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Gast

  • #31
Kann es wirklich funktionieren, als Familie weiter zu machen, auch wenn einer den Anderen nicht mehr liebt?
Kann ich mir so nicht vorstellen, erwachsene Menschen brauchen Unabhängigkeit und Freiraum.

Was ich mir jedoch vorstellen könnte wären 3 nebeneinander liegende Wohnugen, in der mittleren wären die Kinderzimmer, mit innen liegenden Durchgangstüren zu den 2 Eltern-Wohnungen. Die Kinder hätten jederzeit Vater und Mutter um sich, und die Erwachsenen leben getrennt.

Für neue Partner dürfte das Modell ebenfalls kein Problem sein.

m
 
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Gast

  • #32
Ich werde nie verstehen, warum manche unbedingt auf "großes Drama" machen müssen.
Wenn zwei Menschen nicht mehr zusammengehören und sogar jemand anderen lieben, dann sollten sie sich trennen.
Die Kinder sind ja nicht dumm, sie spüren das. Besser zwei glückliche und getrennte Eltern mit kluger Regelung, als ein dauerhaft unglückliches und vielleicht deshalb streitendes und vorwurfsvolles Elternpaar.
Und die beiden werden ganz sicher unglücklich sein:
er liebt eine andere, sie weiß das und ist jetzt besonders argwöhnisch. Sowas nagt. Sie hat ihn mit den Kindern in der Hand, er ist erpressbar, kann nicht weg, sie ist schuld. Kein schöner Gedanke. So verlieren beide nur den Respekt voreinander.

Es muss bessere Lösungen geben. Die Liebe zu den Kindern in Ehren, aber man ist nicht immer nur Vater oder Mutter. Man ist auch ein Mann bzw. eine Frau und sollte mit seinem Leben zufrieden sein um genug Kraft für sich und die Kinder, sowie Beruf und Alltag zu haben.
 
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Gast

  • #33
Ich werde nie verstehen, warum manche unbedingt auf "großes Drama" machen müssen.
Wenn zwei Menschen nicht mehr zusammengehören und sogar jemand anderen lieben, dann sollten sie sich trennen.
Die Kinder sind ja nicht dumm, sie spüren das. Besser zwei glückliche und getrennte Eltern mit kluger Regelung, als ein dauerhaft unglückliches und vielleicht deshalb streitendes und vorwurfsvolles Elternpaar.
Und die beiden werden ganz sicher unglücklich sein:
er liebt eine andere, sie weiß das und ist jetzt besonders argwöhnisch. Sowas nagt. Sie hat ihn mit den Kindern in der Hand, er ist erpressbar, kann nicht weg, sie ist schuld. Kein schöner Gedanke. So verlieren beide nur den Respekt voreinander.

Es muss bessere Lösungen geben. Die Liebe zu den Kindern in Ehren, aber man ist nicht immer nur Vater oder Mutter. Man ist auch ein Mann bzw. eine Frau und sollte mit seinem Leben zufrieden sein um genug Kraft für sich und die Kinder, sowie Beruf und Alltag zu haben.
Für die Kinder ist es ganz sicher ein Drama wenn die Familie zerbricht weil Papa eine "Neue" hat. Krisen sind dazu da überwunden zu werden! Ich kenne viele Männer denen der Preis für solche süßen (und vergänglichen) Früchte viel zu hoch war, und die wieder anfingen Ihre Frau und die Mutter ihrer Kinder zu lieben. Und heute sehr glücklich sind nicht so einen Sch.. begangen zu haben.
 
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Gast

  • #34
Nein, um jeden Preis zusammen bleiben. "Bis zum bitteren Ende". Es hieß doch mal "in guten wie in schlechten Zeiten". - Noch schöner wird es dann, wenn die Kinder irgendwann ausgezogen sind. Dann wird es erst richtig angenehm. Eventuell sind dann die Chancen, sich nach einer "sauberen Trennung", die "den Kindern nicht wehtut" noch einmal im Leben zu verlieben, auf Null gesunken. Aber das ist egal, Hauptsache man hat sich an die Regeln gehalten und alle Leute rundherum zufrieden gestellt. Vielleicht suchen die Kinder ja dann bald zum Dank ein schönes Pflegeheim für einen aus.
 
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Gast

  • #35
Nein, um jeden Preis zusammen bleiben. "Bis zum bitteren Ende". Es hieß doch mal "in guten wie in schlechten Zeiten". - Noch schöner wird es dann, wenn die Kinder irgendwann ausgezogen sind. Dann wird es erst richtig angenehm. Eventuell sind dann die Chancen, sich nach einer "sauberen Trennung", die "den Kindern nicht wehtut" noch einmal im Leben zu verlieben, auf Null gesunken. Aber das ist egal, Hauptsache man hat sich an die Regeln gehalten und alle Leute rundherum zufrieden gestellt. Vielleicht suchen die Kinder ja dann bald zum Dank ein schönes Pflegeheim für einen aus.
Ich frage mich ernsthaft wer sowas schreibt. Ein Opfer der Ehe. Ein Süchtiger, der sich immer wieder verlieben muss um sich toll zu fühlen. Jetzt mal ernsthaft. Wenn ich Familie habe dann geht es um Liebe und nicht um außerhäusliche Verliebtheit. Das lässt sicher weder vergleichen noch gegeneinander ausspielen. Wenn mein Lebensglück von außerhäuslicher Verliebtheit abhängt dann liegt ein schweres emotionales Problem vor welches in therapeutische Behandlung gehört.
 
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Gast

  • #36
Ich bleibe auch wegen der Kinder. Mit meiner Frau verstehe ich mich soweit noch ganz gut.
Die Liebe ist vor vielen Jahren gegangen. Ich stecke da tief drin und komme da nicht so einfach raus. Bleibt nur zu hoffen, das die Entscheidung für die Familie die Richtige ist.
 
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Gast

  • #37
Es kommt drauf an, wie die Partner miteinander umgehen.
Wenn es gar nicht mehr geht, dann sollte ein klarer Schnitt gemacht werden. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Wenn das Zusammenleben für beide Partner nur mehr eine Qual ist, kann das für alle Beteiligten mehr Schaden anrichten (vor allem bei den Kindern!) als eine vernünftige Trennung, nach welcher beide Partner die Chance haben, wieder glücklich zu werden.
Und eine Beziehung, bei der einer der Partner fremdgeht, ist sowieso fraglich.
w/51
 
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Gast

  • #38
Ich kann es aus der Sicht als Kind und als nun erwachsende Frau beantworten: Am besten ist eine Trennung, bei der Beide - also die Eltern - wieder mit anderen Partner glücklich werden.
Als Kind bekommt man so gut wie alles mit; jede Schwingung, ob negativ oder positiv und das wirkt sich negativ auf die Gefühlswelt des Kindes aus.
Und dies kann dann später den Umgang innerhalb der eigenen Beziehung belasten. Denn auch Kinder bekommen Affären (egal durch wen oder wie oft) mit, auch wenn sie es nicht vollumfänglich verstehen.
Man wird sozusagen mit Misstrauen groß ...
Das empfinde ich viel schlimmer, als die ewige Diskussion um die finanziellen Umstände .... Für mich sieht Rücksichtnahme gegenüber den eigenen Kindern anders aus.
... so meine Erfahrung ...
Kann ich nur bestätigen und unterstreichen!
w/51
 
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Gast

  • #39
Ich bleibe auch wegen der Kinder. Mit meiner Frau verstehe ich mich soweit noch ganz gut.
Die Liebe ist vor vielen Jahren gegangen. Ich stecke da tief drin und komme da nicht so einfach raus. Bleibt nur zu hoffen, das die Entscheidung für die Familie die Richtige ist.
Der einzige der für die Liebe verantwortliche ist bist Du selbst. Ob sie kommt oder geht liegt nur an Dir und niemandem sonst. Also hör auf das Opfer zu spielen.
 
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  • #40
"Der einzige der für die Liebe verantwortliche ist bist Du selbst. Ob sie kommt oder geht liegt nur an Dir und niemandem sonst. Also hör auf das Opfer zu spielen."

Ist es nicht vielmehr so, dass sämtliche Probleme mit der Liebe gerade daher kommen, dass sie eben nicht kontrollierbar ist?!
Sie kommt und geht, wie sie gerade will - nicht so wie man selbst das gerne hätte.

W
 
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Gast

  • #41
Ich persönlich finde diese oder jedwede Konstellation unverantwortlich.
Wenn die Eltern sich nicht mehr verstehen,dann muss eine räumliche Trennung her.
Dann überlegt man es sich gut,ob man gern wieder zum geheirateten Partner wieder zurückkehrt oder nicht.
Man zieht die Kinder nicht hinein.
Das ist unverantwortlich.
Wir sprechern über kleine Menschen,die sich entwickeln und Direktive brauchen.
Ich denke,dieser Lebensabschnitt ist noch nicht einmal mit 18 abgeschlossen-je nach Elternhaus.
Unabhängig von jeder finanzieller Konstellation.


Das ist in meinen Augen Verlust der Moral auf Raten zu Lasten der Kinder.
Was bekommen die Kinder denn für eine Moral?
Dann kommt noch ein neuer Partner ins Spiel.
Leute,Leute-überlegt mal gut,was ihr macht.
Ich war noch nie verheiratet und habe auch keine Kinder-jetzt wird es mir entsetzlich klar-warum Ihr alle so "rumeiert".
Ich bin nämlich diejenige,die Euren ganzen Frust immer mit einem schönen Lächeln auffängt.
Eine unabhängige und liebe Frau.
 
G

Gast

  • #42
Ja, das ist vernünftig, wenn man sich nicht gerade hasst. Ich finde dieses Getue, man hat sich anderweitig verliebt, äußerst albern. Natürlich ist eine frische Beziehung erstmal einfacher. Aber ach, das ändert sich auch. Dieses Drama braucht kein Mensch. Ich finde es erschreckend, wie schnell immer alles in Frage gestellt wird. Und da es hier nicht nur um einen selbst geht, sondern um Menschen, die man irgendwann mal in die Welt gesetzt hat, sollte man deren Glück nicht vor das eigene stellen. Das gilt übrigens schon für den Partner, der die Affäre schon ans Laufen gebracht hat. Das war auch unnötig.
 
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Gast

  • #43
Es geht, wir tun das seit wir unsere 3 Kinder haben. Die Liebe zu den Kindern ist unsere gemeinsame Basis, wir würden beide nichts tun, was unseren Kindern schadet. Sobald die Kinder groß und aus dem Haus sind, gehe ich ebenfalls. Meine Frau hat nachdem sie Mutter war, jede Liebe zu mir eingestellt. Vielleicht war sie ja vorher auch nur geheuchelt, ich bin nicht sicher. Aber wir sind uns einig, dass wir beide nur das Beste für unsere Lieblinge wollen.

Wir waren auch schon älter, als wir die Kinder bekamen, meine Frau wollte unbedingt Mutter werden, ich habe mich dann an den Gedanken gewöhnt, bin aber heute überglücklich mit unserem Nachwuchs.

Ich sehe keinen Grund, unsere Beziehung aufzufrischen, wir sind lange genug verheiratet, da soll ruhig irgendwann jeder noch mal was von seinem Leben haben. Zusammen muss das nicht mehr sein.

Übrigens gibt es bei uns keine wirklich schlimmen Streitereien. Wenn es so weit kommen könnte, ziehe ich mich zurück in meine Hobbys.
 
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Gast

  • #44
sehe es auch so dass das selbstverständlich möglich ist so weiterzumachen. Wenn man es will. Die Frage wird immer nur sein was ist wirklich das Beste für die Kinder? Wahrscheinlich kann man es so oder so falsch machen wie auch immer man sich entscheidet. Schwierige Entscheidung.
w
 
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Gast

  • #45
man kann das sogar tun wenn man keine Kinder hat. Wenn man genau weiß dass der Partner einen braucht. Wenn man ihn als Mensch immer noch liebt und schätzt auch wenn es schon lange nicht mehr so ist wie es idealerweise sein sollte. Es heißt nicht umsonst "in guten und in schlechten Zeiten". Ich jedenfalls würde meinen Partner niemals im Stich lassen wenn ich merke, er braucht mich. Er war immer für mich da und umgekehrt war es so und wird immer so sein. Eine ernsthafte Beziehung hat immer etwas mit emotionaler Verantwortung zu tun. Aber sich verantwortlich zu fühlen, das ist ja total aus der Mode gekommen. Leute werden einfach abserviert weil sie nicht in allen Punkten die Erwartungen erfüllen konnten. Das erscheint mir geradezu so als würden heute auch Menschen nur noch wie eine Ware behandelt. Wenn ich mich auf ein Lebewesen einlasse dann stehe ich dafür gerade, wie es demjenigen mit mir geht.
Mit Kindern, wegen der Kinder, oder ohne Kinder, wegen des Menschen, für den man einmal eine Verantwortung übernommen hat, kann man sehr wohl weitermachen und funktionieren. Es geht letzten Endes um Höheres.
Heutzutage werden Babys und Tiere einfach ausgesetzt, und Leute die ihr Herz für Andere geöffnet haben, einfach "abgehakt".
Aber es gibt doch immer ein paar wenige Leute die gegen den Strom schwimmen, weil sie einfach nicht anders können. Das ist schön.
w44
 
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Gast

  • #46
Wenn das Paar sich nicht mehr liebt, spüren das die Kinder sofort und leiden besonders darunter, wenn sie dann trotzdem zusammen bleiben, entweder so tun als ob oder ständig eine eisige Atmosphäre oder viel Streit ist. Die Kinder werden dann von zerstrittenen Ehepaaren auch benutzt, um sich gegeneinander auszuspielen. Fragt man betroffene Kinder, die so etwas miterleben, so sagen diese immer, sie hätten sich gewünscht, dass die Eltern sich getrennt hätten. Kinder können Ehrlichkeit gut annehmen und sind viel glücklicher mit getrennten Eltern, die sie dann beide jeweils besuchen können, evtl. auch mit den neuen Partnern, als mit Eltern, die ungeliebt zusammen bleiben und eine Lüge leben. Was soll sowas? Wenn der Mann die Frau betrogen hat und seine Geliebte liebt, dann wäre die Frau gut beraten, wenn sie ihn gar nicht mehr zurück nimmt, denn sie wäre dann auch auf jeden Fall glücklicher ohne ihn. Solche Paare bleiben auch meistens nicht wegen der Kinder zusammen, das ist oft nur vorgeschoben, sondern vielleicht deshalb, weil sie wollen, dass nach außen hin heile Welt ist und die Nachbarn nicht über sie reden.
 
  • #47
Das ist absolut verantwortungslos und funktioniert nicht. Ich habe auch eine Zeit lang "zu Hause weitergemacht", obwohl ich eine andere Frau geliebt habe. Meine Exfrau hatte mich nicht nur finanziell erpresst, sondern auch mit unserem gemeinsamen Sohn. Wir alle haben in dieser Zeit gelitten. Meine Exfrau hat noch extensiver im Internet nach anderen Männern gesucht und sich bei ungeeigneter Figur sehr billig gekleidet, ich habe zu viel gegessen, getrunken, geraucht und zu wenig geschlafen und überhaupt nicht mehr effektiv gearbeitet. Meine jetzige Frau hat viele Kilos abgenommen und auch nicht mehr schlafen können. Nachdem eine Therapeutin mich auf den richtigen Weg gebracht hatte und mir klar gemacht hatte, dass man nicht gegen seine Gefühle handeln kann, habe ich überfälligen den Schlussstrich gezogen. Mein Sohn ist mit mir ausgezogen und hat mir seitdem oft gesagt, dass er sich das wesentlich früher von mir gewünscht hätte, weil es so, wie es war, unerträglich für ihn war. Kinder brauchen Eltern, aber nicht unter einem Dach.

UNTERSCHRIEBEN. So und nicht anders ist es!!! Kinder brauchen keine Zweckbeziehung ihrer Eltern, in denen beide Elternteile frustriert, verletzt, traurig, emotional abwesend etc. sind, sondern die Liebe und Unterstützung von Mama und Papa. Ob diese nun ein Paar sind oder nicht, ist egal, wichtig für Kinder ist, dass Mama und Papa selber glücklich sind und Zeit und Liebe für das Kind aufbringen können. Schön ist es, wenn man sich einvernehmlich und friedlich trennt und platonisch den Kindern wegen "zusammen" funktioniert. Zum Beispiel, abspricht, wer wen wann nimmt, kommt, geht, zur Schule bringt. Wenn es richtig gut läuft, ist auch mal ein gemeinsames Weihnachten (auch mit den jeweiligen neuen Partnern) drin. Das ist vielleicht nicht am Anfang nach der Trennung möglich, aber nach einiger Zeit, bei manchen Paaren möglich. So etwas bewundere ich sehr und da würde ich sagen: Das sind tolle, verantwortungsbewusste Eltern, die an das Wohl ihrer Kinder denken. Wer nur eine Fassade aufrecht erhält tut seinen Kindern in Wahrheit eigentlich Grausames an.

Noch ein Nachtrag, ich war ein solches Kind und habe in der Zeit, in der meine Eltern noch zusammen waren, unter der Stimmung zuhause sehr gelitten. Als sie sich trennten, war es eine Erleichterung. Heute sind beide sehr glücklich neu verliebt und ich freue mich für beide so sehr. Zu sehen, dass meine Mutter endlich einen Mann hat, der sie auf Händen trägt und ihr die Liebe gibt, die mein Vater ihr nie geben konnte, weil seine Gefühle nicht (mehr) da waren, freut mich so sehr. Zu sehen, dass mein Vater mit seiner Frau glücklich und so liebevoll ist, freut mich auch. Er ist wie ausgewechselt. Heute bin ich erwachsen und kann nachvollziehen, wie es beiden jahrelang ging. Ich möchte nicht mit einem Mann zusammen sein, der mich nicht liebt und ich möchte auch nicht nur wegen der Kinder mit einer Frau zusammen leben müssen, obwohl ich sie nicht wirklich liebe. Für meine Eltern ist es gut geendet und für uns Kinder auch. Ich habe jetzt sogar 2 Familien und in beiden ist es immer lustig, harmonisch und liebevoll. Was will ich mehr?
 
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  • #48
Ich sehe es auch so, dass ein Paar welches nur noch streitet großen Schaden bei den Kindern anrichtet. Ich selbst habe Eltern die sich leider nur gestritten haben und sie haben sich aus Feigheit nicht getrennt. Mein Vater ging auch fremd. Selbst wenn sich zwei Menschen noch lieben kann die Beziehung krank sein und das muss erkannt werden. Ich selbst habe noch nie eine längere Beziehung gehabt, da ich von der Ehe meiner Eltern traumatisiert wurde. Körperliche/Seelische Gewalt und Schreierei zwischen Eltern machen Kinder zu beziehungsunfähigen Erwachsenen!
 
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  • #49
Was spricht denn gegen eine offene Beziehung solange die Kinder noch da sind? Nach dem Auszug kann man es doch anders machen.
Patchwürg oder ähnliches finde ich entsetzlich.
Wenn man Kinder bekommt hat man nun mal eine entsprechende Verantwortung. Andere Leute damit reinzuziehen finde ich Rücksichtslos. Das nur wegen einer kurzen Liason deren Bestand nicht gesichert ist ...
Sofern es bei euch noch freundlich ist kann man diesen freundschaftlichen Kontakt der Kinder zuliebe weiter machen.
 
  • #50
Was spricht denn gegen eine offene Beziehung solange die Kinder noch da sind? Nach dem Auszug kann man es doch anders machen.
Patchwürg oder ähnliches finde ich entsetzlich.

Was gegen eine offene Beziehung spricht? Der Wunsch eine Beziehung zu führen, in der man den Partner wirklich liebt bzw. einen partner zu haben, der einen wirklich liebt? Wie kann man sich neu orientieren und einen neuen partner finden, wenn man noch zuhause lebt und eine kaputte Ehe aufrechterhalten muss? Das wird verständlicherweise auch kein neuer Partner mitmachen.
Eine neue Liebe geht also nicht, wenn man in einer offenen "Zweckbeziehung" verharrt, der Kinder wegen. Sorry, aber so etwas ist falschverstandene Liebe. Es ist vielleicht gut gemeint, aber es funktioniert nicht gut. Glücklich macht es niemanden, höchsten den Ehepartner, der noch liebt und die Hoffnung hat, dass es nochmal wird. Dafür aber die Kinder als Grund vorzuschieben und zu instrumentalisieren finde ich sehr egoistisch.

Das ganze ist ein Schrecken ohne Ende bzw. das Ende gibts dann, wenn die Kinder ausziehen und sich beide Eltern endlich richtig trennen können. Was haben die Kinder davon? Sie spüren ganz genau, dass die Eltern nur noch ihretwegen zusammen "lebten" und das kann sehr große Schuldgefühle hervorrufen. Sensible Kinder ziehen sich diesen Schuh auf eine negative art an und denken "Ich bin der Grund, warum Mama und papa noch zusammen sind und damit bin ich auch der Grund, warum sie unglücklich sind." Solch ein Päckchen tragen zu müssen ist hart und kann Kinderseelen schwer traumatisieren. ich kenne solche Geschichten auch von Freundinnen, die meinten "Ich habe meine Eltern am Ende zur Trennung beglückwünscht".

Wir leben nicht mehr 1950. Patchwork ist nicht zum Würgen. Patchwork kann Frieden, Harmonie, neue ehrliche Liebe und zusätzliche Geschwister bedeuten. Alles schöne Dinge, oder nicht?
 
  • #51
wenn gegenseitiger Respekt und Achtung vorhanden ist, dann kann man weiter unter einem Dach leben.
 
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Gast

  • #52
Schrecklich, wie viele resigniert haben, die nächsten Jahre unglücklich sind, sich außerhalb der “Ehe“ etwas Zuneigung suchen und den Kinder eine heile Welt vorspielen. Kinder sind intelligente und vor allem von Natur aus empathische Menschen. Warum sollte man bewusst diese zarten Pflänzchen zertreten in dem man ihnen tagtäglich so einen Blödsinn vorspielt?

Sorry, mit solch einem Verhalten zerstören die Eltern mehr als sie Gutes tun. Die Kinder werden im Erwachsenenalter damit leben müssen, das SIE der Grund für das unglücklich sein der Eltern verantwortlich sind.

Ne - ich kann es nicht gutheißen. Das nenne ich Egoismus und nicht Kindesliebe.

w, 51
 
M

Mooseba

  • #53
Es ist ja auch kein Wunder mehr heutzutage, wenn man als Eltern fast die gesamte Freizeit, die dann keine mehr ist, für die Kinder aufwändet. Meine Eltern hätten mir den Vogel gezeigt, wenn ich zu irgendeinem Freund gefahren werden wollte. Bus oder Fahrrad oder gar nicht. Bei den Hausaufgaben wurde mir auch nicht geholfen, Spielen und Freunde treffen konnte ich allein (ich habe bei denen einfach geklingelt), beim Gitarre üben musste mir niemand zuhören, für's Studium habe ich auch (fast) allen Kram allein geregelt usw. Aber heute muss man ja auf alles aufpassen und überall dabei sein und das gilt auch noch als selbstverständlich bzw. unabdingbar - sonst sei man schlechte Eltern. Viele Eltern jammern heute, sie hätten keine Zeit mehr für sich. Aber schuld sind dann natürlich immer die Umstände, die vermeintlich höheren Anforderungen etc. - nur man selbst nicht. Kein Wunder, dass mehr Ehen in die Brüche gehen. Und als Mann kannst du erst recht nur verlieren, du kannst es nur falsch oder zu wenig machen.

(m,32)
 
  • #54
Immer Brandaktuell, wenn auch älter.
Nur der Kinder wegen zusammenbleiben ist ein Relikt aus früherer Zeit. Dies ist nicht gut. Vorallem dann nicht, wenn die Kinder deutlich merken, was Sache ist. Allerdings sind Eltern, die Ihre Kinder manipulieren auch nicht besser. So muss sich ein Kind bei der Trennung immer auf eine Seite schlagen. Deshalb nur getrennte Kinder wo die Eltern an einem Strang ziehen, haben Chancen.