• #1

Sollte der Ex vom Schmerz der Trennung etwas wissen?

Hallo!
Ich mache gerade eine Trennung durch. Ein Monat ist mittlerweile vergangen und der Schmerz ist immer noch groß. Durch verschiedene Umstände hatten/haben wir noch Kontakt. Im Übrigen strebe ich doch eine Freundschaft mit ihm an. Weiß allerdings nicht, ob er noch bereit ist dazu. (Den Kontakt wollte ER ursprünglich nicht komplett abbrechen.)

Ich frage mich dauernd, ob ich meinen Ex wissen lassen soll/kann, wie schlecht es mir derzeit geht, oder soll ich diesen Kummer, wenn wir in Kontakt kommen, total überspielen und so tun, als wäre ich schon darüber hinweg?

Wie handhabt ihr sowas?
 
  • #2
Was genau erwartest du von ihm, wenn du ihm deinen Schmerz mitteilst? Wiederaufnahme der Beziehung? Freundschaft? Vergebung für etwas? Hast du die Trennung und seinen Wunsch nach radikalen Abbruch verursacht?

Wenn er den Kontakt vollständig abbrechen wollte, ist es die Frage inwieweit eine Fortführung als Freundschaft eine sinnvolle Option ist. Ggf. findet er solches als Schmerzhaft.

Ihn extra kontaktieren um ihn den Schmerz mitzuteilen, halte ich für falsch, insbesondere wenn er keinen Kontakt will. Ihm es bei einem davon unabhängigen zufälligen oder vereinbarten Treffen es zu sagen ist ok, wenn der Schmerz so unerträglich ist. Aber nochmals was soll das bezwecken?
 
  • #3
Zunächst mal bleib doch einfach authentisch. Wozu willst du dir das Leben schwer machen und dich verstellen? Einfach auch mal tief durchatmen und locker machen. Wird schon alles :)

Solltest halt nur schauen, dass du deinem Ex mit deinem Kummer nicht auf die Nerven gehst.
 
  • #4
Der einzige Grund,weshalb man direkt nach der Trennung eine „Freundschaft“ anstrebt = in Kontakt bleibt, ist doch, weil man noch Hoffnung hat. Und genau aus dem Grund willst du ihm ja auch von deinem Liebeskummer erzählen, den er anscheinend nicht hat. Wenn man nicht vorher schon befreundet war, will man doch nur den anderen nicht loslassen. Klage dein Leid lieber einer Freundin und lenke dich ab. Ich kenne das gut von mir selbst, aber entweder ergibt sich eine Freundschaft von selbst oder eben nicht, mit Anstreben ist da nicht viel. Dein ganzer Post mit der Beschreibung klingt sehr danach, als ob du einfach unbedingt Kontakt mit ihm willst. Aber mal im Ernst: Was ist denn, wenn er bald Dates hat? Oder eine Neue? Kannst du das ertragen und dich auch noch für ihn freuen oder zumindest so tun? Spätestens wenn er merkt, dass du nicht komplett über ihn hinweg bist, wird er sich doch ohnehin distanzieren. Dass ursprünglich er in Kontakt bleiben wollte, war nach meiner Erfahrung auch eher Nettigkeit. Meiner Meinung nach ergibt sich eine Freundschaft von selbst, nämlich dann, wenn beide das Bedürfnis nach freundschaftlichem (!) Kontakt haben und das geht sicher nicht in der Phase des Liebeskummers. Ich würde mich konsequent von diesem Menschen fernhalten, der dir solches Leid verursacht. Alles Liebe!
 
  • #5
Hallo Meggie48,

ich glaube, da gibt es keine allgemeinverbindliche Regel. Meine Lebensgefährtin hat sich von mir vor vier Jahren getrennt und war zu in den letzten Wochen davor leider nicht aufrichtig. Danach habe ich von ihr nie wieder etwas gehört.

Ein ganzes Jahr habe ich gelitten wie ein Hund. Ich hätte es sicher nicht gewollt, dass sie das mitbekommt. Natürlich habe ich die Sache seit langer Zeit verarbeitet. Würde ich meiner Ex jetzt zufällig begegnen, könnte ich ruhig und sachlich bleiben.

Eine Freundschaft wäre wegen der unfairen Umstände der Trennung und um nicht den eigenen Schmerz zu befeuern, nicht in Frage gekommen.

Alles Gute.
 
  • #6
Ich würde ihm das Leid nicht klagen, jammern oder heulen aber ja, ich würde ihm sagen dass man noch manchmal noch mit sich am kämpfen ist.
Warum willst du so kurz nach Ende eine Freundschaft? Ist doch nur ein Versuch deinerseits dass er wieder einlenkt. Dass das jemand sagt, der Schluss macht, ist Standart um den anderen nicht noch mehr zu verletzen.
Ich leide gerade auch bin aber sehr froh dass ich nichts von ihm höre!
 
  • #7
Liebe Meggie,
nach meiner Erfahrung funktioniert Freundschaft direkt nach Beziehung nur dann, wenn beide drüber weg sind. Oder, wenn es beiden nie wirklich wichtig war. Alles andere verlängert nur den Schmerz. Die meisten werden dir wohl raten, den Kontakt erst einmal auf Eis zu legen. Ich ebenfalls. Ganz besonders, wenn du noch irgendeine Hoffnung hast, dass es doch wieder was wird.. dann quälst du dich umso mehr. Oder seht ihr euch "gezwungen" beim Hobby oder auf der Arbeit? Nach meiner Erfahrung ist es schon hilfreich, wenn man mindestens ein halbes Jahr nichts voneinander hört und dann, wenn beide wirklich soweit darüber hinweg sind, langsam wieder Kontakt aufbaut. Obwohl manchmal dann auch der Wunsch nach Kontakt ganz weg ist - das ist dann aber auch okay. Dazu kommt, dass für neue Partner der Kontakt zum Ex oft auch sehr gewöhnungsbedürftig ist und oft neuen Stress bringt. Ist einem der/die Ex als Person aber sehr wichtig, dann lohnt es sich, dafür einzustehen. Ich bin mit einem Ex noch sehr gut befreundet und möchte das auch nicht missen. Das ging aber wirklich erst nach einem halben Jahr und es war auch keine sehr tiefe Beziehung oder Trennung, eher eine Affäre.
Ob man sagen kann/soll, dass es einem schlecht geht, darüber denkt jeder anders. Mir war mein Stolz immer egal; wenn es mir sehr schlecht ging und ich mit dem anderen noch Kontakt hatte, habe ich das gesagt. Wobei oft die Konsequenz daraus war, wie oben gesagt, den Kontakt abzubrechen. Wenn du natürlich auf locker und drüber hinweg machen willst, dann ist das kontraproduktiv. Aber die Schauspielerei ist meines Erachtens viel zu kraftaufwendig und bringt doch auch nicht wirklich etwas. Wozu das Vorspielen? Ich würde ehrlich sagen, dass es dir schlecht geht (und ich persönlich würde dann weitergehen und sagen, dass du das noch nicht kannst und die Freundschaft auf Eis legen). Und wenn es euch beiden schlecht geht und ihr euch das gegenseitig vorjammert, hilft es denke ich auch nicht viel. Ihr könnt euch da ja doch nicht helfen.
Soweit meine Erfahrungen. Ich hoffe, es geht dir bald besser! Liebeskummer ist wirklich die Hölle...
 
  • #8
Wenn du es dir jetzt verkneifst, wirst du später umso stärker sein, wenn du ihn überwunden hast und nicht mehr labil auf ihn reagieren. Männer gehen nie so ganz aus einem Leben. Er wird sowieso irgendwann wieder vor deiner Tür stehen in ein paar Jahren und sei es nur, um zu fragen, wie es dir geht. Dann solltest du abgehärtet sein. Wer jetzt stark leidet wird später robust gegen sowas.
 
  • #9
Hallo liebe FS,

ich schließe mich der Meinung von @Pflanze23 an... und denke, Du tust Dir in keiner Weise einen Gefallen damit, dem EX mitzuteilen, wie schlecht es Dir geht. Wozu sollte das gut sein, wenn er es weiß? Besser wird es DIR dadurch ja auch nicht gehen.

Der Mann ist Dein EX. Ex heißt nun mal aus und vorbei. Die Beziehung ist beendet. Was erwartest Du Dir davon, dass Du ihm Dein Seelenleid mitteilst? Mitleid? Was nutzt Dir sein Mitleid? Sollte er wirklich welches zeigen, wird Dir das nur unbewußt Hoffnung auf ein Aufleben der Beziehung machen. Da es diese Beziehung aber nicht mehr gibt und nicht mehr geben wird, ist das leider eine trügerische Hoffnung, die Dir letztendlich noch mehr Leid verursachen wird, weil Du Dich an etwas Hoffnungsloses klammerst und Dir das Loslassen somit noch mehr erschwert wird...

Vielleicht kannst Du die Trennung und das Loslassen als REIFEPROZESS eines erwachsenen, reifen Menschen sehen? Das macht jeder Mensch durch, nicht nur Du. Und es ist eine Sache der Sichtweise, wie Du die Dinge für Dich selbst verinnerlichst, wie Du damit umgehen kannst. Letztendlich bist allein DU es, die entscheidet, ob und wie weit Du leidest... Alles Gute!
 
  • #10
Nein. Was sollte das bringen? So etwas mitzuteilen, würde doch nur einen Sinn haben, wenn die Sache noch nicht abgeschlossen ist.

Vielleicht solltest du den Kontakt völlig abbrechen? Was soll so eine Freundschaft bringen? Das einzige, was passieren wird, ist, dass du nicht von ihm loskommst und dir weiter Hoffnungen machst.
 
  • #11
" Er hat mich jedoch in letzter Zeit so oft (bewusst?) massiv gekränkt und seelisch verletzt, dass ich die Notbremse ziehen musste und mich nun schweren Herzens getrennt habe."

Mit dieser Vorgeschichte würde ich Dir dringend zum Kontaktabbruch raten, anders klappt es nicht.
Vielleicht irgendwann.

Aber was soll es bringen, dem anderen Deinen Kummer zu zeigen?
Möchtest Du ihn zurück,
Möchtest Du Mitleid?
Ein schlechtes Gewissen auf seiner Seite?

Kümmere Dich um Dich, lass Dich von Freundinnen trösten, lenke Dich ab. Und halte Dich von ihm fern.
 
  • #12
Ich frage mich dauernd, ob ich meinen Ex wissen lassen soll/kann, wie schlecht es mir derzeit geht, oder soll ich diesen Kummer, wenn wir in Kontakt kommen, total überspielen und so tun, als wäre ich schon darüber hinweg?
Letzten Endes wird es keine Rolle spielen, wenn Ihr Exfreund die Trennung wirklich wollte. Sie können es m.E. einfach zeigen, wenn es Ihnen damit besser geht. Jeder weiß, dass Liebeskummer weh tut, aber auch, dass man nur aus Mitleid nicht wieder mit jemandem einen weiteren Beziehungsversuch starten sollte. Wenn Sie Anzeichen bemerken sollten, das es ihm lästig bzw unangenehm ist, dann halten Sie sich zurück.
 
  • #13
Durch verschiedene Umstände hatten/haben wir noch Kontakt. Im Übrigen strebe ich doch eine Freundschaft mit ihm an. Weiß allerdings nicht, ob er noch bereit ist dazu. (Den Kontakt wollte ER ursprünglich nicht komplett abbrechen.)
Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch reagiert anders, meine sehr umfangreichen Erfahrungen sagen mir, dass ich nach einer liebesinvestierten Beziehung, die von der anderen Seite beendet wird, keine Verbindung mehr haben möchte. Was er möchte ist mir vollkommen wurst, die meisten Männer möchten eine Verbindung halten, um ständigc zu sehen, inwieweit ein anderer Mann jetzt gekommen ist, das belastet die Situation, man ist nicht frei, man wird lediglich halbwegs warm und hingehalten. So wie ich eine Beziehung annehme, so gebe ich sie wieder ab, wenn es nicht mehr geht. Bei Ende möchte ich frei sein für alles Neue und den Blick nach vorne halten können und nicht blockiert zurück schauen müssen.
Ich frage mich dauernd, ob ich meinen Ex wissen lassen soll/kann, wie schlecht es mir derzeit geht, oder soll ich diesen Kummer, wenn wir in Kontakt kommen, total überspielen und so tun, als wäre ich schon darüber hinweg?
Das geht ihn gar nichts mehr an, das ist mein Leid, mein Schmerz den nur ich spüren kann und auch ertragen muss.
 
  • #14
Der einzige Grund,weshalb man direkt nach der Trennung eine „Freundschaft“ anstrebt = in Kontakt bleibt, ist doch, weil man noch Hoffnung hat.
Ich bin da anderer Meinung. Ich pflege Freundschaften mit Exfreunden, die als Partner nicht taugten, die ich menschlich aber sehr schätze. Ich sehe das Problem darin begründet, dass man sich in einer Beziehung daran gewöhnt hat, alle Probleme und Sorgen mit dem Partner zu teilen. Und nun hängen die Sorgen eben gerade mit ihm zusammen, und er ist nicht mehr der Partner. Da bildet sich dann ein Vakuum. Umso wichtiger ist, dass man dann Freundschaften aufbaut und pflegt, in denen man sich ausheulen kann. Freundinnen können selbst nach längerer Konktaktpause sehr helfen. Ich kenne keine, die in einer solchen Situation nicht zuhören und "Händchen halten" würde. Trennungen sind nun mal bescheuert, und deshalb dreht sich hier im Forum so viel um die Frage.
 
  • #15
Liebe Meggi,
Freundschaft ist etwas das viel mit Vertrauen und Zuneigung zu tun hat. Als mein Mann und ich uns trennten, hatte ich auch in der ersten Phase der Trennung das Bedürfnis eine Freundschaft aufrecht zu erhalten. Schließlich war er über zehn Jahre lang mein bester Freund, Mann und Vater unseres Sohnes. Mittlerweile verspüre ich diesen Wunsch nicht mehr. Wir beide haben uns sehr verändert. Er ist mir fremd geworden. Neben der Tatsache, dass er warm gewechselt ist, gibt es zu viel was mich verletzt hat. Er hat viel gelogen und versucht mich klein zu halten. Mit genügend Abstand, sehe ich den Wunsch nach Freundschaft heute kritisch. Eigentlich wollte ich nur an dem fest halten, was ich einst an ihm geliebt habe. Los lassen ist aus meine Sicht, unter einer wie auch immer gearteten Freundschaft kaum möglich. Vielleicht wenn beide das Beziehungsaus beschlossen haben und weiterhin respektvoll und ehrlich miteinander umgehen. Das lese ich aber aus deinen Zeilen nicht heraus. Hat man irgendwann vollumfänglich los gelassen, ist das Bedürfnis in der Regel nicht mehr da oder es ergibt sich ungezwungen quasi von selber. Ich würde ebenfalls dazu raten authentisch zu sein. Wenn du traurig bist und leidest, zeige es in einem normalen Mass. Allerdings würde ich das Thema nicht überreizen und auf Mitleid heischen. Das schwächt dein Selbstwert und wird gar nichts ändern. Sorge gut für dich und hoffe nicht auf Dinge, die vorbei sind.
 
  • #16
Was ich mich allerdings schon frage, nachdem Du ja einen Thread hier eröffnet hast, wo es darum ging, ob die Affärenfrau die Partnerin Informieren soll - ob die Geschichte nicht noch etwas spezieller ist.

Es war keine Partnerschaft, sondern eine Affäre mit einem verheirateten Mann? Alles anfänglich ok, dann kamen die Misstöne, Du hast Dich verliebt, Du wolltest mehr, er hat Dich mies behandelt (Dein nächster Thread - ob jemand einen anderen mies behandelt, danit dieser Schluss macht), und jetzt hast Du (?) die Reißleine gezogen?
Wenn Du es warst, dann bleibe konsequent.

Ist er verheiratet, dann gehe nicht von einem Freundschaftsangebot aus, sondern dass er sich die Option für die Affäre offen halten möchte.

Hake die Geschichte ab, Du leidest, Du möchtest ihn treffen, Du hast den durchaus menschlichen Wunsch, dass er so leidet wie Du.
Daher die Überlegung, es erst seiner Frau mit zu teilen, da kommt die Rache, und jetzt ihm, geht es um Mitleid.
Atme durch, nimm Abstand, er ist es nicht wert.

Sorge für Dich, ziehe einen endgültigen Schlussstrich.
Und nimm es als Erkenntnis, Du bist für Affäre nicht geeignet, Du möchtest und brauchst eine ganz andere, verlässliche Beziehung.

Es ist jetzt meine Interpretation Deiner verschiedenen Threads im letzten Monat - wenn ich falsch liege, sorry.
Ansonsten, nimm es als Denkanstoß, wenn Du magst.
 
  • #17
Ich pflege Freundschaften mit Exfreunden, die als Partner nicht taugten, die ich menschlich aber sehr schätze.
Mag sein, dass das in seltenen Fällen funktioniert. Aber es kommt auch darauf an, wie man sich getrennt hat. Ist die Beziehung so langsam ausgelaufen, gab es immer mehr Probleme, so dass Einer irgendwann gesagt hat "das geht so nicht mehr", dann kann aus der Beziehung eine Freundschaft werden.
Aber wenn tiefe Verletzungen vorliegen, wenn ein Partner den anderen belogen und betrogen hat - nein, da wäre eine Freundschaft mit mir nicht möglich. Ich würde immer wieder an diese Verletzung erinnert. Dann vielleicht noch ein neuer Partner (oder die Frau, die Grund für die Trennung war). Unmöglich. Vielleicht mal nach 10 Jahren, wenn man sich zufällig wieder trifft. Aber bestimmt nicht gleich nach der Trennung.
Mit meinem Exmann habe ich guten Kontakt. Keine Freundschaft, aber wir telefonieren oft und geben uns Ratschläge und Hilfe, wenn wir es brauchen. Aber da war eben die Trennung durch eine jahrelange Zerrüttung begründet.

Ich würde den Kontakt nach einer Trennung auf ein Minimum beschränken und ich würde mich auch nicht mehr bei ihm ausheulen. Er muss nicht wissen, wie es mir geht, ich muss aber auch nicht so tun, als ob es mir super gut geht, wenn ich grad leide.
 
  • #18
Liebe Meggie48
Wenn ich mir das überlege, muss ich sagen: Nein. Was sollte denn bestenfalls dabei herauskommen? Dass er sagt "oh sorry dass es dir schlecht geht, ich komm gleich rüber und tröste dich über deinen Trennungsschmerz von mir hinweg, meine neuerdings nur noch platonische Freundin"?
Er hätte sich vermutlich nicht getrennt, wenn er nicht bereit gewesen wäre, dir deine Verletztheit und deinen Trennungsschmerz zuzumuten.
Ausserdem: Das mit dem "Freunde bleiben" ist sehr heikel, wenn einer schon jemand Neues hat, oder einer noch mehr am anderen hängt als umgekehrt. Ich würde diesen Mann mindestens 2-3 Monate so gut es geht meiden. Das darfst du dir jetzt herausnehmen, um darüber hinweg zu kommen.
 
  • #19
Hallo!
Ich mache gerade eine Trennung durch. Ein Monat ist mittlerweile vergangen und der Schmerz ist immer noch groß. Durch verschiedene Umstände hatten/haben wir noch Kontakt. Im Übrigen strebe ich doch eine Freundschaft mit ihm an. Weiß allerdings nicht, ob er noch bereit ist dazu. (Den Kontakt wollte ER ursprünglich nicht komplett abbrechen.)

Ich frage mich dauernd, ob ich meinen Ex wissen lassen soll/kann, wie schlecht es mir derzeit geht, oder soll ich diesen Kummer, wenn wir in Kontakt kommen, total überspielen und so tun, als wäre ich schon darüber hinweg?

Wie handhabt ihr sowas?
Zuerst hast du dich getrennt weil du ihn so geliebt hast und er dir nicht genug Liebe gegeben hat und dich verletzt hat, und jetzt hoffst du wenn du ihm steckst wie sehr du jetzt unter Liebesentzug leidest macht er doch noch alles gut und zeigt ENDLICH Einsicht ???

Die ernstgemeinte Frage: warum sollte es jetzt klappen wenns doch vorher schon nicht geklappt hat? (Du hast ja sicher vorher schon offensichtlich gelitten und gejammert.) Wenn es aber einen Grund gibt das anzunehmen kann man es probieren .... obwohl die Mitleidstour bei bereits lieblos gewordenen Partnern normal ja eher nicht funktioniert.
 
  • #20
Mein Rat: Behalte deinen Schmerz für dich. Alles andere wäre würdelos und würde dir in hoffentlich kurzer Zeit, wenn du wieder bei Sinnen bist, schrecklich peinlich sein.

Der Mann hat dich mies behandelt, du hast dich deshalb von ihm getrennt. Eine weise Entscheidung. Lass ihn ganz los. Sorge dafür, dass du den Kontakt zu ihm auf das kleinstmögliche Mass beschränken kannst. Irgendetwas vorspielen musst du ihm nicht, sei einfach kühl und distanziert und unpersönlich. Und guck, dass du saugut aussiehst.

Mir fällt grad Kästner ein: "Was auch immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!"

Frau 51
 
  • #21
Kommt darauf an...
...wie lang ihr zusammenwart.
...ob ihr zusammengelebt habt, zusammenbleiben oder gar eine Familien gründen wolltet.
...was der Trennungsgrund war etc.

Wenn man sich mehrere Jahre mal sehr geliebt hat, halte ich es für selbstverständlich, den Schmerz und die Traurigkeit einzugestehen und dem anderen kein Theater vorzuspielen. Dann ist Trennung ein Prozess, bei dem niemand Schuld hat oder so plötzlich verschwinden kann. Rücksichtnahme und bei Bedarf für den anderen vorübergehend wenigstens auf freundschaftlicher Ebene da zu sein, halte ich für in solchen Fällen für völlig richtig und wichtig, Vor allem von der Seite, die letztendlich die Trennung vollzog und sofern der "Abgetrennte" das wünscht oder darum bittet. Ausnahme: Ich wäre belogen und betrogen worden.

Bei kurzen Beziehungen, unfairem Verhalten und ähnlichem, würde ich mir lieber auf die Zunge beißen, als dem anderen hinterherzujammern und ihm die Verletzung zu zeigen. Da wäre ich viel zu stolz und würde mich lieber bei echten Freunden ausweinen. Abstand und Kontaktabbruch helfen mir dann mehr, die Trennung anzunehmen und mich emotional zu lösen.
 
  • #22
Ist das der verheiratete Mann mit dem du letztes Jahr eine heimliche Liebschaft führtest? Hattest du seinetwegen bei deinem letzten erstellten Thema gefragt, ob eine betrogene Ehefrau von der Affaire erfahren sollte?
Bereust du nun mit ihm Schluss gemacht zu haben, obwohl er dich mies behandelte?
Also weisst du, mir fällt dazu wirklich nichts ein, ich weiss nur, dass ich mit einem solchen Mann nichts zu tun haben wollen würde.
Zur Ehefrau würde ich übrigens auch nichts sagen, obwohl ich schon finde, dass sie es wissen sollte... (ich wollte es wissen).
Aber eine Affairenfrau sollte da im Nachhinein wirklich nicht noch scheinheilig tun wollen.
 
  • #23
Als alter Mann kann ich dir nur den Rat geben:

ABSTAND halten, bis es nicht mehr weh tut. Dies kannst du ihm ruhig auch sagen.

Diese Regelung ist für mich alternativlos. Und ich habe noch Kontakt zu einigen Exen, kann mit fast jeder einen Kaffee trinken gehen, wenn man sich mal trifft. Aber die ersten Wochen - geht das nicht.
 
  • #24
Ich bin da anderer Meinung. Ich pflege Freundschaften mit Exfreunden, die als Partner nicht taugten, die ich menschlich aber sehr schätze.
Ich für mich bin überzeugt und ich habe viele lebende Beispiele neben meinen, dass freundschaftlicher Kontakt nach Trennung nur dann möglich ist, wenn nicht so intensiv geliebt worden ist, wo echte intensive Liebe am Werk ist, die dann endet, ist ein freundschaftliches Miteinander nach Trennung kaum bis nicht mehr möglich, es sei vielleicht nach geheilter Zeit!
 
  • #25
Ich für mich bin überzeugt und ich habe viele lebende Beispiele neben meinen, dass freundschaftlicher Kontakt nach Trennung nur dann möglich ist, wenn nicht so intensiv geliebt worden ist, wo echte intensive Liebe am Werk ist, die dann endet, ist ein freundschaftliches Miteinander nach Trennung kaum bis nicht mehr möglich, es sei vielleicht nach geheilter Zeit!
Ich bin eig. niemals @INSPIRATIONMASTER s Meinung... Aber diese Erfahrung hab ich auch schon gemacht - bei mir und durch Erfahrungsaustausch mit anderen.
Der Partner ist selten der beste Freund, da habe ich immer jemand anderen (für mich wirklich unsexuellen), meinen besten Kumpel gehabt. Diese beiden Beziehungsebenen habe ich auch nie verschoben/vermischt.
 
  • #26
Dass du den emotionalen Absprung nicht schaffen wirst/willst und auch sonst wenig einsichtig bist, wenn nicht sogar resistent, in Bezug auf die Ratschläge in diesem Forum war mir von vornherein klar. Du fragst hier nicht nur einmal zum gleichen Thema, das zeigt mir deutlich deinen Selbstwert schwachen Charakter und dass sich dein Verstand aktuell in Luft aufgelöst hat.

Wann begreifst du endlich, dass dein Traumprinz eine Lach- wenn nicht sogar Nullnummer ist?! Der war nie ernsthaft an dir interessiert, du warst lediglich für kurze Zwischendurchtreffen gut. Er ist ein primitiver Fremdgeher, dem es aus purem Egoismus schnurzegal ist wen und wodurch er einen anderen Menschen ins Unglück stürzt. Hauptsache, er kommt auf seine Kosten. Ein integer veranlagter Mensch handelt anders, nämlich immer so, dass er niemanden verletzt, weder körperlich noch emotional.

Auch ich rate dir noch einmal - und das eindringlich: Kontakt einstellen sofort!, nie wieder aufnehmen. Wenn er dich anpiepst wegdrücken und konsequent ignorieren.

2. Schritt: Selbstwert und -bewusstsein suchen und wieder zu deinem machen. Dann wirst du irgendwann über diesen Mann und die Episode mit ihm lachen können. Hoffe ich jedenfalls!
 
  • #27
Ich sehe es auch so wie @INSPIRATIONMASTER und @Tom26 .
Aus den Augen ist aus dem Sinn. Zumindest nach einer gewissen Zeit. Zeit, Abstand zu nehmen, die man sich unbedingt nehmen sollte.
Heute nach mehr als fünf Jahren kann auch ich mich mit meiner Exfrau völlig Normal unterhalten, Kaffee trinken und auch blödeln.
Freunde sind wir heute auch nicht, weil wir das auch in den drei Jahrzehnten vorher nicht Wirklich waren und auch aus diesem Grund die trennung folgte. Ich behaupte mal, dass echte Freundschaften das überstanden hätten.
Vor allem sehe ich bei der FS eher den leidigen Versuch mit der Schmerzschiene ein anderes Ziel zu erreichen. Ein Zurückrudern.
Wenn er wissen wollen würde wie es dir geht, dann wird er dich schon fragen.
m47
 
  • #28
Ich frage mich dauernd, ob ich meinen Ex wissen lassen soll/kann, wie schlecht es mir derzeit geht, oder soll ich diesen Kummer, wenn wir in Kontakt kommen, total überspielen und so tun, als wäre ich schon darüber hinweg?
Nein, der Ex sollte es nicht wissen. Das ist nicht mehr sein Problem. Ich sehe Dein "Wissenlassen" im Gesamtkontextg auch nur als weiteren Versuch, ihn zu manipulieren.
Wenn man ernsthaft verarbeiten möchte, hält man Abstand.
 
  • #29
Was sind diese "verschiedenen Umstände" weswegen ihr noch Kontakt habt? Löse diese mysteriösen Umstände, um emotionale Freiheit für dich zu gewinnen!

Meine Erfahrung ist, dass Heilung und Ablösung erst bei Abgrenzung stattfindet. 6 Monate sind noch kritisch, aber nach einem Jahr sieht es schon besser aus. Lerne das Leben zu genießen, koste deine neue Freiheit aus, und mache neue Bekanntschaften, so dass ein Zusammentreffen dich kalt lässt.
Das erreicht man nur dadurch, indem man sich wieder anderen Dingen widmet.
Wenn du dich abgelöst hast, ist der Kontakt und jegliche Freundschaft mit ihm sogar unspannend!

Um Freundschaft und Kontakt zu betteln macht dich wieder abhängig von ihm und ist keine Dauerlösung.
Du machst dich klein neben ihm und wirst so auch keine attraktive Frau für ihn, die sich und ihr Leben im Griff hat. Kein Mann braucht so eine Frau, außer als Fussabstreifer!

Wie ich das handhabe: Ich bin einfach keinem Mann mehr so verfallen, dass ich ihn ums Verrecken brauche. Aber das lernt man offenbar erst im älteren Alter. Ich brauche keine Vaterfigur mehr oder einen Mann, der mich bevormundet (was ja jeder Mann früher oder später bei einer Freundschaft/Beziehung tut). Meine Erfahrung hat gezeigt, dass kein Mann so toll ist, dass man Kummer wegen ihm haben muss, wenn man ihn erstmal näher kennenlernt.
 
  • #30
Ich finde, dass dieses Ansinnen, Freundschaft mit dem Ex, nicht gesund ist. Es tut einfach nicht gut, sich dort Trost zu erhoffen, wo man verletzt wurde.

Und, wenn es so ist, wie einige hier vermuten, dass es eine Ex-Beziehung mit einem Verheirateten ist, dann ist das auch eine Sache, die nicht gut tut. Ich will das jetzt nicht moralisch würdigen, aber man weiß doch eigentlich schon von Anfang an, wenn man eine solche Sache beginnt, dass einem nur Entbehrung und Leid erwartet. Und trotzdem hast Du es getan.

Hier fehlt offensichtlich ein gesundes Verhalten, ein Selbstschutz, ein Gespür für Dinge, die Dir guttun oder auch schaden. Es gibt Menschen, die fügen sich selbst immer wieder Leid zu, warum auch immer. Und ich finde, diese Sache wäre es wert, mal genauer betrachtet zu werden, weil sich selbstschädigende Verhaltensmuster zeigen. Viel Glück.