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Lila123

Gast
  • #1

Trennung aufgrund sexueller Differenzen

Guten Morgen,mich beschäftigt die Frage welchen Wert Sex in einer Beziehung haben sollte? In einem anderen Post hatte ich bereits erwähnt, dass mein Freund und ich bereits nach 7 Monaten eine Flaute im Bett hatten. Diese hat sich bis auf einen ganz kurzen Zeitraum auch bis heute (11 Monate) nicht geändert - seit fast 3 Monaten kein Sex mehr. Langsam kommen die Gedanken, ob eine Beziehung dauerhaft glücklich machen kann wenn der sexuelle Teil nicht passt. Wir verstehen uns wirklich gut, haben gleiche Ansichten/Vorstellungen, eine tolle Wohnung, ähnliche Interessen,einen wirklich liebevollen Umgang mit einander. Wir haben auch immer viel gekuschelt. Also körperliche Nähe ist kein komplettes Tabu. Aber er hat einfach keine Lust auf Sex. Es regt sich null. Und mittlerweile fühl ich mich so erotisch wie nen Stück Toast. Möchte man als Frau nicht begehrt werden? Und mit weiblichen Reizen seinen Partner um den Finger wickeln und in Ekstase bringen können? Wir sind 27/28 und noch frisch zusammen. Eigentlich müsste es doch noch heiß hergehen. Ich kenn es auch aus früheren Beziehung so. Stattdessen befinden wir uns aktuell in einer Beziehungskrise, weil keiner so recht weiter weiß. Mein Freund würde eine Therapie machen wollen, da er meint die Ursache für seine Unlust liegt im Stress und im "sich zu viele Gedanken machen". Ich stehe dem ganzen skeptisch gegenüber, wenn bereits nach so kurzer Zeit ein solches Problem besteht.
Zumal wie sehen die Erfolgschancen aus? Kommt man nicht immer wieder an den Punkt wo es dann mal wieder nicht läuft? Es ist jetzt die 2. Krise aufgrund des Themas in so kurzer Zeit und ich merke, dass ich mich emotional immer mehr zurückziehe und auch für Flitereien mit einem anderen Mann empfänglich bin. Was natürlich auch irgendwo klar ist, man versucht sein Selbstwertgefühl wieder irgendwie zu stärken und genießt es wenn man mal ein Kompliment bekommt. Aber natürlich gibt mir das auch zu denken. Ich würde meinen Freund nicht betrügen. Eigentlich wünsche ich mir auch "nur" eine harmonische Beziehung wo es einfach passt. Meine Freundinnen heiraten alle und bekommen Kinder und ich hab das Gefühl, ich bekomm es einfach nicht auf die Kette :-( hab ich falsche Ansichten?
Wie sind eure Erfahrungen? Was meint ihr? Wie wichtig ist Sex in einer Beziehung? Würdet ihr sexuell "Abstriche" machen, wenn es an sich in der Beziehung passt? Oder denkt ihr, dass einen irgendwann das unerfüllte Sexualleben einholt und man dann ausbricht?
 
  • #2
Ich denke, es hängt vom Alter und Beziehungsdauer ab.
Wenn nach vielen vielen Jahren tollem Sex die Lust mit dem langjährigen Partner abnimmt, na gut, damit kann man leben.
In deinem Alter ist es völlig inakzeptabel.
Du fühlst dich nicht begehrt, nicht als Frau, und irgendwann vertrocknest du wie eine Pflanze, die jemand vergessen hat, zu gießen.
Du hast noch viel zu erleben und zu leben. Sex gehört unbedingt dazu. Und nein, in eurem Alter keinen Sex zu haben ist nicht normal und gesund.
Beim Ausbrechen bist du übrigens schon, mit diesem Post...
NIx ist falsch mit dir. Die Lebenslust will eben befriedigt werden.
 
  • #3
Ich würde an Deiner Stelle erstmal klären, ob es medizinische Ursachen hat. Bspw. gibt es Haarwuchsmittel, welche als Nebenwirkung die Libido deutlich reduzieren oder ganz abschalten. Weil der Prozess schleichend geschieht, ist den Betroffenen der Zusammenhang dann gar nicht bewusst.

Es kann auch an einem niedrigen Testosteronspiegel liegen (kann man messen lassen) oder an zu wenig Sonne (ist er ein PC-Guru?). Notfalls gibt es auch luststeigernde Medikamente. Viel Glück.
 
  • #4
Ich finde deine Situation ist eher die Regel als die Ausnahme. Irgendwann hat man sich anneinander abgesehen, er halt in diesem Fall früher an dir, als du an ihm.
Klar möchte Frau begehrt werden (wir Männer wollen das übrigens auch) und zur Ekstase bringen willst du ihn sicher auch, allerdings ist es einem Mann heutzutage meist nicht mehr gestattet in Ekstase zu geraten, man(n) soll sich nicht gehen lassen sondern gut "performen" und hauptsächlich auf das Vergnügen der Frau konzentriert sein. Das macht den Sex in der Regel für Männer immer uninteressanter/anstrengender, hinzu kommen noch Alltag, Routine, zuviel Vertrautheit, Stress, Sorgen, Konkurrenzdruck und oft auch Genörgel, das sind weitere Lusttöter.
Du solltest aber keinesfalls deine Bedürfnisse hint anstellen müssen, kommuniziere es offen mit ihm, sei ehrlich und schlage ihm alternativen vor (Swingerclubs, offene Beziehung, Affären, Callboy...) natürlich für beide gleicherlei Maß anwenden.
Wieso solltet ihr eure harmonische, respektvolle angenehme Beziehung komplett auflösen nur weil ein gewisser (wenngleich extrem wichtiger) Punkt nicht stimmt?
Zu deiner Hauptfrage: Der Stellenwert von Sex in einer Beziehung ist nicht so wichtig, wichtig ist dass beide Partner dem Sex den gleich hohen Stellenwert geben. Es kann super laufen wenn sich 2 finden die garnie wollen und ebenso super wenn sich zwei finden die garnicht mehr aus dem Bett wollen. Hauptsache stimmig.
Aja, und deine Freundinnen heiraten und bekommen Kinder aber glaub mir, hinter der Fassade sieht es bei denen noch viel düsterer aus, das gibt nur keiner gern zu.
Wünsche dir viel Glück
M31
 
  • #5
Hi Lila123,
Die möglichen Ursachen sind sehr vielfältig. Körperliche, psychische bei ihm, es kann auch Ausdruck dessen sein, dass es trotz aller Gemeinsamkeiten und Harmonie evtl. doch nicht wirklich passt zwischen euch. Temporärer großer Stress kann es duchaus auch sein (ging mir mal so in einer sexuell wirklich gut funktionierenden Beziehung, als ich monatelang mit permanenten 14-15 Stunden-Arbeitstagen völlig ausgelaugt wurde). etc etc.

Ich denke, ohne einigermaßen befriedigenden Sex wird eine Beziehung, gerade in eurem Alter, auf Dauer keine Chance haben. Es sei denn, beide brauchen keinen. Das ist aber selten so und bei euch ja auch nicht der Fall. Und ja, es wird euch einholen, mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit. Ihr arbeitet entweder aktiv beide zusammen daran, oder ihr solltet euch trennen. Es so laufen zu lassen, nur darauf hoffend, dass sich was ändern wird, wäre die schlechteste aller Optionen. Aber offenbar ist dein Freund ja bereit zum gemeinsamen dran arbeiten?
Nutze diese Chance und wendet euch an einen Paartherapeuten oder auch gleich an einen guten Sexualtherapeuten. Seid offen, für das, was sich dabei zeigen könnte. Und ja, es kann durchaus eine dauerhafte, befriedigende Lösung für euch dabei herausspringen.

Ich kenne, was du beschreibst in noch viel extremerer Ausprägung. Ich habe mir da jahrelang eingeredet, dass Sex ja so wichtig nun auch nicht sein sollte/dürfe, zumal, wenn man sich anderweitig so gut versteht. Selbstverleugnung war das und es hat am Ende keinem von beiden genützt. Das fehlende Sexualleben hat maßgeblich verhindert, dass wir uns wirklich so nahe gekommen sind, wie ich es mir gewünscht und wie ich es gebraucht habe. Nach viel zu vielen Jahren einer weitgehend sexlosen "Liebesbeziehung" und etlichen erfolglosen Bemühungen, eine Veränderung herbeizuführen, habe ich am Ende die Reissleine gezogen. Ist mir unendlich schwer gefallen, weil sonst fast alles zwischen uns gut gepasst hat. Aber ohne Sex und die damit verbundene körperliche Nähe, Verbundenheit und Intimität ist es eben letztlich nur WG/Freundschaft und auf Dauer einfach extrem unbefriedigend. Später im Leben mag das für viele zunehmend an Bedeutung verlieren, aber sicher nicht in den 20er oder 30er Lebensjahren.
m/43
 
  • #6
Entscheidend ist, dass Einigkeit herrscht.

Wenn beiden Partnern Sex wichtig ist und die, sagen wir, Koitusfrequenz hoch ist: super.
Wenn beide mit wenig zufrieden sind (beide!): auch gut.

Wenn die Bedürfnisse wie in eurem Fall sehr unterschiedlich sind, wird es auf die Dauer nicht gut gehen.

Aber woran liegt's denn? Man kann schon was daran machen. Bevor ich über Trennung nachdenken würde, wäre ich sehr dafür, der Sache auf die Spur zu kommen und zu versuchen, Abhilfe zu schaffen.
 
  • #7
Nein, diese Abstriche würde ich nicht machen. Nur vorweg: ich halte Sex nicht für das wichtigste in einer Beziehung und brauchs nicht 5 mal am Tag. Dennoch ist der Sex mit dem Partner ja viel mehr als nur Befriedigung. Wenn Liebe im Spiel ist, ist allein die Nähe einfach nur schön. Natürlich kommt irgendwann der Punkt an dem es ein bisschen weniger wird, weil man nicht mehr so Mega heiß aufeinander ist wie ganz am Anfang oder mal eine Flaute weil wegen viel Stress und ähnliches. ABER ich habe auch festgestellt, dass gerade wenn ich Stress habe der Sex mit meinem Partner mich total runterholt und ich mich danach direkt viel entspannter fühle. Aus diesem Grund sehe ich das auch nicht wirklich als Grund für längeres "keine Lust haben". Ich kann dir nicht sagen, ob es bei deinem Freund tatsächlich psychische Ursachen hat. Vielleicht braucht er es einfach nur viel vor weniger und schiebt irgendeine Ausrede vor. Allerdings halte ich die Kompatibilität im Bett für genauso wichtig wie alles andere in einer Beziehung auch. Wenn sich dieses Thema bei euch nicht ändert, dann wird es euch auseinanderbringen.
 
  • #8
Liebe FS,

vielleicht hat Sex einen zu großen Stellenwert in eurer Beziehung eingenommen und andere Dinge, wie schöne Gespräche und dergleichen mehr, kamen zu kurz. Sexualität spielt sich nicht nur im Bett ab. Dein Freund ist vielleicht vorerst satt und gestreßt von dem Programm im Bett? Nicht jeder mag ständig Apfelkuchen ohne Sahne.....Denke mal darüber nach
 
  • #9
Ich denke und ich habe einige solcher Erfahrungen gemacht, dass es nicht lange gut geht, wenn es sexuell nicht paßt.

Als ich so alt war wie du, wäre dein Freund in dieser einen Hinsicht mein Traummann gewesen. Kein Sex ? Aber alles andere toll ? Boah, den hätte ich geheiratet.
( zum Kindermachen hätten wir es ja doch mal ausnahmsweise tun können ).

Ich dachte damals, kein Mann ist so gestrickt wie deiner und habe daher nicht nach einem asexuellen Mann gesucht.
Ich habe es über mich ergehen lassen und dann ging es immer irgendwann auseinander ( meine Beziehungen dauerten zwischen zehn Monaten und fünf Jahren ).
Dein Freund paßt zu einer anderen Frau.
Du paßt zu einem anderen Mann.
So einfach ist das.

w 48
 
  • #10
Du kannst mit anderen Menschen tiefgründige Gespräche führen (obwohl das auch mit dem Partner was ganz Tolles ist), Du kannst Deine Lieblingshobbys auch mit anderen Menschen betreiben (obwohl das auch mit dem Partner was ganz Tolles ist), Du kannst alles Mögliche mit anderen Menschen machen, was Dir wichtig ist, ohne dass es eigentlich Schwierigkeiten geben könnte. Nur eins kannst Du Dir garantiert nicht in einer "normalen" Beziehung von anderen holen, wenn Du nicht betrügen willst (wovon ich ausgehe): Sex.

Eine Beziehung, in der das Sexleben nicht stimmt, ist für mich was anderes, aber keine Paarbeziehung. Lebens-WG oder sowas, aber man macht sich was vor, wenn man eine Beziehung hat, in der kein Sex mehr stattfindet und man meint, man lebt ja nur noch 40 Jahre und Hauptsache, nicht allein und man hat sich so schön aneinander gewöhnt. Einen Partner haben und aber ewig keinen Sex, kann ein viel größeres Einsamkeitsgefühl erzeugen, wenn es eigentlich "ginge", dh. wenn keiner krank ist und man deshalb aus Liebe auf Sex verzichtet. Außer, man will selber auch keinen Sex mehr. Aber meist kommt dann eine dritte Person irgendwann ins Spiel, mit der man sehr wohl Sex wollen würde.

Ich finde es gut, dass Dein Partner das Problem erkannt hat und sich Hilfe holen will. Nur sollte er das bald machen.

Klar fühlst Du Dich unbegehrt. Allerdings wird ja drüber gesprochen, also ganz aussichtslos ist es ja nicht, dass ihr wieder zusammenfindet.

Meine Freundinnen heiraten alle und bekommen Kinder und ich hab das Gefühl, ich bekomm es einfach nicht auf die Kette :-(
Daran würde ich mich nicht orientieren, obwohl ich das schon verstehen kann, dass Du das Gefühl des Versagens hast. Aber eine gute Beziehung zu haben, ist ja nunmal keine Eigenleistung, sondern dazu gehören zwei. Eine Bekannte hat eine Schulfreundin und die hatten einen Wettbewerb, wer vor dreißig zuerst verheiratet ist und ein Kind hat, so wie sie früher auch um die besseren Zensuren gekämpft hatten. Die Schulfreundin hat es geschafft, das auch genüsslich aufs Brot geschmiert, aber wenn man so hört, wie die Beziehung ist und wie der Mann sich verhält, auch bzgl. des Kindes...

Ich würde sagen, Dein Partner sollte sich schnell drum kümmern, das Problem mal anzugehen. Oder ihr müsst eine unkonventionellere Lösung finden, aber eigentlich seid ihr dafür viel zu kurz zusammen, finde ich, um schon von dem so abzuweichen, was ihr euch vorgestellt hattet (dh. eben KEINE offene Beziehung).
 
  • #11
Hier würde ich stark unterscheiden:

Ich denke, ich würde Abstriche in sexueller Hinsicht machen, auf Kosten meiner Befriedigung, wenn sonst alles Andere in der Beziehung rundum perfekt ist und mich glücklich macht. Man muss da realistisch sein. Nach 20, 30 Jahren Beziehung zählen - glaube ich - andere Werte wie Verbundenheit, Freundschaft, Wertschätzung mehr, und Sex wäre dann auch in seltener Frequenz oder schlechterer Qualität wegen Erektionsproblemen etc. kein so großes Problem.
Ich würde aber keine Abstriche für eine mittelmäßige Beziehung machen, in der nicht nur der Sex, sondern auch noch andere Faktoren unbefriedigend sind.
Schlechte Behandlung oder Nichtachtung seitens eines Mannes, der es auch im Bett nicht bringt, täte ich mir dann nicht an. Dafür ist mir Sex zu wichtig.

Zwischen diesen zwei Fällen würde ich in deiner Situation unterscheiden und schauen, wie weit ich bereit bin, zu verzichten.
 
  • #12
Hallo,
ein Leben ohne Sex ist meiner Erfahrung nach nicht "gesund".
Genau so ist aber auch eine funktionierende Partnerbeziehung, wie du sie jetzt empfindest sehr sehr erstrebenswert und wertvoll, außerdem nicht leicht zu erreichen. Also solltest du sie auch nicht leichtfertig aufgeben. Den Ratschlag von male36, zu versuchen, die Ursache für die Sexunlust deines Partners herauszufinden, kann ich voll unterstützen.
Allerdings dein weiteres Leben ohne Sex zu leben wäre gar nicht gut, dazu bist du nun wirklich zu jung.
 
  • #13
Ok, ihr seid etwas Jünger als meine kleine und ich. Aber vorab mal eines.In jeder Beziehung ist die Sexalität egal ob Quantität oder Qualitär stets verschieden. Manchen rammeln wie die Karnickel und wiederum andere sind da deutlich unsportlicher. Nach Sieben Monaten kann die Rosarote Brille nun einmal verloren gehen und der lässtige Altag zieht ein. Bedingt durch Berufe und sonstiges ist bei uns der Schnitt einmal die Woche. Und zwar dann wenn wir beide meistens große Lust haben. Oder einer animiert gerade den anderen. Es gibt bei uns beiden keinen Druck. Keine Vorgaben durch andere. Es ist wie Durst haben um dann zu trinken. Es ist für uns beide Herrlich unkompliziert. Sex sollte nicht als Lebensinhalt bewertet werden, sondern als Genussmittel. Vorausgesetzt beide empfinden so. Wenn einer anders Tickt gibt es Probleme wie bei dir. Versucht beide heraus zu finden wo das Problem und vor allem wie es gelöst werden kann. Redet darüber und zwar ohne Vorwurfsvoll zu klingen. Aber 3 Monate keinen Sex in einer Beziehung kenne ich bis heute Nicht. 2 Wochen war das längste woran ich mich erinnern kann. In dem Alter schon etwas Merkwürdig, wenn du nicht gerade wie Frodo ausschaust. Wovon ich ausgehe.
m45
 
G

Ga_ui

Gast
  • #14
" Eigentlich müsste es doch noch heiß hergehen."

Was tust du dafür? Frauen und Männer meinen, ihre Beziehung tut sich von ganz alleine. Liebe und Sex ist keine Selbstverständlichkeit! Es zerfließt und geht, wenn man nicht jeden Tag sauber daran arbeitet.

Ist genauso wie eine Sprache lernen. Viele sind zwar gut in einer Sprache, aber normal ist das nicht. Dass man jeden Tag hart daran arbeiten muss, um Erfolg zu haben, sieht oft keiner und will scheinbar auch keiner wahrhaben.

Mache Selbstreflexion. Ihr seid vermutlich euphorisch an eure Beziehung rangegangen, hattet viel Sex, logische Folgerung daraus: ihr lernt jetzt das Gegenteil kennen mit keinem Sex. Nur Paare, die das überwinden und akzeptieren lernen, haben eine langfristige Zukunft.

Wenn es euch nicht gefällt, dass man mal läppische 3 Monate keinen Sex hat, dann lasst das mit der Beziehung gleich bleiben. Denn das ganze Partnerschafts-"System" nichts für Flaschen und Weicheier, die gleich heulen und wegrennen, weil es mal nicht rund läuft, wie sie es sich vorgestellt haben.
Andere haben jahrelang keinen Sex, deswegen kann ich dein Problem im Gegenzug dazu nicht nachvollziehen.

Dein Freund sagt, es macht ihm Stress. Der Stress wird aber nicht besser, indem ihr den Sex zu einem Problem manifestiert. Der Stress hat sich schon ausgeweitet. Vielleicht sucht ihr mal komplett Abstand, geht getrennt in Urlaub, geht wieder euren eigenen Hobbys nach, um dann neu, frisch und uneuphorisch aufeinander zugehen zu können.

Sex hat was mit Vorfreude, Neugier und Spannung zu tun. Alles ist bei euch nicht vorhanden, weil Sex euch keinen Spaß macht, sondern mit Druck und Leistung verbunden ist. Je mehr ihr darüber diskutiert und versucht Lösungen zu finden, desto schlimmer wird es. Der arme Kerl soll jetzt sogar noch eine Therapie machen, in der Annahme, etwas stimmt nicht. Das wird ihn lebenslang prägen...
 
  • #15
Wenn dir der Mann wichtig ist, dann lasst doch mal die Sache medizinisch und therapeutisch abklären. Probleme hat man im Leben und viele davon kann man lösen. Wie die Erfolgsaussichten sind, kann dir hier keiner sagen. Das müsst ihr ausprobieren.
Wenn du jetzt allerdings schon merkst, dass dein Herz woanders hin will und dass dir das alles zu anstrengend und zu krampfig ist, dann geh lieber gleich.
Ein bisschen klingt dein Post nach Torschlusspanik. Alle um dich herum heiraten und kriegen Kinder. Das ist in deinem Alter überhaupt noch nicht nötig. Du hast noch viel, viel Zeit und beeinflussen kannst du diese Heiraten- und Kinderkriegengeschichten sowieso nur begrenzt.
Alles Liebe
 
  • #16
... er hat keinen Bock mehr auf dich, der Reiz ist weg, möchte aber darüber nicht reden, typisch Mann!
Ich sage sein Stress ist, dass er keine Lust auf dich hat, da hilft auch keine Therapie, dein Bauchgefühl hat recht und kennt dieses unlösbare Problem, sollte ich ein solches Problem haben, so würde ich nicht bleiben!
das halte ich für eine vorschnelle, unzulässige Verallgemeinerung. Der sexuelle Leistungsdruck und das bei nicht wenigen Männern vorhandene unbedingte Bestreben, es der Partnerin um Himmels willen und koste es, was es wolle, ja richtig gut zu "besorgen", können das eigene sexuelle Erleben stark beeinträchtigen, zum Aufbau von Blockaden führen und in eine Spirale hinein, in der immer weniger "geht". Obwohl und oft sogar gerade weil sie die Partnerin sehr stark begehren.

Als ich in dem Alter der Fs war, da war meine sexuelle Erfahrung sicher unterdurchschnittlich in meiner Altersgruppe. Zugleich war ich völlig fixiert darauf, dass es vor allem für SIE schön sein musste und dass ich erst an zweiter Stelle komme (von der AE-Mutter übernommenes Selbstaufopferungsmuster aus der Kindheit). Zugleich habe ich mich damals gescheut, mit meiner damals sexuell sehr viel erfahreneren Freundin darüber zu re den, aus Angst, damit ihre Liebe und ihren Respekt zu verlieren. Trotz allen Bemühens hatte ich echte Schwierigkeiten , ihr das zu geben, was sie brauchte und "gewohnt" war; sie hat mir das auch signalisiert. Ich habe mich selber ungeheuer unter Druck gesetzt mit jedem Mal mehr, wo es nicht so klappte, wie ich ich und sie es wollten. Diese Negativerlebnisse haben mich auch für die nachfolgende Beziehung anfänglich ziemlich blockiert und mich auch dort längere Zeit gehindert, mich wirklich fallen lassen zu können, doch zum Glück passte es dort einfach gut, wir haben es beide dann immer mehr genossen und ich konnte diese Ängste und Blockaden nach und nach hinter mir lassen. Hat aber auch deutlich länger gedauert als nur ein paar Monate.

Also, FS, Kopf hoch und nicht vorschnell die Flinte ins korn werfen. Und es ist eine gemeinsame Aufgabe, nicht nur seine. Ist ja schließlich eine absolute "Teamangelegenheit". Solltet ihr das aber nicht hinbekommen, dann seid ihr einfach nicht füreinander bestimmt. m/43
 
  • #17
So wie sich das liest habe ich den Eindruck, dass dein Freund sexuell eben nicht auf dich steht. Was bei Frauen so oft der Fall ist, dass sie eben nur auf einen ganz speziellen Mann keine Lust haben, weil der Sex nicht passt, kann doch bei Männern genau so auftreten.
Wäre dein Freund mit einer anderen Frau intim, könnte die Sache nämlich schon wieder ganz anders aussehen.
Ein Mensch, der dich mag, würde dir so etwas natürlich nie so direkt sagen. Vielleicht ist ja genau das sein Stress.
Da hilft auch leider keine Therapie.
Die Situation ist für dich natürlich nicht schön für dich, und du fühlst dich vielleicht zurecht nicht begehrt.
Aber Begehren lässt sich wie Liebe nun mal nicht herbeireden oderdurch irgendwelche Maßnahmen erzwingen.
Natürlich kann man eine Beziehung grundsätzlich auch ohne Sex führen, wenn beide das so wollen. Sexualität hat in einer Beziehung immer den Stellenwert, den BEIDE Partner ihr geben.
Aber du leidest ja offenbar unter dem fehlenden Sex. Insofern wäre eine sexlose Beziehung kein guter Weg.
Du schreibst, dass viele Freundinnen jetzt heiraten und Kinder bekommen. Das willst du am liebsten auch, oder warum sagst du, dass du "es einfach nicht auf die Kette bekommst"?

Die Beziehung zu deinem Freund befriedigt elementare Bedürfnisse von dir nicht.
Trenne dich von deinem Freund und suche dir einen, der dich als Frau voll und ganz begehrt. Sex ist ja auch die Voraussetzung fürs Kinderkriegen, wie wir alle wissen.
In deinem Alter ist die Auswahl an potentiellen Partnern für eine Familiengründung noch groß. Viele in etwa gleichaltrige Männer trennen sich in dem Alter von ihren Jugend-Langzeitfreundinnen, um mit einer neuen Partnerin das Projekt Ehe und Familie anzugehen.
Alles Gute!
 
  • #18
Deine Lieblingshobbys auch mit anderen Menschen betreiben (obwohl das auch mit dem Partner was ganz Tolles ist), Du kannst alles Mögliche mit anderen Menschen machen, was Dir wichtig ist, ohne dass es eigentlich Schwierigkeiten geben könnte. Nur eins kannst Du Dir garantiert nicht in einer "normalen" Beziehung von anderen holen, wenn Du nicht betrügen willst (wovon ich ausgehe): Sex.

Eine Beziehung, in der das Sexleben nicht stimmt, ist für mich was anderes, aber keine Paarbeziehung.

Ganz meine Rede! Es gibt natürlich auch asexuelle Menschen, die eine Liebesbeziehung anders definieren. Aber für einen Menschen, der grundsätzlich sexuelle Bedürfnisse hat, macht eine sexlose Beziehung einfach keinen Sinn. Es ist doch absurd, mit jemandem zusammen zu sein, sich den Sex dann aber woanders zu holen oder sogar ganz darauf zu verzichten.

Sex ist in einer Paarbeziehung keine nette Zugabe, sondern absolut essentiell (außer eben für komplett Asexuelle).

Es ist in meinen Augen auch ein Unterschied, ob die Lust nach vielen gemeinsamen Jahren nachlässt oder es fast von Anfang an nicht läuft. Du schreibst in deinem anderen Thread, dass ihr ganz zu Beginn schon häufig Sex hattet...das ist der Punkt, der es mir schwer machen würde, einen Schlussstrich zu ziehen. Es scheint dann ja nicht so zu sein, dass du nie sein Typ warst. Allerdings sagt er ja wohl auch, dass es diese Probleme in früheren Beziehungen nicht gab ...das würde mich als Partnerin demütigen.

Das Problem bei diesem Thema ist, dass selten wirklich die Wahrheit gesagt wird. So bringen Gespräche auch nur bedingt was. Hinter allem, was er zur Begründung seiner Lustlosigkeit vorbringt, kannst du eine Ausrede vermuten.

Vielleicht weiß er, woran es liegt, will es dir aber nicht sagen, weil er glaubt, dass es dich verletzen würde. Oder es ist etwas, was du eh nicht ändern kannst (Körperbau, Geruch, aber auch bestimmte Vorlieben...).

Eines fällt mir an deinem Post auf: dass du über das Gefühl klagst, nicht begehrt zu werden, aber nicht darüber, dass deine körperlichen Bedürfnisse unbefriedigt bleiben. Kann es sein, dass du selbst auch gar keine so ausgeprägte Libido hast, sondern Sex hauptsächlich zur Bestätigung brauchst? Falls dem so ist: das könnte in der Dynamik zwischen dir und deinem Freund eine Rolle spielen.
 
  • #19
Schaut dein Freund eigentlich Pornos, liebe FS? Wenn ja: welche? Seine diesbezüglichen Vorlieben zu kennen, könnte ziemlich aufschlussreich sein.

Klar möchte Frau begehrt werden (wir Männer wollen das übrigens auch) und zur Ekstase bringen willst du ihn sicher auch, allerdings ist es einem Mann heutzutage meist nicht mehr gestattet in Ekstase zu geraten, man(n) soll sich nicht gehen lassen sondern gut "performen" und hauptsächlich auf das Vergnügen der Frau konzentriert sein. Das macht den Sex in der Regel für Männer immer uninteressanter/anstrengender

Ganz ehrlich? Wäre ich ein Mann, würde ich es mir heutzutage wohl auch lieber vor dem PC selbst besorgen, als mich an einer Frau abzuarbeiten.

Ich bin ja selbst weiblich, aber ich kann mir vorstellen, dass Sex mit einer Frau für viele Männer extrem ermüdend ist: erst muss man exakt den richtigen Moment abpassen, um sie zu verführen (den Anfang muss man natürlich selbst machen), dann muss man sie erstmal auf Betriebstemperatur bringen durch ewiges Rumstreicheln an Körperstellen, die man selbst in erotischer Hinsicht völlig uninteressant findet (Hals, Ohren, Arme, weiß der Geier was...); beim eigentlichen Akt (wenn man soweit überhaupt noch kommt und nicht vorher schon die Lust verliert) muss man sich ständig zurückhalten, um nicht zu schnell zu ejakulieren und einen Orgasmus kann man ihr nur durch minutenlange, technisch ausgefeilte orale Stimulation verschaffen.

Einfach mal spontan ran an den Speck und unkompliziert drauflosmachen? Ist nicht.

In der Verliebtheitsphase tut man(n) das alles vermutlich noch gern. Da ist schon die pure nackte Anwesenheit des geliebten Menschen eine Offenbarung; jeder Quadratzentimeter Haut bestaunenswert; was genau dann "technisch" passiert, eher zweitrangig. Aber wenn die erste Euphorie abgeklungen ist...sind Pornos für viele Männer wohl attraktiver.

Das ist natürlich recht überspitzt ausgedrückt, aber ich denke, im Wesentlichen stimmt es: je anspruchsvoller Frauen in sexueller Hinsicht werden (was ja ihr gutes Recht ist - ich bin froh, nicht einfach nur "hinhalten" zu müssen!), desto lustloser werden die Männer.
 

Laleila

Cilia
  • #20
Liebe Lila,

eine Beziehung welche wirklich von Liebe getragen ist, wo andonsten alles stimmt, würde ich nicht wegen sexueller Differenzen wegwerfen.
Nimm den Vorschlag mit der Therapie auf.
Wenn das nichts bringt, gäbe es auch noch die Möglichkeit, die Beziehung sexuell zu öffnen.
War Dein Freund schon beim Arzt? Es kann durchaus auch hormonelle oder sonstige medizinische Gründe für seine Lustlosigkeit geben.

Letztlich seid ihr aber erst 11 Monate zusammen, nicht wirklich lang, wenn Du es beenden willst dann bald, ehe es noch weher tut.

Alles Liebe
 
  • #21
Liebe Lila,

Auf Dauer wird es höchstwahrscheinlich nicht funktionieren.
Du findet Dich selbst schon nicht wohl, er genauso wenig. Und selbst, wenn ansonsten alles passt, fehlt doch etwas sehr Elementares, Verbindendes.
Ihr leidet beide darunter.

Wenn Dein Freund schon überlegt, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, dann unterstütze ihn dabei.
Denn natürlich kann es sein, dass die Probleme ganz woanders liegen und nichts mit Euch als Paar zu tun haben.

Ansonsten versuchen, den Druck etwas heraus zu nehmen. Ganz bewusst keinen Sex, dafür aber Kuschelzeiten - damit ein Maß an Nähe und Verbundenheit gewahrt bleibt.

Das ist nämlich leider dann oft der nächste Schritt, erst keine sexuelle Nähe und dann die zunehmende Vermeidung jeglicher körperlichen Nähe, bis man sich dann ganz verloren hat.
 
  • #22
Als Mann frage ich mich, was es da medizinisch zu klären gibt, wenn Mann keine Lust mehr hat auf bestimmte Frau?

Die FS hat nicht geschrieben, dass er keine Lust mehr auf sie hätte, sondern nur, dass er keine Lust mehr hat. Das muss nicht an ihr liegen.

Es ist ganz normal, dass das Sexualverlangen in der Jugend am größten ist, und dann im Laufe des Lebens abnimmt. Mit 20, wo man ständig an Sex denkt, kann man sich das meist noch nicht vorstellen, aber im Laufe der Jahre nimmt bei vielen die Libido ab. Irgendwann reicht vielen einmal pro Monat Sex, manche wollen sogar gar keinen mehr.

Ich habe oben zwei Punkte angesprochen, die mit der Partnerin rein gar nichts zu tu haben. Männer mit Haarausfall nehmen z.B. oft Finasterid oder Dutasterid ein, die als Nebenwirkung die Libido zu erliegen bringen können. Ein niedriger Testosteronspiegel wäre eine andere medizinische Erklärung, das Problem haben viele Männer, und das kann man behandeln (für den Anfang hilft auch regelmäßiger Sport etwas).

Daher der dringende Rat: Wenn ihr etwas an ihm liegt, sollte er mal zum Arzt gehen.
 
L

Lila123

Gast
  • #23
Danke für eure Meinungen und Einschätzungen.

Mein Freund schaut keine Pornos. Meine Vermutung, bzw mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir beide so lange auf DEN Partner gewartet haben und einfach froh waren, als wir uns kennenlernten und feststellten, dass wir menschlich gesehen einfach so toll zusammen passen. Der Verstand sagte "wow alles passt. Endlich so wie ich es mir gewünscht habe...jetzt kann ich mich verlieben".
Die Anfangsphase (ersten 4-5 Monate) waren euphorisch, weil man so glücklich über die Situation war. Da lief der Sex.
Und dann ließ es plötzlich nach. Ich hatte nach 5 Monaten das Gefühl wir leben wie ein langverheiratets Paar nebeneinander her, ergänzen uns prima im Alltag und tauschen uns aus, aber der Sex wurde immer weniger. Ich möchte mich meinem Partner hingeben, ich möchte ihm so nah sein wie möglich und wenn ich mit ihm schlafe, ist es doch ein unglaublich tolles Gefühl. Dennoch hatte ich schnell das Gefühl, dass er völlig angespannt ist und er nur Sex hat, weil es dazu gehört und es nicht genießen kann. Sich nicht fallen lassen kann. Dabei würde ich es ihm auch wünschen, eben weil es doch so unglaublich schön sein kann?!
Es geht mir nicht einmal um den reinen Sexakt. Man kann sich ja auch durch Petting, Streicheln, intensive Küsse nah sein und genießen. Aber er kann sich einfach nicht drauf einlassen. Ich hab es mehrfach versucht oral, mit der hand, streicheln...es kommt keine wirkliche reaktion seinerseits, sodass man selbst auch verunsichert ist und nicht weiß ob er das jetzt gras genießt oder ob er nur wartet, dass es endlich vorbei ist. Als ich ihn drauf angesprochen habe, meinte er, dass er halt ständig an Dinge wie Blumen gießen, Fische füttern, Wäsche waschen denkt...er hätte auch gerne Lust auf Sex und er liebt mich über alles und selbst der Gedanke an andere Frauen löst nichts bei ihm aus.

So sein Statement... Es ist glaub ich eine schwierige Situation, die sich natürlich zwangsläufig jetzt sehr eingefahren hat.
 
  • #24
Ist ja schließlich eine absolute "Teamangelegenheit".
Du magst ausschließlich für dich in deiner Person recht haben, wobei ich für mich und meinen vielen Erfahrungen insgesamt das Problem anders sehe. Wenn es keine oder nicht genügend Kompatibilität auch und gerade im Sexbereich gibt, wird einer von beiden immer unbefriedigt und kein Dauerzustand sein, da kann der andere Partner machen was er will, das ist absolut keine Teamangelegenheit!
 
  • #25
Mein Freund würde eine Therapie machen wollen, da er meint die Ursache für seine Unlust liegt im Stress und im "sich zu viele Gedanken machen". Ich stehe dem ganzen skeptisch gegenüber, wenn bereits nach so kurzer Zeit ein solches Problem besteht.

In dem von ihm aufgezeigten Kontext finde ich Deine Bedenken unangemessen bis infantil-egoistisch. Natürlich kannst Du Deinen Partner verlassen und lieber mit hippen Typen rumbaggern, aber dann wirst Du eben bei Schönwetterkapitänen landen, die Dich umgekehrt genauso hängen lassen, wenn Du mal ein Problem hast. Denk' an die ausgleichende Gerechtigkeit, die immer kommt.

Wenn der Partner einen Ansatzpunkt für Veränderung hat und der Zusammenhang sehr wahrscheinlich ist (gehört heutzutage zum Alltagswissen, dass Stress einen schädlichen Einfluß auf die Libido hat), dann sollte ein erwachsener Mensch sich zeitlich begrenzt zurücknehmen können und den Partner unterstützen, bis die Veränderung eintritt oder erkennbar ist, dass sich nichts mehr ändert.
 
  • #26
Lisa, hat er sich in den ersten euphorischen Monaten fallen lassen können beim Sex? Oder eigentlich noch nie in seinem Leben? Hat er dazu was gesagt? Das ist für dich als Partnerin ja nicht so einfach zu erkennen.
Ich rate nach deinem Ergänzungsposting mehr denn je zu einer gemeinsamen Sexualtherapie (wobei sich da durchaus zeigen kann dass da (auch) nicht-sexuelle Paarthemen eine gewichtige Rolle bei euch spielen könnten. Das erkennt ein guter Therapeut/in aber sehr schnell.) Das Ergebnis wird entweder sein, dass ihr sexuell und emotional wieder Freude und Erfüllung habt (und in seinem fall möglicherweise , dass er das erstmals erlebt). Oder dass sich herausstellt, dass es definitiv nicht passt zwischen euch. Beides bringt Klarheit und im letzteren Fall immerhin die Gewissheit, alles versucht zu haben und nicht leichtfertig eine soilche Beziehung aufgegeben zu haben.
Alles gute!
 
  • #27
Ich denke, es hängt vom Alter und Beziehungsdauer ab.
Wenn nach vielen vielen Jahren tollem Sex die Lust mit dem langjährigen Partner abnimmt, na gut, damit kann man leben.
In deinem Alter ist es völlig inakzeptabel.
Du fühlst dich nicht begehrt, nicht als Frau, und irgendwann vertrocknest du wie eine Pflanze, die jemand vergessen hat, zu gießen.
Du hast noch viel zu erleben und zu leben. Sex gehört unbedingt dazu. Und nein, in eurem Alter keinen Sex zu haben ist nicht normal und gesund.
Beim Ausbrechen bist du übrigens schon, mit diesem Post...
NIx ist falsch mit dir. Die Lebenslust will eben befriedigt werden.
Lust muss keineswegs "eben befriedigt werden." Das vorab. Und das Selbstbewusstsein einer Frau sollte nicht so stark davon abhängen, dass ein Mann (einer, oder mehr, oder sowieso quasi "alle" Männer?) sie begehrt. Sonst muss man(n) sich schon Gedanken machen über ihre Eignung zur Lebenspartnerin.
So, das wäre das Allgemeine. Im Speziellen - auf Deinen Fall bezogen, liebe FS - sehe ich sehr wohl ein Problem. Über die Ursachen möchte ich nicht spekulieren, aber wenn Dir an der Partnerschaft wirklich viel liegt, dann wäre der Versuch einer Paartherapie allemal in Betracht zu ziehen. Meine ich. Denn wirklich passende Partner gibt es nicht wie Sand am Meer, wenn und insoweit es Dir um mehr geht als die zitierte "Bedürfnisbefriedigung".
 
  • #28
Und das Selbstbewusstsein einer Frau sollte nicht so stark davon abhängen, dass ein Mann (einer, oder mehr, oder sowieso quasi "alle" Männer?) sie begehrt.
Nun ja, aber wenn nach so kurzer Zeit nichts mehr läuft, ist es einfach so, dass ein für viele Menschen wesentliches Grundbedürfnis nicht befriedigt wird, und das frustriert sowohl Männer als auch Frauen.
Neben der rein sexuellen Befriedigung an sich stärkt ein erfülltes Sexualleben auch die Beziehung an sich, wesentliche Bedürfnisse nach Nähe, Intimität und Zärtlichkeit werden erfüllt, wenn es sich nicht um seelenloses Rumpoppen handelt.
Sexuelle Passung ist wichtig, natürlich nicht als einziges Kriterium.
Tritt das Problem denn auch im Urlaub auf, wo es keine Pflichten zu erledigen gibt? Ansonsten finde ich die Idee, eine Sexualtherpaie zumindest auszuprobieren , gut, denn zu verlieren gibt es nichts.
 
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