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  • #31
Wenn ein Grüner nun einmalig die AfD wählt und danach die SPD - war er dann vorher datebar, dann für eine Legislaturperiode nicht und danach doch wieder? Absurdes Theater.
Was soll das eigentlich rein praktisch bedeuten? Wähle ich AFD oder LINKE, dann reicht meine Partnerin die Scheidung ein? Schaue ich Hofreiter im Fernsehen an, dann stellt sie jegliche Kommunikation mit mir ein? Im Grunde hat doch vermutlich jeder hier Einstellungen, die nicht von einer Partei völlig abgedeckt werden, sondern man wählt eben das, was am besten passt. Vielleicht auch einen lokalen Kandidaten ohne Übereinstimmung mit dem kompletten Parteiprogramm. Ich vermute, wenn jefrau einen Mann ablehnt, der AFD wählt, dann ist auch umgekehrt keine Übereinstimmung da.
 
  • #32
Schaue ich Hofreiter im Fernsehen an, dann stellt sie jegliche Kommunikation mit mir ein?
Du hast eine kluge Frau ........ und Sex gibt s auch keinen. Und nix zum Essen.

Aber Spass beiseite - überleg mal: ein Autofreak wie ich - und eine Ökotante ? Wie soll das bitte passen ? Ein Unternehmensberater und eine aus dem linken Spektrum ?

Zumindest ich habe die Einstellung - Politik ist schon scheisse genug. In meiner Wohnung will ich diesen Quatsch nicht haben.
 
  • #33
Extreme sind immer schwierig.
Es braucht Konsens oder wenigstens Nähe bei den Haltungen.

Aber es muss nicht so extrem sein
Wenn ein Mann von links-grün versifft redet oder ähnliches Vokabular verwendet, dann past er nicht zu mir.
Mich hat auch schon ein Mann, nach 4 guten, interessanten Mails, mit viel Konsens, anscheinend ergoogelt und dann wüst beschimpft...Ok, das passt dann nicht.
Ein AfD Wähler passt definitiv auch nicht, eine gewisse Grundtendenz in den Haltungen ist bei dem Menschen vorhanden, womit ich nicht nur nichts anfangen kann, sondern mich distanziere. Ich hatte Geschichte Leistungskurs.

Und wenn man dem Paralleldiskurs anschaut, dann merkt man schon, wo im Denken und in den Haltungen Gräben liegen, die ich für unüberwindbar halte.
Dafür bin ich auch zu politisch.

Beim Daten ist es spannend, die die ich date, sind entweder interessiert, und dann in ähnlicher Richtung - oder eher gänzlich neutral.
Die anderen Richtungen scheinen sich vorher schon auszusortieren.

Wer aber neutral ist, hat oft auch seine Probleme, weil das Engagement Zeit in Anspruch nimmt, viele Männer zwar auch ihren Beruf haben, plus Hobbies, aber ich dann, wenn sie endlich frei haben, nicht unbedingt zur Verfügung stehe.

Wer selbst interessiert ist, findet es spannend.

Und - niemand vertritt 100%. Ich denke, wenn es so um die 70 - 80% sind, ist es ausreichend und realistisch. Man hat ja eigene Meinungen, und Haltungen, das muss nicht immer konform gehen. Daraus entstehen ja auch die Impulse und Veränderungsprozesse innerhalb einer Partei.

W,49
 
  • #34
Momentan gibt es nicht viele Politiker/innen, hinter die ich mich vollumfänglich stellen würde. Brexit. Umwelt. Soziales. Grenzenlose Wachstumsanforderungen ... Alles beängstigend und ungewiss.

Dennoch ist eine ähnliche (wenigstens das!) politische Einstellung meines Partners zu der meinen unabdingbar.
»Blau« käme bei mir nicht über die Schwelle - nicht einmal zur Diskussion. Hier bin ich gerne und ganz unverblümt »intolerant«.
 
  • #36
Ich bin parteipolitisch nicht gebunden, bin aktiver Gewerkschafter. Damit ist wohl auch meine politische Grundrichtung klar.
Icb diskutiere auch ganz gerne mal mit Neoliberalen. Allerdings möchte ich keine solche in meinem Bett.
Mit den Hetzern und Rassisten von der AfD die auch uns Gewerkschafter aufs übelste angreifen (mein ehemaliger Vorsitzender - Brirske kann ein Lied / Leid davon singen) ist keine Diskussion möglich. Diese Menschen können nur bis aufs Blut bekämpft werden. Es gibt einfach Grenzen des Anstandes und der Moral.
 
  • #37
... ein Autofreak wie ich - und eine Ökotante ? Wie soll das bitte passen ? Ein Unternehmensberater und eine aus dem linken Spektrum ?
Warum nicht? Meine Aktuelle und die davor wählen beide Grün, essen Bio, sind spirituell und künstlerisch veranlagt, wollen die Umwelt retten, fahren Kleinwagen, sind erklärt antirassistisch unterwegs, stehen auf deutlich ältere Selbständige bzw. Unternehmer die z.B. einen Jaguar fahren, große Eigentums-Immobilien bewohnen und durchaus auch körperlich als Beschützer taugen (ich passe nur bedingt in dieses Muster). Polygam waren alle meine jeweiligen Vorgänger.

Letzteres hast du hier auch mit einem Vetreter aus dem linken Spektrum gemeinsam. @godot positioniert sich ja eindeutig. Dieser Aspekt ist doch beziehungstechnisch viel relevanter als Details der politischen Ausrichtung. Wesentliches Problem der Polygamie ihrer Exen war für die Beiden übrigens nicht die Polygamie im eigentlichen Sinne sondern die damit verbundene Nichtverfügbarkeit und fehlender Beistand in Krisen. Sie versagten als Beschützer. Dabei ging es aber nie um Geld.

Außerdem, Du und Deinesgleichen, Ihr seid ja gerne beim Sozialisieren dabei.
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren - höchste Zeit, dass das beendet wird.

W,49
So sehe ich @Tom26 und ähnliche Selbstständige nun wirklich nicht.

Darüber lande ich wieder bei meinem Lieblingsthema Psychopathen, Narzissten usw. Zumindest der eine oder andere von ihnen war für die eine oder andere Krise der letzten Jahre in Topposition verantwortlich. Einige durften dafür auch Buße leisten. Ich denke da an Exmanager der Post, eines Kaufhauskonzerns oder aus der Automobilindustrie. Auch in der Politik gibt es solche Menschen. Sehr präsent zur Zeit in den USA und Russland.

In keiner dieser Ligen sehe ich @Tom26.
 
  • #38
Als konservativer Akademiker (Universitätsprofessor, und dann auch noch in einem geisteswissenschaftlichen Fach) bin ich ein rosaroter Elephant. So gesehen, bin ich es mich gewohnt, anderer Meinung zu sein als die meisten Menschen in meinem Umfeld. Dies hat mich naturgemäß zu einem toleranten Menschen gemacht.

Die Konservativen waren meiner Meinung nach schon immer die toleranteren Menschen als die Linken, welche Toleranz nur predigen, jedoch nicht leben – wie etwa hier:

in meinem privaten Umfeld wird kein intoleranter Mensch akzeptiert, weder innerhalb noch außerhalb einer Beziehung.
 
  • #39
Natürlich bin ich mir auch bewusst, dass nicht alles von Grünen gut ist, aber manches schon.
Da hast du schon recht, dass nicht alles von den Grünen schlecht ist. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sie erstmal gegen alles sind und dann uns bevormumden wollen.

Also so Sachen weniger Fleisch essen. Oder jetzt momentan das Problem mit dem Diesel. Musste meinem jetzt verkaufen da ich noch einen Euro 5 hatte.

Ich könnte also nie was mit einer Ökofrau anfangen. Umweltschutz ist natürlich eic, aber doch nicht um jeden Preis.
Extremisten jeglicher politischer und religiöser Lager haben bei mir dann schlechte Karten, wenn sie beginnen, mich zu missionieren.
So eine wäre auch keine Partnerin für mich. Bin auch nicht rassistisch. Allerdings kann es auch nicht so weitergehen wie mit der Flüchtlinskriese. Jemand der verfolgt wird der hat natürlich Anspruch. Allerdings sollten kriminelle auch abgehoben werden. Selbst mit so einer Einstellung haben manche schon Probleme.

Damals in an Silvester in Köln. Kein einziger wurde abgeschoben. Hier sollten in einer Beziehung schon die gleiche Einstellung haben.
 
  • #40
Da ich im Ausland gelebt und gearbeitet hatte, bin ich unterschiedlichen politischen Meinungen gegenüber aufgeschlossen. Grenzen sind jedoch Haltungen, die die Würde des Menschen untergraben, so z. B. Rassismus oder Radikalismus.
In der Partnerschaft sind die Toleranzgrenzen sicher enger als in Freundschaften, denn eine verletzende Haltung (dazu zähle ich nicht allein AfD-Wählen oder anderseits faschistoide Tendenzen), kann die gegenseitige Zuneigung schnell zerstören.
 
  • #41
Extremisten jeglicher politischer und religiöser Lager haben bei mir dann schlechte Karten, wenn sie beginnen, mich zu missionieren.
Geht mir genauso. Menschen, die religiös sind, gehe ich mittlerweile aus dem Weg. Politische extremen Lagern genauso. Politische Diskussionen finde ich sehr ermüdend. Ich habe auch immer weniger Interesse, die zu führen. Missionare kann ich weder bei Religion noch bei Politik brauchen. Letztlich ist doch wichtig, wechselseitig andere Sichtweisen tolerieren zu können.
 
  • #42
Das Problem ist m.E. nicht die politische Einstellung per se, sondern die mangelnde Toleranz und die damit einhergehende zunehmende Tendenz, abweichende Meinungen als extrem anzusehen und zu bezeichnen. Von den Linken wird alles, was nicht links ist, reflexartig als "rechtsaußen" (o.ä.) klassifiziert. Dazwischen gibt es für sie nichts. Psychologisch ist dies durchaus nachvollziehbar: Wenn man eine abweichende Position als extrem einstuft, begibt man sich damit der Notwendigkeit, sich mit dieser auseinandersetzen zu müssen, und man kann den eigenen argumentativen Notstand verschleiern. Außerdem kann man sich damit gut fühlen, weil man auf diese Weise eine "wir Guten – ihr Bösen"-Dichotomie schafft (und selber will man natürlich zu den "Guten" gehören). Wenn eine solche Haltung ins Privatleben überschwappt, wird es im partnerschaftlichen Bereich schwierig, und das führt zu Streit und Auseinandersetzungen.

Das vom Teilnehmer @Jochen1 gewählte Beispiel illustriert diesen Problembereich exemplarisch:

kann es auch nicht so weitergehen wie mit der Flüchtlinskriese. Jemand der verfolgt wird der hat natürlich Anspruch. Allerdings sollten kriminelle auch abgeschoben werden.
@Jochen1 vertritt hier eine ganz normale, differenzierte und keineswegs extreme Haltung. Jedoch wird bereits eine solche völlig normale und vernünftige Sicht von Linken als "rechtsaußen" (o.ä.) angesehen…
 
  • #43
@Jochen1 vertritt hier eine ganz normale, differenzierte und keineswegs extreme Haltung. Jedoch wird bereits eine solche völlig normale und vernünftige Sicht von Linken als "rechtsaußen" (o.ä.) angesehen…
Das zeigt doch nur, dass "Linke" @Jochen1 eben als "rechtsextrem" sehen würden. Umgekehrt würde er die "Linke" als linksextrem ansehen. Mittlerweile ist der völlig undemokratische und intolerante Umgang der Extremen am Rand unserer Gesellschaft doch Alltag. Nicht umsonst werden ja Teile beider Parteien vom Verfassungsschutz beobachtet.

Die Linke geht dabei eben dann auf die Menschen los, die eine Meinung wie @Jochen1 äußern. Andersherum sind Positionen wie "solidarische Einwanderungsgesellschaft", "sichere Fluchtwege" und "Bleiberecht für alle" doch für viele Menschen auch nicht akzeptabel und genauso extrem in die andere Richtung. Witzigerweise haben ja beide eine Reihe gemeinsamer Forderungen wie eine direkte Demokratie und Bekämpfung von Fluchtursachen vor Ort.

Passt das in einer Beziehung zusammen? Aus meiner Sicht nicht. Das ist so, als würde ein Metzger sich auf eine vegane Frau einlassen.
 
  • #44
Ich finde es auch richtig, dass diejenigen wo verfolgt werden Asylrecht bekommen. Andererseits muss es auch eine Obergrenze geben. Natürlich kann man die Flüchtlinge nicht mehr in die Länder zurück schicken. Da werden sie wahrscheinlich sogar gefoltert und getötet.

Ich meine mit der Obergrenze, dass die Flüchtlinge auch auf die anderen Länder der EU verteilt werden. Damals sind wir aus allen Nähten geplatzt.

Mich hat es auch geärgert, dass beispielsweise damals an Silvester in Köln überhaupt nichts unternommen wurde. Kein einziger wurde abgeschoben. Habe zumindest nichts mitbekommen.

Ich bin übrigens überhaupt nicht rassistisch. Bin nämlich mit einer Türkin verheiratet. Sie hat sich taufen lassen.
 
  • #45
Ich bin mit Ihrer Meinung absolut einverstanden. Und ich halte Ihre Sichtweise für absolut normal und vernünftig, keineswegs extrem – politsch absolut in der Mitte. Das wirklich Schlimme ist, dass vonseiten der Linken diese absolut normale Sicht heutzutage bereits als "rechtsaußen" eingestuft wird. In Wahrheit haben nicht die extremen rechten Ansichten zugenommen – zugenommen haben die Fremdzuschreibungen in diese Richtung von linker Seite.

Gut für Sie, dass Sie verheiratet sind! Alle anderen da draußen, die auf Partnersuche sind und politisch nicht linksaußen eingestellt sind, haben es schwierig, da die herrschende Meinungsdiktatur, die politische Korrektheit und die immer mehr um sich greifenden Denkverbote es fast unmöglich machen, sich zu äußern.

Das Positive an der Sache: Man merkt sehr schnell, wer einen eigenen Kopf hat und wer nur den herrschenden Links-Mainstream nachplappert.
 
  • #46
Das Problem ist m.E. nicht die politische Einstellung per se, sondern die mangelnde Toleranz und die damit einhergehende zunehmende Tendenz, abweichende Meinungen als extrem anzusehen und zu bezeichnen. Von den Linken wird alles, was nicht links ist, reflexartig als "rechtsaußen" (o.ä.) klassifiziert.
Mein gar nicht lieber Herr Professor,
ein falsches Argument wird nicht richtig nur weil es ständig wiederholt wird.
Und wo ist da deine Toleranz. Hörst du überhaupt noch anderen Meinungen zu oder sagst du einfach 'die' sind intolerant und damit hat es sich. Die Rechten behaupten seit Jahren das die Linke intolerant ist -Mimimi- die bösen Linken. Ich kenne überwiegend 'Linke' die lange versucht haben mit intoleranten Rassisten zu diskutieren. Von dem Rechten kam nur mimimi und ihr seit linksgrün versifft. Da hört für mich Toleranz auf. Ja ich bin intolerant gegen über Intoleranten.
Seit Jahren können wir die Lügen der Rechten enttarnen (Umvolkung, Islamisierung, Schande für Deutschland). Die Rechten reagieren darauf nur mit ständigen Wiederholungen ihrer Lügen.

Es gibt keine Flüchtingskrise, schon gar keine Flüchtlingswelle.
WIR die Gutmenschen haben es geschafft, dass die überwiegende Zahl der Neuankömmlinge schon ganz gut integriert ist. Trotz der Knüppel (Lügen) die uns aus dem rechten Lager immer wieder zwischen die Beine geworfen wurden.
Ja ich habe als Betriebsrat die Abmahnungen an Mitarbeiter mit unterschrieben, die ihre Kollege welchen einen Migrationshintergrund haben, als 'Kanaken' bezeichnet haben.
Wo soll ich Toleranz zeigen wenn Mitarbeiter A fordert: Das ist Drecksarbeit das können die Kameltreiber machen. Er als Deutscher brauche so etwas nicht machen.
 
  • #47
Da hört für mich Toleranz auf. Ja ich bin intolerant gegen über Intoleranten.
Seit Jahren können wir die Lügen der Rechten enttarnen ...
Es gibt keine Flüchtingskrise, schon gar keine Flüchtlingswelle.
Man liest ja auch hier schön, dass die Meinungen aufeinanderprallen und dass es wohl sogar schwer ist, andere Standpunkte zu tolerieren und man sich stattdessen die Meinung überstülpt, indem man Fakten schafft statt zu diskutieren und einen Konsens zu finden.
Keiner weicht von seiner Sichtweise ab und betrachtet das dann jeweils beim anderen als intolerant. Natürlich ist immer der andere schuld.

Funktioniert das in einer Gesellschaft oder gar in einer Beziehung (Ausgangsfrage): ich denke nicht. Unter Extremen sowieso nicht, aber ich halte mich von den Extremen auf beiden Seiten fern, weil sie für mich beide gleich verbohrt, intolerant und unerträglich sind. Und als Partner natürlich nicht tauglich.
 
  • #48
Alle anderen da draußen, die auf Partnersuche sind und politisch nicht linksaußen eingestellt sind, haben es schwierig, da die herrschende Meinungsdiktatur, die politische Korrektheit und die immer mehr um sich greifenden Denkverbote es fast unmöglich machen, sich zu äußern.
Wenn jemand sich rassistisch äußert, kann er tausendmal sagen das er kein Rassisist oder Nazi ist. Es nützt nichts er ist ein Rassist. Wenn einer Türken, Kurden und Araber als Kameltreiber oder Kanacken bezeichnet, kann man nicht mehr diskutieren. Der Typ ist ein Rassist.
 
  • #49
Gut für Sie, dass Sie verheiratet sind! Alle anderen da draußen, die auf Partnersuche sind und politisch nicht linksaußen eingestellt sind, haben es schwierig, da die herrschende Meinungsdiktatur, die politische Korrektheit und die immer mehr um sich greifenden Denkverbote es fast unmöglich machen, sich zu äußern.
Die beste Ausrede, wenn es mit der Partnersuche nicht klappt.
Die Gesellschaft ist schuld. Linksaußen, natürlich.

Ich gehe mit Menschen um, die frei denken, reden, handeln. Ohne Stereotypen. Unterschiedliche Parteisympathien, quer durch die demokratischen Parteien. Es hat noch keiner das Wort Denkverbot in den Mund genommen. "Politisch korrekt"? Interessiert Null, das Bier, der Wein schmeckt, die Gesellschaft ist nett, die Themen mal banal, mal ernst.
Da klappt es sogar mit der Partnersuche.

Wenn jemand sich rassistisch äußert, kann er tausendmal sagen das er kein Rassisist oder Nazi ist. Es nützt nichts er ist ein Rassist. Wenn einer Türken, Kurden und Araber als Kameltreiber oder Kanacken bezeichnet, kann man nicht mehr diskutieren. Der Typ ist ein Rassist.
Richtig, und das hat nichts mit "Denkverboten" zu tun.... Analog, ein Nazi ist ein Nazi ist ein Nazi. Bleibt es, auch wenn er jault. Inzwischen gerichtlich bestätigt.

M, 54
 
  • #50
Wenn jemand sich rassistisch äußert, kann er tausendmal sagen das er kein Rassisist oder Nazi ist. Es nützt nichts er ist ein Rassist.
Das Problem ist nur, dass die Linksgrünen meinen, die Deutungshoheit über solche Begriffe, den allgemeinen Meinungstenor etc zu haben.
Freunde dich so langsam damit an - dass die extremen Lager auf beiden Seiten sehr gross geworden sind. Das ist zu einer Gefahr für die Demokratie geworden, das ist das Problem, das gelöst werden muss. Das Geschrei auf beiden Seiten - nun ja, ist halt so. Aber in meinem Privatleben will ich das nicht haben.
Weder Gesinnungspolizei noch Religionspolizei .... ganz einfach.
Freiheit, Recht und Wohlstand müssen aus der Mitte heraus verteidigt werden. Gegen alle nichtdemokratischen Kräfte. Besser auf satirisch - komödiantische Weise von "Der Partei" veräppelt werden als in der Diktatur irgendeines Sozialismus zu leben.
Ja, diese Einstellung fordere ich in meinem Einflussbereich.
 
  • #51
Wenn jemand sich rassistisch äußert, kann er tausendmal sagen das er kein Rassisist oder Nazi ist. Es nützt nichts er ist ein Rassist.
Vorurteile gegen bestimmte Personengruppen habe wir alle und streng genommen ist das per Definition alles als Rassismus zu werten.

Beispiel:
Wenn wir denken, die Asiaten könnten keinen Alkohol vertragen ist das ein Vorurteil.
Ob und inwieweit dies mit Fakten gedeckt ist oder nicht (ist es tatsächlich für den größten Teil der Asiaten nicht) spielt für die Definition des Rassismus selbst keine Rolle.
Rassismus ist eine ganz ungenaue Keule und trifft auch schnell die Falschen. Trotzdem lässt sich Rassismus auch nicht vermeiden, auch hier im Forum nicht, denn die Einordnung von Personengruppen nach Herkunft spielt tatsächlich eine relevante Rolle.

Voruteile sind ebenfalls evolutionsbiologisch wichtig, denn sie ermöglichen uns, mit größerer Sicherheit eine Peron oder die Personengruppe einzuschätzen.
Die damit erreichten Wahrscheinlichkeiten liegen bei Tests oft bei über 80 Prozent.

Das darin auch viel Unrecht liegt, ist vollkommen klar, aber hinzunehmen. Wir müssen mit diesen Instrumenten, weilche uns die Natur mitgegeben hat, einfach maßvoll umgehen.
 
  • #52
Noch einmal zur Ausgangsfragestellung:
Welche Rolle spielt in Ihrer Beziehung die politische Einstellung des Partners? Ist das ein regelmäßiger Streitpunkt in Ihrer Beziehung und wenn ja, warum?
Lieber @godot – haben Sie vielen Dank für Ihren erhellenden Beitrag zum Thema. Sie zeigen damit sehr deutlich, was ich bereits zuvor versucht habe klarzumachen: Die von linker Seite forcierte rhetorische Polarisierung macht die Partnersuche gleichzeitig schwieriger wie auch einfacher: Schwieriger, weil man heutzutage sehr rasch verbalen Angriffen infolge Intoleranz ggü. abweichenden Meinungen ausgesetzt ist; gleichzeitig aber auch einfacher, weil das Selektionieren auf diese Weise effizienter vonstatten geht: Man weiß viel rascher, wes Geistes Kind jemand ist.
Man kann die Sache darum auch positiv sehen: Es ist heutzutage einfacher, jemanden mit derselben Einstellung zu finden, weil diese von Anfang an zum Vorschein kommt, und somit kommt man mit jemandem, der eine andere Einstellung hat, gar nicht erst zusammen. Unter diesen Voraussetzungen gibt es dann auch keinen Streit in der Beziehung wegen diesem Thema.
 
  • #53
Wenn jemand sich rassistisch äußert, kann er tausendmal sagen das er kein Rassisist oder Nazi ist. Es nützt nichts er ist ein Rassist. Wenn einer Türken, Kurden und Araber als Kameltreiber oder Kanacken bezeichnet, kann man nicht mehr diskutieren. Der Typ ist ein Rassist.
Zu Pauschal!!!

Ich sagen von mir selbst, ich bin kein Rassist!
Hättest du jedoch meine Kommentare teilweise gehört, welche ich ausgespuckt habe, als die Geschichte in Köln an Sylvester geschah, hättest du mich als extrem vermutlich wahrgenommen.

Nach Deiner Auffassung bin ich Rassist. Hm.... ich glaube nicht.
m48
 
  • #54
Zu Pauschal!!!

Ich sagen von mir selbst, ich bin kein Rassist!

Hättest du jedoch meine Kommentare teilweise gehört, welche ich ausgespuckt habe, als die Geschichte in Köln an Sylvester geschah, hättest du mich als extrem vermutlich wahrgenommen.
Völlig einverstanden! Man stelle sich mal vor, man lebt mit jemandem in einer Partnerschaft, der die Ereignisse der Kölner Silvesternacht aus Gründen politischer Korrektheit einfach gradheraus abstreitet. Linksaußen spricht lieber über die strukturelle Gewalt, die durch den Gebrauch des generischen Maskulinums angeblich ausgeübt werde, während man echte, organisierte Gewalt gegen wehrlose Frauen unter den Teppich wischt, weil diese von Männern begangen wurde, denen man solche Taten nicht zuschreiben will – weil sonst das eigene Weltbild wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Mit so jemandem kann und will kein vernünftiger Mensch unter einem Dach leben.
 
  • #55
Das Problem ist nur, dass die Linksgrünen meinen, die Deutungshoheit über solche Begriffe, den allgemeinen Meinungstenor etc zu haben.
Da hat die linke Fraktion leider aus der Geschichte (die ja Ost und West umfasst) wenig gelernt. Mit Ausgrenzung von Teilen der Bevölkerung hat es vor 100 Jahren angefangen, die DDR war da kein Stück besser und es geht gerade wieder los. Rassismus sind übrigens dann auch die "alten weißen Männer" und damit tun feministisch-radikale Frauen uns allen auch keinen Gefallen.

Im Grunde verharmlost man den Begriff "Nazi" oder den Begriff "Rassist" auf diese Weise. Wenn man die Begriffe munter bei jeder Gelegenheit verwendet, verlieren sie ihren Schrecken und sind damit für die "wirklichen" Neonazis nicht mehr verwendbar. Und die wirklich extremen, wie Höcke oder die Damen und Herren von der kommunistischen Plattform der Linken will doch niemand haben und da werden auf beiden Seiten die Gräueltaten der Vorfahren geleugnet. Es ist auch für eine politische Kultur wenig hilfreich, wenn "Nazis", "Kommunisten", "Inoffizielle Mitarbeiter" und "Marxisten" übereinander herfallen. Das nützt eigentlich nur den extremen Parteien auf der rechten wie auf der linken Seite, weil so Feindbilder geschaffen werden und das zunehmend in Gewalt ausartet.

Für mich kommen Männer beider Fraktionen nicht in Frage. Für mich ist das mangelndes Demokratieverständnis und deutet auf eine dumpfe Nachplapperei irgendwelcher Parolen hin. Und sorry, aber wenn ich die Parolen auch hier so unreflektiert lese, dann ist auf die Ausgangsfrage bezogen die politische Einstellung tatsächlich von Bedeutung und sagt vermutlich auch etwas über allgemeine Toleranz und Urteilsfähigkeit aus.
 
  • #56
Im Grunde verharmlost man den Begriff "Nazi" oder den Begriff "Rassist" auf diese Weise. Wenn man die Begriffe munter bei jeder Gelegenheit verwendet, verlieren sie ihren Schrecken und sind damit für die "wirklichen" Neonazis nicht mehr verwendbar.
Recht großzügig gehe ich mit dem Begriff 'Rassist' um.
Rassisten sind alle die sich und / oder ihre Volks/Staatsangehörigkeit für etwas Besseres halten.
Der Kollege, der meint, dass er als Bio-Deutscher (auch so ein Begriff aus dem rechten Lager), die Drecksarbeit (Müllkübel reinigen) nicht machen braucht, weil wir haben ja genug Kanaken in der Firma, die das machen können, ist ein Rassist. Ich erlaube mir die Freiheit für eine solche Position nicht das geringste Verständnis zuhaben. da kann mir auch keiner mit 'besorgten Bürgern' kommen.
Und was mit der 'Mitte' passiert wenn die extremen Rechten das Ruder übernehmen haben wir 1933ff gesehen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #57
Recht großzügig gehe ich mit dem Begriff 'Rassist' um.
Rassisten sind alle die sich und / oder ihre Volks/Staatsangehörigkeit für etwas Besseres halten.
Der Kollege, der meint, dass er als Bio-Deutscher (auch so ein Begriff aus dem rechten Lager), die Drecksarbeit (Müllkübel reinigen) nicht machen braucht, weil wir haben ja genug Kanaken in der Firma, die das machen können, ist ein Rassist. Ich erlaube mir die Freiheit für eine solche Position nicht das geringste Verständnis zuhaben. da kann mir auch keiner mit 'besorgten Bürgern' kommen.
Und was mit der 'Mitte' passiert wenn die extremen Rechten das Ruder übernehmen haben wir 1933ff gesehen.
Komplette Zustimmung!
Ich hatte einen Mann mehrere Male getroffen und plötzlich sagt er: er hätte ja nichts gegen Neger und das andere Pack solange sie da bleiben wo sie her kommen!
Damit war für mich alles erledigt, der erste, extrem positive Eindruck war komplett weggefegt.
Ich habe meinen Wein leer getrunken und bin gegangen und habe ihm danach eine Absage erteilt. Ich war zu geschockt um es direkt zu machen, um ehrlich zu sein.
Er schrieb mich später nochmals an und ich sagte ihm deutlich das es für mich mit dieser Einstellung nicht passt.
 
  • #58
Recht großzügig gehe ich mit dem Begriff 'Rassist' um. Rassisten sind alle die sich und / oder ihre Volks/Staatsangehörigkeit für etwas Besseres halten.
Sie bauschen ein Extrembeispiel wie das mit Ihrem Kollegen rhetorisch auf und unterstellen dann allen, die sich nicht dezidiert als Gutmensch und Linksaußen inszenieren, pauschal dieselbe Haltung. So etwas ist Gift für unsere Gesellschaft und Gift für das Zusammenleben, auch in einer Partnerschaft. Darum noch einmal zum Thema: Nicht eine mögliche Differenz in der politischen Einstellung als solche ist das Hauptproblem in einer Partnerschaft – das Problem sind der Unwillen bzw. die mangelnde Fähigkeit gewisser Menschen, abseits der eigenen Position etwas anderes zu sehen als nur die (mehr imaginierte als reale) extreme Gegenposition.

Es braucht einzig und allein den guten alten bürgerlichen Anstand, um Äußerungen wie die Ihres Kollegen zu unterbinden. Hätte dieser Mann zu Hause Anstand gelernt, hätte er so etwas nicht gesagt.
 
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  • #59
Ich habe meinen Wein leer getrunken und bin gegangen und habe ihm danach eine Absage erteilt. Ich war zu geschockt um es direkt zu machen, um ehrlich zu sein.
Hat er wenigstens den Wein bezahlt? ;-)
Ich hätte da nicht mehr leergetrunken bzw. höchstens einen Whisky bestellt, um das besser zu verkraften.

Rassisten sind alle die sich und / oder ihre Volks/Staatsangehörigkeit für etwas Besseres halten.
Ich finde das nicht zielführend. Wahrscheinlich sind dann ein Großteil der europäischen Bevölkerung Rassisten, weil sie ihre Nation für "was besseres" halten. Geh mal nach Frankreich oder England. Rassismus ist dann auch unter "Nicht-Bio-Deutschen" vermutlich noch verbreiteter als unter "Bio-Deutschen". Fast jeder einigermaßen gläubige Muslim wird sich für besser halten als die ganzen Ungläubigen hier.

Ich habe übrigens selbst Migrationshintergrund und finde die Diskussionen unter "Bio-Deutschen" wirklich lustig. Das gibt es in keinem anderen Land auf der Welt, dass man sich vorsichtshalber selbst schonmal die Sprache so blockiert. Wenn denn fast alle Nazis und Rassisten sind, ist es irgendwie keiner mehr so wirklich. Das ist schlicht undurchdachte Sprachverwendung und letztlich Verharmlosung von dem, was mit den Begriffen wirklich verbunden ist.
 
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