• #1

Sollte ich Miete bezahlen?

Hallo

Mein Freund und ich sind nun 8 Jahre zusammen und seit zwei Jahren wohne ich bei ihm, in seinem Haus. Ich hatte vorher eine Mietwohnung zusammen mit meinem Sohn, er ist im Mai 2018 ausgezogen und wohnt in einer WG. Meine Arbeitsstelle ist durch den Umzug jetzt 160 km entfernt und ich kann aufgrund der großen Entfernung nicht täglich pendeln, daher habe ich ein kleines Appartement im Ort meiner Arbeitsstelle gemietet.

Ich putze das Haus meines Freundes regelmäßig, wasche und koche, wenn ich dort bin. Außerdem kaufe ich ein, bis auf das Fleisch, das kauft er selbst, da ich Vegetarierin bin. Ich bezahle keine Miete bei ihm und beteilige mich auch nicht an den Nebenkosten. Das Haus meines Freundes ist abbezahlt sollte ich noch erwähnen.

Seit einigen Wochen kommt nun öfter die Diskussion auf - auch mit seiner Schwester - dass ich mir ja jetzt Geld sparen würde (kleinere Wohnung) darum könnte ich auch Miete zahlen bzw mich an den Nebenkosten beteiligen bei meinem Freund.

Er meint, spätestens wenn ich im Oktober 2021 das kleine Appartement aufgeben werde (weil ich dann 60 bin und in Rente gehe, - ich arbeite in Österreich - möchte er EUR 500 Miete von mir im Monat, das wäre mehr fair, denn für sein Haus (110 qm Wohnfläche) könnte er locker EUR 2.000 Miete bekommen.

Meine Dienstleitung(en) - Putzen etc. wäre da schon inkludiert bzw ist seiner Meinung nicht so oft nötig, weil er macht keinen Schmutz und „vorher“ war es ja auch in Ordnung bzw sauber.

Ich habe dann gefragt, wo ich meine Möbel hinstellen kann und falls ihm etwas zustoßen sollte (oder wir uns trennen), muss ich sowieso ausziehen. Das Haus überschreibt er seinen Kinder. Er meinte dann, ich sollte die Möbel irgendwo einlagern lassen oder er kann mir auch EUR 20.000 geben, damit ich mir neue kaufen kann. Soviel wären die sowieso nicht wert.

Diese Gespräch bzw. auch das Angebot empfinde ich als absolute Frechheit.

Wie seht ihr das?
 
  • #2
Das erinnert mich an den Witz bei dem Paar Sex hat. Sie sagt zu ihm danach, sie sei Hure und wolle soundsoviel an Geld von ihm Er zahlt. Sie möchte sodann von ihm nach Hause gefahren werden. Er tut dies, fordert aber vor ihrem Haus angekommen auch einen gewissen Geldbetrag, da er Taxifahrer sei.

Ich hatte mal eine Kollegin, die an ihrem Freund lange herum genervt hat, bis er seine Wohnung aufgab und zu ihr ins Haus zog. Das stellte sie ein paar Monate zufrieden. Danach fing sie an zu lamentieren, er nutze ihren Wohnraum, ohne Miete zu zahlen und das Zimmer, das sie ihm überlassen habe, würde als Mitwohngelegenheit soundsoviel einbringen ...

Ich finde das Verhalten auch mehr als bizarr. An Deiner Stelle würde ich überlegen, die jetzige Nebenwohnung am Arbeitsort dauerhaft zu behalten und ihm den Laufpass zu geben.

Warum schmeißt Du überhaupt seinen Haushalt? Warum macht er das nicht selbst? Du bist doch offenbar erwerbstätig.

Guck doch mal bei den Online-Angeboten für Haushaltshilfen, was die so verlangen? Die Rechnung machst Du ihm dann auf.

Oder Du verkündest, die Treffen finden zukünftig in Deiner jetzigen Nebenwohnung statt. Lass ihn die 160 km fahren und seinen Haushalt selbst schmeißen.

Wie auch immer, mir wäre es zu blöd, grundsätzlich.
 
  • #3
Ich würde eine penible Kostenaufstellung machen, wer was bezahlt und ihm diese vorlegen mit Vorschlägen deinerseits. Das Putzen würde ich so lange einstellen, bis eine zufriedenstellende Lösung für BEIDE gefunden ist. Außerdem wäre es mir selber wichtig, spätestens ab Renteneintritt Miete zu zahlen, statt diese frauentypischen Haushaltsleistungen zu erbringen. Wie du ja merkst, werden diese von ihm kleingeredet. Ob zu Recht, ist von außen schwer zu beurteilen. (Wenn ich bei meinem Freund einziehen würde, würde ich NIE IM LEBEN alleine den Haushalt übernehmen.)

Ansonsten: Ab Renteneintritt ausziehen aus seinem Haus und eine eigene Wohnung suchen. Ist nur die Frage, ob eure Beziehung das überleben würde.
 
  • #4
In dem Fall würde ich auf sein Angebot dankend verzichten und in meiner Wohnung bleiben.
Und ich habe inzwischen selbst ein Haus, in das mein Freund nächstes Jahr mit einziehen wird. Und selbstverständlich verlange ich keine Miete, wir teilen uns lediglich die Nebenkosten. Er ist was Haushalt und Arbeiten im und ums Haus betrifft genauso engagiert wie du, ich würde mich schämen dann für die Bude auch noch Miete zu verlangen.

w31
 
  • #5
Ich würde an deiner Stelle die Nebenkosten (je nachdem wie hoch sie ausfallen) übernehmen und den Haushalt 50:50 teilen.

Das stimmt schon, dass du auf jeden Fall dir die Miete für dich und deinen Sohn sparst und das ist teilweise, je nachdem wo man wohnt, nicht gerade wenig.

Eine weitere Alternative wäre - er vermietet sein Haus und ihr mietet ein weiteres und teilt euch die Kosten 50:50. Der zweite Vorschlag wäre für ihn vielleicht sogar besser und für dich schlechter.

Ich würde nicht gerne bei jemandem umsonst wohnen wollen. In diesem Fall entsteht ein Ungleichgewicht, aber vielleicht liegt es daran, dass Männer selten Hausarbeit als Arbeit ansehen.
 
  • #6
Sobald man anfängt, irgendetwas aufzurechnen, stimmt doch Grundlegendes nicht: putzen, waschen, kochen gegen Miete...

Normalerweise macht man doch die Dinge gemeinsam und teilt sich die Kosten.

Jetzt höre ich nur deine Seite: wenn mir jemand sagt, er könne sein Haus locker für 2000,- € vermieten, um mich unter Druck zu setzen, dann würde ich sagen, mach´s doch, ich möchte lieber allein irgendwo mit meinen Möbeln wohnen. Und das würde ich dann auch tun.

Ich würde mich nicht trennen (ich kenne ja eure Beziehung nicht), aber ich würde alleine wohnen wollen. Dann müsste ich mich nicht auch noch mit der Verwandtschaft streiten. Der Streit hört doch nicht auf; das wäre es mir nicht wert.
 
  • #7
Das Thema mit der Miete im Haus des Partners hat ich neulich erst auf ner Gartenparty. Könnte viel dazu schreiben. Auf der einen Seite ist die Meinung: „Ich zahl doch nicht dein Haus ab“, auf der anderen „ich habe die Kosten und du sparst auf meine“. Das liebe Josefine ist ein Konflikt für jüngere Leute, wo das Haus mit Kredit belastet ist. Ich hatte mal ne Freundin, da kam dann auch das Thema mit dem ins Grundbuch reinnehmen auf, gerade wenn man heiraten und gemeinsame Kinder will. Was du hier schreiben tust, ist an Frechheit ja kaum noch zu überbieten, da stellt sich die Frage was das mit Partnerschaft und Liebe zu tun hat? Gib dein Apartment nicht auf bzw. ziehe auf keinen Fall zu ihm oder willst du dir ständig aufrechnen lassen was dein Putzen wert ist und ob dein Beitrag ausreichend ist. Nie würde ich dahinziehen, Abwertungen in jedem Satz (Möbel nichts wert, Kinder wird Haus überschrieben als Selbstverständlichkeit.) Welchen Beziehungsstatus habt ihr? Du kaufst alles ein von deinem Geld, machst und tust und was macht er? Ach er ist Hausbesitzer natürlich. Ganz schlimm was du da schreibst. Ich hätte 0 Bock da hin zu ziehen, vor allem du gehst in Rente, willst du bis zu deinem Tode die komplette Hausverantwortung haben mit der Angst dann mit 75 allein auf der Straße zu sitzen, weil seine Familie inklusive Schwester (sie spielt welche Rolle?) dich dann gar nicht mehr dahaben will und du zeitlebens von deren Gunst abhängig bist. Nö. Wäre ich der Mann, hätte alles abbezahlt, wäre es mir eine Freude dich dazu haben und ein bissel Geld für Nebenkosten und Einkaufe ja wie vorher gerad noch ok. Sag ihm, es wäre besser, wenn er für 2 T€ das Haus vermieten würde wie er sagt und ob er nicht in dann in eine neue Wohnung zusammen mit 50:50 ziehen möchte.
 
  • #8
Hallo :) Ich bin zwar einiges jünger, jetzt 35, aber die Beziehung zu meinem langjährigen Ex (14 Jahre, er 10 Jahre älter als ich) kam nie aus dem alten Machtkampf heraus, das es SEIN Haus ist. Ich habe geputzt, seinen alten Eltern geholfen, mit renoviert ,Möbel und Küche gekauft. Miete gezahlt habe ich nie. Aber Abwechselnd beim Essen gezahlt und auch Urlaub. Er war schnell dabei seinen Status heraus zu putzen um Druck aufzubauen und sich durch zu setzen. Begegnet er dir auf Augenhöhe oder meint er nicht viel eher du kannst froh sein ihn, den tollen, deinen Freund zu nennen?

Ich bin froh, die ungleiche Beziehung los zu sein und teile mir jetzt mit einem emanzipierten, selbstständigen Mann alle Kosten und Aufgaben
 
  • #9
Hallo @Josefine59 hmm also ich wohne auch im Haus von meinem Partner und dann noch meine Kinder jeder zweite Woche (Wechselmodel) und ich habe es am Anfang selber angesprochen, dass wir es klären sollen wie es mit Miete und Nebenkosten aussieht.
Mein partner wollte davon nichts hören. Hat sofort gesagt, dass er es nicht möchte.
Es hat sich dann selbst angependelt, dass ich das meiste einkaufen übernommen habe, kochen, putzen, waschen auch, aber nicht aus Dankbarkeit sondern weil ich immer so funktioniert habe.
Also ich denke es anzusprechen und bereden nicht schlimm, aber die Weiße wie dein Partner und seine Schwester es in dem Raum werfen und mit welche Arogganz finde ich nich schön. Was heißt bitteschön: das putzen ist inkludiert. Wolltest du je bezahlt werden von ihm? Ich denke nicht.
Ich werde es mit Ihm nochmal bereden und dann lieber überlegen mir eigene Bleibe suchen in Rente.
Die 20000 soll er doch mit der Miete berechnen der A.....
LG W36
 
  • #10
Die Nebenkostenbeteiligung hätte ich an Deiner Stelle mal angeboten.

Ansonsten zeigt sich jetzt aber sein Charakter. Von so einem Mann würde ich mich nicht abhängig machen wollen. Am Ende passt ihm was nicht und er schmeißt Dich einfach raus, Recht hin, Recht her. Du wirst ja auch keine abgeteilte Wohnung bei ihm haben, so dass Du Dich im Falle solcher Streits richtig zurückziehen könntest.

Meine Dienstleitung(en) - Putzen etc. wäre da schon inkludiert bzw ist seiner Meinung nicht so oft nötig, weil er macht keinen Schmutz und „vorher“ war es ja auch in Ordnung bzw sauber.
Das würde ich erstmal als Anlass nehmen, gar nicht mehr zu putzen.

Und dann würde ich mir überlegen, ob man nicht jetzt schon sein Haus vermieten könnte und zusammen mit Dir näher an die Arbeitsstelle ziehen könnte. Dann hätte er 2000 Euro im Monat, ihr könntet euch ne schöne Wohnung mieten und Du würdest eine Unmenge Zeit sparen.
Da könnt ihr dann halbehalbe machen.

Das Haus überschreibt er seinen Kinder. Er meinte dann, ich sollte die Möbel irgendwo einlagern lassen oder er kann mir auch EUR 20.000 geben, damit ich mir neue kaufen kann. Soviel wären die sowieso nicht wert.
Das sieht nicht nach Respekt und Liebe aus. Findest Du Deine Beziehung so gut, dass Du unbedingt bleiben willst? Oder beschleicht Dich ein Gefühl der Erleichterung, wenn Du daran denkst, nicht mehr den langen Arbeitsweg zu haben und Dich nicht mehr um diese Sache und vielleicht noch andere streiten zu müssen?
 
  • #11
Ich würde von mir aus Miete zahlen, wenn ich dort Vollzeit wohnen würde...

Allerdings gefällt mir die Art eures Gesprächs gar nicht

In meinen Augen setzt man sich zusammen und "erarbeitet" was fair ist...
Jetzt musst Du noch die kleine Wohnung bezahlen und in der Rente verdienst Du weniger.
Ob man dann Miete bezahlt oder sich einigt, dass Du die Einkäufe etc übernimmst, die Urlaube ..in welcher Höhe..., sollte sich finden

Ich würde aber nicht am Wochenende 2x 160km fahren um bei ihm zu putzen und ich würde nirgendwo wohnen wollen, wo "nichts von mir ist "!
Nein, er wäre mir zu arrogant und patriarchalisch, so wie es sich hier darstellt
 
  • #12
Ich würde mit deinem Freund nicht länger zusammen sein wollen.
Du nimmst einen viel längeren Arbeitsweg inkauf um mit ihm zusammen zu sein, musst dafür noch eine kleine Wohnung am Ort bezahlen.
Du putzt und wäschst und kochst und kaufst ein. Du bist seine unbezahlte Haushaltshilfe.
Er macht keinen Dreck??? Der war gut.
Dann soll er in Zukunft seine Klamotten selber waschen und in seinem nicht-vorhandenen Dreck ersticken. Wer hat vorher das Haus geputzt? Hatte er eine Putzfrau, oder hat sich das Haus selbst gereinigt?

Ich würde mich an den Nebenkosten zur Hälfte beteiligen. Wenn du ihm die Nahrungsmittel auch noch kaufst und er nur sein Fleisch bezahlt, wird das im Monat auch ein Batzen Geld sein. Außerdem nimmst du ihm noch den Haushalt ab. Ich würde niemals auch noch Miete bezahlen. Das ist eine Frechheit. Würde er darauf bestehen, würde ich Schluss machen und in meiner kleinen Wohnung bleiben.

Wenn er stirbt oder als Pflegefall aus dem Haus musst kommen seine Kinder als Erben, und du stehst von einem Tag auf den anderen ohne Bleibe da. Lass dir wenigstens ein Wohnrecht einräumen für diesen Fall. Das wird er wahrscheinlich auch nicht wollen.

Ich würde mich von dem Mann trennen. Er sollte dich nach so vielen Jahren heiraten und absichern. Du bist nur eine günstige Haushaltshilfe für ihn. Das Bett darfst du auch noch mit ihm teilen. Spart er sich den Puff. Jetzt will er auch noch Miete.

Ganz ehrlich. Geh lieber und such dir einen besseren Mann.
 
  • #13
Ansonsten zeigt sich jetzt aber sein Charakter. Von so einem Mann würde ich mich nicht abhängig machen wollen.
Grundsätzlich solltest du dich mit einer gemeinsam festgelegten Miete beteiligen. Doch so wie es bei euch gerade abläuft, kann ich keine einvernehmliche Regelung sehen. Für einen Mann, der sich dir gegenüber so unnachgiebig verhält wie dieser hier, hätte ich in meinem Leben keinen Platz.
Allerdings gefällt mir die Art eures Gesprächs gar nicht
Genau das wäre für mich der Knackpunkt! Möglicherweise setzt er dich ohne jede Diskussion vor die Tür, wenn ihm in nächster Zeit irgend etwas nicht passt. Willst du diese Abhängigkeit? Immer schön brav das machen, was er einfordert? Wenn mir ein Mann vorrechnen würde, was er ohne mich verdienen könnte (sein Haus für 2.000 € vermieten), wäre ich sofort weg.

Besinne dich auf deine eigenen Stärken - du wuppst dein Leben auch ohne ihn!
 
  • #14
Mich würde einmal interessieren, wie jemand auf eine Miete von 2000 € im Monat kommen kann bei 110 qm Fläche. Das wären doch ca. 20 € je qm.
Das ist wirklich ein Witz. Ich würde lieber das Leben ab 60 allein verbringen. Hat ER schon einmal überlegt, wieviel Geld er Dir geben müsste, wenn Du ihn pflegen müsstest im Alter?
 
  • #15
Kurz und knapp, 500 mit allem drum und dran, aber echt alles, ist ok. Allerding glaube ich das Du in einer kleinen Wohnung wo Du dein Königreich hast mit Deinen eigenen Mobilar 100 mal glücklicher sein wirst, weil Du nicht die Dienerin spielen musst. Soll er doch seine Butze allein putzen. Lass das mal sein immer jedes Wochenende hin, mach was für Dich.
 
  • #16
Diese Gespräch bzw. auch das Angebot empfinde ich als absolute Frechheit.

Wie seht ihr das?
Ich stimme dir zu.
Ich würde mich jedoch an deiner Stelle an den Nebenkosten beteiligen, denn diese Kosten fallen auch bei einem bereits abgezahlten Haus an. Miete kann, muss aber nicht sein. Da gibt es unterschiedliche Auffassungen. Wenn du tatsächlich so viel putzt wie du sagst, würde ich ihm einen kleinen Betrag von 150-200 Euro geben.


denn für sein Haus (110 qm Wohnfläche) könnte er locker EUR 2.000 Miete bekommen.
Haha, toller Witz. Die Sache ist die - dann müsste er aber ausziehen. Vermieten kann er ohne seinen Auszug allenfalls ein Zimmer oder, falls abtrennbar, einen bestimmten Bereich. Das Argument zieht also nicht.

Kaufst du sämtliche Lebensmittel außer Fleisch selbst? Das würde ich lassen. Gemeinsame Kosten sind gemeinsame Kosten, also lass ihn ebenfalls einkaufen gehen oder geht zusammen und mal zahlt er, mal du.

W35
 
  • #17
Diese Gespräch bzw. auch das Angebot empfinde ich als absolute Frechheit.
Wie viel bist Du denn da? Ich beteilige mich zur Hälfte an den Nebenkosten incl. Kreditzinsen und Rücklagen für Reparaturen und Lebensmitteln (wir sind zu dritt). Mein eigenes Haus steht ungenutzt 5 km weiter. Ich selbst habe noch nie von einer Frau Miete oder Nebenkosten genommen.

Das mit den Möbeln ist immer schwierig, weil man ja nicht seine Sachen wegwerfen will und in der Regel der Hausbesitzer voll ausgestattet hat. Seine Reaktion hier ist unterirdisch.
Eine hälftige Beteiligung bei Ersatz oder neuen Anschaffungen sollte dann aber normal sein. Dass man sich den Haushalt teilt, sollte ebenso keine Diskussion ergeben.

Sein Verhalten finde ich dann etwas merkwürdig. 2000 Euro für 110 qm deuten auf eine gute Lage in München hin. Gehört das Haus ihm und seiner Schwester? Schlag ihm doch vor, dann wirklich zu vermieten und eine tolle Wohnung zu nehmen.

500 Euro Gesamtbeteiligung sind dann nicht unbedingt überteuert, wenn Du Vollzeit dort wohnst.
 
  • #18
denn für sein Haus (110 qm Wohnfläche) könnte er locker EUR 2.000 Miete bekommen.
Hm, warum tut er es nicht? Er kann zu Dir ziehen und sein Haus vermieten. Erst mal Probeweise für ein Jahr und wenn es klappt dann dauerhaft. Dann habt Ihr beide mehr davon. Er kann sich bei der Miete und Nebenkosten deiner Wohnung beteiligen, du bezahlst weniger Miete, hast weniger Putzarbeit, keine Fahrerei und Ihr könnt mit dem 2000 Euro schöne Unternehmungen machen. Somit ist das Problem gelöst.
Alternativvorschlag: Du beteiligst dich an die Nebenkosten und Lebensmitteleinkauf und die Kosten für Putzhilfe.
Alles andere fände ich unfair.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
danke für die Antworten, dann bin ich mit meiner Einstellung bzw. Wahrnehmung doch nicht so alleine.

Warum ich alleine putze - leider hat er es nicht so mit der Putzerei und sieht einfach nichts. Ich habe deshalb schon immer saubergemacht, einfach, weil ich mich sonst nicht wohlfühle. Und es ist nicht so, dass ich pingelig bin, zB. bei ihm lagen wirklich wochenlang die toten Fliegen auf dem Fensterbalken.

Ich bin meist diejenige die fährt, weil 2018 meine Katze zu ihm gezogen ist und dort wohnt. Er hat ein Haus mit Garten, meine Katze ist Freigänger seit Geburt an. Ich wohne jetzt im 1. Stock in einer 55 qm-Wohnung, ohne Balkon und an einer sehr viel befahrenen Straße.

Aber ich werde es tatsächlich so machen, dass ich selbständig bleiben werde und eine eigene Wohnung behalten werde. Aufgrund der momentanen Gegebenheiten muss ich doch nochmal umziehen, aber das macht nichts. Das werde ich dann aber im Oktober 2021 angehen.

Welche Rolle seine Schwester spielt? Das wüsste ich auch zu gerne. Zunehmend mischt sie sich jedoch ein, "erinnert" ihn bei jeder Gelegenheit, dass er 2 ganz tolle Kinder hat, die ganz nach ihm geraten sind und sich z.B. über Unterstützung bei den Mietzahlungen, Zuschuss zum Urlaub etc. sicher sehr sehr freuen würden (auch vor seinen "Kids", die sind dann immer ganz peinlich berührt)
 
  • #21
@Süsse65 , vielen Dank, du sprichst mir aus der Seele, ich bin momentan auch total sauer.

er hatte vorher eine Putzfrau, die kam alle 14 Tage für 2-3 Stunden. Hat natürlich hinten und vorne nicht gereicht, zudem sie auch noch gebügelt hat.

Er sagt immer, die Katze macht den meisten Schmutz, vorher war es sauber. Gut, sie haart, aber das ist wirklich das kleinere Übel.

Ich habe eben der Neugierde halber die Kosten für Lebensmittel/Getränke und Wasch/Putzmittel für August zusammengerechnet, es waren EUR 438.

Hat er seine Kinder mit ihren Partnern und seine Schwester zum Essen eingeladen, es gibt Schnitzel mit Kartoffelsalat bzw.

Bratkartoffel und dazu grünen Salat. Letztes Mal habe ich das alleine gemacht und es war wirklich Stress und viel Arbeit.

Ich habe morgen keine Lust und deshalb kurzfristig mit einer Freundin etwas ausgemacht. Soll er mal schön alleine machen.

Bin gespannt, wie die Küche danach aussieht ☹

PS – aufgrund von Corona und homeoffice bin ich seit April nur mehr 3 Tage in der Firma und 4 Tage bei ihm bzw. nutzt er öfter alleine oder mit einem Freund meine Wohnung in Österreich als Ausgangspunkt für Berg/Radtouren. Seinen Kindern hat er diese -nach Rücksprache mit mir- auch angeboten. Genutzt haben sie das Angebot noch nicht, im Winter wahrscheinlich dann jetzt zum Skifahren.
 
  • #22
Wenn ich bei meinem Freund einziehen würde, würde ich NIE IM LEBEN alleine den Haushalt übernehmen.
Exakt, damit fängt es an, und dann endet es wie hier - ist sowieso nicht nötig und wird nicht gesehen.
So wie auch die Kosten für die Einkäufe.

Ich finde die Einmischung der Schwester unverschämt. Das geht sie nichts an.
Und ansonsten wäre es der Anlass, mal genau zu reden, Lastenverteilung, etc.

Mir wäre diese Diskussion in der Art zu blöd, Respekt geht anders.

Ich würde mich nach einer besseren Nebenwohnung umsehen, und dahin ziehen.
Und dann höchstens LAT, aber wohl eher dann gar nicht.

W, 51
 
  • #23
Ich finde, solange man zwei Wohnungen hat und jeder nur bei den anderen Übernachtungen hat, kann man den anderen nichts dazu geben.
Anders sieht es aus, wenn man richtig zusammen wohnt, dann sollte jeder in etwa die Hälfte zahlen, oder was fiktiv die Hälfte wäre, wenn es schon abbezahlt wäre.
Aber selbstverständlich gehört zu zusammen wohnen auch ein gemeinsamer Haushaltsplan, so dass die Arbeit gerecht geteilt ist, und deine Möbel mit dazu, so dass es behaglich ist für euch beide
 
  • #24
Diese Gespräch bzw. auch das Angebot empfinde ich als absolute Frechheit.

Wie seht ihr das?
Grundsätzlich sehe ich das auch so, aber ich bin ja auch anders als viele andere Kinder.

Erst mal stoße ich daran an, dass ihr seit 8 Jahren ein Paar seidund Dir erst jetzt auffällt, welchen Charakter dein Freund hat.
Das kann nicht plötzlich gekommen sein.

Aber, damit nun zu meiner Einstellung.
Wenn ich mit einer Frau 8 Jahre eine Beziehung führe und sie schon 2 Jahre bei mir wohnt, muss das Liebe sein.
Wenn ich dann dazu noch so gut aufgestellt bin, dass ich mir um Miete und so ein Zeugs keine Gedanken machen muss,
( er gibt Dir mal eben 20 K für die Möbel), dann mache ich nicht so ein Fass auf.
Mein Haus in dem ich wohne ist meins. Wem ich das vererbe entscheide ich.
Soll heißen, meine Sohn hat sein eigenes Haus und gehört ihm, also entweder bekommt er meins, wenn ich die Augen zu mache, oder wenn ich bis dahin nochmal eine liebe Frau an meiner Seite habe und so mit ihr zusammenlebe wie ihr, bekommt sie es.
Mein Junge hat genug zum Leben, ich kann nix mit in die Hölle nehmen, also gibt es nix zu grübeln.
Ich persönlich finde ein solches Verhalten sehr beschämend, aber weise auch darauf hin, dass du nicht ganz unbeteiligt bist, dass dir das jetzt so wiederfährt.
Was nimmst du dir denn auch so einen Pfosten?
Vorausgesetzt, dein Beitrag entspricht genau so der Wahrheit.
Und da bin ich mittlerweile Vorsichtig geworden, denn es wird ja nix so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Ich würde lieber auf 60 qm wohnen mit meinen Möbeln und meinen Lebensabend geniessen, als das ich mir von meiner Partnerin aufrechnen lassen, dass meine Vorstellung von Beziehung eine ganz andere ist wie ihre.
Diesen Frust bekommst Du niemermehr aus der Birne.
Näääää! Im Leeve nit!
Da muss man schon sehr abhängig sein um das zu ertragen und selbst dann würde ich es alleine durchziehen.

m49
 
  • #25
wie jemand auf eine Miete von 2000 € im Monat kommen kann bei 110 qm Fläche.
Das hängt schon vom Wohnort ab. Gegenüber Salzburg ist München noch recht günstig. 2000 € für 120 qm sind eher normal. In Anif sind es schon 2500€ und man hat einen schönen Blick auf den Watzmann.
Für 30 qm zahlt man schon 600 oder 700 €.

Da ja die FS nicht genau gesagt hat, wo die Wohnung ist und es ja auch grenznah zu Deutschland ist, dann fallen mir nur Oberösterreich, Tirol und Salzburg ein. Gut Vorarlberg würde auch noch gehen, aber wer wohnt schon freiwillig in Vorarlberg. Dieses Bundesland wurde uns von Bayern im 19. Jahrhundert gegeben und dafür hat Bayern auch einen Teil von Oberbayern erhalten. Mir wäre Berchtesgaden, Inzell usw. lieber als Vorarlberg.

Ach ja dann gibt es noch einen großen Unterschied:
Wenn man eine Wohnung in Österreich anmietet, dann gilt dies nur für 3 Jahre und dann kommt ein neuer Mietvertrag und dieser gilt wieder nur für 3 Jahre.
 
  • #26
Ich finde das alles merkwürdig.
Bist Du wirklich über seine Finanzen informiert?
Entweder braucht er Geld, oder er will Dir den Einzug damit madig machen. Wie ist denn das Verhältnis zu ihm, seitdem Du vier Tage/Woche bei ihm bist? Geht Ihr Euch auf den Keks?

Eine Beteiligung an den Nebenkosten ist mE vollkommen in Ordnung. Du bist z. Zt. auch viel bei ihm. Wenn ich aber lese, dass Dienstleistungen in seiner Rechnung bereits berücksichtigt sind... 🤮
Ich würde jetzt NK anteilig zahlen, etwas in die Haushaltskasse geben und nur einen gewissen Teil der Hausarbeit (Kleinigkeiten) verrichten. Er kommt Dir ja auch nicht die Bude putzen, die hast Du schließlich zusätzlich. Für den Ruhestand würde ich in seine Nähe ziehen. Dann kann jeder seine eigenen Kosten tragen.

Ich würde mir vorrangig Gedanken machen, wie es plötzlich zu seinen Forderungen kommt. Nach acht Jahren dieser Sinneswandel?
Möbel sollen ggf eingelagert werden? Der will doch gar nicht, dass Du einziehst.
 
  • #27
Im Rhein-Neckar Kreis zahlst du in sehr guter Lage auch 2000€ für 100/120 qm. Ich kenne einige Familien (alles gutverdienende Ärzte/Professoren) die sich das locker leisten können.
In Ostdeutschland in der Pampa kriegst du dafür ein riesiges Haus mit Garten nachgeschmissen.
Aber selbst wenn du Miete für ihn zahlen müsstest wäre das die hälftige ortsübliche Miete, und dafür steht dir auch das halbe Haus zu und deine eigenen Möbel.

Wenn er eine Haushaltshilfe vier Tage die Woche bezahlen muss wird das mindestens ein Minijob/Midijob. Dann noch deine 400/450€ für Lebensmittel/Putzmittel - dann kommst du schon auf fast 1000€ im Monat die er spart.

Dann erwähnst du noch am Rande, dass dein Freund ja auch ab und zu deine Wohnung mit einem Freund nutzt als Ausgangspunkt für Bergtouren. Da verlangst du doch auch keine Kosten von ihm.

Nee lass mal. Behalte deine Wohnung oder zieh mit Renteneintritt in eine bessere Wohnung.
Geh tanzen sobald es wieder geht, es gibt auch für Ü60 Tanzclubs. Genieße dein Leben, und lass dich nicht missbrauchen.

Halte uns auf dem Laufenden 💕.
 
  • #28
Was du hier schreiben tust, ist an Frechheit ja kaum noch zu überbieten, da stellt sich die Frage was das mit Partnerschaft und Liebe zu tun hat? Gib dein Apartment nicht auf bzw. ziehe auf keinen Fall zu ihm oder willst du dir ständig aufrechnen lassen was dein Putzen wert ist und ob dein Beitrag ausreichend ist.
Das ist mitnichten keine Frechheit. Sie putz bei ihm sie geht einkaufen. Das auch noch von ihrem Geld. Das würde ich auch nicht einsehen, dass das nicht angerechnet wird. Natürlich kann man so was mal aus Liebe machen. Wenn der andere allerdings ausgenutzt wird dann hört es auf.

Ich finde es eher von ihm eine Frechheit. Wenn sie schon Miete bezahlen soll, dann darf sie auch mitbestimmen. Er kann doch nicht verlangen, dass sie ihre Möbel weg schmeißt.
 
  • #29
Sorry HundKatzeMaus ich habe dich nicht richtig verstanden. Es ist von ihm eine Frechheit überhaupt was zu verlangen. Habe deine Antwort nicht komplett gelesen.

Du hast ja auch Kosten wenn du jedes Wochenende zu ihm fahren musst. Das sind ja dann insgesamt 320 Kilometer. Hat er dir schon mal was für den Sprit gegeben?
 
  • #30
Na, natürlich nicht!

Du putzt und wäscht freiweillig, aber verlangst nichts dafür? Dann ist es auch nichts wert! Sagt er dir ja selbst, dass du dir die Arbeit sparen kannst.

Und was hat da die Schwester mitzureden? Sag ihnen doch, dass doch das Haus eh abbezahlt ist.

Ich würde da gar nicht erst einzeihen. wer weiß, was später mal ist. Und wenn er tot ist, kriegt das Haus die Kinder, du bist dann im Alter obdachlos. Da bist du bist schön doof!

Von deiner Rente (wie viel ist das denn?) sollst du dann noch 500 Euro abbezahlen? Das wird dir doch hinten und vorne nicht zum Leben reichen.

Meine Dienstleitung(en) - Putzen etc. wäre da schon inkludiert
sagt wer?


Ich habe dann gefragt, wo ich meine Möbel hinstellen kann und falls ihm etwas zustoßen sollte (oder wir uns trennen), muss ich sowieso ausziehen.
Und dann willst du als alte Frau nochmal eine Wohnung suchen? Dir ist schon klar, dass man dich in ein Altersheim steckt, weil kein Mensch einer alten Frau mehr eine Wohnung zumuten wird.

Das Haus überschreibt er seinen Kinder. Er meinte dann, ich sollte die Möbel irgendwo einlagern lassen oder er kann mir auch EUR 20.000 geben, damit ich mir neue kaufen kann. Soviel wären die sowieso nicht wert.
Geld nehmen! Bzw. ihn fragen, ob er für die 20.000 Euro nicht auf die Miete verzichten will die nächsten 10 Jahre.

Diese Gespräch bzw. auch das Angebot empfinde ich als absolute Frechheit.
Ja, ich auch, aber ich wäre mit so einem Mann nie zusammen. Die Liebe ist es nicht wert, dass du deine Wohnung aufgibst. Du musst doch eines Tages sowieso wieder alleine wohnen, wenn du das Haus verlierst.