• #1

Sind nur noch Beziehungsängstler unterwegs ?

Es sieht fast so aus, als ob wenn frau über ü 40 ist, nur noch beziehungänstliche Männer oder Frauen unterwegs sind. Alle Privilegien einer beziehung mitnehmen ,sich aber nicht festlegen und binden wollen. das ist meine Erfahrung. Wie seht Ihr das ?
 
  • #2
Es hat nichts mit Beziehungsangst zu tun, wenn man sich keinen dummen, unterbelichteten Geschwätzen und Dramen mehr hingeben möchte, wo es einfach nicht passt.

Ab 40 ist man einfach nicht mehr bedürftig.
 
  • #3
Du schreibst am Thema vorbei.


Mit Beziehungsangsangst hat das alles wenig tun.

Schon wieder sehe ich hier eine tendenzielle Aufladung des Begriffes "Beziehung" in einer bestimmten Art und Form. Und wenn Einer eine enge Beziehung nicht so will, wie der Andere wird das gleich als "Beziehungsangst" ausgelegt und damit eben auch verurteilt.

Das ist aber falsch , auch eine lose Affäre (und auch Sonderformen wie z.B. F+ ...etc. ) ist eben eine Form einer Beziehung.

Mancher will eben eine etwas andere Form der Beziehung. Frau muss das ja nicht unbedingt mitmachen, hat diesen Wunsch aber zu respektieren, ohne gleich (ab-)wertend mit "Beziehungsangst" aufzuschlagen. .

"Beziehung" ist eben kein feststehender Begriff, sondern etwas individuell zu Definierendes.Seinen wir doch mal ehrlich:
Eine feste und sehr nahe "Beziehung" liegt tendienziell durchschnittlich etwas eher im Interesse einer Frau (welche entsprechend ja auch in der Realität sehr oft mehr Verbindlichkeit, z.B. Heirat, anstrebt). Das hatte früher auch handfeste Gründe.

Aber auch ein Mann hat ein Interesse an einer festen Beziehung (sowohl eine sexuelles als auch ein soziales) , braucht aber eben tendenziell weniger Nähe und Verbindlichkeit.

Was muss also stattfinden:
Ein Interessensausgleich !

Man sollte also darüber reden, was man für eine Beziehung will und den passenden Partner dazu auswählen.
Und nicht herumjammern und sinnlos abwerten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4
Alle Privilegien einer beziehung mitnehmen ,sich aber nicht festlegen und binden wollen.
Ich würde erst einmal wissen wollen, was denn alle Privilegien da wären.

Auch denke ich, dass die verrufene Männerwelt mehrheitlich schon eine Art " Gegenseitiges Geben und Nehmen" anstrebt, aber es auch ganz schnell auf eine Einseitigkeit von manchen Frauen hinausläuft.

Ich möchte damit sagen, dass auch Frauen so ticken wie du es der Männerwelt hier nachsagst.
Die Frage für mich wäre, warum?

Worauf sollte ich mich denn festlegen und mit wem sollte ich mich binden?
Ich glaube nicht das all die Frauen und Männer wirklich Beziehungsvermeider/innen sind.

Ich glaube fast, dass immer mehr Menschen immer weniger fähig sind, echte Harmonie anzunehmen und/oder zu leben.
Da gibt es beim Dating Fragenkataloge, Wertanalysen,
Wahrscheinlichkeitsrechnungen und ganz zu Schweigen von den ganzen Rlativitätstherorien die zu Tage kommen können bei einem Kennenlernen.
Wo soll da bei manchen die gute alte Sympathie, die Harmonie oder gar das große Kribbeln einen Raum finden können?
Es wird verkompliziert, herumgedoktert, erzogen, gezockt und bemängelt.
Würden viel mehr Menschen, die sich Daten, auf die Suche nach dem Schönen in und an dem Menschen begeben, den sie treffen, dann hätten diese angesprochenen "unsichere" Dinge viel weniger Energie.

Wir Menschen, verkomplizieren es oftmals leider.

m49
 
  • #5
Ich war Samstag mit Sohn (33) und Enkeltochter (2) Eis essen. Auf seine neue Beziehung angesprochen, antwortete der Sohn, sie dränge auf zusammenziehen, er ist dafür aber nicht zu haben. Sie hat eine gleichaltrige Tochter. Beide sind von dem jeweils anderen Elternteil verlassen worden.

Das, was als Beziehungsangst verzeichnet wird, ist zum einen oft Erfahrungswissen. Beziehungen können sich zu starken Alltagsbelastungen entwickeln. Es gibt zum anderen auch keinen vernünftigen Grund, Sex ausschließlich unter der Prämisse einer Beziehung zu haben. Da gibt es andere Modelle. Schließlich ist nicht nur die Nähe ein Wert an sich, sondern auch die Freiheit. Warum sollte die Abwägung immer nur zu Gunsten Ersterer ausgehen?

Wer von "Beziehungsangst" redet ist meiner Erfahrung nach häufig jemand, der andere Lebensmodelle nicht akzeptieren kann. Das kommt aus einem übersteigerten Anlehnungsbedürfnis und/oder verinnerlichter, prüder Normen, die in weiten Teilen der Gesellschaft an sich schon gar nicht mehr exisiteren.

Auch das Reden von "ernsthaft, fester, seriöser Beziehung" zu einem frühen Zeitpunkt lässt auf Unstimmigkeit schließen. Geht man seriös und ernsthaft mit einer Sache um, muss man sie erwägen, was im Widerspruch zu vorzeitigem Drängen steht. Das Agens, das dahinter steht, kann nur ein ganz anderes sein. Falls dem nachgegeben wird, offenbart sich die verquere Lage alsbald und ruft entsprechende Zerrüttungen hervor.

Mir hat mal eine Französin (eine Germanistin) gesagt, das deutsche Grundproblem in Liebesdingen lässt sich am Wort Beziehung festmachen. Die Deutschen haben eine Beziehung schon im Visier, da kennen sie die Person noch nicht einmal sexuell und auch noch nicht von ein paar Wochen zusammensein. Es soll aber schon die ganz große Nummer werden. Das geht nicht zusammen. Der letzte Schritt kommt vor dem ersten. Die Verwerfungen sind dann eben, wie sie sich ganz häufig manifestieren.

Alle Privilegien einer beziehung mitnehmen ,sich aber nicht festlegen und binden wollen.
Was sollen denn bitteschön die Priviligien einer Beziehung sein. Ich wette, Du meinst nur ein "Privilegium" damit, nämlich den Sex. Als ob Sex nur in einer Beziehung möglich wäre. Siehe oben. Und Du glaubst weiterhin, Sex sei eine Sache, die sie ihm gewährt, damit er sich an sie binde.

Ich würde mich nicht an eine Frau binden, die derartige Denkmuster offenbart. Für eine Beziehung muss an, ernst (!) genommen, die höchsen Ansprüche stellen. Diese erfüllen Frauen, die souverän mit Sexualität und der Bindung vs. Feiheit umgehen.
 
  • #6
Ich glaubee...
wenn der Marktwert des Mannes resp. der Frau hoch genug ist, ist die Beziehungsangst in windeseile verflogen;-)

oder aberr...
man muss die Fehler der Exen ausbaden: ausbeuterisch, verlogen, betrogen, zu schön um wahr zu sein.... und weiss gar nicht wie einem geschieht, da hilft auch reden nicht, es wird über den Kamm geschert.
 
  • #7
Ja, liebe Fs, wer eine verbindliche Beziehung mit gemeinsamer Wohnung etc will und kann (sic!), ist mit 40 meistens in einer Beziehung oder nicht lange Single.

Es ist von den 20ern zu den 40ern der Anteil gestiegen an Singles, die nicht mehr suchen, die aus psychischen Gründen keine tragfähigen Beziehungen führen können, die keine traditionelle Beziehung mit gemeinsamer Wohnung etc wollen.
 
  • #8
Ja, das sagen zumindest auch Psychotherapeuten.

Es ist ja auch logisch, denn die bindungsfähigen Menschen sind in dem Alter wohl eher nicht mehr zu haben....ich finde, dass dies aber auch schon mit Mitte 20 akut wird, da haben sich in meinem Umfeld die meisten Paare gefunden und die ersten haben unter 30 geheiratet und sind jetzt um die 40 immer noch zusammen. Getrennt hat sich von denen niemand.

Zudem werden auch Single Börsen und Apps mittlerweile eher kritisch gesehen, da sich dort natürlich diejenigen 40 jährigen tummeln, die im Bindungsangst-Teufelskreis gefangen sind und einen Partner suchen, emotional jedoch nicht verfügbar sind.

Ich glaube, es ist sehr schwer, sich einzugestehen, dass man emotional nicht in der Lage ist, eine Partnerschaft zu führen. Die Frage ist auch, ob es demjenigen bewusst ist.

Oft sind es ja Kindheits-Traumata, die dazu führen können, dass man so wird.
Meine Erfahrung ist, dass man zwar mit Therapie viel an sich verbessern kann und auch Bindungsangst mindern kann, aber gänzlich heilbar es eher nicht.
Oft wird einem von Therapeuten gesagt, du musst dies oder das tun, um bindungssicher zu werden, du musst dich selber lieben und du bist für dich verantwortlich, mach dich nicht abhängig von anderen- das ist alles schnell dahergesagt....wie soll das jemand umsetzen, der von Kindes an nie sein durfte, wie er ist, von den eigenen Eltern in seiner Entwicklung behindert wurde und kaum Selbstbewusstsein entwickelt hat?

Es findet sich vielleicht irgendwann ein Partner, der mit den Verhaltensweisen des Bindungsängstlers umgehen kann, aber das würde ich als einen langen Weg bezeichnen.

Beim Bindunsgängstler sind der emotionale Rückzug, das Fremdflirten und Freundschaft_plus häufige Syptome. Sie sind wenig loyal gegenüber ihrem Partner . Würden sie ihre tiefen Liebe zum Partner wirklich zulassen, machen sie sich auch verletzlich und könnten damit erneut tief enttäuscht werden. Dafür schützen sich Bindungsängstler und gehen daher nur oberflächliche Bindungen ein. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen....
 
  • #9
Es sieht fast so aus, als ob wenn frau über ü 40 ist, nur noch beziehungänstliche Männer oder Frauen unterwegs sind.
Nicht beziehungsängstlicher, nur erfahrener. Ich passe genau in die von dir genannte Gruppe: 43 J und nicht mehr an sofort und ohne Wenn und Aber an „Nägel mit Köpfen“ interessiert.

Ja, für mich ist eine Beziehung die gewünschte Form, für F+, Affären und ONS bin ich einfach nicht die Richtige - aber eben anders als mit 25 gehe ich eine Beziehung nicht mehr nach drei Dates, nett essen gehen und ein paar Mal telefonieren ein.

Aus den Gesprächen mit meinen Freunden (m wie w) weiß ich, dass das einige, nicht alle, ähnlich sehen. Um sich auf eine Beziehung einzulassen, muss ich heutzutage den Menschen sehr viel besser kennengelernt haben, als mir das mit Mitte 20 gereicht hätte. Und das ist das Ergebnis meiner Erfahrungen, denn ich weiß um den Trennungsschmerz, wenn es nicht gepasst hat. Also versuche ich erst einmal festzustellen, ob der Mensch wirklich zu mir passt - auch in nicht so schönen Situationen, wie Stress auf der Arbeit, mal weniger Zeit haben, Krankheit und vor allem auch bei Meinungsverschiedenheiten und Streitkultur. Das alles weiß ich nicht nach ein paar Dates.

Bin ich deswegen beziehungsängstlich? Vielleicht, ich glaube aber nicht. Nur eben erfahrener und nicht mehr ganz so uneingeschränkt optimistisch wie in jüngeren Jahren. Ü40 ist eben nicht Ü20, mit beziehungsängstlich und nur die Vorteile einer Beziehung haben wollen hat das aber nichts zu tun.
 
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  • #10
Ich denke, dass jemand in dem Alter mit hoher Wahrscheinlichkeit erstmal schon "DIE" Beziehung hatte. Also eine, an die er die Hoffnung geknüpft hatte, es sei für die Ewigkeit. Und dann hat man sich angestrengt, viele Kompromisse gemacht, sich reingehängt, dass Konflikte geklärt oder still ertragen werden können und sich so richtig verausgabt. Für etwas, das doch scheiterte.

Wenn so ein Hintergrund vorhanden ist, finde ich das Lockerangehenlassen mit Unverbindlichkeit und "ich muss aber in erster Linie auf mich selbst achten" und mit Egoismen normal. Es hat sich ja gezeigt, dass das vorher alles in der Exbeziehung nichts gebracht hat - am Ende war man doch allein. Zurecht, wenn die Beziehung nicht passte. Aber man konnte nicht loslassen, weil man nicht sehen wollte, dass es nicht passte. Loslassen wollte man vielleicht auch nicht wegen der Kinder oder wegen des angeschafften Besitzes oder - ich denke, so ist das auch oft - emotionaler Abhängigkeit, Angst vorm Alleinsein.

Die Erkenntnis, dass die Exbeziehung NICHT umsonst war, WENN man seine Lehren draus zieht, was Passung eines Partners angeht, kommt sicher nicht gleich ein Jahr nach dem Ende der Beziehung.
Zuerst muss auch mal wieder das Bedürfnis da sein, es noch mal mit einem Menschen schaffen zu wollen, dass man es bis ans Lebensende schön mit ihm hat. Und eben dafür selbst was geben muss.
Solange sich Single- und Freisein toll anfühlt und einem noch die Strapazen der Exbeziehung in den Knochen sitzen, wird das nichts. Das ist mE auch keine Frage, wer einem tolles begegnet, sondern welche Einstellung man hat, die sich dann zeigt, sobald ein anderer mit seinen Bedürfnissen ankommt. Ich denke, da geht bei vielen mit Trennungshintergrund gleich die rote Lampe an "ich soll hier schon wieder für die Beziehung und einen anderen Menschen zurückstecken, nee, dann lieber allein".
 
  • #11
Wenn man Kompromisse aus Liebe macht, sind die ganz anders, als wenn man sie macht, weil man Angst hat. Dass die Scheidung kommt, dass der Besitz geteilt wird, dass die Kinder unglücklich werden, dass man doof dasteht vor anderen, dass man selbst im Leben gescheitert ist, ...
Ich glaube, das alles ist in dieser ersten, wirklich ernsten Beziehung zu finden, die ich als "DIE" Beziehung oben bezeichnet habe.

Man will erstmal alles Schöne abgreifen in einer nächsten Beziehung, ohne sich wieder zu irgendwas verpflichten zu müssen. Das ist das "Privilegien einer Beziehung mitnehmen". Der neue andere soll jetzt mal alles ausgleichen, was man in der Exbeziehung gegeben hat, ohne dass man die "Ernte einfahren" konnte (sich umsorgt fühlen, die eigenen Bedürfnisse erfüllt bekommen ohne Gegen"leistung").

Es kann sein, dass es sehr viele "nächste Beziehungen" gibt, weil man meint, so ließe sich eine Beziehung führen: Die andere Person ist verbindlich und liebt, man selbst macht sein Ding und hält sie auf Abstand. Und natürlich muss das scheitern, wenn der/die Partner/in sieht, dass sie nur immer liefert. Das klappt übrigens besonders gut mit jungen Menschen, die die Erfahrung der ersten, ernsten "DIE" Beziehung noch nicht machten. Die sind noch "frisch" und geben und geben. Wenn nichts zurückkommt, reden sie und reden und hoffen.

Hm ... Würde ich das Beziehungsangst nennen ... Vielleicht eher Verbindlichkeitsangst. Ich denke, die Frage ist:
Kann man einem Partner Grenzen setzen, ohne Angst, nicht mehr geliebt und verlassen zu werden?
Ich glaube, wenn man so weit ist, ist man bei sich selbst angekommen, weiß besser, was zu einem passt, kann Freiheiten geben und fordern, ohne dass das Gefühl der verbindlichen Liebe weggeht bei einem selbst und bei einem Partner. Und der wird besser zu einem passen als der/die Ex.

Es gibt bestimmt auch andere Szenarien, die mir jetzt nicht einfallen. Einer, der NIE eine lange Beziehung hatte, hat vielleicht noch ganz andere Probleme.
Es gibt auch viele, die nach der ersten, richtig verbindlichen Beziehung mit allem drum und dran unbedingt wieder in eine neue verbindliche Beziehung wollen. Aber die sind ja nicht so, wie Du im Eingangspost beschrieben hast. Die wollen wirklich wieder eine richtige Partnerschaft, in der sie selbst auch geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #12
Es gibt imho zwei wesentliche Aspekte hierfür:

1. Wer ist im 4x Alter auf dem Singlemarkt?

Natürlich nicht die jenigen, die als Teenager, oder im 2x Alter ihre Lebensbeziehung fanden, die immer noch anhält und die daher keine schlechten Erfahrungen mit Beziehungen zum anderen Geschlcht gemacht haben. Vielmehr sind im 4x Alter Pesonen auf dem Singlemarkt zu finden, die schon ein Sammelsorium von Beziehungen und Beziehungsformen hinter sich haben!

2. Bestimmte Beziehungen sind ab dem 4x Alter durch, bzw. nicht mehr neu umsetzbar

Für mich kommt eine feste Beziehung, mit gemeinsamer Adresse etc, nur in Frage, falls schon Kinder vorhanden sind (auch erwachsene) UND ein Kinderwunsch noch umsetzbar ist, oder eben, wenn wir BEIDE gänzlich kinderlos sind!

Mit Frauen, die entweder noch Kinder im Haushalt haben, oder wo erwachsene Kinder plus Schwiegerkinder und plus Enkelkinder in diesem Hauhalt zeitweise anwesend sind und die immer auch Erbansprüche auf eine Eigentumsimmobilie haben, werde ich mir keine Adresse teilen und auch nicht in eine gemeinsame Immobilie investieren!

Natürlich liegt in der Natur der Sache, dass so eine Beziehung, ohne gemeinsames Wohnen, immer deutlich loser ist und schneller beendet werden kann!

Die Option auf etwas Festes haben jüngere Frauen, im gebärfähigen Alter, oder kinderlose Frauen in meinem Alter!

V.m50
 
  • #13
Es sieht fast so aus, als ob wenn frau über ü 40 ist, nur noch beziehungänstliche Männer oder Frauen unterwegs sind. Alle Privilegien einer beziehung mitnehmen ,sich aber nicht festlegen und binden wollen. das ist meine Erfahrung. Wie seht Ihr das ?
Ich lese Deinen Text so, dass Du selbst Dich nicht mal auf Männer oder Frauen festlegen kannst...

Diese ganze "Beziehungsängstlichkeit" halte ich oft für eine Ausrede. Gemeint ist: "Ich möchte mit Dir keine Beziehung oder ich möchte nicht die Art Beziehung die Du Dir vorstellst". Es ist aber bequemer, die "Schuld" auf ein Defizit des Gegenübers zu schieben.
Es gibt eben Menschen, die möchten nach einer Woche sofort zusammenziehen und heiraten, für andere ist alles ohne das Ziel Ehe sowieso unverbindlich, wieder andere legen keinen Wert auf äußere "Verbindlichkeit" oder möchten gar nicht verbindlich sein.

Festzuhalten bleibt: Du findest keine Partnerin oder keinen Partner, die oder der die von Dir gewünschte Form von Beziehung mit Dir möchten. Sicher gibt es, hier im Forum ja auch, Menschen, für die eine Beziehung generell unvorstellbar ist, aber ich denke, das ist die Minderheit. Natürlich sind aber ü40 Beziehungen auch allgemein unverbindlicher, weil das Thema Familie, das ja sonst doch erheblich enger bindet, für die meisten durch ist und die dann ganz froh sind, wenn eine Beziehung etwas mehr Freiheit lässt.
 
  • #14
Beziehung ist nicht mehr möglich. Als Frau in diesem Kulturkreis kann man Geld sparen und verdienen, selbst bei Arbeitslosigkeit ist man abgesichert.

Da stelle ich mich doch nicht hin wie ein Hascherl und ertrage einen Kerl und seinen TV.
Ich wasche denen auch keine Wäsche, das machen die doch für mich auch nicht.
Ich koche nicht und räume niemals deren Dreck weg.

In meiner Wohnung hat keiner was zu suchen.

Finde mal einen vernünftigen Typen im Erwachsenenalter, wenigstens Realschula bschlusss und Vollzeitgehalt, ohne Schulden, ohne Kinder, ohne TV und ohne Drogen - Alkoholprobleme.... mit Haaren auf dem Kopf, schlank und minimum 1.90m.

Amen.
 
  • #15
Alle Privilegien einer beziehung mitnehmen ,sich aber nicht festlegen und binden wollen.
Was gibt eine Beziehung für Privilegien?

Beziehungen übrigens gibt es vieler Art. Zu meinen Nachbar*innen, Kolleg*innen, Auftraggeber*innen.

Ansonsten habe ich eine Partnerschaft, Partner - aber Privilegien habe ich damit keine.
Wir haben eine gemeinsame Definition, wie wir Partnerschaft sehen, und wie wir sie gestalten wollen. Aber immer absolut freiwillig.

Solche Pauschalurteile kann man aufstellen, es ist aber Deine Wahrnehmung.
Mit sich hier die Frage - ALLE? Was ist dann mit Dir?

Beziehungsängstlich? Nun, wenn der/die Gegenüber mit Privilegien kommt, die einzuräumen seien?

Ängstlich, diese Erfahrung kann ich nicht bestätigen.
Vorsichtig bzw. bewusster- weil man sich selbst besser kennt, weiß was man will, und auch realisiert, dass man sich selbst genauso wenig grundlegend verändern will, wie man es vom anderen erwartet.

Und trotzdem gibt es hier regelmäßig die Fragen durch alle Altersklassen durch, wo man sich fragt, warum man sich sowas antut.

Ich würde bei einem Mann, der so eine Behauptung in den Raum stellt, den Rückzug antreten - und damit für ihn diese Behauptung bestätigen.
Für mich wäre es nur die Bestätigung, dass ich gute Antennen habe...

Grundbedingung für Partnerschaft - Offenheit, positive Lebenseinstellung.
Sorry, FS, vermisse ich bei Dir hier sehr.

W, 50
 
  • #16
Ich bin unterschiedlich "schwierigen Typen begegnet und bin in Bezug auf Ängstlicher auch ein Bisschen mit dabei.

Bei den Ängstlichen sehe ich weniger die "Rosinenpicker"...die sind vorsichtiger und versuchen sich eher emotional zu schützen...gehen auf Distanz

Dann die, die eigentlich genau wissen, dass sie gar nicht planen eine feste Beziehung einzugehen aber erstmal tun als ob....damit sie ein paar Rosinen mitnehmen können. Und ziehen sich nachher mit der Ausrede: ich glaub ich bin noch nicht soweit zurück

Und dann die Rosinenpicker die meinen sie möchten eine Beziehung aber unter der Überschrift: Für mich soll es rote Rosen regnen
Die haben schon meist eine sehr lange Beziehung hinter sich, oft mit Kindern und genießen jetzt ihre Freiräume....
Kinder sind gross und jetzt geht's wieder los und zwar mit viel Zeit für: das Hobby und aus den Zwängen geflohen.
Und die Beziehung fehlt dann, wenn man mal nichts vor hat zb abends.
Die wollen eine aber die muss sich völlig anpassen, auf Abruf sein und nichts erwarten.
Das das so selten funktioniert ist nicht bewusst

Aber immer noch sind nicht alle so, nur der gute Rest unter den freien, den sucht man länger
 
  • #17
Ich komme gerade von einem Date zurück.
Bis Weihnachten ist ja noch Zeit. Der Mann, über 60, geschieden mit 4 erwachsenen Kindern meint, Weihnachten geht nichts. weil er mit der Exfrau , seit 20 Jahren geschieden, und Familie die ganzen Feiertage feiert.
Ich fliege normalerweise über die Weihnachtstage weg. DiesesJjahr habe ich noch nichts gebucht. Wegen der pandemie.
Aber : von seinen Kindern ist das Jüngste 33 , Einer ist schon Opa.
Der Mann ist mir zu familienafin. Ich habe auch erwachsene Kinder und ein liebevolles und gutes Verhältnis.
Aber das mit dem Mann ist mmir zuviel. Weil auch noch das Schwärmen über die Ex dazukommt.

Ich habe mich dann nach 1 Stunde verabschiedet.
 
  • #18
Ich lese Deinen Text so, dass Du selbst Dich nicht mal auf Männer oder Frauen festlegen kannst...
Ich schreibe auch oft Menschen oder Frauen UND Männer obwohl ich eindeutig partnerschaftlich und sexuell auf Frauen festgelegt bin.

Ich versuche mich damit dem hier oft aufpoppenden Lagerdenken entgegen zu stellen, dass z.B. immer das eigene Geschlecht die Guten und das andere Geschlecht die Bösen sind. Vielleicht gilt das für die FS auch (?)

Alternativ könnte ich es natürlich auch so schreiben

Beziehungen übrigens gibt es vieler Art. Zu meinen Nachbar*innen, Kolleg*innen, Auftraggeber*innen.
Als eher naturwissenschaftlich orientierter Mensch lehne ich aber die Ideologie hinter diese Schreibweise ab und bin ausserdem der Meinung, dass diese Schreibweise, wenn sie sich durchsetzen würde unsere Sprache unproduktiv verkompliziert und Menschen mit Sehbehinderung diskriminiert.

Ich teile aber der Meinung, dass jeder zwischenmenschliche Kontakt so auch Freundschaft oder eine Affäre eine Beziehung ist.

Hier im Forum geht es aber oft um das Konflikt der Definition, Abstufungen und Alternativen von und zu (Nicht)Partnerschaft.

Ich bin aber auch der Meinung, dass sich der Pool von Teilnehmern an Datingportalen o.ä. primär aus den Reihen der Menschen mit problematischen Beziehungsverhalten speist. Die Chance über so eine Börse solche Menschen zu treffen ist daher hoch.

Das letzte Beispiel der FS passte. Gegenüber so einer Person wäre ich auch auf Abstand gegangen.
 
  • #19
Ich war 7 Jahre mit einem zusammen, der unter Beziehungsangst leidet. Erst habe ich gelacht, weil ich's nicht verstanden habe, mich danach aber damit beschäftigt. Lest mal das Buch "Jeder ist beziehungsfähig". Beziehungsängstige suchen und brauchen auch die Nähe, können aber mit zuviel davon einfach nicht leben. Sie flüchten dann aus dieser Beziehung bzw. ziehen sich durch Distanz immer mehr raus., weil sie Ihre Autonomie in Gefahr sehen. Das wichtigste, wenn man solch einen Menschen liebt, ist von Anfang an reden und demjenigen klar machen, dass man durch Beziehung/Partnerschaft nichts von seiner Autonomie einbüßen muss.
 
  • #20
Es sieht fast so aus, als ob wenn frau über ü 40 ist, nur noch beziehungänstliche Männer oder Frauen unterwegs sind. Alle Privilegien einer beziehung mitnehmen ,sich aber nicht festlegen und binden wollen. das ist meine Erfahrung. Wie seht Ihr das ?
Also ich bin noch nicht ganz ü40, von daher kann ich kein klares Urteil abgeben, wie "die Männer" dann wohl sein werden, wenn ich so alt bin.
Aber ich nehme mal an, sie ticken ähnlich, wie ich inzwischen. Vorsichtiger, nachdenklicher.
Es wäre doch gar nicht machbar, so unbefangen zu sein wie in den Zwanzigern. Oder doch? Wenn ja, kann mir jemand die Anleitung dazu schicken, wie das geht?
Inzwischen hat man sich doch vermutlich einen Freundeskreis, eine berufliche Laufbahn, eine Bindung zu einem Ort, mehrere Hobbies, Ehrenamt, Haustiere, evtl. Kinder zugelegt. Gleichzeitig gab es vielleicht die ersten beruflichen oder privaten Misserfolge, zeigen sich hier und da Gesundheitsprobleme oder Schicksalsschläge.
Man muss mehr unter einen Hut bringen und eine Partnerin muss viel "passgenauer" zum eigenen Leben und zur eigenen Persönlichkeit sein, als im undefinierten Chaos der Ausbildungs-/Berufsbeginnsjahre.
Zudem finde ich den Begriff "Bindungsangst" schwierig. Er suggeriert ein psychisches Problem. Vielleicht hat der Betreffende ja gar keine Angst, sondern lediglich keine Lust, Motivation sich zu binden. Dies könnte ja auch andere Gründe haben.
 
  • #21
Da bist du aber sehr selektiv unterwegs. Ich behaupte, Beziehungsangst ist keine Frage des Alters, sondern ausschließlich eine Frage der Persönlichkeit und der Biografie. Emotional intelligente Menschen führen mit 20, 40, 60 und 80 gesunde Beziehungen. Menschen mit emotionalen Defiziten gelingt das in allen Altersklassen nicht.
 
  • #22
Beim Bindunsgängstler sind der emotionale Rückzug, das Fremdflirten und Freundschaft_plus häufige Syptome. Sie sind wenig loyal gegenüber ihrem Partner . Würden sie ihre tiefen Liebe zum Partner wirklich zulassen, machen sie sich auch verletzlich und könnten damit erneut tief enttäuscht werden. Dafür schützen sich Bindungsängstler und gehen daher nur oberflächliche Bindungen ein. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen....
Ich möchte deinen Beitrag voll umfänglich unterschreiben. Das ist exakt auch meine Erfahrung. Und auch was du über die statistische Wahrscheinlichkeit schreibst, ist meines Erachtens vollkommen richtig. Zumindest in der Tendenz finden sich auf den Dating-Plattformen Ü40 die Bindungsängstlichen und die Bindungsbedürftigen - bei manchen Plattformen noch mehr als auf anderen - und weniger die Bindungssicheren, denn die sind längst (wieder) gebunden.

w56
 
  • #23
FS,

Ich habe eine lange Partnerschaft hinter mir, zwei wunderbare Kinder und erfüllende Hobbies, bin gesundheitlich, beruflich und finanziell zufrieden, wohne und lebe genauso wie gewünscht, koche, putze und wasche selber und habe da noch ein paar persönliche Baustellen in Arbeit.

Zu welcher Art von Beziehung rätst Du mir?
Wann wäre ich beziehungsängstlich?

Ich finde, ich beziehe genauso viel und zu wem wie ich möchte und zu mir passt und lade sehr gerne dazu ein, mit und bei mir zu sein. Es könnte sein, dass Dir das nicht reichen würde. Dein Beispiel finde ich selbstredend. Hast Du mehr zu bieten?

M51
 
  • #24
Ich denke, dass jemand in dem Alter mit hoher Wahrscheinlichkeit erstmal schon "DIE" Beziehung hatte. Also eine, an die er die Hoffnung geknüpft hatte, es sei für die Ewigkeit. Und dann hat man sich angestrengt, viele Kompromisse gemacht, sich reingehängt, dass Konflikte geklärt oder still ertragen werden können und sich so richtig verausgabt. Für etwas, das doch scheiterte.
...
Liebe Void,

ich danke dir für diese Zeilen. Noch immer knabbere ich an einer Kennenlernphase, in welcher ich nicht verstand, warum der Mann auf der einen Seite interessiert an mir zu sein schien, aber auf der anderen Seite den hintern nicht hoch bekam und sich einfach kein natürliches Geben und Nehmen einstellte. Beziehungsängstlich empfand ich den Mann nicht. Aber deine Zeilen treffen wohl den Kern und beschreiben die Krux. Vielen, vielen Dank für diese weisen Worte. Ich lese dich sehr gern!

An die FS: ich bin da ganz bei Void. Nicht alle Menschen sind beziehungsängstlich. Oftmals hemmt sie etwas aus der Vergangenheit. Ist dies überwunden (meist nur aus eigener Kraft möglich), sind sie wieder annähernd so bindungsfähig wie zuvor. Manchmal passt eine Beziehung nicht zur Lebensphase. Leider merken das die scheinbar beziehungsängstlichen Personen nicht gleich. Auch gibt es Menschen, welche sich gerne wieder binden wollen, aber aus den falschen Motiven. Sie suchen dann einfach irgendwen und spüren schnell, dass es eigentlich nicht passt. Dann beginnt der Rückzug. Bis dahin hatten sie aber Zärtlichkeiten, Sex und Aufmerksamkeit getankt. Das gibt ihnen Kraft und Zuversicht. Beim nächsten potentiellen Partner schauen sie dann doch genauer hin, ob es denn tatsächlich passt. Und oh Wunder... dann stürzen sie sich auch voll rein. Ich denke, das ist ein möglicher Mechanismus dafür, dass es mit der Nächsten oder dem Nächsten plötzlich bis zum Traualtar geht, aber eben mit der kurzen, eher unverbindlichen Geschichte eher nicht.
 
  • #25
... Familie die ganzen Feiertage feiert.
Ich fliege normalerweise über die Weihnachtstage weg. DiesesJjahr habe ich noch nichts gebucht. Wegen der pandemie.
Würde ich schon als Beziehungsangst sehen, wenn jemand auf Wegfliegen an Weihnachten so viel Wert legt, dass sie dann lieber auf eine Beziehung verzichtet. Was wirst Du gegen Deine Beziehungsangst tun?
Ich finde es schon bedenklich, wenn jemand eine Beziehungsanbahnung abbricht, weil der andere drei Tage im Jahr mit seiner Familie feiert. Noch dazu, wo doch Weihnachten nun eigentlich fernab vom ursprünglichen Sinn immer noch ein Familienfest ist.
Ich denke aber, das hat auch, wie oben geschrieben, weniger mit Beziehungsangst zu tun. Es ist Rosinenpickerei. Der nächste passt dann nicht, weil die Kinder im Testament stehen oder er einen Tag die Woche auf die Enkel aufpasst.

Als eher naturwissenschaftlich orientierter Mensch lehne ich aber die Ideologie hinter diese Schreibweise ab und bin ausserdem der Meinung, dass diese Schreibweise, wenn sie sich durchsetzen würde unsere Sprache unproduktiv verkompliziert und Menschen mit Sehbehinderung diskriminiert.
Mir wäre völlig egal, wenn man jeden zweiten Text in der weiblichen Form schreiben würde, aber dieses Geschwurbel finde ich auch für den Lesefluss wenig hilfreich. In meinem Umfeld sind es sowieso nur noch "Kollegierende". Wenn es dann doch mal um Frauen geht, bin ich schon versucht, "Kollegierendinnen" zu schreiben...
Wie man dann noch die Ganze LBT... (ich kann mir nicht mal die Buchstaben merken)-Gemeinde anspricht, ist mir rätselhaft. Sind Menschen ohne Geschlecht dann sprachlich sächlich?

Wenn Texte nicht mehr verständlich sind (und hier hat ja die FS zu ihrer persönlichen Situation gefragt), dann finde ich das nicht mehr hilfreich. Ich bin auch überzeugt, dass wir nur noch die Sprache verhuntzen und nichts mehr erreichen. Nicht nur da. PoC ist auch so eine Pauschalbeschreibung, die als inhaltsleere Abkürzung die Sprache neutralisiert.
Leider wird das Problem dann auf die sprachliche Ebene verlagert. Den Menschen hilft das wenig, aber es geht ja um linksgrüne Multikultiideologien und nicht um Menschen.
 
  • #26
Zudem finde ich den Begriff "Bindungsangst" schwierig. Er suggeriert ein psychisches Problem. Vielleicht hat der Betreffende ja gar keine Angst, sondern lediglich keine Lust, Motivation sich zu binden. Dies könnte ja auch andere Gründe haben.
An der Wiederholung von Mustern kann man durchaus feststellen, ob etwas fest psychisch verankert oder "keine Lust" ist. Zum psychischen oder Verhaltens-Problem wird es wenn jemand selbst an dieser Musterwiederholung leidet oder er wiederholt mit seinem Verhalten Leid verbreitet.

Muster wie z.B. ausschließlich und dafür viele Kurzzeitbeziehungen zu haben oder verbindliche Beziehungen generell abzulehnen wird unabhängig von tieferen Hintergründen oft mit "keine Lust", Freiheitsdrang "erklärt".

Unabhängig von Ihrer Bewertung sind solche Einstellungen aber größtenteils der Kindheit geprägt wurden.

Eine besonders wesentliche Prägung für das Beziehungsleben eines jeden Menschens ist sein Beziehungsstil. Aus diesem ergeben sich auch Bewertungen, Begründungen und Entscheidungen bezüglich einer Beziehungs(nicht)Gestaltung.

Es geht daher zunächst nicht um psychische Probleme aber um psychische Ursachen. Da psychisch aber mit einem Taboo belegt ist empfinden Menschen das Ansprechen psychischer Ursachen als Übergriff.

Wer mit seinem Beziehungsstil zufrieden ist, sieht ein psychologisieren dieses Stils als Belästigung und versuchten Eingriff in seine Lebensgestaltung an.

Hier sind aber oft Konflikte die sich aus dem Zusammentreffen verschiedener Beziehungsstile ergeben das Thema. Daraus ergeben sich dann auch entsprechende Konflikte zwischen Kommentartoren mit unterschiedlicher Prägung bzw. Modifikation ihrer Prägung, denn die die sich ihrer Prägung bewusst sind haben die Chance aus ihrer Sicht schwierige Aspekte umzugestalten.
 
  • #27
Es wäre doch gar nicht machbar, so unbefangen zu sein wie in den Zwanzigern. Oder doch? Wenn ja, kann mir jemand die Anleitung dazu schicken, wie das geht?
Doch Annie, das geht.
Klar sind manche Voraussetzungen etwas verändert - dafür sind auch die Möglichkeiten ganz anders.
Ich habs auch sehr spät gelernt ..... anstatt das zu tun, was uns im Beruf wertvoll macht, nämlich Fehler zu finden und auszuschliessen, Fehler zu vermeiden und immer 5 Pläne in petto zu haben ........
... das Gute sehen, Gelassenheit anstreben, jemandem seinen Platz einfach zu schenken, ein gewisses Grundvertrauen zu investieren und die Möglichkeiten nutzen um Zufriedenheit zu erlangen ......
Ganz persönliche Beispiele
Ich habe eine wunderbärliche Freundin , sie ist hübsch, intelligent, sympatisch und meist von heiterer Wesensart. Sie bereichert mein Leben und fasziniert mich .......
Ich sehe kleine "Merkwürdigkeiten" mit Gelassenheit, frage mich, ob mich das wirklich stören müsste und einen Streit wert wäre ... als Beispiel: Egal wie toll der Sommertag ist, V hat die Befürchtung, es könne kühl werden. Früher hätte ich diskutiert, heute lege ich ihren Anorak mit einem Grinsen in den Kofferraum. Sie ist zufrieden ... und ich auch.
Wir beide haben uns jeweils den Platz im Leben geschenkt - ohne all unserer Erfahrungen stets dazu zu nutzen um Genau das zu verhindern ....
Wir vertrauen uns .... kein Spionieren, keine Geldzählerei, keine Begründungen liefern müssen, das Prinzip heisst freiwillig und frei gemeinsam .....
Wir nutzen unsere Möglichkeiten, versuchen, Zwänge weitgehend zu vermeiden. Suchen Lösungen anstatt Gründe ... bevor es zum Streit kommt.. Geniessen unsere Zeit und auch die jeweilige Zeit mit Clique, Hobby ......

Versuche, das Paradoxon zu leben - etwas gut zu machen indem man weniger tut. Es liest sich einfach, ist aber sehr schwierig. Und ich muss zugeben - das Ganze ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern mehr das Konzept von V, das wir dann gemeinsam weiterentwickelt haben, damit es auf uns beide passt.
Einfach ist es nicht ..... du kannst es nur, wenn du wirklich willst.
 
  • #28
Der Mann stellt mich im Vorfeld schon 5 Monate vor Weihnachten vor vollendete Tatsachen. Und ich bin der Bindungsängstler ? Nein.
Ihm sind die Ex mit den erwachsenen Kindern, die selbst Enkel haben wichtiger.
Selbstvertsändlich muss ich mir diesen Mann nicht weiter antun. Er betonte im Gespräch mindesten mehr als 10 Mal wie wichtig seine Ex und Anhang sind. Ok. Dann ist das nichts für mich.
 
  • #29
Wenn Texte nicht mehr verständlich sind (und hier hat ja die FS zu ihrer persönlichen Situation gefragt), dann finde ich das nicht mehr hilfreich.
Nun, ich habe es mir angewöhnt.
Und oft antwortet man nicht nur auf die spezielle Frage, wie hier der FS, sondern allgemein.
Die sprachliche Unschärfe bei Beziehung/Partnerschaft kam hier zur Frage dazu. Denn auch eine Affäre, eine F+, etc. ist eine Beziehung.
Die FS meint aber - davon gehe ich aus - von Partnerschaft.

Zu den *
Nachdem das Geschlechterbashing und die Verallgemeinerungen hier durchaus üblich sind - DIE /ALLE FRAUEN BZW. MÄNNER - ist mir die Betonung, dass es beide Geschlechter betrifft, sehr recht.
Wenn es nicht mehr lesbar ist, lasse ich es.

Meistens geht es doch um den individuellen Menschen, und individuelle Fragen.

W, 50
 
  • #30
Ich verstehe die Aufregung nicht, liebe Fs.

Du hattest ein Date.

Du erzählst, dass Du Weihnachten immer wegfliegst. Er erzählt, dass er Weihnachten immer mit seiner Sippe zusammen sitzt.
So weit so gut. Ihr seid beide über die Feiertage aufgeräumt.

Du merkst, dass er Dir noch zuviel von der Ex schwärmt. Du beendest das Date.

Das ist doch alles gut! Das hat nichts mit Beziehungsfähigkeit o.ä. zu tun. Für Dich hat er nicht gepasst.