• #61
Das ist schon ein großer Adler den einige hier machen.
Liebe FS, du musst dich nicht entschuldigen, aber du kannst es, wenn es dir ein Bedürfniss ist. Und es ist völlig egal ob ihr beide laut geworden seit bei eurem Streit. Wenn ich mich mit meiner Partnerin gestritten habe und mich anschließend entschuldigte dann nur weil es mir auch leid tat. Nie um des Frieens willen. Du wolltest über deine Gedanken sprechen und er hatte keinen Bock darauf, so einfach ist das. Dann kommt es wie es kommen muss und eine Meinungsverschiedenheit wird deutlich. Das er dich blockiert wie ein bockiges Kind anstatt sich in einer ruhigen Minute selbst Gedanken zu machen warum du ihm diese Dinge gesagt hast, darauf kommt er nicht.
Mir wäre es viel Wichtiger zu erfahren und vor allem zu verstehen, was bei uns nicht gerade ist und wie ich helfen kann diese Situation zu verbessern.
Vorausgesetzt mir bedeutet die Beziehung auch etwas. Und danach sieht es bei ihm nicht aus.
Also entschuldige dich gerne bei ihm für dein Verhalten von dem "DU" überzeugt bist, dass es unangebracht war. Mach das um damit abzuschließen. Ich finde die Idee mit dem Brief gut. Schreib es auf und mach deinen Kopf frei damit.
Abgesehen davon, würde eine Partnerin mir so etwas sagen wie du es getan hast, wäre ich nicht beleidigt sondern erschrocken und würde mich selbst fragen, was da wohl dran ist.

m47
 
  • #62
Mein Tipp ist: Rede mit Männern nicht mehr ''über die Beziehung'' , es wird in der Regel nicht funktionieren. Generell ist es ratsam, mit ihnen Metagespräche über Gefühlsdinge zu
vermeiden. Männern machen solche Gespräche Angst und darum reagieren sie darauf versteckt oder offen aggressiv.
Frauen und Männer sprechen hier tatsächlich eine völlig andere Sprache.

Diese Regel gilt entsprechend angepasst aber nicht nur für Männer sondern auch für den Umgang mit erkennbar beziehungsgestörten Frauen. Auch diese reagieren mit Blockade-Rückzugs-Kombinationen.

Ob jemand (auch eine Frau) beziehungsgestört ist, lässt sich relativ einfach am Nähe-Distanz-Verhalten erkennen. Ambivalentes Verhalten, quasi parallel "ich will deine Nähe", "Komm mir aber nicht zu nah" sind recht eindeutige Kriterien. Indizien sind auch Vorlieben für Fernbeziehungen und Scheinbeziehungen (eine längere Affäre wird zur Beziehung aufgeblasen).

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Klammer-Verhalten. In solchen Thread wie diesem hier abzugrenzen ob der eine beziehungsgestört ist oder der andere zu sehr klammert ist aber nur schwierig möglich. Wahrscheinlich kommt es oft zu gewissen Mischkonstellationen.

In diesem Thread ist es aber eindeutig der Mann der offensichtlich nicht kommuniziieren kann.
 
  • #63
Pusteblume hält ihr Verhalten für entschuldigungswürdig. Ihre Sicht der Dinge, die auch niemand in Frage zu stellen hat. Schon gar nicht jemand, der sie nicht kennt.
Eine erwachsene Frau zu belehren, wie dumm sie doch wäre, sich für etwas bei einem Mann (!) entschuldigen zu wollen - ihr alle möglichen Motive zu unterstellen - das halte ich für extrem "übergriffig".
Cho Oyu oder Uwe haben die Frage beantwortet. Und Gedanken formuliert, die sie dazu haben. Ich selber halte einen solchen Brief auch für ein gewisses Selbstreinigungsritual. Denn durch das Schreiben kann Pusteblume abschliessen. Ob sie den Brief auch wirklich absendet, steht auf einem anderen Blatt.
Viele Damen werden aber offensichtlich schon alleine durch die Vorstellung, ein Mann könne einen Entschuldigungsbrief erhalten, derart auf die Palme gebracht, dass sie jede Grenze missachten. Hat doch ein Mann in ihren Augen immer unrecht.
Diese kleine, einfache Frage zeigt uns wieder einmal Abgründe auf ..... danke dafür, Pusteblume.
Und ja, schreib den Brief, lies in nochmals durch und entscheide dann, ob du ihn auch wirklich abschickst. Machs für dich selber.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #64
Pusteblume hält ihr Verhalten für entschuldigungswürdig. ...
Und ja, schreib den Brief, lies in nochmals durch und entscheide dann, ob du ihn auch wirklich abschickst. Machs für dich selber.

Ihr Verhalten ist nicht entschuldigungwürdig. Das Verhalten ihres Ex ist entschuldigungswürdig. Bereits die Verweigerung des Gesprächs war es. Die Blockade ist es noch mehr. Aber er kann wahrscheinlich nicht sprechen. Er selbst hat eine (innere) Blockade.

Was soll eine Entschuldigung bei einem solchen Menschen erreichen? Die FS wird ewig auf eine Antwort warten und keine bekommen. Wird sie dadurch glücklicher? Enspannter?

Statt einem Brief wäre dann ein überraschender Besuch bei ihrem Ex sinnvoller, denn dann würde sie irgendein Feedback bekommen. Ob dieses Feedback sie erfreuen würde, ist natürlich unwahrscheinlich. Aber ist sie hätte dann eine Antwort.

Es nützt nichts hinter einem völlig blockierten Menschen hinter her zu schreiben oder zu rennen. Seine Blockade bei Whattsapp oder wo auch immer ist nur ein Ausdruck seiner inneren psychischen Blockade oder seines totalen Desinteresses. Er selbst wird die Gründe für sein Verhalten überhaupt nicht in Worte fassen können, es sei denn er hat schon eine Andere.
 
  • #65
Pusteblume hält ihr Verhalten für entschuldigungswürdig. Ihre Sicht der Dinge, die auch niemand in Frage zu stellen hat. Schon gar nicht jemand, der sie nicht kennt.
Eine erwachsene Frau zu belehren, wie dumm sie doch wäre, sich für etwas bei einem Mann (!) entschuldigen zu wollen - ihr alle möglichen Motive zu unterstellen - das halte ich für extrem "übergriffig".
Cho Oyu oder Uwe haben die Frage beantwortet. Und
Gedanken formuliert, die sie dazu haben. Ich selber halte einen solchen Brief auch für ein gewisses Selbstreinigungsritual. Denn durch das Schreiben kann Pusteblume abschliessen. Ob sie den Brief auch wirklich absendet, steht auf einem anderen Blatt.
Viele Damen werden aber offensichtlich schon alleine durch
die Vorstellung, ein Mann könne einen Entschuldigungsbrief erhalten, derart auf die Palme gebracht, dass sie jede Grenze missachten. Hat doch ein Mann in ihren Augen immer unrecht.
Diese kleine, einfache Frage zeigt uns wieder einmal Abgründe auf ..... danke dafür, Pusteblume.
Und ja, schreib den Brief, lies in nochmals durch und
entscheide dann, ob du ihn auch wirklich abschickst. Machs für dich selber.
Hatte den hier jemand die Fragestellerin als dumm bezeichnet? Auch lese ich nirgends 'Frauen sollten sich grundsätzlich bei Männern nicht entschuldigen' sondern überall 'du kannst es machen, aber mache es für dich' bzw 'lass es sein, es bringt weder dir noch ihm was'
Und sehr vereinzelt ergreift jemand -mag sich angesprochen fühlen wer will.....Partei für den uns allen unbekannten Expartner. Ein Schelm, wer verkappte Identifikation desjenigen mit einem gekränkten Ego wittert...
Ich möchte aber auch nochmal der Vollständigkeit halber ergänzen: Die FS kann zur persönlichen Katharsis diese Entschuldigung verschriftlichen. Meine Einschätzung ist aber, dass der Mann sie nicht akzeptieren/begreifen wird, weil die Kränkung einen tiefen Punkt bei ihm getroffen hat. Aber darum
geht es vielleicht auch gar nicht.
Und dass sie sich per Brief entschuldigen möchte, ist nicht 'ihre (feststehende) Sicht der Dinge', sondern sie hat den Thread eröffnet, um im Forum zu fragen, ob dies angebracht sei. Auf diese Frage antworteten dann Frauen und Männer. (Wenn jemand so routiniert ironisch 'Damen' schreibt, weiß ich eigentlich schon, dass er ein grundsätzliches Problem mit Frauen hat.)
 
  • #66
Ich habe ihm vorgeworfen bindungsängstlich zu sein und habe damit einen wunden Punkt getroffen. Dies alles ist leider nicht in einem ruhigen Ton passiert.
Nach dem Nachtrag denke ich, dass der "nicht-ruhige" Ton sicher entschuldigungswürdig sein könnte, vielleicht auch das Gesagte an sich.
Natürlich hättest du alles in einem weniger aufgeregten Tonfall mit weniger Anklagen und Anschuldigungen formulieren können.

Wenn es dir wichtig ist, schreib ihm also sinngemäß "Ich entschuldige mich für meinen Tonfall. Wir haben offenbar keine übereinstimmende Kommunikationskultur und unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung. Alles Gute."

Dabei sollte es aber auch bleiben. Denn letztlich ist es doch so, dass er dich nicht ernst nimmt, dir nicht zuhört und dir in typischer Männermanier Psychosen und Hysterie andichtet. Du dichtest ihm in typischer Frauenmanier Bindungsstörungen an und psychologisierst ihn. Da gibt es keine gemeinsame Grundlage, auf der eine Wiederaufnahme des Kontaktes gelingen könnte. Ihr werdet euch wieder in die Flicken kriegen.
Es ist eben ein Phänomen, dass man mit manchen Menschen kommunikatorisch auf einer Wellenlänge liegt und sich quasi sofort blind versteht, während man bei anderen Menschen das Gefühl hat, die Worte machen auf dem Weg von Mund zu Ohr irgendeine merkwürdige Verwandlung durch.
Wenn dazu noch ein unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis kommt, wie offenbar bei euch, kann eine Beziehung nicht gelingen.
 
  • #67
Ihr Verhalten ist nicht entschuldigungwürdig. Das Verhalten ihres Ex ist entschuldigungswürdig. Bereits die Verweigerung des Gesprächs war es. Die Blockade ist es noch mehr. Aber er kann wahrscheinlich nicht sprechen. Er selbst hat eine (innere) Blockade.
...
Statt einem Brief wäre dann ein überraschender Besuch bei ihrem Ex sinnvoller, denn dann würde sie irgendein Feedback bekommen. Ob dieses Feedback sie erfreuen würde, ist natürlich unwahrscheinlich. Aber ist sie hätte dann eine Antwort.
Ich vermute, dass es der FS leid tut, ihm diese Worte an den Kopf geworfen zu haben, dass er ein gefühlskalter Mann sei, Angst vor Nähe hätte und beziehungsunfähig sei!

Er wiederum hat zuvor Ihren Wunsch nach einem Gespräch abgeschmettert mit den Worten sie würde alles zerreden wollen und hat dadurch ihre Gefühle und ihr Bedürfnis „Beziehungsgespräche“ zu führen nicht gewürdigt.

Es kommt daher, weil Männer und Frauen die Beziehung anders erleben: wenn für Frauen etwas nicht stimmt, kann es für die Männer alles in Ordnung sein. Er sah überhaupt keinen Grund über die Beziehung zu reden, weil er offensichtlich selbst nicht nur kein Bedarf hatte, sondern, weil er zu dem Zeitpunkt glücklich und zufrieden mit der Beziehung war. Falls ihr aber tatsächlich ein bindungsvermeindender Mann ist, so ist das für ihn völlig normal und selbstverständlich (bindungsgestörte Menschen verhalten sich in allen Beziehungen ähnlich oder gleich); für sie wiederum ist vermutlich seine Distanz Anlass zu Verlustängsten.

Aus dem unterschiedlichen Verständnis, ob das eine Beziehung ist oder nicht und ob die Qualität der Beziehung gut ist oder schlecht, entstehen Streitgespräche! Wie @Abate Fetel richtig schreibt, Männer mögen keine Beziehungsgespräche, weil sie sich auch rhetorisch unterlegen fühlen. Männer und Frauen werden sich nie richtig verstehen, weil sie ein völlig anderes Weltbild haben, wie/was eine Beziehung ist und zu sein hat.

Mit einem Besuch könnte sie auf Granit beissen bzw. vor geschlossener Türe stehen. Besser schriftlich entschuldigen und abschließen, denn der Mann ist in seinem Stolz gekränkt und will sie ganz bestimmt so früh - oder falls überhaupt - gar nicht sehen. Je, nachdem wie sie die Entschuldigung formuliert, hat sie auch eine Chance, dass er sich bei ihr meldet.

Beide haben ihren Anteil am Streit und an diesem Bruch. Ob auch er das erkennt und nicht nur sie für die Alleinschuldige (a la: du hast mich verletzt und tödlich beleidigt, und ich bin das Unschuldslahm) sieht, steht auf einem anderen Blatt.
 
  • #68
Ich denke, ich werde den Brief als Abschluss des Ganzen nur für mich schreiben und ihn nicht abschicken.

Ich danke euch für eure zahlreichen Antworten. Sie haben mir auf jeden Fall weiter geholfen und mich definitiv zum Nschdenken über mich gebracht.
 
  • #69
Und sehr vereinzelt ergreift jemand -mag sich angesprochen fühlen wer will.....Partei für den uns allen unbekannten Expartner. Ein Schelm, wer verkappte Identifikation desjenigen mit einem gekränkten Ego wittert...
Nun, dann fühle ich mich mal angesprochen.
Ich identifiziere mich mit dem Mann, nicht mal verkappt, sondern offen.
Denn auch ich kann 'klärende Gespräche' auf den Tod nicht ausstehen. Ab dem zweiten.
Einmal alles sagen finde ich gut, aber dann ist eben alles gesagt.
Und genau das hat der Mann geäußert.

Ich war mal mit einer Freundin im Urlaub und das war furchtbar.
Wir passten überhaupt nicht zusammen und dauernd war dicke Luft. Am Ende sind wir uns aus dem Weg gegangen und haben das Ende des Urlaubs herbeigesehnt.
Nach dem Urlaub haben wir uns verabschiedet und nie mehr was voneinander gehört.
Anfangs befürchtete ich, dass wir uns aussprechen müssten, aber ich hatte Glück, die Frau hat nie danach gefragt.
Sie war bestimmt genauso froh wie ich, dass wir einfach schweigen konnten.
Was hätten wir auch sagen sollen ?

Ich gehe 'klärenden Gesprächen' nicht aus dem Weg, weil sie mein gekränktes Ego triggern. Viel zu viel der Ehre.
Der Grund ist sehr viel kleiner: sie nerven und belästigen mich.
Wenn es nichts mehr zu sagen gibt, will ich nicht meine Zeit verschwenden.
Wenn der andere Bedarf hat und mir irgendwie wichtig ist, bin ich zu einem weiteren Gespräch bereit. Damit Ruhe ist. Und damit der andere seinen Seelenfrieden finden kann.
Aber damit mir daran gelegen ist, muss ich noch eine Restsympathie haben und jemand, der mich anschreit, hat diese verwirkt. Warum sollte ich jemandem diesen Gefallen tun, wenn er mich mies behandelt hat ?
Jeder zieht seine Grenze an anderer Stelle.
Die meisten von euch würden irreversibel die Biege machen, wenn euch jemand schlagen würde. Nach der ersten Ohrfeige wärt ihr weg, richtig ?
Ich bin nach dem Angeschrienwerden weg.
Jeder hat das Recht, seine persönliche Grenze zu definieren, oder ?
Ich bin danach aber nicht verletzt, ich will mit so jemandem nur einfach nichts zu tun haben.
Also nein, kein gekränktes Ego, einfach nur keinen Bock.

Männer mögen keine Beziehungsgespräche, weil sie sich auch rhetorisch unterlegen fühlen.
Das ist es bei mir auch nicht.
Ich kenne genau eine Person, der ich mich rhetorisch unterlegen fühle und die ist ein Mann, konkret: mein Chef.
Der hat mich übrigens noch nie angeschrien, niemals auch nur die Stimme erhoben.
Ich würde mich sicher keinem Menschen rhetorisch unterlegen fühlen, der zur Kompensation fehlender Argumente die Stimme erheben müsste.

w 50
 
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