• #31
Ich habe früher 100%gearbeitet, mein eigenes Geld verdient und ja, jetzt bin ich zu 100% finanziell abhängig. Das Haus hat er mir zur Hälfte bereits geschenkt und offeriert mir eine Zweitausbildung.
Hm, man kann jetzt natürlich darüber diskutieren, was für ein hinterhältiger Machtmensch er ist, aber wenn mich jemand zu 100% finanzieren und mir noch ein halbes Haus schenken würde (trotz Streitigkeiten, der Hauskauf ist ja noch nicht lange her), würde ich das schon irgendwie als Liebesbeweis sehen oder so, dass ihm was an dir und der Ehe liegt. Also ich finde das gar nicht selbstverständlich, sondern schon sehr nett irgendwie, wenn man das so sagen kann.

Dass du wegen des Kindes/Mutterschutz etc. erstmal aufgehört hast zu arbeiten, ist nachvollziehbar. Aber kriegt du dann nicht Bezüge oder Arbeitslosengeld oder so was? Hast du für immer gekündigt? Hattest du vor, nach ein, zwei Jahren wieder (in Teilzeit) zu arbeiten oder gar nicht mehr? Mochtest du deine Arbeit nicht? Cool, dass er dir eine zweite Ausbildung finanzieren will.

Nein, natürlich sollst du nicht nur wegen des Geldes bleiben, wenn alles schlimm ist. Trotzdem wirkt es auf mich, als würde er sich um dich kümmern. Ich frage mich nur, ob dem Mann hier etwas Unrecht getan wird, wenn man nur ihm die Schuld gibt. Zu Beziehungsproblemen gehören immer zwei. Er meint, du seist psychisch krank oder so was? Das will ich jetzt nicht unterstellen, aber vielleicht hat er recht, dass du manchmal nicht "ganz einfach" bist. Denn hier wirkst du zwar nett, aber durchaus auch etwas problematisch mit deinem aufbrausenden Charakter etc. Und wenn du gar nicht arbeitest, sondern dich, wenn er von der Arbeit kommt, mit Frust und Aggressionen auf ihn stürzt ... Könnte tatsächlich manchmal anstrengend für ihn sein.
Es gehören jedenfalls immer zwei dazu, schau auch auf deine eigenen Fehler und Schwächen.
 
  • #32
Da passt doch sicher mehr nicht, vieles nicht mehr im Lot.
Lionne69, was gehört für Dich zum Menschsein ? Wenn jemand von sich sagt, sie sei aufbrausend, ziemlich verwirrt und nicht ausgeglichen ? Jetzt echt, hier scheint die Toleranzgrenze, wie sich Menschen verhalten zu haben, sehr eng zu sein. Es gibt Lebensabschnitte, da kann es so sein und zwar nicht, weil man total übergeschnappt ist. Auch Probleme mit dem Partner können viel komplexer sein als einfach aus Lebensunzufriedenheit die Sündenbockerklärung zu bemühen.
 
  • #33
Es gibt Lebensabschnitte, da kann es so sein und zwar nicht, weil man total übergeschnappt ist.
Ja da hast du Recht Nona. Z.B. nach einer Schwangerschaft. Hormone können sehr viel durcheinander bringen, oder aber auch der Geburtsschmerz kann ein Auslöser für Aggression und Abneigung sein.
Es findet eine große Veränderung statt im Leben. Du fühlst dich plötzlich abhängig und ans Haus gebunden, ohne Kontakte. Du bist nur noch für das Kind da Tag und Nacht. Er versucht dir eine Perspektive zu eröffnen, mit Ausbildung usw.
Öffne dein Herz und denk darüber nach, ob er wirklich so ein schlimmer Mensch und Ekel ist, oder ob du das nur so empfindest.
STOP Streiting.
Hol dir Unterstützung, wenn das mit dem Kind zu anstrengend wird.
Die Schwägerin, die Oma oder oder....
Die passen sicher auch gerne mal auf, oder gehen mit dir spazieren.
Du musst diese "Last" nicht alleine tragen.
Er ist in der Arbeit und kann dich leider nicht unterstützen unter der Woche.
 
  • #34
Danke Schnuppe78
So ist es. Ich hatte von Juni fast 1 Jahr lang eine postpartale Depression und lebte zeitweise ganz bei meinen Eltern. Ich konnte die langen Tage alleine zuhause mit dem Kind fast nicht bewältigen. Ich fühlte mich total einsam und isoliert. Dazu aber auch übertriebene Angst um das so ersehnte Kind. Es hängt alles zusammen. Ja und im Job versuchte ich wieder Fuß zu fassen, ging 4 Stunden verteilt auf 2 Nachmittage die Woche arbeiten, ging sehr gut. Aber dann ab September musste ich vom Arbeitgeber aus auf 20 Stunden / Woche aufstocken. Ich machte es 3 Tage lang und konnte danach nicht mehr. Nächte mit 8x stillen und weinendem Kind, liesßn mich total an die Grenze gehen. Ich habe dann die Kündigung eingereicht nach 11 Jahren und sitze jetzt zu Hause. Ich liebe meine kleine Tochter über alles.
Aber ich fühle mich als Versagerin. Wie schaffen es andere ? Warum ich nicht ?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #35
Hm, man kann jetzt natürlich darüber diskutieren, was für ein hinterhältiger Machtmensch er ist, aber wenn mich jemand zu 100% finanzieren und mir noch ein halbes Haus schenken würde (trotz Streitigkeiten, der Hauskauf ist ja noch nicht lange her), würde ich das schon irgendwie als Liebesbeweis sehen oder so, dass ihm was an dir und der Ehe liegt. Also ich finde das gar nicht selbstverständlich, sondern schon sehr nett irgendwie, wenn man das so sagen kann.
So reagieren viele Frauen, warum? Weil es Frauen gibt, die sich vom Mann kaufen (sponsern) lassen, solche Frauen nennen dies Liebesbeweis, ist es aber nicht, denn echte Liebe braucht keinen Beweis. Dieser Mann wird schon wissen, warum er das zu seinem Vorteil getan hat, er hat die Frau quasi dadurch materiell (wirtschaftlich) an sich gebunden, sie also gekauft, warum hat er sie schon gleich zu Beginn mit dem Alter belogen und betrogen? Weil er sie sonst nicht bekommen hätte! Mit seinem materiellen Vorgehen hat er ihr die Freiheit und die Unabhängigkeit genommen, deswegen fällt es ihr jetzt sehr schwer, die Trennung und die Scheidung durchzuziehen, eine gezielte und bewusste Handlung seinerseits im Eigennutz vorab!
 
  • #36
Liebe FS, die Menschen sind unterschiedlich. Jeder hat seine Schwachpunkte und daran kann man ja arbeiten. Schade, dass du gekündigt hast. Jetzt schaue aber nach Vorne und vielleicht ergibt sich wieder eine Möglichkeit eine neue Stelle zu finden oder frage deinen ehemaligen Arbeitgeber wieder ob sie Vakanzen haben. Vielleicht kannst Du jetzt 20 Stunden arbeiten, wo die Kleine nicht mehr gestillt wird.
 
  • #37
So reagieren viele Frauen, warum? Weil es Frauen gibt, die sich vom Mann kaufen (sponsern) lassen

Interessante Antwort, INSPIRATIONMASTER. Der Kaufvertrag wurde im Mai 2020 unterschrieben. Mein Mann dachte nicht daran, mich in den Kaufvertrag zu nehmen. Nicht aus Taktik sondern weil es ihm nicht in den Sinn kam. Der Makler sagte, hier müsse die Ehefrau hälftig drin stehen, das mache man so. Ihm habe ich also das ‚Geschenk‘ zu verdanken, die Bank allerdings wies meinen Mann noch explizit darauf hin, alleine Käufer zu sein, da es ausschliesslich sein Vermögen sei. Mein Mann hörte offenbar beide Meinungen und entschied sich für eine Meinung.

Man sieht hier an diesem Beispiel, wie schnell ganz private Gedankengänge zu Konstrukten führen, die überhaupt nicht so sind in der Realität.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #38
Man sieht hier an diesem Beispiel, wie schnell ganz private Gedankengänge zu Konstrukten führen, die überhaupt nicht so sind in der Realität.
Ich halte deinen Mann für so bewusst clever, dass er genau wusste, was er macht, um dir die Trennung und die Scheidung nicht einfach, sondern schwer zu machen, was aktuell der Fall ist! Das ist es solchen Männer wert, Frauen im goldenen Käfig zu behalten!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #40
Aber dann ab September musste ich vom Arbeitgeber aus auf 20 Stunden / Woche aufstocken. Ich machte es 3 Tage lang und konnte danach nicht mehr. Nächte mit 8x stillen und weinendem Kind, ließen mich total an die Grenze gehen.
Du sprichst aber jetzt von 2019 und nicht von 2020? Dein Kind ist mittlerweile 19 Monate alt und wäre im September 2020 16 Monate alt gewesen. Ein 16 Monate altes Kind muss gar nicht mehr gestillt werden, erst recht nicht 8x pro Nacht. Dass Stillen und Arbeiten schon hormonell nicht funktioniert, da bin ich ja ganz bei Dir, aber der Rest erscheint mir nicht wirklich plausibel.
Sei mir nicht böse Nona, aber wenn wir tatsächlich von 2020 reden, dann klingt das Ganze schon sehr unorganisiert und lässt sich m.E. tatsächlich nur mit einer Depression erklären. Kinder fallen nicht über Nacht vom Himmel und der berufliche Wiedereinstieg inkl. Abstillen sollte eigentlich geplanter ablaufen. Es sei denn, frau beschließt, dass Arbeiten doch recht stressig ist und man sich lieber wie auf ein Sofakissen zurücklehnt und dem Alleinernährer diesen Part überlässt. War dies bei Dir der Fall?Das Kind war langersehnt? Ja nun denn, was ist dann so schlimm daran ein Jahr mit einem Baby zu Hause zu bleiben, wenn es langersehnt war. Okay, coronabedingt mögen die ganzen Tüddelkurse über Babyschwimmen, Massage, Krabbelgruppe etc. nicht stattfinden, aber dafür gibt es Internet und man kann sich gut mit den anderen Muttis draussen treffen, die finden sich im Internet.
Im Gegensatz zu meinen Vorschreiberinnen sehe ich nach Deinem nachgeschobenen Post noch nicht Hopfen und Malz verloren, vorausgesetzt, dass Dir der Ekelsatz hier nur in Deiner Wut rausgerutscht ist.

M.E. hat @Inanna* nicht ganz Unrecht und auch dem Master der Inspiration stimme ich in seinem letzten Post zu. Kannst ja mal überlegen, ob da was dran ist. Alles kann man halt nicht haben. Lass Deine Depression behandeln und gib Dir einen Tritt in den A.llerwertesten oder trenn Dich. Mit der halben Haushälfte fällt es sich zumindest leichter.
W,55
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #41
Aber ich fühle mich als Versagerin. Wie schaffen es andere ? Warum ich nicht ?
Du bist keine Versagerin. Es ist nur wirklich keine leichte Aufgabe, die du hast. Kleine Kinder sind anstrengend. Der ganze Tagesrhythmus ist plötzlich durcheinander. Man versucht in den kurzen Pausen, in denen das Kind schläft, seinen eigenen Schlaf nachzuholen. Überhaupt, wenn der Schlaf fehlt, ist die ganze Konstitution nicht gut.
Nebenbei soll auch noch der Haushalt erledigt sein usw. Dann ja die Isolation, die man so nicht kannte. (Ich habe selbst keine Kinder, aber ich kann gut beobachten).
Du musst mehr Nachsicht mit dir selbst üben. Sicher versucht man alles perfekt zu machen. Gerät aber an seine körperlichen und auch seelischen Grenzen. Das geht nicht nur dir so. Gerade jetzt sind in dieser Pandemie viele Möglichkeiten begrenzt, die man normalerweise hat. Da findet keine Babygymnastik usw. statt. Das macht sich natürlich auch bemerkbar.
Es verstärkt das Gefühl der Isolation.

Sie wird immer noch, auch mit 19 Monaten gestillt. Natürlich nicht voll gestillt.
Vielleicht solltest du doch abstillen. Lass dich dazu beraten. Ich bin zwar kein Arzt, aber sei dir bewusst, solange du stillst, zehrt das deinen Körper aus. Es werden dann dauerhaft entsprechende Hormone produziert, die natürlich auch dein Befinden beeinflussen. Womöglich werden auch zu wenige Hormone produziert, die für die Regeneration zuständig sind. Kannst du dir ja überlegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #42
Unbedingt. Du befindest Dich im Nestbautrieb, deshalb der unüberlegte Hauskauf, Du befindest Dich im Versorgungs- und nicht im Arbeitsmodus, deshalb mal 2 Tage 2 Stunden arbeiten, ganze 3 Tage auf 20 Stundenbasis und dann zack die Kündigung raushauen. Bring Deinen Hormonhaushalt wieder auf Normalspur und höre auf Dich selbst zu bemitleiden. Was nützen Dir und Deinem Kind der ganze Stillbindungskram, wenn Du ihm so eine Unausgeglichenheit und so eine katastrophale Beziehung bietest? Gar nichts.
Ich tippe mal darauf, dass dies ein großer Teil der Ursache ist.
Btw, ich bin durchaus eine Stillbefürworterin, aber alles zu seiner Zeit - und bei 19 Monaten ist die Zeit aber allemal überfällig.
W,55
 
  • #43
Immerhin belasten wir damit weder die öffentliche Hand (Krankentaggeld) oder andere Institutionen.

Deine Antworten machen mich etwas traurig, liebe Silly. Sie sind wenig verständnisvoll, fragend und vor allem etwas, als private Meinung deklariert sondern: es ist so.‘ Denk mal drüber nach, ob Du mit Deinen Kommentaren hier Gutes tust.

Bitte nicht...man kann auch anders. Viel Liebe.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #44
Von wo weisst Du, dass unsere Tochter nicht mehr gestillt wird ?
Ich habe mich mit ‚bindungsorientierter Beziehung‚ auseinandergesetzt, Stillen nach Bedarf. Sie wird immer noch, auch mit 19 Monaten gestillt. Natürlich nicht voll gestillt.
Du musst ja nicht heute auf Morgen alles ändern. Es benötigt ja eine gewisse Zeit. Dein Kind wird nicht mehr vollgestillt. Es braucht auch andere Nahrungsmittel, Gemüsebrei, Obst, andere Getränke usw. Du könntest erst einmal einen Krippenplatz finden, die Anmeldung und Gewöhnungszeit wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Dann nutzt du die freie Zeit für dich um Bewerbungen zu schreiben. Eins nach dem anderen. Du schaffst es.
 
  • #45
Deine Antworten machen mich etwas traurig, liebe Silly. Sie sind wenig verständnisvoll, fragend und vor allem etwas, als private Meinung deklariert sondern: es ist so.‘ Denk mal drüber nach, ob Du mit Deinen Kommentaren hier Gutes tust.
Ne, ne liebe Nona, das lass ich hier nicht so unkommentiert stehen. Meine Meinung ist hier - wie die der Anderen auch - immer privat. Ob Du Krankentagegeld oder H4 bekommst, ist nicht das Thema. Würde die öffentliche Hand zur Not auch noch überstehen.
Du fühlst Dich als Versagerin und fragst, wie andere Frauen das hinbekommen. Ich behaupte mal, dass die Mehrheit der jungen Mütter ( private Meinung) dies sehr wohl hinbekommt. Deine Traurigkeit bringt Dich da nur bedingt weiter und Deine Wut auf Deinen Mann ebenso wenig.
Wenn frau mit ihrem Kind glücklich und zufrieden im Häuschen lebt, der Ehemann glücklich und zufrieden die Knete alleine herbei scheffelt, kann frau bis zum Sankt Nimmerleinstag stillen, wenn es ihr denn gut tut. Klingt bei Dir aber mal so ganz anders.
W,55
 
  • #48
Da tun sich ja einige Baustellen auf.
Ich denke, dass die FS sich eine to do Liste zulegen sollte u diese abarbeiten könnte. Zum einen medizinischer Check (Hormone, Serotoninspiegel, Schilddrüse ggf). Dann generell Lebensqualität checken (Bewegung, Ernährung). Tu deiner Seele u deinem Körper was Gutes, wenn du kannst.

Ad Baby: Da ist es ganz simpel und keine Frage des Alters (ich bin 37). Hör auf mit Pipikram. bedarfsorientiertes Aufziehen des Kindes bedeutet nicht, dass ich mir den letzten Funken Energie aussaugen lasse. Ich hab 5 große Kids/Teens und ein ein Jahr altes Mädchen. Unser Alltag ist strukturiert, ich habe eine Putz-, Koch-, Einkaufsroutine. Die Kleine macht mit. Wir stillen auch, einmal morgens einmal abends. Dazwischen gibt's Essen für Große. Wenn sie ne schwierige Phase hat gibt's die Babytrage umgebunden u ich hab die Hände frei. Ihr habt kein Geldproblem, also kannst du dir eine Babysitter leisten.
Ist jetzt vielleicht off topic: aber man muss nicht jedem pädagogischen Mist folgen, sondern in sich hineinhören, was passt, Hilfe einfordern und annehmen und sich organisieren. Babys mögen Struktur.

Wenn du gut auf dich schaust und den Alltag mit Kind einigermaßen für dich strukturiert hast, kannst du wieder klar denken. Sorg dafür, dass du deinen Schlaf bekommst. Milch abpumpen u Papa gibt mal die Flasche.
Dann ausgeschlafen, organisiert u klar triffst du deine weiteren Entscheidungen.

Mach Psychotherapie um die Themen die dich bedrücken zu klären. Komm in Aktion, in die Selbstverantwortung.

Wir wissen alle nicht, ob du das Opfer deines Mannes bist, oder er das deinige. Wahrscheinlich seid ihr zwei Menschen, die sich irgendwo auf dem Weg verloren haben und keine gemeinsame Sprache mehr finden.
Was man aber aus deinen Texten rauslesen kann, ist dass du irgendwann irgendwie deine Selbstbestimmung verloren hast.

Falls du ganz akut depressiv bist und dir alles wirklich zuviel wird, kauf dir bitte Haushaltshilfe und Nanny zu. Das ist keine Schande, sondern kluges Verhalten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #49
Es ist interessant, wie Du, Nona, jeden Post, in den sich ein Kritikansatz befindet, zerreißt.

Ja, es gibt die postnatale Depression, kann richtig problematisch sein.
Nur - man kann etwas dagegen machen

Vielleicht ist es auch ein Generationenproblem. Du könntest meine Mutter sein vom Alter her. Vieles hat sich verändert in der Zeit, als Du jung warst.
Genau, damals zu Zeiten meiner(!) Mutter schwierig. Zu meiner Zeit durchaus Thema, wie auch das Thema Stillen.

Du könntest also durchaus was tun.
Aber, ganz überspitzt, sitzt Du die Depression aus, findest viele Gründe nichts zu unternehmen.

Und Dein Mann klingt für mich schlicht überfordert, flüchtet - in den Keller, ins Café oder in die andere Wohnung.

Es liegt an Dir, etwas zu ändern - und Generationenthema, heute kann Frau viel mehr tun.

W, 51
 
  • #50
Wie kommt es denn nun zu Streitigkeiten ?
Wo sind die Auslöser ?
Hallo Kirovets, ich habe ein bisschen Angst darauf zu antworten. Vielleicht meldet sich Silly wieder und ich muss mich dann in die Ecke verkriechen. Irgendwie sind aber doch die vielen unterschiedlichen Antworten hilfreich, natürlich auch die, die mich nachdenklich machen, weil so viel Wut herausklingt.
Nun denn...[flüsternd]: es sind halt wirklich zt Alltagsbanalitäten, die mich auf die Palme bringen. Wohl durch meine reduzierte körperliche und psychische Verfassung bedingt, mag ich beispielsweise nur wenige Besuche. Mein Mann hingegen möchte immer wieder Freunde einladen. Das ist mir zuviel. Daraus ergeben sich unendlich lange Diskussionen. Ich bin grad am hirnen, so blöd es tönt aber ich vergesse so vieles wieder (Stilldemenz ?) Ach...er kommt von der Arbeit relativ missmutig zurück. Dann treffen quasi 2 Menschen aufeinander, deren Bedürfnisse nicht unterschiedlicher sein könnten: er möchte erstmal Ruhe und ich - ausgehungert von sozialen Kontakten - möchte mich unterhalten...oder er überfordert mich ständig mit Freizeitideen: macht Radtouren mit riesigen Höhenmetern im dichten Verkehr. Gar nicht mein Geschmack, wie soll ich sowas total übernächtigt schaffen ? Ich frage mich dann, was er gecheckt hat, wie müüüde ich bin ?
Es ist nunmal so, dass ich während der Schwangerschaft mich sehr intensiv beschäftigt habe und die ‚bedürfnisorientierte Mutterrolle‘ (vgl William Sears oder auch sehr aktuell von Nicola Schmidt ‚artgerecht‘) mich am meisten ansprach. Was in der Theorie gut tönt, ist in der Praxis halt manchmal fast nicht zu stemmen. Es ist mein 1. Kind also habe ich 0 Erfahrungen. ‚Bedürfnisorientiert‘ heisst, stillen so lange das Kind das möchte, das kann bis 6 jährig sein oder länger. Stillen ist ja dann auch Geborgenheit / Trost. Ich wollte die Milch abpumpen, als ich arbeiten ging, probierte es 8 Wochen vorher, die Brust entzündete sich etc. Gleichzeitig hatte ich eine Mittelohrentzündung kurz nach der Geburt. Es war einfach zuviel. In die Depression rutschte ich wegen meinen Idealen als Mutter, der Theorie, die wohl nicht zu mir passte, dem Unverständnis meines Mannes - der sozialen Isolation und des Jobverlustes.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #51
es sind halt wirklich zt Alltagsbanalitäten, die mich auf die Palme bringen. Ach...er kommt von der Arbeit relativ missmutig zurück. Dann treffen quasi 2 Menschen aufeinander, deren Bedürfnisse nicht unterschiedlicher sein könnten: er möchte erstmal Ruhe und ich - ausgehungert von sozialen Kontakten - möchte mich unterhalten...
In die Depression rutschte ich wegen meinen Idealen als Mutter, der Theorie, die wohl nicht zu mir passte, dem Unverständnis meines Mannes - der sozialen Isolation und des Jobverlustes.
Naja , ich sehe da nur ziemlich gewöhnliche Probleme in Eurer Beziehung und zusätzlich noch welche, die Du Dir slebst aufgehalst hast.
Ich bin zweifacher Vater und kann Dir sagen, dass man über den ganzen Zirkus welchen den man sich mit dem ersten Kind macht, später lacht. Kinder sind meist ganz robust und das ganze Gedödel um sie ist denen ganz egal. Also entspann Dich.

Wichtiger für das Kind als irgendwelche Theorien mit "bedürfnisorientierten" Kindumgang sind halbwegs entspannte Eltern.

Ich als Mann habe mich natürlich damals nachts (wenn sie nicht schlafen konnten) auch oft die Kinder gekümmert. Wenn man sich die Aufgaben aufteil,t geht das auch. Das sollte Dein Mann auch tun, falls er es nicht schon macht.
Natürlich setzt das auch voraus, dass er auch die Flasche (oder nun mit 19 Monaten auch schon Brei) geben kann und geben darf....

Alle andere klingt bei Euch ist ziemlich normal (z.B. dass er abends müde ist und es deswegen dann mit Diener Laune nicht passt) , das geht anderen ganz genauso. Dazu kommen Meinungsverschiedenheiten, die auch nicht unbekannt sind. Da muss man eben Kompromisse finden.
Alles kein Grund, sich scheiden zu lassen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #52
Trost. Ich wollte die Milch abpumpen, als ich arbeiten ging, probierte es 8 Wochen vorher, die Brust entzündete sich etc. Gleichzeitig hatte ich eine Mittelohrentzündung kurz nach der Geburt. Es war einfach zuviel.
Liebe FS, gegen eine entzündete Brustwarze gibt es Salben. Diese werden sogar bei der Entlassung aus KH mitgegeben. Eine Mittelohrentzündung dauert auch nur 2-3 Wochen. Du hattest außerdem deine Eltern, die dir geholfen haben. Andere Frauen werden mit mehreren Kindern sitzen gelassen und gehen sogar Vollzeit arbeiten und managen ihre Familie ganz alleine. Du musst wirklich erwachsen werden. Manage Deinen Tag und organisiere dein Leben, dann wird es dir auch besser gehen.
 
  • #53
und zusätzlich noch welche, die Du Dir selbst aufgehalst hast.

Und vor allem diese.

Ein Kleinkind mit gut 1,5 Jahren isst normalerweise mit den Eltern.
Die Mittelohrentzündung war 1,5 Jahre her,
Abpumpprobleme sollten längst vorbei sein.

Postnatale Depression, gegen die man nichts tut, Perfektionsansprüche an sich, Erwartungen an den Partner, es dieser alles wann zu leisten hat - von einerseits Bespaßung wenn er müde ist zu andererseits Ruhe, wenn er Gäste möchte...
Dazu eben Launenhaftigkeit, etc.
Alles benannt.

Alles dann noch über dem Deckmantel bedürfnisorientierte Kindsversorgung.
Ein Kind braucht entspannte Eltern, ein liebevolles Umfeld und nicht eine Fixierung an Mamas Brust.
So wird die FS noch mindestens bis zum 3. Geburtstag stillen, bis das Kind bewusst verweigert, und parallel leiden.
Nona, man kann sich aus Leiden eine Befriedigung ziehen.

Meine Mutter hat mir das alles auch vorgerechnet - mir wäre es lieber gewesen, sie hätte sich behandeln lassen, bei ihr wurde eine Psychose daraus...

W, 51
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #54
Ich kenne Freunde, die auch lange stillen und bedürfnisorientiert ihr Kind betreuen. Das kann auch gut klappen. Aber die sind damit zufrieden und entspannt. Das ist, denke ich, am wichtigsten fürs Kind - entspannte Eltern. Wenn du dich dazu zwingst, weil du denkst, du MUSST das alles machen, dann hat das eher den gegenteiligen Effekt. Ich kenne Frauen, die haben recht schnell abgestillt, weil sie diese Abhängigkeit furchtbar fanden und sind schnell wieder arbeiten gegangen, weil sie es daheim zu Tode gelangweilt hat. Die sind trotzdem tolle Mütter, liebevoll mit ihren Kindern, aber je nach Charakter muss jeder eben schauen, was für ihn funktioniert. Klar ist es an sich sicher gut (Natur hat es ja mal so eingerichtet), lange zu stillen, aber in der heutigen Welt eben nicht mehr so einfach und wenn einen das stresst statt Freude macht, dann lieber lassen. Ich habe das Gefühl, diese tausend hohen Messlatten für Mütter überfordern viele. Es ist keine Großfamilie mehr da, die viel abnimmt und auffängt, sondern meist nur die beiden Eltern, Vater arbeitet, das wars. Das ist an sich auch nicht "natürlich". Also schau mal, dass du da entrümpelst.
Ich denke, du bist wirklich überfordert und reagierst daher auch auf alles mit Streit und aufbrausend. Da ist vielleicht wirklich nicht dein Mann das Problem, sondern Erschöpfung, Depressionen usw. Dann wäre da der wichtigste Ansatzpunkt.
w, 37
 
  • #55
Liebe Fs! Schau mal wie du auf "Sillys" Post reagierst. Sofort in die Opferhaltung. Jetzt könnte man mutmaßen, dass das eine Verhaltensweise ist, die du irgendwann mal gelernt hast. Das Verhalten bringt dir als erwachsene Frau nur leider nichts. Der Post war nicht bösartig. Aber direkt u klar. Man muss nicht "flüstern" u mit anderen Usern konspirieren.

Wenn du in schwierigen Situationen so reagierst, kommst du nicht vom Fleck. Soviel zum Thema Kommunikation.

Männer/Väter/ alle Menschen können nicht Gedanken lesen. Du musst lernen zu sagen: Ich habe keine Energie. Lieber Mann bitte nimm mir diese Arbeit ab .....

Deine Unzufriedenheit/ Sorgen/ Angst überträgt sich aufs Baby. Das spürt deine Emotionen 1:1. Wenn du den Negativkreislauf aktiv durchbrichst, Sicherheit u Ruhe vermittelst hast du kein 8mal Stillen in der Nacht. Wenn ihr beide dauernd gestresst seid, muss sich dein Baby immer wieder rückversichern. Also dauernuckeln in der Nacht

Was fühlt sich in der Erziehung/ dem Zusammenleben mit deinem Kind richtig an? Programme helfen nicht , die zermürben nur u passen nicht zwingend auf das Individuum.

Du bist jetzt die Mama, du bist die gleichwertige und gleichwürdige Partnerin deines Mannes. Du musst nicht dubios rebellieren wie ein kleines Mädchen. Klare Ansagen, wie willst/kannst/ musst du leben. Herausfinden, was braucht er. Und Kompromisse machen.

Wenn du das nicht lernst, geht keine Art von Beziehung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #56
OK, ich habe da eine Vermutung. Ich glaube, dadurch, dass du jetzt einerseits eine Stresssituation hattest wie Schwangerschaft und Geburt, andererseits auch viel Zeit zuhause, um zu fühlen, was du tatsächlich willst. Deine wirklichen Bedürfnisse und deine Vorstellungen, wie es sein soll passen überhaupt nicht zusammen, bzw. sind wahrscheinlich auch nicht machbar, weil es an Akzeptanz und Verständnis fehlt. Es ist hier schon der Tenor "stell dich nicht so an, alle anderen haben geschafft". Ja, haben sie. Um dann, wie z. B. Lionne69, ins Burnout zu rutschen. Oder man schleppt ein verschnupftes Baby in die Krippe, weil Mami arbeiten muss. Ich habe sehr oft von den arbeitenden Müttern gehört, wie gern sie doch zuhause bleiben würden, wenigstens die ersten drei Jahre. Das waren keine "verwöhnten" Osteuropäerinen, sondern ganz normale deutsche Frauen.
FS, ich glaube, du hast dich selber verloren, bzw. merkst gerade jetzt, dass DU es gar nicht warst und jetzt die echte bist.
Nimm Dir den Post von Schnuppe78 #33 zu Herzen, überleg, was genau Du willst und setze es um. Überfordern und Depression hin oder her, Hilfe wirst Du bekommen, aber raus muss du selber.
 
  • #58
Aber ich fühle mich als Versagerin. Wie schaffen es andere ? Warum ich nicht ?
Ich würde sagen, weil Du Dinge in Frage stellst, die nun mal so sind, die Du Dir anders vorgestellt hattest (Illusion über sich und das Leben), und Dich vielleicht vergleichst mit anderen, wo es anders läuft.
Es ist nunmal Dein Leben, dass Du eine anstrengende Beziehung hast, vielleicht ein komplizierterer Mensch als andere bist, und dass Dein Kind nicht gerade pflegeleicht ist. Vielleicht spürt es, dass Du nicht ausgeglichen bist und dass Deine Beziehung nicht ins sich ruhend und Sicherheit gebend ist, vielleicht nicht. Ich hab keine Ahnung, wieviel vom Umfeld sich auf ein Baby überträgt. Das ist auch egal, weil Du die Beziehung ja nicht allein ändern kannst. Was wichtig ist, ist meines Erachtens, Deinem Kind die größtmögliche Ruhe und Sicherheit zu bieten, was sicher schwer ist, wenn man mit sich nicht im Reinen ist.

Ich kann Dir dahingehend nur zu dem Zitat was sagen. Lass alles, was Du denkst, das Dich ausmacht und das Du anderen zeigen müsstest, damit sie Dich respektieren und nicht als Versagerin sehen, so schnell wie möglich los. Niemand kennt Deine Situation, Dein Leid damit und wie anstrengend Du das Leben gerade empfindest, und niemand hat dazu eine Bewertung abzugeben. Du musst von anderen keine Absolution dafür bekommen, es ist einfach so, weil es so ist, und Du suchst nach Lösungen, dass Du Dir und Deiner Verantwortung fürs Kind gerecht werden kannst. Die Meinung von anderen, was Du leisten und sein müsstest, damit sie Dich anerkennen könnten, kann Dir mal ein Stück am A. vorbeigehen.

Es kann immer Leute geben, die einen als Versager empfinden, egal, was man getan hat. Das ist DEREN Problem. Freunde und Bekannte sind ja nicht dazu da, sich ein Urteil über Dein Leben zu erlauben. Wenn sie einen Rat geben können, ist es gut, aber Bewertungen macht niemand, der Dir helfen will.

Du bist Du, Du hast DIESEN Partner gewählt, Du hast DIESES Kind und Deine Situation ist nunmal Deine. Vergleiche das nicht, auch wenn man das gern tut. Konzentriere Dich drauf, dass Du Deine Situation gut löst.
Was bei anderen so ist, dass Du die als Versager einschätzen könntest, weißt Du auch nicht immer. Kann auch alles nur Fassade sein - die Beziehungen, die so nett von außen aussehen, und die Freundinnen, die Dir immer vermitteln, wie toll alles bei ihnen läuft.
Ist aber auch egal, denn Du sollst das ja auch nicht bewerten als Versagertum oder Gewinnertum.

Wenn Du Schwierigkeiten im Leben hast, sagt das NICHTS darüber aus, was Du wert bist als Mensch. Also keine Rechnung aufmachen: Wenn ich was wert wäre, würde alles super sein, aber da alles Mist ist, bin ich wohl minderwertig.
 
  • #59
Ein Mann der seine Frau schätzt und liebt verhält sich nicht so wie dieser Mann, Punkt.

Eine Frau die ihren Mann liebt und schätzt müsste sich aber auch nicht SO verhalten!
Und nu?
Jetzt lass die Damen hier mal helfen, da haben wir keine Ahnung von und solche Kommentare, wie Du sie wieder rausklopst, helfen der Frau noch weniger.
#meinKopfschüttel# oder wie war das gleich noch?

m50
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #60
Ein Mann der seine Frau schätzt und liebt verhält sich nicht so wie dieser Mann, Punkt.
Ach nein.
Ich finde , dass ergibt sich im Grunde nicht aus der Fragestellung.

Offensichtlich bekommt die FS von ihm ordentlich contra, wenn sie wieder mal in ihre ziemlich extremen Ansichten hineinfällt. Die FS ist ein ziemlich schwieriger Mensch, hat genaue Vorstellungen davon, wie das mit dem Kind und der Falmilie zu laufen hat.

Das kann natürlich in der Beziehung so nur schiefgehen. Besser wäre sie grenzt sich selbst auch ab, wäre dafür dann aber auch umgänglich und würde z.B. Verständnis zeigen, dass der Mann abends müsde ist und nicht noch unbedingt die FS bespaßen muss.
Es reicht doch, wenn er dann abends erstmal nur sein Teil der Kindbetreuung macht (dazu muss sie ihn natürlich und zwar ohne große Trara zwingen, falls er das nicht macht) und man später evtl noch ein paar Worte wechselt.

Ihre Sozialkontakte zum reden soll sich die FS woanders holen (z.B. Freundin).Auch wenn das wider keiner glaubt:
Dafür ist der Partner im Grunde eben nicht da.

Natürlich ist es nicht schön ,dass er ziemlich von oben herab versucht zu bestimmen und dann einfach (z.B. durch im keller schlafen) auch noch subtile Druckmittel anwendet und sich immer mal wieder von der FS abwendet.

Aber die FS reagiert auch ganz offensichtlich total unflexibel, möchte auch mit Konsequenzen (z.B. mit dem Job aufgehört zu haben, er will ihr ja sogar beim Wiedereinstieg helfen) nicht befassen und nur ihr "Ding" (hier also das Kind) so durchziehen, wie sie das will.

Richtig ist, was beide nach ihrem Gusto, dann aber gegenseitig abgestimmt einbringen und nicht, wenn einer (in diesem Falle die FS) die Weisheit (z.B. hinsichtlich des Umganes mit dem Kind) mit Löffeln gefressen zu haben glaubt und das dann auch einfach versucht durchzusetzen. Da ist sie nicht besser als ihr Mann.

@inspi
Die FS ist in dieser Konstellation kein Opfer, sie ist auch Täter.
Da solletest Du berücksichtigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Top