• #1

Sinkt mit der Dauer des Singeldaseins der Wunsch nach fester Partnerschaft?

Hallo liebe Foristen,

mich plagt z. Zt. ein Gedanke, zu dem ich gerne Meinungen anderer hören möchte. Die Meinung meiner Freunde und Bekannten möchte ich hierzu nicht einholen, da mir die Gedanken zu intim sind und ich mich hierbei in der Sicherheit der Anonymität bewegen möchte.

Frage: Sinkt mit der Dauer des Singeldaseins auch der Wunsch nach fester Partnerschaft?

Meine Erfahrung:
Ich bin seit knapp 2 Jahren Single. Vor einem Jahr war die Tatsache, dass ich keinen festen Partner finde, nahezu unerträglich für mich. Ständig schaute ich mich nach einem passendem Mann um, nahm sogar Jobs hinter der Theke an, obwohl ich die nicht brauchte, um mit Männern in Kontakt zu kommen. Stylte mich ständig auf, um der Männerwelt zu gefallen. Ja, ich habe mich fast selbst verbogen, mich selbst vergessen, um endlich jmd. zu finden. Versuchte negative Eigenschaften abzulegen, um auch charakterlich äußerst attraktiv zu erscheinen. Ich meldete mich in Singlebörsen an und habe bestimmt 2-3 Männer im Monat persönlich kennengelernt. Irgendwann wurde es anstrengend, ich war es fast leid. Immer wieder die selben Floskeln, ein Bewerbungsgespräch auf aller höchsten Niveau. Und trotzdem, es hat nicht funktioniert. Sei es drum...Oft habe ich geweint, hatte depressive Phasen und dachte daran, dass ich bestimmt keinen für mich attraktiven Mann finden werde...

...heute bin ich froh, dass ich unabhängig bin. Eine schöne Wohnung, ein tolles Auto, Zeit zum shoppen, Zeit für die Familie. Ich kann mich fachlich und persönlich weiterbilden und nach dem streben, was mir gefällt. Was mir wichtig ist. Meine Ziele! Ich muss auf niemanden achten, es ist egal ob ich erst spät abends aus dem Büro komme, am Wochenende arbeite oder just in dem Moment ausgehe. Ich merke - obgleich ich noch immer in einer Partnerbörse angemeldet bin, dass ich eher dazu neige, meinen Weg jetzt und gerade allein zu gehen. Ich bin nur noch mit einem halben Herz bei der Sache.

Ich finde es gut, dass es jetzt so ist. Denn ich weiß, dass ich auch alleine zurecht komme und niemanden brauche, der mich über Wasser hält. Ich frage mich aber, das habe ich nämlich noch nicht eruieren können, woran das liegt?!

Kennt ihr einen solchen Wandel? Wenn ja, habt ihr mal darüber nachgedacht, warum das bei euch so war?

Lieben Dank
 
  • #2
Denn ich weiß, dass ich auch alleine zurecht komme und niemanden brauche, der mich über Wasser hält. Ich frage mich aber, das habe ich nämlich noch nicht eruieren können, woran das liegt?!
Das liegt daran, dass es zwei unterschiedliche Sorten von Menschen gibt: Die, die andere Menschen brauchen, und die, die andere nicht brauchen.

Die, die andere brauchen, sind Schmarotzer und skrupellos; auf Männerseite sind es zum Großteil die, die eine bumsbare Version ihrer Mutter suchen. Putzen, kochen, Wäsche waschen, Sex, ansonsten leck mich an die Füße.

Die anderen brauchen keine Menschen, die können auch gut alleine klarkommen, die suchen nur die Liebe ihres Lebens, etwas, was sie bereichert. Wenn etwas sie herunterzieht, dann verzichten sie und bleiben lieber allein.

Klar, wenn man zu denen gehört, die die Liebe suchen, dann kann man sich zeitweise auch sehr allein fühlen, aber man muss die von denen unterscheiden, die grundsätzlich nicht allein sein können. Das fühlt sich dann wie ein kalter Entzug von Drogen an, und im Grunde ist es auch so. Man hat das Gefühl, man würde verrückt, aber mit der Zeit normalisiert sich das wieder.

Um auf die direkte Frage des Threatitels einzugehen: Ja, wenn man zu der Gruppe der nichtskrupellosen, Liebe suchenden gehört, dann sinkt das Bedürfnis nach einer festen Partnerschaft tatsächlich. Und zwar erst einmal aus Selbstschutz. Erstens unbewusst, weil man sonst verrückt wird; man konzentriert sich dann halt auf die Dinge zum Glücklichwerden, die man effektiver beeinflussen kann, also nicht seine Mitmenschen, schließlich kann man Liebe nicht erzwingen. Und zweitens bewusst, weil einem immer bewusster wird, was man zum Glücklichsein braucht und was nicht.

Und zum anderen kann das Bedürfnis nach einer Partnerschaft über die lange Zeit auch noch komplett verloren gehen. Dieser Zeitfaktor wird auch noch davon beeinflusst, inwieweit man in der Vergangenheit emotional verletzt wurde. Je nachdem geht die Luft schneller aus, bis man an den Punkt of no Return angelangt ist. Genauso wie man in der Sahara verdursten kann, kann auch das andere absterben, wenn nicht in ausreichender Zeit positiver Nachschub kommt.
 
  • #3
Hallo DieraNi.
Ja, ich kenne das auch. Warum es so war?
Du hast es eigentlich schon selbst beschrieben.
Indem du zwanghaft nach einem Mann gesucht hast, hast du dich verstellt. Dich "verkleidet" und "geschauspielert".
Du warst nicht mehr DU.
Mit der Zeit hast du gelernt, wieder DEINE Persönlichkeit anzunehmen.

Ich finde es gut, dass es jetzt so ist. Denn ich weiß, dass ich auch alleine zurecht komme und niemanden brauche, der mich über Wasser hält. Ich frage mich aber, das habe ich nämlich noch nicht eruieren können, woran das liegt?!
Du weisst jetzt, dass du keinen Mann brauchst, sondern möchtest.
Du kommst alleine klar, hast dein Leben im Griff.
Und das strahlst du sicher auch aus.
Warte ab, du wirst jemandem begegnen, wenn du am wenigsten damit rechnest :)

War bei mir auf jeden Fall so.
Alles Gute.
 
  • #4
das nennt man Reduktion der kognitiven Dissonanz.

Du hast viel probiert und es hat nicht geklappt. Dein Verhalten
hat nichts gebracht, also änderst du jetzt deine Gedanken.

So ensteht Kongruenz im Menschen. Der Wunsch nach einem Partner ist immer noch da, also muss unterbewusst der Wunsch zerstört werden.

Das Forum ist voll von Menschen die angeblich nicht mehr suchen.

Ich rate dir, nicht auf diesen Schwachsinn reinzufallen.

Das führt nur zu Anhäufung von Pseudodingen. (Katze, Porsche,
Alt-Weiber-Wg) ändert aber nichts an deinem Geundbedürfnis
mach menschlicher Nähe. (Welches vollkommen legitim ist)

Da wird dann mit viel Energie und Aufwand ein natürlicher Trieb nach aussen
unterdrückt und mit Geschenken an sich Selbst belohnt, nur um
nicht der Realität auf dem Partnermarkt zu begegnen.

Möglich, aber dumm.

Du solltest deine neugewonne Pseudofreiheit lieber in Aussehen und Ausstrahlung stecken.
 
G

Gast

  • #5
Das Forum ist voll von Menschen die angeblich nicht mehr suchen.
Das führt nur zu Anhäufung von Pseudodingen. (Katze, Porsche,
Alt-Weiber-Wg) ändert aber nichts an deinem Geundbedürfnis
mach menschlicher Nähe. (Welches vollkommen legitim ist)
Also, bei mir hat das Nichtsuchen eher dazu geführt, mich komplett frei zu fühlen:) Und das ist weiß Gott keine Pseudofreiheit. Sorry, Bigger, wenn ich da Deiner These widerspreche.
ich habe mich noch nie so wohl gefühlt wie heutzutage. Und daraus resultiert, dass ich mich ausschließlich nur noch für eine Beziehung entscheiden würde, wenn diese mich noch mehr bereichert.
Mir sind da Pseudodinge wie Hund, Altweibertreffen mit Freundinnen, usw. deutlich lieber als eine Beziehung, in der ich nicht wirkliche, echte Bereicherung empfinde.
Man kann sich sicher darüber austauschen, ob es nun an mir liegt, dass ich bisher Partner hatte, die über kurz oder lang in Rollen gefallen sind, die sich mit meiner Vorstellung von wahrer Beziehung nicht deckten. Allerdings geht es nicht nur mir so, im gesamten Bekannten- und Freundeskreis ist es so.
Ich mag mir keine Gedanken mehr darüber machen. Das habe ich fast Zeit meines Lebens getan. Nun ist Schluss damit und ich lebe eine gutes, zufriedenes, ausgeglichenes Leben.
Ein Mann ist herzlich willkommen, aber nur dann, wenn das meine Lebenszufriedenheit nicht beeinträchtigt. Und das wäre bei mir schon so, wenn ich merken würde, dass der Haushalt doch wieder nur von mir gemacht wird. Nur mal so als kleines Beispiel.
Dann gehe ich doch lieber mit meinen Altweiberfreundinnen und unseren Hunden spazieren:) Und mir fehlt dabei nichts, was die Männer ja ungerne glauben wollen. Ich bin übrigens alt und reflektiert genug, um zu erkennen, ob ich mir da was einrede oder nicht.
Um zur Frage zurückzukommen....bei mir ist der Wunsch nach fester Partnerschaft im Laufe der Jahre verschwunden, je mehr Erfahrungen ich gemacht habe. Seltsamerweise stieg die Zahl der Verehrer zunehmend an, je mehr ich eigentlich lieber Abstand hätte. Ist ein Phänomen, je mehr man sucht und bedürftig ist, um so weniger kann es was werden.
W51
 
B

BigBaron

  • #6
Hallo DieraNI,

was du schreibst klingt doch schon mal sehr gut. Nur wer in sich ruht, allein mit sich klarkommt und auch ohne einen Partner Glück und Ziele im Leben findet, ist wirklich bereit für eine reife und erwachsene Partnerschaft, in der beide Parteien zusammen sind, weil es wirklich passt und nicht, weil einer auf Biegen und Brechen nicht alleine sein kann. Würde mich gar nicht wundern, wenn dein Mr. Right just in dem Moment an deine Tür klopft, in dem du vollkommen zufrieden mit dir bist und ihn gar nicht mehr wirklich suchst.
Viel Glück und dir alles Gute
 
G

Gast

  • #7
Hach, bigger wie ic deine Beträge mag!
Mit behartlichem Sendungsbewusstsein kindlich simpel die Welt erklärt!
Komisch, dass sie draußen viel komplexer ist als in deiner kleinen Welt! ;)
Ich mag Sex nicht sonderlich, deswegen merke ich, wie befreit ich bin je länger ich Single bin!
Ich muss nicht mehr mitmachen, damit er mich nicht verlässt! Ich hab so viel Zeit und Energie für andere Dinge: ich will keine Beziehung mehr, die mein Leben nur schlechter machen würde!
 
A

Ars_Vivendi

  • #8
Ich finde es gut, dass es jetzt so ist. Denn ich weiß, dass ich auch alleine zurecht komme und niemanden brauche, der mich über Wasser hält. Ich frage mich aber, das habe ich nämlich noch nicht eruieren können, woran das liegt?!
Kenne ich, ging mir mehrfach genauso. In der ersten Phase nach einer Beziehung trauere ich noch etwas nach und bin traurig, dass ich alleine bin. Mit der Zeit gibt sich das und ich merke, dass ich gut alleine klarkomme. Das war bisher immer der Punkt, an dem ich dann wieder eine Frau für eine Partnerschaft kennengelernt habe.
Für mich ist es eine wichtige Fähigkeit, mit sich alleine klarzukommen. Ich möchte auch gar keine Partnerin, die mit ihrem Leben nicht klarkommt, unbedingt einen Partner braucht und deshalb auch den erstbesten nimmt.
 
G

Gast

  • #9
Das liegt daran, dass es zwei unterschiedliche Sorten von Menschen gibt: Die, die andere Menschen brauchen, und die, die andere nicht brauchen.

Die, die andere brauchen, sind Schmarotzer und skrupellos; auf Männerseite sind es zum Großteil die, die eine bumsbare Version ihrer Mutter suchen. Putzen, kochen, Wäsche waschen, Sex, ansonsten leck mich an die Füße.

Die anderen brauchen keine Menschen, die können auch gut alleine klarkommen, die suchen nur die Liebe ihres Lebens, etwas, was sie bereichert. Wenn etwas sie herunterzieht, dann verzichten sie und bleiben lieber allein.
Klasse, was für klare und direkte Worte, ja, ich bin so ein "anderer" Mensch, ich suche die Liebe des Lebens, ich wünsche mir einen Mann der mein Leben positiv bereichert, leider habe ich ihn nie gefunden.

Somit bereichere ich mein Leben selber, mir geht es sehr gut. Job, Leben, erwachs. Kind, Gesundheit alles i. O., keine Schulden, lebe in der Stadt, die ich liebe, habe eine schöne Mietwohnung in einem sehr angenehmen Umfeld, habe gute Freunde, klein, aber fein, das ist ne ganze Menge, im Gegensatz zu den Menschen, die nur konsumieren wollen und es ganz schlimm finden, ohne einen Mann/Frau an ihrer Seite leben zu müssen.

Ich habe den Luxus mir aussuchen zu können, was ich will und was nicht. Das können viele Frauen in meinem Alter leider nicht, wenn ich mich so umschaue und auch hier im Forum lese.

w 52
 
  • #10
Was bigger schreibt, ist schon richtig; jedoch muss man sich auch fragen, welche Gründe wozu geführt haben.

Ich bin fast 18 Jahre in Beziehungen gewesen und habe nicht immer Glück gehabt mit Frauen. Gerne habe ich mir die schwersten Fälle ausgesucht und die haben mich eine Menge Energie gekostet. Nach Ende dieser 18 Jahre tingelte ich von Affäre zu Affäre aber sobald es zu eng wird, will ich wieder raus und lieber alleine sein.

Jetzt bin ich ein paar Monate alleine und wünsche mir Nähe gar nicht mehr so sehr. Gerade wo man älter wird, kommt man mit dem Alleineleben besser zu recht und es wird schwieriger eine Beziehung einzugehen. Mit 20 hab ich noch jedem Rock nachgeschaut, jetzt mit 30 ist man da entspannter. Man hat ja auch schon was erlebt und die Libido nimmt ab. Ich könnte mir vorstellen, wenn ich mit 40 noch Single bin, dann bleib ichs auch.

Früher fand ich die Vorstellung Single zu sein gruselig, heute finde ich die Vorstellung eine Familie zu haben gruselig. Allein die ganze Mehrarbeit wäre schon Stress pur und was ich so wirklich von einer Familie habe, weiss ich auch nicht. Bin da nicht gerade der emotionalste Typ.

Ich finde die FS hat recht, allerdings würde ich den Thementitel leicht ändern. Ich würde sagen mit der Dauer der Erfahrung sinkt der Wunsch nach fester Beziehung.

Gruß m31
 
  • #11
Hallo FS,

ich bin ein sehr zufriedener Single. Mit 40 habe ich eine längere Beziehung beendet und war erstmal sehr erleichtert und befreit. Ich fühlte mich vorher eingeengt, nicht wirklich geliebt (eher "nützlich") und ich stand wie #5 unter dem ständigen Druck wegen Sex, den mein Ex-Partner gerne fast täglich gehabt hätte, der für mich aber nicht schön war.

Kurzum habe ich diese Beziehung als eher negativ in Erinnerung behalten und hatte zunächst keinerlei Interesse an einem neuen Mann. Aus dem "zunächst" wurden 5 Jahre, in denen ich nichts vermisst, sondern mir mein Leben absolut selbstbestimmt und angenehm eingerichtet habe. Dazu kam, daß ich wegen meines Alters den vorher nur schwachen Kinderwunsch beerdigt habe und auch von daher plötzlich der Druck "ich könnte ja noch ein Kind, dazu brauche ich aber eine Beziehung..." sehr erleichternd von mir genommen war.

In diesen partnerlosen Jahren wurde mir immer bewußter, wie sehr der "Zwang", nur mit Partner wirklich glücklich sein zu dürfen (und als vollwertiger Mensch zu gelten) gesellschaftlich indoktriniert wird und großteils (zumindest bei mir) nicht aus einem echten, inneren Bedürfnis nach einem festen Partner genährt wird.

Ich denke, eine ähnliche Erfahrung machst Du in Deiner glücklichen Single-Zeit jetzt auch. Auch Du realisierst langsam, daß dieses durch Medien und Gesellschaft (oder auch durch Leute wie Bigger) indoktrinierte, angeblich instinktive, naturgegebene, nicht ablegbare Grundbedürfnis nach einer Zweierbeziehung für Menschen wie Dich und mich einfach nicht in der Form vorhanden ist, wie für "Beziehungsbedürftige". #1 Avatrunei hat das super erklärt.

Ich suche nur noch halbherzig und phasenweise nach einem Partner, deutlich mehr Energie verwende ich auf die Erweiterung meines "sozialen Umfeldes", da mir gute Bekannte und Freunde wichtiger scheinen, als eine Paarbeziehung. Niemals würde ich, nur der Beziehung halber, einen Mann nehmen (Angebote hätte ich genug), sondern nur, wenn ich mit ihm eine bereichernde Liebesbeziehung führen könnte. Die meisten Männer meiner Altersklasse sind von heftigen Altlasten gebuckelt, suchen aber recht wahllos einen Exfrau- oder Muddi-Ersatz für eine Zweckbeziehung zur männlichen Bedürfnisbefriedigung (gratis Haushaltsführung, häufig Sex,keine emotionalen oder finanziellen Ansprüche der Frau).

Also vertraue Deinen Gefühlen, sie sind völlig normal. Lass die Gesellschaft und Typen wie Bigger halt labern...
w 53
 
  • #13
Auch Du realisierst langsam, daß dieses durch Medien und Gesellschaft (oder auch durch Leute wie Bigger) indoktrinierte, angeblich instinktive, naturgegebene, nicht ablegbare Grundbedürfnis nach einer Zweierbeziehung für Menschen wie Dich und mich einfach nicht in der Form vorhanden ist, wie für "Beziehungsbedürftige". #1 Avatrunei hat das super erklärt.

Die meisten Männer meiner Altersklasse sind von heftigen Altlasten gebuckelt, suchen aber recht wahllos einen Exfrau- oder Muddi-Ersatz für eine Zweckbeziehung zur männlichen Bedürfnisbefriedigung (gratis Haushaltsführung, häufig Sex,keine emotionalen oder finanziellen Ansprüche der Frau).
Tja,

so ist das halt mit Extremmeinungen am linken oder rechten Rand. Die Erfahrungen, die Du gemacht hast, und die Schlüsse, die Du daraus für Dich gezogen hast, finde ich völlig in Ordnung, aber daraus zuschließen, dass das immer oder oft so ist und Verallgemeinerungen zu stanzen halte ich, wieder einmal, für gewagt.

Oder ich darf mich zum seltenen Gegenbeispiel zählen.
Auch schön! :)

Hallo FS,

nein, ich finde dieses Entwicklung zum Dauersingle nicht als zwangsläufig. Meinen Alltag mit Beruf, Kind, Haushalt, Haus, Freizeit und Hobbies habe ich nach der Trennung wieder in Griff bekommen sowie das alles lieben und achten gelernt und trotzdem möchte ich eine Partnerin zu ihrer und meiner emotionalen, geistigen und körperlichen Bereicherung an meiner Seite haben. Ich lasse mich da auch von nichts und niemanden drängen, sondern es ist mein eigener herzlicher und tiefer Wunsch und irgendwann werde ich und eine entsprechende "Sie" wieder bereit, fähig und willens dazu sein.

m46
 
G

Gast

  • #14
Nein das Bedürfnis läßt nicht nach. Ich bin ewiger Single und mit zunehmendem Alter wird eben schwer noch jemanden zu finden. w
 
G

Gast

  • #15
Liebe FS,
geht mir genauso, allerdings nicht schon nach 2 Jahren sondern das dauerte länger.
Ich war lange verheiratet, hatte davor wenige Beziehungen. Nachdem ich mich scheiden ließ, wusste ich recht gut, woran es gescheitert war und ich war ziemlich entschlossen, die Fehler vergangener Beziehungen nicht zu wiederholen und nun eine neue, sehr glückliche Beziehung einzugehen. Allerdings war mir auch recht klar, welche Art von Kompromissen ich nicht mehr machen würde.

Ich fuhr doppelgleisig. Zum einen bemühte ich mich um einen Mann, andererseits aber auch darum, mir ein schönes Leben zu machen und all die Dinge zu tun, die ich in der Ehe immer hintenan gestellt hatte.
Nach 3 Jahren verloren sich recht zügig die Aktivitäten, einen neuen Mann zu finden - es gab erfreulichere Dinge, sich eine angenehme Zeit zu machen. Gerade wenn frau einen guten Job hat, den sie gern macht und der ihr reichlich finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, sich ein angenehmes Leben zu machen, dann wird ein Mann zu einer Option unter vielen und zwar zu einer Option, die eher geeignet ist, Ärger ins Leben zu holen, statt Freude zu bereiten.
Mit einem gewissen Lebensalter hat man so seiner Erfahrungen und ist auch nicht mehr naiv.
Irgendwann habe ich es dann eingestellt, ohne es wirklich zu merken. Ich wurde immer wählerischer, sagte eigentlich jeden Versuch eines Treffens ab, weil ich eine Kleinigkeit störend fand oder doch lieber mit einer Freundin ins Kino ging, statt einen unbekannten Mann für ein "Bewerbungsgespraech" zu treffen. Und dann wurde aus einem unmotivierten "weiss nicht" ein klares "will nicht". Ich schließe nicht aus, dass ich mich auf was einlassen würde, wenn mir nun mein Traummann begegnen würde, aber wie wahrscheinlich ist es einen ungebundenen Traummann mit Ende 50 zu finden. Irgendwas dafür tun werde ich ganz sicher nicht mehr.
 
  • #16
Eindeutig ja.

Ich kenne Beziehungen und ich keine Unabhängigkeit.
Je älter ich werde, je mehr schätze ich meine Freiheit, wenn ich die Ehen meiner Bekannten im Umfeld erlebe. Die Kinder werden langsam erwachsen, die Paare haben sich immer weniger zu sagen, weil die Hauptthemen die Kids waren, Frauen zweifeln an ihrer Attraktivität, Männer an ihrer Wampe und schwindenden Karriere, der neue Kollege ist jünger, dynamischer und wird an ihm eiskalt vorbeiziehen.

Scheidungen laufen an, Trennungen oder Fremdgehen. Männer suchen sich selbst, Frauen ihre verpasste berufliche Chance.

Alles Dinge, die mir erspart geblieben sind und ich genieße diesen mentalen Luxus, finanziell ohnehin - grins.

Auf Suche bin ich schon ewig nicht mehr, da ich meinen Anspruch kenne und nicht davon abweiche.
Entweder oder ist meine Devise, wenn nicht, dann nicht.

Die Mehrzahl der Männer, die noch "infrage" kämen sind altlastverseucht, und optisch ohnehin ein Graus.
Tu ich mir nicht an.

Ja, ich werde wohl alleine bleiben, aber mit 51 macht es mir nicht mehr aus, mit 31 wäre es wohl noch anders gewesen.
 
G

Gast

  • #17
Ich fühlte mich vorher eingeengt, nicht wirklich geliebt (eher "nützlich") und ich stand wie #5 unter dem ständigen Druck wegen Sex ... (...) Die meisten Männer meiner Altersklasse sind von heftigen Altlasten gebuckelt, suchen aber recht wahllos einen Exfrau- oder Muddi-Ersatz für eine Zweckbeziehung zur männlichen Bedürfnisbefriedigung (gratis Haushaltsführung, häufig Sex,keine emotionalen oder finanziellen Ansprüche der Frau).
Da kann ich mich einreihen. Bei meiner letzten Beziehung war ich da, um Wünsche zu erfüllen sexueller Art, Haushalt zu führen, alles mitzumachen, was der Mann so plante ... eigene Ideen konnten nicht gelebt werden, kein Raum übrig. Bin ich froh, dass ich nun frei bin und mich so gut fühle wie schon lange nicht mehr.

Und in der Tat scheint es bei Männern Ende 40 und mehr so zu sein, dass primär mal der tägliche Sex und der Haushalt wichtig scheinen und möglichst unkompliziert zu sein. Ja danke, da lebt es sich allein wirklich besser und es gibt so viele tolle Frauen für Unternehmungen, Gespräche, Freizeitgestaltung ohne Riesenerwartungshaltung. Einfach sein dürfen.

w,46
 
  • #18
Der Wunsch sinkt, mit der Menge an (persönlichen) schlechten Erfahrungen. Und/oder unerfüllter Liebe.

Und es sinkt der Glaube daran, daß eine Beziehung etwas Schönes, Erstrebendes wäre - wenn man das Gegenteil erlebt oder erfährt.

Singlebörsen etc.: Man glaubt, man habe damit Erfolg = findet einen Partner/in.

Verliert man den Glauben daran, fühlt man sich befreit. Weil man keine Angst mehr hat, man würde den Erfolg verpassen.
Vgl. wie ein Lottospieler, der es aufgibt, weil er nicht mehr glaubt, daß er damit viel Geld gewinnen würde.

Viele reden von Liebe, aber meinen in Wirklichkeit Status und Sex Appeal. Sie verlieben sich nicht in die Persönlichkeit, sondern nur was der Gegenüber verkörpert. (Das ist nicht das Gleiche)

Man bedauert nicht mehr, was man als Single versäumt - sondern was Einem erspart bleibt.

Paare: Was hat die Beiden wirklich zusammen gebracht ?
Was vielleicht dieser Mann dieser Frau antut, um von ihr "geliebt" zu werden. Aber nach meinen Maßstäben schlecht ist. Und ich bin froh, sowas nicht antun zu müssen. (Ich meine damit nicht Sex)

ggf. persönliches Fazit: Als Single hat man es besser - oder es ist das kleinere, leichtere Übel.

Spruch:"Ich bin Single. Du mußt verdammt gut sein, um mich vom Gegenteil überzeugen zu können"
 
  • #19
Wenn ich als Frau soviel über Männer wüsste, wie ich als Mann über Männer weiss, würde es mir schwer fallen, einen Mann oder gar eine feste Beziehung mit einem Mann zu erstreben.

Es sind nicht alle Männer schlecht. Sondern es ist schon schwer, einen guten Mann zu finden. Noch schwerer: Ob er auch zu haben ist. Besonders als Frau. Spruch: "Gute Männer sind vergeben..... oder schwul."

Eigentlich könnte es so einfach sein, mit Liebe und Beziehung - wenn die Menschen es nicht so kompliziert machen würden. Man kann leichter die Zuneigung eines Haustieres gewinnen, als von einem Menschen. Deshalb m.E. auch so oft die Kombination: Frau - Single - Haustier. Als Alternative. Nicht unbedingt aus Pessimismus, sondern um das seelische Gleichgewicht beizubehalten.
 
  • #20
Spruch:"Ich bin Single. Du mußt verdammt gut sein, um mich vom Gegenteil überzeugen zu können"[/QUOTE]

Genau das ist der Punkt, lieber Bernd. Jemanden, der sich in seinem Elend bequem eingerichtet hat, muss frau nicht überzeugen, das ist Hybris des zu Überzeugenden. Es hört sich, wirklich nicht böse gemeint, auch ziemlich frustriert an. Jaja, ich weiß, es ist keiner hier frustriert, alle sind total gerne allein. Ich kann es nur nicht glauben!
Kenne selber in RL genug Menschen, die in das gleiche Horn blasen. Die Worte hör ich wohl, allein - mir fehlt der Glaube!
 
  • #21
Es sind nicht alle Männer schlecht. Sondern es ist schon schwer, einen guten Mann zu finden.
Meinst Du, dass sieht bei Frauen anders aus?
Noch schwerer: Ob er auch zu haben ist. Besonders als Frau. Spruch: "Gute Männer sind vergeben..... oder schwul."
Frauen können diesbezüglich sehr selektiv sein. Und mit einem Tunnelblick durch die Gegend laufen. Welcher Mann kennt keine Frau, die fragt: Warum spricht mich keiner an? Und dabei wird sie dauernd angesprochen...
 
  • #22
Jaja, ich weiß, es ist keiner hier frustriert, alle sind total gerne allein. Ich kann es nur nicht glauben!
Ein bißchen hast Du recht, natürlich ist niemand gerne allein. Auch die Singles, die (wie ich) postulieren, sehr zufrieden alleine zu leben, würden diese Lebensform durchaus auch gegen Zweisamkeit eintauschen. Allerdings nur unter der Prämisse, daß der Partner/die Partnerin und Beziehung zu ihm/ihr deutlich positiver und bereichernder sind, als das Singleleben. Niemand würde freiwillig aus einer Position, in der er zu 80% glücklich ist, auf 60% zurückgehen. Jeder würde aus einem 80%-Singleleben auf die 100%-glücklich-Beziehung wechseln, wenn es sie denn gäbe.

Und genau das ist der Knackpunkt, der mit zunehmendem Alter, Lebenserfahrung und Selbsterkenntnis immer mehr zum Tragen kommt. Nämlich die praktische Erfahrung, daß eine 100%- oder auch nur 80%-Beziehung sehr unwahrscheinlich wird und kaum zu bekommen ist. Dass man sich in Beziehungen zum vorherigen Alleinleben oft deutlich verschlechtert und dieses "Risiko" mit zunehmendem Lebensalter sogar zunimmt, denn das "Altlasten-Päckchen", das jeder mit sich herumträgt wird nicht unbedingt leichter.
Je älter man wird, desto besser weiß man aus vorangegangenen Bindungen, welche Paar-Konstellationen und Eigenschaften des Partners untragbar sind, also würde man sich auf so jemanden erst gar nicht einlassen. Beispielhaft sind für Männer z.B. Frauen mit geringem Interesse an Sex oder AE mit kleinen Kindern uninteressant. Viele ältere Frauen wollen keine Männer mit der unemanzipierten Vorstellungen bezügl. Haushalt/ Mitspracherecht der Frau mehr.

Insofern ist das "lieber glücklicher Single..." eigentlich im Kontext "...als in einer Beziehung, von der ich nur Nachteile habe" zu sehen.

w 53
 
  • #23
Liebe DieraNi, liebes Forum,

die FS hat einen Mann gesucht und ist nicht fündig geworden. Dabei hat sie sich zeitweise verstellt und alles gegeben, um einen Mann zu finden, was ihr nicht gelungen ist. Nun meint die FS keinen Mann mehr zu brauchen und so glücklich zu sein. Einen passenden Mann zu finden gehört nicht mehr zu den Lebenszielen der FS.

Zwei Anmerkungen dazu: Die FS schreibt, dass sie einen für sie "attraktiven Mann" nicht gefunden habe. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass die FS offenbar keinen Mann mehr möchte, würde ich der FS empfehlen nicht so oberflächlich an die Männersuche ranzugehen. Sucht man Männer nur danach aus, dass sie optisch gefallen, dann kann es passieren, dass Männer, die auf den ersten Blick nicht gefallen, aber eigentlich sehr passend für eine Partnerschaft wären, garnicht ins Visier genommen und somit verpasst werden; sprich: Unterschätze nicht den zweiten Blick! Ich glaube diese Oberflächlichkeit könnte dir zum Verhängnis geworden sein und dazu geführt haben, dass es nicht klappt.

Desweiteren ist die Entscheidung alleine zu sein und zu bleiben durchaus eine die mit zunehmenden Alter nach hinten losgehen kann. Grund dafür ich mitunter, dass sich dein Umfeld gravierend verändern wird. Deine Eltern werden irgendwann nicht mehr leben, Freunde werden heiraten und ihr eigenes Leben aufbauen, überhaupt wird in der kommenden Lebensphase die Bedeutung von Freundschaften abnehmen. Du wirst also dieses Leben was sich jetzt so unbeschwert und frei anfühlt nicht auf Dauer so leben können und der Verzicht auf eine Partnerschaft wird dich zum Umdenken in vielen Bereichen zwingen, auch wenn du es jetzt nicht wahrhaben kannst. Eine Familie zu gründen ist für dich jetzt unbedeutend, ich denke dies wird sich auch ändern und lässt sich nicht mit Konsum und Freiheiten kompensieren.

Viele Grüße und alles Gute!
 
  • #24
Hallo FS,

ich kenne einen solchen Wandel und hab auch schon über die Gründe nachgedacht.

Ich komm jetzt auch auf 2 Jahre Singledasein und hab das Gefühl, das nicht mehr aufgeben zu wollen oder zu können.

Ich hatte einfach die Schnautze voll. Mich haben meine gescheiterten Beziehungen (egal ob ich schluss gemacht hab, oder der Partner schlussgemacht hat ) immer emotional so stark mitgenommen, dass ich einfach mal ne Pause von dem ganzen Thema brauche. Niemand kann mich verletzen, und ich kann auch keine Wunden verursachen.

Mir geht es auch wunderbar damit. Freiheit, das zu tun worauf man Lust hat und wann. Keine Rechenschaft schuldig sein, herrlich !

Ich stosse langsam auf das Problem, das wenn ich merke, dass ein Mann stärkeres Interesse zeigt, ich innerlich in leichte Panik ausbreche und denke, nein, mach doch diesen netten platonischen Kontakt jetzt nicht kaputt. Ist schon echt gestört ! Denn gleichzeitig merke ich, dass das Interesse des Mannes mir auch gut tut und mir den Bauch pinselt. :)

Grad bin ich dran meine alten "Beutemuster" zu analysieren, damit ich nicht wieder in alte Partnersuchtraditionen verfalle. Es war bisher immer der Griff ins WC, aber die Schuld liegt bei mir und meinem Riecher.

Mein Tipp an dich, versuch locker zu bleiben. Sei froh, dass du so gut allein sein kannst. Mach dir klar, dass du keinen Partner brauchst um zu überleben. Du kannst wunderbar für dich selbst sorgen. Prüfe die Männer, die in dein Leben treten, ob sie wirklich zu dir passen. Wenn das mal der Fall ist dann versuche dich nicht zu verschliessen...

Alles Gute ! :D
 
  • #25
Deine These kann ich von mir aus absolut bestätigen, nach einer langjährigen Beziehung wäre ich damals bereits nach einigen Monaten wieder für "etwas neues" bereit gewesen. Da sich aber nichts ergab das annähernd an die damalige Beziehung herangereicht hätte (weder gefühlsmäßig noch rational gesehen) habe ich mich mit dem Singelleben anfangs abgefunden, und jetzt fühle ich mich richtig wohl. Wenn ich rundherum das Leben meiner, sich in Beziehungen befindlichen, Bekannten sehe, finde ich das Leben alleine nochmal besser, ich möchte mit niemandem von denen tauschen, ohne Ausnahme.
Natürlich gibt es viele Sachen die man als "Alleiner" sehr vermisst, die Sehnsucht danach überkommt einen in manchen momenten sehr stark, in anderen wiederum denkt man garnicht daran. Wichtig ist dass man "in Summe" glücklich ist mit seiner Situation, man kann nie alles haben.
Ich denke das ist eine natürliche Anpassungsreaktion, da man sonst verrückt werden würde. In dar Natur ist nämlich nicht vorgesehen, dass sich jedes Individuum fortpflanzt, deshalb kann die Wurzel allen Glücks nicht alleinig in einer zweisamen Partnerschaft liegen.
Dir Alles Gute und gratuliere zu deiner reifen Einstellung!
M30
 
  • #26
Zitat von HollyGolightly:
Jaja, ich weiß, es ist keiner hier frustriert, alle sind total gerne allein. Ich kann es nur nicht glauben!
Kaum jemand ist gern allein. Aber wenn man weiß, wieviel Arbeit eine Beziehung auch erfordert, dann muss der Partner eben auch schon gut passen, das ist keine Ausrede. Ich hatte zig Jahre eine nicht so passende Beziehung, mit viel Liebe, Bemühen umeinander, der Humor hat gestimmt. Nur die Lebensziele von mir passten nicht hinein und eine andere Inkompatibilität gab es auch noch.
Wenn man als Frau als einziges Ziel den Erhalt einer Beziehung hat, Kinder hat, um die man sich kümmert, dann ist das sicher ausreichend zufriedenstellend und man kann hingehen, wo der Mann hingeht. Die Rollen sind klar verteilt und jeder ist im besten Fall glücklich. Aber der beste Fall ist eben selten. Die Männer in meinem Umfeld träumen ALLE von mehr Freiheit für sich und haben zum Teil komische Ideen für ihr Leben, das sie führen könnten. Eine Frau konzentriert sich auf ihren Sohn, der ihr nach eigenen Aussagen geben soll, was der Partner nicht gibt (Aufmerksamkeit), die andere kann es nicht ertragen, wenn man von seinem Beruf redet, weil sie zu Hause ist mit den Kindern, und fällt einem aggressiv ins Wort.
Ich kann auch nicht glauben, dass so viele Menschen glücklich sind in ihrer Beziehung. Sie lassen sich respektlos behandeln, vor anderen bloßstellen, Leute reden davon, dass sie irgendwas aufgegeben haben bzgl. den Partner zu irgendwas zu bringen usw. Aber sie merken es nicht, wie sie sich fertig machen oder fertig machen lassen. Oder sie finden Singlesein so furchtbar, dass sie lieber das alte Leid bevorzugen. Und dann kommen diese kleinen Sachen wie länger arbeiten müssen, immer mehr Abende allein was machen, aufatmen, wenn man mal allein zu Hause ist oder der andere auf Dienstreise ist. Damit sind keine Affären gemeint sondern einfach mal Partnerlosigkeit.
Wenn man merkt, dass man gut allein klarkommt, insbesondere emotional, dann BRAUCHT man keinen Partner mehr, um sich zufrieden und glücklich zu fühlen. Dann KANN man einen haben. Und mit dem dann richtig Spaß, statt Diskussionen, Frust oder Schweigen, weil zwei Beziehungsbedürftige immer noch versuchen, miteinander klarzukommen, weil sie so froh sind, nicht mehr Single zu sein.
Es ist ein großes Glück, einen richtigen Partner zu treffen. Es ist ein großes Unglück, sein Leben zu verschwenden in schlechten Beziehungen, nur um nicht "allein" zu sein.
 
  • #27
Frauen können diesbezüglich sehr selektiv sein. Und mit einem Tunnelblick durch die Gegend laufen. Welcher Mann kennt keine Frau, die fragt: Warum spricht mich keiner an? Und dabei wird sie dauernd angesprochen...
Ich würde als Frau nicht darauf warten, vom Mann angesprochen zu werden.
Weil ich auf dieses blöde, nervige warten keine Lust habe !

Sondern gerade als Frau zuerst diese Passiv-Rolle aus meinem Kopf verbannen. Und auf Leute zugehen, auch auf Männer. Denn das ist für eine Frau viel einfacher, als umgekehrt Mann-zur Frau. Einfach als Frau diese Möglichkeiten erkennen und praktizieren.
Ich (m) habe heute, ohne jede Flirtabsichten, mich mit einer Fachfrau im Ladengeschäft unterhalten. Aber es so interessant und spannend gestaltet, daß ich am Schluss ihren Namen und persönliche E-Mail-Adresse bekam = sie mehr erfahren möchte, über unser Gesprächsthema. (Hier über meinen Job)
Wir werden zwar m.E. nie ein Paar (Sie geschätzt 20 Jahre jünger), aber jederzeit gerne wieder Gespräche mit ihr - (egal, über was.)
Man kommt viel leichter ins Gespräch, wenn man keine Flirtabsichten hat (oder sich nicht anmerken lässt). Man bekommt eher die E-Mail-Adresse, als die Telefonnummer. Weil via E-Mail fühlt sich die Frau sicherer, als gleich via Telefon.
Ich halte mich nicht für besonders attraktiv. Aber ich kann gut mit Menschen umgehen. Weil ich von einem Mann gelernt habe, der das auch konnte, obwohl er als Mann sehr unattraktiv war.