• #1

Sich selbst verzeihen und aus Fehlern lernen

Hallihallo,

ich habe mich von meiner Jugendliebe getrennt, weil er mir mit allem gezeigt hat, dass ich nur seine Putzfrau war. Ich musste alles machen, sonst wären wir im Müll untergegangen (auch das habe ich probiert). Haben 5 Jahre zusammen gewohnt und es wurde immer schlimmer. Reden hat nichts genützt. Absprachen wurden so gut wie nie eingehalten.

Irgendwann war es zu viel. Ich habe mich irgendwann nicht mehr getraut Leute einzuladen oder selbst nach hause zu kommen. Mir war unser Zuhause so unangenehm und peinlich. Mit Blick auf zukünftige Kinder hat mir das Angst und Bange gemacht. Wir haben so viel gestritten und ich war so wütend deswegen auf ihn. Er hat sich immer entschuldigt und Versprechungen gemacht. Aber nie eingehalten.

Eein Zeichen, dass er sieht, dass ich es alleine mache, oder ein Danke hätten mir schon gereicht. Stattdessen: Ich habe Ärger von ihm gekriegt, wenn das Lieblingstshirt nicht rechtzeitig gewaschen war z.B. Sein Verhalten hat mir das Gefühl gegeben, dass er mich nicht mehr will. Und dann bin ich gegangen. Obwohl ich ihn immer noch liebe.

Ich will nicht noch mal wegen so was in einer Beziehung scheitern.

Deshalb frage ich mich:
- Wie kann ich mir selbst verzeihen das so lange mitgemacht zu haben? Ich bin unheimlich traurig und wütend auf mich selbst deswegen. Ich hab's mit mir machen lassen, aus Liebe. Ich fühle mich ausgenutzt. Und bin dadurch total unglücklich geworden. Ich war so naiv zu denken, dass es irgendwann besser wird. Über ein Jahr her und ich habe immer noch Komplexe deswegen.
- Wie kann ich lernen, solche Konflikte zu lösen? Meine Art war eindeutig die falsche.
- Wie regelt ihr den Haushalt? Wie kann man ein faires miteinander bei den "unangenehmen" alltäglichen Dingen gestalten?
 
G

Gast

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  • #2
Indem du es als wertvolle Erfahrung für dich mitnimmst und dafür dankbar bist, so etwas erlebt haben zu dürfen. So etwas wird dir garantiert kein zweites Mal passieren!

Sei halt nicht mehr die Putzfrau, du bist schon groß und erwachsen und musst für KEINEN Mann sein T-shirt waschen, auch nicht, wenn er das wünscht, auch nicht in einer Beziehung. Auch mit dem Risiko verlassen zu werden. Einen Dreckssack wirfst du zukünftig vor die Türe. Keine Kompromisse. Keine Diskussionen. Sonst verliert ein Mann den Respekt vor dir, je mehr du durchgehen lässt.
 
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  • #3
Schau Dir genau an, was Dir an Deinem Ex besonders gefallen hat und warum Du jahrelang in der Beziehung geblieben bist, obwohl weder er noch die Beziehung dir noch gefallen haben.

Oft wird eine Beziehung nach gelebt, wie man das als Kind von den Eltern gelernt hat, oder Du konntest deine Interessen nicht vertreten, weil du Angst hattest, der Ex würde dich dann verlassen. Thema aus Kindheit: du wirst nur geliebt, wenn du funktionierst.

Was dich am Partner besonders nervt (hier: Unordnung, Ungerechtfertigte Forderungshaltung, fehlendes Engagement im häuslichen Bereich), ist immer auch eine Eigenschaft, die Du an dir selbst nicht magst.

Ein Psychotherapeut kann dir die vielen Zusammenhänge aufzeigen. Wir sind nicht frei, sondern nutzen auch in der Beziehung das Repertoire, das wir als Kinder gelehrt bekommen haben.
 
  • #4
Wie du dir selbst verzeihst: ganz ehrlich zu dir sein und erkennen, warum du so lange mitgemacht hast. Liebe ist das keine, das ist eine Ausrede vor dir selbst, wird nicht akzeptiert. In einer solchen Situation verschwindet doch jedes Gefühl von Liebe bei einem normalen Menschen! Es ist viel eher Angst vor dem Alleinsein, Mangel an Alternativen, was ist es bei dir?
 
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  • #5
Erst mal, Gratulation, dass du die Trennung vollzogen hast.

Ich kann dich gut verstehen, mit dem "dir-selber-verzeihen". Bei mir hilft sicher die Zeit, die Wunden zu heilen, aber noch 5 Jahre später mache ich mir manchmal immer noch meine Gedanken, warum ich mir soviel Hohn und Schäme "gegeben" habe.

Somit kann ich dir raten, eine Therapie ins Auge zu fassen, auch schon nur, dass du nicht wieder ins selbe "Fahrwasser" gerätst.

Viel Glück für deine Zukunft, die sicher rosiger ist, als vorher.
 
  • #6
Guten Morgen, bluesky1111,
ich habe in einer schweren Lebensphase therapeutische Hilfe in Anspruch genommen. Dafür hatte ich mir einen männlichen Therapeuten gesucht. Das empfehle ich auch dir.

Es hat mir total gut getan mit jemandem in aller Offenheit zu sprechen - über welches Thema und über welches Problem auch immer. Über rückhaltlos alles, was mich bewegte.
>...ich habe immer noch Komplexe deswegen.Wie kann ich lernen, solche Konflikte zu lösen? Meine Art war eindeutig die falsche.< Ich wünsche dir, dass du den passenden dafür findest, um dir alle Verstrickungen in dir bewusst zu machen und aufzuarbeiten.

Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg!
 
  • #7
Und dann bin ich gegangen. Obwohl ich ihn immer noch liebe.

Du hast in dieser unerträglichen Situation, aus der jede psychisch gesunde Frau sofort geflohen wäre, bzw., sich einer solchen erst gar nicht ausgesetzt hätte, ganze fünf Jahre gelebt?

Du bringst hier diese grauenvolle Schilderung deines Alltags mit diesem Mann und schreibst dann allen Ernstes, dass du den Mann noch liebst?????

Um nicht erneut in eine solche Situation zu geraten, solltest du unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Alleine wirst du das - entschuldige, aber so empfinde ich das nach deiner Schilderung - nicht schaffen, weil es - wahrscheinlich durch Konditionierung aus deiner Kindheit - zu tief in dir verankert ist.

Wenn du es wirklich ernst meinst damit, etwas in deinem Leben ändern zu wollen, dann packe es richtig an. Sonst wirst du eines Tages erneut in so einer Beziehung hängen und vielleicht sogar mit Kindern. Echt gruselig, diese Vorstellung.
 
  • #8
- Wie kann ich mir selbst verzeihen das so lange mitgemacht zu haben? Ich bin unheimlich traurig und wütend auf mich selbst deswegen. Ich hab's mit mir machen lassen, aus Liebe. Ich fühle mich ausgenutzt.
Es war deine Jugendliebe. Ich verstehe das so gut. Man spürt vielleicht, es ist nicht okay, aber dann ist da ja immer noch diese Hoffnung, dass es besser werden kann. Sei beruhigt, du bist sicher nicht die Erste, die sich im Nachhinein fragt, wie es so weit kommen konnte.
- Wie kann ich lernen, solche Konflikte zu lösen? Meine Art war eindeutig die falsche.
Ähm.. vorsicht mit Selbstbeschuldigungen! Er war vielleicht einfach nicht bereit, an sich zu arbeiten und nahm dich für selbstverständlich.
Wie regelt ihr den Haushalt? Wie kann man ein faires miteinander bei den "unangenehmen" alltäglichen Dingen gestalten?
Ich habe lange in WGs gelebt und habe die Erfahrung gemacht: Manche Leute sind aufgrund ihrer Erziehung und ihrem Charakter rücksichtsvoll und haben ein hohes Bedürfnis nach Fairness. Die Aufteilung der Haushaltsaufgaben geht leicht und ohne Drama vor sich, es wäre diesen Menschen sogar sehr unangenehm, wenn du ihren Dreck wegputzen müsstest. Und manche Zeitgenossen sind einfach faule Trittbrettfahrer, die gelernt haben, wenn sie lange genug nichts tun, dann macht es Mama - und später die Freundin/Mitbewohnerin dann schon.
Es ist schwierig, einem solchen Menschen diesbezüglich Fairness beizubringen, wenn er es nicht schon im Vornherein gelernt hat - vor allem fühlt es sich wie Erziehungsarbeit an, und das ist abturnend. Ich behaupte, diese Leute müssen erst ein paar Mal auf die Welt kommen, bis sie begreifen, dass sie im Erwachsenenleben eben nicht so tun können, als wären sie bei Mama zuhause. Dass du Schluss gemacht hast, wird vielleicht irgendeinen Denkprozess in Gang setzen, aber vielleicht braucht es noch einige negative Erfahrungen mehr, bis er versteht, dass ER was ändern muss.
Man sei ja gewarnt vor zu hohen Ansprüchen, ist klar - aber ich erwarte schon, dass ein potentieller Partner insofern "erwachsen" ist, als dass er im Alltag ohne fremde Hilfe zurecht kommt, was Haushalt, Finanzen etc. anbelangt.
 
G

Gast

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  • #9
... oder ein Danke hätten mir schon gereicht. Stattdessen: Ich habe Ärger von ihm gekriegt, wenn das Lieblingstshirt nicht rechtzeitig gewaschen war z.B. Sein Verhalten hat mir das Gefühl gegeben, dass er mich nicht mehr will. Und dann bin ich gegangen. Obwohl ich ihn immer noch liebe.

Du tust mir wirklich leid, wenn ein Danke dir schon ausgereicht hätte, damit du weiterhin seine Sklavin bist. Hast du denn überhaupt kein Selbstwertgefühl? Wenn sein Verhalten dir gezeigt hat, dass er dich nicht mehr will, dann hatte er mit Sicherheit auch andere Frauen.
Ich kannte auch mal einen Mann, der besonderen Wert darauf legte, dass sein Lieblingshemd gewaschen war. Weil er damit regelmäßig auf Tour war, um Frauen zu daten.

Wäre vielleicht auch interessant zu wissen, ob einer von euch beiden erwerbstätig ist und wenn ja, wer, wegen der Aufteilung, was den Haushalt usw. angeht.
 
P

Provence

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  • #10
Wie kann ich lernen, solche Konflikte zu lösen?
Jedenfalls nicht, indem du dir schon wieder überlegst, wie du ihn zurück bekommen kannst (s. deine Frage »Woher weiß ich, wie ernst es mit der Neuen ist?«, ebenfalls gestern gestellt).

Du weißt einfach nicht, was du willst … das solltest du zuerst verlässlich herausfinden. Wie alt bist du eigentlich? Deinem Verhalten nach, dürftest du noch mitten im Teenie-Alter stecken. Doch hier schreibst du, dass du 5 Jahre mit diesem Mann zusammen gelebt hast, in deiner Parallel-Frage sind es sogar 10 Jahre.
 
  • #11
Du hast eingesehen, das du das alles zulange mitgemacht hast.
Verzeihen musst du dir nichts.
Für die Zukunft weisst du, was du nicht willst.
Ein erwachsenes Kind!
Nicht so schnell zusammen ziehen. Getrennte Wohnungen.
Jeder macht seinen Haushalt alleine.

Wie kann ich lernen, solche Konflikte zu lösen?

Indem du es gar nicht erst soweit kommen lässt.
Klare Ansagen von Anfang an.
Überlege dir, was du in Zukunft von einer Beziehung erwartest und wie viel du bereit bist, zu geben.
Komme jetzt erst mal mit dir alleine klar und stürz dich nicht sofort in die nächste Beziehung.
Das braucht sicher etwas Zeit. Nimm sie dir, gönne dir schöne Dinge.
Einen sauberen Haushalt, zum Beispiel ;)
Alles Gute für dich.
 
  • #12
Du sagst, du hast es aus Liebe getan. Das glaubst du sicher auch.

Ich denke jedoch, Du hast es aus Verlustangst getan. Und das hat nichts mit Liebe zu tun.

Liebe kostet nichts, man muss dafür keine Leistungen erbringen, um geliebt zu werden.

Wenn du das für dich verstehst, kann dein Selbstwert wachsen und dann lässt du dir automatisch weniger gefallen - dein eigenes Wohlbefinden wird dir mehr wert sein.

Ich empfehle dir, dich mit diesen Themen z.B. durch Literatur zu beschäftigen.
 
G

Gast

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  • #13
Liebe FS,
an der Tatsache, dass man eine Lebenslektion gelernt hat ist nichts zu verzeihen. Das gehört zum ganz normalen Leben dazu. Du weißt doch selber, wenn Dir das noch ein- oder zweimal passiert, ist das Thema mit Kindern für Dich durch, weil Du dann zu alt bist. Ergo musst Du es in der nächsten Beziehung gleich richtig machen.

Richtig bei einem jungen Paar ist, dass die Hausarbeit 50:50 geteilt wird, wenn beide berufstätig sind und keine Kinder da sind. Will der Mann das nicht, dann entweder garnicht erst Zusammenziehen oder er soll für seinen Teil von seinem Einkommen eine Putzfrau bezahlen - müsste er als Single ja auch.
Lass' Dich bloss nicht dazu hinreißen, die Putzarbeiten zu übernehmen und er zahlt von seinem höheren Einkommen ein paar Euro mehr für den Haushalt. Damit machst Du Dich auf Dauer zu seiner Putze und wirst auch niemals Unterstützung von ihm bekommen, wenn sich die Arbeitsbelastung durch Kinder sehr verändert.

An solchen Dingen, wie: man macht gemeinsam den Dreck weg, den man verursacht hat, erkennst Du, dass Du respektiert wirst, als gleichwertige Partnerin.
 
  • #14
Sei dankbar für die Erfahrung, die du gemacht hast. Steh dazu und hake es für dich ab. Ihr hattet sicherlich auch eine schöne gemeinsame Zeit miteinander!

Ich habe quasi das Gleiche wie du durchgemacht - allerdings war ich mit meinem Freund sogar 6 Jahre zusammen. Von Anfang an gab es Probleme, Misstrauen und Ärger. Wenn ich mich im Nachhinein frage, wie ich es mit dieser Person ausgehalten habe... keine Ahnung. Er war derjenige, der sich getrennt hat und nach kurzer Zeit war ich ihm sehr dankbar dafür. Es ist oft die Gewohnheit, die einen zusammenhält, weil man Angst vor neuen Dingen hat.

Ich habe daraus gelernt und meinen zweiten Freund von mir aus verlassen, weil ich nicht mehr glücklich war.

Sei nicht böse auf dich, nur weil du 5 wertvolle Jahre deines Lebens vergeudet hast. Gibt doch wahrlich schlimmere Dinge, z.B. wenn du mit diesem Mann Kinder bekommen hättest oder finanzielle Dinge vereinbart hättest.

Hey! Du lebst nur ein Mal - lebe dein Leben und ärgere dich nicht, sondern habe Freude!!!
 
  • #15
- Wie regelt ihr den Haushalt? Wie kann man ein faires miteinander bei den "unangenehmen" alltäglichen Dingen gestalten?
Liebe FS,
Ich habe festgestellt, daß es sowohl Männer als auch Frauen mit verschiedenem Ordnungsempfinden bzw. Putzbedürfnissen gibt..
Bei einem potenziellen Partner achte ich von vorneherein auf ein mir ähnliches Ordnungs- und Putzverhalten (man lernt ja auch die Wohnung seines Partners kennen).. Männer, die mir von vorneherein diesbezüglich zu schlampig und zu faul sind, kommen für mich als Lebenspartner nicht mehr in Frage... So habe ich beim Thema "Haushalt" auch keine schlechten Erfahrungen mehr gemacht.. Mein Partner und ich teilen uns selbstverständlich die anfallenden Arbeiten - und zwar ohne Putzplan oder irgendwelche Zwänge. Jeder räumt und putzt das weg was ihm gerade auffällt bzw. wie gerade eben Zeit ist. Oder wir sprechen uns einfach ab wenn irgendetwas besonderes anfällt..
PS: Mein Freund bügelt seine Hemden meistens selber - und meine Sachen dann mit :)
 
  • #16
Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Sie haben mich auf jeden Fall schon ein Stück weitergebracht.

Ja, in gewisser Weise fühle ich mich auch wie ein Teenie. Erste Beziehung und dann direkt so eine große: 10 Jahre zusammen, 5 Jahre gemeinsame Wohnung. Ich bin jetzt Ende 20, aber fühle mich wie 17.

Es ist definitiv ein antrainiertes Verhalten. In meiner Familie machen das alle so: "Du bist mir wichtig, also mache ich alles für Dich". Ich empfinde es eigentlich als was schönes, dem anderen was abzunehmen - gut konditioniert. Aber Grenzen kann ich wohl nicht aufzeigen.

Solange Wertschätzung und Respekt dabei waren, war das für mich in Ordnung. Schließlich lebe ich auch in diesem Haushalt und will es auch für mich schön haben. Aber irgendwann fehlte das. Es wurde verlangt und nicht gebeten. Reden war auch nicht, weil ich es ihm "schuldig" war, weil er mir in einer wichtigen Situation geholfen hat. Denke ich das nur oder hat er es so dargestellt? Irgendwie kam ich mir erpresst vor. Kann ich nicht mehr reproduzieren. Vielleicht eine Kombination.

Wir waren beide Studenten. Allerdings hatte er mehr Geld zur Verfügung als ich, lag meist mir auf der Tasche - mal essen gehen, mal was leihen... Was ja auch in gewissen Grenzen ok ist. Laufende Kosten wurden allerdings fair aufgeteilt.

Mein Endlosschleife: Meinte er das wirklich so? Oder war ich einfach nicht stark genug ihm den Raum für die Weiterentwicklung zu geben? Schließlich waren wir noch Teenies als wir zusammen kamen. Ich schwanke hin und her.

Nach der Trennung war ich erstmal erleichtert. Endlich saubere Wohnung! Dann kam die Wut und jetzt das Grübeln. Hätte ich länger aushalten sollen? "Bis er Geld verdient und die Putzfrau bezahlt?" Versteht er irgendwann, dass es mir damit nicht gut geht? Oder legt er das nie ab?

Ich akzeptiere ja, wie er ist. Unordentlich und so. Aber irgendwie muss man das gemeinsame Zusammenleben doch bestreiten... oder? Reden, Rücksicht, Absprachen...

Ja, um mein Selbstwertgefühl muss ich mich auch noch kümmern - unbestritten!
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #17
Hallo FS,

aus meiner Sicht lernen wir im Leben dazu, gerade mit den negativen Erfahrungen, die wir machen. Wenn Du Dir nicht zugestehst, Fehler zu machen, hast Du ein großes persönliches Defizit. Es bringt Dir auch überhaupt nichts, Dir selbst Vorwürfe zu machen, weil Dein Partner nicht zu Dir gepasst hat. Vergangenheit ist Vergangenheit, die Zukunft kannst Du gestalten.
Die einzige Möglichkeit, das künftig zu verbessern ist aus meiner Sicht, Dir einen Partner zu suchen, der eine ähnliche Einstellung hat wie Du. Alle Änderungs- und Konfliktbewältigungsstrategien sind zum Scheitern verurteilt. Wenn Du einen Partner nimmst, der mit 45 bei Mama auszieht und den Haushalt immer gemacht bekommen hat oder einen, dessen Wohnung im Chaos versinkt, wird sich das nicht ändern.
 
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