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Gast

  • #1

Sollte man aus Liebe zu einer anderen Religion konvertieren?

 
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alhanifa

  • #2
Nein! Soll man aus Liebe jemanden zwingen dürfen, die Religion zu wechseln? Ich halte dies für sehr egoistisch
 
  • #3
was für einen besseren grund sollte es geben, also wenn du es freiwillig macht.
aber gut ich bion kein sehr religioser mensch im kirchlichen sinne. mir wär egal ob jetzt moslem, christ oder jude auf meiner flagge steht.
 
  • #4
Nein, um Gottes willen! [sic]

Man sollte eine Religion überhaupt nur ausüben, wenn man wirklich an die Inhalte glaubt -- und niemals, weil die Eltern, der Partner oder die Gesellschaft dies erwarten.

Wenn man einem Partner zuliebe die Religion wechselt, würde das doch lebenslanges Heucheln und Lügen bedeuten, denn man kann doch nicht bewußt wechseln, woran man glaubt, oder? Geht also gar nicht! Viel einfacher wäre es, aus einer Religionsgemeinschaft auszutreten, weil man nicht gläubig ist. Aber nicht einmal die Konsequenz zeigen alle.
 
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Gast

  • #5
Also, ich würde ja wenn überhaupt, dann ausschließlich aus aus Glaubensgründen den Glauben wechseln...

Den Glaube aus Liebe wechseln klingt für mich nach einem Rezept für eine Katastrophe:
- Entweder Partner A konvertiert aus Liebe und war gläubig. Er wird in der neuen Religion unglücklich sein, genau genommen wird er die Hölle fürchten (oder was der jeweilige Glaube für Abtrünnige sonst so schönes auf Lager hat).
- Oder Partner A konvertiert aus Liebe und es ist ihm eigentlich egal. Dann kommt es auf Partner B an. Der ist dann vermutlich gläubig. Weshalb auch sonst das Verlangen nach Konversion? Dann trifft Abivalenz auf Gläubigkeit. Das gibt früher oder später Ärger.
- Oder Partner B ist es vorgeblich auch egal. Dann hätte sich die Frage nach Konversion aber garnicht erst stellen dürfen. Wenn es also aussieht als wäre das der Fall, stimmt was nicht... Vermutlich ist B doch gläubig, oder steht unter Druck des Umfelds -> Ärger!!!

Und irgendwann kommen auch noch Kinder mit ins Spiel, da überdenken beide Eltern womöglich ihre bisher tolerante Einstellung nochmal.

Konvertieren "aus Liebe" ist eine S...blöde Idee.
 
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Gast

  • #6
"zwingen dürfen?" Zwang und Liebe ist ein Widerspruch an sich. Wenn man liebt akzeptiert man die Werte des Gegenübers und lässt ihn seine Werte leben, es ist keine Liebe, wenn man verlangt, dass der Andere aus Liebe was für mich tut. Ich würde sagen... finger weg, auch wenn es schwer fällt. Hört auf Dein Inneres! das sind kompromisse die meiner ansicht nach zu weit gehen.
 
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Gast

  • #7
Von Zwang redet hier der Fragesteller ja gar nicht. Warum gkeich mit Kanonen auf Spatzen schießen?

Aus Liebe willst du zu seiner Religion konvertieren? Du liebst ihn ja nicht wegen seiner Religionszugehörigkeit, oder? Warum verwechselst du Liebe mit Glauben? Würdest/könntest du ihm/ihr zu Liebe deine religiösen Anschaungen abschwören und die seinen aneignen? In dem Fall würdest du ja nicht aus eigener Überzeugung daran glauben, sondern aus Liebe zu ihm/ihr. Denst du, deine Konvertierung wäre authentisch? Und denkst du, er würde dich für diese Selbstverleugnung mehr lieben? Und sollte es mit der Liebe einst aus sein: was würden dir die angeeigneten Glaubensgrundsätze noch bedeuten?

Konvertieren kann man. Aber man sollte das aus Glaubensüberzeugung tun und nicht aus Liebe.
 
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Gast

  • #8
Keinesfalls. Religion ist eine persönliche Einstellungssache und sollte niemals auf äußeren Druck hin geändert werden.
 
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Gast

  • #9
Ich (w) habe neulich bei EP jemanden getroffen, mit dem ich mir ziemlich einig über die meisten Glaubensfragen war. Er ist katholisch, ich evangelisch. Im Grunde gibt die Religion unseren Ansichten doch nur einen Rahmen. Wenn der doch bei beiden ähnlich ist und es ein gemeinsames Leben vereinfachen würde, würde ich auch konvertieren.
 
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Gast

  • #10
#8, es bleibt die Frage: weshalb willst DU konvertieren? Was spricht dagegen, daß er aus genannten Gründen konvertiert?
 
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  • #11
Zu Nr.8
Ich (katholisch) stimme dir zu. Die Frage ist nur: welcher von uns beiden sollte in dem von dir beschriebenen Fall konvertieren?
 
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Gast

  • #12
Hier #8: Wir waren uns bei unserem Gespräch ziemlich einig, welche Religionsgemeinschaft viel mehr von unseren Gedanken ausdrückt. Klar bin ich bereiter zu konvertieren, da meine Taufe erst ein paar Jahre her ist und die Zugehörigkeit noch nicht so gefestigt ist. Es ist, denke ich, ein Ausnahmefall. Aber ich finde man sollte grundsätzlich darüber reden können und, wie in fast allen wichtigen Entscheidungen, gemeinsam die beste Lösung suchen.
 
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Gast

  • #13
Religion ist kein Hemd das man einfach wechselt.

Entweder verrät man einen teil von sich (wenn man glaubt) oder man lässt sich auf etwas ein das ungeahnte konsequenzen haben kann (wenn es einem nicht wichtig ist/ nicht glaubt und mit jemanden zusammenlebt für den das sehr sehr wichtig ist).

Kann mir nicht vorstellen das das gut geht ;-)
 
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  • #14
Bin #4, m, ev.
@ #8,9,10,11:
Im Falle von katholisch/evangelisch würde man, glaube ich, nicht von Konvertieren reden. Es geht ja nicht um andere Religionen sondern "nur" um Konfessionen (wobei allerdings auf das Konto intrareligiöser Konflikte vermutlich mehr Tote gehen als auf das von "echten" Glaubenskriegen. Aber das ist ein anderes Thema.)
Ich finde, in dem Fall sollte sich aber auch die Frage nach Konfessionswechsel nicht stellen. Der Dreissigjährige Krieg ist inzwischen vorbei, auch wenn das einige wenige Altersstarrsinnige noch nicht mitbekommen haben.
Wenn der Wunsch/die Forderung aufkäme, ich solle wechseln, dann würde mich das als Partner sogar geradezu alarmieren. Da ist dann nämlich jemand entweder tief religiös oder fremdgesteuert und beides ist eine potenzielle Zeitbombe.

@ #8/11:
> "Klar bin ich bereiter zu konvertieren, da meine Taufe erst ein paar Jahre her ist und die Zugehörigkeit noch nicht so gefestigt ist."
Sorry - das kann ich nun garnicht nachvollziehen. Es ist einzig und alleine Deine Entscheidung, aber als Du Dich hast taufen lassen, hast Du Dir da vorher keine Gedanken gemacht, was Dir das bedeutet und welche Konfession für Dich am richtigsten erscheint? Für jemanden der in eine Konfession "hineingeboren" wurde hat sich diese Frage in der Form zumindest nie wirklich gestellt, aber in Deinem Fall schon.
 
  • #15
@#13: Doch, gerade zwischen evangelisch/katholisch spricht man allgemein üblich von Konvertieren. Das ist Fakt.
 
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Gast

  • #16
Nein, ich wechsel die pol.Partei, in der ich bin ja auch n i c h t und vielleicht ist eine Partnerschaft gerade deshalb spannend, wenn es unterschiedliche Richtungen, Sichten gibt. Viel Glück.