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  • #1

Spontanität

Hallo,

ich lese des Öfteren auf Profilen von Frauen sehr, sehr oft "ich suche einen spontanen Mann" in verschiedensten Formulierungen.

Anderseits wird oft hier im Forum (und auch in meinem Freundeskreis) beklagt,dass viele Männer keine direkten Lebensziele/plan haben. aber das ist doch absolut ein Widerspruch?

Ich gebe es ja zu, ich bin kein wirklich spontaner Mann, aber ich plane gerne im Voraus. Kommt es auf die Mischung von beiden an?
 
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Gast

  • #2
Spontan -> ist bereit für "wichtige" Aktionen, welche ihr gerade durch den Kopf gehen alles stehen oder auch fallen zu lassen, z.B. jetzt den Schrank im Wohnzimmer auf die andere Seite zu stellen.

Lebensziel/plan haben -> auf die Lohnerhöhung zu arbeiten, um "nette Dinge" bezahlen zu können.
Alternativ wenn sie tatsächlcih genug eigenes Geld hat: "Karriere machen" so dass man zu tollen Ereignissen mit wichtigen Leuten eingeladen wird, von denen frau dann den Freundinnen berichten kann bis sie vor Neid platzen.
 
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Gast

  • #3
"Spontan" ist sehr oft ein Synonym für planlos, chaotisch, sprunghaft, rücksichtslos, unberechenbar, unpünktlich, unzuverlässig, egoman, verantwortungslos.

Einen Mann, der sich Spontaneität auf die Fahne schreibt, würde ich mir sehr, sehr vorsichtig anschauen. Wenn überhaupt.

Ich (w) bin nicht spontan. Das ist mir zu anstrengend. Ich genieße die Vorfreude auf geplante Unternehmungen, ich überfalle Freunde nicht unangemeldet zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten. Ich bin verlässlich und treu, ich ändere meine Vorhaben nicht stündlich.
Als Freiberuflerin halte ich mich an Absprachen mit Kunden, im Privatleben ist auf mich genauso Verlass. Wem das zu langweilig ist und wer den ständigen Kick braucht - tja, für den bin ich die Falsche.
 
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  • #4
Ein Lebensplan hat mit Spontanität überhaupt nichts zu tun und somit kein Widerspruch.

Spontan ist für mich, wenn wir um 11 Uhr vormittags beschließen, dass wir uns um 12 Uhr in der Stadt treffen um gemeinsam Mittag zu essen. Oder wenn wir abends um 22 Uhr ganz spontan beschließen, die Nachtvorführung im Kino zu besuchen, obwohl wir eigentlich früh zu Bett wollten. Schnelle Trips nach Italien auf einen Kaffee gehören auch dazu. Einfach so..... weils Spaß macht. Nicht mehr und nicht weniger.
 
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  • #5
hier der fs;

Zu #2: ich finde es schoen, dass es auch Frauen in der Hinsicht so denken wie ich; aber lass mich raten(nich boese sein), dass du schon etwas aelter bist. In meiner alterklasse 20 bis 30 hoer ich das bzgl der spontanitaet sehr haeufig - oder taeusch ich mich da?
 
  • #6
Ist wohl, wie alles andere Mal wieder Auslegungssache, und wenn man alles nur genug abwägt und immer um drei Ecken denkt, findet man sicher etwas Negatives. Demnach ist es wohl besser zu fragen, was er/sie sich unter "Spontan" eigentlich vorstellt. Für mich wäre spontan z.B. Freitag zu sagen: Schatz pack deine Koffer, wir kommen Sonntag zurück und um mehr brauchst Du dich nicht zu kümmern und das, einfach, weil es mir Freude macht, sie zu überraschen (Ist natürlich wesentlich schwieriger, wenn Kinder im Spiel sind).

@2 Ein bisschen positiv denken, kann nicht schaden! Für mich würde ich sagen, ich kann sehr spontan sein, bin aber zuverlässig, absolut nicht rücksichtslos, verantwortungslos und egoman. Unpünktlich? Okay, manchmal planlos und 5 - 10min zu spät, aber erscheine immer, bin dafür kein gähn ... Langweiler. Wer für alles im Leben einen Plan braucht, der lebt m.M. nicht.
 
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  • #7
Für mich stellt das keinen Widerspruch dar. Spontaneität bezieht sich bei mir auf momentane Situationen, die sich vielleicht auch mal über ein paar Tage längstens hinziehen können... Ein Lebensplan bezieht sich auf einen viel grösseren Zeitraum, wahrscheinlich ist nicht das ganze Leben im voraus planbar, aber mancher hat zB eine klare Vorstellung, was er im Leben bzgl. unterschiedlichen Bereichen erreichen möchte...
Ich lebe auch beides, Spontaneität bzgl. kurzen Zeiträumen zB manchmal in der Freizeit, genausogut kenne ich Planung über kurze und lange Zeiträume...
 
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  • #8
Dann wäre es aber fair das das synonym für unspontan aber auch langweilig, nicht vielseitig, unflexibel, kaum innovativ , wenig kreativität. sex 1 mal die woche im vorraus geplant..usw..

Übrigens. Nur durch chaos entsteht kreativität..fast alle Erfinden und berühmten Künstler waren chaoten.

"Spontan" ist sehr oft ein Synonym für planlos, chaotisch, sprunghaft, rücksichtslos, unberechenbar, unpünktlich, unzuverlässig, egoman, verantwortungslos.

Einen Mann, der sich Spontaneität auf die Fahne schreibt, würde ich mir sehr, sehr vorsichtig anschauen. Wenn überhaupt.

Ich (w) bin nicht spontan. Das ist mir zu anstrengend. Ich genieße die Vorfreude auf geplante Unternehmungen, ich überfalle Freunde nicht unangemeldet zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten. Ich bin verlässlich und treu, ich ändere meine Vorhaben nicht stündlich.
Als Freiberuflerin halte ich mich an Absprachen mit Kunden, im Privatleben ist auf mich genauso Verlass. Wem das zu langweilig ist und wer den ständigen Kick braucht - tja, für den bin ich die Falsche.
 
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  • #9
Also ich (w, 24) wäre mit einem spontanen Mann absolut nicht kompatibel und Spontanität ist wirklich keine Eigenschaft, die ich an anderen Personen schätze, eher im Gegenteil. Ich mache keine Freizeitunternehmungen, die nicht mindestens eine Woche vorher geplant sind und wenn jemand für einen Überraschungsbesuch an der Tür klingelt, dann mach ich ihm nicht auf. Dafür darf ich mir zwar oft anhören, dass ich eine Langweilerin wäre, aber das stört mich nicht. Im Gegenzug kann man sich auf mich 100% verlassen. Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich es auch.

Ich weiß nicht, ob das wirklich eine Altersfrage ist. Ich glaube, es gibt in allen Alterstufen spontane und unspontane Menschen. Es ist einfach ein Charakterzug, den man hat oder nicht, und der sich auch kaum über die Jahre ändern wird. Vermutlich aber haben es die Spontanen im Alter schwerer nach ihrer Art zu leben, weil dann mehr Alltagsverpflichtungen dazu gekommen sind, die man nicht mal eben über Bord werfen kann.

Spontanität und "Lebensziele haben" schließt sich in meinen Augen nicht aus. Kinder ja/nein, Haus bauen, Karrierestreben... in solchen Dingen können sich doch auch spontane Menschen sicher sein und ihre Meinung nicht nach Tageslaune ändern.
 
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  • #10
Vermutlich aber haben es die Spontanen im Alter schwerer nach ihrer Art zu leben, weil dann mehr Alltagsverpflichtungen dazu gekommen sind, die man nicht mal eben über Bord werfen kann.
Ich glaube du hast gar nicht verstanden was Spontanität ist. Das hat mit dem alter überhaupt nichts zu tun. Sondern eher mit einer Lebenseinstellung. Ich persönlich finde Menschen die für alles erst einen Plan brauchen todlangweilig und verklemmt.

Was ist daran so schlimm Samstag Morgen beim Frühstück zu beschließen, das wir raus ins grüne Fahren, ohne es vorher lange zu planen. Einfach den Picknick Korb packen und ab ins grüne.

Ich gebe zu das ich selber da recht schmerzfrei bin. Und meine Freundin oft große Augen macht wenn ich sie schnappe und wir mit dem Auto einfach so irgendwo hinfahren. Schauen was sich ergibt. Wir haben schon am Strand oder im Kornfeld übernachtet. Das ist Spontanität. Einfach machen ohne lange darüber nachzudenken.

m48
 
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  • #11
Was ist bloß so falsch an Spontanität? Warum wird dieses Wort von einigen mal wieder direkt mit so negativen Eigenschaftem wie Unzuverlässigkeit und gar Egomanie gleichgestellt? Plant ihr auch eine Woche im voraus, wenn ihr eurem Partner oder einer Partnerin an einem Sonntag mal das Frühstück ans Bett bringt? Und was hätte der spontane Entschluss, einen schönen gemeinsamen Ausflug ins Grüne zu machen, mit Unzuverlässigkeit oder Egomanie zu tun? Verwechselt ihr Spontanität mit Wechselhaftigkeit oder Sprunghaftigkeit? Spontan zu sein bedeutet, sich auch mal gegenseitig zu überaschen, das Leben ein bisschen spannender zu machen, und sich auch mal neuen bisher unbekannten Dingen zu stellen. Das bedeutet doch nicht, dass man keinen Lebensplan und keine Ziele hat, gar untreu ist oder chaotisch. Spontanität gibt dem Leben das kleine Quäntchen Würze. Ein Leben nach Kalendereintragungen und Strichlisten führt nach meiner Meinung nur zu Langeweile, Alltagstrott und Vorhersehbarkeit. Und um auf die Frage des FS zurück zu kommen: Ja, ich denke, es kommt auf die Mischung an. Und das ist auf keinen Fall ein Widerspruch.
 
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  • #12
Dann wäre es aber fair das das synonym für unspontan aber auch langweilig, nicht vielseitig, unflexibel, kaum innovativ , wenig kreativität. sex 1 mal die woche im vorraus geplant..usw..

Übrigens. Nur durch chaos entsteht kreativität..fast alle Erfinden und berühmten Künstler waren chaoten.
Ich arbeite in einem kreativen Beruf (Multimedia, Freiberuflerin). Dazu muss ich vielseitig, flexibel, innovativ etc. sein. Durch Chaos kommt hier nichts zustande. Dass Erfinder und Künstler chaotisch sind und waren, das glauben vor allem Menschen, die einen normalen Beruf haben.
In meinem muss man auch organisiert sein.

Möglich ist schon, dass ich mein Pulver durch die Arbeit weitgehend verschieße und meine karge Freizeit nicht durch spontanes Chaos verderben will. Glücklicherweise geht es meinem Mann, mit dem ich gemeinsam arbeite, genauso.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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  • #13
Van Gogh, Mozart, Einstein, Edison,Volta, Franklin, Braun..usw..

Es gibt Bücher und Filme über sie..Ihr Leben war alles andere als geordnet..
Zwischenmenschlich waren Sie schwierig..

Dasselbe gilt für Vorbilder und Persönlichkeiten in allen Branchen..

Wenn alles seine "Ordnung" hat wenn alles "geregelt" ist gibt es kaum noch Gründe etwas zu ändern kreativ und innovativ zu werden.

m
 
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  • #14
m40
Spontan kann positiv oder negativ sein, vielleicht lernt ihr den anderen erstmal kennen, bevor ihr entscheidet jemanden deswegen einen Korb zu geben. Mir wirken doch einige sehr engstirnig und verkrampft wenn ich das so lese.
 
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  • #15
Ich habe mir schon überlegt, ob ich auf diese Frage noch antworten soll, weil viele derselben Meinung sind. Aber dann habe ich diese Antwort gelesen.

Ich mache keine Freizeitunternehmungen, die nicht mindestens eine Woche vorher geplant sind und wenn jemand für einen Überraschungsbesuch an der Tür klingelt, dann mach ich ihm nicht auf. Dafür darf ich mir zwar oft anhören, dass ich eine Langweilerin wäre, aber das stört mich nicht. Im Gegenzug kann man sich auf mich 100% verlassen. Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich es auch.
Das könnte ich nie und nimmer! Da wäre mir bereits so viel Spaß (treffen mit Freunden und Familie etc.) durch die Lappen gegangen, nö auf das würde ich nie verzichten wollen. Ich würde auch nie jemanden vor der Tür stehen lassen. Wenn jemand schon so nett ist und an mich denkt und bei mir vorbei schaut, dann öffne ich auch gerne die Tür...vorausgesetzt das sind Leute, mit denen ich generell die Zeit verbringen möchte.

Spontan sein ist eher kurzfristig gemeint, d.h. dass man auch mal schnell sich auf ein Kaffee trifft und Lebensplan heißt, dass man sich im Klaren ist, dass man Kind (ja/nein), Haus (ja/nein), Karriere (ja/nein) haben möchte...

Ich bin aber trotzdem 100% verlässlich... wenn ich etwas zusage, dann halte ich mich dran und bleib dann auch bei dem, auch wenn danach was "besseres" kommen würde. Man kann höchstens mal fragen, ob etwas zu verschieben geht.
Meine drei Freundinnen und ich kochen einmal im Monat für die anderen 3. Diesen Monat wäre zwar B dran, aber S hat ein Baby zu Hause und kann genau an dem Abend nicht gut rausgehen, da ihr Freund auf Grund von der Arbeit 2-3 Tage spontan weg muss. Jetzt haben wir alle 4 spontan entschieden bei ihr den Abend zu machen. Wir würden doch nie einen geselligen Klatschabend mit uns 4 Mädel missen wollten, nur weil wir das nicht mindestens eine Woche vorher so geplant haben...nur so als Beispiel.

Davon abgesehen: Auch von der Arbeit her schätzt ein Vorgesetzter es, wenn man auch mal spontan bzw. flexibel einsetzbar sein kann.

Also lieber FS: mach dir keinen Kopf draus, wenn eine Frau einen spontanen Kerl sucht. D.h. nicht, dass du jedes mal alles liegen und stehen lassen musst, wenn es dir grad nicht passt. Sondern, dass du nur weil am WE schlechtes Wetter ist, obwohl schönes gemeldet ist, nicht darauf bestehst im Park auf der Bank zu sitzen um die Sonne zu genießen! ;)
 
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  • #16
Ob spontan oder unspontan.. Beides hat wie man sieht seine vor und nachteile wie alle menschlichen Eingenschaften..

Entscheidend ist immer jemand als ganzes zu sehen.

In einer Partnerschaft arragieren sich spontan und spontan einfach besser..oder aber beide sind sehr tolerant..Dann kann auch spontan und unspontan harmnonieren..

Nicht zu vergessen das man ja von dem der anders ist auch was lernen und es bewundern kann.

m47
 
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  • #17
Auch von der Arbeit her schätzt ein Vorgesetzter es, wenn man auch mal spontan bzw. flexibel einsetzbar sein kann.
Einspruch! Spontan und flexibel sind durchaus nicht dasselbe, im Gegenteil: wenn einer spontan ist (Chef), muß der andere (Arbeitnehmer) flexibel sein. Ein Vorgesetzter wird einen "spontanen" Mitarbeiter nicht sonderlich zu schätzen wissen.

Generell denke ich, daß die beiden Begriffe auch im Privatleben gerne verwechselt werden, eine Frau die einen "spontanen" Partner sucht, meint damit jemanden, der auf ihre eigene Spontanität flexibel reagieren kann, sprich: der alles stehen und liegen läßt, wenn "sie" einen Einfall hat.