G

Gast

  • #1

Sind Extremsportler beziehungsfähig?

Ich habe einen attraktiven Mann, 33, getroffen, der mir gut gefällt. Sein Sportpensum stimmt mich aber nachdenklich. Er läuft, fährt Rad, schwimmt, ist im Verein, nimmt an Wettkämpfen teil. Er treibt jeden Tag nach der Arbeit Sport, achtet extrem auf die Ernährung und beschäftigt sich sehr intensiv mit diesem Thema.
Ich bin zwar auch durchaus sportlich, aber ich habe noch viele anderen Interessen und treibe Sport nicht so verbissen, wie er. Er will absolut an seine Grenzen.
Mir ist auch aufgefallen, dass er eigentlich nur über sein Sport spricht, andere Themen kommen kaum vor.
Ich hab nicht den Eindruck, dass er zeitlich eine Beziehung, neben seiner Arbeit und dem Sport, eingehen kann. Es hat definitiv Schwierigkeiten gehabt, mich öfter in der Woche zu treffen. Meist hat er mich mit Mails und Nachrichten vertröstet, unsere Treffen waren sehr selten und fanden höchstens(!) einmal in der Woche statt. Ich glaube auch nicht, dass er weniger Sport treiben könnte, da er das für sein Wohlbefinden braucht, seine Worte.
Ich habe mich gegen diesen Mann entschieden, obwohl ich ihn sehr sympathisch fand.

Ich Frage mich trotzdem, ob solche Männer überhaupt beziehungsfähig sind. Ich habe einige Freunde von ihm kennengelernt. Alle waren ebenso sportlich unterwegs und alle Single. Es reichte allenfalls für Affären.

Was meint ihr dazu?

w,29
 
G

Gast

  • #2
Ich glaube sie sind beziehungsfähig - allerdings nur mit "Ihresgleichen". Wenn jemand so exzessiv ein Hobby (vor allem Sport und den damit verbundenen Ernährungsgewohnheiten) betreibt, hat er ein arges Selbstwertproblem. Er kann sich nur sicher und gut fühlen, wenn er seinen Körper im Griff hat und sich über ihn definieren kann.

Diese Erfahrung habe ich leidvoll bei meinem Ex machen dürfen.

w
 
G

Gast

  • #3
Liebe FS,

dazu gibt es sicherlich viele verschiedene Meinungen, Erfahrungen

Meine wäre diese:
aus meiner Erfahrung sind Extremsportler Menschen, die Sport brauchen, um sich zu verwirklichen. Jene Menschen können sich dadurch spüren, haben sich das irgendwann mal angeeignet um den Kopf frei zu kriegen, über die eigenen Grenzen zu gehen, Wettkampfdenken, was auch immer

Sehr gerne würde ich mich mal vom Gegenteil überzeugen lassen, aber in den letzten Jahren habe ich viele jener Menschen kennengelernt (berufsbedingt)
Ausnahmslos alle sind Single, bzw. in oberflächlichen "Beziehungen"

Tja, wie gesagt, ich mag Schubladendenken normalerweise nicht, aber ich würde sagen, Du hast richtig gehandelt.

Entweder Du machst als Partnerin alles mit, das beginnt bei Ernährung und endet beim Trainingsplan.

Oder Du gestaltest Dein Leben nach Deinen Wünschen und es gibt ja auch noch Menschen, die Sport in normalem Mass betreiben.

Ich war mal mit so jemandem 2 Jahre zusammen. Nach der Trennung brauchte ich mal 1 Jahr, um mich zu erholen :)
Heute bin ich sehr glücklich in einer ganz normalen Partnerschaft, in der sich Sport ganz leicht in den Alltag integriert. Genuss und Lebendigkeit steht noch immer an erster Stelle.

w/44
 
G

Gast

  • #4
ich hatte vor 10 Jahren auch so eine Phase.

Es gibt ein klares Schwarz- und Weiß- Denken: Alles was man macht, dient dem sportlichen Erfolg oder nicht. Je nachdem wird es eingeordnet - eingeschlossen Sex, Zärtlichkeit ... und was ist Liebe ?

Bei mir nahm die Sportintensität deutlich ab - mache heut nur noch ca. 1/3 von dem damaligen Pensum (nur Laufen); heut hab ich keinen sportlichen Ehrgeiz mehr, hab zugenommen, laufe aber ab und an mal 20 - 30 km ... ich denk, bis er sich wieder eintickt, dauert es so 3 - 5 Jahre.

Aber es geht auch, eine Beziehung zu führen, einen Haushalt mit Mann und zwei Kindern zu haben und ab und an mal in Hawaii den Triathlon zu machen - ich erleb es bei einer Bekannten; nur ist es bei denen so, daß er das auch mal gemacht hat und so das Verständnis mitbringt.
 
G

Gast

  • #5
Er treibt jeden Tag nach der Arbeit Sport, achtet extrem auf die Ernährung und beschäftigt sich sehr intensiv mit diesem Thema.
Erinnert mich an Frauen, die ein Pferd haben und sich vegan ernähren. Solche zeitintensiven Hobbies muss man als Partnerin oder Partner akzeptieren können oder aber mitmachen. Im Bekanntenkreis habe ich auch einen Extremsportler, der hat das sogar zum Beruf gemacht. Seine Freundin treibt auch viel Sport, seit sie ihn kennt, Urlaube orientieren sich daran und der Alltag auch. Es geht seit 10 Jahren gut.

m48
 
G

Gast

  • #6
Hallo FS

Also eines dürfte unumstritten sein.. Extremsport brauch extrem viel Zeit..

Eine gute Beziehung brauch jedoch auch viel Zeit und vorallem Gemeinsamkeiten und Pflege..

Mal so nebenbei eine Beziehung aufbauen ist sehr schwer ..

Dieses Problem zeigt sich bei den meisten Menschen die viel Zeit mit Ihrem Beruf oder Ihrem Hobby zubringen. Da sind auch die Singlezahlen sehr hoch und meitens hat man dann als Ersatz hin und wieder Bettgeschichten.



Der Tag hat 24 Std.

m48
 
G

Gast

  • #7
FYI: Roger Federer ist verheiratet mit Kindern und war dieses Jahr im Endspiel von Wimbledon. M46
 
G

Gast

  • #8
Also ich war selber mehrere Jahre Leistungssportler und habe 8 mal die Woche (ja ich weiß, die Woche hat nur 7 Tage...) trainiert. Trotzdem hatte ich in der Zeit eine glückliche Beziehung. Es ist also prinzipiell möglich, erfordert allerdings von beiden Seiten den Willen dazu! Und natürlich ist klar, dass man dann weniger Zeit für einander hat, als wenn man den Sport weniger intensiv betriebe. Viel wichtiger sind doch eher die Prioritäten dabei: Wenn er nur über Sport reden kann, ist er dann wirklich interessant für dich? Ist er wirklich bereit, eine zweite Priorität neben seinem Sport zu dulden?
 
G

Gast

  • #9
Doch das kann funktionieren, wenn man sehr offen und tolerant ist und selbst eigenen Interessen nachgeht.

Mein Mann betreibt täglich nach der Arbeit Sport und nimmt an Wettkämpfen teil und wir sind schon etwas mehr als vier Jahre zusammen.

w
 
  • #10
Bei Depressionen steht ganz oben auf der Agenda der Ärzte, dass man Sport treiben soll - möglichst draußen und Ausdauersport.

Ich weiß von mindestens einem Mann, der einen schweren depressiven Schub mit Mitte 50 erlitt. Es stellte sich heraus, dass er seit seiner Jugend mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder Schübe hatte, die er durch exzessiven Sport und sonstige Aktivitäten in Schach gehalten hatte.

Leider erinnert mich das Verhalten Deines Verehrers sehr an diese Geschichte. Du hast also völlig richtig entschieden, der Mann sollte sich dringend um die Probleme kümmern, vor denen er wegrennt und radelt und schwimmt.
 
G

Gast

  • #11
Sicher wird der Sport immer eine große Rolle in seinem Leben spielen. Und man müsste dann in Kauf nehmen, dass der Partner weniger Zeit für einen hat. Es muss halt passen. Wenn es für Dich keine Option war, hast Du richtig gehandelt. Ein kleiner Zweifel wird ja nagen, sonst wäre die Frage hier nicht gekommen. Ich hätte damit weniger ein Problem. Ich brauche auch meine Freiräume.

Aber wieso sollten alle Extremsportler generell beziehungsuntauglich sein?
Das lässt sich ja weiterspinnen:
Mann, der selbständig arbeitet: Arbeitet zu viel, hat keine Zeit für den Partner.
Mann im Schichtdienst: Geht auch nicht, muss sich ja dann in meiner Freizeit erholen.
Fernbeziehung: Geht gar nicht, sieht man sich ja auch meistens nur am Wochenende
Irgendein Haar in der Suppe findet man wohl immer.

Nach Deinen Schilderungen würde ich aber auch sagen, dass von der Seite des Mannes kein großes Interesse an einer festen Beziehung mit Dir bestand. Treffen wurden abgesagt, verschoben.... So richtig nach Verliebtsein hört sich das nicht an.

w, 40
 
G

Gast

  • #12
FYI: Roger Federer ist verheiratet mit Kindern und war dieses Jahr im Endspiel von Wimbledon. M46
Das ist richtig, bei dem Amnn sind Sport und Job identisch. Die Frage der FS zielt auf einen Mann, der einen 40-Stunden-Job hat und trotzdem zusätzlich noch 30 Stunden Sport in der Woche treibt.

Liebe FS,
kann sein, dass der Mann beziehungsfaehig ist. Was nützt es, wenn er keine Zeit für eine Beziehung hat? Ich meine, Du hast Dich richtig entschieden.
 
G

Gast

  • #13
@Gast 6

Federer ist Profisportler. Der "arbeitet" 7-8 Stunden täglich als Sportler.

Wir reden über normale Berufstätige, die in ihrer Freizeit aufs extremste Sport betreiben.

Und da gibt es m.M. nur die Möglichkeit, sich einen anderen "Sportverrückten" zum Partner zu nehmen, der sich auch nur über den Sport, die richtige Ernährung und seinen Fitnesslevel definiert.

Alles andere wird früher oder später in die Brüche gehen.

w
 
G

Gast

  • #14
Ich Frage mich trotzdem, ob solche Männer überhaupt beziehungsfähig sind. Ich habe einige Freunde von ihm kennengelernt. Alle waren ebenso sportlich unterwegs und alle Single. Es reichte allenfalls für Affären.

Hallo FS,

da der Tag nur 24 Stunden hat, liegt es doch wohl auf der Hand, dass irgendwann keine Zeit mehr für Beziehung bleibt, wenn jemand 8 Stunden davon arbeitet, 8 Stunden schläft, 1 Stunde mit Haushalt / Finanzen / Einkaufen verbringt, mindestens 2-3 Stunden täglich trainiert und sich in den verbleibenden 4 Stunden noch mit Freunden oder Verwandten trifft, Arztbesuche macht, oder aber wenn der Job bzw. das Training noch mehr Zeit beanspruchen als oben veranschlagt.

Wie soll das gehen? Wann will so jemand denn Zeit finden, für Gespräche oder gemeinsame Unternehmungen? Sofern Du nicht selbst Extremsportlerin - im gleichen Segment - bist, kann das schlicht nicht funktionieren. Da gibt es kein wenn und kein aber.

Dasselbe gilt übrigens auch für Worcoholics und alle anderen Formen des exzessiven Hobbyismus. Wem die Selbstentfaltung so wichtig ist - und das zu bewerten, steht uns in einem freien Land sicher nicht zu - der sollte konsequenterweise Single bleiben. Manchen ist das durchaus bewusst; die machen dann auch sehr klare Ansagen und dann heisst es: Take it or leave it! Leider denken viele aber nicht wirklich drüber nach und dann stellt es eben erst allmählich heraus. Dein Ex beispielsweise hätte sich entweder gar nicht erst auf einem Suchportal anmelden oder wenn, dann die Suche von vornherein auf Leute eingrenzen sollen, die zu ihm passen: Also Frauen, die nur eine Affaire suchen bzw. Frauen, die denselben Extremsport betreiben wie er. Das hätte ihm und Dir sicher einiges an Zeit und Energie erspart, die in andere Dates aussichtsreicher investiert erscheint.

Fazit: Ich finde Deine Entscheidung korrekt - und ja: Sympathisch kann der Mann ja dennoch sein. Ist aber wohl eher was für eine gute Freundschaft.
 
G

Gast

  • #15
Ich denke, das ist wie bei allem, was jemand als Leidenschaft betreibt
Ich kannte mal eine Frau, die mit einem Schriftsteller und danach mit einem Opernsänger in einer Beziehung war. Beide hatten nur ihre Ziele im Kopf, der Schriftsteller war dauernd zu "unpassenden" Zeiten inspiriert und sie musste dann die Unternehmungen allein machen, die eigentlich zu zweit geplant waren.

Es gibt Menschen, die haben ein extrem ausgeprägtes Interesse an irgendwas. Und auch wenn man beim Sport dabeisein kann, ist da manchmal sowas wie eine Wand, weil der Mensch sich permanent auf sich und das, was er gerade leisten will, konzentriert. Ich meine, es bringt nichts, neben einem Mann herzuradeln (der sich vielleicht noch beklagt, dass man nicht schnell genug ist), der eigentlich doch nur für sich allein fährt und man sich genauso fühlt, als wäre man gerade allein unterwegs.

Ich selber (w) habe für meine Beziehung auch manche Leidenschaft sausen lassen, damit mehr Gemeinsamkeit da ist. Diese Phasen, in denen ich mich lieber intensiv mit der Malerei beschäftigt hätte (das ist bei mir nicht nur ein Hobby) und in denen ich bestimmte Gefühle hätte ausdrücken können, sind zugunsten einer Partnerschaft ohne große Früchte verflossen und kommen nicht wieder. Klar könnte ich die Bilder immer noch malen, aber der Drang, sich darin auszudrücken, ist weg.

Von daher versteh ich jeden, der eine Leidenschaft hat.
Beim Sport jedoch, bei diesem Fanatismus, kommt es mir manchmal krankhaft vor. Klar macht es Spaß, seinen Körper zu trainieren. Ich muss selber auch aufpassen, dass ich es nicht übertreibe und dem Körper auch seine Ruhephasen gönne. Aber die Frage ist doch, ob das noch gesund ist für einen selber, wenn man so ausartet, dass für nichts anderes mehr Platz im Leben ist. Und, ob nicht irgendwas dahintersteckt (Angst vorm Altwerden, Perfektionismus krankhafter Art usw.) Damit meine ich nicht ein sportliches Hobby, in dem man immer besser wird, sondern diese Sucht nach Aktivität. Klingt auch eher wie eine Flucht vor dem Entspannen oder Loslassen.

Wie es bei dem Freund der FS ist, kann ich nicht beurteilen. Wer an Wettkämpfen teilnimmt und 33 ist, ist ja kein "Opa", der jetzt auf einmal anfängt, ins Fitnessstudio zu gehen und zu trainieren, bis der Arzt kommen muss.
Vielleicht ist es wirklich ein intensives Hobby und für eine Partnerin, die eine intensivere Beziehung möchte, kein geeigneter Partner.
 
G

Gast

  • #16
Hier noch mal der "Roger Federer" Gast. Ist schon klar, dass Roger Federer nicht noch zusätzlich einen 40 Stunden Job hat (wobei er auch nicht 6 Stunden am Tag Tennis trainiert, aber das ist ein anderes Thema)

Nur, die Frage der FS war schon sehr explizit: "Sind Extremsportler beziehungsfähig" Sie hat eben nicht gefragt "sind Menschen, die einen regulären 40 Stunden Job haben und zusätzlich noch 20 Stunden die Woche Ihren Hobbies nachgehen beziehungsfähig". Und der eine macht 20 Stunden Sport, der andere 10 Stunden Fussballfernsehen und 10 Stunden Sport un der andere halt 20 Stunden mit der Partnerin kuscheln und der andere 20 Stunden on Top arbeiten oder auch 20 Stunden mit der Partnerin Salsa tanzen, gibt es alles...

Und das ist genau der Punkt. Ihr Problem hat mit Extremsport rein gar nichts zu tun, das hat was mit Zeitmanagement und Prioritäten zu tun. D.h. auch die abstruse Federer Analogie, der es sich leisten kann in der ersten Klasse Flieger und 5-Sterne Hotel mit Privat Nanni etc. seine Frau mit Kindern dabei zu haben während er im Stadion Tennis "arbeitet".

Auf einem anderen Level, kann halt eine Frau mit Ihrem Partner auch 10 Stunden Fussball schauen oder eben nicht.

Ich wunderer mich immer wieder, dass viele Menschen in diesem Forum ein "Problem" A haben aber eine Frage zu B stellen.

M46
 
G

Gast

  • #17
Ich treibe selbst 6x die Woche Sport (laufen) hinzu kommen Wettkämpfe. Es kann auch mit einem Partner klappen, der selbst keinen Sport macht. Allerdings fehlt hier oft das Verständnis, warum eine Trainingseinheit nicht mal ausgelassen werden kann, oder man nicht am Tag vor dem Wettkampf bis 4 Uhr feiern kann. Mit einem Partner der selbst Sport macht wird das viel leichter und man kann etwas tolles zusammen erleben und Erfolge und Misserfolge zusammen teilen.
W27
 
G

Gast

  • #18
Liebe FS

ich habe es so in Erinnerung dass der Sport bei ihm immer an oberster Stelle kam.
Das ging schon in der Kennenlernphase so los.
Da hatte er einen Sportunfall (beim Vorbereiten für den nächsten Triathlon) und ich kriegte seine schlechte Laune voll mit. Ich bot an ihn zum Sportarzt und zum Spezialisten zu kutschieren, aber Monsieur wollte nicht. Also sahen wir uns nach dem 1. Treffen schon 3 Wochen nicht weil er angeblich immer in die Behandlungen musste und sonst halt 50 h/Woche bei einem renommierten Unternehmen.
Seine Botschaft an mich: die können ohne mich nicht einen Tag auskommen.

Als er endlich wieder Auto fahren konnte haben wir uns wieder gesehen. Aber der Zauber war schon weg, durch seine langen Schilderungen am Telefon was die Ärzte alles meinen.
Er war sehr stolz auf alle die Marathons und Triathlons und erzählte ganze Stunden mit davon. Ich habe heimlich etwas recherchiert weil ich da ahnungslos gewesen war. Aber so richtig gefunden hat sich das nie weil er immer Dates absagte mit der Begründung er wolle mehr schaffen (beim Laufen).
Er hatte einen muskulösen Körper, aber den Kopf eines 11jährigen Jungen.
 
G

Gast

  • #19
Liebe FS,
Ich (w29) habe auch mal so wie du gedacht, aber mittlerweile sehe ich es aus einer anderen positiven Sicht. Es ist doch großartig mal einen tollen Mann zu finden, der so sportlich aktiv, eine tolle Figur hat und so vernünftigt und ernährungsbewusst mit sich und seinem Körper umgeht. Und dazu noch das er überhaupt so eine Leidenschaft (Sport) für sich gefunden hat und mit dieser ehrgeizig und zielstrebig vorgeht. Seine Einstellung teile ich sehr, denn mir geht es ähnlich wie ihm und so einen disziplinierten aufregenden Mann kann man sich nur wünschen.

Das verstehen allerdings eher Menschen, die ebenfalls eine solche Leidenschaft haben. Was ist mit dir, für was begeisterst du dich privat?
Anstatt dich zu beschweren das er wenig Zeit hat (wobei 1x die Woche nicht selten ist), lebe du bitte auch dein Leben und konzentriere dich mehr auf dich. Das entscheidende ist nicht wie oft man sich in der Woche sieht, sondern das es regelmäßig voran geht und es entspannt auf sich zukommen lässt...
 
G

Gast

  • #20
Hi,

ich finde aus meiner Sicht für mich passt es eher nicht, also lasse ich ab sobald ich des erfahre.
Einige herrschen dich auch an, das sind ihre "Platzkommandos". Das mag auf dem Sportplatz angehen , aber mich stösst es als Umgangston sehr ab und ich ziehe mich dann zurück. Es gibt sicher Frauen die damit umgehen können.
 
G

Gast

  • #21
Prima wenn jemand so Besessen von seinem Sport und seinen Ernährungsgewohnheiten ist, das es beinahe krankhaft erscheint und sich nur darüber als vollwertiger und aufregender Mensch definiert.

Aber wenn ich meinen "Partner" vielleicht 1x wöchentlich sehe (bei großem Glück) und er mir in dieser wenigen Zeit nur mit Sport und Ernährung in den Ohren liegt, ist das für mich keine Partnerschaft. Ich bin altmodisch und egoistisch und möchte mit meinem Partner auch mal etwas anderes machen als im beim reden und schwadronieren zu zuhören.

Ich denke, eine Beziehung zwischen Vollzeitberufstätigen, die exzessiv täglich Sport betreiben und sonst kein Leben haben, nur funktionieren kann, wenn beide gleich ticken.

w
 
G

Gast

  • #22
Jetzt musste ich herzhaft lachen! Diszipliniert und aufregend schließen sich ja mal definitv aus!
Mit einem Sportler kann man nur zusammen sein, wenn man wenige Ansprüche an eine Partnerschaft hat, selbst in extremem Ausmaß Sport (mit oder ohne Partner) treibt oder extrem leidensfähig ist.

Wenn es dir reicht 1x pro Woche Treffen zu haben, bei denen du dir dann Geschichten über Trainigsfortschritt anhören darfst und Vorträge über Ernährung bekommst und ihn dann beim Sex für seinen tollen Körper loben sollst - dann nur zu! Gähnende, monotone, egozentrische Langeweile: das ist es was ich in zwei Beziehungen mit Sportlern bekommen habe - damals war ich jünger, heute würde ich solchen Mist nicht mehr freiwillig mitmachen, Wenn mie ein mann von Sport erzählt oder im Profil schon 5 Sportarten hat, klicke ich gern weiter und überlasse den adoniskörpwe ohne Zeit anderen Frauen. Mir ist ein Mann normaler Figur und normalem Leben lieber - ich bin nicht der Typ, der dankbar sein will, dass einmal pro Woche Zwit für mkch gemacht wird.
 
G

Gast

  • #23
#18
Also eine Leidenschaft zu haben und seine Ziele ist wichtig. Aber Alles diesem Hobby unterzuordnen, ist mit einer Partnerschaft nicht kompatibel.
1×Woche sich zu treffen ist für den Aufbau einer tiefen Beziehung zu wenig. Es wird keine Beziehung daraus, sondern eine freundschaftliche Affäre. Es ist verständlich, dass das der FS zu wenig ist. Es gibt andere tollen Männer mit schönen Körper und Hobbys, wo aber die Partnerin eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt und sie gerne Zeit mit ihr verbringen.
Was du #18 unter einer Beziehung verstehst, verstehen die Meisten Menschen unter einer netten Affäre, oder Freundschaft plus. Dabei ist es gleichgültig, wie du dieses Modell nennst.
Zu einer Partnerschaft gehört es, dass man zusammen das Leben teilt. Davon kann nicht die Rede sein, wenn man sich so selten sieht.
Das was du hier beschreibt, schreiben die Beziehungsunfähigen, die aus unterschiedlichen Gründen eine intensive Partnerschaft nicht eingehen können.
Was nützt der FS ein ,, toller" Mann, wenn sie kaum eine Rolle in seinem Leben spielt und meist sich nur ein Foto von ihm angucken darf.
 
G

Gast

  • #24
Ich habe, wie du, eine Beziehung mit einem Sportfreak versucht und habe es nach 5 Monaten aufgegeben.
Er war sicherlich körperlich attraktiv, aber das war auch schon im Grunde alles, was man positiv darüber erzählen kann. Ich glaube, dass diese Menschen durchaus Beziehungen eingehen können, aber nur mit ihresgleichen. Sonst sind Probleme vorprogrammiert.
Ich bin ebenfalls, wie du, sportlich und vielseitig interessiert. Er ist aber besessen und hat sich kaum für etwas anderes interessiert, auch wenn er selbst sich ganz anders gesehen hat. Diese Menschen, es gibt auch Frauen, merken es selbst nicht, wie einseitig sie sind.
Die Gründe, warum ich diese Beziehung beendet habe:
- neben seiner Arbeit und dem Sport hat er schlichtweg kaum Zeit für mich gehabt. Sogar am WE war noch Training und Laufgruppe dran.
- ich müsste in sein Trainingsplan reinpassen
- gemütlich Essen zu gehen war schwierig. Ich esse ebenfalls sehr gesund, mache daraus aber keine Religion. Das ständige Kalorienzählen und Gerede über das Essen hat mich genervt.
- ständig stand er vor dem Spiegel und hat nach Problemzonen gesucht.
- nur zwei Themen, sein Trainingsstand, Erfolge und das Essen
-ich sollte ihm ständig für seine Leistungen bewundern. Ständig bekam ich Nachrichten im Stil,...bin gerade....km gelaufen, geraddelt, .....
-Urlaub schwierig, auch im Urlaub muss er sein Pensum abtrainieren.
- wenn er mal nicht trainieren konnte, z.B. wegen Krankheit, war er ungenießbar, total schlecht drauf und niedergeschlagen, am Liebsten allein. Er konnte auf das Training höchstens einen Tag mal verzichten, ohne schlecht drauf zu sein.
- eigentlich schwaches Selbstwertgefühl. Er definiert sich nur über deine Sporterfolge. Wenn das wegfällt, bleibt eigentlich nur ein ,, kleines Würstchen" übrig.
- eine wirkliche Nähe habe ich nie gespürt. Er kreiste nur um sich selbst. Kompromisse sollte im Grunde nur ich machen.
- sein Sport war immer das Wichtigste
Ich habe inzwischen wieder einen Partner und diese Beziehung ist ganz anders und erfüllend. Mein Ex ist immernoch Single und hat allenfalls Affären. Er behauptet, dass ich ihm sein Herz gebrochen habe. Trotzdem ist er nicht bereit aus unserer Beziehung zu lernen und die zukünftigen Beziehungen anders zu gestalten. Frauen sind von ihm erst angetan, laufen aber schnell davon.
Er steht leider aber selbst nicht auf Frauen, die so viel trainieren, wie er. Er selbst bevorzugt Frauen, die zwar schlank und knackig sind, aber noch sehr weiblich. Die meisten weiblichen Sportfreaks sind dagegen eher zu muskulös bis hager und ziehen sich nicht weiblich an.
Die meisten Freunde von ihm, ebenfalls Sportfreaks, haben ähnliche Vorlieben bezüglich der Frauen, hab einige Gesprächen verfolgt, sind daher oft Single. Es gibt viele Frauen, die auch soviel Sport machen, sie sehen nur den meisten entsprechenden Männern dann doch zu unweiblich aus. Daher suchen diese Männer oft vergeblich.
 
G

Gast

  • #25
Ein Kennenlernen ist nur möglich, wenn man sich regelmäßig sieht und Zeit miteinander verbringt.
Einmal in der Woche dauerhaft, wie #18 favorisiert, ist den meisten Menschen dabei zu wenig. In der Phase des Kennenlernens wird auch bereits sichtbar, wie die Beziehung später geführt wird und wie intensiv der Andere im Leben des Partners im positiven Sinne eingebunden wird. Wird also eher ein gemeinsames Leben gelebt, oder macht Jeder für sich und man trifft sich gelegentlich und verbringt ein paar nette Stunden gemeinsam.
Das muss passen. Die Fs hat sich dementsprechend richtig entschieden, da sie ein gemeinsames Leben leben wollte. Trotzdem kann sie dabei noch ihre Hobbys pflegen und ihr eigenes Leben dabei auch haben.
Die meisten Menschen möchten mit ihrem Partner mehr Zeit verbringen und nicht vorwiegend die Beziehung via E-Mails und SMS gestalten.
Es gibt viele tollen Männer, die auch eine innige Beziehung haben wollen. Warum soll die Fs einen zwar muskulösen und disziplinierten Mann nehmen, der aber nie bis selten da ist und für dem sie kaum eine wichtige Rolle spielt.
 
  • #26
Alles was mit dem Wort "extrem" zu tun hat ist mir suspekt, somit auch Extremsportler, denn sie haben charakterlich ein Defizit dass sie damit ausgleichen wollen in dem sie ihrem Körper/Geist ein Limit aussetzen, so auch Kettenraucher, Alkoholiker oder Fanatiker egal welcher Richtung.

Für mich ist das mental krank und da stehe ich voll dahinter.

Ein gutes Mittelmaß in allen Dingen ist völlig in Ordnung.
Sport und Training inkl. gesunder Ernährung ist ohne Zweifel das wichtigste für den Körper.
Ich treibe regelm. Sport ABER es wird mir nicht zur Manie - ca. 3-4 mal die Woche aber nur eine Stunde intensiv, dann geht es nach Hause, stundenlanges Training wäre nie mein Fall, denn das Leben bietet für mich noch anderen Ausgleich vom Stress.

Auch gibt es mal ein paar Tage, wo ich nicht dazu komme, weil ich länger im Büro sein musste, das ist völlig in Ordnung und bringt mich nicht zum Wahnsinn, weil ich nicht zum Sport komme !!

Auch so habe ich meine schlanke Figur erhalten, obwohl die richtige Ernährung noch vor dem Sport kommt.

Umgekehrt geht es mir aber auch mit Menschen, die nichts für sich tun, falsches dauerhaftes Essen, null-Bewegung, all ihrem Körper (für mich ein Tempel) negative Dinge antun, auch eine Art "extrem".

Um Menschen, die kein Limit kennen, egal um was es sich handelt, mach ich einen Bogen.
 
G

Gast

  • #27
Bei allem Respekt, aber was ist an einem diszipliniertem Mann so aufregend? Bei solchen Männern kannst Du die Uhr nach stellen, wann sie was machen, essen, sagen, denken etc.

Aufregend finde ich, wenn jemand spontan ist. Der auch sein Leben genießt und nicht jeden Bissen des Essens analysiert ob es dem Körper auch ja gut tut. Der einfach auch mal neben mir am See sitzt und mit mir träumt ohne schlechtes Gewissen zu haben.

Diese Menschen (ich rede nicht von den Profisportlern, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen) haben ein arges Problem mit ihrem Selbstwertgefühl und müssen daher ihre Komplexe kompensieren. Ähnlich wie bei Magersüchtigen, die ihren Körper aufs extremste kontrollieren um ihre Unzulänglichkeiten zu kompensieren.

Leider musste ich feststellen, das gerade auch solche Extremsportler im Bett alles andere als Spitze sind. Eher unterer Durchschnitt bis na ja, gut das Frau noch Handarbeit leisten kann.

w
 
  • #28
Tennisspieler sind Extremsportler? Darf ich mal laut lachen? Es geht um ganz andere Dimensionen als ein bißchen auf dem Tennisplatz herumzuhampeln. Tennissport ist Leistungssport, aber kein Extremsport.

Wer Extremsport betreibt, hat keinen ernstzunehmenden Bezug zu irgendwas anderem. Dafür sorgt schon das Adrenalin.
 
G

Gast

  • #29
Jetzt musste ich herzhaft lachen! Diszipliniert und aufregend schließen sich ja mal definitv aus!
wieso schließt sich das aus?

ich habe auch so einen Extremsportler kennengelernt. Marathonläufer und Leichtathlet.

Ich bin nicht unsportlich, mache auch mehrmals wöchentlich Sport, aber nur aus Lust an der Freude, als Fitness und ohne jeden Wettkampfgedanken. Gesunde Ernährung ist mir absolut wichtig - das versteht man erst, wennn man den Unterschied in der eigenen Leistungsfähigkeit nach gutem und schlechten Essen mal bewusst wahrnimmt.

Und ehrlich, ich finde diese Disziplin absolut bewundernswert. Es spornt mich selbst an und motiviert mich. Ich denk mir: Wenn er, der 10 j. älter ist als ich, 40 km laufen kann, werd ich mich mal zu meiner kleinen halbstündigen Joggingrunde aufraffen können oder auch mal bei Gegenwind meine 10 km Inlinern schaffen ?

Ich denk, es ist eine Frage der persönlichen Einstellung zum Thema Sport und der eigenen Toleranz und vor allem der eigenen Auslastung mit eigenen Hobbies. Dann will und brauch man den Partner auch nicht permanent neben sich und kann sich mit ihm und für ihn freuen, wenn er glücklich und geschafft vom Training kommt.

Ach ja.. und ein aufregender Mann kann er doch trotzdem sein... das ist einerseits eine Charakterfrage und andererseits... mhhh... so ein Sportlerkörper... da regt sich bei mir einiges mehr als bei einer Schnitzel-Bier-Plautze.

Gerade heute beim Badengehen fiel mir mal wieder auf, wie übergewichtig doch die meisten Menschen sind.
 
G

Gast

  • #30
Also einen Profi-Sportler mit einem Jahresgehalt von mehreren Millionen -Euro als Beispiel zu nehmen ist ja nun mehr als lächerlich..

Bei solchen Gegenleistungen nehmen die meisten Frauen schon mal in Kauf das Sie ihren Partner Wochenlang gar nicht oder nur stundenweise sehen.

Sehr interessant und für jeden der Kinder hat müsste nachvollziehbar sein was da an Bindung zwischen Vater und Kind ensteht.. Aber anscheinen reichen dann schon Fotos von den Medien wo der Papa das Kind auf dem Arm um den Zuschauern zu vermitteln das der kleine den Papa ja so liebt obwohl er kaum zu Hause ist.

Deine Frage FS ist doch sehr leicht zu beantworten.

Es gibt Menschen die brauchen sehr viel und Menschen die brauchen weniger (körperliche) Nähe , Gemeinsamkeiten , Familien zu Ihrem Partner..



Für eine Frau viel Nähe für sich und eventuell ein Familienleben brauch ist die knappe Zeit mit einem Extremsportler wahrscheinlich zu wenig.

Wenn solche Beziehungen scheitern dann meistens aus dem Grund das Frau mit ihren Kindern ständig alleine ist.

Natürlich machen Frauen von Millionären da gerne Ausnahmen und Vergnügen sich anderweitig.

m48.