• #1

Seltsame Beziehung Partnerin-Sohn

Hallo,

ich wäre für ernstgemeinte Meinungen und vielleicht eigene Erfahrungen zu meiner etwas heiklen Frage dankbar.

Meine neue Partnerin (seit einem halben Jahr) zeigt mit ihrem Sohn (20) ein für mich sehr irritierendes Verhalten. Die beiden "turteln" permanent, schmusen, küssen sich auf den Mund usw. Der junge Mann ist insgesamt sehr häuslich orientiert, hat(te) mit psychischen Problemen zu kämpfen, und hat keine Freundin. Meine Partnerin idealisiert ihn sehr, spricht eigentlich ständig von ihm und seinen Belangen und richtet einen Großteil des Lebens nach ihm aus. Sie betont, dass er viele "Streicheleinheiten" benötigt, auch aufgrund der schmerzhaften Trennungsgeschichte der Eltern.

Das Verhalten des Sohns mir gegenüber ist sehr freundlich, wenn es auch bislang kaum längere Gespräche etc. gab. Auch die - beginnende - Beziehung zu meiner Partnerin ist sehr harmonisch und liebevoll, respektvoll, zugewandt, da kann ich überhaupt nichts Negatives berichten.

Nur, wie gesagt, es ist schon sehr seltsam, bei solchen Gelegenheiten, die sich durchaus über halbe Stunden hinziehen, zuzusehen. Letztlich eben doch das Bild eines erwachsenen Mannes, der mit der Partnerin körperlich "zugange" ist.

Vielleicht weiß jemand Rat, wie ich das besser einordnen oder damit umgehen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #2
Das finde ich jetzt aber auch seltsam.
Mein Sohn ist 21, und ich liebe ihn sehr.
Ich merke auch dass er mich liebt, allerdings fände ich es sehr befremdlich mit ihm rumzuschmusen und ihn auf den Mund zu küssen 😳.

Ich denke das wäre ihm auch peinlich, das wollen ja nicht mal mehr meine Töchter...also ich bin ja eigentlich die Verschmuste der ganzen Familie, ich muss aber akzeptieren dass meine Kinder eher nach meinem Exmann kommen, der leider gar nicht geschmust hat.

Aber die Kinder wollen sich ja eigentlich von den Eltern irgendwann abgrenzen und suchen Nähe und Zärtlichkeit und Küssen bei einem Partner/Partnerin.

Ist der Sohn das einzige Kind deiner Partnerin?
Ich habe das Gefühl sie klammert ein bisschen.
Ich würde mich ja nicht wundern, dass sie damit nicht zurechtkäme wenn ihr Sohn mal eine Freundin hat.
Dann würde das Schmusen garantiert aufhören.

Also ich fände das auch befremdlich, aber solange die nicht sexuell werden kannst du wahrscheinlich nichts dagegen tun.

Du kannst nur hoffen dass der Sohn bald flügge wird, auszieht und eine Freundin findet 🤷‍♀️.
 
  • #3
Ich fände das auch seltsam bei einem 20-jährigen Sohn. Klingt bisschen nach dem typischen Problem bei alleinerziehenden Müttern, die den Sohn dann als Partnerersatz sehen und so eine symbiotische Beziehung aufbauen, die es auch dem Sohn kaum ermöglicht wird, selbständig zu werden.
Aber ich glaube auch nicht, dass sie da besonders offen reagieren wird, wenn du das ansprichst... Schwierig.
w, 37
 
  • #4
@Süsse65: Danke für deine Rückmeldung.
Das beschriebene Verhalten geht eher vom Sohn aus, insgesamt ist da wenig Klammern mütterlicherseits (im Sinne von "Selbständigwerden verhindern"), allerdings schon viel "Bezaubert-Sein" ihrerseits (was mich eben irritiert ... etwas mehr "Grenzziehung" fände ich deutlich angenehmer).
 
  • #5
@mokuyobi: Danke!
Ja, ich bin mir auch recht sicher, dass ich das Thema nicht "ansprechen" sollte. In dieser Sache stört mich tatsächlich auch ihre mangelnde Empathie bzw. Reflexion.
 
  • #6
Das beschriebene Verhalten geht eher vom Sohn aus, insgesamt ist da wenig Klammern mütterlicherseits (im Sinne von "Selbständigwerden verhindern"), allerdings schon viel "Bezaubert-Sein" ihrerseits
Kinder brauchen Liebe.
Wenn ein Kind merkt, dass Körperlichkeiten Nähe und Liebe bei dem Elternteil, dass sonst unerreichbar ist, erzielt, lernt es dieses Verhalten.
Es geht vom Sohn aus, weil dieser es so kennt.

Nicht unbedingt, weil er es als eigenes Bedürfnis hat.
Aber wer weiß...
die sich durchaus über halbe Stunden hinziehen,
Puh... ungewöhnlich.
Der junge Mann ist insgesamt sehr häuslich orientiert, hat(te) mit psychischen Problemen zu kämpfen, und hat keine Freundin.
Vielleicht ist er auch gar nicht hetero.
Gerade junge Männer, die soooo an Mama hingen in der Pubertät, sind dann plötzlich mit Partner auf der Matte gestanden.
( War bei drei schwulen Männern in meinem Umfeld so)
Da würde auch das Geknutsche dazu passen..das geht auch mit ihren Kumpelinnen so.

Hat er viele Frauen Freundinnen?

PS: ich denke nicht, dass die Kuschelei mit Mama schwul macht, sondern, dass ein Teenager, der auf Frauen steht, sei e Mutter nicht mehr so nah haben will.
Vielleicht weiß jemand Rat, wie ich das besser einordnen oder damit umgehen kann.
ÖH. Nein. Bin etwas überfragt. Ich würde beobachten, wie der Sohn sonst bei Kontakten so ist.
Wenn er andere auch schnell anfasst und kuschelig wird, ist er eben so.
 
  • #7
Also ich finde das auch äußerst befremdlich.

Auch wenn es vom Sohn ausgeht, hat die Mutter ihn so erzogen, dieses Verhalten unterstützt.

Klingt nicht so gesund. Musst du halt schauen, ob dich dieses Verhalten in eurem Miteinander tangiert.

Aber ihr lernt euch gerade kennen, dafür ist das Kennenlernen ja da.
 
  • #8
Ich habe zwei 21 jährige Söhne...einer verschmust und der andere nicht.
Dennoch ist auch der schmusigere nicht zu vergleichen, mit dem was Du beschreibst.

Ich werde gedrückt...gibt küsse auf Wange und Stirn.
Manchmal feste gedrückt....und wenn er mal bedüddelt ist, nervt er mich oder den Hund weil er kuscheln will ...nur ne Minute, will dann nur keiner...nicht mal der Hund.
 
  • #9
Danke euch nochmal!
Ja, so habe ich es mir auch vorgenommen: sehen, inwiefern das Thema konkret tangiert. Ich kannte so ein Verhalten eben einfach noch nicht, und es löst daher zwar seltsame "gut feelings" aus, das ist aber noch kein wirkliches "Tangieren".
 
  • #10
Hallo, ich bin da ganz bei dir. Das ist schrecklich. Ich habe das auch schon zweimal mitbekommen, dass Mütter ihre Kinder so erziehen. Eine war geschieden und hat ihre Kinder total abhängig gemacht. Sie hat sogar mit ihrer jugendlichen Tochter in einem Bett geschlafen. Der Sohn (25), mit dem ich befreundet war, meinte zu mir, dass er niemals ausziehen und seine Mutter alleine lassen würde.
Die andere Mutter hat immer mit ihrem erwachsenen Sohn gekuschelt und die sind auch ab und zu Arm in Arm eingeschlafen. Schlimm! Und ich musste mich fast übergeben, als meine Freundin ihren Vater auf den Mund geküsst hat. Irgendwo werden Grenzen nicht eingehalten.
Versteh mich nicht falsch. Ich finde es großartig, wenn man sich mit seinen Eltern gut versteht, aber einige machen ihre Kinder bewusst abhängig.
Ich sehe die Schuld ganz klar bei der Mutter.
 
  • #11
Und ich musste mich fast übergeben, als meine Freundin ihren Vater auf den Mund geküsst hat. Irgendwo werden Grenzen nicht eingehalten.
Also das kurz auf den Mund küssen finde ich nicht so seltsam, das ist in anderen Ländern auch ganz normal. Ich kenn das zwar von meiner Familie nicht, aber warum man sich da fast übergeben muss, ist mir ein Rätsel. Erscheint mir total übertrieben. Mein Ex hatte eine gute Beziehung zu seinem Vater und die haben sich zur Begrüßung auf den Mund geküsst, aber er war weder abhängig noch war die Beziehung irgendwie zu eng. Das ist ja nun einfach ein Ritual, was eben zwischen Familien unterschiedlich gehandhabt wird. Es gab dazu ja neulich mal eine Debatte und es gibt keine Studien, die da irgendeinen negativen Effekt nachweisen können. Körperliche Zuwendung in dieser Form find ich an sich erstmal nicht so schlimm, sondern Sachen wie idealisieren, sein Leben nach dem Kind ausrichten, ständig vom Kind sprechen usw.
 
  • #12
Ja, sehr seltsam, würde mich auch irritieren.

Wenn ich meine Mutter besuche oder umgekehrt, schlafen wir manchmal im selben Doppelbett, so was finde ich nicht schlimm, hat auch praktische Gründe und Mamas Bett war schon immer besonders gemütlich. 😅 Ah ja, oder auch wenn meine Schwester und ich einmal im Jahr unseren Vater in seinem kleinen mediterranen Fischerdorf besuchen und dort mit ihm einmal den Strand in beide Richtungen ablaufen und alle begrüßen, dann halten wir dabei auch Händchen, wie wir das schon als kleine Kinder gemacht haben, also Vater in der Mitte und eine rechts und eine links an der Hand, nur dass wir Mädels inzwischen Mitte zwanzig und nicht mehr vier sind. Im Dorf kennen uns alle und wissen sofort Bescheid und freuen sich, wenn der alte, wilde, sonnengegerbte Fischermann plötzlich wieder mit zwei blonden jungen Frauen durchs Dorf flaniert, aber auf Fremde/Touristen muss das, denke ich, auch etwas merkwürdig wirken, dabei ist es nur eine alte Gewohnheit aus Kindertagen und überhaupt gar nicht romantisch gemeint.

Eventuell hat es wirklich keine große Bedeutung und ist nur irgendeine komische Angewohnheit aus der Kindheit. Aber sich küssen und schmusen? Das finde ich schon etwas sehr intim, mich schreckt schon der Gedanke ab. Naja, solange es nicht wirklich romantisch-sexuell gemeint ist, sondern nur so aussieht, kannst du es vielleicht als Tick oder Eigenart abtun. Aber vielleicht trotzdem mal dezent-humorvoll-augenzwinkernd ansprechen, dass du so was nicht kennst und es etwas seltsam findest.
w26
 
  • #13
Du kannst nur hoffen dass der Sohn bald flügge wird, auszieht und eine Freundin
In den allermeisten Fällen ist das eben nicht so, dass sie bald flügge werden, sie bleiben so lange wie möglich manchmal sogar für immer bei der Mutter, das liegt überwiegend an der Mutter, sie hat den Sohn dazu erzogen!
Ja, ich bin mir auch recht sicher, dass ich das Thema nicht "ansprechen" sollte. In dieser Sache stört mich tatsächlich auch ihre mangelnde Empathie bzw. Reflexion.
Ich kann mir nicht vorstellen, in einer Beziehung zu sein, wo ich nicht offen und nicht direkt, über jedes Thema mit dem Partner reden kann!
 
  • #14
@Lea80: ja, ich fürchte, das läuft schon ziemlich in diese Richtung.
@mokuyobi: das ist leider schon mehr als ein ritualisierter Kuss.
 
  • #15
Ich stimme @INSPIRATIONMASTER zu.
Die Situation wird sich nicht ändern, wieso auch, die beiden kennen es so und sehen sicherlich keinen Grund es zu ändern.
Der Junge braucht keine Freundin, er hat bereits eine - seine Mutter.
Hat er Freunde? Hat er einen besten Freund? Oder ist seine Mutter die einzige "Ansprechpartnerin" für den Jungen ?

Ich sehe da einen Muttersöhnchen, durch meine eigene Erfahrung mit meinem Freund. Hier gab es kein kuscheln oder dergleichen, aber eine enorme Abhängigkeit von der Mutter und derer Meinung.

Vielleicht kannst Du eine engere Beziehung zu dem Jungen aufbauen, mit ihm etwas unternehmen, Zeit mit ihm verbringen. Solche Jungen brauchen den Kontakt zu anderen Männern. Vielleicht hilft es ihm, sich von der Mutter abzulösen, so dass er die die Schmuseeinheiten nicht mehr braucht.

Menschen lösen sich in der Pubertät von den Eltern und wenden sich dem anderen Geschlecht zu.. Das hat der Junge immer noch vor sich..
 
  • #16
Google mal Til Schweiger küsst seine Tochter. Die küssen sich auch auf dem Mund. So schlimm finde ich es jetzt nicht. Unter Sexualität würde ich so einen Kuss nicht einordnen. Eher unter Familie aber ich gebe dir recht, hier werden irgendwelche Defizite kompensiert.
Du weißt nun, was zutun ist. Kuschel du auch öfters mit deiner Freundin 😊.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #17
Hallo @Verwirrt1111, ich bin zusammen mit Dir verwirrt lol

Im Ernst, also ich finde das auch etwas verstörend... Küsse auf den Mund und schmusen bei einem 20 Jährigen. Bei einem 2 Jährigen wäre das anders...

Dabei bin ich selbst zum einen kulturell bedingt durch meine Herkunft recht touchy, körperlich wie emotional, und tatsche auch viel an meinem Kindern (7-17 Jahre) rum und umgekehrt, und die 5 sind auch untereinander Nähe-Menschen.

Da macht es keinen Unterschied, ob 7 oder 17 Jahre. Aber die Berührungen sehen so aus, dass ich meinen Kindern den Arm um die Schulter lege, sie mal in den Arm nehme, ihnen über den Kopf streiche, den Kleinen knuffe, usw. was sie auch untereinander machen und mit mir und teilweise mit ihren Freunden. Das ist liebevolle Zuwendung, Zeichen von Zuneigung, aber dennoch mit dem Respektieren individueller Grenzen, die ich beim auf dem Mund küsssen nicht sehe... obwohl ich aus einem Küsser-Land komme, in dem die Küsse aber nur angedeutet werden. Man schmatzt nicht wirklich die Leute ab ;-)

Mehr weiß ich jetzt aber auch nicht dazu zu sagen... außer eben, dass ich auch irritiert bin über Mutter und Sohn in Deinem Falle...
 
  • #18
Hm wenn du im Grunde noch für dich im neutralen bist (zunächst),

Dann ziehe doch beide, im guten und einmalig ,damit auf und nenne sie Turteltauben.

Das Neckische nimmt dir die Peinlichkeit ab, beide darauf anzusprechen wie ein Sittenhüter.
 
  • #19
Das beschriebene Verhalten geht eher vom Sohn aus, insgesamt ist da wenig Klammern mütterlicherseits (im Sinne von "Selbständigwerden verhindern"), allerdings schon viel "Bezaubert-Sein" ihrerseits (was mich eben irritiert ... etwas mehr "Grenzziehung" fände ich deutlich angenehmer).
Das finde ich echt kritisch. Es ist ja auch eine Dame, die Du Dir als Partnerin aussuchen möchtest. Möchte man das, jemanden, der da Grenzüberschreitungen in dem Alter zulässt???
Damit käme ich nicht zurecht. Gebe ich zu.
Ich habe Söhne, aber da kann ich nicht sehen, dass da etwas wäre, was ich als akzeptabel verorten würde.
Eine andere Frage, ein Trisomie-Kind ist er aber nicht, oder? Das hättest Du ja geschrieben...
w46
 
  • #20
Nun ja, andere Länder, andere Sitten kann ich zu den eingegangenen Antworten nur sagen. Dass wir Deutschen nicht unbedingt zu den emotionalsten und berührungsaffinsten Nationen gehören, dürfte hinlänglich bekannt sein.
Es ist in anderen Ländern durchaus normal, dass man sich umarmt, kuschelt und küsst, geschlechtsunabhängig wohlgemerkt.
Mir gefällt das gut, ich umarme und berühre und küsse gerne.
Meine erwachsene Tochter ebenso und selbstverständlich gibt es einen fetten Kuss auf den Mund bei der Begrüßung und Händchenhalten beim Spaziergang, wir sehen uns ja eh viel zu selten, seit sie in einem anderen Bundesland wohnt.
Bei meinen eigenen Eltern bin ich zurückhaltender, aber das hat Gründe😉
Freu Dich doch, dass hier ein gutes Verhältnis besteht und lass es erstmal auf Dich wirken. Jede Familie hat da ihren eigenen Weg und Du wirst früher oder später sehen, ob es passt.
Hier schon wieder eine pathologische Situation zu sehen, ist, mit Verlaub, totaler Quatsch, aber nicht untypisch hier😉
 
  • #21
Also das kurz auf den Mund küssen finde ich nicht so seltsam, das ist in anderen Ländern auch ganz normal. Ich kenn das zwar von meiner Familie nicht, aber warum man sich da fast übergeben muss, ist mir ein Rätsel. Erscheint mir total übertrieben.
Hmm okay, ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist. Da kann ich nur von mir reden. Für mich ist das kurze Küssen auf den Mund schon sehr sexuell. Ich küsse aber auch unheimlich gerne... Einen erwachsenen Mann, der nicht mein Vater ist. Sorry, der musste sein ;). Auch bei einem normalen flüchtigen Kuss erfolgt eine chemische Reaktion in deeperen Regionen. Ehm, ihr wisst, was ich meine. Da bin ich vielleicht schon anders. Daher diese Abneigung.
Wenn ich meine Mutter besuche oder umgekehrt, schlafen wir manchmal im selben Doppelbett, so was finde ich nicht schlimm, hat auch praktische Gründe und Mamas Bett war schon immer besonders gemütlich. 😅 Ah ja, oder auch wenn meine Schwester und ich einmal im Jahr unseren Vater in seinem kleinen mediterranen Fischerdorf besuchen und dort mit ihm einmal den Strand in beide Richtungen ablaufen und alle begrüßen, dann halten wir dabei auch Händchen,
Ab und zu übernachten ist doch etwas anderes als jeden Tag bei Mutti zu übernachten :). Händchen halten ist auch süß. Der TE redet von auf den Mund küssen und eine halbe Stunde schmusen. Als 20-jähriger junger Mann eine halbe Stunde mit der Mutter zu schmusen inklusive auf den Mund küssen ist schon komisch. Na ja. Und danach möchte sie höchstwahrscheinlich Verwirrt küssen. Neee, bitte! Irgendwann meldet sich die Freundin von Verwirrt und schreibt ein Thema a la 'Er möchte nicht mehr mit mir schlafen. Warum bloß?'
sie bleiben so lange wie möglich manchmal sogar für immer bei der Mutter, das liegt überwiegend an der Mutter, sie hat den Sohn dazu erzogen!
Genauso ist es. Jedes Mädchen, das Interesse hat, wird die Flucht ergreifen.
Vielleicht kannst Du eine engere Beziehung zu dem Jungen aufbauen, mit ihm etwas unternehmen, Zeit mit ihm verbringen. Solche Jungen brauchen den Kontakt zu anderen Männern.
Das könnte eine gute Idee sein. Hoffentlich lässt er es zu. Dass er sich als Jugendlicher vor Fremden nicht geniert, ist ungewöhnlich.
 
  • #22
Hmm okay, ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist. Da kann ich nur von mir reden. Für mich ist das kurze Küssen auf den Mund schon sehr sexuell. Ich küsse aber auch unheimlich gerne... Einen erwachsenen Mann, der nicht mein Vater ist. Sorry, der musste sein ;). Auch bei einem normalen flüchtigen Kuss erfolgt eine chemische Reaktion in deeperen Regionen. Ehm, ihr wisst, was ich meine. Da bin ich vielleicht schon anders. Daher diese Abneigung.
Das ist Quatsch. In anderen Kulturen reibt man die Nasen aneinander bei der Begegnung oder in arabischen Ländern laufen Männer Hand in Hand, weil sie befreundet sind. Was sexuell konnotiert ist, ist einfach Auslegungssache und es ist ja auch was anderes, wenn man mit den Eltern, Geschwistern oder Freunden kuschelt als mit dem Liebsten, oder mit der besten Freundin Hand in Hand läuft oder einem Mann. Die Handlung ist aber die gleiche.
@mokuyobi: das ist leider schon mehr als ein ritualisierter Kuss.
Ja, das war nur auf Auf-den-Mund-Küssen bezogen, bei dir klingt das ja ganz anders.
 
  • #23
Du bist ein Mann und nicht nur Randfigur in der Familie, und etwas passt nicht in deine normale Wahrnehmung: Mach den Mund auf! Sage freundlich aber bestimmt was du siehst und dass das merkwürdig in deinen Augen ist, um klarzustellen, dass da von außen jemand zuguckt und das als nicht normal bewertet.

Das Küssen auf den Mund interpretiert jeder anders, wichtig ist doch, ob der Sohn sich davon in seiner Intimsphäre angegriffen fühlt.

Ich würde beizeiten mal ernste Themen ansprechen:
- Wann gedenkt der Sohnemann auszuziehen? (Beide dazu bestimmt befragen). Bring ihm Wohnungsanzeigen mit, denn Mutter und Sohn werden von sich aus nicht in der Lage sein, was zu bewegen.

- Frage den Jungen aus, ob er schon selbst kochen kann/eine Freundin hat/ wie es in seiner Zukunft weitergeht. Hilf ihm bei evtl. Schritten, denn die Aufgabe von Männern in der Familie ist es, Söhne in die Welt der Männer einzuführen.

- leite eine natürliche Trennung zwischen Mutter und Sohn ein, indem du dem Sohn zur selbstständigem Handeln und Abnabelung hilfst, und die Mutter verstärkt ausführst, Paarzeit und ähnliches einführst.
Sucht euch gemeinsam ein sehr aufwendiges Hobby, so dass der Sohn auf die Suche nach einem eigenen Nest geht und sein Leben alleine ordnen lernt.

Das ist unter anderem die Aufgabe eines Mannes in der Familie, zu schauen, dass jeder an seiner richtigen Position ist.

Meiner Ansicht nach hat ein zweiter erwachsener Mann ab einem gewissen Alter nichts mehr im elterlichen Haushalt zu suchen, so ab 21-23. Egal, was die Mutter so sagt und will. Da musst du dem jungen Mann helfen, dass er es mal anpackt.
 
  • #24
Vielen Dank für die sehr guten Meinungen hier, super!
Ich muss vielleicht noch ausführen, dass wir momentan ein recht klassisches LAT leben, will sagen, Übernachtung bei ihr, Wochenenden oft gemeinsam. Da teilt man nicht so viel Alltag, und es gibt nicht viel Gelegenheit, tatsächlich mit ihren Kindern etwas gemeinsam zu unternehmen. Der Sohn ist sportlich sehr aktiv, danach aber eher gleich wieder heim, keine sehr engen Freunde, mit denen er wirklich Zeit verbringen würde (zuhause eher Computerspiele etc.).
Dann ziehe doch beide, im guten und einmalig ,damit auf und nenne sie Turteltauben.
Natürlich habe ich so etwas schon überlegt bzw. drängt es mich quasi automatisch zu solchen "humorigen" Kommentaren. ABER: ich glaube, das Thema ist so sensibel, dass auch Humor da nicht weiterhelfen würde, den "Stachel" aus so einer Bemerkung zu nehmen.
Das ist unter anderem die Aufgabe eines Mannes in der Familie, zu schauen, dass jeder an seiner richtigen Position is
Hm... aber in einer so frischen Beziehung??? Wie würden es denn die AE hier sehen, wenn der neue Partner sich so früh gerade in das Thema "Mutterliebe" einmischt? Ist das nicht einfach "Hilfe, der Partner ist eifersüchtig auf mein Kind"?
Eine andere Frage, ein Trisomie-Kind ist er aber nicht, oder?
Nein.
Freu Dich doch, dass hier ein gutes Verhältnis besteht und lass es erstmal auf Dich wirken. Jede Familie hat da ihren eigenen Weg und Du wirst früher oder später sehen, ob es passt.
Ja, das ist eigentlich mein Ansatz, ich denke fast, es ist der einzige mögliche, wenn die Beziehung bestehen soll. Ich schreibe hier nur, weil mir diese entspannte Sichtweise nicht ganz leicht fällt.
Vielleicht kannst Du eine engere Beziehung zu dem Jungen aufbauen, mit ihm etwas unternehmen, Zeit mit ihm verbringen. Solche Jungen brauchen den Kontakt zu anderen Männern.
Das ist sicher auch gut; es wird allerdings noch etwas Zeit brauchen, bis das Verhältnis ausreichend gewachsen ist. Jugendliche in diesem Alter haben ja ihre gewohnte Routine, wie sie ihre Zeit am liebsten verbringen wollen. Mit dem "Neuen" der Mutter abzuhängen gehört da wohl nicht vorrangig dazu.
 
  • #25
Hm... aber in einer so frischen Beziehung??? Wie würden es denn die AE hier sehen, wenn der neue Partner sich so früh gerade in das Thema "Mutterliebe" einmischt? Ist das nicht einfach "Hilfe, der Partner ist eifersüchtig auf mein Kind
Sprich das Thema sachlich und ohne Vorwürfe an.
Das ist sicher auch gut; es wird allerdings noch etwas Zeit brauchen, bis das Verhältnis ausreichend gewachsen ist. Jugendliche in diesem Alter haben ja ihre gewohnte Routine, wie sie ihre Zeit am liebsten verbringen wollen. Mit dem "Neuen" der Mutter abzuhängen gehört da wohl nicht vorrangig dazu.
Die Frage ist, ob er sich überhaupt darauf einlässt. Du schreibst, er hat nicht viele Freunde. Das kenne ich von meinem Freund. Er hat zwar einige Freunde, aber die trifft er ganz seltem, geschweige hat er einen besten Freund, mit dem er sich austauschen kann. Die einzige Ansprechpartnerin war bisher seine Mutter. Eine Freundin? Die brauchte er nicht, hat ewig lange bei seiner Mutter gewohnt.

Es wird ein schwerer Weg für dich sein. Du merkst, dass das Verhältnis zu nah ist. Was andere denken, dürfte keine Rolle spielen. DU hast ein ungutes Gefühl, was die Schmuselei angeht.
Solche Konstrukte lassen sich nicht brechen. Und ja, am Ende bist eventuell Du derjenige, der spinnt und übertreibt.
 
  • #26
Finde ich unangenehm.
Man stelle sich das jetzt mal umgekehrt vor, Vater schmust und kuschelt mit 20 jähriger Tochter, küsst sie auf den Mund...
zeigt mit ihrem Sohn (20) ein für mich sehr irritierendes Verhalten. Die beiden "turteln" permanent, schmusen, küssen sich auf den Mund usw. Der junge Mann ist insgesamt sehr häuslich orientiert, hat(te) mit psychischen Problemen zu kämpfen, und hat keine Freundin. Meine Partnerin idealisiert ihn sehr, spricht eigentlich ständig von ihm und seinen Belangen und richtet einen Großteil des Lebens nach ihm aus. S
Das klingt ungesund.
Deine Freundin trägt dazu auch bei mit ihrem Verhalten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #27
Das ist Quatsch. In anderen Kulturen reibt man die Nasen aneinander bei der Begegnung oder in arabischen Ländern laufen Männer Hand in Hand, weil sie befreundet sind. Was sexuell konnotiert ist, ist einfach Auslegungssache und es ist ja auch was anderes, wenn man mit den Eltern, Geschwistern oder Freunden kuschelt als mit dem Liebsten, oder mit der besten Freundin Hand in Hand läuft oder einem Mann. Die Handlung ist aber die gleiche.
Nein, mokuyobi. Wenn andere eine entgegengesetzte Meinung haben, ist es nicht Quatsch. Nun stell dir vor, dass du einen 20-jährigen Sohn hast. Woher kannst du wissen, was es in ihm auslöst, wenn er auf den Mund geküsst wird? Manchmal hat man es nicht in der Hand.
Meinst du, dass man es mir direkt ansieht, wenn ich davon erregt werde? Was sexuell konnotiert wird, ist nicht einfach Auslegungssache.
 
  • #28
Ich freue mich immer, wenn mein erwachsener und ziemlich großer Sohn mich - auch in der Öffentlichkeit - unterhakt oder seinen Arm um mich legt; damit zeigt, dass er stolz auf seine Mama ist.
Händchen halten oder gar auf den Mund küssen würde uns beiden nie in den Sinn kommen. Begrüßungsküsschen auf die Wange - ja schon. Auch lange und »feste« Umarmung, wenn wir uns länger nicht gesehen haben. All das herzlich, aber nie verschmust.

Ich war lange AE - habe aber immer darauf geachtet, dass mein Sohn nie auf die Idee kam, den nicht mehr bei uns lebenden Mann/Vater zu ersetzen. Söhne neigen nämlich dazu, sich immer wieder Gedanken um »die verlassene Mama« zu machen, sie beschützen zu wollen. Das habe ich sehr früh unterbunden. Ihm gesagt (und gezeigt!) dass ich alleine auf mich aufpassen kann.

Mein Ohr war immer für ihn da, bis heute. Aber Schmusen gehörte dann doch seit er zur Schule ging nicht mehr dazu. Da hatte er eher die Tendenz, bloss nicht mit mir gesehen zu werden. Gesunde Ablösung.

Lieber @Verwirrt1111, ich würde das irgendwann einmal mit deiner Freundin im Gespräch einflechten. Nicht »vorhalten«, eher richtungsweisend mit ihr darüber sprechen. Vielleicht ist es auch an der Zeit, dass sich der Sohnemann eine eigene Bleibe sucht? Sonst besteht die Gefahr, dass er spätere Freundinnen immer neu mit seiner Mutter vergleicht. Das dürfte für die dann auch schwer werden. Und gewinnen werden sie nie.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #29
Also mein langjähriger Ex und seine Eltern (Mutter UND Vater) haben sich grundsätzlich zur Begrüßung immer ein Küsschen auf den Mund gegeben. Da war er schon lange erwachsen. Ich fand das zuerst befremdlich, aber andererseits fand ich das schön, dass er so ein liebevolles Verhältnis zu seinen beiden Eltern hat.
Allerdings hat er nicht mit seinen Eltern ne halbe Stunde geschmust. Das klingt irgendwie seltsam.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #30
Hm... aber in einer so frischen Beziehung??? Wie würden es denn die AE hier sehen, wenn der neue Partner sich so früh gerade in das Thema "Mutterliebe" einmischt?

Also, ich finde die Idee, dass Du einen Keil zwischen Mutter und Sohn treiben sollst, so verstehe ich das, von @Zuhii eher nicht so förderlich für eine gute Beziehung zu der Frau (und ihren Kindern) @Verwirrt1111

- leite eine natürliche Trennung zwischen Mutter und Sohn ein,

Zum einen, selbst wenn das vielleicht bedingt ratsam sein könnte, eine eventuell etwas gesündere (?) Distanz zwischen Mutter und Sohn herzustellen, ist es nicht Deine Aufgabe, und zum anderen sehe ich da ein recht großes Abschussrisiko für Dich...

Ich z.B., da Du ja fragst, suche jetzt keinen Partner und würde mir eh keinen ins Haus holen, das ist unser Familienhaus... aber hypothetisch, wenn ein neuer Partner sich ("so früh" und generell) in das Thema "Mutterliebe" einmischen würde, hätte der bei mir zwei Füße und seinen restlichen Kadaver vor der Tür, noch bevor er einen Fuß reinbekommen würde in mein Haus!

Allerdings bin ich auch eine kompromisslose badass Löwenmama, die sich von niemandem reinreden lässt. Ich weiß natürlich nicht, wie die Dame drauf ist, mit der Du in Beziehung bist (ist sie Europäerin? Mitteleuropäerin?), vielleicht könntest Du mit ihr auch ruhig reden und so ein besseres Gefühl dafür bekommen, was bei denen abgeht...

Ich lese einfach mal weiter mit...^^
 
Top