• #31
Das ist für mich die entscheidende Aussage, vorausgesetzt, der Junge mag dich genauso, wie du ihn. Und dass deine Mutter (für Notfälle, die es immer geben kann) bereit steht und sich auf den neuen Enkel freut.

Alles andere (also was eine Adoption für euch beide bedeutet) regelt das Jugendamt und der Notar. Eine rechtmäßige Adoption erspart dem Kind jedenfalls einen (evtl. ungeliebten) Vormund.

Ich finde es sehr schön, dass du diesen Wunsch hast, lieber FS. Ein »Held« wirst du damit nicht für mich, schließlich bekommst auch du ein großes Geschenk - schon dein früherer Gedanke (kein eigenes Kind/Vasektomie) hin zum Vaterglück ist ein guter Schritt und wird deinem Leben einen bereichernden Sinn geben.
 
  • #32
Zunächst war mein erster Impuls: ja, tue es. Eine großartige Tat. Ja, das wäre es. Aber hier ist keine Eile geboten. Sprich mit ihm, wie er sich seine Zukunft vorstellt. In seinem Alter hat er da enormes Mitspracherecht.

Wenn Du für ihn sorgst ohne ihn zu adoptieren, dann hat er Anspruch auf Waisenrente und möglicherweise auf SGB VIII-Leistungen (Hilfe vom Jugendamt). Die Waisenrente bekäme er bis max 27 und davon könnte er prima studieren.

Du könntest doch erst einmal die Personenpflegschaft übernehmen und dann alles weitere auf Dich / Euch zukommen lassen. Das wäre dann erst einmal die "Adoption light".

Merke Dir eines: großartige Entscheidungen soll man nicht treffen, wenn man entweder sehr glücklich oder aber auch sehr unglücklich ist. Viel Glück.
 
  • #33
Mein Beileid, es ist für Euch jetzt sicher eine sehr emotionale und schwierige Zeit.

Ich frage Dich, warum fragst Du hier.
Es wäre für mich selbstverständlich, WENN es der Jugendliche möchte.
Ich würde mein Gefühl befragen, nicht die Meinung anderer.

Du wolltest nie Kinder, Du hattest ihn akzeptiert, Du hast eine gewisse Bindung.
Ist es eine derartige Bindung, dass er für Dich ein Sohn wird?
An Kindes Statt, ein wichtiger Hinweis. Nicht für 4 Jahre sondern für immer. Inklusive aller rechtlichen Verpflichtungen, beidseitig.

Es gibt die Option Pflegschaft, das Jugendamt ist froh, wenn sich jemand findet. Du kannst die Vaterrolle vom Gefühl übernehmen, ihn begleiten, solange er Dich braucht. Mental und finanziell, das Thema Ausbildung /Studium. Das kannst Du versprechen, auch ohne Formalie
Der Junge bekommt mit einer Adoption ein Ja zu sich. Sicherheit. Formal. Einen Vater.

Wollt Ihr es beide so? Überlege es. Dann entscheide, was Du anbieten kannst und dann halten.

M, 55
 
  • #34
Eigentlich doch die Idee Ihrer Mutter oder?

Wie steht es um die Vermögensverhältnisse der Verstorbenen? Und wie lange wohnte sie bei Ihnen?

Verstarb sie so plötzlich dass nicht darüber gesprochen werden konnte, was mit dem Jungen passiert?

Um die Waisenpension sollte man ihn nicht bringen, gibt es nicht sowas wie ein Vormundschaft in dem Fall, der dem Jungen hilft eine Entscheidung zu treffen? Doppelstaatsbürgerschaft`?

Fragen über Fragen...
 
  • #35
Hm, wegen der Staatsbürgerschaft:
Hier in Deutschland gibt es ja die doppelte Staatsbürgerschaft.
Ich kenne da allerdings nicht die genauen Regelungen.
Am Besten, im Falle einer Adoption sich da vorher beim Amt mit erkundigen.
Könnte aber für den Jungen dann sogar ein zusätzlicher Vorteil sein.

Und Pflegschaft ist wahrscheinlich sowieso erstmal nur möglich, ich weiß gar nicht, ob Adoption als Einzelperson möglich ist.

Am Besten umfänglich beim Amt anfragen, was geht.