • #5
Liebe FS,

eine Trennung ist immer ein großer Schritt in etwas neues Unbekanntes. Aber glaub mir, hinter jedem Unbekannten steckt immer etwas großes Besseres. Glaub nur daran.

Der Mann ist kein passabler Partner für dich oder jede andere normale Frau hier. Sexualität, Wohnung und auch wahrscheinlich der ganze Alltags wird von seinem Vater und seiner Kultur bestimmt, die einfach nicht kompatibel mit deinem hier ist. Ich verurteile keine anderen Kulturen, aber mit solcher Einstellung gehört man auf seinen eigenen Kontinent, wo so etwas eben normal ist.

Das er Bilder von sehr jungen Frauen likt, zeigt wo seine mentale Reife hängt. Im Teenageralter. Und genauso verhält sich dieser Mann auch. Mit 29 sind von Vati sagen lassen, wie er zu wohnen hat und wie seine Sexualität auszusehen hat. Eben wie ein 18/19 jähriger.
Sei froh, ihn los zu sein.
Auf Facebook bitte nichts drauf geben. Facebook lebt durch Mainstream-Klickerei.


Mach dir eine Negativliste über ihn, und warum du dankbar sein kannst, dass du nun frei bist.
 
  • #6
Ich nehme mal an, in den Augen des Vaters bist du, da du unverheiratet mit seinem Sohn zusammenlebst, nicht mehr als ein Flittchen, da du dich unverheiratet für Sex hingibst.
Das Abnabeln ist für deinen Freund schwierig, da es vermutlich in seiner Kultur ein NoGo ist, dem Vater keine Gastfreundschaft zu gewähren. Leider entscheidet er sich nicht konsequent für einen Weg, sondern eiert hin und her. Wenn er sich schon entscheidet, mit dir unverheiratet zusammenzuleben, sollte er auch vor seiner Familie dazu stehen können. Dazu passt jetzt auch, dass ihr Euch über den Sommer Zeit geben wollt, er aber gleichzeitig vor deinen Augen mit anderen auf Facebook anbandelt. Du klingst, als würdest du dir wünschen, wieder mit ihm zusammenzukommen.
Dann rede mit ihm,und mach klar, Partnerschaft ja, aber nur wenn er zukünftig alle Entsheidungen,die euch betreffen,mit dir abspricht, und vor seiner Familie zu dir steht und entsprechend Respekt einfordert, zb deutsch sprechen in deiner Anwesenheit. Wenn er das schafft und durchzieht, ja. Ansonsten bist du weg, da er dich sonst nie respektieren wird und die Tradition das Sagen hat. Wobei er dann gerne ganz untraditionell mit dir unverheiratet Sex hat.
 
  • #7
Der einzige Grund warum der Vater mit-einziehen wollte, kann ja eigentlich nur sein, dass er nie gelernt hat für sich selbst zu sorgen. Haushalt, Kochen usw. wird wahrscheinlich immer die Frau gemacht haben.
Kann ich dementsprechend gut verstehen, dass die FS keine Lust hat, Hotel Mama zu spielen.
Ich glaube auch nicht, dass sich ein solches Verhalten schnell ändert, nach Jahrzehnten. Nach dem einen Monat, kommt dann noch ein Monat und noch ein Monat und er wird sich ja bessern und -irgendwann- auch mal ein wenig mit-helfen und blablabla ... Nee, besser gleich die Reißleine ziehen. Alles richtig gemacht.
 
  • #8
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Es tut gut, so aufmunternde Worte zu lesen. Das bestärkt mich in meiner Entscheidung! Dies war die erste Trennung, die von mir ausging. Da plagen mich vermehrt Unsicherheiten. Mein komplettes Umfeld meinte, das ist "der Eine" für mich. Vielleicht ist es auch deshalb. Zudem macht es mir Angst, mit 25 neu anzufangen, auch wenn (noch) genügend Zeit vorhanden ist.

Jetzt heißt es - wie hier bereits angedeutet - sich auf ein neues Abenteuer mit neuer Arbeit und neuem Wohnort einzulassen. Ich konnte mich Gott sei Dank aufgrund der noch absichtlich flexibel gewählten Jobsituation schnell aus der alten Umgebung lösen. Abhängig war ich also nicht. Zum Glück!
 
  • #9
Trotzdem zog ich die Trennung durch. Wir haben uns allerdings die Option offen gehalten, im Herbst nocheinmal über alles zu sprechen, falls er sich bis dahin von seinen Eltern mehr abnabeln kann.
Trennung knallhart durchgezogen. Im Herbst bedeutet, in ein paar Monaten. Wenn eine Partnerin bei mir so agieren würde wie Du, würde ich nicht davon ausgehen, dass es im Herbst weitergeht.

Damit ich nicht falsch verstanden werde:
Ich würde auch keinen Spaß haben, wenn meine italienische Schwiegermutter erstmal einziehen würde. Aber in einer Beziehung sollte man das diskutieren können und eine Lösung finden. Es ist selbstverständlich, dass das keine längerfristige Lösung sein kann, er hat ja wohl auch Kompromissbereitschaft signalisiert.

Nun sehe ich aber auf Facebook, dass er überall bei den 19-jährigen Sekretärinnen aus der Arbeit gefällt drückt. Das ist natürlich sein Recht, trotzdem fühle ich mich gekränkt. Am liebsten hätte ich ihn zurück, obwohl der Trennungsgrund natürlich triftig war.
Was hast Du genau erwartet? Du hast Dich getrennt, für mich ohne triftigen Grund. Auch nachdem er Kompromissbereitschaft gezeigt hat. Eltern aus einem anderen Kulturkreis mit entsprechenden Problemen hatten wir neulich erst als Thema. Wenn Du einen Freund aus dem Süden Europas hast, musst Du davon ausgehen, dass die Familienbande enger sind. Wenn Du mit dem Kulturunterschied nicht klarkommst, ist es die falsche Beziehung. Und dass er den Kontakt zur Familie abbricht wegen Dir (oder was soll abnabeln bedeuten bei größerer Entfernung?) ist völlig absurd.
Ich denke, Du solltest Dir einen passenderen Partner suchen, offenbar ist der kulturelle Unterschied einfach zu groß und unüberwindbar. Das macht er jetzt natürlich auch.

Sexualität, Wohnung und auch wahrscheinlich der ganze Alltags wird von seinem Vater und seiner Kultur bestimmt, die einfach nicht kompatibel mit deinem hier ist.
Lese ich nicht. Sexualität wurde von der FS ausdrücklich als gut bezeichnet, in anderen Kulturen ist es üblich in der Familie zusammenzuhalten. Da ist logisch, dass der Einstieg in einer neuen Stadt für den Vater vom Sohn unterstützt wird. Wie, das bespricht man in einer Beziehung. Sowohl eigenmächtig einladen als auch deswegen trennen ohne Diskussion ist Kindergartenverhalten.
 
  • #10
Hallo ojemine, ich halte die Trennung für falsch. Ich lese, dass ihr super kompatibel seid. Du schreibst hier von diesem einen Fall, dass er dich nicht in seine Entscheidung mit einbezogen hat. Wie sieht es denn sonst aus. Vielleicht hat er sich einfach nichts dabei gedacht, das soll es geben. Du schreibst, du liebst ihn über alles und wirfst dann alles hin, wegen diesem Vorfall, zumal er noch aus einer anderen Kultur kommt? Vielleicht war es einfach nur gedankenlos und er ist "lernfähig" und macht dies nicht nochmal. Ich finde, du hast vorschnell gehandelt, man kann auch zu emanzipiert sein. Man muss sich nicht alles gefallen lassen, aber manchmal kann man auch Kompromisse eingehen. Ein Trennen ist für mich kein Kompromiss, sondern ein Durchsetzen des eigenen Kopfes. Es werden dir auch im eigenen Kulturkreis genügend Situationen begegnen, wo du evtl. erstmal vor den Kopf geschlagen bist. Damit muss man umgehen lernen. Viel Glück Arvend (w48)
 
A

Arcturus

  • #11
Hat jemand schon einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht und die Trennung bereut, obwohl es rational richtig ist? Oder habe ich die Trennung überstürzt?

Ich freue mich sehr über außenstehende Meinungen, da ich derzeit noch nicht klar denken kann. Der Schmerz ist noch sehr groß.
w25
Hallo ojemine,

ich bin schon ein paar Jahre älter und habe trotzdem erst jetzt für mich herausgefunden, daß Trennungen durchaus auch gut und richtig sein können, selbst, wenn sie nicht gewollt sind. Du hast diese Chance jetzt schon.

Folgende Aussage hat mir dabei die Augen geöffnet:

"Nicht jeder ist auserwählt, in deinem Leben zu bleiben. Manche sind nur so lange da, bis du eine bestimmte Lektion verstanden hast."

Ich glaube, die Lektion, die du verstehen sollst ist sehr offensichtlich (zumindest für mich).
Du hast die Entscheidung zu dieser Lektion selbst getroffen (weil es gegen deine Natur war, etwas ungewolltes zu ertragen). Nun sollte es nur noch ein kleiner Schritt für Dich sein, diese Entscheidung auch zu verstehen.
Es wird Dir gelingen.

m47
 
  • #12
Bis zu diesem Fauxpas hat es Dir doch mit ihm ganz gut gefallen. Und dann hat er sich einen Klopper geleistet. Zugegeben. Für uns Europäer ein NOGO.

Und nun tut es ihm leid und er macht Angebote zur Güte. Ich finde, damit kann man doch was anfangen.

Wenn die Beziehung ansonsten okay wäre, dann hätte ich sie niemals beendet zumal er einlenkt. Den Papa hätte ich allerdings auch nicht in der Wohnung haben wollen.

Dieses Problem sei durchaus seinem Kulturkreis geschuldet, da ist sowas eben selbstverständlich.

Er drückt gefällt mir in Facebook. Naja, das sind vielleicht so hilflose Aktionen von Verlassenen mit denen sie noch eine Reaktion von der Ex bekommen wollen. Funktioniert ja, wie wir hier sehen)

Beziehung heisst ja auch verzeihen und ein Entgegenkommen des anderen sowie Reue zu akzeptieren. Jeder mag eine andere Reizschwelle haben, bis er sich trennt. Aber je niedriger sie ist, desto öfter wird man sich trennen müssen.

Lebt eine Beziehung nicht auch von einem diplomatischen Miteinander? Damit meine ich jetzt nicht, dass Du den Vater so lange ertragen sollst. Aber gleich eine Trennung? Ich wäre im schlimmsten Fall so lange ausgewandert. Denk nochmal drüber nach.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Ich sehe das ein wenig anders als die meisten hier. Du liebst du ihn ganz sicher nicht über alles, denn dann hättest du dich nicht so flott getrennt. Es ist offensichtlich, dass du ein "ausgeprägtes Sexualleben" mit Liebe verwechselst. Sonst würdest du auch nicht deine Unabhängigkeit so schnell nutzen um dich flott abzusetzen. Und offensichtlich hast du auch nach längerem Zusammenleben vom "Kulturkreis" von dem wir nun nicht wissen welcher das ist, da liegen im wahrsten Sinne des Wortes Welten zwischen keine Ahnung. Das impliziert für mich da du sein Wesen und seien Mentalität nicht wirklich erkannt hast. Ich schreib das nicht um dir das vorzuwerfen. Es gibt schon ein paar Kulturkreise mehr auf der Welt und ich finde unseren inzwischen ziemlich anders. Um es mal neutral auszudrücken. Es hat immer alles seine zwei Seiten. Ich habe auch schon einige harte unerbittliche Kämpfe von Paaren gesehen die auch mit christlichem Glauben von den Eltern die so flexibel wie eine Eisenstange sind wenn es um die Lebensgestaltung ihrer Kinder insbesondere der Söhne geht sind. Dann ist es leider so, das die Eltern dann abgehängt werden müssen, da kein Kompromiss möglich ist. Der Grund weshalb du die Entscheidung dennoch keineswegs bereuen musst sondern froh sein kannst, das du so ein goldenes Absprungbrett geliefert bekommen hast liegt sicher auch in der Facebook-Klickerei. Die beweist das er genauso "unabhängig" ist und dich ebensowenig geliebt hat. Das du mit 25 noch Zeit hättest ist relativ. Es gibt nur die Zeit im Jetzt. Du solltest sie nutzen um dir zu überlegen was du wirklich willst. Und dann die Ursachen dafür setzen. Hin- und herziehen und den Job nach oben zu stellen ist nach wie vor keine gute Beziehungs-Basis, wenn man nicht für eine Art Nomadenleben geschaffen ist und jemanden passendes dafür findet. Heute treffen eben zwei Partner aufeinander von denen keiner zurückstecken kann und auch nicht will. Will nichts von dem was in anderen Kulturkreisen noch auf die alte Art läuft mehr hier gilt. w49
 
  • #14
Aufgrund der beschränkten Zeichen ist hier wohl eine Information nur unzureichend durchgedrungen, liebe/r Lebens_lust. Ich habe ihn mehrmals um einen Kompromiss gebeten, allerdings war die Antwort nur, dass ich mich damit abzufinden habe, wenn der Vater für beliebig lange Zeit kommt. Meine Gegenargumentation, dass dies für mich nur schwer zu akzeptieren ist, da diese Person kein Wort deutsch mit mir spricht und sich bei einem Wochenende schon so verhält, als wäre es seine Wohnung stieß dabei auf taube Ohren. Der Vater könne die Sprache sprechen, die er möchte und ich sollte bitte Platz in meinem Büro (ich arbeite viel von zuhause) machen, damit dieser dort einziehen könnte.
"Reue" zeigte sich erst, als ich mir nach ca. drei Versuchen das auszusprechen, die Beziehung beendet habe.
 
  • #15
Ich habe den Eindruck, Du hast überstürzt gehandelt und das dann halt auch konsequent durchgezogen. Knallhart eben.

Mit ihm die Sache auszudiskutieren hast Du anscheinend versäumt? Schade. Dass er sich neu zu orientieren beginnt, hast alleine Du Dir selbst zuzuschreiben. Darüber jetzt zu jammern wirkt auf mich ziemlich - ja, weinerlich. Knallhart ist nun mal knallhart.
 
  • #16
Liebe Ojemine,
sich zu trennen ist nie leicht. Dennoch glaube ich du solltest jetzt erst mal für dich einiges gerade rücken:
Mein komplettes Umfeld meinte, das ist "der Eine" für mich.
Was andere meinen ist völlig irrelevant! Wichtig ist nur was du fühlst und willst!! Lass dich von anderen nicht beeinflussen, denn so etwas geht in der Regel immer nach hinten los.
Zudem macht es mir Angst, mit 25 neu anzufangen, auch wenn (noch) genügend Zeit vorhanden ist.
Das soll jetzt ein Scherz sein??!
Mit gerade mal 25 bis du doch noch nicht mal ganz trocken hinter den Ohren. Lebenserfahrung gering vorhanden, Berufserfahrung gleich null, Beziehungserfahrung rudimentär. Liest man deinen Post nicht mal das... Kindergartenverhalten ist wirklich die treffende Beschreibung.

Gut, jeder muss selbst wissen was er im Leben möchte.
Als ich 25 war hat mich mein Beruf / der Erwerb weiterer fachlicher Qualifikationen um die halbe Welt geführt. Ich habe die Welt kennen gelernt, mich selbst und auch die Männer - bin einfach erwachsen geworden.
Niemals wäre ich, wie du scheinbar gerade, in eine Lebenskrise gestürzt, weil mein Freund nicht so will wie ich.

Das dein Exfreund sich in seinem jungen Alter noch von seinen Eltern beeinflussen lässt und sich Papas Wünschen unterordnet anstatt sich dessen bewußt zu sein, das er dies erst mal mit seiner Freundin besprechen sollte, ist nicht wirklich ungewöhnlich. Und sagt auch nichts weiter als das ihr beide noch verdammt jung seid.
Du hast dich von ihm getrennt, damit ist die Sache gelaufen.
Schau nach vorne!
Alles Gute
 
  • #17
Ich verstehe auch nicht warum du dich gleich getrennt hast. Über so etwas kann man doch reden. Und es muss doch einen Grund geben, warum der Vater zu ihm auf unbestimmte Zeit ziehen möchte.
Kann er sich erstmal finanziell keine eigene Wohnung leisten? War er vorher lange arbeitslos? Das wäre ja ein triftiger Grund. Und es ist doch selbstverständlich, dass man seinen Familienangehörigen in so einem Fall hilft.

Du hättest nicht gleich die Reissleine ziehen sollen sondern mit deinem Freund ernsthaft reden und eine Lösung finden sollen.

Wenn der Vater verheiratet ist - hat er sich denn getrennt von seiner Frau und sucht erstmal Unterschlupf und Trost bei seinem Sohn?

Finde die Gründe heraus und rede mit deinem Freund. Alles Gute
 
  • #18
So wie sich das mir darstellt, ist diese Vater-bei euch-wohnen-lassen-Geschichte eigentlich "nur" Auslöser und sozusagen der Tropfen, der das Fass der Inkompatibilitäten zum Überlaufen gebracht hat.
Allerdings halte ich gar nichts davon, im Herbst nochmal über alles zu reden inkl. Option auf Fortsetzung der Beziehung. Das ist doch nichts halbes und nichts ganzes. Du blockierst dich selbst damit für Neues und machst ihm unnötig Hoffnungen. Es ist schlichtweg unmöglich, dass er in ein paar Monaten solch eine Abnabelung vollzieht, zumal ja offenbar auch ethnisch-kulturelle Andersartigkeit dabei im Spiel ist.
Mein komplettes Umfeld meinte, das ist "der Eine" für mich.
Wenn Dritte sagen, er sei "der eine", dann wage ich an der Empathie und der Urteilskraft dieser Dritten zu zweifeln! Es gibt NIE nur "den einen". Und selbst der allerbeste Freund ist nur ganz, ganz selten, so hautnah dran an der Beziehung, dass er ein solch starkes Votum abgeben könnte. Kurzum; ich würde auf solch massive Bekundungen genau gar nichts geben und zwar ganz egal, von wem sie stammen! Gerade weil sie extrem undifferenziert klingen.
Hallo ojemine, ich halte die Trennung für falsch. Ich lese, dass ihr super kompatibel seid.
Woh du das herausliest, erschließt sich mir nicht. Sexuell kompatibel, o.k. Aber sonst?
Die FS und ihr Ex bewegen sich in Sachen Beziehungsfähigkeit, Kommunikation und Reife auf unterschiedlichen Ebenen; hinzu kommt ein offenbar völlig anderer Kulturkreis, evtl. auch noch sprachliche Barrieren. Was bitte ist da "super kompatibel"?
m44
 
  • #19
Der Großteil der hier aufgeführten Argumente sind feindselige Fantasiegebilde.
Die FS sagt eindeutig, dass der Ex im Prinzip perfekt war.
Auf mich wirkt es eher, wie eine Schönwetterbeziehung, die nun bei Last zusammenbricht. In einer Beziehung müssen die Partner auch hin und wieder die Zähne zusammenbeißen. Der Ex befindet sich wahrscheinlich in einem enormen Spannungsfeld. Immerhin ist es niemand geringeres als sein Vater. Das er die FS liebt, steht außer Frage, zumindest wenn man sich die Schilderung der FS durchliest.

Des Weiteren muss sie bedenken, dass viele Teilnehmer(innen) viel Frust angestaut haben und deutlich älter sind. Daher sind viele Ratschläge hier vergiftet und dienen als Blitzableiter.
Ich habe schon häufig beobachtet, wie gefrustete Singlefrauen ihren glücklichen, vergebenen Freundinnen versuchten die Beziehung madig zu machen - der Effekt dürfte auch hier greifen.
Die vielen verkappten Männerbashingbeiträge sind hier ebenfalls als klares Indiz zu werten und sollten der FS als Abschreckung dienen

Eine Beziehung, die in jungen Jahren wächst, ist durch nichts zu ersetzen, da junge, flexible Persönlichkeiten sich angleichen und zusammenwachsen. .

Die FS ist 25, also in einem Alter, in dem der Marktwert noch gut drei, vier Jahre auf hohem Niveau stagniert. Sie sollte gut überlegen, ob ihre radikale Trennung nicht Ausgeburt eines Powertrips ist (Marktwert). Der Partnermarkt ist allerdings kein Onlinehandel mit unendlicher Auswahl - das bestätigen viele Beiträge in diesem Forum.
 
  • #20
Ist vermutlich besser für deinen Freund, dass du dich getrennt hast. Du hättest dich vermutlich auch in jedem Fall früher oder später getrennt, nur wäre der Vorwand halt ein anderer gewesen denn ganz ehrlich - kein normal denkender Mensch würde sich von seinem Partner wegen so etwas trennen ohne, dass er das nicht sowieso schon vor hatte.
Das einzige was mir nicht klar ist, warum es dich juckt, dass er jetzt andere Frauen toll findet, soll er etwa ins Kloster gehen? Du willst ihn nicht mehr und jetzt sucht er sich etwas Besseres - so ist das Leben.
 
  • #21
Oh je. Verstehe ich es richtig, dass abgesehen von diesem Vorfall mit dem Vater alles gut war zwischen Euch? Dann ist meine Antwort: Ja, Du hast die Trennung völlig überstürzt. Und wo bitte lesen einige Vorschreiber heraus, dass er nun etwas mit anderen Frauen hat? Ich lese hier nur etwas von popeligen Facebook-Likes. Ich like dort auch viel und gerne, oft ohne dass das eine tiefergehende Bedeutung hat. Deshalb gleich davon auszugehen, dass er sich nun anderweitig vergnügt, halte ich für arg übertrieben.

So wie die Trennung ablief kann es tatsächlich sein - wie hier schon geschrieben wurde - dass er nach einer Weile sowieso nicht mehr zurück will. Offensichtlich kannst und willst Du ihn nicht nehmen wie er ist, sondern stellst Bedingungen für den Fortbestand der Beziehung ("nur wenn du dich abnabelst!") und es ist fraglich, ob das etwas bringt. Letztendlich war es seine Kompromissunbereitschaft, die Dich zu Trennung verleitet haben, aber Du warst es mit derselbigen genauso.
 
  • #22
Mit gerade mal 25 bis du doch noch nicht mal ganz trocken hinter den Ohren. Lebenserfahrung gering vorhanden, Berufserfahrung gleich null, Beziehungserfahrung rudimentär. Liest man deinen Post nicht mal das... Kindergartenverhalten ist wirklich die treffende Beschreibung.

Gut, jeder muss selbst wissen was er im Leben möchte.
Als ich 25 war hat mich mein Beruf / der Erwerb weiterer fachlicher Qualifikationen um die halbe Welt geführt. Ich habe die Welt kennen gelernt, mich selbst und auch die Männer - bin einfach erwachsen geworden.
Niemals wäre ich, wie du scheinbar gerade, in eine Lebenskrise gestürzt, weil mein Freund nicht so will wie ich.

Das dein Exfreund sich in seinem jungen Alter noch von seinen Eltern beeinflussen lässt und sich Papas Wünschen unterordnet anstatt sich dessen bewußt zu sein, das er dies erst mal mit seiner Freundin besprechen sollte, ist nicht wirklich ungewöhnlich. Und sagt auch nichts weiter als das ihr beide noch verdammt jung seid.
Du hast dich von ihm getrennt, damit ist die Sache gelaufen.
Schau nach vorne!
Alles Gute
Na ja. Dem Rat, nach vorne zu schauen, kann ich mich nur anschließen. Nicht anschließen kann ich mich der impliziten Aussage, mehr "Beziehungserfahrung" und mehr Kennenlernen "der Männer" sei jetzt anzuraten. Mehr Beziehungserfahrung bedeutet in diesem Sinne - wie hier gebraucht - ja immer auch mehr Trennungserfahrung. Und damit zusammenhängend entweder eine Aneinanderreihung unverbindlicher "Beziehungen" (wer's mag... - ich halte das nicht für sonderlich erstrebenswert und bin mit solchen Mustern auch nicht positiv zu beeindrucken) oder von x-fachem Scheitern. Was soll daran gut sein?
Umgekehrt kenne ich zahlreiche Beziehungen, die mit Anfang bis Mitte 20 begonnen haben und noch heute halten. Sind die alle einfach nur naiv und unerfahren - oder ist diese Gruppe lediglich in Foren wie diesem geringfügig (...) unterrepräsentiert?
 
  • #23
Das dein Exfreund sich in seinem jungen Alter noch von seinen Eltern beeinflussen lässt und sich Papas Wünschen unterordnet anstatt sich dessen bewußt zu sein, das er dies erst mal mit seiner Freundin besprechen sollte, ist nicht wirklich ungewöhnlich. Und sagt auch nichts weiter als das ihr beide noch verdammt jung seid.
Wie bitte? Doch es ist sehr ungewöhnlich, das der Partner der FS sich in seinem Alter vom Vater was befehlen lässt, statt es mit seiner Lbensgefährtin zu besprechen.
Der Partner der FS ist 29 Jahre alt. Das ist nicht "verdammt jung", sondern seit mehr als 10 Jahren volljährig und allerhöchste Zeit wie ein erwachsener Mensch zu handeln.
Wer sich in dem Alter von den Eltern noch rumdirigieren lässt, ist 10 weitere Jahre später keinen Millimeter weiter abgenabelt und taugt somit nichts als Partner einer erwachsenen Frau, die sich im Gegenzug auch von seinem Vater respektlos behandeln lassen soll.
 
  • #24
Mich würde der Kulturkreis nun doch etwas genauer interessieren.
Ich habe meine Antwort in der Vermutung gegeben, dass es sich hier nicht um Italien, sondern um östlichere Regionen handelt, wo die Frau nun gar nichts zu melden hat und eine unverheiratete Frau, die mit einem Mann zusammenlebt, noch weniger.
Ob nun die Männer hier alle so glücklich wären, wenn die Schwiegermutter in ihr Büro einzieht auf unbestimmte Zeit und dazu sie abwertend behandelt...
 
  • #25
Nicht anschließen kann ich mich der impliziten Aussage, mehr "Beziehungserfahrung" und mehr Kennenlernen "der Männer" sei jetzt anzuraten.
@Hannes: Deine Interpretation wurde von mir so in keiner Weise impliziert! Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass ein junger Mensch sich im Leben Zeit nehmen sollte Erfahrungen (nicht sexuell gemeint!) zu sammeln. Sich selbst und die eigenen Bedürfnisse in Ruhe zu entdecken, Souveränität und Selbstsicherheit im Umgang mit anderen zu erwerben.
Der 18. Geburtstag, ein Uniabschluss machen einen nicht per se "erwachsen", was die von der FS erzählte Geschichte ja deutlich demonstriert.
Mein Rat lautet daher ganz sicher nicht "Mädel hüpf durch die Betten und hab Spaß", vielmehr lautet er "nimm es nicht so furchtbar schwer und lerne dich selbst besser kennen, werde selbstsicherer und souveräner".

Zweifels ohne können solche Mittzwanziger-Beziehungen ein Leben lang halten. Das erfordert aber, wie bereits von anderen hier geschrieben, das man sich darauf einlässt sich miteinander zu entwickeln und dem jeweils anderen auch den Raum dafür zu lassen.
Die FS war dazu nicht bereit - hat sich offenbar gar nicht mit diesem Gedanken auseinander gesetzt.
 
  • #26
Ich möchte beileibe keine Lanze für das Verhalten Deines Ex-Freundes brechen, aber - wie hier schon erwähnt - hatte er wohl auf Grund seiner Herkunft keine andere Wahl. Wenn ich mit dem Kulturkreis richtig liege, ist es dort ein absolutes NoGo seinem Vater Hilfe zu verweigern - das hätte den Bruch jeglicher Familienbande bedeutet. Letztendlich hätte er auch das riskiert, als Du ihm die Pistole auf die Brust gesetzt hast - warum bist Du darauf nicht eingegangen?

Ich kann Frauen verstehen, die von dem Männertyp: leicht macho, leidenschaftlich, feurig und immer ein "Amore" auf den olivenölgetränkten Lippen, begeistert sind. Aber ihnen sollte auch bewusst sein, dass sich die Mentalität klar von unserer unterscheidet, besonders was u.a. "Familie" angeht.

Die Waffe der geäußerten Trennungabsicht sollte nicht zum Durchsetzen bei Streitigkeiten gezogen werden. Sie ist scharf und (für die Beziehung) fast immer tödlich, wenn sie benutzt wird.

Du hast sie zum Einsatz gebracht und wenn Du hier fragst, ob das ein Fehler war, wird es wohl (für Dich) einer gewesen sein. Jeder macht in seinem Leben Fehler, aber letztendlich wird auch jeder dafür dafür bezahlen (müssen). Akzeptiere die Konsequenz Deines Handelns.

PS: Was die Facebook-Thematik angeht, werte ich das als normales aber auch kindisches(!) Verhalten eines Verlassenen, der dem Ex-Partner zeigen will, "es tut mir nicht mehr weh" und "wenn Du mich nicht willst, es gibt auch andere". Das es Dich kränkt spricht Bände!
 
  • #27
Hallo,

danke für die Antworten. Ich möchte hier für etwas mehr Aufklärung sorgen. Nein, der Vater ist nicht arbeitslos. Der Vater hat sich zusammen mit seiner Frau gerade eine dritte Wohnung gekauft und will deshalb diese schneller abbezahlen. Er ist eigentlich bereits in Pension, hat sich aber bei uns in Grenznähe (Schweiz) einen Job gesucht. Er hätte sich also ein Zimmer leisten können. Er wollte sich aber 300€ sparen, während ich mit meiner flexiblen Jobssituation dafür hart arbeiten musste, um einen gleichwertigen Teil zu allem beitragen zu können. Er hätte sich generell nicht beteiligen wollen.

Im Endeffekt ist es egal, denn wir beide haben heute noch einmal miteinander gesprochen und das wird auch nichts mehr. Manche hier vergönnen mir das auch vielleicht, weil ich mich überstürzt getrennt habe. Vielleicht war es halt doch der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Die Eltern haben sich schon oft in die Beziehung eingemischt, seine Mutter beispielsweise hat schon bevor sie mich überhaupt kennengelernt hat, mir irgendwelche böswilligen Sachen unterstellt. Der Vater beschwerte sich, dass ich ihm nicht sein Frühstück gemacht habe oder was ich mit meinem Geld in unseren Kühlschrank gekauft habe. Im Endeffekt hat sich mein Ex auch jetzt wieder für seine Eltern entschieden, denn ich würde laut ihm, wenn wir mal Kinder hätten, den Kontakt vermutlich zu seinen Eltern stark einschränken, da ich nicht 600km weit entfernt zu ihnen ziehen würde. Es ist also vorbei.
 
  • #28
ch habe ihn mehrmals um einen Kompromiss gebeten, ....
Ok, das ändert die Sachlage etwas. Und doch im Kern: die Kulturen scheinen nicht zusammenzupassen. Es mag ausländerfeinlich erscheinen oder nicht politisch korrekt sein, aber ich denke, die Lebensweisen in verschiedenen Kulturen sind einfach öfter mal nicht kompatibel. Vielleicht hättet ihr euch sonst später bei einem anderen Thema entzweit. Geknallt hätte es irgendwann so oder so. Für mich ist die mitteleuropäische Partnerin bei allen Konflikten immer noch besser zu handhaben als die aus dem Rest der Welt. Auch wenn die Thaifrau auf den ersten Blick einfach zu bekommen und "pflegeleichter" zu sein scheint (ich übertreibe mal bewusst deutlich).

Schau nach vorne. Nach meiner Erfahrung ist das Thema Lebenseinstellung (und dazu gehören auch bestimmte kulturbedingte Einstellungen) eines, das wesentlich ist dafür, ob eine Beziehung passt oder nicht. Deine Entscheidung war sicher knallhart, aber vermutlich längerfristig richtig. Du bist jung, Du hast Zeit. Nimm Dir die Zeit. Du wirst einen Partner finden, der zu Dir passt. Viel Glück.
 
  • #29
Das mag für den Kulturkreis deines Freundes alles passen, aber diese massive Einmischung und Abwertung ist denk ich für miteleuropäische Verhältnisse doch eher ungewohnt.
Ja und wenn dann noch erwartet wird, dass ihr zu seiner Familie zieht, wenn Kinder da sind...da kannst du davon ausgehen, dass sich die Familie ständig einmischen wird. Kompromisse sind nötig, aber in diesem Fall ist wohl eher von einer feindlichen Übernahme auszugehen...so denke ich es war richtig.
Alternativ wär Dauerstreit vorprogrammiert oder du hättest zu allem ja und amen gesagt.
 
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  • #30
@Vikky, du hast vollkommen recht! Das Alter des Mannes ist mir irgendwie entgangen...

Er wollte sich aber 300€ sparen, während ich mit meiner flexiblen Jobssituation dafür hart arbeiten musste,
Liebe FS, setz dich nicht in (finanzielle) Konkurrenz zum Vater. Er ist in Rente, du fängst mit deiner beruflichen Laufbahn gerade erst an.

Hier freut sich bestimmt niemand über eine Trennung!
In deinem letzten Post schreibst du die Eltern hätten massiv gegen dich geschossen, und der "Einzug" des Vaters sei nun evtl. doch nur der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Das alles ist im Moment noch sehr frisch für dich. Aber bereust du diese Trennung denn tatsächlich? Für mich klingt es eigentlich nicht danach.
Vielleicht versuchst du mal diese Beziehung rational zu betrachten und findest heraus was genau für dich das Störgefühl und damit die Trennung ausgelöst hat:
- Eltern die massiv gegen dich sind
- Konkurrenzdenken auf wenigstens deiner Seite
- Erwartungshaltung an ein Frauenbild, in dem du dich nicht findest
- Kulturunterschiede
- respektloses / nicht gleichberechtigtes Auftreten deines Freundes dir gegenüber
- ....
Dieses Rationalisieren kann dir beim Verarbeiten deines Kummers helfen und sicher auch für eine kommende Beziehung von Nutzen sein (von wegen nicht zweimal den gleichen...).

Kopf hoch und alles Gute