Status
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Gast

  • #1

Status des Mannes ändert sich. Wie verhalten sich Frauen dann?

In einem Parallelthread wird gerade diskutiert, dass der Status des Mannes bei der Partnersuche für Frauen extrem wichtig sei.

Ich frage mich jetzt gerade, wie würden (Ehe)Frauen reagieren, wenn sich der Status ihres Partners ändert. Wenn Beispielsweise der Arbeitgeber in Konkurs geht und selbst der gutbezahlte Manager sitzt auf der Straße?

Bei mir in der Region wurde (ziemlich unerwartet) eine große Maschinenbaufabrik geschlossen. Sie war der einzige große Arbeitgeber im Umfeld und es wurde praktisch die ganze Belegschaft arbeitslos - incl. den höheren Verwaltungschargen, Ingenieuren etc. Neue Arbeit zu finden ist schwierig (Strukturschwache Region, extrem viele gleich qualifizierte Bewerber).

Seitdem hört man wirklich viel über Scheidungen. Kann sich ein Absinken des Status des Mannes so auswirken?

m
 
  • #2
Zunächst muss man ganz scharf zwischen Partnerwahl und Partnerschaft unterscheiden. Was bei der Partnerwahl ein Ausschlusskriterium sein kann, kann in einer stabilen Partnerschaft "wie in guten so in schlechten Zeiten" einfach zusammen überstanden werden, wenn man ein Team ist, das sich für einen gemeinsamen Lebensweg entschieden hat.

Zweitens ist Status primär nicht an die akute Situation gebunden, sondern ein langfristigerer Aspekt. Es ist aber natürlich schon so, dass sich Status schlagartig ändern kann und dann möglicherweise auch Einfluss darauf hat, wie man seinen Partner sieht -- das ist sicherlich irgendwie "böse" und nicht politisch-korrekt, aber faktisch möglicherweise öfter der Fall, als man denkt.

Scheidungen infolge von Arbeitslosigkeit haben oftmals aber ihre Gründe in anderen Aspekten als nun gerade den geänderten Status eine temporär Arbeitslosen. Vielmehr entstehen durch die Arbeitslosigkeit und die meist auch angespannte finanzielle Lage einfach ganz neue Reibungspunkte und Probleme in einer Partnerschaft, zum Beispiel:

+ der Mann fühlt jammert herum, wird wehleidig, macht sich selbst schlecht oder klein, zeigt kein Rückgrat, verliert seine Contenance

+ der Mann arbeitet nicht aktiv genug an neuen Bewerbungen, lässt sich gehen, holt nicht das Beste heraus, sondern gibt sich auf

+ das Paar hat finanzielle Probleme (Hypothek abzahlen, Mietkosten, Schulden) und/oder muss seinen Lebensstil senken und neue Kompromisse finden, welche Dinge nun wichtig oder weniger wichtig sind; viele alte Kompromisse müssen neu aufgerollt werden; auch sie muss zurückstecken; viele Reibungspunkte entstehen

+ der Mann ist plötzlich lange zuhause und steht wortwörtlich im Wege; ist zugleich nicht eine so große Hilfe, wie er gemessen an seiner neuen Zeit sein könnte; der Mann verändert plötzlich Dinge als Zeitvertreib; das "Hoheitsgebiet" der Frau wird dabei verletzt

+ Ehen, die ohnehin schon kriselten und vielleicht aus wirtschaftlichen Aspekten aufrecht erhalten wurden, zerfallen nun endgültig

Nichmal, ich glaube mit dem Status haben die plötzlich vermehrten Scheidungen recht wenig zu tun, wenn auch vielleicht in einigen Fällen eine gewisse Beteiligung gegeben sein mag.
 
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Gast

  • #3
Auf jeden Fall!!!! Sogar sehr wahrscheinlich. Ich glaube der Status, damit verbunden auch Macht und Intelligenz und Geld (nicht immer ich weiß) ist für Frauen genauso wichtig wie dem Mann das Aussehen der Frau und ihre Bereitschaft ihn Ranzulassen. Viele Frauen in einer Ehe gehen fast immer sehr große Kompromisse ein, und habe SEHR häufig die Last der Familie alleine zu tragen Haushalt, Betreuung der Kinder, sich um soziale Kontakte kümmern, dem Mann den Rücken frei halten usw.. So jetzt verliert der Mann seinen Job und erfüllt sozusagen von seiner Seite aus nicht mehr den Teil der "Abmachung". Es entsteht ein Ungleichgewicht. Der Mann sinkt ENORM im Ansehen der Frau auch wenn er nichts für seine Kündigung kann. In einer Ehe ist es ja so, dass die Ehepartner eben zu 95 % nicht mehr groß ineinander verliebt sind, sondern sogar nur noch eine Art Zweckgemeinschaft erfüllen. Wenn die Frau dann für ihre Arbeit (man muss naiv sein zu Glauben der Mann würde plötzlich zum Hausmann fungieren) keine "Entlohnung" in Form eines Status, Sicherheit oder Familie bekommt, dann muss sie sich auch einen neuen Arbeitgeber suchen
 
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Gast

  • #4
Ich (w31) bin anderer Meinung. Ich lege oberflächlich gesehen auch ein wenig Wert auf "Status", definiere das aber nicht als Top-Job, sondern als eine Kombination aus Eigenschaften, die jemand haben muss, um einen Status zu erreichen. Bildung, Bildung, Bildung, Ziele, Ehrgeiz, eigenes Statusdenken. Und diese Eigenschaften gehen doch nicht verloren, nur weil jemand aus Pech seinen Job verliert. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass mich das bei meinem schon festen Partner auch nur minimal in meinen Gefühlen zu ihm beeinflussen könnte - im Gegenteil, so etwas gemeinsam durchzustehen, schweißt doch zusammen!
 
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Gast

  • #5
Auf die Partnersuche wirkt sich das auf jeden Fall aus. Hier im Forum wurde doch schon häufig von den NOGOs gesprochen und eines davon war dich Hartz 4 Empfänger bei Männern und bei Frauen AE über 40. Ein Mann der in einer strukturschwachen Region seinen Job verliert mit keiner Chance auf einen neuen Job in der Region geht nach ca. 1 Jahr in Hartz 4 und wenn er nicht sein Haus abbezahlt hat wird das auch ganz schnell weg sein. Der soziale Abstieg im freien Fall. Den Job zu verlieren mit keiner Chance auf Besserung wird sich IMMER auf die Partnerschaft auswirken. Sicher bleiben auch Paare zusammen, aber so ein Jobverlust hat derart krasse Konsequenzen für das Paar: Das Zuhause muss aufgegeben werden, abstieg, Mann den ganzen Tag zu Hause, kein Geld für Kinder, Auto zum Rauskommen muss abgegeben werden (in strukturschwachen Gebieten gerade im Osten aufn Land heißt das ans Haus gefesselt zu sein solange es noch da ist. Aber ist das den Männern so unklar, dass das Konsequenzen hat für die Frau?
 
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Gast

  • #6
Leider am eigenen Laib erleben müssen.

In Guten wie in schlechten Zeiten gilt nur für andere Paare.
Meine Eigene Frau die ich hatte, entschloss sich nach dem meine Firma in den Konkurs ging, mich in die Wüste zu schicken und sich einen neuen zu Angeln.
 
  • #7
Nun, eine Frau die keine Lust mehr hat, oder Ambitionen zeigt sich um eine neue Beschäftigung zu kümmern, würde bei mir auch raus fliegen. Mir kommt es dabei mehr auf die Einstellung an, als auf die Joblosigkeit. Ist das gleiche wie mit - fett werden, rauchen anzufangen, drogen etc.
 
  • #8
geht nach ca. 1 Jahr in Hartz 4 und wenn er nicht sein Haus abbezahlt hat wird das auch ganz schnell weg sein.
Das Zuhause muss aufgegeben werden, abstieg, Mann den ganzen Tag zu Hause, kein Geld für Kinder, Auto zum Rauskommen muss abgegeben werden
Unter "Hartz-4" bekommt der Eigenheim-Besitzer vom Staat ggf. seine Kreditzinsen dafür bezahlt. (Aber keine Tilgung)
Sowie seine Haus-Nebenkosten, inkl. Heizung/Heizmaterial.
Sofern das Haus von seiner Größe (Wohnfläche) und der Anzahl der bedürftigen Personen angemessen ist.
Allerdings ggf. Anrechnug von Einnahmen, z.B. aus Untervermietung.

Ein Auto kann i.d.R. behalten werden, wenn es nicht mehr als 4500,- Euro wert ist.
In einem Einzelfall durfte sogar ein Auto v. 9500,- Euro Wert behalten werden.
Er hat bereits viel daran abgezahlt, ud braucht es für seinen Beruf (Landschaftsgärter) = Verkauf wäre unzumutbare Härte lt. Gerichtsurteil

Für Kinder werden auch Leistungen gezahlt - aber ggf. dessen Kindergeld etc. dafür angerechnet.
(Nur ganz wenige Ausnahmen)

Ich habe schon ex-Manager, Firmenleiter, Wirtschaftsingenieure, Top-Verkäufer etc. im TV oder persönlich gesehen, die trotzdem "Hartz-4" Empfänger wurden.
z.B. weil sie über 50 Jahre alt waren = kein Job mehr für sie.

Ich sah mal eine ganze Klasse Jung-Akademiker = um die 30 -> alle arbeitslos.

(Ich habe früher ehrenamtlich Arbeitslose betreut)

Ich kann verstehen, wenn z.B. der Ernährer "ausfällt" = die Frau + ggf. Mutter in Panik gerät.
"Hartz-4" ist sehr knapp, aber muß kein Ende der Beziehung sein.

Aber es können sich Paare wirtschaftlich besser stellen, wenn sie sich unter "Hartz-4" trennen,
und auch räumlich getrennt wohnen.
 
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Gast

  • #9
Ich hatte einen ähnlichen Fall im Bekanntnkereis. Der Mann war immer erfolgreich und ativ. Er hatte eine leitene Stellung in einem großen US-Konzern, der dann vor dir Hunde ging. Es war sehr schwer für ihn, in seiner Gegend eine vergleichbare Stelle zu bekommen und selbst in anderen Regionen war es schwer. Da er auch schon Ü50 war, hat es 2 Jahre gedauert, bis er wieder in Lohn und Brot kam.
Seine Frau hat ihn unterstützt wo sie nur konnte, sie wechselte sofort von TZ auf Vollzeit, das war keine Frage. Aber sie sagte mir auch, dass es sehr schwer war, denn er verfiel in Depressionen und war oft unleidlich. Er machte nach wie vor nichts im Haushat, so dass sie nun neben der Arbeit auch noch den Haushalt hatte. Da gab es oft Streit.
Der Frau kam nie der Gedanke, ihn zu verlassen, weil er nun arbeitslos war. Das ist doch eine törichte Annahme. Das wäre so, wie wenn der Mann sich trennt, weil die Frau krank wird. Natürlich gibt es solche Menschen, aber Idioten gibt es immer.
Normal ist aber in einer intakten Beziehung, dass man so etwas miteinander durchsteht.
 
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Gast

  • #10
Leider am eigenen Laib erleben müssen.

In Guten wie in schlechten Zeiten gilt nur für andere Paare.
Meine Eigene Frau die ich hatte, entschloss sich nach dem meine Firma in den Konkurs ging, mich in die Wüste zu schicken und sich einen neuen zu Angeln.

Tut mir sehr leid für dich!

Was mich immer wieder "fasziniert", dass solche frisch getrennten Frauen mit noch nicht bearbeiteten neagtiven Altlasten gleich einen neuen Mann mit Geld finden, während Frauen wie ich, die finanziell unabhängig ist, negative Altlasten längst bearbeitet hat, damit eigentlich eine bessere Partie für so einen Mann sein könnte, für diesen anscheinend uninteressant ist.

Gilt natürlich auch für Männer, die schnelle wieder eine neue Frau finden.

w 48
 
  • #11
Die Ehen gehen aber in der Regel nicht auseinander, weil der Mann plötzlich Arbeitslos wird, sondern wie er sich bei der Arbeitssuche verhält, wenn er zeigt wie viel oder wenig Kompromisse er einzugehen bereit ist, ob er sich dafür im Haushalt einbringt und die Frau arbeiten geht. Ursache ist nicht der Statusverlust sondern der Umgang des Mannes damit
 
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Gast

  • #12
Ich denke nicht, das der Status für die zahlreichen Trennungen alleine ausschlaggebend ist, sondern, daß Alltagssorgen die Beziehung belasten, z.B. wie zahlen wir nun die Raten für's Eigenheim, da kommen schnell Diskussionen auf, ob der Zweitwagen od. das Motorrad nötig ist und das gibt Zündstoff in einer Beziehung. Hinzu kommt, daß man mehr Zeit daheim verbringt, unzufrieden ist, sich unzulänglich fühlt, vielleicht mehr zu Nörgeleien neigt und schon ist der nächste Streit vorprogrammiert. Zusätzlich der Druck, schnell wieder einen Job zu finden, egal ob selbst auferlegt oder von der Umgebung. Das Gesamtpaket kann für die Beteiligten zu solch einer Last werden, daß einer oder beide beschliessen, besser getrennte Wege zu gehen.
 
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Gast

  • #13
Hi M, seriöse Frage ! Wenn die Frau liebt wird sie den arbeitslosen Manager auch noch lieben sofern dem was einfällt ... Hat sie trocknen Humor sagt sie eventuell: "Ich wollte ja sowieso dass du mehr Zeit mit mir verbringst, also.." Ist sie statusgeil und gibt mit ihrem Männerfang gern an (meiner ist ....(Beruf/Auszeichnungen/Ämter/Ehren) wird's sehr kritisch... Es gibt halt Frauen die springen auf Männer wie Flöhe auf Hunde... Um von A nach B zu gelangen... Hat sie eher Interesse an einer Mensch-zu-Mensch-Beziehung wird sie auch Krisen mit dir durchstehen können. Dann ist nämlich nicht so wichtig ob der Status weiter finanziert werden kann sondern ob die Liebe eine Perspektive hat. Es ist selten der finanzielle Rahmen ganz egal wenn es um die Möglichkeit einer Beziehung geht. Das ist nicht nur auf Elite-Partner-Portalen so sondern überall und immer in der Gesellschaft.
 
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