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  • #1

Tanzen als eine Art "Harmonie-Indikator" ?

Unlängst hat eine gute Freundin von mir gemeint: "Beim Tanzen merkt man, ob es wirklich passt". Habe dann auf einem Ball bekannte Paare ein wenig beobachtet und - in der Tat: diejenigen, die einen liebevollen Umgang miteinander pflegen, harmonieren auch auf dem Parkett. Konfliktbeladene Beziehungen äußern sich durch mitunter heftige Diskussionen auch beim schönsten Hobby zu zweit.
 
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  • #2
Guter Tipp
Man muß aber ein bißchen aufpassen, was für ein Tanz in was für einem Rahmen es ist.
Line Dance, Square Dance usw. sind ungeeignet. Es muß schon ein Paartanz sein.
In den meisten Tanzschulen und -kursen tanzen sie Tanzpartner ausschließlich mit dem dazugehörigen Partner – ein Tanzpartnerwechsel wird ausgeschlossen oder hat schon jahrelang nicht mehr statt gefunden.
Viele Schulen und Kurse trainieren ein strenges Programm mit dem Ziel eines Abzeichens – oft ohne Abweichung in einer streng vorgeschriebenen Schrittfolge. Das artet dann in Prüfungsstress aus.
Dabei kann man nur den Tanz richtig tanzen, den man mit JEDEM Tanzpartner kann.
Also Paartanz, wechselnde Tanzpartner und freie Tanz(Figuren)gestaltung sollten es schon sein.
 
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  • #3
Ja, das kann ich nur bestätigen.

Nicht umsonst ist es in meinem Tanzclub so, dass die Paare, die zusammengehören, NICHT zusammen trainieren, sondern mit jemandem anderen.
Bei vielen ist es sonst so, dass sie vom Training wutentbrannt und böse aufeinander nach Hause fahren - alles schon dagewesen.

Beim Tanzen führt der Mann, das ist ein Gesetz, das nicht anders möglich ist.
 
  • #4
Ja, beim Paartanz muss man harmonieren, Spaß haben, riecht sich, fühlt sich, ist sich nahe. Wenn es da hakt, bockt, disharmoniert, man sich nicht wortlos versteht, man sich nicht gerne in die Augen schaut, man sich nicht riechen kann, nicht gerne nahe ist, dann hat auch eine Partnerschaft wohl keine Chance. Wenn ich auf Single-Tanz-Veranstaltungen mit Männern tanze, dann merke ich sehr schnell, wer mir sympathisch ist und wer nicht -- und mit den Tanzqualitäten hat das rein gar nichts zu tun.

Genau deswegen entsteht ja so oft erotische Spannung zwischen harmonierenden Tanzpartnern und genau deswegen lässt man seinen Lebenspartner auch so ungern mit Dritten regelmäßig tanzen.
 
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  • #5
Oscar Wilde hat es so schön formuliert:
"Tanzen ist der vertikale Ausdruck eines horizontalen Verlangens."

Ich hatte zwei Tanzpartnerinnen.
Eine feste Partnerin für die "Abteilung Sport" (Leistungskurse).
Und meine Frau als Partnerin für die "normalen" Tanzabende.
 
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  • #6
Mein Ex und ich haben uns in einem Tanzkurs "kennen- und lieben gelernt". Der Tanzlehrer hatte eigentlich nur aus zwei Singletänzern mit gleichen Tanzkenntnissen ein Paar machen wollen.
Wir hatten von Anfang an das Gefühl, auf dem Parkett gut zu harmonieren, lange bevor die Funken sprühten.
Ein beliebter Tanzlehrerspruch lautet übrigens : "Tanzen ist der vertikale Ausdruck eines horizontalen Verlangens"... Wir haben 10 Jahre lang sehr glücklich miteinander getanzt und auch gelebt.
Diese sich ständig auf der Tanzfläche kritisierenden "alten" Paare waren immer ein abschreckendes Beispiel, so wollten wir nie werden. Letztlich gehörten wir dann doch dazu, was aber nicht unmittelbar mit dem Tanzen zu tun hatte, sondern Spiegel unseres sonstiges Lebens war. Als dies aus verschiedenen Gründen nicht mehr funktionierte, konnten wir eben auch nicht mehr harmonisch miteinander tanzen.....irgendwie der logische Umkehrschluss des Tanzlehrerspruchs.
 
  • #7
@#5: Ja, ich denke auch, dass es genau so sein wird: Wenn Paare sich beim Tanzen zanken, dann stimmt was mit der Beziehung nicht. Wenn zwei gut harmonieren, sich wortlos verstehen und Spaß miteinander haben, dann passt es auch privat für das Pärchen.

Ein Zusammenhang zwischen Tanzen und erotischer Spannung ist einfach gegeben. Kaum wo kommt man sich öffentlich körperlich so nahe.
 
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  • #8
MadMax

@frederika#6

dein satz:"Wenn zwei gut harmonieren, sich wortlos verstehen und Spaß miteinander haben, dann passt es auch privat für das Pärchen. "

das kann ich nicht bestätigen!
mit meiner ex habe ich mich beim tanzen nie gestritten - es war immer sehr harmonisch.
privat sah es aber ganz anders aus...

im gegenteil, es war eher so, dass wenn wir stress hatten und zum tanzen fuhren, danach der stress weg war!
es war wie ein anti-stressprogramm.
 
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  • #9
@MadMax

Warum habt ihr mit den anti-stressprogramm aufgehört?

Mein Partner konnte nicht tanzen. Ich denke ich bin eine sehr gute Tänzerin. Sind wir jetzt nicht mehr zusammen, weil er nicht tanzen konnte? ;-)
 
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  • #10
MadMax

@#8

so oft konnten wir gar nicht tanzen, um den ganzen stress zu kompensieren...
 
  • #11
@#7: Ich habe das auch eher generell gemeint: Wenn zwei Menschen gut harmonieren und die Aspekte wie in die Augen schauen, sich wortlos verstehen, die körperliche Nähe mögen, harmonieren, an den gleichen Figuren und Aktionen Spaß habend, ...

Ich habe nicht gemeint, dass durch Stress, Trennung oder ähnliches das dann sofort verlorengeht und das ein deutliches Indiz dafür wäre.

Was Du berichtest, macht Sinn: Ihr beide habt prinzipiell harmoniert, selbst wenn ihr Stress hattet.
 
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  • #12
MadMax

@frederika#7

da hast du nicht ganz unrecht!
zum thema harmonie: bei ihr war es so, dass man deine kriterien zu grunde legend, diese alle eine sehr hohe deckungsgleichheit aufwiesen.
leider entstand der stress dann durch andere faktoren, ...unter anderem durch die bekannte patchworkproblematik und durch gewisse emotionale inkompatibilitäten...;-)
 
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