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  • #1

Steigen Eure Ansprüche an einen potentiellen Partner je länger Ihr alleine seid ...

oder geht Ihr, im Gegenteil, mehr Kompromisse ein und macht - vielleicht aus Einsamkeit, Bedürftigkeit - größere Zugeständnisse? Ich beobachte bei mir ersteres und es interessiert mich, wie es bei Euch ist. (w/48)
 
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  • #2
Eigentlich Beides.
Man phantasiert sich den idealen Partner zusammen, je mehr Zeit man hat darüber nachzudenken, und wenn man dann einen wirklich netten Menschen trifft, ist das eine, oder andere NO GO plötzlich nicht mehr soo wichtig!
Ich finde das, aber dann nicht als einen Schritt in Richtung seinen Bedürftigkeiten Zugeständnisse zu machen, sondern eher als eine Aktion im Normal Bereich, weil es den perfekten Menschen nicht gibt, wenn es ihm gäbe ich ihn wahrscheinlich nicht wollte, und ich schließlich auch nicht perfekt bin!
 
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  • #3
Bei mir ist es eher anders rum: ich bin Single, weil ich nicht jeden Kompromiss eingehe. Entweder es passt oder es passt nicht, dann lass ich es lieber. Das heisst nicht, dass ich nicht kompromissfähig in alltäglichen Belangen bin, aber eben nicht bei der Partnerwahl. Wie heisst es so schön auf spanisch: es mejor estar sola que mal acompañada (es ist besser alleine zu sein als schlecht begleitet).

Aber die Ansprüche steigen eigentlich nicht, je länger ich alleine bin, sie sind konstant relativ hoch. Und ich werde erst wieder eine Beziehung eingehen, wenn es wirklich stimmt. Daher neige ich auch nicht dazu, mich in Personen vorzuverlieben, mit denen ich nur schriftliche oder telefonische Kontakte habe. Ich denke, ein solches Verhalten kommt eher aus Bedürftigkeit und Einsamkeit und dürfte nicht sehr förderlich sein, da man sich damit zu oft selbst enttäuscht.
 
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  • #4
Nein, ich mache keine Zugeständnisse, dazu kenne ich mich zu gut. Deshalb will und habe ich auch nicht alle paar Wochen einen Neuen.
 
  • #5
Ich mache bei vielem Zugeständisse, nur nicht bei der Optik.
Und was ich hübsch finde oder nicht, kann ich schwerlich beeinflussen.
Und ich bin noch Single, weil ich noch keine süße kennengelernt habe, die dann auch mich wollte.
 
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  • #6
Ich gehe wenig Kompromisse ein. Wenn schon bestimmte Eigenschaften nicht stimmen, ist es mir sowieso klar, dass es früher oder später Stress gibt. Außerdem fühle ich mich alleine sehr wohl. Diesen Zustand gebe ich nicht für jeden x-Beliebigen auf.
 
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  • #7
Zweimal nein.

Meine Ansprüche sind unverändert, seit vielen Jahren und beziehen sich immer auf wirklich Wesentliches.
Alleine vor mich hin phantasieren, bzw. Gedanken um einen möglichen Partner kreisen lassen und so Idealpartner basteln - nein. Der Typ Frau bin ich noch nie gewesen.

Zugeständnisse aus Einsamkeit oder Bedürftigkeit - habe ich nur einmal gemacht, ziemlich unerfahren und einiges jünger als jetzt. Die Erfahrung hat mir gereicht.

Ich bin bei - für ich wesentlichen Dingen - kompromisslos. Es bleiben genug Gelegenheiten, Zugeständnisse zu machen, ohne die eine Beziehung ja nicht auskommt.

Wenn es grundsätzlich nicht passt, gehe ich lieber keine Beziehung ein.
 
  • #8
Meine "Ansprüche" waren schon immer relativ hoch und von diesem "Ros" steige ich auch nicht herunter. Ich habe im Leben sonst Alles erreicht, was ich wollte - warum sollte ich bei der Partnerwahl eine Ausnahme machen? Das wäre für Beide nicht gut...
 
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  • #9
Ich würde sagen, mit der Zeit an sich und durch mehrere Kontakte versteht man viel besser, was man eigentlich haben möchte. Und das ist das Problem, der Auswahlbereich wird immer enger. Áber ich kann nicht sagen, ob es wirklich negativ ist, oder gerade das Gegental. Es geht dabei natürlich nicht um die Perfektion, sondern darum, dass man seine eigenen Bedürfnisse viel besser definieren kann , als z.b. am Anfang.
 
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  • #10
Bei einigen wenigen, mir eher nicht so wichtigen Dingen, war ich bereit, Kompromisse zu machen. Z.B. sind und waren mir Äußerlichkeiten nicht so wichtig (dennoch habe ich einen -in meinen Augen- äußerst gut aussehenden Mann gefunden, allerdings hat er ein Bäuchlein, was für die Eine oder Andere vielleicht ein no-go wäre, ich aber besonders liebe!). Bei mir war immer schon als 1. Sympathieträger entscheidend, ob ein Mann Orthographie und Interpunktion beherrscht und rhetorisch mit mir mithalten kann!

So haben mich die mails meines Liebsten schon sehr, sehr positiv angesprochen. Das Telefonat fand ich total spannend und interessant, ihn hat es so aus den Schuhen gehoben, dass er sich schon nach diesem ersten Gespräch sicher war, in mir die Frau gefunden zu haben, die er suchte! Offenbar hatten wir die gleichen Prioritäten gesetzt!

Niemals wäre ich in dieser Hinsicht Kompromisse eingegangen. Noch heute -wir sind seit 1 1/2 Jahren sehr glücklich miteinander- lieben wir die morgendlichen Gespräche im Bett. Mein Lebensgefährte holt uns eine Tasse Kaffee ans Bett und wir erzählen uns etwas aus unserem Leben. Wir waren beide 30 Jahre verheiratet und haben natürlich ein sehr erlebnisreiches Leben ohne den Anderen hinter uns. Da gilt es, Wissenslücken zu füllen. Dieses morgendliche Ritual genießen wir beide ganz besonders.
 
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  • #11
... ad # 7: Auch meine Ansprüche als Mann sind sehr hoch, insbesondere an die Rechtschreibung. Leider mangelt es da häufiger. Bei Männer und Frauen. Und oft genug in Fällen, in denen nachdrückliche Verweise auf vorgeblich vorhandenes und auch erwartetes Niveau gegeben werden. Das schätze ich als krude Selbstüberschätzung ein. Und da helfen dann auch ein Hochschulabschluss und 100.000€ pa nicht.
 
  • #12
@all

Aber muss es denn der/die sein, wo:
mind. 1,85m, oder zierlich, Mozart Fan, gleiche polit. Richtung, kein Bart, super tiefsinnige Gespräche führen, mind. 20.000 mehr Brutto, dunkle Haare etc.?

Oder doch lieber jemanden der nicht alles erfüllt und dafür super mit an einer Beziehung, oder Familie arbeitet? Die Frage ist, was ist wichtig für die Art Beziehung die man führen will.

Es lassen sich ja nicht umsonst immer wieder soviele scheiden, weil trotz der großen Verliebtheit am Anfang so garnichts richtig geklappt hat.
 
  • #13
Ich glaube, es gibt einen großen Unterschied zwischen den Ansprüchen, die man/frau sich im stillen Kämmerlein zusammen bastelt und denen, die dann in der Realität tatsächlich eine Rolle spielen.

Die Gefahr besteht schon, dass die Ansprüche steigen, denn in der Phanatsie ist ja alles möglich. So ein zusammengebastelter "Traumpartner" wird immer perfekter, je mehr man sich ihm widmet.
Und das Beste ist: Er stellt überhaupt keine eigenen Ansprüche, die einem klar machen könnten, dass man selbst auch nicht gerade die Traumfrau schlechthin ist ... ;-)))
 
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  • #14
ich gehöre auch eher zu den kompromißeingeschränkten.
es ist dabei auch noch nicht einmal so, dass ich mich ständig mit dem gedanken beschäftige "wie soll er sein?"

es gibt sogenannte schwachstellen, die ich nicht mehr bei einem partner tolerieren würde, weil ich auf bestimmte dinge heute sehr ablehnend und das auch schon sofort beim kennen lernen reagiere. egal wie attraktiv oder nicht attraktiv ein mann äußerlich auch sein mag. ich verliebe mich eh nicht so einfach, das war früher mal, als ich noch nicht durch erfahrungen geschliffen worden bin. im allgemeinen denke ich in anwesenheit von männern auch gar nicht an "potentieller partner", da meine gedanken nicht dauernd darum kreisen und ich eh erst mal davon ausgehe, dass die männer gebunden sind, ist ja auch allermeistens so.
sollte jemand interesse signalisieren und er rein äußerlich annähernd gefallen, wird er erst mal gescannt. das geht bei mir anhand von unterbewußt gespeicherten kriterien ruck zuck. nur, wenn ich danach das empfinden habe, er könnte interessant sein und ich auch nach meiner checkliste keine k.o. kriterien identifiziert habe, lasse ich evtl. meinerseits interesse zu. von der entwicklung hin zu beginnenden emotionen bin ich dann aber noch sehr weit weg.

die zeiten, dass ich mich primär von plötzlichen gefühlen und attraktivität leiten lasse, sind vorbei.
natürlich ist das leider sehr nüchtern, aber mit bestimmten, bereits erfahrenen problemen mit partnern will ich mich einfach nicht noch einmal beschäftigen müssen. dementsprechend hoch sind die heute gewachsenen ansprüche an einen potentiellen partner.

nicht die zeit des alleineseins beeinflussen meine vorstellungen, sondern meine erfahrungen und mein zufriedensein mit meinem leben als single
 
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  • #15
Ansprüche an Optik: eher gesunken bzw. anderen Geschmack entwickelt. Früher hatte ich immer Männer, die gemeinhin als attraktiv wahrgenommen wurden. Heute finde ich durchaus auch Männer attraktiv, die nicht dem Massengeschmack entsprechen.

Ansprüche an Status: geblieben, Augenhöhe bzw. ähnliche berufliche Ausrichtung sollte vorhanden sein

Was die so genannten "inneren Werte" betrifft (Charakterstärke, Persönlichkeit, loyale Verhaltensweisen usw.) sind meine Ansprüche während meiner Single-Zeit um ein Vielfaches gestiegen. In dieser Hinsicht würde ich kein No-Go akzeptieren.

Ansprüche an das eigene Verliebtheitsempfinden: so hoch wie vorher. Ich muss verliebt sein und brauche die Sicherheit, dass dies umgekehrt genauso ist.

Früher habe ich auf ungleich mehr Kompromisse eingelassen. Nach ein paar Jahren Single-Dasein weiß ich, dass ich alleine sehr gut klarkomme und bin deshalb wesentlich konsequenter darin, Kontakte zu beenden, wenn es nicht passt oder wenn Zweifel aufkommen.

Mich beschäftigt allerdings auch die Frage, ob dadurch nicht auch die Fähigkeit verloren geht, sich überhaupt auf jemanden einzulassen. Ich dringe gar nicht mehr so weit zu jemandem vor, wie ich vordringen müsste, um mich ernsthaft zu verlieben, weil ich auf dem Weg dahin schon so viele (vermeintliche) Macken entdeckt habe. Das ist der einzige Punkt, der mich manchmal daran zweifeln lässt, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist.

w, 40
 
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  • #16
die Frage, die #14 zuletzt gestellt hat, die bewegt mich auch: Je länger man Single ist, je mehr geht die Fähigkeit und/oder Bereitschaft verloren, sich auf jemanden wirklich einzulassen?!

Denn eine Partnerschaft ist immer Kompromiss. Die Frage ist, in welchen Punkten. Es ist ja großartig, wenn wir es schaffen, unser Single-Dasein zu genießen und erst mal nichts Substantielles zu vermissen. Ein Sich-Verlieben bringt immer die Balance durcheinander und ist ein Risiko. Lohnt sich der Preis? Aus meiner Sicht schon. Aber mir fällt bei zahlreichen Profilen von Männern auf, dass sie solche Sätze schreiben wie: "Ich weiß, was ich will". "Ich lasse mich nicht mehr verbiegen". Wie soll da etwas neues Gemeinsames entstehen können?

w, 55
 
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  • #17
@14 und Andere:
Und darum bleibt Ihr noch lange Singles! Gestiegene Ansprüche, schlechte Erfahrungen, Nicht-Kompatibilität usw. Ich nenne das einfach Egoismus und Bequemlichkeit! Mit dieser Einstellung werdet Ihr noch lange suchen müssen. Findet Ihr endlich DEN Traumpartner, kann es passieren, dass er Euch nicht will, weil er den Egoisten in Euch erkannt hat.
 
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  • #18
ich denke, es hat sich vor allem die Bereitschaft körperlichen Kontakt zu haben geändert hat.

Ich bin da heute deutlich zurückhaltender, ob wohl ich mir da schon so manchen Schwachsinn anhören mußte, deswegen.

Ansonsten habe ich die gleichen Ansprüche, hier ein paar mehr, dafür woanders ein paar weniger.
 
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