• #1

Sollte ich einen Neustart in meiner Heimatstadt wagen?

Hallo zusammen,
ich bin 30, Akademikerin und seit 2,5 Jahren bis auf einen Versuch Single. Davor ist meine 10-jährige Jugendliebe von seiner Seite aus nach seinem Fremdverlieben zerbrochen. Das Ende hat sich recht lang gezogen. Ich bin mit meinem Jugendfreund nach dem Studium vor 5 Jahren aus unserer Studenten- und Heimatstadt in eine 70km-entfernte Kleinstadt gezogen. Bis heute verbringe ich viele Wochenenden in der Heimat. Kurz nach der Trennung habe ich aktiv versucht in der neuen Stadt anzukommen und habe nun auch einige Kontakte, manche tiefer andere oberflächlich. In meiner Heimatstadt sind dafür zwei sehr gute Freundinnen und ein Großteil meiner Familie. Mein Job ist gut, der Chef ist super und ich habe viele Freiheiten, trotzdem komme ich nicht an, ein Wochenenden dort wird seeehr lang. Auch werde ich mit 30 und Single hier zunehmend zum Exoten. Nun habe ich ein Stellenangebot in meiner Heimatstadt, tolles Aufgabengebiet aber viel weniger Geld. Zudem graut es mir vor dem Moment meinem Chef zu sagen, dass ich gehe, da es sehr schwer wird, jmd. Neues zu finden und er sowieso schon überlastet ist. Mein Team (bin Vorgesetzte) würde ich auch "im Stich lassen". Die Gedanken kreisen schon seit Monaten, habe Angst diese sehr gute Stelle aufzugeben, wieder neu zu starten, Menschen zu enttäuschen und Risiken einzugehen. Anderseits ertrage ich es immer weniger, gerade wenn Kollegen und Mitarbeiter ihren "egoistischen" Weg gehen (Heirat, Kinder etc.) Auch mein Ex hat sich kurz nach der endgültigen Trennung neu gebunden, wohnt nah der Kleinstadt und wird diesen Herbst heiraten. Also, bleiben und hoffen, dass auch ich hier noch glücklich werde oder zurück zu den Wurzeln? Brauche mal eure Denkansätze oder Schubser in die richtige Richtung, danke!

Ps: Habe mich nach der Trennung sehr mit mir beschäftigt und Erklärungen für meine Denkweise gefunden, u.a. Bin ich hochsensibel und die neue Stelle geht Richtung Vertrieb. Habe Angst dafür zu "empfindlich" zu sein! Hat da jemand Erfahrungen?
 
  • #2
Warum ziehst du nicht in die Heimat zurück. Wenn du dort glücklich bist und der tolle Job nur 70 km weg ist würde ich diese Stunde und die Stunde zurück definitiv in kauf nehmen. Kauf dir von dem mehr Geld ein anständiges Auto welches dich dort hin bringt .
M46
 
  • #3
Hi @Ichbins86,

kenne mich zwar mit beidem nicht sonderlich aus, aber ganz spontan klingt "Vertrieb" und "hochsensibel" wirklich nicht wie die beste Kombination.
Wie es mit dem Geld aussieht - gut, das musst du wissen, ob der geringere Verdienst auch noch reichen würde.

Aber zum Thema "Zurück zu den Wurzeln" kann ich sagen, dass ich nach einigen Jahren "Wanderschaft" auch in meine Heimatstadt zurückgekehrt bin und es toll finde. Auch bei mir sind ein Großteil der Familie und ein Teil des Freundeskreises dort.
Ich weiß, dass es Leute gibt, die das bei sich auch negativ bewerten (wie einen "Rückschritt"), aber ich empfinde es gar nicht so, vielmehr, als würde ein Kreis sich schließen. Und seitdem ich ein Kind habe, finde ich es großartig, mit ihm an dieselben Plätze zu gehen usw, wo ich auch schon quasi aufgewachsen bin. Das ist ein Gefühl, als würde man zwei Leben in einem führen oder als wäre die Zeit plötzlich aufgehoben (weiß nicht, ob das verständlich klingt :D).

Wenn du also das Gefühl hast, du würdest in deiner Heimatstadt glücklicher werden, dann wage den Schritt. Um deine jetzige Arbeit würde ich mir keine Gedanken machen. Eher würde ich schauen, ob ich in der Heimatstadt nicht was anderes finde, was deinem sensiblen Charakter vielleicht besser entspricht als Vertrieb. Aber den Entschluss zum Ortswechsel würde ich auf jeden Fall fassen.

Alles Gute!
 
  • #4
Liebe Ichbins,

Hochsensibel ist eine Gabe, nimm sie ganz positiv an.
Ich weiß nicht, wie die HS sich im Detail bei Dir auswirkt, aber man kann die positiven Seiten verstärken und achtsam damit arbeiten, die dadurch bestehenden Grenzen, Empfindlichkeiten etwas zu neutralisieren.
Mehr fühlen - grundsätzlich ist es etwas schönes. Mehr Freude, intensivere Wahrnehmung, eine ganz andere Qualität des Erlebens.
Die Kehrseite ist klar, mehr heißt auch im anderen Spektrum, allerdings kann man das mit mentalen Training, innerlich Stopp sagen, bewusst Konzentration steuern, etc. abfedern.
Empathie, Einfühlsvermögen, das Gefühl für Schwingungen, das ist hilfreich.
Im Privaten, im Beruf, und auch gerade im Vertrieb - im Umgang mit Menschen.

Du bist nicht grundlos Vorgesetzte geworden, Du hast nicht grundlos dieses Angebot bekommen.
Nimm diese Komplimente an.

Das Fazit, das bei mir ankommt.
Du bist nicht Zuhause, wo Du jetzt bist, nie angekommen.
Alles, was Dir wichtig ist, ist an Deinem Heimatort.
Du fühlst momentan Verpflichtungen aus rein beruflichen Bindungen heraus - private Bindung gibt es real keine. Im Gegenteil, Du leidest an Einsamkeit.
Was spricht wirklich noch für ein Bleiben?

Höre auf Dich, Du willst zurück.
Jetzt hast Du die Chance, glaubst Du an Fügung? Über Gehalt kann man verhandeln, und Geld ist wirklich nicht alles.
Und gerade, wenn Du HS bist, dann schaffe Dir Deinen Ort, wo Du Zuhause bist. Das brauchst Du ganz besonders.
Aus dieser Kraft heraus, gelingen die anderen Aufgaben, und für evtl. zuviel Trubel im Vertrieb wirst Du Dir dort Deine Ruheausgleiche schaffen können, ob über die Freunde, Familie, Natur, das, was Dir gut tut.

Geh endlich zurück nach Hause.
Du warst fort, hast Dich woanders bewährt, hattest dort eine gewisse Zeit ein gutes Leben, und jetzt ist es Zeit, dorthin weiter zu gehen, wo es Dich hinzieht.
Das ist kein Versagen, kein Rückschritt, sondern einfach Dein Weg.

Andere bleiben ewig auf der Suche nach ihrem Ort (ich suche auch noch).

Dir alles Gute.

Ps
Mir ist die Neigung HS nicht fremd, eher als Tendenz, und gerade der Umgang mit Menschen, im Vertrieb, in der Kundenberatung hat mich immens bereichert und mir Freude gemacht.
Es braucht nur die Möglichkeiten, die Erlebnisse zu kompensieren und sorgsam auf notwendige Distanz zu achten. Ganz bewusst auf die eigenen Grenzen hören.
 
  • #5
Da bist du ja ziemlich in der Zwickmühle. Einerseits gefällt dir deine Arbeit und hast Verantwortungsbewusstsein gegenüber Chef und Kollegen, willst diese nicht enttäuschen. Das ehrt dich. Aber du leidest dort unter anderen Menschen. Siehst, wie diese sich verpartnern, verloben, heiraten. Du bekommst auch mit, wie es mit deinem Ex weitergeht, was dich besondes schmerzen dürfte.

Ich meine, dein eigenes Seelenheil ist wichtiger als die Sorge um deine Firma. Übrigens sagt mein Vater immer in Bezug auf Arbeitsplätze: Jeder Mensch ist ersetzbar. Ich glaube, damit hat er recht.

Wenn du an deinen Heimatort gute Erinnerungen hast, dort Menschen sind, die dich gern haben, solltest du wirklich die Zelte abbrechen und dorthin zurückgehen. Auch wenn du (etwas?) weniger Geld verdienst, ist doch die Hoffnung, dort glücklicher zu sein, wichtiger. Finde ich jedenfalls ...
 
  • #6
Wenn es "nur" 70 km sind, die dich von deiner präferierten Heimatstadt und dem Job trennen, wäre vielleicht pendeln eine Möglichkeit? Dann müsstest du den tollen Job nicht aufgeben, könntest aber dein Leben am bevorzugten Ort führen.

Ansonsten klingt es aber, nachdem ich deine Zeilen gelesen habe, eher danach, als hättest du innerlich die Zelte schon abgebrochen. Du hast ja schon aktiv nach einem neuen Job gesucht an dem anderen Ort. Bekommst du jetzt kalte Füße, wo es ernst wird? Wenn es das ist, würde ich dir zu mehr Mut raten. Geh mit Optimismus an den Neustart!
 
  • #7
Jeder ist seines Glückes Schmied, und dass du bisher nicht angekommen bist liegt allein an dir. Kein Anderer ist dafür verantwortlich.

Du scheinst insgesamt ein sehr unsicherer Mensch zu sein. Machst dir über Dies und Jenes zu sehr einen Kopf. Natürlich muss der Mensch das bis zu einem gewissen Punkt, um vergangene Dinge zu verarbeiten oder auch vorausschauend in die Zukunft, sofern möglich. Aber letztendlich kannst du bis zum Abwinken nachdenken und planen, in den meisten Fällen kommt es sowieso immer anders als man denkt.

Ich würde nicht so einfach einen gut bezahlten Job aufgeben für einen weniger gut bezahlten. Abstriche nur dann wenn ich dort, wo ich mich gerade aufhalte, todunglücklich bin oder es extreme andere private Gründe gibt. Bin ich mobil, ist es immer irgendwie zu regeln. Meine Erfahrung.

Anderseits ertrage ich es immer weniger, gerade wenn Kollegen und Mitarbeiter ihren "egoistischen" Weg gehen (Heirat, Kinder etc.)
Ich halte heiraten zu wollen und Kinder zu bekommen nicht für egoistisch. Irgendetwas läuft gedanklich auch in diesem Punkt nicht rund in deinem Kopf. Wahrscheinlich ist es aber einfach nur der Neid, das aktuell nicht zu haben. Noch nicht einmal ansatzweise weil dafür der passende Mann vorhanden sein muss. Der ist bei dir noch nicht in Sicht.

Wenn du nicht weißt was dein eigentliches Problem ist, hilft dir vielleicht das Gespräch bei einem Psychologen weiter. Mit Sicherheit hilft er dir auf die Sprünge.
 
  • #8
Ich verstehe Dich. HS beschert nicht nur intensive positive Gefühle sondern lässt auch negative Gefühle eher und verstärkt zu.
Ein zweischneidiges Schwert. Ob Du damit im Vertrieb gut aufgehoben bist? Ich denke nicht. Dein Bauchgefühl sagt es Dir auch schon. Du verbringst einen großen Teil Deines Lebens im Job und musst Dich dort wohlfühlen. Gerade für HS sehr wichtig.
An Deiner Stelle würde ich zurück in die Heimat ziehen. Jobangebote bekommst Du bei Deiner soliden Ausbildung immer, egal wo Du wohnst. Geld ist auch nicht alles. Höre in Dich hinein und gehe keinen Weg (beruflich und privat), der Dir ein ungutes Bauchgefühl beschert. Egal, was andere Menschen denken und/oder erwarten. Es ist Dein Leben und Deine Gesundheit. Alles Gute!
 
  • #9
Also ich sehe das so, dass du deinen Wohnsitz in die Heimatstadt verlagern solltest, und täglich als Pendler zu der jetzigen Arbeitsstelle fahren solltest. Das sind doch nur 70km, da wird es schon einen Weg geben, entweder mit Auto oder mit Bahn.
Du wirst sehen, wie schnell sich deine Bedenken in Luft aufgelöst haben werden.
 
  • #10
...sehr schwer wird, jmd. Neues zu finden und er sowieso schon überlastet ist. Mein Team (bin Vorgesetzte) würde ich auch "im Stich lassen".
Alles nicht Dein Problem. Du solltest aus meiner Sicht aber trotzdem schauen, was Dich langfristig beruflich weiterbringt oder Dir gut gefällt. unabhängig vom Ort. Für eine schlechtere Stelle würde ich nicht gehen.

Passende Partner kann es überall geben. Jetzt könntest Du für einen umziehen, wenn Du wolltest, nach einem Stellenwechsel erstmal nicht so einfach. Ist in Deiner Heimatstadt ein passender Partner in Sicht? Auch dort wird mit 30 die Auswahl erstmal geringer werden.
 
  • #11
Liebe FS, du klingst mit deinem Wohnort sehr unzufrieden. Ich kenne dieses Gefühl, habe 2 Jahre in einer Stadt gewohnt ebenfalls 70 km von meiner Heimat entfernt, kam mir aber vor wie 300 km. Ich bin dann fast jedes Wochenende in die Heimat gefahren weil dort alle Kontakte waren und ich in der anderen Stadt auch keinen Anschluss fand. Musste ich mal ein Wochenende dort bleiben war das die Hölle.
Mich hat das richtig depressiv gemacht und ich würde heute immer dort wohnen wo ich mich am meisten wohl fühle. Wie wäre es mit pendeln? 70 km sind doch eigentlich nicht so viel. Ich glaube jedenfalls nicht dass man einen tollen Mann in einer Stadt kennenlernt, in der man sich nicht gut fühlt.
 
  • #12
Liebe FS,

keiner von uns kann Dir sagen, wo Du leben sollst. Wir wissen nicht, was die Zeit, für Dich an diesem oder jenem Ort für Dich bringt. Wir wissen auch nicht, in welcher Stadt Du besser leben kannst.

Ich kann Dir aber sagen, was mir bei Deinem Text aufgefallen ist:

1. Der Ex betrügt Dich, verlässt Dich. Er als "Aggressor" hat kurz darauf eine Neue am Start und heiratet in ein paar Monaten, während Du, die betrogene und verlassene, nach 2 Jahren immer noch alleine und auch an den Wochenenden einsam bist.

Ich habe das absichtlich so direkt geschrieben, damit es klar wird, dass Du in Liebesdingen schon einen ziemlich harten Schlag abbekommen hast. Andere hätte das umgehauen.

Vielleicht bist Du noch nicht wirklich darüber hinweg und hast es noch nicht ganz abgeschlossen. Ansonsten wäre der Ex mit seiner künftigen Hochzeit nicht in Deinen Zukunftsüberlegungen und Deinem Gedankenkreisen dabei.

Triff Deine Entscheidung für Dein Leben komplett unabhängig vom Ex. Wie gut er nun lebt und wie gut seine Beziehung und Ehe funktioniert, wissen wir nicht und hat auch nichts mehr mit Dir zu tun. Wünsche ihm das Beste für sein Leben. Und gut.

Da meine ich, liegt der Hund vergraben - wie man so schön sagt.

2. Persönliches Glück (liebevoller Partner und Familie, Gesundheit, gemütliche Wohnung, schönes Privatleben) ist niemals egoistisch. Prüfe Deine Gedanken! Privates Glück steht jedem Menschen von Natur aus zu und ist das Normale. Das ist nicht egoistisch danach zu streben.

Lass Dir das vor allem nicht vom Arbeitgeber einreden. Hat Dein Chef eine Frau und eine Familie?

Du kannst 100 % sicher sein, dass der Arbeitgeber sich nicht um Deine Lebenszufriedenheit und Dein Lebensglück kümmert.
Der Arbeitgeber kümmert sich darum, dass die Firma läuft und wenn es irgendwann notwendig wäre, Personal abzubauen oder Dich zu versetzen, wird Dein Arbeitgeber das unabhängig von Deinem Lebensglück auch gegen Deinen Willen machen.


3. Vielleicht überdenkst Du Deine Wertigkeiten und Prioritäten im Leben. Ist es "Leben um zu Arbeiten" oder "Arbeiten um zu Leben"? Das muss jeder für sich entscheiden.

Wenn Du den Schwerpunkt auf die Arbeit legst, dann ist das Deine Entscheidung. Dann ziehe es aber durch. Du musst aber deshalb nicht auf Privat- und Liebesleben komplett verzichten.

4. 70 km ist keine so große Entfernung. Ich bin auch nach Studium usw. nach 15 Jahren wieder in die Nähe meiner Heimatstadt gezogen.

Das kann schön und gut sein. Es kann aber auch eine Flucht ins bekannte Nest zurück sein.

Du kennst in der Heimatstadt mehr Menschen. Von denen sind sicher auch viele inzwischen verheiratet mit Kindern. Deine 2 Freundinnen werden nicht ewig Single/unverheiratet und kinderlos bleiben - hoffentlich!
Gibt es in der Heimatstadt mehr geeignete Männer für Dich?

Ich würde nicht wegen 2 Freundinnen 70 km umziehen.

Wenn aber Dein Bekanntenkreis im Schwerpunkt in Deiner Heimatstadt ist, würde ich schon darüber nachdenken
 
  • #13
Kommt dran, was das für eine Stelle im Vertrieb ist, wie aggressiv du da vorgehen muss, wie hoch der Druck ist-um jeden Preis verkaufen, auch wenn du zb merkst, die ältere Dame sagt ja zu dem Angebot, obwohl sie gar nicht überreisst, um was es geht. Der aggressive Vertriebler merkt es vielleicht gar nicht oder es ist ihm egal.
Beraten und betreuen ohne aggressive Vertriebsvorgaben dürften Dir evtl eher liegen.
Auch finde ich deine Einstellungen z. Tl. wenig hilfreich. Wieso sind die Kollegen egoistisch, wenn sie ihre Familienziele verfolgen und für dich am Wochenende nicht zur Verfügung stehen? Die Kollegen sind nicht für deineFreizeitgestaltung am WE verantwortlich, schön, wenn sich was ergibt, aber zu erwarten ist schwierig. Die Firma ist keine Familie. Auch bist du nicht verantwortlich, wenn du gehst, jeder ist ersetzbar. Ich würde versuchen, mehr Aktivitäten wie Vereine etc. In der neuen Stadt zu probieren, bevor du das Handtuch schmeißt.
Hast du schon mal einen mehrwöchigen Urlaub in der Heimatstadt verbracht? Vielleicht wird es dir dann auch zuviel.
 
  • #14
Guten Morgen liebe FS,

man kommt im Leben nicht umhin, Menschen enttäuschen zu müssen, wenn die Seele anklopft.
Du hast Sehnsucht und es bietet sich ein neuer Arbeitsplatz, das ist Zu-fall, damit du auf die Sprünge kommst. Vielleicht ist dieser Arbeitsplatz für dich eine Chance, deine Hochsensibilität anders zu händeln. Deine Geschichte erinnert mich an meine Tochter in deinem Alter, die eine neue berufliche Herausforderung angenommen und regelrecht ins kalte Wasser gesprungen ist. Es war ihr dienlich, weil sie sehr daran gewachsen ist und ihre Sensibilität und übergroße Rücksicht auf andere, besser dosieren und einsetzen kann.
Wenn dieser Ort, wo du dich jetzt gerade befindest, dein Platz wäre, würdest du dich schon längst dort eingelebt haben. Dein Team und dein Chef werden von dir profitiert haben und einiges für sich mitnehmen, so wie du auch. Jetzt warten andere Menschen darauf,
von deinem Potenzial als Mensch zu profitieren und du von ihnen. Auch wenn sich deine zukünftige Arbeitsstelle für dich nicht als richtig erweisen sollte, so wird es auf jeden Fall eine Entwicklungsstufe sein und eine Vorbereitung für den nächsten Schritt. Wir können vorher nicht ausloten, was das Leben für uns bereithalten wird. Vertrauen zu sich selbst ist aber eine Kraft, sich mit gutem Gewissen und frei auf dieses Abenteuer einlassen zu können. Alles andere wäre Verrat gegen dich selber.
Leben bedeutet Wachstum und das Streben, um für sich das Optimale zu leben. Das hat nichts mit Geld und materiellen Gütern zu tun, sondern mit einer tief empfundenen Glückseligkeit, angekommen zu sein.
Ich wünsche dir von Herzen, den Mut und die Kraft für eine Entscheidung, die für dich förderlich ist !
 
  • #15
Warum machst du dein Glück von einem Mann abhängig?
Und wer sagt, dass man mit 30 und Single zum Exoten wird? Das ist Blödsinn und selektive Wahrnehmung :) Es hat auch sein Gutes Single zu sein und es ist nicht das Happy End zu heiraten sondern meist der Anfang vom Ende.
Ich würde niemals einen Job wechseln für weniger Geld. Und es liegt auch an Dir, ob du Freunde hast oder nicht. Außerdem sind 70km nicht sooo weit - da kannst du deine Freunde auch mal zu Dir einladen.
Du fühlst dich momentan unglücklich, weil dein Ex heiratet und du Single bist. Ich glaube aber, dass du noch gar nicht versucht hast richtig anzukommen. Dur gefällt dein SIngledasein nicht und du hast die Vorteile des Singledaseins noch gar nicht mitgenommen.
Klar muss man die Wochenenden organisieren, Freunde einladen oder mal ein Date klarmachen und ja - es dauert manchmal ein bis 2 Jahre, bis man einen neuen Bekanntenkreis aufgebaut hat, aber man muss schon selber auch aktiv sein.
Schmeiß ne Party, geh mit deinen Kollegen aus auch wenn sie nicht 100% dein Geschmack sind - du lernst dadurch auch neue Leute kennen.
Lad ne Freundin aus deiner Heimatstadt ein, besucht zusammen ne Vernissage, geh aus, mach ein paar Dates klar im Frühjahr.
Du meinst, dass alles besser wird, wenn du flüchtest.
Und ich kann dich verstehen, wenn du einen Neuanfang willst - aber nicht für weniger Geld! Das ist ein Rückschritt.
Allerdings: Wenn dein Herz eben unbedingt in deine Heimatstadt will, dann kann man da nichts machen - dann geh - auf deinen Chef musst du keine Rücksicht nehmen - jeder ist ersetzbar und er kann ja jemand anderen suchen, den du einarbeiten kannst.
 
  • #16
Bei nur 70 km wäre zwar die tägliche Pendelei sehr ätzend, es sind aber durchaus auch mal spontane Verabredungen unter der Woche mit Freunden drin. Also ich würde schon vor Ort bleiben, bis sich eine wirkliche Perspektive auftut und trotzdem versuchen mein Sozialleben etwas auf Trab zu bringen, sonst lebst du nur von Wochenende zu Wochenende.

Mit egoistischen Weg meinst du wahrscheinlich, dass sich die Kollegen eben nicht - wie du - für die Firma aufopfern, sondern ihren Schwerpunkt auf das Privatleben legen.
 
  • #17
Dein Problem ist deine Denkweise, deine Angst hemmt dich.
Akzeptiere, dass es in der Welt keine Sicherheit gibt! Akzeptiere, dass die meisten Menschen nur auf die Welt kommen, um dich ein Stück zu begleiten. Jede Ehe und jede Beziehung scheitert, ja und? Du bist nicht von einem Mann abhängig, genauso wie du nicht über eine Ehe oder Kinder defniert bist. Und mit 30 wird man nicht zum Exot, du stellst dich selbst ins Abstellgleis, weil das dein Bild über dich ist. Aber das Bild existiert nur in deinem Kopf und das kannst du jederzeit ändern.

Ich verstehe dein Problem nicht wirklich? Du kannst jede Woche neue Männer kennenlernen. Lerne, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, anstatt Ausreden mit deinem Job zu erfinden. Wünsche deinen Kollgen viel Glück und alles Gute, und meine aus wirklich vom Innersten heraus.

Du gehst mit Groll und Neid durch die Welt und so eine Frau will keiner.
 
  • #18
DU bist doch selber schuld, wenn du 10 Jahre mit einem Typ unverbindlich zusammen bleibst, der dich weder gleich heiraten will (weil er Angst hat, dich zu verlieren) noch Kinder zeugt (weil du für ihn keine richtige Mutterfigur darstellst, sondern eher Typ naive Mädchenfrau, mit der man alles machen kann). Er hat dir nichts geboten, außer Freizeitunterhaltung, und du hast das schön belämmert mitgemacht.

Nimms mir nicht übel, aber was ist denn am Heiraten und Kinder bekommen "egoistisch"? Das ist doch ganz normal. Brauchst du eine Gebrauchsanweisung, wie das jetzt geht? Mann mit Werten finden, ihn genau abchecken, Kinder zeugen, heiraten, selber Pläne umsetzen ...


Ich will dich nicht beleidigen, aber mir gehen Leute auf den Geist, die über ihren eigenen Zustand jammern (aus Passivität, Naivität) + obendrauf andere kleinreden, die mehr haben (aus Aktivität).

Dein Ex war eine lange Lehrstunde. Er hat jetzt eine Frau gebunden, die nicht lange gefackelt hat und er nimmt sein Leben flott in den Griff. Das würde ich mir merken. Du musst leider genauso werden, sonst bist du in 20 Jahren noch allein.
 
  • #19
Die mögliche Stelle im Vertrieb: bedeutet das, das du in der Woche sowieso zu vielen Kundenbesuchen unterwegs sein müsstest? Dann kannst du dich eh von MO bis FR nicht spontan am Abend verabreden und es ist egal wo du wohnst. Wenn deine Hochsensibilität bedeutet, dass du eine reizarme Umgebung brauchst, wäre ein job mit viel Reisetätigkeit und häufigen Hotelübernachtungen nichts für dich. Also dann im jetzigen job und jetzigen Wohnort bleiben und am Wochenende in die Heimat pendeln. Vielleicht findest du dort ja ein Zimmer oder ein bezahlbares kleines Appartement.
 
  • #20
Liebe FS,
verquick' nicht alles zu einem unverdaulichen Brei, sondern zerleg' die Situation in Einzelteile, um sie dann zu beurteilen und dafür Lösungen zu finden.

Der Ex ist der Ex und seit langen passe, mit dem und dessen Lebenssituation solltest du Dich nicht mehr befassen. Er hat mit Deinem aktuellen Elend nichts mehr zu tun.

Dir ist es an deinem Lebensort nicht gelungen einen Partner zu finden und Dir ein soziales Netz aufzubauen. Du verbringst mehr Freizeit an Deinem alten Heimatort, als an Deinem neuen Wohnort. Nun, dann ist es an der Zeit dort wegzugehen, statt endlos daran weiterzuleiden. 70 km kann man täglich über einen gewissen Zeitraum fahren.

Ich würde keinen schlechter bezahlten Job in Deiner alten Heimatstadt annehmen, insbesondere keinen der Dich im Huinblick auf persönliche Eignung zweifeln lässt (HSP und Vertrieb) und dann noch schlechter bezahlt ist - vermutlich in einer teuren Universitätsstadt. Deine Zweifel sind berechtigt.
Zieh' zurück und pendel' bis Du einen passenden Job an Deinem Heimatort gefunden hast.

habe Angst diese sehr gute Stelle aufzugeben, wieder neu zu starten, Menschen zu enttäuschen und Risiken einzugehen.
Du solltest mal an deinen Lebensängsten arbeiten und Dich nicht hinter Pseudopflichten wie "Chef und Team nicht enttäuschen wollen" zu verstecken. Weil Du diese Ängste hast und mit Veränderungen nicht umgehen kannst bist Du am neuen Ort nicht gelandet. Daher ist es gut, dass Du Dich in die vertraute Umgebung zurückziehst, erst mal den Job behältst und dann neu suchst.
Es gibt einfach Menschen die können und wollen Neues nicht.

Anderseits ertrage ich es immer weniger, gerade wenn Kollegen und Mitarbeiter ihren "egoistischen" Weg gehen (Heirat, Kinder etc.)
Du selber hast die Sehnsucht nach so einem Leben, wirst es den Mitarbeitern aber als egoistisch vor. Sei doch einfach genauso egoistisch und geh' weg. Es ist nämlich garnicht egoistisch - jeder lebt sein Leben wie es ihm gefällt und das ist richtig so.
Wenn Du so weiter ausharrst und giftig auf die andern guckst, bekommst Du nur ein Verbitterungssysndrom und alles wird noch unerfreulicher.
Ändere endlich Dein Leben, schaff' Dir Chancen.
 
  • #21
Tut mir leid, aber ich sehe das Problem nicht. Ich musste beruflich bisher schon mehrfach umziehen und stehe nun erneut vor der Entscheidung. Und mit Umziehen meine ich mehrere 100 km Entfernung und nicht 70! 70 km ist doch keine Entfernung! Das pendeln andere täglich zur Arbeit. Und wer ist heutzutage bitte mit 30 Jahren als Single ein Exot? Klingt als wohnst Du auf dem schwäbischen Dorf. Ich würde dir anraten mal von der Heimat weg zu ziehen, denn genau genommen, bist du ja nie rausgekommen. Da lernt man wirklich erwachsen zu werden. Hochsensibilität gibt es nicht und eine Heimat und einen Mann findet man immer. Viel Erfolg!
 
  • #22
Hallo liebe FS,

ich glaube, dass du erst mal an deiner Lebenseinstellung arbeiten solltest. Kollegen, die heiraten oder Kinder bekommen sind nicht egoistisch. Du gönnst ihnen scheinbar nicht ihr Glück.

70 km ist keine Entfernung. Warum pendelst du nicht? Dann kannst du in dem anderen Ort sesshaft werden und dich nach dem Feierabend mit deinen Mädels treffen. Dann musst du auch keine Gehaltseinbußen in Kauf nehmen.
 
  • #23
Du also damals mit Partner in eine neue Stadt gezogen und hast dort einen richtig guten Job ergattert. Da musstest Du Dich erstmal behaupten und somit hast Du Dich auf ihn und die Arbeit konzentriert. Für den Aufbau von sozialen Kontakten blieb keine Zeit. Letztendlich gab es in so einer langen Beziehung auch eine Lensplanung. Studium und guten Job suchen, dann heiraten und ggf Kinder?
Und dann verlässt er Dich! Du warst noch nicht mal 20 als ihr zusammen gekommen seid und mit dieser Konstanten bist Du " groß" geworden.
Plötzlich alleine, Boden unter den Füßen weg und keine Freundinnen, die zuhören oder ablenken vor Ort.
Das ist auch sch.... und noch steckst Du im Liebeskummer drin. Glückliche Paare möchtest Du hauen, von ihm wenn möglich nichts mitbekommen und dringend in die Nestwärme.
Du bist noch lange nicht durch und er bestimmt Dein Leben immer noch. Den letztendlich ist er der Grund für die Flucht.

Du denkst jetzt schon viel zu viel über dem neuen Job im Negativen. Wäre das Deiner, würdest Du nicht zweifeln. Und Zuhause sind ggf auch glückliche Pärchen, denen Du nicht aus dem weg gehen kannst.

Mein Rat: Therapie bei Liebeskummer und dann langsam an Veränderungen denken und nicht an Flucht.
 
  • #24
Wie wäre es wenn Du Deinem momentanen Chef vorschlägst, 2 Tage in der Woche von Zuhause aus zu arbeiten (Mo./Fr.?). Dann pendelst Du nur Die/Mi/Do von Deiner Heimatstadt aus.
Ich pendele täglich 40 KM (1 Weg), zugegeben das sind nicht 70KM (1 Weg?) . Aber es kommt auch auf die Verbindung an (Autobahn, Landstraße, häufig Stau?) .
Wenn es mal Eisregen gibt, mein Kind krank ist oder der Klempner kommt, kann ich von Zuhause aus mich in den Firmenrechner einloggen.
Wenn Dein Chef dich nicht verlieren will/kann, ist er sicher zu Zugeständnissen bereit.
Und was das Pendeln während der Woche betrifft. Sicher geht da morgens (ich bin sehr früh unterwegs) und abends viel Zeit verloren aber auch meine Freunde haben während der Woche nicht immer Abends Zeit und vor allem Lust sich zu treffen. Das meiste beschränkt sich auf das Wochenende Fr/Sa/So. Und auf dem Nachhauseweg erledige ich alles wie z.B. einkaufen, Apotheke oder Tankstelle.
 
  • #25
Hallo, vielen Dank für eure Antworten, die sehr viel Wahrheit enthielten und vieles auf den Punkt gebracht haben. Den Punkt "Egoismus" habe ich extra in Anführungszeichen gesetzt, da ich die letzte bin, die anderen Glück nicht gönnt. Im Gegenteil: meist bin ich eher die, die alles in Bewegung setzt, um Familien gemeinsame Zeit zu ermöglichen etc. Aber Neid ist da schon dabei und dass ich noch nicht über meinen Ex hinweg bin, weiß ich ebenfalls, obwohl es mir langsam unangenehm ist und ich mich selbst drüber ärgere.
Ich habe heute nochmal nachverhandelt und bin nun zufrieden mit dem Angebot und werde zurück gehen.
Jetzt muss ich es nur noch übers Herz bringen zu kündigen. Danke für eure Kritik!
 
  • #26
Ich bin ettliche Male beruflich umgezogen, oft auch viel zu kurz hintereinander, um irgendwo anzukommen.

Am aktuellen Ort hat es fast 5 Jahre gedauert, um einen richtigen Freundeskreis zu finden.

Ich habe auch nicht selten mit Sehnsucht an die alte Heimat zurückgedacht. Insbesondere da ich da auch noch sehr viele Menschen kenne. Und ich habe damals auch Stellenanzeigen dort gelesen und mich damals dort beworben.

Ich kann gut nachvollziehen, dass Du "zurück" möchtest. Ich kann auch nachvollziehen, dass Pendeln keine Option ist, wenn man irgendwo ankommen möchte.

Allerdings denke ich, dass es in Deiner Situation keine besondere Eile gibt, einen schlecht bezahlten Job anzunehmen.

Wenn Du die Entscheidung fällst, kannst Du Dich aus Deiner jetzigen Position in aller Ruhe bei allen passenden Arbeitgeber auch initiativ bewerben, Deine Bekannten in der anderen Stadt nach passenden Stellen ausschau halten lassen und dann dafür sorgen, dass Du eine ähnlich dotierte Stelle findest, wie in der anderen Stadt.

Ich persönlich habe mich nach all den Jahren in der "Fremde" allerdings so gut eingelebt, dass ich heute gar nicht mehr zurück möchte. Es gibt überall Menschen, die potentiell echte Freunde oder Lebenspartner sein könnten.
 
  • #27
Hi Ichbins,

Super, das klingt doch toll.

Dann brauchte es nur noch den kleinen Schubs in diese Richtung - die Nachverhandlung und das Ergebnis - und jetzt geht es sehen, DEINEN Weg.

Übrigens, wer so mutig ist, nachzuverhandeln, teamfähig, und leitungsfähig ist, dem macht auch der Vertrieb Spaß.
Das schaffst Du.

Auch das Gespräch mit Deinem jetzigen Chef, dass bekommst Du hin, kannst ihm ja als Grund private Gründe nennen, und wie sehr Du Deinen jetzigen Job gemocht hast.
Und dass Du jetzt zum Abschluss ein gutes Zeugnis bekommst, insgesamt ordentlich gehst.
Ein sauberer Abschluss ist für Deine Zukunft wichtig.

Alles Gute.
 
M

Michael_123

  • #28
Mein Job ist gut, der Chef ist super und ich habe viele Freiheiten,
Herzlichen Glückwunsch!

Nun habe ich ein Stellenangebot in meiner Heimatstadt, tolles Aufgabengebiet aber viel weniger Geld.
Würde ich nicht machen. Wozu hast Du dann studiert? Wer sagt Dir, dass Dein Aufgabengebiet tatsächlich den Versprechungen entspricht? Was machst Du, wenn Du unangenehme Arbeitskollegen bzw. einen unangenehmen Chef bekommst? Du würdest Deinen Wechsel auch noch für weniger Geld verfluchen...

Die Gedanken kreisen schon seit Monaten, habe Angst diese sehr gute Stelle aufzugeben, wieder neu zu starten, Menschen zu enttäuschen und Risiken einzugehen.
Dein Bauchgefühl meldet sich schon - ich würde darauf hören...

Bin ich hochsensibel und die neue Stelle geht Richtung Vertrieb.
Dann bist Du für den Vertrieb nicht geeignet...

Du machst Dir selber folgende irrationale Probleme:

- Torschlusspanik mit 30 als Akademikerin
- Du schaust, was andere um Dich herum machen, und setzt Dich unter Druck
- 70km, was de facto ein Katzensprung bedeutet, sind für Dich eine gewaltige Entfernung

Alles Gute!
 
  • #29
Im Gegenteil: meist bin ich eher die, die alles in Bewegung setzt, um Familien gemeinsame Zeit zu ermöglichen etc.
Das ist immer ein Problem, anderen zu zeigen, dass Du Dich nicht so wichtig nimmst und allen anderen immer Vorrang vor Dir gibst. Da darfst Du Dich nicht wundern, wenn Du nicht respektiert wirst und ziemlich allein dastehst.
Das ist ein Verhalten, welches Du am neuen Arbeitsplatz weniger ausgeprägt zeigen sollt. Auch Du hast Freunde und Familie mit denen Du Dich zu Feiertagen treffen willst. Als Single hast Du eher mehr Aufwand, Kontakte zu pflegen, als Menschen, die nach Hause kommen und dort direkt in ihrer Familie sind.
Mach' Dich nicht selber klein, wenn Du anerkannt udn respektiert werden willst.

Ich habe heute nochmal nachverhandelt und bin nun zufrieden mit dem Angebot und werde zurück gehen.
Jetzt muss ich es nur noch übers Herz bringen zu kündigen.
Gute Sache auch für Dein Selbstwertgefühl. Du musst es nicht übers Herz bringen und kündigen - Du musst kündigen weil Du einen neuen Arbeitsvertrag hast. Das ist ein formaler, wenig bedeutsamer Vorgang für den keinerlei Herz erforderlich ist.
Stress' Dich damit nicht ab, indem Du da schon wieder was übersteigerst, einer Sache eine Bedeutung gibst, die sie nicht hat. Du wirst es nicht erleben, aber kaum bist du weg, erinnert sich kaum noch jemand daran, dass es Dich in dem Unternehmen jemals gegeben hat. Das weiß man, wenn man ein gewisses Lebnsalter erreicht hat, Jahrzehnte in einem großen Unternehmen ist und Mitarbeiterfluktuation erlebt hat.

Gewöhn' Dir für den nächsten Lebensschritt an, etwas vorwärtsgewandter zu sein, statt zurückzuschauen. Eine Kündigung ist total normal für junge Menschen, die ihr Leben ändern wollen. Das weiß auch Dein Chef und wenn er wirklich inetressiert an deinem Wohlergehen ist, dann muss er eientlich sehen, dass es dir nicht gut geht. Ergo ist die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitsplatzwechsels groß.
 
  • #30
Vielleicht auch noch ein Ansatz, nachzudenken: Du bist mit 25 aus Deinem Heimatort weggezogen. Ein Alter, ab dem viele beruflich bedingt umziehen oder sich ihre Lebenssituation grundlegend ändert. Bist Du sicher, dass es in Deinem Heimatort noch ist "wie früher" oder hat sich auch dort vieles längst geändert, sind Freunde verheiratet und haben weniger Zeit für Dich, sind andere längst weggezogen?