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  • #1

Traumabewältigung - wie schafft man es am besten?

Meine letzte Beziehung ist 2 Jahre her. Die Trennung verlief mit einigen traumatisierenden Erlebnissen. Ich habe nie eine Erklärung für das plötzlich Aus bekommen. Bis heute nicht.
Die Monate danach ging es mir sehr schlecht. Ich bin zur Therapie gegangen, habe den Therapeuten gewechselt. Die Therapie hat mir nicht geholfen. Mir wurde das Gespräch über die mir schmerzvolle Erfahrung nach ein paar Sitzungen verweigert, ich habe mich im Stich gelassen gefühlt und nicht ernstgenommen und abgebrochen.
Ich habe gemerkt, dass ich gar nicht mehr in der Lage bin jemanden an mich ranzulassen, geschweige denn, nochmal an eine Beziehung denken zu können.
Ich wünsche es mir sehr, aber es funktioniert einfach nicht mehr. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, glaube ich ihm kein Wort mehr. Es erscheint mir alles gelogen. Ich verstehe auch nicht, wie man Vertrauen aufbauen kann, wenn man sowieso immer im Hinterkopf hat, dass der Andere ja sowieso das Recht hat, von heute auf morgen, ohne jegliche Erklärung einfach zu gehen. Klar ist nichts sicher in Sachen Beziehung. Aber mir kommt es nach meinen Erfahrungen nur noch vor als wäre eine Beziehung ein krankes Psychospiel und der Mensch, der zuerst vertraut hat verloren. Manche mögen Denken, dass man halt einfach Pech gehabt hat. Aber niemand wird doch grundlos verlassen, oder? Vor allem nicht immer wieder. Nach den Aussagen meiner Freunde läge es nicht an mir, aber es muss doch etwas mit mir persönlich zu tun haben, wenn jemand jeglichen Kontakt zu einem abbricht. Persönlicher kann es doch gar nicht sein, oder?
 
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  • #2
Eine Anregung für einen Weg, der da raus führt aus Deinem Gedankenkarussel:
Annehmen, was passiert ist, rausgehen aus dem Schmerz
Es macht keinen Sinn, da drinnen weiter zu baden und alles umzudrehen.

Es ist Anfangs schwierig, aber machbar.

Rausgehen, das alte hinter sich lassen. Ja, es tut weh. Aber diese Situation, die Du erlebt hast, zig-mal umzudrehen und zu zerdenken, bringt Dir nichts

Such Dir einen Therapeuten, der Dich dazu bringt, nach vorne zu sehen
Analysieren ja, aber nach einer Zeit reicht es
Dann brauchst Du wen, Der Dich nach vorne richtet

Verwendbar für Dich?
Alles Gute w/42
PS: kenne das Gefühl, bin froh, dass ich da rausgefunden habe. Heute geht es mir sehr sehr gut und ich bin sehr glücklich
 
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  • #3
Hallo,
ich kann dir nur einen Tipp geben, ob du ihn annimmst musst du für dich selbst entscheiden.
Vielleicht ist es so, dass alle diese Männer dich verlassen haben, da sich nach einer Weile gemerkt haben, dass sie dich nicht lieben. Dennoch denke ich, dass du ein absolut liebenswerter Mensch bist und das bestätigen ja auch deine Freunde ("sagen, es liegt nicht an dir"). Das Problem könnte also bei der Auswahl der Männer liegen. Auch wenn mich jetzt bestimmt einige "zerfleischen" wollten, kann ich dir da das Buch "Die Kunst den Mann fürs Leben zu finden" ans Herz legen. Mir hat es sehr geholfen. Man muss ja nicht alles eins zu eins übernehmen. Lies es einfach (du kannst es auch gebraucht oder so kaufen) und versuche mal anhand dessen deine bisherigen Beziehungen zu durchdenken, ich denke es wird dir helfen vieles zu verstehen. Da gibt es so ein Beispiel, wo eine Frau einen Mann anspricht, der ihr total gut gefällt und in den sie sich gleich "verliebt" hat. Er findet sie ganz OKAY und geht mit ihr eine Beziehung ein (so nach dem Motto, er findet gerade nichts besseres). Nach einiger Zeit macht er Schluss, da er sie nicht liebt. Sie ist natürlich sehr verletzt. Er hätte sie von sich aus nie angesprochen und so hätte sie sich diese frustrierende Beziehung ersparen können.
Worauf ich hinaus will, ist, dass dieses Buch dir ein wenig helfen kann, dich selbst vor solchen Verletzungen zu schützen. Du musst halt in erster Linie einen Mann finden, der sich in dich verliebt und wahres Interesse zeigt (und du musst ihn natürlich auch toll finden, sonst wird das nichts^^).
Und an alle Kritiker dieses Buches. Ich finde es für Frauen toll, denn so sortiert man im Vorfeld schon eine Menge Deppen aus und erspart sich so einiges.
Also liebe FS, ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute!
 
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  • #4
Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe so eine Situation vor paar Jahren erlebt. Nocht schlimmer war die, das war nicht mein Freund, sondern mein Mann, der mich von heute auf morgen verlassen hat. Fast ohne vernünftige Erklärung. Das alles nach 5 Jahre Ehe. 5 Jahre Ehe, in der er mir fast täglich seine Liebe gestanden hat! Ich kann also sehr gut verstehen, was du nun empfindest. Und kann dir sagen, die Therapie wird leider nix bringen, daran glaube ich nicht. Nur mit der Zeit wird der Schmerz vorbei. Denk an den Solomon Ring: Alles vergeht, auch das!
Das du nun auch keinem glauben kannst, dieses Gefühl kenne ich auch. Ich habe mich aber damit abgefunden. Ich hab es schon längst verstanden, man kann nur auf sich selbst rechnen und nur Eltern vertrauen. Niemandem sonst!
Und bitte, denke NICHT, dass es alles deine Schuld! Vergiss es!!! Das hat mit dir nix zu tun!!!

Alles gute!
 
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  • #5
Eine Trennung kann vielleicht ein "traumatische Erfahrung" sein. Richtig ist, dass du versuchen mußt aus deinem Denkkarussel herauszukommen und da war dein Psychologe vielleicht etwas zu schnell. Andererseits kann es auch gut sein, dass du einfach abgebrochen hast zu einem Zeitpunkt, an dem die "unbequemen Fragen" kamen, denen du dich nicht stellen mochtest und magst. Nur so aber kannst du diesen Kreislauf aufbrechen - alles andere ist ein sich "in der Trauer sudeln". Das mag eine Weile in Ordnung sein, darf aber kein anhaltender Zustand werden.
 
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  • #6
Du wirst das nur bewältigen können, wenn Du Dich nicht mehr "darin suhlst" Klingt hart, ist aber so.
Du wirst keine Erklärung dafür finden, Du kast nicht alles dreivierfünfmal umdrehen. Das bringt einfach nichts.

Sicherlich wird es Dir schwerfallen wieder einem Partner zu glauben und Nähe zuzulassen. Such ir dann lieber eine Therapie in dieser Richtung. Wäre ein Anfang. Alles andere ist nur wieder Schritte zurück.


w
 
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  • #7
Traumbewältigung kann man nur mit professioneller Hilfe beseitigen. Bitte geh noch mal ich eine anständige Therapie! Dein Problem klingt mir sehr anstrengend, weil du scheinbar menschliche Beweggründe nicht akzeptieren kannst.

Was bringt es dir, wenn du die Gründe fürs Verlassenwerden weisst? Was denkst du, wie viele Dutzende Menschen schon schweiglos aus meinem Leben getreten sind? Mit sowas muss man leben lernen.

Die Gründe fürs Verlassenwerden sind ganz einfach und meistens nicht mal bösartig:

- die Liebe ist vorbei (das muss man lernen, so zu akzeptieren)
- man stellt fest, dass man unterschiedliche Zukunftziele hat
- man hat keine Gemeinsamkeiten mehr
- man ärgert sich über Macken oder Einstellungen des Partners oder behindert sich gegenseitig damit in seiner Entwicklung

Eventuell muss ein Therapeut mal deine Kindheit analysieren. Vermutlich wurdest du im Elternhaus sonderbar behandelt, so dass du heute starke ungesunde Abhängigkeitsverhältnisse lebst.

Es ist zwar normal, nach einer Trennung traurig zu sein, aber wie hier schon jemand gesagt hat, irgendwann reicht es auch mal! Wärst du meine Freundin, wäre ich schon längst genervt von dir und hätte dich an den Haaren zu einer Therapie gezogen. Du kommst da alleine scheinbar nicht mehr weiter, also such dir anständige Hilfe, um wieder positiver zu denken. In deinem jetzigen Zustand bist du für andere nur Ballast.
 
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  • #8
Liebe FS
jeder Mensch hat seinen eigenen "Charakterpaket". Dein Ex-Partner hat Eigenschaften, die absolut nichts mit Dir zu tun haben. Vielleicht hat er sich von Dir getrennt wegen sich, nicht wegen Dir. Vielleicht hatte es nichts mit Dir zu tun, vielleicht nur ein bißchen und vielleicht kam er einfach nicht klar mit Dir, weil ER so ist, wie er ist. Aber das hat nichts damit zu tun, dass jemanden anderen ausgezeichnet mit Dir klar kommen kann und dich aus ganzem Herzen lieben kann, und dabei zuverlässig und ehrlich sein kann.
Wenn sich jemanden so trennt, so plötzlich, ohne Erklärung, zeugt das (meiner Meinung nach) von einer extremen Charakterschwäche, oder von so vielen eigenen Problemen, dass er nicht in der Lage ist, sich Menschlich zu verhalten und einfach ein Fluchtverhalten an den Tag legt.
Also erstens musst Du erkennen, dass sein Verhalten absolut nichts über deine Liebenswürdigkeit aussagt, und eigentlich einen Armutszeugnis für ihn ist. Sei froh, dass Du nicht mehr mit so jemanden zusammen bist!
Zweitens, ist die Liebe immer ein Risiko. Natürlich tut es verdammt weh, wenn es nicht klappt, und es verletzt immer unser Selbstwertgefühl, wenn wir verlassen werden - erst recht bei so einer Trennung wie bei Dir. Aber wenn man wirklich verstanden hat und fühlt, dass man alleine auch klar kommt, dass man sich selbst liebt und mag, wenn man eine tiefe Überzeugung hat, dass man es so auch schafft, wenn man Alltagsstrukturen, Sicherheiten und Freundschaften hat - einen Sicherheitsnetz quasi, dann hat man für sich einen Fallschirm gebastelt, die aufgeht, wenn so was passiert, und den kompletten Aufprall verhindert.
Meines Erachtens kann man nur eine Liebe riskieren und sich nur richtig darauf einlassen, wenn man sich selber "schützen" kann. Das heißt u.a. dass man in sich selbst ein wenig gefestigt ist, ein paar für ein selbst wichtige Alltagsstrukturen und Sicherheiten hat und sich selbst liebt. Ansonsten besteht immer die Gefahr, dass man sich selbst verliert, dass, wenn die Liebe nicht funktioniert, man das Gefühl hat, das Leben ist vorbei. (Hiermit meine ich nicht das Gefühl des Verlustes oder Trauer oder Verzweiflung wenn es mal wieder nicht geklappt hat).
Wie Du schreibst, hört es sich immer so an, als ob Du von dem anderen abhängig bist, bzw. Du hast Angst, dass man Dir wieder was antut. So kann es nicht funktionieren. Du bist in der passiven Rolle. Du musst deinen Selbstwertgefühl aufbauen und an deinen Fallschirm basteln. Dann bist Du nicht so davon abhängig was man mit Dir vorhat, sondern bestimmst Du mehr wie man mit Dir umzugehen hat, weil Du weißt, Du bist es Dir Wert, und Du andere Optionen hast, wenn es nicht funktioniert. Es geht nicht darum immer zu überlegen, ob der andere es ernst meint, sondern selbst zu wissen, dass er es meinen kann wie er will, Du guckst es Dir an, aber wenn er sich nicht vernünftig verhält, bist Du weg, und du auch ohne ihn dein Leben gut meistern kannst.
 
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  • #9
Liebe FS,

ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht: Nach einer innigen sechsjährigen Beziehung hat mein Partner ebenfalls das Weite gesucht. Er ist allerdings nicht einfach gegangen, sondern hat sich eine Weile sehr unangenehm benommen, so nach der Art, ich kann sie nicht verlassen, also bin ich ein A*** und sie verlässt mich. Die Gefühle waren einfach nicht mehr da. Damals habe ich mich so betrogen gefühlt...ich habe Jahre gebraucht, um mich davon zu erholen, mich zu entlieben und zu verstehen, dass kein Mensch etwas für seine Gefühle kann, nur dafür, wie er damit umgeht.

Und dass es niemals ein Sicherheitsnetz geben wird...daher ja auch "Vertrauen". So schlimm es für dich nach 2 Jahren noch sein mag, alle guten Zusprüche, die Leute dir geben, sind wirklich wahr. Irgendwann wirst du es verarbeitet haben. Du musst es aber auch wollen, also loslassen und abschließen wollen. Dich selbst kennenlernen und begreifen, wie schön das Leben auch nach einer solchen Erfahrung sein kann. Such dir neue Ziele, auch wenn du zur Zeit keine Lust hierzu hast. Du darfst nicht in der Trauer versinken....das ist ungesund.

Ich war nun ganze 7 Jahre alleine. Davon habe mindestens 3 oder 4 mit Verarbeiten und Entlieben zugebracht. Danach hatte ich einige Jahre als Single voller Glück, Erlebnisse, Zufriedenheit, Freunde, Reisen, etc....bis ich jemanden getroffen hab, der mein Herz wieder berührt hat.

Ich bin glücklicher als damals....das hätte ich mir nie erträumen lassen, dachte ich könnte mich nicht mehr verlieben und werde ewig alleine bleiben.

Auch wenn gleich zu Anfang der neuen Beziehung die alten Zweifel hochkamen und der Gedanke, dass es unerträglich wäre, wenn mir das wieder passieren würden, komme ich damit gut zurecht. Ich habe viel mit Freundinnen, die damals schon alles mitbekamen, gesprochen und finde, dass dieses Gefühl der Liebe das Risiko wert ist. Ich bin sehr glücklich und du wirst es auch wieder sein. Ganz sicher!!!!

w,30
 
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  • #10
Wenn jemand jeglichen Kontakt zum anderen abbricht, wie in deinem Fall geschildert, dann hat es wohl eher nichts mit dir persönlich zu tun, sondern mit ihm. Männer sind bei Trennungen oft feige, das hört man immer wieder. Sie wollen oder können sich nicht erklären, - vielleicht weil es ihnen auch leid tut, oder weil man ihnen plötzlich komplett egal geworden ist. Ich empfinde es ebenfalls als demütigend und hundsmiserabel, hab es bisher aber auch erst einmal so ein bisschen in der Art erlebt, und ziehe für mich aber auch meine Konsequenzen aus der Sache.
Du solltest dir die Sache nicht so zu Herzen nehmen. Auf keinen Fall persönlich sehen. Er hätte es bei jeder anderen genau so gemacht. Wahllos. Es liegt tatsächlich nicht an dir.

Es gibt viele Menschen mit einem Trauma. Ich habe auch eines über das ich niemals gesprochen habe. Ich wollte es ruhen lassen, bis ich selbst irgendwann ruhen werde. Zuletzt war es dann doch notwendig geworden, da zu viel zusammen kam, und ich vorübergehend kein Licht mehr sah und alle "Problemherde" anpackte um möglichst schnell aus dem ganzen Mist wieder raus zu kommen. Darüber reden hat mir NICHT geholfen. (Im Gegenteil, obwohl ich ausschliesslich liebes Feedback erhalten habe. - War allerdings nicht beim Therapeuten, da ich daran nicht glaube.). Soviel dazu, da so oft zur Therapie geraten wird. Aber das musst du alleine rausfinden. Vielleicht bist du jemand, der zumindest wieder einen Anstoss durch eine Therapie benötigt, da sich bei dir seit 2 Jahren nichts mehr tut. Dann geh zu einem weiteren Arzt. Mir hilft, nach einer kurzen, äußerst intensiven Wutphase bei der ich jeweils kurz davor stehe Amok zu laufen, hilft mir verdrängen und Zeit. Das was bei dir nicht zu funktionieren scheint.
Was ich dir noch mitteilen möchte ist, dass du vielleicht an deiner Menschenkenntnis arbeiten solltest. Wenn du Lüge und Wahrheit immer sicherer erkennen kannst, wirst du viel eher wieder vertrauen lernen. Und wenn du doch mal auf die Schnauze fällst, dann verurteile den der dein Vertrauen wissentlich missbraucht hat, nicht dich dafür, dass du es mit dir hast machen lassen. Und dann denke nur noch ausschliesslich in diesem Zusammenhang daran, nämlich dass dein Ex dir eine Erklärung schuldet, - nicht dafür, warum er keine Gefühle mehr für dich hatte, sondern warum er dir gegenüber nach dieser seiner Erkenntnis so umgegangen ist. Aber warte weder auf eine Erklärung oder Entschuldigung: vermutlich kommt sie nämlich nie, sondern sage dir einfach, dass du ihm keinen Gedanken schuldet, sondern wenn, dann er dir eine Erklärung.
Schwamm drüber wer kann.
 
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  • #11
Liebe FS, es klingt hart - aber du brauchst wahrscheinlich keine Therapie. Verlassen werden ist ein normales Lebensrisiko. Das sollte alleine bewältigt werden - oder mit Freunden.

Was du hier tun kannst - dem Forum schreiben, wie lange du in Beziehung warst, was gut war, wie die Trennung war und was dich so traumatisiert hat. Dann können andere Menschen dir ihre Lebenserfahrunge dazu scheiben.

Was du für dich tun kannst - dir ein Buch kaufen und auf die erste Seite schreiben, ICH bin nicht schuld an der Trennung. Dann aufschreiben, was für Blödsinn er gemacht hat, was er hätte tun sollen,
und danach suchen, wo die Beziehung ihre Tiefen hatte. Wichtig - mach immer wieder einen Kasten, in den du schreibst, wo du dir selbst etwas gutes tun kannst. Das "gute tun" kann Fensterputzen sein - irrsinnig öde - aber hinterher fühlt man sich oft gut. Das "gute tun". kann eine schwierige Matheaufgabe sein - lenkt von Kreisgedanken ab, macht den kopf frei. Das "gute Tun" kann eine
Salsa-Stunde sein - schweisstreibend und du kannst nicht gleichzeitig an dein Trauma und an die
Schrittfolge denken. Abschalten, immer wieder stundenweise bewusst abschalten ist das Zauberwort.
Du darft Dinge verdrängen- das ist ein wichtiger und guter Überlebensmechanismus.
Du darfst aber auch Liebesfilme sehen udn dich dabei ausheulen- auch das hilft. Ich sehe bei dir aber so eine Tendenz schweigend im Selbstmitliedbad zu verharren - und das macht ziemlich krank "! W
 
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  • #12
Hallo,
glaube mir, Du bist nicht die Einzige der so etwas passiert. Ich bin nach 34 Ehejahren und davor waren wir schon 2 Jahre zusammen, von meinem Mann regelrecht "rausgedrückt" worden. Da er zu feige war mit mir zu reden, dass er nicht mehr will, wurde er zum Riesenar........., redete nichts mehr
mit mir, zog sich total zurück, ließ mich links liegen. Das ging ziemlich lange so bis ich (ich glaube heute auch vor Kummer )
an Krebs erkrankte. Ihn ließ das völlig kalt. Alle Versuche an ihn ranzukommen scheiterten. Die Situation spitzte sich immer mehr zu, so dass ein weiteres Zusammenleben einfach nicht mehr möglich war! Wir stritten überhaupt nicht aber dieses Schweigen war schlimmer als der Tot!!! Mir blieb nur ihn zu bitten auszuziehen, was er auch sofort tat, als hätte er schon auf diesen Schritt meinerseits gewartet! Ich vermute heute, dass eine andere Frau der Grund war. Wir haben 3 gemeinsame Kinder, die mir in dieser Zeit viel Halt gaben.
Das ganze ist jetzt 2 Jahre her und ich habe hart daran gearbeitet, keinem von uns die Schuld zu geben und zu verzeihen und denke auch, dass seit Jahren ein schleichender Zerfall unserer Beziehung stattfand, den wir einfach nicht wahrhaben wollten. Das Einzige was ich bis heute meinem Mann noch übelnehme ist, dass er nach all den gemeinsamen Jahren nicht mit mir geredet hat (bis heute nicht!) und ich ab und zu immer noch nach dem "Warum" frage, obwohl allmählich der Schmerz nachläßt. Wir haben noch den nötigsten Kontakt zueinander, auch wegen unserer Kinder, aber er gibt sich, auch denen gegenüber sehr distanziert und zugeknöpft. Nachdem wir unser gemeinsames Haus verkauft hatten, bin ich 700 km weit weggezogen um ein neues Leben zu beginnen und Abstand zu gewinnen. Seit dieser Zeit geht es mir sehr gut und ich habe meine Lebensfreude zurückgewonnen und sehe positiv in die Zukunft! Vielleicht begegne ich ja auch irgendwann noch einmal einer neuen Liebe. Was ich geschafft habe, schafft ihr auch! Nur Mut für einen "Neuanfang" und denkt nicht weiter über die ollen Beziehungskamellen nach, denn vergossenen Wein trinkt auch keiner mehr! Viel Glück allen Lesern!
 
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  • #13
Ach noch was FS: ich sehe bei dir 2 Dinge, nämlich, dass du 1. traumatisierende Erlebnisse in deiner Beziehung gemacht hast, und 2., dass er dich ohne Erklärung verliess.
Was waren die traumatisierenden Erlebnisse? Hast du ihn damit konfrontiert? Wusste/ahnte er davon? Hat er sich bereits in der Beziehung mies verhalten?
Wenn du die Fragen (bis auf die erste) mit "ja" beantworten kannst: warum hast du ihn dann nicht bereits längst verlassen?
Und was wühlt dich seit 2 Jahren noch immer auf: das was in der Beziehung vorgefallen ist, oder dass er dich dann verliess?
Ein Trauma muss verarbeitet werden, sonst blockierst du dich. Wie du das machst musst du entscheiden, - wenn du aber bereits seit 2 Jahren ohne Erfolg und wirklichen Plan daran knabberst erscheint mir das viel zu lang. Und planlos.
Irgendwie wie ein abhängiges Kind.

Ein Trauma kann zB aus der Kindheit rühren: Du erträgst es. Vielleicht über Jahre, da du der Situation immer wieder ausgesetzt wirst und es ertragen musst, weil du als Kind abhängig bist.
Mein Trauma aus der Kindheit war weg - erfolgreich verdrängt. Ich hatte es nie mit jemandem besprochen und führe ein aktives, starkes und glückliches Leben und hatte auch ganz normale Beziehungen in denen ich voll vertrauen konnte.
Durch einen unglücklichen Umstand jedoch riss die alte Wunde wieder auf. Ich verfiel in der Situation selbst sofort zurück in den Zustand eines kleinen Mädchens, - dem von damals. Ich stand umter Schock, weil wieder all die Bilder im Kopf waren, die ich jahrzehntelang erfolgreich verdrängt hatte.
Es war besonders schlimm, zumal ich danach tagsüber aktiv versuchte gegen dieses Trauma anzugehen, mich nachts aber die Erinnerungen in den Träumen heimsuchte. Die Träume konnte ich nicht beeinflussen. Ich wachte anfangs jede Nacht schweissgebadet auf, stand morgens stundenlang völlig neben mir. Es war furchtbar. Zweimal nässte ich nachts sogar ein. Alles war wieder so nah.
Ich wollte dann nicht mehr schlafen, habe stattdessen nachts gemalt, geschrieben, und bin mit dem Auto gefahren. Irgendwann bin ich dann aber tagsüber zusammen geklappt. Ich habe permanent überlegt, was helfen könnte und auch, nach mehreren Wochen des Überlegens, erstmals darüber mit einer ganz engen Freundin gesprochen.

Der Mann, der es auslöste konnte nicht wirklich was dafür. Ich wusste wochenlang gar nicht mehr was ich für ihn empfand, da das Trauma alles andere blockierte - und es ja an das Erlebnis mit ihm geknüpft war. Die Entscheidung nahm er mir dann aber ohnehin ab.

So, FS, ich habe aber aktiv gearbeite an diesem meinem Trauma. Es war hart und hat gute 5 Monate gedauert bis ich wieder komplett frei davon war. Aber: nur die ersten 4 oder 5 Wochen war ich in Schockstarre verfallen und musste mich ordnen welchen Weg zu gehen.
Deine 2 Jahre sind zu lang. Egal was traumatisierend war.
Werde aktiv.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!
 
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  • #14
FS: Es kann nichts mit Abhängigkeit zu tun haben. Ich war vor dieser Beziehung und auch währenddessen in keiner Weise von ihm abhängig und er hat mich während der Beziehung nie schlecht behandelt. Ich sehe mich nicht als einen naiven Menschen. Ich nehme mir sehr lange Zeit um jemandem wirklich kennenzulernen, ohne eine Beziehung zu führen. In der Kennenlernphase vor einer Beziehung lasse ich mir mindestens ein halbes Jahr Zeit um herauszufinden, wenn ich da vor mir habe. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Meisten ohne wirkliches Interesse an meiner Person, schnell wieder von der Bildfläche verschwinden. Wir waren, wie die meisten jetzt sagen würden, nicht sehr lange zusammen. Es war ungefähr ein Jahr. Er hat, wie hier auch jemand erzählt hat, von heute auf morgen angefangen sich wie ein A*** zu verhalten. Er hatte gehofft, dass ich Schluss mache und nicht nachfrage, aber ich habe stattdessen gefragt, was denn mit ihm wäre und was passiert ist. Daraufhin hat er Schluss gemacht und wollte nicht reden. Die Dinge, die danach noch passiert sind hier zu erklären, wäre zu lange.
Jedenfalls, ich habe nach der Trennung alles erdenklich ausprobiert: Sport, Salsa, gelernt, versucht neue Leute kennenzulernen, bin nächtelang umhergelaufen, weil ich nicht schlafen konnte und wollte und und und. Aber innerlich war ich plötzlich so traurig, nachdem er gegangen ist. Und all die Dinge in meinem Leben haben nicht mehr so richtig funktionieren wollen. Bis heute. Für alles was ich anpacke, brauch ich viel mehr Kraft als früher. Und diese Traurigkeit, die ist nicht weggegangen. Ich weiß nicht was da mit mir passiert ist. Früher war ich nie so endlos traurig. Eine Freundin meinte, dass ich mich wieder mit jemandem treffen sollte. Sie meinte, dass ihr das auch geholfen hätte. Also habe ich es versucht, aber ich habe gemerkt, dass ich das gar nicht mehr kann, weil dann noch viel mehr Traurigkeit in mir hochkommt. Mir geht es dann nur noch schlechter. Ich habe nach der Trennung gleich gemerkt, dass dieses Mal etwas anders mit mir ist und habe mir mit einer Therapie Hilfe gesucht. Um im Leben wieder klar zu kommen. Diese Therapie habe ich nach 3 Monaten abgebrochen, weil meine Therapiestunden immer wieder abgesagt wurden. Ich dachte dann, dass ich noch weiter zu einer Therapie gehen müsste, damit ich wieder normal werde und bin dann ein weiteres Jahr in eine andere Therapie gegangen. Leider hat das auch nichts gebracht. Auch die Traurigkeit ist nicht verschwunden. Kennt das hier jemand? Was hilft gegen diese Traurigkeit?
 
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  • #15
Also Traumatisierung an sich ist ein sehr komplexes Thema. Ein Traum kann von vielen Sachen ausgelöst werden. Ein Traum kann entstehen in einer Situation in der man sich hilflos fühlt. Vergewaltigung, eine sehr schlimme Krankheit, ein heftiger Unfall, Krieg, Entführung.

Die Trennung nach einer Beziehung kann schlimm sein und bei sehr sensiblen Menschen auch ein tieferes Trauma auslösen, wo man kaum selber raus kommt.

Menschen bewältigen oder verarbeitet solchen Erfahrungen verschiedenen, was einem hilft, hilft dem anderem nicht.

Du glaubst, Dir wieder es besser gehen, wenn Du den Grund für sein Verhalten weiß. Sei mal ehrlich zu Dir, was ändert sich dann. Kommt ihr dann wieder zusammen! Er hat ganz einfach für sich entschieden, Du bist nicht die Richtige. War sein Verhalten falsch! Sicher. Hätte er es anders beenden können! Natürlich. Vielleicht konnte er es aber nicht.

Gibt es eine Garantie, dass Dir sowas nie wieder passieren wird! Nein die gibt es nicht.

Lügen Dich automatisch alle Menschen an? Definition Nein.

Es gibt im Leben für nichts eine Garantie, das musst Du lernen und verstehen aber nicht daran zerbrechen. Du musst jeden Tag neu entscheiden, ob es weiter gehen, wie es weiter geht.

Vertrauen und Liebe kann man nur schenken und geschenkt bekommen, man hat keinen Anspruch drauf, dass man das bekommt was man gibt. Es ist aber kein Grund sich diesen Gefühl zu verschließen.

Du musst für Dich lernen, es gibt keine Garantie und keinen Anspruch bei Gefühlen.
 
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  • #16
Liebe FS,
wir haben immer beide Anteile in uns männlich - weiblich, Opfer - Täter, diese Person hat dir deinen versteckten Anteil gezeigt damit du ihn in dir heilen kannst. Sei dankbar. Darum geht es in dieser Welt wieder eins zu werden.
Auch mir wurde eine ähnliche Situation gespiegelt.
Kindheitstrauma, ... Danke
Nach meiner Erfahrung vor 4 Monaten von einer Minute ohne sichtbaren Grund verlassen worden zu sein.
Habe ich jetzt für mich erkannt nicht mehr nur mental und mit Gesprächen wieder in meinen Frieden , meine Freude mein Glück, meine Liebe zu kommen.
Da es mir auch auf der körperlichen Ebene weh tut, bezog ich diesen ja dann mal mit ein.
Tantra Matrix Yoga heißt mein Zauberwort. Habe mich belesen, reingefühlt und 2 wunderbare Institute in meiner Nähe gefunden, es kommen auch Menschen (zB. Akademiker) aus ganz Deutschland in die Kurse. Es ist wunderbar soviel Neues über meinen Körper, mich und meine Seele zu Erfahren.
Wenn du Vertrauen hast und eine Wirkliche Lösung möchtest. Findest du Deinen Weg und du und auch ich ...usw. werden glücklicher Sein wie je zu vor.
Alles Liebe und viel Mut und Freude auf Deinem Weg
 
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  • #17
Bei einem Trauma und/oder deiner Traurigkeit hilft am besten was zB bei Liebeskummer auch hilft: ganz viel Ablenkung, Aktivität und Abwechslung, gute (Gespräche mit) Freunde und einfach die Zeit.
 
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  • #18
#15 Ohne das mich jemand derart wachrüttelt, kenne ich mich sehr sehr gut.

Einem Menschen, der eine traumatische Erinnerung in einem "wach tritt" kann man dafür(!) niemals dankbar sein. So etwas wieder durchleben zu müssen ist unfassbar schrecklich. Schmerzhaft und demütigend. Bisweilen wird dem ganzen sogar noch "die Krone aufgesetzt" durch andere dazu/davon geschaffene äußere Umstände. Eine Erfahrung die es nicht braucht und mit Umsicht und Empathie sicher und gerne vermieden werden hätte können.
Und "feige Entschuldigungsversuche" und "versteckte gute Wünsche" demütigen diesbezüglich oft noch viel mehr, so man nicht in der Lage ist ein aufrichtig gesprochenes oder geschriebenes offenes Wort an den Betroffenen zu richten. Danke für's Lassen!
 
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  • #19
mit einer Therapie Hilfe gesucht. Um im Leben wieder klar zu kommen. Diese Therapie habe ich nach 3 Monaten abgebrochen, weil meine Therapiestunden immer wieder abgesagt wurden. Ich dachte dann, dass ich noch weiter zu einer Therapie gehen müsste, damit ich wieder normal werde und bin dann ein weiteres Jahr in eine andere Therapie gegangen. Leider hat das auch nichts gebracht. Auch die Traurigkeit ist nicht verschwunden. Kennt das hier jemand? Was hilft gegen diese Traurigkeit?
Eine abgebrochene Therapie und ein Jahr sind zu wenig. Du kannst durchaus mit mehreren Jahren rechnen. Was dir da passiert ist, ist nichts ungewöhnliches, leider. Es gibt wirklich viele solcher komplett gestörten Männer. Das hat dich an einem falschen Punkt erwischt und ist auch zutiefst respektlos und abstoßend. Es ist wichtig das du dir immer wieder von vorne klar machst das du so jemanden nicht brauchst. Wichtiger ist rauszufinden: Wie konnte das passieren, das du das hast machen lassen. Gesünder wäre es demnächst jemanden einfach rauszuwerfen. Männer die mir mit dieser Tour begegnet sind hatten grundsätzlich diverse Drogenprobleme, Alkohol, kiffen, dazu gerne mal Schmerztabletten statt zum Arzt zu gehen, waren labile Versager. Du musst dir den Schuh nicht anziehen. Diverse Tipps die mir auf Dauer geholfen haben: Geh noch mal zum Hausarzt und lass dich auch komplett durchchecken. Schilddrüse, etc. Manchmal hat so was doch behandelbare Gründe. Du musst den festen Entschluss fassen, das du dein wertvolles Leben nicht verderben und beeinflussen lassen willst. Such dir etwas an das du wirklich glaubst mit dem du dein leben wieder komplett selber in die Hand nimmst. Der ist längst weg aber du trägst ihn immer noch. Ich weiß noch das ich damals auch zerfressen von Neid und Eifersucht war, dass diese Pfeife laufen Frauen nach seinem Geschmack abbekam, einmal rausgehen reichte. Ich dagegen blieb natürlich sitzen. Solche Gedanken sind Gift, sie treffen dich nur selbst. Immer wenn du sie bekommst solltest du zum Sportstudio rennen und sie abarbeiten, das fegt das Hirn durch. w47
 
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  • #20
Ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen. Als ich an einen Mann geraten bin von dem ich dachte er wäre der mann fürs Leben, habe ich mich regelrecht verloren in der Illusion von meiner Traum-Beziehung. Statt realistisch zu sehen, dass ich garnicht so glücklich bin und unsere Beziehung nicht meiner wünschenswerten Illusion entsprochen hat, habe ich mir alles schön geredet. Trennung kam für mich nicht in Frage, obwohl er mich nicht nur nicht besonders liebevoll behandelt hat, sondern mich eigentlich emotional gequält hat durch subtile Beleidigungen, Schweigen, Rückzug, ständige Schuldzuweisungen. Ich war immer mehr verunsichert, habe aber nicht gehandelt. Ersteres ist nicht meine Schuld, sondern sein psychisches Problem, zweiteres ist leider schon meine Schuld. Soviel zu meiner Erkenntnis heute.

Eines Tages war er einfach weg. Ich habe verzweifelt versucht alles zu retten, doch außer ein paar unverschämten SMS habe ich nie wieder etwas von ihm gehört. Bis heute hat es kein Gespräch mehr gegeben und es ist das schlimmste was ich je erfahren habe.
Trennungen müssen einem nicht den Boden unter den Füßen wegziehen, wenn man sich fair und ehrlich bis zum Schluss mit dem anderen auseinandersetzt. Und diese Pflicht hat man. Wenn mein Arbeitgeber mir fristlos kündigt, packe ich doch auch nicht meine Sachen und gehe wortlos. Dann frage ich doch auch nach, warum er nicht mehr mit mir zusammen arbeiten möchte. Dies tue ich, weil ich meine Fehler gerne kennen möchte um sie in Zukunft bei einem neuen Job nicht zu wiederholen. In Beziehungen gilt für mich das gleiche. Dazu gehört für mich gesprächsbereit, ehrlich und emphatisch mit den ohnehin schon verletzten Gefühlen des anderen umzugehen. Wer diesen Weg der Trennung wählt kann vielleicht auch das Glück haben, dass aus der Liebe eine Freundschaft wird. Auch das habe ich schon erlebt und es ist kein Blödsinn. "Freunde bleiben" funktioniert aber eben nur, wenn man sich auch wie ein "Freund" aus der Beziehung verabschiedet.

Ist es deine Schuld, dass dein Ex sich SO von dir getrennt hat? NEIN. Gab es Anzeichen, dass es vielleicht eines Tages so kommen würde? Ganz sicher JA. Setz an diesem Punkt an und frage dich, wieso du diesen Mann gewählt hast, ob du wirklich immer so glücklich warst etc.
Und wieso leidest Du heute noch so sehr unter einem Verhalten, dass Du nichtmal selbst begangen hast? Es fehlt dir das Selbstbewusstsein zu sagen: Sein Problem ist nicht mein Problem.

Lass Dich unbefangen auf neue Menschen ein, aber kenne deinen Standpunkt und lerne auf deine Intuition zu vertrauen. Wie Du in Zukunft behandelt wirst liegt in deiner Hand und ist nicht abhängig von den Anderen Wie das geht? Indem du klare Grenzen setzt und nicht davor zurückscheust Konsequenzen zu ziehen, wenn es nötig wird.

w,28
 
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  • #21
Ich finde es auch immer seltsam, wenn Menschen davon reden, dass es einen bestimmten Grund hat, dass einem etwas Schlimmes passiert, das man daraus lernen soll oder es einen heilen würde.
Diese Menschen sollen doch mal in die Welt raussehen.
Merken die nicht, dass vielen Menschen schreckliche Dinge passieren (Krankheit ausgeschlossen), die es gar nicht verdient haben?
Und andere die als riesengroße machtgeile Egoisten durch die Welt laufen, was ist mit denen? Die bekommen meistens eh immer was sie wollen. Kaum einer von denen muss für das schreckliche was er getan hat bezahlen.
Aber für diesen Fall, gibt es für die Menschen, die sich nicht gegen diese erheben wollen, immer noch die Religion, Esoterik oder sonst irgendeinen anderen Scheiß, wie sie sich die Welt schön reden können.
Am schlimmsten finde ich es auch, wenn es heißt, dass der andere vielleicht gar nicht anders konnte. Das ist doch der größte Schwachsinn überhaupt. Als ob der Mensch keinen freien Willen hätte und nicht selbst entscheiden kann, wie er mit anderen umgeht und was er seinen Mitmenschen antut.
Es gibt keine Entschuldigung dafür in einem anderen Menschen ein Trauma auszulösen oder nicht mit ihm zu reden. Und ich verstehe auch nicht, wie man dafür dankbar sein sollte, dass man etwas schlimmes erlebt hat.
Und es gibt aber auch keine Entschuldigung für die Menschen, die es einfach ignorieren, wenn sie sehen, dass jemand schlecht behandelt wird und diesen nicht unterstützen.
 
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