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  • #1

Thema Vertrauen. Wieviel Vertrauen ist normal, wann hört das partnerschaftliche Vertrauen auf.

Thema Vertrauen. Wieviel Vertrauen ist normal, wann hört das partnerschaftliche Vertrauen auf.

Ich (m-35) führe des heftige Diskussioonen mit meiner Partnerin (w-29, 7 Mo) um das Thema "Vertrauen". Es geht um folgende Themen (in Stufen) , 1- ob und wie oft man alleine (hier immer gemeint mit den Freunden, aber ohne Partner) zum Feiern ausgeht, 2 - mit einem bestimmten guten Freund/Freundin sich zum 2-er Dinner trifft, 3- mit den Freunden alleine in den Ski- Urlaub fährt, 4 - bei diesen guten Freund/Freundin (nicht gleichgeschlechtlich) übernachtet, 5 - mit diesem / dieser in einem Bett schläft...usw. Sie sagt (ähnlich wie viele Frauen hier in den Threats), dass Vertrauen grundsätzlich dasein müsse, dies sei die absolute Beziehungsgrundlage. Ich meine aber, dass das gegenseitige Vertrauen , je nach Typ und Attrativität, sich nach und nach einstellt, je besser man den anderen kennen lernt; und man sich gegenseitig Freiraum lässt. 1-2 ist für mich nun OK, Stufe 3 - 5 lehne ich bisher ab. Natürlich für beide gleiches Recht. Wie seht Ihr das ?
 
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  • #2
Für mich würde gelten 1 und 2 nur in Ausnahmefällen, 3 - 5 geht gar nicht. Sich mit einem guten Freund/Freundin zum klönen treffen ist ok, aber alles andere nur mit Partner/in. So sehe ich das. w 43
 
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  • #3
1 und 2 - für mich natürlich und nicht problematisch, beiderseits
3 - auch ok, wenn es einem von uns einfach dann nicht passt, im Prinzip haben mein Partner und ich aber Lust auf gemeinsamen Urlaub (ist hier keine Frage der Eifersucht, sondern dem Bedürfnis, die wenigern Urlaubswochen im Jahr gemeinsam zu verbringen). Wieso könnte mein Partner nicht mit meinen Freunden in den Skiurlaub mitkommen ?
4 - nein, würde ich nicht wollen, und mein Partner auch nicht, ausser in Spezialsituationen (etwas getrunken, deshalb nicht mehr Auto fahren wollen, weiter Weg und sehr schlechte Strassenverhältnisse durch Schnee z.B.) und natürlich in getrennten Betten
5 - oh nein, das wäre mir dann doch zu intim, würde ich nicht akzeptieren und wäre eifersüchtig, mein Partner genauso.

w 44
 
  • #4
ich sehe das nicht so, aber das ist ja nicht entscheidend. Ich denke schon, dass man mit seinen Freunden in Urlaub fahren kann, warum nicht. Ich hätte auch Probleme damit, wenn mein Partner mit anderen Frauen im Bett schlafen würde auch wenn ich weiß, dass dies nichts bedeuten muss. Mit Atraktivität hat das nichts zu tun.
Ich denke es ist normal, dass man in einer Beziehung auch mal eifersüchtig ist und das muss man aushalten. Aber wenn deine Freundin und du unterschiedliche Auffassung davon habt, wie viel Nähe und Freiheiten ihr braucht, dann ist das ein großes Konfliktpotenzial. Daskönnenaber nur 2 Menschen mit einander aushandeln. Es gibt dabei kein Recht und Unrecht
 
  • #5
1. Wenn mein Partner alleine ausgehen wollte, wäre er nicht mehr lange mein Partner. Das ist für mich keine Frage des Vertrauens, sondern des Willens, gemeinsam zu leben, und des Wunsches, Zeit mit seinem Partner zu verbringen. Wer dieses Thema auf Vertrauen versucht zu reduzieren, der kämpft unter der Gürtellinie. Hier geht es um Grundfeste der Partnerschaft und nicht um Vertrauen. Als Paar Freundeskreise pflegt man, man staune, als Paar! Warum nicht einfach zusammen zu Partys, Festen, Feiern gehen? Wenn das schon nicht geht, dann habe ich grundsätzliche Zweifel an der Partnerschaft. Man ist eben nicht mehr Single, muss sich demzufolge auch nicht mehr zu benehmen.

2. Dinner alleine mit einem Freund? Herrje, warum das denn? Man kann sich sicherlich mal so treffen und zu zweit reden wollen. Aber gleich ein Dinner zu zweit? Das geht zu weit und auch hier hat das ganze für mich nichts mit Vertrauen zu tun. Das Vertrauen hätte ich dafür bisher immer gehabt. Aber warum macht man das? Es geh eher um die Beweggründe? Warum stört der Partner? Warum muss es gleich ein Dinner sein?

3. Ski-Urlaub alleine? Das wäre für mich das Ende der Partnerschaft. Das geht wirklich gar nicht. Die "schönste Zeit des Jahres" alleine verbringen? Auch hier wieder: Primär geht es um Partnerschaft, nur sekundär (Apre-ski) um Vertrauen. Wenn mein Partner am liebsten ohne mich in Urlaub fährt, dann kann er das gerne tun-- hat dann aber auch keine Partnerin mehr. Wie schlecht muss eine Partnerschaft sein, um so etwas überhaupt zu wollen?! Warum in aller Welt wünsche ich mir einen Urlaub ohne meinen Partner? Ich könnte das nie und nimmer verstehen.

4. Warum sollte man in alles in der Welt bei einem Freund übernachten? Manchmal provoziert man aber wirklich auch die Themen, scheint mir. Das studentische Alter ist vorbei, als Erwachsener wird man ja wohl nach Hause zu seinem Partner fahren können. Ansonsten spielt hier tatsächlich langsam das Vertrauen eine Rolle.

5. Wer käme auf die Idee?! Das ist Missbrauch der Partnerschaft und nicht etwa mangelndes Vertrauen. Das wäre für mich eher Fremdgehen auf Ansage. So etwas tut man einfach nicht.

Ich finde es bizarr, dass hier VERTRAUEN in den Vordergrund gerückt wird. Das ist eigentlich gar nicht das zentrale Thema dieser Fragen. Hier geht es eher darum, wie eng, wie nah, wie miteinander man eine Partnerschaft leben und führen will.
 
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  • #6
@1, Frederika, wieder einmal 100% meine Meinung. Für mich wäre das alles auch keine Frage des Vertrauens, sondern der Prioritäten. Mir wäre meine Partnerschaft wichtiger. Das heißt nicht, daß man nicht mal mit einem Freund/einer Freundin eine Tasse Kaffee alleine trinken darf, wenn man etwas zu erzählen hat, aber alles andere geht bei mir AUSSCHLIESSLICH als Paar. w61
 
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  • #7
Lieber Fragensteller,

ich kann die Meinung von Frederika nicht teilen... ich habe selbst 12 Jahre eine glückliche Partnerschaft geführt.... und auch mit einem neuen Partner wäre es für mich selbstverständlich auch mal was alleine machen zu können... ich finde es sollte nicht die Regel sein denn dann brauche ich keinen "Partner" aber ein gewisses Eigenleben sollte schon möglich sein

ich fahre auch jedes Jahr ein paar Tage mit meiner Freundin weg auch während meiner Partnerschaft und würde mir das auch nicht nehmen lassen, den Haupturlaub habe ich natürlich mit meinem Freund verbracht.... hätte ich auch nicht anders gewollt...

4 und 5 denke ich müssen einfach nicht sein, ich finde das hat eher etwas mit Respekt vor dem anderen zu tun... außer vielleicht in einer Notsituation und von der sprichts Du denke ich nicht...

Vielleicht sollte Ihr das Wort Partnerschaft für euch einmal klar definieren.... mir kommt es so vor, dass Deine Freundin Partnerschaft noch nicht wirklich sucht... viel Glück
 
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  • #8
#1Warum sollte man nicht einige Dinge allein ohne Partner/in tun dürfen,die Interessen beider werden seltenst 100%ig übereinstimmen.Der eine fährt gern Ski,sie macht Lauftraining--sie geht gern shoppen mit anschließender Weinrunde und er liebt auch einmal ein Freundschaftsbier zu trinken--------es ist eine klare Frage des vertrauens.

Frederika deine Antworten hier im Forum sind oft sehr treffend,aber in dieser Frage klingst du voll nach "Klette"(überall hin überall mit,alles wissen)----wär absolut nicht mein Ding-ein bißchen erwachsener hatte ich dich doch eingeschätzt!

m48
 
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  • #9
Ich sehe das alles etwas weniger eng. Denn eine "lange Leine" ist allemal besser, als das Bestehen darauf, alles gemeinsam zu machen. Zudem bereichert es eine Beziehung, wenn Impulse von verschiedenen Seiten kommen, also nicht ausschließlich alles gemeinsam erlebt wird.

Zu den Punkten:

1. Meine Einführung impliziert schon, dass "er" oder ich auch mal alleine etwas unternehmen. Gerne mit den Freunden, die derjenige mit in die Beziehung gebracht hat. Diese Freunde/Freundinnen wollen einen nämlich auch gerne mal ohne "Doppelpack" genießen, eben ganz so, "wie früher".

2. Dazu gehört auch, dass ich ab und zu mit einem Freund/Freundin alleine essen gehe. Ich würde das lieber so nennen und nicht "Dinner", denn Kerzenschein brauche ich dazu nicht.

3. Urlaub ohne den Lebenspartner, statt dessen mit (gleichgeschlechtlicher) Freundin oder Freund ist unglaublich erholsam. Dazu bringt auch ein solcher Urlaub neue Impulse mit in die eigene/feste Beziehung, man kann sich so richtig schön aufeinander freuen, wenn man sich mal eine oder zwei Wochen nicht gesehen hat. - Dies bedeutet natürlich nicht, dass damit der Urlaub mit dem Partner/der Partnerin unter den Tisch fällt: es ist ein Zusatzurlaub!

4. Bei guten Freunden oder Freundinnen (müssen nicht gleichgeschlechtlich sein) sollte man auch mal übernachten dürfen - vorausgesetzt, es gibt ein zweites Zimmer mit eigenem Bett und "es knistert" nicht zwischen den beiden.

5. Diese Frage wäre mit 4. schon beantwortet: ein gemeinsames Bett würde ich nur bei gleichgeschlechtlichen Freunden okay finden.

Wenn für all diese "Unternehmungen" kein Vertrauen vorhanden ist (gilt für beide gleichermaßen), dann würde ich die Beziehung nicht als "stabil" bezeichnen. Lässt man sich gegenseitig diese (für mich normalen) Freiheiten, neigt man wohl auch nicht dazu, besitzergreifend und beengend für den Partner zu sein.
 
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  • #10
Ab und zu ein Mädelsabend ohne irgendeinen Mann ist absolut ok. Allerdings machen wir dass immer bei einer von uns zuhause so dass die Frage des Vertrauens gar nicht erst aufkommt. Allerdings dürfte es kein Problem sein, wenn ich ab und zu mit den Mädels um Haus gehen würde.
Wenn mein Partner ab und zu mit den Jungs ausgehen will ist das selbstverständlich ok.
Urlaub und übernachten ist nicht ok, dazu war ich zu oft in Ischgl und in einem Bett mit einer Freundin zu übernachten wäre für mich das Ende.
Dinner ist für mich grenzwertig, das müsste ich im Einzelnen beurteilen. Ich habe z.B. einen Ex, wir sehen uns alle 1-2 Jahre mal und dann gehe ich mit ihm alleine aus, meistens zumindest.
Es ist ganz einfach, er spricht eine andere Sprache und ich geniesse es, diese Sprache mal wieder zu sprechen. Und irgendwelche alte Lamellen die keinen Aussenstehenden (was macht der, was macht die?) interessieren, im Englischen durchzukauen, ist Blödsinn.
Alllerdings kannte mein letzter Partner ihn und wir haben auch mal was zusammen gemacht und so war es auch mal kein Problem als er auf dem Sofa übernachtete. Mein Partner wusste das auch. Aber in einem Bett zu schlafen ginge trotzdem nicht, das würde ich gar nicht wollen. Die Beziehung scheiterte an etwas anderem als Vertrauen.
Ich bin gerade Single und war sogar mit dem uralt-Ex im Urlaub dieses Jahr da er auch niemanden hatte. Wir hatten 2 EZ gebucht und nicht mal die Karibik, die Cocktails, unser Singleleben und die Urlaubsstimmung hätte uns auf die Idee gebracht, wieder was anzufangen.
Von daher:
1 ist natürlich ok, solange es nicht gerade jedes WE ist.
in sehr sehr seltenen Ausnahmen, in sehr sehr seltenen Fällen und auch sehr sehr selten wäre mal etwas von 2 und 4 ok, 3 und 5 sind im Normalfall aber das Ende der Beziehung. Und dies ohne Diskussion.


w, 39
 
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  • #11
Ich (w,51) bin während meiner Ehe oft mit meinen Freundinnen alleine ausgegangen. Ich war auch mit Freundin und meinen und ihren Kindern ohne Partner in Urlaub.

Mein Exmann ist während unserer Ehe auch oft mit seinen Freundinnen alleine (zu zweit) ausgegangen, Er war mit Freundin in Urlaub (Gruppen-Besichtigungsreise) ....

und ist inzwischen mit einer dieser Freundinnen verheiratet.

Für mich sind gleichgeschlechtliche Freunde ok. Alles andere würde ich niemals mehr tolerieren.
 
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  • #12
@ Frederika:

Ich würde von meiner Freundin sogar verlangen, dass sie ab und an allein mit ihren Mädels weggehen will. Ich finde es ganz fürchterlich, wenn vergebene Leute nur noch im Doppelpack zu haben sind. Ich glaube im Übrigen auch nicht, dass das der Partnerschaft langfristig zuträglich ist.

1 und 2 sind selbstverständlich in Ordnung, 3 prinzipiell auch. 4 jedenfalls dann, wenn ich den, bei dem sie übernachten will, auch kenne. 5 halte ich für ziemlich theoretisch.
 
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  • #13
Ich finde es viel bereichernd, wenn jeder auch mal etwas selbständig unternimmt und man sich danach etwas Neues zu erzählen hat. Für mich wäre ein Partner nicht geeignet, der sich derart an mich klammert, dass er nichts mehr selber machen will. Und umgekehrt auch - meinem Partner käme das sehr merkwürdig vor, wenn er nicht auch mal was alleine unternehmen könnte oder ich immer nur alles mit ihm machen wollte.

1: Das finde ich völlig normal, ab und zu auch alleine mit Freunden auszugehen vor allem wenn man etwas zusammen unternimmt, das den Partner ev. gar nicht interessiert.

2. Selbstverständlich gehe ich mit guten Freunden / guten Freundinnen zu zweit essen, ohne den Partner mitzuschleppen. Gerade bei Freunden, die ich schon sehr lange kenne, quatscht man auch gerne mal alleine, vor allem wenn derjenige/diejenige alleine auftaucht. Dann schleppe ich doch nicht meinen Partner mit, also müsste ich mich bevormunden lassen. Zum Glück kommt mein Partner schon gar nicht auf die Idee, bei einem Freundinnentratsch mitkommen zu wollen!

3. Urlaub verbringe ich grundsätzlich mit meinem Partner. Andererseits fährt er gerne Rad und geht dann schon mal in eine Radwoche, was ich völlig öde finde. Soll er nun deswegen nicht gehen? Wieso das denn? Dafür findet er Wellness doof, also gehe mit einer Freundin in den Wellness-Urlaub.

4. und 5. Bei Freunden übernachten ist auch kein Problem, vor allen wenn sie etwas weiter weg wohnen und ein Gästezimmer haben. Im gleichen Bett übernachten geht nicht. Aus dem Teenie-Alter bin ich raus. Das würde ich auch dann nicht wollen, wenn ich Single wäre.
 
  • #14
@#7: Natürlich stimmen die Interessen nie 100%ig überein, aber man muss auch mal die Entscheidung treffen, ob einem der Partner oder irgendein blödes Hobby wichtiger ist. Hier geht es um Prioritäten. Ausgerechnet getrennt Urlaub machen finde ich inakzeptabel. Da wird sich doch ein gemeinsames Ziel finden lassen. Wenn das schon nicht klappt, dann kann man alles vergessen. Dieses dämliche Pochen auf "Hobbys". Es geht um Freizeitgestaltung, um Spaß, Erholung, Freude, Entspannung und die wenige Freizeit, die man als Paar heutzutage hat, sollte möglichst gemeinsam genutzt und genossen werden. Wenn man da schon nicht aufeinander zugehen kann...

Du sprichst von "Klette" nennst und hast gar nicht so Unrecht: Es gibt eben zwei grundverschiedene Typen: Die einen wollen unbedingt "Freiheit", die anderen "Gemeinsamkeit". Hier müssen die Partner einfach zusammenpassen, sonst reiben sie sich auf.
 
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  • #15
FS zu #7 : Du hast allerdings so nicht auf mein Frage/ bzw, Stufen geantwortet, oder?

FS zu #8: Nr. 3 Nein, gemeint sind Gegen- Geschlechliche Urlaubsfahrten u.A mit dem Ex;
(oder mit Gleichgeschlechtlichen Freunden in Partyorte)
Nr. 4 Woher soll ich wissen mit wem es wo knistert,
ist dann also eine (einsame) Einscheidung des Partners bei dem es
knistert , oder wie jetzt?

Außerdem äußert ihr euch irgendwie alle nicht, ob Vertrauen wachsen kann und muss; das war ja eigentlich meine wesentliche Fragestellung...hm
 
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  • #16
hier 9 zum FS:
Ich mache es deutlich: Generell habe ich doch ein Basisvertrauen denn sonst wird es nicht mein Partner.
Bei 1 behält er mein Vertrauen solange es nicht so ist dass ich ihn am WE nie sehe wegen seinen Kumpels. Würde er jedes Unternehmen mit mir machen wollte, fände ich das furchtbar.
Bei 2 und 4 könnte er es mit einer guten Begründung aufrecht erhalten.
Bei 3 und 5 hätte er es verspielt.
Ich glaube nicht, dass Vertrauen wachsen kann oder muss. Der Partner hat es und muss es nur behalten.
 
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  • #17
@ FS wegen der Vertrauensfrage: die kann natürlich mit der Zeit wachsen. Wenn man sich länger kennt und weiss, man kann einander vertrauen, dann ist es sicher einfacher, seine Partnerin in einen Partyort ziehen zu lassen für ein paar Tagen. Wenn man sich noch nicht so lange kennt, kann man dies ev. nicht einordnen. Urlaubsfahrten mit dem Ex sind allerdings schon etwas arg ungewöhnlich. Für so etwas sehe ich eigentlich keinen trifftigen Grund. Ein Kaffeeplausch mit dem Ex mag ja gehen, aber gemeinsamer Urlaub ist seltsam.

Vertrauen kann aber auch nur dann wachsen, wenn man selbst nicht zu misstrauisch ist und nicht zu arg zu Eifersucht neigt. Vermutet man immer hinter jeder Reaktion des Partner etwas Böses, kann Vertrauen nicht wirklich wachsen.

Es ist durchaus möglich, dass man am Anfang einer Beziehung auf gewisse Anliegen des Partner misstrauischer reagiert und dies später locker nimmt, wenn man nach einer Zeit erkannt hat, dass auf ihn/sie Verlass ist und er/sie nichts Unrechtes tut. Eine Beziehung ohne Vertrauen wäre doch eigentlich auch eine kümmerliche Beziehung - also das muss sicher nach einer Weile gefestigt sein.
 
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  • #18
Ja, Vertrauen muss wachsen. Aber es kann nur wachsen, wo nicht erst mal Misstrauen ist. Gerade am Anfang kommt es nach meiner Erfahrung darauf an, dass man sich öffnet und an das GUTE im anderen glaubt. Sonst gibt es eigentlich keinen Nährboden für Entwicklung.

Alle müssen für sich entscheiden, was sie für sich gut finden und in einer Partnerschaft akzeptieren. Und das auch gemeinsam ausloten und sich entwickeln lassen. Du wirst doch da auch schon einige Erfahrungen gemacht haben, denn das wird ja nicht deine erste Beziehung sein.

Meine Meinung zu deinem Fragenkatalog:

1. Unbedingt sollte jeder auch was für sich, mit seinen Freundinnen und Freunden machen. Ich habe z.B. immer auch etwas mit Männern, guten Freunden, allein unternommen, ohne JEMALS irgendetwas sexuelles o.ä. von ihnen zu wollen. Wenn man nur noch im Doppelpack auftritt und ausgehen will, dann gibt man sich ja als eigenständiger Mensch de facto auf. Willst du das für dich etwa? Oder ist das bei euch so unterschiedlich entwickelt, dass du eigentlich keine anderen Freunde hast und deine Freundin schon?

2. Warum sollte ich nicht mit einer Freundin oder einem Freund essen gehen? Das ist doch nur eine Variante von gemeinsam etwas unternehmen? Und mir macht es z.B. mehr Spaß, mit meinen Freundinnen/Freunden zu reden als nebeneinander im Kino zu sitzen.

3. Das hängt doch davon ab, ob ihr eigentlich dieselben Urlaubsinteressen habt und ob ihr auch andere Urlaube habt, die ihr gemeinsam verbringt. Vielleicht bist du kein Skifahrer, aber deine Freundin fährt gern Ski. Dann ist es doch besser, getrennte Urlaube zu machen und dafür einen oder mehrere andere zusammen.

4. Ich habe in meinem Leben schon oft bei männlichen Freunden übernachtet, ohne jemals auf die Idee gekommen zu sein, dass das zu einer Affäre werden könnte. Und das war für meine Partner auch immer völlig klar. Es gibt doch tausend Gründe, warum das sinnvoll sein kann - z.B. weil sie in einer anderen Stadt wohnen und man sich endlich mal wieder trifft oder weil man sich nach irgendeiner Aktivität eine späte Rückfahrt sparen will oder....

5. Das fände ich auch komisch.

Aber, frag dich doch bitte vor allem mal, warum du eigentlich das Bedürfnis hast, dass deine Freundin quasi alle Aktivitäten nur mit dir zusammen unternehmen soll. Woher sollen denn neue Impulse auch in eure Beziehung kommen? Wo soll die Eigenständigkeit, die ja auch in einer innigen Beziehung nötig ist, kommen, wenn nicht jeder auch was für sich macht oder machen kann? Freunde der einen müssen doch nicht automatisch Freunde auch des anderen werden, aber soll deshalb eine/r von beiden auf Freundschaften verzichten?

Noch mal: Vertrauen muss wachsen. Aber Misstrauen ist dafür keine Basis. Oder hast du andere Gründe für Zweifel an eurer Beziehung, die du jetzt über diese Punkte austrägst?

w
 
  • #19
Vertrauen kann von Anfang an da sein, ist dann aber nicht unbedingt fundiert. Ich sehe es eher so, man muss mehr oder minder vertrauen, um der Beziehung eine Chance zu geben, denn das Gegenteil geht nicht. Dann hat man auch mal Ängste auszustehen. Mit der Zeit sollte das Vertrauen verdient sein. Wie weit ist Ansichtssache, eine gewisse gleiche Einstellung/ gleicher Umgang(!) ist sicherlich beziehungsförderlich.
 
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  • #20
Auf jeden Fall kann Vertrauen wachsen und ich bin der Ansicht, daß es sogar wachsen muß, um eine stabile Partnerschaft zu erreichen. In eine werdende Partnerschaft geht man ja mit einem Vertrauensvorschuß, dieser sollte dann im Laufe der Zeit durch wirkliches Vertrauen abgelöst werden.

Nun könnte ich allerdings pauschal nicht sagen, bis zu welcher Stufe mein Vertrauen ausreichen würde, das hängt ja auch ganz wesentlich davon ab, wie lange man sich kennt und welche "Qualität" die Partnerschaft hat. Deswegen kann ich jetzt auch nicht sagen, ab Stufe x wäre die Partnerschaft für mich beendet.

Ohne eine konkrete partnerschaftliche Situation zugrunde zu legen, würde ich mich ab Stufe 3 unwohl fühlen:
zu 3: wenn ich nicht Ski fahren wollte, würde ich versuchen, dem Skiurlaub ohne Ski etwas Positives abzugewinnen, da gibt es ja auch andere Möglichkeiten.
zu 4: wenn es dafür einen plausiblen Grund gäbe, könnte ich damit umgehen, falls dies in irgendeiner Form regelmäßig wäre, würde ich mich fragen, welchen Grund das haben könnte.
zu 5: dieser Fall hätte für mich etwas befremdliches und würde mich auf Distanz gehen lassen. Das würde nicht bedeuten, daß ich deswegen eifersüchtig wäre, die Wahrscheinlichkeit, mich emotional zu verselbstständigen, wäre dann allerdings extrem hoch.
m
 
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  • #21
1. Völlig normal. Nur weil ich in einer Partnerschaft bin, gibt es mich nicht automatisch nur im Doppelpack. Eine furchtbae Vorstellung. Ich bin auch dankbar, dass in meinem Freundeskreis "Symbiose-Beziehungen" nicht vorhanden sind und man mit den einzelnen Leuten etwas unternehmen kann. Davon einmal abgesehen: Ich übernehme nicht automatisch sämtliche Freunde meines Freundes und er nicht mit meine. Man hat Schnittstellen, aber eben auch Personen außerhalb. Warum nun mein Freundeskreis auf einmal mit dem meines Freundes identisch sein muss, verstehe ich nicht. Die Freundeskreise haben sich vorher nicht gekannt und müssen es auch jetzt nicht, nur weil wir ein Paar sind. Verstehen sie sich, ist es gut, verstehen sich alle, ist es besser. Und wenn eben nicht alle auf einer Wellenlänge schwimmen, ist dies auch kein Weltuntergang, sondern völlig natürlich.

2. Nun, wenn begeistert wäre ich nicht, wenn es sich um eine anders geschlechtliche Person handelt. Aber wenn es sich um eine langjährige Freundin handelt, werde ich nicht darauf pochen, die Anstandsdame zu spielen.

3.-5. Fände ich nicht akzeptabel.

Und ja, Vertrauen kann wachsen. Jedoch hängt vieles auch an der Grundeinstellung. Wenn es für den einen nur "alles zusammen" und für den anderen "alles getrennt" gibt, es ist natürlich mit Problemen verbunden. Ich empfinde eine Mischung beider Einstellungen am gesündesten und am aussichtsreichsten für eine lange gemeinsame Beziehung.
 
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  • #22
1 bis 3
--> ok

4
--> wenn der Partner nicht eifersüchtig ist, kein Problem. Für mich persönlich ok.

5
--> ist ok wenn es gemeinsame Freunde sind. Vertraue meinem Partnerin.

mfG
 
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  • #23
Lieber FS,

mal angenommen, Du wärst derjenige, der diese Liste gegenüber seiner Freundin durchdeklinieren wollte.
Dann hättest Du als response hier sicher nicht bekommen, dass dies der Reihe nach vertrauensbildende Maßnahmen sind. Das klingt ja beinahe so wie ein Stufenprogramm, wie man den anderen dazu bringt, sich an Gegebenheiten zu gewöhnen.

Also Vertrauen schaffend sind diese Punkte meiner Meinung nach nicht. Anhand der Antworten kannst Du aber ganz gut erkennen, was hier als halbwegs tolerable ( das ist nicht das selbe wie Vertrauen schaffend!!!) angesehen werden.
 
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  • #24
FS Hallo alle zusammen,
Danke für Eure Antworten.
Ich sehe, ich bin nicht allein mit meier Einstellung dazu.
Nicht jeder ist von Natur aus vertrauensselig. Ich bin es nicht, und lasse meiner Partnerin trotzdem Freiraum für ihr Leben.
Man kann Dinge eben auch wachsen und sich entwickeln lassen lassen.
 
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  • #25
Hier noch einmal die #8 in der Beantwortung der Fragen von FS bzw. #14:

Einen Urlaub mit gegengeschlechtlichen Freunden (Ex oder an sog. Partyorte) würde ich auch nicht gutheißen. Das würde ich als "Spiel mit dem Feuer" sehen. Denn: dabei könnte es auch "knistern" (d.h. "es entwickelt sich unerwartet ein Flirt oder mehr") und dies wiederum würde für mich eine "Akzeptanz von Fremdgehen" bedeuten.

Genau das meinte ich auch unter meiner Angabe zu Nr. 4.

Und zu deinem letzten "Hilferuf", in dem Du nach wachsendem Vertrauen fragst: Meiner Meinung (und persönlichen Erfahrung) nach, ist in meiner Partnerschaft das gegenseitige Vertrauen ineinander durch das "Lockern der Leine" immens gewachsen. Wir gehen wunderbar unverkrampft miteinander um und schätzen uns immer mehr. Weil wir uns vertrauen.
 
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  • #26
<MOD: Diffamierungen nicht gestattet.>
 
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  • #27
ich finde auch, dass man nicht alles zusammen machen musst.
Aber warst du denn auch mal mit ihr im Urlaub?
Hast du ihr das in der Qualität geboten, was du deinem Freundeskreis auch hast angedeihen lassen?
Hat sie den Wunsch geäußert, auch mal mit dir in den Urlaub zu fahren- oder wollte sie das vielleicht garnicht?
Wenn du dich geweigert hättest, mit mir in den Urlaub zu fahren, hätte ich wahrscheinlich-auch oder gerade, was die Ausreden betrifft, begründetes Misstrauen.
 
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  • #28
Ich lebe in einer Partnerschaft, in der viel Gemeinsamkeit gepflegt wird.
Auf die Idee, allein oder gar mit jemand anderem in Urlaub zu fahren, käme ich nicht.

Wir sind sehr viel zusammen, aber treten nicht immer und überall als Doppeltes Lottchen auf - wenn ich z. B. zum Geburtstag bei einer Freundin eingeladen bin (keine Party in dem Sinne, ich meine Kaffeetrinken und vielleicht noch ein kleines Abendessen bei ihr), mit der er nicht viel anfangen kann, dann gehe ich auch schon mal alleine. Mein Partner spielt gern mal Tennis - dann macht er das eben mit einem Freund oder mit meinem Bruder. Ich gehe gern und regelmäßig zum Yoga - da muss er doch nicht mitmachen, wenn es nicht sein Ding ist! Eine Freundin ruft mich an und möchte mit mir ins Kino gehen, in einen Film, der ihn nicht sonderlich interessiert - natürlich gehe ich mit der Freundin.

Es geht um die richtige Balance. Selbstverständlich soll man sehr viel gemeinsam machen, wenn man ein Paar ist; aber nicht alle Interessen werden gemeinsam sein, das ist auch nicht nötig. In Maßen, wohlgemerkt IN MASSEN finde ich es sogar gut, wenn jeder auch seine eigenen Interessen verfolgt und seine eigenen Freundschaften pflegt; wenn ich mich mit einer wirklich guten Freundin zu einem Mädelsabend treffen will, finde ich das sehr gesund und normal.

Wichtig ist ein echtes Zusammenleben mit viel gemeinsam verbrachter Zeit, aber IMMER nur noch als Doppelpack auftreten, das finde ich langweilig und unerträglich. Auch für seine Freunde und ihre Freundinnen, die nicht immer den Anhang dabei haben möchten. Manchmal passt es auch einfach nicht. Ich muss nicht dabei sein, wenn er mit seinem Freund zum Fußballstadium geht, er muss nicht dabei sein, wenn ich mit einer Freundin einen Weibertratsch machen möchte.

Zurück zur Ausgangsfrage: die Ansinnen, die der FS an seine Freundin stellt, finde ich ALLESAMT absurd. Ich weiss nicht, warum man ich innerhalb einer Partnerschaft so verhalten sollte. Ich käme nicht auf den Gedanken und mein Lebensgefährte auch nicht.
 
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  • #29
hier nochmal die 27

sollte natürlich Fußballstadion heißen und nicht "Fußballstadium"!
 
  • #30
Es kommt drauf an...

1- ob und wie oft man alleine (hier immer gemeint mit den Freunden, aber ohne Partner)
zum Feiern ausgeht,
Mal mit dem Studienjahrgang oder Abijahrgang oder dem Verein oder Kollegen kein Problem - oder wenn ich aus irgendeinem Grund verhindert sein sollte aber eigentlich zur Gruppe gehöre. Aber regelmäßig gibt es für mich keinen Grund, weshalb mein Freund nicht mitkommen sollte, warum also andersrum?

2 - mit einem bestimmten guten Freund/Freundin sich zum 2-er Dinner trifft,
Ein Freund kann zum Essen vorbeikommen auch wenn der andere jeweils nicht da ist oder erst später heimkommt. Ein Dinner aber extern mit dem anderen Geschlecht fände ich seltsam. Nein, ich möchte nicht, daß mein Freund mit einer anderen Frau zu zweit alleine zum Dinner ausgeht. Wieso auch?

3- mit den Freunden alleine in den Ski- Urlaub fährt,
Ich käme nicht auf die Idee, alleine in Urlaub zu fahren - es sei denn es wäre mit meiner Familie oder weil er z.B. nicht mit in den Skiurlaub will weil er z.B. nicht Ski fährt (und ich liebe! es). Aber auch dann würde ich nur ungern fahren. Lieber wäre mir, er käme mit und fände einen für ihn erfreulichen Zeitvertreib während ich auf der Piste bin.
Wenn er nun ein extremes Hobby hat, das ich nicht teile (z.B. Bergsteigen), dann hätte er gute Chancen, daß ich ihn alleine in Urlaub lasse. Aber wahrscheinlicher ist, daß ich ihm helfen würde so gut ich kann.

4 - bei diesen guten Freund/Freundin (nicht gleichgeschlechtlich) übernachtet,
Es gibt zuviele ungute Geschichten darüber - und zwar unabhängig davon wie tief das Vertrauen des Paares ineinander ist und wie lange man sich und den "Freund" jeweils kennt. Warum sollte ich oder mein Freund unsere Partnerschaft riskieren?

5 - mit diesem / dieser in einem Bett schläft
Akzeptabel nur in ausgesprochenen einmaligen Extrem-/Notsituationen.
 
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