• #1

Tabuthema Ausspannen - wenn zwei das Gleiche tun, ist es nicht Dasselbe?

Liebe Mituser,

bei meinen Streifzügen durch Foren wie dieses bin ich wiederholt über ein interessantes Phänomen gestolpert: scheinbar gehen die Ansichten zum Thema "Ausspannen" auseinander, je nachdem, ob der in eine Beziehung einbrechende Dritte männlich oder weiblich ist.

Eine Frau braucht genaugenommen noch nicht einmal konkrete Abwerbe-Absichten kundzutun, um sich auf der virtuellen Anklagebank wiederzufinden. Sie braucht nur zu schreiben, sie hätte sich in einen vergebenen Mann verliebt; schon hagelt es aggressive Kommentar wie "Lass die Finger von ihm!" und "Immer diese skrupellosen Singlefrauen, die sich an anderer Leute Männer ranwerfen!" - besonders von Frauenseite. Nicht alle Kommentare sind so hart und (vor)verurteilend, aber i.d.R. sagt eine überwältigende Mehrheit aus: vergiss den Mann.

Bei Männern, die sich für eine vergebene Frau interessieren, finden sich dagegen häufig auch Stimmen, die zum Ausspannen raten. Meist kommen diese von Männern. Ich habe sogar schon gelesen, dass Männer von Geschlechtsgenossen als "Weichei" dargestellt wurden, weil sie schrieben, vergebene Frauen seinen für sie grundsätzlich tabu. Gelegentlich schreiben allerdings auch weibliche User, der verliebte FS solle der Frau eben zeigen, dass er es ernst meint; dann hätte er auch eine Chance, dass sie ihren Partner verlässt.

Ich frage mich: ist dieses Antwortmuster eine selektive Wahrnehmung von mir? Oder ein Nischenphänomen, das einem zwar in solchen Foren begegnet, jedoch keine gesellschaftliche Realität abbildet?

Oder wird Ausspannen bei Männern tatsächlich eher akzeptiert als bei Frauen? Und wenn ja: warum? Liegt es vielleicht daran, dass die Erfolgsaussichten besser sind, weil Frauen sich eher abwerben lassen als Männer (ich weiß nicht, ob es so ist, könnte es mir aber vorstellen - Männer trennen sich ja wohl selten, sondern nehmen eher eine Affäre mit). Oder hat es mit den unterschiedlichen Rollenbildern zu tun - Männer "dürfen" offen in Konkurrenz gehen; von Frauen wird Solidarität untereinander erwartet? In früheren Zeiten haben Männer sich ja auch wegen einer begehrten Frau duelliert...

Mich würden eure Gedanken dazu interessieren. Vielleicht ist für euch das alles auch so selbstverständlich, dass man darüber gar nicht mehr diskutieren muss...Aber ich "stolpere" darüber tatsächlich immer wieder.
 
  • #2
Moin,

ich beobachte ein diametral verschiedenes Meinungsbild in dieser Sache:

Wenn Frauen in Foren wie diesen vom Anbandeln mit "vergebenen" Männern (und das reicht durchaus von fest Verheirateten über Getrennte bis hin zu Geschiedenen) abgeraten wird, dann, weil eine endemische Community von reichlich verbitterten Damen diesen Männern (1) charakterliche Fehler, (2) Immoralität gegenüber ihren Exen, (3) emotionale Schäden aus der vorhergegangenen Beziehung, (4) ausschließliches Interesse an Sex, und (5) materielle Instabilität unterstellt.
Nun, über die Gründe kann man spekulieren - um weibliche Solidarität geht es dabei wohl eher nachrangig.

"Vergebenen" Frauen wird in dieser Konstellation von ebendieser Community eher zugetraut, dass sie (1) in ihrer alten Beziehung sowieso die Opfer waren oder sind und deswegen das gute Recht auf einen Seitensprung haben und (2) ihre emotionale Reife und Ausgeglichenheit in kürzester Zeit wiedergewonnen haben.

Der/die "Ausspanner/in" selbst wird meiner Beobachtung nach kaum jemals kritisiert, sondern von beiden Geschlechtern mit Nachsicht und Verständnis behandelt, er wird eher beraten ("Worauf Sie beim Ausspannen achten sollten").

manchmal
 
  • #3
@adriana @manchmal
Also ich sehe bei Euch eine selektive Wahrnehmung.

Es stimmt vielleicht, dass sich meine männlichen Geschlechtsgenossen bei der Kritik gerade von ebanfslls männlichen Fremdgehern (und deren Bestrafung) sich doch zurückhalten und befürchte manchmal, dass sie selbst da nicht ohne Schuld sind...
Die weibliche Seite wettert hingegen sehr über Fremdgeher... zurecht natürlich (aus den vor Dir angeführten Gründen).

Dabei allerdings interessanterweise mehr über die Frauen (also die "Geliebte") , die sich eingelassen hat, als über den eigentlichen Fremdgeher selbst.

Es stimmt auch, dass weibliche Fremdgeher eher besser wegkommen, das Thema gibt es hier aber auch nur ganz selten (obwohl das in der Realität ein wesentlich höherer Anteil sein muss). Von daher schon "selektive Wahrnehmung"
 
  • #4
Über das Thema habe ich so noch nicht nachgedacht, und obwohl ich eigentlich diese typisch Mann/ typisch Frau-Pauschalisierungen nicht mag, muss ich der FS ein bisschen Recht geben.
Ich habe in meinem Umfeld keinen Fall, bei dem sich eine Frau an einen vergebenen Mann rangemacht hat, bzw. dies weiter betrieben hat nachdem sie davon erfuhr. Ab und zu habe ich mitbekommen, dass Flirtereien zwischen einem Vergebenen, der dies verschweigt und einer Single-Frau stattgefunden haben. Diese wurden dann von der Frau beendet. Ich selbst habe das zwei Mal erlebt, spürte deutliche Annäherungsversuche eines Mannes und bekam bald darauf von Freunden gesagt, dass dieser vergeben sei. Mein Interesse war dann schlagartig weg, dagegen hätte ich gar nichts tun können. Ich denke, dass Frauen hier einfach ein gewisses moralisches Verständnis besitzen.

Andersrum sieht es für mich so aus, als ob Männer sich denken "ist doch ihr Problem, wenn die vergeben ist". Habe ich neulich wieder bei einem Freund feststellen dürfen, der eine Frau datet, bzw. auch schon Sex mit ihr hatte, die selbst einen Freund hat. Bei den Herren scheint dieser Umstand gerade den Jagdtrieb zu wecken. Besagte Frau wurde dann noch von allen, die diese Geschichte zu hören bekamen, als Schlampe betitelt, während der Freund von mir aus irgendeinem Grund viel besser dastand.
Aber da sind wir wieder bei dem Phänomen, dass von Frauen generell ein "anständigeres" Verhalten gefordert wird. Die Diskussionen hier im Forum zum Thema Anzahl der Sexpartner etc. deuten ja in die gleiche Richtung.
 
  • #5
Hallo,

ich kann mich im groben deinen Beobachtungen anschließen.

Grundsätzlich denke ich, dass man niemanden ausspannen kann, der sich nicht ausspannen lassen will - es liegt immer einzig uns allein an den Beziehungspartnern, was ein / eine Dritte will, ist unerheblich.

Hinzu kommt, dass ich einen Mann, der sich ohne weiteres ausspannen ließe, nicht wöllte. Denn entweder verbleibt er unglücklich in Beziehungen, bis sich was besseres findet und er hat dann wohl auch keine Skrupel, zu betrügen.

Dass mir das dann an seiner Seite ebenso irgendwann ergehen würde, halte ich doch für sehr wahrscheinlich. Und das wöllte ich nicht.
 
  • #6
Ich denke auch, dass viele bei solchen Threads erinnert werden, an das was sie erlebt haben, wovor sie Angst haben!
Gerade Frauen wollen gerne die Schuld von ihren Partnern nehmen! Damit sie nicht völlig daneben gesetzt haben!
Das gilt für die Exfrau, Nochfrau und die Geliebte! Und die Herren schüren das auch!
Wieviele sind denn von diesen oft unreflektiert und schuldlos!
Mann zur Geliebten:habe nie Sex, wir leben wie Brüderchen und Schwesterchen. Eigentlich wollte sie nur versorgt sein, sie liebt mich nicht aber ich bleibe bei meinen Kindern und werde die nie verlassen.
Wenn geschieden, sagt er bis auf den letzten Satz genau den selben Text!
Wie einfach ist es doch jemanden zu lieben, der schuldlos traurig ist, weil Zuhause der kalte Drache sitzt!
Zur Ehefrau sagt er: Ich habe Dich geliebt und ich liebe meine Kinder! Ich wollte nie fremdgehen! Aber Du liebst mich nicht mehr wirklich, siehst meine Leistung nicht und dann kam sie! Hat mir alles gegeben was mir fehlt, ich habe mich lange gewehrt aber........
Ein unschuldiges passives Opfer einer aktiven Frau!
Und ewig lockt das Weib!
Immer Schuldig von beiden Seiten!
Der Mann ist eben immer nur Opfer:
Seiner Triebe und der Verführung!
Wird ein Mann betrogen, sieht er die Schuld bei seiner Frau!
Der Mann kann ja nicht wirklich was dafür, wenn seine Partnerin ihn anmacht....und ihren Reizen verfällt!
Der Ehemann hat auch nie etwas falsch gemacht, er war schließlich treu und hat gesorgt!
 
  • #7
Der Mann kann ja nicht wirklich was dafür, wenn seine Partnerin ihn anmacht....und ihren Reizen verfällt!Der Ehemann hat auch nie etwas falsch gemacht, er war schließlich treu und hat gesorgt!
Ja so ein bisschen klingt das bei den Männern hier mal durch, und zwar immer dann, wenn die Ehefrau am Fremdgehen Mitschuld bekommen soll. Das ist natürlich katastrophal falsch.
Dann soll sich Mann eben öfter einen runterholen.
Andereseits haben Ehefrauen schon eine große Schuld an der Verweisung der Ehe indem sie auch zu nichts mehr Anderem als ihre biologischen Vorbestimmung (Ehe und Kind, Mann hat Schuldigkeit getan, keine Lust mehr ) in der Lage sind.
Wir sind alle Menschen und können unser Handeln sehr bewußt steuern, auch in dieser Hinsicht!
 
  • #8
Vor vielen Jahren erlebte ich mal am Rande in Kreisen der Arbeitgeber meiner Mutter folgendes: es wurde zu einem großen Fest geladen. Eingeladen wurde auch ein befreundetes Ehepaar. Der Ehemann hatte ein Verhältnis mit einer alleinstehenden Dame, die ebenfalls diesen erlauchten Kreisen angehörte. Und genau diese wurde nicht eingeladen. Aus Rücksicht auf die Ehefrau oder wie auch immer. Sie hatte die Arschkarte. Und der Fremdgänger-Ehemann wurde eingeladen.

Ja, ich gebe zu, ein heikles Thema. Ich erinnere mich noch daran, dass meine sehr moralische Mutter aber trotz allem bemängelte, dass sie es falsch findet, dass die Frau nicht eingeladen wird, sehr wohl aber der Fremdgänger.
 
  • #9
Solche unterschiedlichen Bewertungen kommen dadurch zustande, dass leider verdammt viele Frauen entsetzlich neidisch und stutenbissig sind. Das ist m.E. wirklich ein genereller Unterschied zwischen Frauen und Männern. Stichwort "Sexualneid".
 
  • #10
Moin,

@pixi67: Davon abgesehen, dass man dein Geschreibsel nur extrem schwer versteht und verträgt (warum muss z.B. jeder Satz mit einem Ausrufezeichen enden?), ist es sicher nicht so, dass Männer in solchen Geschichten generell wohlwollender beurteilt werden, zumindest nicht von den Männern selbst, die ja schon mal knapp 50% der Gesamtpopulation ausmachen.

... Ich denke, dass Frauen hier einfach ein gewisses moralisches Verständnis besitzen...
Ersetze "besitzen" durch "sich anmaßen", dann wird ansatzweise ein Schuh draus. Ich glaube auch, dass Frauen insgesamt das moralische Urteil ihrer "peer group" (was wiederum ausschließlich Frauen sind) deutlich mehr fürchten und fürchten müssen als Männer.
Schön zeigt es dieses erwähnte "Abstempeln" der Dame:
Besagte Frau wurde dann noch von allen, die diese Geschichte zu hören bekamen, als Schlampe betitelt...
- das ist typisch weibliches Urteil und Ausgrenzungsverhalten gegenüber Geschlechtsgenossinnen. Kein Mann würde von seinen Freunden wegen so was als verdammenswerter "Schlamper" abgestempelt. Woher allerdings der gnädige Blick der Damenwelt auf männliche "Ausspanner" stammt... darüber kann man nur spekulieren (ich vermute "Konkurrenz" versus "Attraktion").

manchmal
 
  • #11
Sehr interessante Beiträge. Ich finde, pixie67 hat das gut zusammengefasst.

Hinzu kommt die Schwäche vieler Männer, die sich nicht trauen, sich gegenüber Frauen durchzusetzen. Will sagen, dass er plausibel ist in der Rolle des drachengeknechteten Ehemanns oder des verführten Fremdgängers, allerdings wird ein betrogener Ehemann schon lächerlich angesehen als der gutmütige Dummkopf, der es nicht mitgekriegt hat, dass er ein Luder geheiratet hat.

Der Mann ist ja körperlich normalerweise stärker und gesellschaftlich überlegen. Also wie kann eine Frau ihm beikommen außer durch hexenhafte Verführung und Manipulation. Dieses Bild zieht sich doch auch durch die gesamte, vom Christentum geprägte Kultur.

Hinzu kommt auch, dass Frauen sich durchaus darüber definieren, ob sie begehrt werden. Also ist das ihre Waffe, also muss sie sie eingesetzt haben, wenn ein Mann sich verliebt. Insbesondere die Frauen, die egomäßig was davon haben, gegen eine andere zu gewinnen.

schon hagelt es aggressive Kommentar wie "Lass die Finger von ihm!"
Ich schreib das, weil ich schon mal in einen verheirateten Mann verliebt war und dem auf den Leim gegangen bin. Zum Glück ergab sich nichts. Man kann nichts gewinnen dabei, entweder kriegt man einen, der nur gewartet hat, um warmzuwechseln aus einer für ihn längst abgestorbenen Beziehung, oder einen Mann, der sich kopf- und verantwortungslos in Abenteuer stürzt oder einen, der nur sein Ego aufpolieren will und sich niemals trennt, oder einen, der eine gutgefundene Kameradschaftsehe ohne Sex führt, den er dann auch noch bekommt. Ich glaube irgendwie nicht, dass man eine Affäre anfangen muss, wenn sich der gebundene Mann verliebt hat in eine Außenstehende. Ich denke, dann erkennt er das Problem und sorgt selber schnell dafür, dass er frei ist für die neue Frau. Wenn er das nicht macht, berechnet er, was besser ist, und das wird er dann auch in einer Affäre tun, und falls die Antwort "gebunden bleiben" lautet, so dies mit und ohne Affäre.
 
  • #12
Ein Mann, der einem anderen die Frau auspannt, ist eben der tolle Hecht, die Frau nur Verfügungsmasse. Und dann ist es auch noch so, dass die Frauen eben oft nicht ausspannen, sondern sich mit der Geliebtenrolle zufrieden geben, die nunmal nicht besonders ehrenvoll ist. Eine Frau, die der anderen den Mann auspannt, geht eben schon aggressiv vor, was eher den Männern vorbehalten ist.
 
  • #13
Ich kann das so nicht feststellen. Es gibt sowohl Männer als auch Frauen, die vor bestehenden Beziehungen keinerlei Respekt zeigen und nicht zögern, in solche einzubrechen.
Gelegentlich liest man dann, das charakterliche Problem liege ausschließlich oder wenigstens ganz überwiegend einseitig bei der gebundenen Person.
Ich denke nicht, dass sich Männer und Frauen da wechselseitig viel nehmen - nur die Täter- und Opferrollen sind aufgrund kultureller Erwartungen und Prägungen etwas schief verteit.
 

Laleila

Cilia
  • #14
Ehrlich gesagt, kann ich da keinen großen Unterschied bei der Beurteilung der Geschlechter feststellen.
Einen Kleinen vielleicht, jener bezieht sich aber eher auf die Vorgehensweise.
Während Männer 'ehrlich', also selten mit List, beim ausspannen einer liierten Frau vorgehen, sind da die Damen häufig ausgefeilter. Es werden Spitzen gesetzt, Gerüchte initiiert, kleine gut getarnte Giftpfeilchen plaziert und die Triebhaftigkeit des Mannes sehr bewusst gesteuert.

Dieses Verhalten ist hinterhältig und wird, zurecht, entsprechend schärfer verurteilt.

Letztlich stimme ich allerdings der Theorie zu, dass sich nur ausspannen lässt, der dies zulässt.
 
  • #15
Ich glaube, dass es ein Unterschied ist, ob eine Frau fremdgeht oder ob ein Mann fremdgeht.
Wenn ein Mann fremdgeht, kann es durchaus sein, dass er seine Frau und das Leben mit ihr liebt und schätzt, er aber sexuelle Abwechslung und Bewunderung sucht, da die Frau zuhause eher die Schiene "Zieh die Schuh aus - bring den Müll raus" -fährt und das zurecht. Ein Mann will keine Veränderung der grundsätzlichen Situation, sondern Zerstreuung und Egopushing. Außerdem käme in den meisten Fällen eine Scheidung viel zu teuer und er will ja gar nicht den Alltag mit der Geliebten sondern den aufregenden Sex behalten.
Wenn eine Frau fremdgeht, dann ist sie oft schon monatelang oder jahrelang unglücklich oder gelangweilt von ihrem Mann. Sie WILL Veränderung! Sie braucht jemanden, der ihr den Absprung erleichtert, deswegen ist es für Männer einfacher, eine Frau zur Trennung zu bewegen. Frauen sind auch emotionaler und folgen ihren Gefühl, Männer trennen das oft.
Deswegen sind die Chancen, einen verheirateten Mann zur Trennung zur bewegen minimal, bei einer Frau hingegen groß. Meistens trägt sie auch das kleinere finanzielle Risiko und ist wie gesagt verliebt, was die meisten verheirateten Affärenmänner nicht sind - die finden den Fremd-Sex einfach nur geil (sorry für die Ausdrucksweise).
Auch halten Männer die Geliebte mit Trennungsabsichten bei der Stange ohne es ernst zu meinen, Frauen würden das niemals vorspielen.
 
  • #16
Ich sehe es etwas anders:
Ich verurteile alle Fremdgeher, egal ob Männer oder Frauen.
Hier im Forum allerdings gibt es sehr häufig Frauen die zur Zeit als Geliebte fungieren und hier im Forum nachfragen wann der Typ sich trennen wird.
Ich glaube, in der Realität sind Fremdgeher 50/50 aber hier häufen sich nun mal die „wartenden Geliebten“.
Und diese werden verurteilt da sie schlicht und ergreifend dämlich sind, sorry.
Ich habe übrigens Paare gesehen in denen sich einer fremdverliebt hat. Hier hat sich allerdings die Ehe/Beziehung immer schnell aufgelöst und niemand hat sich jahrelang mit den dümmsten Ausreden hinhalten lassen.
Bei den Paaren in denen er z.B. fremdgegangen ist und nach langer Zeit zur Geliebten ging, hatte es immer die Frau rausgefunden und ihn rausgeschmissen. Er zog dann bei der Geliebten ein und sobald die Frau schnippte, trippelte er zurück.
Daher: Fremdenlieben kann in unglücklichen Ehen passieren aber nur schnelle Trennungen haben Erfolg - Bewusst geschlechtsneutral geschrieben.
 
  • #17
Ich konnte da keinen Unterschied in der Bewertung feststellen.

Vielleicht rührt Dein Eindruck daher, dass im Forum häufiger Threads von heimlichen Geliebten zu finden sind als von Liebhabern?
 
  • #18
Oder wird Ausspannen bei Männern tatsächlich eher akzeptiert als bei Frauen? Und wenn ja: warum? Liegt es vielleicht daran, dass die Erfolgsaussichten besser sind, weil Frauen sich eher abwerben lassen als Männer
Erfolgsaussichten? Was, bitteschön, soll ich mit einer Frau, die sich von mir hat ausspannen lassen? Mit der ich folglich keine Beziehung auf Basis konsequenter Treue führen kann, weil sie ja den negativen Präzedenzfall gleich von Anfang an mitbringt?

Aus eigener übler Erfahrung vermute ich, daß die Frauen hier einem falschen Männerbild aufsitzen und daher die Intention des Mannes nicht ausreichend hinterfragen, sprich: keinen Unterschied machen zwischen denen, für die Treue ein hohes Gut ist, das sie respektieren, und den zwar Treuefernen, die jedoch ihre Gelüste aus Feigheit vor dem Feind nicht ausleben. Und auf diese Weise bevorzugt nur jene Männer wahrnehmen, die halt aufs Ausspannen aus sind.
 
  • #19
Vielen Dank für die rege Beteiligung!

Ich schreib das, weil ich schon mal in einen verheirateten Mann verliebt war und dem auf den Leim gegangen bin.

Ich meine mit "aggressiv" keine Posts, in denen eindringlich davor gewarnt wird, sich mit vergebenen Männern einzulassen, weil für die FS nichts Gutes dabei rausspringen würde. Solche Beiträge sind ja gut gemeint und konstruktiv. Und gerade deinen Schreibstil empfinde ich immer als angenehm sachlich.

Nein, ich beziehe mich auf Kommentare, die einer Frau unterstellen, sie würde einen vergebenen Mann "anmachen", obwohl sie das mit keinem Wort erwähnt hat. Ich erinnere mich an mehrere Threads, in denen eine unglücklich verliebte Frau fragte, wie sie über einen vergebenen Mann hinwegkommt...und mehrere Frauen sinngemäß schrieben, sie solle gefälligst die Pfoten von ihm lassen; was sie sich einbilde, sich an vergebenen Männern zu "vergreifen".

Ich habe das Gefühl, dass aus solchen Beiträgen die Angst spricht, den eigenen Mann selbst mal an eine "fiese Männerdiebin" zu verlieren. Oder die Schreibende hat dieses Horroszenario schonmal erlebt, ist immer noch verletzt und deshalb unfähig, sachliche Tipps zu geben; geht stattdessen bei allem, was mit diesem Thema zu tun hat, sofort in die Luft.

Und auf der anderen Seite fiel mir eben auf, dass Männer weniger hart angegangen; ja, zum Teil sogar ermutigt werden. Wobei mir das hier tatsächlich weniger begegnet, aber ich lese auch immer mal in anderen Foren mit, und da kam das schon häufiger vor.

Ich würde persönlich immer davon abraten, sich in irgendeiner Form mit Vergebenen einzulassen. z.Zt. bin ich selbst in einen vergebenen Mann verliebt, aber ich würde nie einen Versuch unternehmen, in "auszuspannen"; es besteht auch gar kein Kontakt mehr. Nur die Gefühle sind leider noch da. Aber ich weiß, würde ich hier einen Thread mit der Frage "Wie komme ich über ihn hinweg?" eröffnen, würden mir Manche sofort wieder böse Absichten unterstellen.

Dass man Frauen davon abrät, sich mit vergebenen Männern einzulassen, finde ich nur vernünftig. Aber diese Vorverurteilungen gegenüber ratsuchenden Frauen ärgern mich. Vielleicht fallen mir deshalb auch die wenigen Beiträge, in denen Männer nicht nur nicht verurteilt, sondern sogar zum Ausspannen ermutigt werden, besonders ins Auge.

Ich wünsche mir keinen Freifahrtsschein für Frauen, aber die - von mir empfundene - Ungleichbehandlung erstaunt (und ärgert) mich.
 
  • #20
Ich habe das Gefühl, dass aus solchen Beiträgen die Angst spricht, den eigenen Mann selbst mal an eine "fiese Männerdiebin" zu verlieren.
Ich denke, wann immer ein Beitrag emotional daherkommt, wird er irgendwas ausgelöst haben im Schreiber. Von daher könntest Du gut recht haben, dass die Frauen ihren Männern nicht trauen.
Ich glaube wirklich, dass viele Frauen ihren Männern die Liebe nicht abkaufen oder zumindest die Treue nicht, und daher alle Macht bei der anderen Frau liegt, ob der Mann untreu wird oder nicht.

Ich weiß gar nicht, wie das Verhältnis ist von ausspannenden Frauen zu ausspannenden Männern. Gefühlsmäßig würde ich es eher auch denken, dass mehr Frauen einer anderen den Mann ausspannen als Männer einem anderen die Frau, und ich würde es begründen damit, dass eher Männer in einer schlechten Beziehung ausharren und dann wechseln, aber das kann gut ein Vorurteil sein. Zum Ausspannen gehört ja auch mehr als nur Sex, das muss ja Verliebtheit sein. Insofern denke ich auch, dass man tatsächlich niemanden ausspannen kann.
 
  • #21
Liebe FS,
Also ich rate den verliebten Frauen immer sehr rasch ab, es mit einem vergebenen Mann zu versuchen. Nicht, weil ich stutenbissig oder neidisch bin, sondern selbst mal die Affäre eines verheirateten Mannes war und dies nicht weiter empfehlen kann. Wie die Statistik zeigt, "kämpft" man als Affärenfrau nicht wirklich erfolgreich um den Mann. Man unterwirft sich eher unbefriedigenden Bedingungen, um ihn nicht zu verlieren (meist hat man einen Beziehungswunsch, den man herunterspielt). Das zehrt emotional, auch in Kombination mit Schuldgefühlen und Enttäuschungen, die dies mit sich bringt.
 
  • #22
Frauen sind anhänglicher an Männer, weil Frauen in der Natur für den Zusammenhalt der Familie bestimmt sind. Frauen opfern sich leichter und das ist verkehrt, wenn man sich selber was wert ist. Es ist darum nur vernünftig, einer Frau zu raten, sich selbst zu schützen und die Finger von einem vergebenen Mann zu lassen, weil sie in jedem Fall den Kürzeren zieht. Und Frauen sind in dem Bezug sehr stur, träumerisch und begriffsstutzig. Frauen können auch nicht so eiskalt berechnend sein wie Männer, die sich in Fremdgeher verwandeln. Deswegen ist da Vorsicht geboten.

Männern schadet es dagegen nicht, wenn sie etwas mehr Kampfgeist beweisen und länger dran bleiben. Außerdem können Männer für sich selber alleine viel besser Verantwortung übernehmen.
 
  • #23
Ich denke das liegt eher an deiner verschobenen Wahrnehmung. Hast Du Beispiele für solche Beiträge ?

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich momentan gar kein Beispiel geben kann. Wie bereits angedeutet, ist mir dieses Phänomen hier auch weniger begegnet als in anderen Foren. Und Beiträge aus anderen Foren möchte ich hier nicht verlinken (wäre vermutlich auch nicht erlaubt).

Ich erinnere mich allerdings an einen Thread von hier, in dem es mir auch auffiel. Da schrieb meine ich eine junge Frau, sie hätte jahrelang mit einem Mann einen Flirt oder eine Affäre (weiß ich nicht mehr genau) neben ihrer Beziehung gehabt. Nun sei sie endlich frisch getrennt und auf einmal wolle sie der Mann nicht mehr, mit dem sie jahrelang was am Laufen hatte. Was denn mit ihm los sei?

Und da schrieben auf jeden Fall mehrere Leute (genauer gesagt: Frauen!), der Mann sei eben ein Windei und habe es "von Anfang an nicht ernst gemeint", sonst hätte er ja "um sie gekämpft" (mit anderen Worten: versucht, sie ihrem damaligen Partner auszuspannen!). Sie solle ihm keine Träne nachweinen und sich einen Mann "mit ernsten Absichten" suchen.

Es mag schon so gewesen sein, dass der Mann in diesem Beispiel nie ernste Absichten hatte. Aber dass da von Manchen quasi eine Erwartungshaltung formuliert wurde, er hätte sie aggressiv abwerben sollen, um ihr seine Gefühle zu beweisen... das fand ich heftig.

Leider kann ich mich beim besten Willen nicht mehr an den Threadtitel erinnern.

Klar kann man aus ein paar Beispielen noch keine Tendenz ableiten, aber deswegen ja auch meine Frage, ob Anderen da ebenfalls eine Doppelmoral aufgefallen ist.
 
  • #24
Meiner Erfahrung nach gibt es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Bewertung von "Ausspannen". Ich kenne gefühlt ebenso viele Frauen wie Männer, die "Ausspannen" nicht schlimm finden, wenn man sich über solche Fälle im Bekanntenkreis u.ä. unterhält.
Die Leute, die das schulterzuckend nicht schlimm finden, sagen dann etwa: 'So ist das Leben. Mal trifft es einen selbst, ein anderes Mal tut man es selbst." Ich erlebe eigentlich selten, dass jemand zum Thema "Ausspannen" eine ganz klare moralische Haltung äußert (da bin ich immer die Einzige). Das Urteil scheint viel eher davon abzuhängen, ob man den gehörnten Part solch einer Konstellation (egal, ob Mann oder Frau) mag, oder ob man ihn sowieso nicht mochte. Wenn es ein guter Freund ist (egal, ob Mann oder Frau), hat man natürlich Mitleid und verurteilt den oder die Ausspanner. Ist man dagegen mit dem Ausspanner befreundet, wird man eher Verständnis für ihn haben (egal, ob Mann oder Frau).
In der Lebensrealität ist es ja auch tatsächlich so, dass Beziehungen, die durch Ausspannen zustandegekommen sind, durchaus genau so glücklich sind oder lange halten, wie andere Beziehungen auch. Von dieser Seite hat man also gar kein Argument.
Dass Männer seltener Ausspanner seien und Frauen öfter, glaube ich nicht. Aber es mag sein, dass es da Unterschiede in den Altersklassen gibt. In jungen Jahren spannen sich vielleicht Männer häufiger gegenseitig die Frauen aus, weil da der Marktwert der Frauen noch verhältnismäßig höher ist und Männer sich mehr bemühen müssen. Ab Mitte 30 kehrt sich das dann um. Ich hatte jedenfalls bis 30 keine ernstzunehmende weibliche Konkurrenz zu fürchten, die Männer konkurrierten um mich. Später wurden mir dann mehrfach der Mann von jeweils jüngeren Frauen ausgespannt.

w51
 
  • #25
Nun sei sie endlich frisch getrennt und auf einmal wolle sie der Mann nicht mehr, mit dem sie jahrelang was am Laufen hatte. Was denn mit ihm los sei?
Das ist der Klassiker. Das habe ich hier schon oft gelesen, dass die gebundene Frau ein Verhältnis mit einem ebenfalls gebundenen Mann hat, sich dann frei mach um endlich für ihn frei zu sein, und der Mann sagt, danke, aber so wars nicht gemeint. Für ihn war sie eben nur die Geliebte.
 
  • #26
Das Phänomen, dass sich Frauen trennen für eine neue Liebe und Männer scheinbar eher nicht, ist mir auch schon aufgefallen. Im Grunde ist es aber egal, ob die Frau Single geworden ist oder schon war, solche Männer haben sowieso nicht vor, sich zu trennen.

Aber dass da von Manchen quasi eine Erwartungshaltung formuliert wurde, er hätte sie aggressiv abwerben sollen, um ihr seine Gefühle zu beweisen... das fand ich heftig.
Ich vermute, dass es aus der Distanz so aussieht: Da ist ein Paar und ein Dritter, der weiß, dass die Person, mit der er anbandeln will (warum auch immer, Liebe, Verliebtheit, Sex), in einer Beziehung ist, begeht aktiv eine Tat, wenn er sich auf die gebundene Person einlässt. Also er ist der Aggressor, der sich in Terrain begibt, wo er eigentlich den Zaun respektieren müsste. Der gebundene Partner wird zur Marionette, der Dritte zum Eindringling in die heile Welt. Viele Frauen wollen ja noch altherkömmlich umworben werden und der gebundene Partner erzeugt doch mitunter selber den Eindruck, er müsse befreit werden von seinem Hausdrachen. Ergo wird einem Mann vermutlich öfter geraten, aktiv um seine Liebe zu kämpfen.

Wenn es ein guter Freund ist (egal, ob Mann oder Frau), hat man natürlich Mitleid und verurteilt den oder die Ausspanner. Ist man dagegen mit dem Ausspanner befreundet, wird man eher Verständnis für ihn haben (egal, ob Mann oder Frau).
So wäre es bei mir nicht. Ich geh da auch nicht unbedingt mit Moral ran, sondern eher mit dem Verstand (wenn es mich selbst betrifft, ist das ein sehr schwerer Akt), weil die Moral ja als erstes über Bord fliegt, wenn heftige Gefühle im Spiel sind. Meine eine Freundin hatte das ja, ich hab mir den Mund fusslig geredet, dass sie doch nur unglücklich ist und der Mann schon bewiesen hat, dass er, wenn er frei ist, sie aber trotzdem nicht wählt, sondern sich ne andere Freundin sucht. Sie versuchte, besser zu sein als seine Freundinnen, doch zu gewinnen und war jahrelang seine UnGeliebte (durch ihre Anhänglichkeit wurde er richtig fies zu ihr).
 
  • #27
Grundsätzlich: selektive Wahrnehmung. Ist aber nicht verwunderlich, weil Frauen eben mehr kommunizieren.

Manche Frauen beschweren sich eher über den Mann, der fremdgeht, dem Mann ist das eher peinlich und er tritt es nicht öffentlich breit. Manche Frauen kommunizieren eher stutenbissig über die böse Schlampe, die ihnen den Mann ausspannt.
Mir als Mann wäre das eher peinlich, wenn meine Frau mit einem anderen fremdgeht. Das auch noch dem Nachbarn erzählen? Ich bin doch nicht blöd, was soll der von mir denken?
Mit meinen Freunden haarklein stundenlang alle kleinen Beziehungsprobleme durchdiskutieren? Wozu? Es gibt doch Bier, Autos, Fußball, die kleine Blonde mit den großen Brüsten die gerade vorbeiläuft und viele andere Themen, über die man sich besser, aber sicher auch nicht dauernd stundenlang unterhalten kann.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #28
Viele schreiben hier übers Fremdgehen und Männer, die sich dann doch nicht trennen. Ich verstehe unter "Ausspannen" jedoch eher, wenn es wortwörtlich gelingt: Ein gebundener Mensch läuft endgültig und mit allen Konsequenzen zu einem, der ihn aktiv und offensiv umworben hat, über.

w51
 
  • #29
Ich verstehe unter "Ausspannen" jedoch eher, wenn es wortwörtlich gelingt: Ein gebundener Mensch läuft endgültig und mit allen Konsequenzen zu einem, der ihn aktiv und offensiv umworben hat, über.
Das verwischt sich meiner Ansicht nach. Anfangs hatte ich es auch so wie Du unterschieden, aber unterm Strich ist es doch egal, ob es gelungen ist in Form von neuer Beziehung oder nur Affäre und enttäuschten Hoffnungen. Es geht um die Bewertung der Person, die scheinbar eindringt in eine Beziehung, was nicht geht, wenn die Beziehungspersonen sich wirklich liebten und schätzten.

Mich würden Beziehungen und deren Verlauf interessieren, bei denen so ein Warmwechsel erfolgreich geklappt hat und die Beziehung danach richtig gut wurde. Von dem Charakter ausgehend, den ich bei Warmwechseln am ehesten vermute, müssten sich nach dem Affärenanfang eigentlich nur Problem- bis gar keine Beziehungen ergeben haben.
 
  • #30
Es geht um die Bewertung der Person, die scheinbar eindringt in eine Beziehung, was nicht geht, wenn die Beziehungspersonen sich wirklich liebten und schätzten.
Dass es nicht funktionieren würde, in eine Beziehung einzudringen, wenn sich die Beziehungspersonen wirklich liebten … halte ich für eine Ansicht, die nur sehr bedingt lebensnah und realistisch ist.
Jede längere Beziehung hat, trotz Liebe, ihre Krisen, die meisten Beziehungen, die ich kenne, haben ihre Dauerproblemthemen. Das ist einfach normal und die Realität. Eine langjährige Beziehung, in der es nie ernsthafte Konflikte gibt, mag es vielleicht auch geben, halte ich aber eher für die Ausnahme und ansonsten für realitätsfernes Wunschdenken.
Ich denke daher, auch aus eigener Erfahrung, dass es in der Regel eine ganz bewusste, mit dem Kopf getroffene Entscheidung ist, wenn ein gebundener Mensch dem verlockenden Werben eines Dritten widersteht. Wenn das verlockende Werben des Dritten gerade in eine Krisenphase trifft, ist das für den Umworbenen z.T. hart, sich an seine eigenen Werte von Treue usw. zu halten. Häufig wird da auch ganz nüchtern die Rechnung gemacht: Was würde ich verlieren? Was gewinnen? (Natürlich nicht nur finanziell, sondern auf alle Lebensbereiche bezogen.) Das ist menschlich und normal, hat jedoch mit romantischer Liebe in dem Moment wenig zu tun.

Das hier immer verteufelte "Warmwechseln" ist in der Realität weitaus häufiger der Fall, als dass sich jemand erst trennt und dann als Single eine neue Beziehung sucht, "Warmwechseln" ist eigentlich eher die Regel. Denn die meisten Beziehungen sind weder die blanke Katastrophe, noch das ununterbrochene Schweben auf Wolke7. In den allermeisten Fällen ist es ein "Geht so" und so hat es selten jemand nötig, sich zu trennen, ohne etwas Neues in Aussicht zu haben. Da behält man lieber, das, was man hat.
Und wirklich, auch wenn man es nicht wahrhaben möchte: Die allermeisten Beziehungen, die durch "Warmwechseln" entstanden sind, halten ebenfalls sehr lange.


w51
 
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