• #1

SMS, WhatsApp & Co. - Segen oder Fluch?

„Du hast nicht auf meine SMS reagiert, wo warst du?” – „Wieso antwortest du nicht, wenn ich dir whatsappe?”

Ganz einfach: weil ich gar nicht daran denke, das Smartphone einzustecken, wenn ich mir was aus der Küche hole oder der Porzellanabteilung einen Besuch abstatte. Und weil ich auch danach nicht eigens den Code eingebe, nur um sicher zu sein, daß es nicht zwischenzeitlich gepiepst hat. Sondern erst in der nächsten Pause. Dann ist es natürlich zu spät, die „einmalige Gelegenheit” vorüber, und der Ärger vorprogrammiert.

Muß man denn wirklich auch bei der Arbeit pausenlos auf Empfang sein? Was machen denn die Leute, die das aus beruflichen Gründen nicht können? Und ist für alle anderen der Wunsch, während der Arbeitszeit möglichst nicht mit Banalitäten behelligt zu werden, wirklich so „unpartnerschaftlich”?
 
  • #2
Was spricht gegen eine kleine, liebe, sachliche, informative oder alberne Nachricht? Antwort kommt, wenn möglich - das kann sofort sein oder nach drei Stunden.

Völlig entspannt. So sollte es sein, meiner Meinung nach.

Wenn es krampfig läuft, stimmt etwas nicht. Das hat dann Nichts mit dem Medium Handy zu tun.
 
  • #3
Während der Arbeitszeit kann man sich doch eine mail schicken, wenn der Computer sowieso an ist.

Whatsapp benutze ich nur in der Freizeit, um mich zu verabreden oder um mit meinen Kindern zu kommunizieren. Und die Kinder nutzen das auch nur, um mir mitzuteilen, wo sie gerade sind oder ob sie irgendwohin dürfen. Mein Mann hat übrigens kein whatsapp; er ruft an, wenn er mich dringend braucht oder schreibt eine Mail. Ansonsten haben wir tagsüber keinen Kontakt; jeder macht seins.

Ständig verfügbar sein über sms oder whatsapp nervt mich, es sei denn, es sind die Kinder. Aber selbst meine Kinder stellen schon ihr Handy aus, weil man nichts mehr tun kann, ohne dass es piepst.

Ich denke, du musst das ansagen, wie man dich am besten erreicht.
 
  • #4
Für mich ist das ein Fluch. Ich stelle klar, dass ich kein Facebook-Äffchen bin, dass auf jedes Hundebild reagieren muss und gut ist.

Bei normaler Konversation erwarte ich selbst zeitnah eine Antowrt und gebe sie auch. Aber diese ständige "Wo bist du"
"Hdl" und der ganze Quatsch mit dem Informationsgehalt eines Toastbrotes wird ignoriert.

Ab einem IQ über Zimmertemperatur wird das auch eingesehen.

Nicht wenige wollen so Kontrolle über ihren Partner erlangen.
 
  • #6
Ich finde dein Verhalten ganz normal.

Es gibt einfach Menschen, die sehr klettig sind, mit denen wird es aber immer schwer ob per SMS oder Telefon.

Wenn es keine terminliche Eile hat, antworte ich, wenn ich es für richtig halte. Nur weil das Ding existiert muss ich mich nicht versklaven.
 
G

Gast

  • #7
Ui, das ist für mich nicht nur Fluch, sondern schon förmlich 'ne Pandämie!^^ Weder mein Mann noch ich besitzen ein Smartphone, und wir werden uns auch keins anschaffen.Wir besitzen beide ein schlichtes Handy, das wir aber im Normalfall nie einschalten.Es dient bestenfalls für längere Autofahrten und ist von Vorteil bei einer Panne oder wenn man einen Notruf absetzen muß.Das ist ein Vorteil am mobilen Telefonieren.In unseren Augen auch so ziemlich der einzige... Familie und enge Freunde können uns telefonisch über den Hausanschluß erreichen, andere Bekannte und sonstige Leute, die was wollen, per E-Mail.Geantwortet wird, wenn wir Zeit und LUST dazu haben! Ich finde die Leute schrecklich, die ohne "Smartie" das Haus gar nicht mehr verlassen oder Wohnungen, in denen standardmäßig das Handy eingeschaltet auf dem Tisch rumliegt... das ist zwar mainstream, aber mir persönlich suspekt... genauso wie die Leute, die wirklich JEDEN Abend die Flimmerkiste einschalten! o_O (das sind nicht mal wenige...).Finde das einfach nur krass...
 
S

Stierchen

  • #8
Wenn ich im Büro bin, dann arbeite ich und stehe nicht pausenlos für SMS etc. zur Verfügung. Wichtige Dinge klären, die nicht bis zum Abend warten können, das ist OK. Aber für Banalitäten habe ich auch kein Verständnis. Immerhin ist das Arbeitszeit, die vom Arbeitgeber bezahlt wird. Er zahlt nicht dafür, dass ich mich mit privaten Dingen beschäftige. Das hat für mich nichts mit 'unpartnerschaftlich' zu tun.

Ich hatte diesbezüglich noch nie Probleme, weil das bisher auch mein Partner nicht anders sah.
 
  • #9
Natürlich muss man nicht immer erreichbar sein. Ständig verfügbar zu sein ist einfach nur eine Form von Sklaverei.
Du kannst auch Grenzen ziehen und klar machen, ich antworte tagsüber nicht. Wenn du allerdings in der Gegenwart des Partners ständig mit dem Gerät spielst, wirds unglaubwürdig wenn du grad ihr nicht antworten kannst....
 
  • #10
Mich nervt sowas, wenn ich dauernd aufs Handy gucken soll. Mal als Überraschung ist eine liebe SMS schön. Aber wenn es so eine Erwartungssache wird, stresst mich das. Ich finde Privatkontakte während der Arbeitszeit sowieso unpassend. Wenn man dann noch angezickt wird, weil einer gerade Streit mit seiner Frau hat, finde ich das noch blöder. Dienst ist Dienst, Schnaps ist Schnaps, aber dass das sehr lax gehandhabt wird bei manchen und einige Leute verwechseln die Arbeit sowieso mit ihrem Wohnzimmer.
 
  • #11
Eine tolle Erfindung, keine Frage, aber für mich nicht lebbar, immer auf Empfang sein zu müssen, weil es sonst Probleme, Mißverständnisse und dergleichen mehr, geben würde.. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine andere Kommunikation bevorzuge. Natürlich bin ich manchmal außen vor, weil ich kein Whats-App habe, aber wem ich genug bedeute, der wird mit mir kontaktieren, eben auf den anderen, für mich richtigen Weg, sich anschauen, oder wenigstens die Stimme hören. Für mich ist die nonverbale Kommunikation sehr wichtig, weil ich mein Gegenüber ganz erfassen möchte und nicht nur bruchstückhaft mit Rätselraten. Ich habe den ganzen Streß daher nicht, den ich natürlich in meinem Umfeld ständig mitbekomme.
Ich sehe, wie man sich aus den Augen verliert, nicht mehr richtig miteinander kommunizieren kann und zwanghafte Verhaltensweisen entwickelt. Für mich ist es ein Suchtverhalten, das so einiges an innerer Leere, ungelösten Konflikten und Problemen kompensieren soll, so scheint es mir zumindest sehr oft. Ich beobachte Unruhe und Unkonzentriertheit, wenn man eine Nachricht erwartet und sie nicht umgehend eintritt und wenn aus gegebenen Anlaß aus Höflichkeit das Ding in der Tasche bleibt. Es wird doch immer wieder geschaut und auch reagiert. Mir erscheint es oft auch als regelrechte Stütze und Halt bei vielen *Menschenskindern*.
Soziale Kompetenzen brechen dadurch weg, die Wahrnehmung wird zunehmend mehr eingeschränkt, ganz abgesehen von den gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die durch die körperliche Fehlhaltung vorprogrammiert ist. Zusätzlich empfinde ich es in der Öffentlichkeit unhöflich. Diese Dinge sind dienlich, keine Frage und bieten fantastische Möglichkeiten, wenn man sie vernünftig nutzt und Herr über diese Einrichtungen ist und nicht umgekehrt....-.
 
  • #12
Einfache Sache bei uns - wir haben ein Handyverbot im Job, welches ich sehr konsequent (mit)durchsetze, ich wüsste auch nicht, wie das gehen sollte, in der (direkten) Pflege mit dem Handy, man kann einen Menschen schlecht begleiten, wenn man nicht beide Hände und den Kopf frei hat ;-)
Die Frage - wo warst Du - stellt sich im Dienst nicht, denn, ich arbeite, nicht mehr und nicht weniger und bin für private Nachrichten nicht erreichbar - für echte Notfälle gibt es ein Diensttelefon ...
Gruß, meta
 
  • #13
Wenn eine Beziehung verpflichtend erscheint, vgl. wie ein Job oder eine aktive Vereinsmitgliedschaft, und Dates wie Bewerbungsgespräche dafür,
dann sollte man sich fragen, ob man sowas will ?

Gerade bei jungen Leuten unter 30 J. scheint deren Sendebewusstsein und Erreichbarkeitserwartungen besonders hoch zu sein.
Das Smartphone sei lt. Umfrage für viele junge Frauen sogar noch wichtiger, als Sex.
 
  • #14
Vereinzelt, aber immer öfter in Singlebörsen (nicht EP) zu finden.
Frauen, die lt. ihrem Profil Mail-Freundschaften mit Männern suchen. (Aber nicht nur anfänglich, sondern dauerhaft. Aber das findet man erst später heraus, wenn überhaupt.)

Da erscheint für die -spontane- Kommunikation solche Mittel wie Whatsapp, SMS etc. geeignet dafür. Und man erwartet umgehend Antwort, als ob der Partner/in neben Einem stehen würde.

Vorteil: Keine Treue erforderlich. Jede/r kann Mehrere als Mail-Freundschaft betreiben, bei voller Diskretion. Und ggf. auf körperliche Distanz.

Ich traf mal so eine Frau mehrmals zufällig in der Öffentlichkeit, und sprach sie an. (Ohne zu wissen, dass sie nur auf Mail-Freundschaften steht)
Grund: Sie ist mit ihrem ex-Ehemann wieder direkt zusammen. Aber weiter auf SBs aktiv mit "Mail-Freundschaft gesucht", und schreibt im Profiltext von Liebe.

So manche Beziehungen scheinen nur der Freizeitunterhaltung zu dienen ? ggf. mit Whatsapp, Snapchat etc. als deren "Spielzeug" ?
Jetzt gibt es auch -Facetime- = telefonieren per Live-Video.
Alles als gegenseitige, digitale Peep-Show ???

Andere Zeiten - andere Möglichkeiten -> andere Hobbies.
Wie soll man da noch an echte Liebe glauben ?

Mit den modernen Medien kann ich mithalten. Aber nicht mit so "modernen" Ansichten.
(m,53)
 
  • #15
Ich sehe - mal wieder - das Problem nicht. Kann man das dem anderen nicht vorher kommunizieren, dass man dafür während der Arbeit keine Zeit hat?

So wichtige Dinge, dass sie nicht bis abends warten können, fallen mir ehrlich gesagt nicht ein. Wer will, dass ich ihm was mitbringe, kann mir gern die Einkaufsliste schicken, das wars dann aber auch schon.
 
  • #16
Lieber FS,
mein Smartphone liegt im Schlafzimmer und wartet darauf morgen früh seinen Job als Wecker zu tun. Wenn es den getan hat, darf es ausschlafen, während ich auf der Arbeit bin. Seine Nebenjobs sind Kalender, Adressbuch und erst danach kommen seine eigentlichen Features sms, Internet, Telefonie zuletzt. Unterwegs nutze ich die Funktionen Fotoalbum/-Apparat, mp3-Player.
Whatsapp oder sonstige Apps gehen ohne mich.
Ich schaue auf das Smartphone, wenn ich etwas erwarte, z.B. unterwegs bin und jemand verspätet sich oder ich bin zu spät.

Ich nehme das Smartphone nur auf die Arbeit mit, wenn ich danach noch verabredet bin. Wenn es sich traut in meiner Arbeitszeit einen Piepser von sich zu geben, wird es ignoriert bis ich Zeit oder Interesse habe.
Private Mails lese ich ebenfalls nicht jeden Tag, außer jemand hat ein akutes Problem und ich kümmere mich in irgendeiner Form.

Mein Umfeld hat sich daran gewöhnt und belaestigt mich nicht mit Trivialitaeten. Alle wissen, ich treffe mich lieber persönlich oder telefoniere endlos von Zuhause aus.

Auf der Arbeit möchte ich nur in 2 Fällen gestört werden: Todesfall oder schwerer Unfall in engsten Familien- oder Freundeskreis.
Wenn mich jetzt jemand erreichen will muss er die Festnetznummer bemühen. Die kennen aber nur enge Freunde und die Familie. Ich bin doch nicht der Sklave meiner wie auch immer gearteten Haus- oder Mobiltechnik, ich bin der Boss und herrsche über Power on/off, Lautstaerke usw.

Ich bin absolut nicht vereinsamt durch diese Techniknutzung und kenne viele Leute die es so handhaben, wenn sie keine Kinder haben, die jünger als 15 sind. Wir verbraten alle nicht unsere Zeit durch digitales Geplapper sondern treffen und viel mehr als die Onlinejunkies.
 
  • #17
Was zu viel ist und was zu wenig an Kommunikation, das empfindet nicht jeder gleich. Warum nicht der Freundin sagen, wie oft oder wie viel man so in etwa an Nachrichten bekommen und selbst schreiben will? - Statt einfach nicht zu antworten, z.B. schreiben: "keine Zeit!" oder "später." Oder "bin grade genervt." - Mit der Zeit lernt und vetsteht die Partnerin dann, wie man es haben will. Häufiges trotziges Schweigen von vorneherein ist der Beziehungsentwicklung nicht förderlich; ich empfinde es als passiv-aggressives Verhalten oder/und Desinteresse.
 
  • #18
Ich gehöre zu den Urzeit-Relikten, die noch ganz ohne FB & Co. auskommen. :)
Mein Handy ist während der Arbeitszeit zwar an, aber nicht bei mir.
Ich melde mich also auf Anrufe oder SMS, wenn ich soweit bin...
Daß mein Interesse an dem ganzen Schwachsinn, der heute oft permanent kommuniziert wird, mehr als gering ausgeprägt ist, wissen die Leute, die mich kennen.
"Wo bist du?"/"Wo warst du?"/"Was machst du gerade?"-Kletten habe ich nicht in meinem Bekannten- und Freundeskreis. - Das mag am Alter liegen.

w,51
 
G

Gast

  • #19
Im Prinzip ist jede Meinung richtig, die zu diesem Thema geäußert wird. Es kommt auf den gewünschten Rhythmus, den gemeinsamen Nenner derjenigen an, die betroffen sind. Wird etwas diktiert, ohne mit den Bedürfnissen des anderen abgestimmt zu sein, dann passt es halt nicht zusammen und wird ev. auseinander gehen.

Für mich zumindest ist der abgestimmte und passende Kommunikations-Rhythmus ein Selektions-Kriterium.
 
  • #20
Für mich ist es eher Segen, da ich selbst bestimme: ob und wann ich auf diese Technik zugreife.
Ich KANN erreichbar sein - muss es aber nicht.

Gegen "nerviges" Verhalten wurden wir Menschen mit verschiedenen "Anlagen" ausgestattet - Diese muss man dann eben nutzen.

Und im partnerschaftlichen Sektor habe ich für mich festgestellt: Wenn ein großer Unterschied im Kommunikationsbedürfnis besteht, dann besteht auch ein großer Unterschied im Interesse.
 
  • #21
Während der Arbeitszeit kann man sich doch eine mail schicken, wenn der Computer sowieso an ist.
Nicht wenige Arbeitgeber verbieten die Nutzung von SMS und privaten eMails während der Arbeitszeit.
Ich kenne ganz aktuell einen Fall wo eine Frau Ü50 wegen privater eMails gekündigt wurde. Besonders perfide daran: Es ist alle MA's mittgeteilt worden, aber es wurde trotzdem nicht sanktioniert. Die Bekannte war die Erste die mit dieser Begründung gekündigt wurde.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #22
Ich finde die Leute schrecklich, die ohne "Smartie" das Haus gar nicht mehr verlassen oder Wohnungen, in denen standardmäßig das Handy eingeschaltet auf dem Tisch rumliegt... das ist zwar mainstream, aber mir persönlich suspekt... genauso wie die Leute, die wirklich JEDEN Abend die Flimmerkiste einschalten!
Das Smartphone bietet technologisch so einen großen Vorsprung, den man ggf. braucht. z.B. im Notfall die (eigene) GPS-Position.

Ich brauche das Smartphone und dessen Funktionen (sogar Whatsapp) für meine tägliche Arbeit. Ein Tasten-Handy reicht dafür nicht mehr aus.
Und jederzeit auch um ggf. auf einen Notruf meiner 77 j. Mutter (gesundheitlich eingeschränkt) schneller und besser reagieren zu können. (GPS-Position + Landkarten-Zugriff via Smartphone.)
Aber für das Alles brauche ich nicht das neueste Modell.

Ich habe lange geglaubt, dass mir ein Tasten-Handy und nur-telefonieren mit SMS ausreichen würde. Bis mein Bedarf so groß wurde, dass ich auf ein Smartphone umsteigen mußte. Das Bessere wird immer siegen, auch wenn das Gute gut ist. Weil das Bessere besser ist. (Und damit man kompatibel bleibt.)

Aber ich habe für mich persönlich das tägliche fernsehen abgeschafft, und schaue nur noch selten, und sehr gezielt. Für mich ist das Internet besser und gezielter. Ich kann genau das ansteuern, was mich wirklich interessiert, und das jederzeit ohne Sendezeiten. Und spare dabei sehr viel Zeit, die ich für Anderes und bewusster einsetzen kann, als für das fernsehen.

Für Manche mögen Smartphones, Computer und Internet zu kompliziert sein. (Wie z.B. für meine 77 j. Mutter) Und das akzeptiere ich, ohne zu "missionieren."

Es ist, wie mit Allem, sehr wichtig, wie man damit umgeht. Ich brauche nicht stundenlang telefonieren trotz tlw. Flatrate. Pro Tag sende/empfange ich weniger als zehn Nachrichten. Das mobile Internet schalte ich nur bei Bedarf ein. Ansonsten via W-LAN.
Aber auf Dieses, und auf die Möglichkeiten kann ich nicht verzichten. (Auch nicht auf E-Mail). Auch weil mein Umfeld dies von mir erwartet.
 
  • #23
Ich kenne ganz aktuell einen Fall wo eine Frau Ü50 wegen privater eMails gekündigt wurde. Besonders perfide daran: Es ist alle MA's mittgeteilt worden, aber es wurde trotzdem nicht sanktioniert. Die Bekannte war die Erste die mit dieser Begründung gekündigt wurde.
... weil man lange einen Grund suchte, um ihr zu kündigen ?
(z.B. nur wegen ihrem Alter)

Mit Ü50 kriegt man eher die Kündigung, als einen Job. Wenn sie ältere Mitarbeiter los werden wollen, nur wegen ihrem Alter. Aber sie deswegen nicht kündigen dürfen, wegen Diskriminierung.

Wenn ich einen Mitarbeiter brauche, dann werde ich ihm wegen sowas nicht kündigen. Sondern erst dann, wenn sein Verhalten so extrem ist, dass er seinen Aufgaben nicht mehr (ausreichend) nachkommt, und keine andere Abhilfe möglich ist.
 
N

nachdenkliche

  • #24
Mein Handy dient nicht mal als Wecker, da habe ich einen Radiowecker. Während der Arbeit ist es aus weil verboten! Wichtige Nachrichten von Familie und sehr engen Freunden erfolgen über das Festnetz der Firma, weil diese natürlich auch wissen wo ich arbeite oder natürlich Emails vom privaten PC und vom privaten Festnetz. Whatsapp und Gespräche vom Handy erfolgen auch nur für wichtige Absprachen oder mal kurze Grüße. Alles andere gibt es bei mir nicht und würde mich wahnsinnig machen.Mein Handy nutze ich öfter zum surfen und schreiben wie jetzt hier, wenn ich Zeit und Internet habe.
Jetzt bin ich mal gespannt, ob man deswegen wieder eins reingewürgt bekommt von unseren Experten oder ob dieser Thread mal halbwegs friedlich abläuft.:)
 
G

Gast

  • #25
Ganz ehrlich, es sind nicht die Kommunikationsmittel, sondern die Leute, mit denen man sich abgibt! Ich nutze sowas zwar auch, aber mein interessantes Gegenstück schreibt mir hochwertige Texte in maßvoller Menge und sicher nicht sowas wie:
„Du hast nicht auf meine SMS reagiert, wo warst du?”.

Wenn du ein Mann bist, und eine 7 Jahre jüngere Freundin willst, musst du halt damit leben. Ist imho eine Reifesache.

Ich schreibe generell nicht mehr als 1x pro Tag zurück, eher weniger. Dann hat man auch zwischendrin Zeit zum Nachdenken und überfordert den anderen nicht mit sich selbst. Finde das nur höflich.

w
 
  • #26
Ich habe bei Whatsapp die Info abgestellt, wann ich zuletzt online war.
Es war zum Erbrechen. "Du warst online, warum hast du nicht geantwortet?" Freundinnen!
Während der Arbeit schaue ich gelegentlich mal aufs Handy, ob etwas wichtiges rein gekommen ist, antworte aber selten.
Mein Freund und ich sind uns Gott sei Dank einig, das wir uns nicht mit Nachrichten bombardieren müssen, um uns permanent mitteilen zu müssen, was der andere gerade macht.
Zuhause ist das Handy auf lautlos gestellt. Wer etwas von mir will, kann mich auf dem Festnetz erreichen.
 
  • #27
Wenn du ein Mann bist, und eine 7 Jahre jüngere Freundin willst, musst du halt damit leben.
Also am Alter kann man dies auch nicht unbedingt festhalten. Ich(50) hatte eine Beziehung mit einer Frau(52) und die war fast fanatisch in Bezug auf den SMS-Kontakt. Fast alle 2 Std. kam dann eine SMS und ich musste auch immer gleich antworten. Dass ich aber darauf keine Zeit bzw. Lust hatte, konnte die Frau nicht nachvollziehen. Selbst persönliche Gespräche über ihren SMS-Konsum halfen da nicht weiter. Irgendwann hat man sich dann getrennt, da dies nur die Spitze des Eisberges war. Ich war sehr erleichtert darüber, dass ich nicht mir dauernd mir Vorwürfe über das nicht antworten anhören musste.

Im Bezug von den ganzen SMS & Co. würde ich dies eher so vorformulieren. Es gibt auch Menschen Ü40, die sich so verhalten wie Teenager. Eventuell liegt es auch daran, dass zu deren Teenagerzeiten diese Kommunikation via Netz, es nicht gab und nun müssen Sie dies einfach nachholen.
 
G

Gast

  • #28
Wieso schreiben viele hier eigentlich immer etwas von störendem Piepen und dass sie ihr Smartphone immer erst einschalten und den Code eingeben müßten?

Die meisten haben ihr smartphone rund um die Uhr auf Empfang aber stumm gestellt, d.h. es piept nicht bei whats-app Nachrichten oder sms und das Telefon klingelt auch nicht. Man kann aber sofort sehen, ob jemand geschrieben oder angerufen hat, wenn man Zeit hat und drauf guckt. So handhaben die meisten Jugendlichen ihr Smartphone, weil sie es ja immer dabei haben und das mache ich genauso und ich könnte leicht die Großmutter von vielen hier sein.
Es ist nicht die Technik, sondern wie man sie nutzt.

Ich habe vier handys und zwar jedes für einen anderen (meist beruflichen) Zweck. Eines für geschäftliche und private Anrufe (Familie) habe ich fast immer dabei.

Täglich TV finde ich absolut normal, genauso wie eine Mikrowelle, ein Auto und eine Waschmaschine zu nutzen und ich würde mich als konservativ beschreiben, die nicht alles Neue gut findet, aber Whatsapp und Smartphones sind eine Supererfindung! Wenn man nicht will, dass andere nörgeln, wenn man nicht sofort antwortet, dann kann man ganz einfach die blauen Häkchen deaktivieren, Flugzeugmodus ein, Nachrichten lesen, Flugzeugmodus aus.

Vor allem mit erwachsenen, weit weg lebenden Kindern kann man so gut, leicht und kostenlos Kontakt halten.

Wer sein Handy total ausschaltet und erst den Code eingeben muß, der bekommt wahrscheinlich sowieso nicht regelmäßig Nachrichten von seiner Familie, Freunden o.ä.(kein Schwein ruft mich an :)) sonst würde er das ja anders handhaben.

Jemand der erst am nächsten Tag oder später auf sms antwortet, oder nur einmal täglich, der ist mir auch zu schräg drauf, der paßt nicht zu mir. Wenn ich schon höre, dass jemand seinen Freiraum und Zeit für sich braucht und deshalb 24 Stunden sich nicht rühren kann, dann bekomme ich Pickel.
 
W

wahlmünchner

  • #29
offensichtlich lebt ihr in einer anderen Welt mit völlig anderen Kontakten.
Ich liebe whats app, Facebook und Skype.
In unserer Arbeit gibt es auch eine Whats app Gruppe..witzigerweise hat das die Stimmung im Team erheblich gehoben.
Wir schicken uns dort nur witzige Erlebnisse, Fotos usw.
Ansonsten ist es einfacher sich in Gruppen damit zu verabreden.
Wenn ich nicht antworten mag, antworte ich nicht..wenn jemand nachfragt sage ich ehrlich:
ich hatte nicht den Kopf dazu..das wird akzeptiert.
Die einzige, die immer stress macht, wenn ich nicht sofort springe ist meine Mutter.
Un die nervt konventionell mit Telefonanrufen
 
G

Gast

  • #30
Eindeutig Segen.

Einen spontanen Abend mit den Kumpels oder Freundinnen direkt von der Arbeit aus nach Feierabend? Dank kleinem Anruf per Handy kein Problem. Der ganzen Familie im In-und Ausland von dem spontan in irgendeinem im Supermarkt entdeckten Super-Sonderangebot mitbringen? Handy raus, einen Rundruf starten und alles Weitere ist kein Problem. Finde es organisatorisch also schon ein Gewinn und wer nicht jeden Tag mit Belaglosem oder mit im 2-Stunden Rhthmus verschickten Stalking-SMS bombadiert werden möchte, der soll das dem Partner doch einfach rechtzeitig vorher sagen.
Die Frage "Wo bist du gerade?" weist meiner Meinung nach eher auf ein grundlegendes Kommunikationsproblem hin.

Was passieren kann, wenn man nicht richtig über Handy kommuniziert, hier mal zwei kleine Beispiele.
Mein Exfreund war ein passionierter und ziemlich riskanter Bergsteiger. Vor einem gefährlichen Aufstieg bei suboptimalen Wetter, bei dem in der Vorwoche ein Steiger tödlich abgestürzt ist verspricht er mir zur Stunde X, wenn er den Aufstieg gepackt hat, gleich auf dem Handy anzurufen. War schon ein ziemlicher Puffer drin. Ich sitze und sitze also am Handy und warte und warte und nach zwei Stunden habe ich angefangen, Bergwacht und Krankenhäuser durchzutelefonieren. Nach drei Stunden ruft er dann sich keiner Schuld bewusst an- er hätte einfach die Zeit vergessen.

Beispiel 2 mit anderem Freund:
Ich sage ihm, dass ich bis 20-21 Uhr einen Mädels-Ausgeh-Abend mache.
Da er selber immer viel später als angegeben nach Hause gekommen ist, hat er sich nichts dabei gedacht, als ich auch nach Mitternacht nicht zuhause war. Zu der Zeit lag ich schon drei Stunden in der Not-OP, nachdem sich mein Auto auf dem Nachhauseweg überschlagen hatte. Haben nie darüber gesprochen, aber unsere Beziehung ist hinterher irgendwie nicht mehr die sebe gewesen.

So ein kleiner Anruf mit ungefähren Zeitangaben oder Notfall-Einkaufslisten finde ich also gar nicht so schlecht und dafür ist so ein Handy doch einfach perfekt. Leute, die das nicht begreifen wollen und echt den ganzen Tag nur Belangloses spammen, kann man doch kurz und einfach aus der Mailingliste blocken und entfernen.