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  • #1

Soll ich mich nochmal mit meinem Ex treffen? - Abschlussgespräch

Hallo Leute,

ich habe in der letzten Woche ein Treffen mit meinem Ex ausgemacht, weil er mir bei der Trennung keinen Grund dafür genannt hat.
Da ich denke das ich eine Art Abschlussgespräch brauche um das ganze endlich abschließen zu können und nach vorne zu sehen.
Allerdings bin ich mir nun unsicher, ob ich das ganze wirklich durchziehen soll.

Wart ihr schonmal in einer ähnlichen Situation?
 
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  • #2
Würde ich nicht mehr machen. Schluss ist Schluss. Und jedes "Abschiedsgespräch" verlängert nur den Abschluss.
 
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  • #3
Ein abschließendes Gespräch (ich würde das lieber so, als »Abschlussgespräch« nennen) macht sicher dann Sinn, wenn Ihr einen gewissen Abstand zueinander gefunden habt. Also ohne allzu große Emotionen über das reden könnt, was schief gelaufen ist.

Sonst wird es ein »Abrechnungsgespräch« und das bringt gar nix. Außer vielleicht für den »Abrechnenden« eine kurzfristige Befriedigung.

Habt Ihr genügend Abstand zueinander, ist ein Gespräch über die Gründe der Trennung absolut hilfreich. Ich selbst weiß nach fast 10 Jahren, die seit unserer Trennung vergangen sind, bis heute nicht, was der eigentliche Grund dafür war. DAS ist ausgesprochen unbefriedigend und macht es mir schwer, einen wirklichen Abschluss zu finden. w
 
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  • #4
Auch ich hatte das Bedürfnis, relativ knapp nach der Trennung ein Gespräch zu führen
Aber ich habe damit länger gewartet.

Nach ca. 3 Monaten war ist selbst so weit, dass ich keine Wut mehr auf ihn hatte
In dieser Zeit habe ich mir viel Zeit für mich genommen, mein Leben neu ausgerichtet (also damit begonnen), meinen Freundeskreis erweitert, bin ausgegangen, aber auch viel Zeit für mich alleine verbracht. So soll es auch weitergehen, 3 Monate ist eine zu kurze Zeit, um von Abschluss zu sprechen, aber es ist ein Anfang. Es ist glaube ich auch sehr wichtig, die eigenen Anteile an der Trennung zu sehen, sodass keine Schuldzuweisungen mehr existieren.

Als ich bemerkt habe, dass ich innerlich ruhiger und gefestigt war, habe ich ihn um ein Gespräch gebeten
Mir war wichtig, dass er sieht, dass ich wieder "in meiner Mitte bin", und damit selbstbewusst wirke. Nicht gespielt, sondern echt.

Das Gespräch verlief sehr heilsam.
Mir wurde dabei auch klar, dass er mich als Mann, als Partner nicht mehr anzieht und anspricht
Danach hatte ich das Gefühl, wirklich frei zu sein.

Ich glaube auch, dass eine Art des Verzeihend sehr wichtig ist. Für beide Seiten.
Das erleichtert das Neu-Ausrichten auf das eigene neue Leben, ohne Ballast.

Wie lange ist Eure Trennung vorbei?
w/42
 
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  • #5
Schluß ist Schluß.

Ganz ehrlich? Sofern keine gemeinsamen Kinder sind oder Geld im Spiel ist, gibt es eigentlich nichts mehr zureden.

Über was will man noch reden? Warum Schluß ist? Was ändert das? Es verletzt doch nur noch mehr.
 
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  • #6
wenn Ihr einen gewissen Abstand zueinander gefunden habt ... ist ein Gespräch über die Gründe der Trennung absolut hilfreich.

Das glaube ich nicht. Bei diesem Gespräch kann sich nämlich auch herausstellen, daß die Gründe für die Trennung schlichtweg ein Irrtum waren (der Partner also z.B. sehr wohl treu war). Und grobe Fehler müssen so gut es geht rückabgewickelt werden: Trennung widerrufen, Vertrauen wiederherstellen. Das geht natürlich nicht, wenn bereits vollendete Tatsachen geschaffen sind, weil einer sich zwischenzeitlich neu gebunden hat. Also bitte: Aussprache so früh wie möglich. Nicht auf "Abstand" warten, denn dann ist es zu spät, und es bleibt das schale Gefühl zurück, dem Menschen der einen liebt grobes Unrecht angetan zu haben.
 
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  • #7
Ich würde es nicht wollen.
Ich akzeptiere seinen Wunsch, gehen zu wollen. Warum und weshalb wird an dieser Tatsache nichts mehr ändern, außer dass meine Wunden weiter aufreißen und und die Gedanken im Kopf endlos weiter kreisen.
Das ist meine Meinung.
w38
 
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  • #8
Hallo,

Mir hat zwar kein Gespräch, aber zumindest eine "Abschluss mail" sehr geholfen, die Trennung zu akzeptieren. Solange man nicht weiß, was der Grund war von seiner Seite für die Trennung dichtet man alles mögliche zusammen, was hätte man anders machen sollen etc. oder klammert sich an jede Hoffnung.
Wenn der andere den Mut aufbringt, gerade heraus zu sagen "ich liebe dich nicht mehr" oder was auch immer der Grund war - erst in diesem Moment beginnt der Wiederaufbau sozusagen. Und man versteht, dass man max. nur die hälfte der "Schuld" trägt.

Das war für mich eine wichtige Etappe, bevor mit der Analyse, wie es zu der Beziehung und dann zur Trennung kam überhaupt begonnen werden kann. Das kommt viel später, wenn man die Trennung akzeptiert hat.

Also bleib dabei, ziehe es durch und stelle ihm unbequeme fragen - wäre ja das letzte mal :) und dann nimm das so wie es kommt, du stehst das durch!
 
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  • #9
Die Frage ist, ob es dir wirklich etwas bringt.

Ich erhoffte mir Seelenfrieden und traf mich mit meiner Ex, letztendlich ging das Ganze nach hinten los, sie log und machte sich über mich lustig, im Nachhinein hätte ich es lieber bleiben lassen sollen.
 
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  • #10
Dir wäre es wichtig ein Gespräch zu führen, um abschließen zu können. Der Klärungsbedarf ist aber stark abhängig vom Trennungsgrund. Leider schreibst Du darüber nichts.

Wenn eine Beziehung sich totgelaufen hat und die Liebe weg ist, dann gibt es nicht mehr viel zu sagen, was letztlich ja den Trennungsgrund ausmacht. Wenn Lügen und Betrug zur Trennung geführt haben, sehe ich das anders. Besonders wenn der verlassene Partner noch liebt. Es geht um verletzte Gefühle, verweigerten Respekt sich der Situation angemessen zu stellen und die Chance, verstehen zu können.

Ob ein abschließendes Gespräch Sinn macht, ist von der Persönlichkeit des Ex abhängig. Wenn er ein ’was gestern war interessiert mich nicht’-Typ ist, wird dich das Gespräch aufwühlen ohne verwertbare Erkenntnisse zu bringen. Es ist immer ungut, im Nachhinein nach Erklärungen suchen zu müssen. Beim normalen Beziehungsende gibt es ein klärendes Gespräch im Zuge der Trennung. Das sollten zwei Menschen sich wert sein, die sich einmal geliebt haben.

Leider ist es oft so, dass Menschen die sich ohne Erklärung verdrücken, auch im Nachhinein ihr Verhalten nicht schlüssig erklären können. Deine Unsicherheit ist ein Signal des Bauchgefühls, das dir wohl sagt, dass eine zielführende Erklärung nicht dabei herauskommt.

Wie Gast 3 schön beschrieben hat, kann ein solches Gespräch dennoch hilfreich sein. Und sei es nur um zu erkennen, dass es keinen Grund zur Trauer gibt. Wäge für dich ab, ob der emotionale Aufwand die zu erwartenden Erkenntnisse rechtfertigt.

w50+
 
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  • #11
Das kann gut sein, wenn du es willst, damit du wirklich abschließen kannst. Versuche es. Wenn er das Gespräch fair führt und Gründe nennt, die nachvollziehbar sind, respektvoll ist,. ist es sicherlich besser, als ohne Erklärung. Sollte er jedoch unfair werden oder verletzend, so stehst du sofort auf und gehst.
 
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  • #12
Hey!

Also ich kann dazu nur soviel sagen: mein Ex hat sich nach 6,5 jahren Beziehung aus heiterem Himmel von mir getrennt. Wir hatten genau drei Gespräche, die ersten beiden waren von ihm und das letzte dann von mir gewünscht. Es war für mich sehr schwierig und ist es immer noch (ich vermisse ihn und vor allem auch das angenehme leben(gewohnheit) ich muss dazu sagen dass das letzte gespräch für mich das beste war da es das offenste war. Ich kann jetzt besser abschliessen, werde ihn aber noch oft bestimmt sehr vermissen....
Es war eine schöne Beziehung aber er wollte den nächsten Schritt nicht gehen und daran ist es zerbrochen, seiner Meinung nach. Find ich trotzdem sehr schade da wir nie gestritten haben, immer respektvoll waren und es eigentlich gut gepasst hat. Er zieht die Trennung jetzt ziemlich beinhart durch,,, also wie auch immer. Ich finde es immer gut wen man redet, wir haben leider in der Beziehung sehr wenig geredet, was aber an ihm lag...
 
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  • #13
Liebe FS

in meinem Fall hat es was gebracht, Klärung der Lage nach unverständlichem Verhalten. Ich schlafe nun ruhiger und denke nicht mehr an ihn und ob ich etwas getan haben könnte was ihn abhielt mit mir zusammen zu sein.

Dem ist nämlich nicht so !
 
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  • #14
Ich kann Deinen Wunsch nachvollziehen ... diesen hatte ich vor 6 Jahren als meine EX mich verließ auch gehabt ... aber Sie hat jedes Gespräch ( auch im Beisein vom neuen Partner ) abgelehnt und seit dem herrscht totale Funkstille!

Damit hat Sie mir die Chance genommen es zu verstehen und auch abzuschließen dies dauerte dann wesentlich länger als gedacht ( die Zeit und der Abstand heilt / schließt wirklich jede Wunde irgendwann mal ) aber ich konnte es dann irgendwann mal abschließen .

Fazit : ich denke Sie war einfach zu feige und / oder es war ihr unangenehm mir dies zu erklären - ja vielleicht weiss Sie es selber nicht !

Den Abschluß bringt nur die Zeit aber der EX kann Dir diesen nicht geben ... wenn Ihr euch trefft was soll dies bewirken ? Was erwartest Du als Antwort um es abzuschließen ? Wenn Du darauf keine konkrete Anwort findest dann lass es ...

m-46
 
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  • #15
Hallo,
ich hatte letzte Woche ein einstündiges Gespräch mit meinem Ex. Wir waren zwar nur ein Jahr zusammen, es ist aber momentan eine sehr schwierige Situation mit der ich schlecht zurechtkomme. Das Gespräch war nach fast 3 Monaten der erste persönliche Kontakt, ich dachte es wäre eine gute Idee ihn nochmal zu sehen, das war es aber nicht, es hat mir gezeigt dass ich noch sehr an ihm hänge. Ich habe in der Zeit der Trennung mehrfach telefonisch kontakt gesucht, er hat sich aber nie von sich aus bei mir gemeldet. das Treffen ging wieder von mir aus,ich bin spontan zu seiner Wohnung gefahren, ich dachte dass meine gefühle weniger werden wenn ich ihn sehe, das Gegenteil war aber der Fall. da steht ,an nun in einer Wohnung in der man einige zeit verbracht hat, ich konnte mich noch nicht mal setzten, alles kam mir fremd vor. das Gespräch war zwar nicht kompliziert, mir fällt es aber schwer zu erfahren was mein Exfreund so gemacht hat. Er meinte dann dass er nach der zeit nicht mehr jeden Tag an die Trennung denken würde, das hat mich sehr getroffen da ich ja noch etwas für ihn fühle. Ich weiss dass unsere Lebenssituationen nicht zueinander passen, kann es vom Gefühl her aber nicht beenden, nach dem Treffen ging es mir ganz gut, am nächsten Tag habe mich wieder sehr einsam gefühlt, und das trotz Freunden und Hobbys. Ich kam mir einfach fehl am Platz vor, er hat auch seit Monaten keinen Versuch unternommen die Beziehung zu retten, wahrscheinlich ist er sich bewusst darüber dass es keine Lösund für uns gibt. Es schmerzt sehr zu sehen dass wir uns wohl sehr gerne hatten, die äusseren Bedingungen aber einfach nicht gepasst haben, auch wenn ich das anfangs nicht sehen wollte.
w,42 Jahre
 
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  • #16
vielleicht ist es am besten wenn du auf dein Bauchgefühl achtest und dich danach richtest. Hast du Angst vor diesem Gespräch? Wenn ja - triff dich nicht mehr mit ihm. Es kann auch nur zu noch mehr Verletzung führen. Vielleicht ist er nicht empathisch genug um es vermeiden zu können dass er dir Dinge sagt die dich nur noch mehr runterziehen.
Hast du aber wirklich ein gutes Gefühl und keine Angst davor, dann mach es.
W
 
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  • #17
Liebe FS

bei plötzlicher hektischer panischer Trennung oder unverständlichem Rückzug
muss das Verhalten aufgeklärt werden.

Es geht nicht um die Schuldfrage, auch nicht ums Aufrechnen wer was falsch gemacht hat. Es ist nötig um seinen Frieden damit zu machen und wie du schreibst nicht mehr nach hinten zu schauen sondern nach vorne. Die Trennung ist akzeptiert- es gibt da nichts zu deuten. Aber: Jeder der erwachsen genug war mit jemandem intime Kontakte einzugehen muss den Mut haben sich so einem Abschluss auch zu stellen, sonst ist er /sie nicht wirklich erwachsen, verantwortungsvoll in seinem Tun.

Im ungünstigsten Fall erfährst du aber dass der andere schon gut angekommen ist während du immer noch tief trauerst. Diese unterschiedlichen Rhythmen der Bewältigung kannst du kaum beeinflussen. Ein sensibler Mensch leidet nun mal unter einer Trennung selbst wenn der Verstand längst erkannt hat es macht keinen Sinn.
 
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  • #18
Es kann auch nur zu noch mehr Verletzung führen.

Ja, zum Beispiel, indem sich herausstellt, daß der Trennungsgrund gar nicht existierte, nur ein Mißverständnis oder ein Hirngespinst war. Davor hätte ich in der Tat eine Heidenangst. Da ist es doch besser, man behält sich die Illusion, es habe tatsächlich einen konkreten Trennungsgrund gegeben.
 
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