• #61
Ich habe es schon oft gehört, dass bei vielen Dialekte ein Nogo und abturnend sind. … Wie ist es bei euch. Sind bei euch Dialekte auch ein Nogo?
Hallo @Jochen1,

ich finde Dialekte interessant, doch es ist nun mal so, dass nicht alle einen bestimmten Dialekt verstehen können, was eine Unterhaltung eher schwierig macht.

Ich persönlich möchte und werde auch nicht meinen Dialekt ablegen. Das ist doch ein Zeichen von Heimat und Herkunft.
Da stimme ich dir zu.

Ich spreche ebenfalls gerne meinen Dialekt, allerdings nur, wenn ich in meinem Bundesland (Saarland) bin. Saarländisch ist für "Auswärtige" wirklich schwer verständlich und deshalb bevorzuge ich das Hochdeutsche, einmal aus Rücksicht auf meine Gesprächspartner und zum anderen, weil ich das Hochdeutsche liebe.

Aufgrund einer Sprecherziehung hört man auch keinen Akzent, denn sonst hätte ich nicht als Rundfunksprecherin arbeiten können.

BUT:

Eine Partnersuche vom Dialekt abhängig zu machen oder von einem Partner zu verlangen nur noch Hochdeutsch zu sprechen, halte ich für absurd.

Manche Dialekte sind außerdem echt süß, z.B. schwäbisch oder fränkisch. Selbst Bayern und Nordlichtern höre ich gerne zu, auch wenn ich nicht alles verstehe. Es ist der Klang, der mich amüsiert. Sächsisch war für mich immer ein rotes Tuch, doch seit ich einige sympathische Sachsen kennengelernt habe, kann ich selbst dem Sächsischen etwas abgewinnen ;-)

Es ist, wie du schreibst, ein Zeichen von Heimat und Herkunft, und niemand sollte sich wegen seinem Dialekt schämen oder sich gezwungen sehen ihn abzulegen.
 
  • #62
Von einer pauschalen Negativbewertung von Dialekten halte ich wie gesagt nichts, und einen partnerschaftlich relevanten Aspekt kann ich in der Frage, was für einen Dialekt jemand spricht (bzw. ob jemand überhaupt Dialekt spricht), auch nicht erkennen. Auch ist ein Dialekt nicht per se ein Anzeichen mangelnder Bildung oder einer provinziellen Haltung. Provinziell finde ich vielmehr die norddeutsche Stigmatisierung von Dialekten bzw. deren Verallgemeinerung – wer so denkt, zeigt dadurch nur, dass er/sie seine Komfortzone nie wirklich verlassen hat.

Was mich allerdings stört, ist eine mangelnde Beherrschung der Standardsprache – und damit meine ich nicht einen möglichen "Akzent" (den hat jeder – auch wer Standardsprache spricht; nur ist man sich darüber nicht im Klaren, wenn man den Standard für alleingültig hält), sondern ich meine grobe Grammatik- oder Syntaxfehler. Die Standardsprache hat nun mal Regeln, und an diese hat man sich zu halten, wenn man sicher der Standardsprache bedient, ob es einem passt oder nicht. Eine Partnerin, die mit der Standardsprache "schlampig" umgeht – das würde mich sehr stören.

Siehe z.B. hier:
Weil in dessen Konzept hat es sehr gut gepasst
Die Konjunktion "weil" leitet einen Nebensatz ein und das Verb muss am Ende stehen. So lautet die Regel, und danach hat man sich zu richten. Hier kann man nicht eine andere Meinung haben – hier gibt es nur richtig und falsch. Eine Partnerin, die das nicht einsieht, hätte es schwer mit mir…
 
  • #63
Provinziell finde ich vielmehr die norddeutsche Stigmatisierung von Dialekten bzw. deren Verallgemeinerung –
Bis vor 50 Jahren sind die meisten Norddeutschen zweisprachig aufgewachsen. Zuhause und unter Freunden, häufig auch auf der Arbeit wurde Plattdeutsch gesprochen, in der Schule, in der Kirche und auf dem Amt wurde Hochdeutsch gesprochen. Meine Mutter (80) spricht noch heute mit ihren Schwestern platt.
Und dann mussten wir Hochdeutsch lernen. Lernen ist immer mehr oder weniger Mühe. Wenn man dann als Nordlicht hört, dass sich die Süddeutschen keine Mühe geben Hochdeutsch zu sprechen, dann sind wir eben angepisst.
Ich unterscheide keine Dialekte. Für mich klingt bayrisch wie schwäbisch, wie fränkisch. Ich unterscheide nur zwischen Dialekt und nicht Dialekt.
 
  • #64
Ich finde es diskriminierend, wenn jemand sich für etwas Besseres hält, nur weil er/sie ("reineres") Hochdeutsch spricht (bzw. zu sprechen glaubt) als Dialektsprecher (deren Hochdeutsch ggf. dialektal gefärbt ist).

Besonders peinlich z.B. auch: Wenn Norddeutsche Schweizern zuhören, die Hochdeutsch sprechen, und dann glauben, dies sei nun CH-Dialekt, und dann sind sie stolz, dass sie alles verstanden haben.

Ich unterscheide keine Dialekte. Für mich klingt bayrisch wie schwäbisch, wie fränkisch. Ich unterscheide nur zwischen Dialekt und nicht Dialekt.
Auch dies finde ich eine sehr diskriminierende Haltung, fast schon rassistisch.

Ich plädiere dafür, mit allen Menschen einfach mal probeweise (s)einen Dialekt zu sprechen. Dann kommen Unwissenheit und Vorurteile rasch zum Vorschein!

Und die harten Hochdeutsch-only-Verfechter mögen doch halt mal eine kleine dialektale Konfrontationstherapie in Betracht ziehen. Gestorben ist ab einem Dialekt noch keiner. Im besten Fall befreit man sich von Vorurteilen und erweitert seinen Horizont.
 
  • #65
Mir ist jemand, der Dialekt oder ein dialektal gefärbtes Hochdeutsch spricht, 10x lieber als jemand, der zwar Hochdeutsch akzentfrei beherrscht, jedoch z.B. grobe Grammatik- oder Syntaxfehler macht (s.o. das zitierte Bsp. mit "weil") oder – noch viel schlimmer – jemand, der sich ungepflegt ausdrückt, wie z.B. dieser Ausdruck hier, den ich in einem Forum wie diesem wirklich nicht lesen möchte:
 
  • #66
Ich mag Menschen, die eine als Dialekt erkennbare Aussprache haben, jedoch gebildet und sensibel sind weit mehr als diejenigen, die zwar hochdeutsch sprechen, aber arrogant und grosskotzig rüberkommen. Leider sind viele Dialekte durch Klichees in Misskredit geraten, doch ich denke, man sollte sich aktiv davon distanzieren.
 
  • #67
Das Thema ist zwar schon etwas älter. Vielleicht liest ja noch jemand mit. Ich habe ja geschrieben, dass meine Arbeitskollegin gesagt hat sie würde nie im Leben mit einem Schwaben zusammen kommen. Komischerweise ist sie jetzt schon seit über einem Jahr mit einem Schwaben zusammen. Als ich damals die Frage gestellt habe wusste ich das noch nicht. Ist ja eigentlich auch egal. Habe mich nur gewundert da sie mir was völlig anders erzählt hat. Ich habe mich mit ihm auch schon unterhalten. Er spricht schon einen ziemlichen Dialekt.
 
  • #68
Das Thema ist zwar schon etwas älter. Vielleicht liest ja noch jemand mit. Ich habe ja geschrieben, dass meine Arbeitskollegin gesagt hat sie würde nie im Leben mit einem Schwaben zusammen kommen. Komischerweise ist sie jetzt schon seit über einem Jahr mit einem Schwaben zusammen. Als ich damals die Frage gestellt habe wusste ich das noch nicht. Ist ja eigentlich auch egal. Habe mich nur gewundert da sie mir was völlig anders erzählt hat. Ich habe mich mit ihm auch schon unterhalten. Er spricht schon einen ziemlichen Dialekt.
Hahaha, so spielt das Leben eben. Im Endeffekt denke ich auch, dass kaum jemanden ein Dialekt wirklich abhält, wenn der andere viele positive Eigenschaften hat, die einen anziehen. :) Ist ja irgendwie auch niedlich, wenn das jetzt so gekommen ist. Man gewöhnt sich dann auch an alles.
 
  • #69
dass meine Arbeitskollegin gesagt hat sie würde nie im Leben mit einem Schwaben zusammen kommen. Komischerweise ist sie jetzt schon seit über einem Jahr mit einem Schwaben zusammen
Jochen, danke.

So ist es mit NoGo Listen - die kann man haben, wie Deine Kollegin.
Sie war aber offen - und dann kam der Mensch, der als Gesamtpaket überzeugte.
Selbst mit schwäbischem Dialekt... Muss ein toller Mann sein, um DAS zu kompensieren😉😂

W, 51
 
  • #70
Wie ist es bei euch. Sind bei euch Dialekte auch ein Nogo? Meine bei meiner Frage sowohl Männer als auch Frauen.
Nein, Dialekte sind für mich kein Nogo. Ich selber spreche mit alpinem Dialekt und bin damit in Hamburg ab der ersten Sekunde bestens angekommen: Ich vermute, gerade Hamburger verbinden mit meinem Dialekt Schiferien, Gaudi und Sommerfrische...eben einfach eine gute Zeit und genau das schlägt mir dann oft entgegen, weswegen ich meinen Dialekt sogar als Vorteil empfinde.
 
  • #71
Nein, Dialekte sind für mich kein Nogo. Ich selber spreche mit alpinem Dialekt und bin damit in Hamburg ab der ersten Sekunde bestens angekommen: Ich vermute, gerade Hamburger verbinden mit meinem Dialekt Schiferien, Gaudi und Sommerfrische...eben einfach eine gute Zeit und genau das schlägt mir dann oft entgegen, weswegen ich meinen Dialekt sogar als Vorteil empfinde.
Die Dialekte kommen auch meist gut an. Besonders aus Bayern und Österreich. Diese Dialekte sind ja auch am beliebtesten. Es gibt ja im Fernsehen auch viele Filme und Serien die mit Dialekt sind. Meistens Bayrisch bzw aus Österreich.
 
  • #72
Ich liebe schwäbisch <3...

Du solltest dich nicht verstellen müssen.
Dein Dialekt gehört zu dir und vor allem in entspannten Situationen kommt er sich gerne hervor :)
 
  • #73
Ich habe ja auch schon erwähnt, dass ich natürlich nicht den breitesten Dialekt spreche wenn derjenige ihn nicht versteht oder bzw schlecht Deutsch spricht. Da spreche ich natürlich auch hochdeutsch vor allem zu denjenigen der schlecht deutsch spricht. Natürlich hört man es trotzdem noch etwas raus.
 
  • #74
Guten Tag in die Runde. Ich komme aus Sachsen. Gebürtig. Lebe schon immer hier.
DAS Sächsische gibt es in dem Sinne nicht, worin viele meiner westdeutschen Zeitgenossen eine eklatante Bildungslücke aufweisen. In Nordsachsen spricht man völlig anders, als im Erzgebirge, und es gibt Gegenden wie Elsterwerda, Görlitz, Bautzen, wo man unter anderem schon ein wenig Hochdeutsch begegnet. Außerdem gibt es bei uns auch Sorben, die sprechen einen alten slawischen Dialekt. Da sich das Sächsische hauptsächlich durch eine bestimmte Art der Vokal- und Konsonsanten- Aussprache auszeichnet, folgt dieser Dialekt bis auf sehr seltene Ausnahmen einer korrekten deutschen Grammatik, was allerdings nur jenen auffallen kann, die diese selbst einwandfrei beherrschen.

Wenn also jemand kommt, und meint, er würde niemals mit einem Sachsen..., der hat einfach keine Ahnung oder kennt nicht genug davon. Der gleiche Mechanismus findet ja mit den Ausländern in Sachsen statt. Je weniger es von denen irgendwo gibt, desto größer die Feindlichkeit.
Ich habe ja schon angedeutet, dass mir sächsisch nicht so gefällt. Natürlich kommt es bei jedem Dialekt darauf an wo man her kommt. Ich meine jetzt nicht unbedingt die Bildung. Ich meine ob man jetzt aus einer großen Stadt oder eher in einem kleinen Dorf lebt.

Bei uns ist beispielsweise in Stuttgart der Dialekt nicht so extrem. Geh allerdings mal in ein Dorf auf der schwäbischen Alb. Da ist er wirklich extrem. Ich denke in Sachsen ist es auch so.

Als typisches Beispiel von Sachsen fällt mir da der Maschendrahtzaun ein. Ich denke das kennt fast jeder. Der Dialekt ist wirkl extrem.
 
  • #75
hehe, nee, das sind auch alle anderen. Aber die Vorurteile wirken, glaube ich, wenn einem der Maschendrahtzaun einfällt und wenn ich mal so die allgemeinen Vorurteile gegen Ostdeutsche mit in den Topf tue, die schön geschürt wurden.

Nee, ich bin nicht aus Sachsen und kann weder sächsisch noch thüringisch noch andere Dialekte dieser Gegend, was von den entsprechenden Leuten peinlichst auseinandergehalten wird, vermutlich wie fränkisch und bayerisch, die wo für den gemeinen Hörer auch erstmal nicht unterschieden werden.

Es gibt ja im Fernsehen auch viele Filme und Serien die mit Dialekt sind. Meistens Bayrisch bzw aus Österreich.
'nd i vsteh koam wos.

Das ist einfach nur Mache. Keiner der Dialekte ist schöner oder besser. Man kann nur mit Vorurteilen und Vorlieben rangehen. Ich mag alle, obwohl ich keinen sexy finde außer den von der Küste. Meinen eigenen, den ich natürlich auch nicht spreche bei Geschäftskram oder offiziellen Anlässen, finde ich nicht toll, aber andere Leute mögen auch ihn.
🤷‍♀️ :)

Und Dialekte und Bildung in einen Topf werfen ... Echt? Welche Bundesländer sind vorn bei der Bildung ... Sachsen Bayern Thüringen ...
 
  • #76
Ich denke in Sachsen ist es auch so.

Als typisches Beispiel von Sachsen fällt mir da der Maschendrahtzaun ein. Ich denke das kennt fast jeder. Der Dialekt ist wirkl extrem.
Nein so ist es bei uns eben nicht. Selbstverständlich gibt es in Mittelsachsen ein paar Redewendungen, die man woanders nicht spricht, aber alles in allem sind die Sachsen sehr gut verständlich.
Was du mit dem „Maschendrahtzaun“ (übrigens eine olle Kamelle aus den 90ern/00ern) meinst, ist ein vogtländisch/ erzgebirgischer Dialekt, das ist ein kleines Randgebiet von Sachsen, welches als Extrembeispiel das Klischee befeuert. Aber ich sage ja, die meisten haben keine Ahnung von Sachsen, aber jeder glaubt mitreden zu können.
 
  • #77
fränkisch und bayerisch, die wo für den gemeinen Hörer auch erstmal nicht unterschieden werden.
Liebe Void - es gibt nicht fränkisch, sondern in jedem Nest eigene Varianten.
Gemein haben sie das mit dem weichen P. Dem Beder sei Audo... 😁*

Und bayrisch erst recht nicht - da geht man von oberbayerisch aus. Hier bei mir ist der Lech die Grenze, eine Seite oberbayerisch, die andere allgäuerisch. Deutlich anders.
Beispiele aus der Politik - Aiwanger, Niederbayer, unüberhörbar😬, Söder Franke, Hofreiter Oberbayer...

Ich bin inzwischen multilingual😁 - nachdem ich quer durch Bayern gezogen bin, und dann passiert mir, ungewollt und automatisch - dass ich, wenn ich länger mit jemandem rede, anfange, deren/dessen Klangfärbung zu übernehmen.

W, 51
*(Übersetzung - Peters Auto)
 
  • #78
Siehste, nicht mal da stimmts mit dem Topf, in den man gern alles schmeißen würde ...

Aber Fränkisch und das ... für Fremdhörer typische Bay(e)risch kann ich mittlerweile unterscheiden, eben mit dem weichen D und P, denn ich mag den Pelzig und den Priol, obwohl er ja doch aus Hessen kommt ... Hm. Jedenfalls kenne ich diese weichen Laute und finde sie wohlklingend.

Der Oiwonger ist sprachlich und sicher auch politisch echt eine Marke. Dieses O und O (für A) ist für Fremdhörer wirklich lustig.

Ich habe auch früher den Scheibenwischer mit Bruno Jonas geguckt und Sätze übernommen aus Quatsch und dieses Lied vom heiligen Sankt Florian, dem Wossrküblmo, das beim Test vom Zweikanalton immer lief in den Achtzigern.

Aber mit den Sachsen ist es ja anscheinend genauso. Jede Ecke hat ihre Eigenheiten. Das ist bloß das Schlechtreden und Lustigmachen über den Osten, dass Sächsisch einen schlechten Ruf hat und quasi alle dachten, jeder aus dem Osten würde sächseln, das Sächsisch hätte keine Unterschiede und sei ein Zeichen für Doofheit, die ja dem Osten auch immer unterstellt wurde. weil "sein" System ja unterging. Da wurde ja ernsthaft drüber diskutiert, ob man das Abitur und den Führerschein anerkennen könne :rolleyes: Joa mei ...
 
  • #79
Aber Fränkisch und das ... für Fremdhörer typische Bay(e)risch kann ich mittlerweile unterscheiden
Als “Petersbub“ oder gebürtiger Nürnberger verstehe ich natürlich das Fränkische, Bayrische, Schwäbische sehr gut und man sagte mir in Spanien, dass ich das R sehr gut rollen kann. Das ist ja schon fast spanisch.

Gut in Deutschland hätte ich eher ein Problem mit dem Hamburger Dialekt. Da können ja auch Dänen in Hamburg auf Dänisch mit mir sprechen.

BTW: Zum Christkindlmarkt in Nürnberg gehen kaum noch Nürnberger. Da ist der Markt in Ansbach viel schöner.
 
  • #80
Gut in Deutschland hätte ich eher ein Problem mit dem Hamburger Dialekt.
Was bitte ist 'Hamburger Dialekt'?
Meinst du Plattdeutsch? Auch Niederdeutsch genannt.
Oder meinst du die normale Strassensprache? Das ist Hochdeutsch mit einigen Wörtern aus dem Platt versetzt.
Wer in Hamburg noch richtiges Platt hört, hat viel Glück gehabt. Es gibt noch einige Regionen in Norddeutschland in denen deine Chance auf ein richtiges Platt hoch ist. Ostfriesland zum Beispiel. Platt ist eine eigene Sprache mit einer eigenen Schrift. Zu unterscheiden ist Platt ausserdem vom Friesischen, welches in drei Regionen gesprochen wird: Ostfriesland, Nordfriesland und Friesland in den Niederlanden. Dann gibt es noch Saterfriesisch. Da hört es auch bei mir auf. Ansonsten kann ich ganz gut die regionalen Unterschiede im Platt erkennen.

Da können ja auch Dänen in Hamburg auf Dänisch mit mir sprechen.
Die Dänen sprechen heute zutage Englisch mit dir. Es gibt kaum noch Dänen die Deutsch sprechen. Insbesondere bei den jüngeren Dänen (U40) gibt es nur noch wenige Deutschsprechende. Gesprochenes Dänisch ist für mich schwer zu verstehen, geschriebenes Dänisch verstehe ich meist.

Allerdings habe ich große Probleme süddeutsche (alles jenseits von Osnabrück) Dialekte zu bestimmen. Ich erkenne keinen Unterschied zwischen schwäbisch und bayrisch. Ich war allerdings bestimmt über 25 Jahre nicht mehr in dialektlastigen Gegenden.
 
  • #81
Die Dänen sprechen heute zutage Englisch mit dir.
Ach bei den Dänen bin ich nicht wählerisch.
Sie können mit mir auf Ungarisch, Englisch, Französisch oder Spanisch sprechen. Vielleicht muss ich auch noch Dänisch lernen.

Sagen wir einmal so. Ich war das letzte Mal nördlich der Mainlinie in Deutschland 1988 in Berlin und somit fängt das Ausland schon nach Ffm an. Ich kann mich mit Wiener lockerer unterhalten als mit Berliner. Wenn ich einen Berliner will, dann nur in der Bäckerei.:)
Was schmeckt besser?
Ein Krapfen oder ein Berliner.:)
 
  • #82
Das einzige wo ich mich richtig aufregen kann ist wenn man Vorurteile hat. Schwaben sind ja unbeliebt. Ich weiß nicht an was das liegt. Ich dränge mein Leben oder mein Verhalten niemandem auf. Ich verhalte mich ganz normal.
 
  • #83
Ach Jochen... Jede*r lästert über die /den Anderen. Sachsen, Ostfriesen, Berliner, Franken, Bayern, Schwaben, Hesseköpp, Rheinländer🤪

Nimm es nicht ernst, das sind Neckereien, das gehört dazu. Der eine ist Kölner, der andere aus Düsseldorf...

Du hast Deine Geschichte zu Ende erzählt - und da sieht man, bei aller Neckerei, es geht. Da findet dann auch der Schwabe sein Herzblatt.. Wie Deine Kollegin den Schwaben, Du Deine Frau oder Tom seine V.

W, 51
 
  • #84
Und bayrisch erst recht nicht - da geht man von oberbayerisch aus. Hier bei mir ist der Lech die Grenze, eine Seite oberbayerisch, die andere allgäuerisch. Deutlich anders.
Beispiele aus der Politik - Aiwanger, Niederbayer, unüberhörbar😬, Söder Franke, Hofreiter Oberbayer...
Ja und es gibt auch eine Region in Bayern in der schwäbisch gesprochen wird. Also bis Augsburg. Die Region heißt ja Schwaben. Allgäuerisch ist schon etwas anders. Hat allerdings auch eine gewisse Ähnlichkeit.
 
  • #85
Grins - das Klinsi Deutsch ....
Ich kann mich noch erinnern - erstes Mandat in München. Beim anschliessenden Weisswurstfrühstück wurde mir der "Oachkatzlschwoaf" abverlangt ... ich hab mich mit "oagnem" revanchiert. Für unsere Nordlichter: Schweif des Eichhörnchens ... bzw unangenehm ... bayrisch bzw schwäbisch.
Platt finde ich ganz interessant. Ich spreche es nicht, verstehe es nur sehr rudimentär - aber ich finde es klasse, dass so eine alte Sprache gepflegt wird. Allerdings - das kann wohl kaum ein Hamburger. Der Hamburger Dialekt ist ganz einfach die Arroganz. Ich mag nur die Hamburger zum essen.
Und ich muss so langsam mein Italienisch wieder aufpolieren ... mit schwäbischem Einschlag.
 
  • #86
Ich habe auch den Eindruck, dass Platt so langsam austirbt. Das kann man auch bei jedem Dialekt irgendwie beobachten. Wenn man heutzutage Jugendliche sprechen hört dann spricht kaum noch jemand Dialekt. Bei uns war das früher ganz normal Dialekt zu sprechen.
 
  • #87
Ich finde es diskriminierend, wenn jemand sich für etwas Besseres hält,
Ich halte mich auch für was besseres, besonders vor kleinkarierten Dörflern und arroganten Schwaben. Das ist mir doch egal, was du als diskriminierend erachtest! Du hast halt einfach keinen Selbstwert. Mein Chef war auch alter Schwabe. Grammatikfehler ohne Ende ("anderster"). Wurde dabei immer großkotziger, weil er meinte, er wisse alles besser. Nach einem Jahr hätte er fast meine Faust in der Fresse gehabt. Man hält sich ja auf dem Dorf ebenso für was besseres, obwohl man wenig vorzuweisen hat, außer Bäuerlichkeiten und wenig Sicht über den Tellerrand. Die Leute dort werden nix und das tut mir leid für sie. Der Mangel an Hochdeutsch liegt eben auch darin begründet, dass man aus seinem Dorf nie raus kommt und alles im Dort erledigt.

Ich bin in meinem Job gezwungen, Hochdeutsch zu reden, komme aber auch viel mehr rum. Die Schwaben verstehen davon nichts.
Es mag Ausnahme-Schwaben geben, die mir nichts ausmachen, wenn der Mann attraktiv ist.

Also Männer, man muss auch als Mann eine Stange Attraktivität mitbringen. Sprache alleine reicht nicht.