• #61
Es sind Probleme zweier Menschen, der eine tut dies falsch, der andere das. Und beide haben Angst, aus der Beziehung zu gehen, beide kümmern sich nicht darum, beide passen nicht zueinander und erkennen das nicht. Das kann einfach nicht heißen, der eine macht es richtig, wenn er das falsche Verhalten des anderen mit eigenem falschen Verhalten rächt oder sich hier "Ausgleich" verschaffen will.
Du verkennst die unterschiedliche Bedeutung der Beziehung für Frau und Mann. Für die Frau ist die Beziehung die Hauptsache; für den Mann ist es der Sex. In so fern ist ein Dienst von ihm für sie, überhaupt eine Beziehung einzugehen oder in ihr zu bleiben.

Wenn Du et al. fordern, man solle zuerst die Beziehung beenden, bevor man sich umorientiert, liegt dem der Glauben an die Ernsthaftigkeit der Beziehung zu Grunde. Dieser ist beim justament aber nicht gegeben, jedenfalls nicht in dem Maße. Er bricht ein Gesetz, das ihm ohnehin nichts bedeutet.
 
  • #62
Hallo, hier nochmal die FS,
Ich finde es ganz schrecklich, das ich jetzt als nervige Frau betitelt werde, das tut weh. Ich hatte mir hier im Forum Anregungen gewünscht, wie ich aus dem Tief herausfinden kann. Aber jetzt bekomme ich viele Anschuldigungen, wie bist ja selber schuld, hättest früher was für die Ehe getan....
Der arme Mann hat ja ganz recht, so eine Ehefrau zu betrügen...jammere nur herum, und gebe nur ihm die Schuld.
Meinen Meinung nach, kann man auch in einer Beziehung, die mal nicht so glücklich läuft, Durststrecken aushalten und muss nicht fremdgehen. Es ist nicht immer alles gut und schön. Es gibt etliche solcher Ehen, die so funktionieren und beide dabei glücklich sind. Nach 26 Jahren Ehe ist halt nicht mehr alles eitel Sonnenschein, und vieles verliert sich in der Routine und im Alltag.
Aber auch ich weiß, das ich daran meinen Anteil habe, und versuche schon, dies zu reflektieren.
wir werden jetzt die Paartherapie machen und hoffen das uns das hilft.
Gruß carefull
 
  • #63
Du willst nicht wissen, warum dein Mann ausgebrochen (wortwörtlich) ist, warum er ein zweites Mal die Kontaktaufnahme zu der Frau, mit der er unbefangen fröhlich sein konnte, gesucht hat
Und genau da sortiere ich die Aussage von @Aries ein, das "Gönnen".
Ich gönne sie ihm von Herzen. Das war für ihn Entspannung, Erholung.
Das Erleben einer Auszeit - mal weg von diesem kräftezehrenden Alltag, Entspannung, ein Lachen, Unbeschwertheit, mal wieder gesehen zu werden, als Mensch (und Mann).
Ich empfinde das, was ich von carefull über die Ehe lese, als vorher schon anstrengend und jetzt nachher als noch schwieriger.

Natürlich hätte er reden müssen vorher, oder sie. Aber wenn ich lese, WIE sie redet, dann würde ich als, Mann wohl auch eher schweigen.

W, 51
 
  • #64
Für die Frau ist die Beziehung die Hauptsache; für den Mann ist es der Sex.
Dass das in sehr jungen Jahren bei Menschen so gilt, habe ich auch schon gehört, aber nur bis Mitte 20.

Wenn Du das als naturgegeben siehst, was im Zitat steht, kannst Du nicht mehr schreiben, dass Frauen doch einsehen sollten, dass der MENSCH nicht monogam ist. Dann wäre nur der MANN nicht monogam und die Frau müsste das einsehen, wenn sie wirklich der Meinung ist, eine Beziehung zu brauchen. Denn Beziehungleben erfordert ja Ressourcen, die man schlecht teilen kann (also die Frau will sicher nicht, dass noch andere Frauen davon bekommen, wenn eh schon nicht genug da ist ihrer Ansicht nach). Sex haben erfordert keine, außer, der Mann kann bei seiner Frau nicht mehr, weil er sein Gut schon woanders verschossen hat.

Irgendwann braucht sie die Beziehung dann nicht mehr, wenn sie von seiner Untreue genug hat, und dann müsstest Du Männern, die sich einsam fühlen, sagen: Die Frau will nunmal einen monogamen Mann, und wenn du dich sonst einsam fühlst und gern eine Beziehung hättest, dann sei es. Aber Du denkst ja, Männer wollten keine Beziehung. Das halte ich für einen Trugschluss. Selbst wenn sie emotional unreif sind und abhängig, können sie sich diesen Wunsch ja nicht ausreden, sie BRAUCHEN eine Beziehung.

In so fern ist ein Dienst von ihm für sie, überhaupt eine Beziehung einzugehen oder in ihr zu bleiben.
Nee, ich halte das absolut nicht für Selbstlosigkeit, selbst wenn der Mann wirklich keine Beziehung will. Dann macht er es nur für sich, nicht für die Frau, um leicht an Sex zu kommen. Aber ich denke, auch Männer wollen nicht einsam sein, brauchen ein menschlich nahes Umfeld, wünschen Familie und ein Nest.
Diese Männer kannst Du nicht ignorieren, es gibt sie. Haben sie das Menschsein Deiner Meinung nach nicht verstanden oder das MANNsein? (Ernstgemeinte Frage)

Es gibt auch viele Frauen, die keine Beziehung mehr wollen. Also ich würde sagen, es ist nicht vom Geschlecht abhängig, wenn man einmal ein paar Illusionen über Beziehungen verloren hat.

Vielleicht sind alle Menschen, die Beziehungen wollen, noch irgendwo emotional abhängig (ist dann eben so, wer ist schon 100% reif?). Aber ich denke, es ist dem Menschen schon ein Bedürfnis, andere Menschen nah zu haben, eine Familie zu haben, und nicht allein die Befriedigung des sexuellen Triebes erfüllt das Menschsein ganz. Ich bin keine Verhaltensforscherin oder Soziologin oder sonstige Spezialistin, die Dir das richtig beantworten könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #65
Ganz bleiben lassen
Ganz neu mit neuen "Regeln"
Genau das. Deswegen müsste das Ziel einer Paartherapie aus meiner Perspektive sein: "Wollen wir zusammen bleiben und wie können wir uns unsere Beziehung in Zukunft oder aber eine Trennung vorstellen?"

Das Thema "Wie kann ich meine Wut über das Fremdgehen am besten verarbeiten?" bringt aus meiner Sicht nicht wirklich weiter.

Es gab hier im Forum auch schon oft Beiträge, die davon sprachen, dass eine Ehe und das, was man sich versprochen hat, ganz anders wiegen, als eine Nicht-Ehe-Beziehung. In guten wie in schlechten Tagen usw.. Von daher denke ich schon, dass manche Leute das anders sehen als "lose Beziehungen" und sich, weil der Partner mal "ja" zu ihnen sagte und auch dieses Gelübde abgab, mehr engagieren, weil sie denken, dem Partner bedeutet es genausoviel wie ihnen, sonst wäre er die Ehe ja nicht eingegangen.
Ja, das stimmt. In der Realität glaube ich nicht, dass sich da irgendwas ernsthaft bessert. Bei mir wurde es schlechter, das Engagement geringer, vielleicht bin ich deswegen zu pessimistisch?

Ich denke nicht, dass eine Beziehung besser wird, nur weil man verheiratet ist. Auch wenn für manche die Wahl ist "trennen oder heiraten" und manche auch denken, die Beziehung läuft nicht so richtig, Zeit für ein Kind.

Abgesehen davon ist hier das Standardargument für heiraten ja auch "absichern". Um die Beziehung geht es da nicht wirklich, sondern sicher oft um den Status.

Heiraten sollte man, wenn man den rechtlichen Rahmen für die Beziehung braucht. Im Kern sind das finanzielle Punkte - Rente und Erbe. Dann würde ich auch heiraten.

Bezogen auf die FS: wenn sie sagen muss: Pass auf, mein Freund, Du hast vor 25 Jahren mal ein Versprechen abgegeben und darauf bestehe ich jetzt, dann ist das schon traurig für den Zustand der Beziehung insgesamt. Da nützt dann auch das Pochen auf die Einhaltung irgendwelcher Versprechen nichts. So funktionieren Beziehungen nicht.
 
  • #66
Ich finde es ganz schrecklich, das ich jetzt als nervige Frau betitelt werde, das tut weh
Nimm dir das doch bitte nicht so zu Herzen.

Niemand kennt dich und deine Beziehung und die Motivation eines jeden Schreiberling dürfte es sein, dass irgendwas an deiner Geschichte ihn triggert und an eigene Erfahrungen erinnert, egal aus welcher Sicht man eben deine Geschichte dann betrachtet.

Ich finde es gut, wenn du deine langjährige Beziehung nicht einfach so wegwerfen willst.

Wenn man nicht betroffen ist, kann man sich natürlich leicht hinstellen und ein politisch korrektes Verhalten einfordern, aber wer macht denn das schon in der Realität, da hat doch keiner die perfekte Beziehung und trennt sich sofort sobald sie etwas unperfekt wird.

Also lass dir die Beiträge doch nur als Anregung dienen, vielleicht auch mal das eine oder andere kritisch zu hinterfragen, aber nimm es doch nicht persönlich. 😉
 
  • #67
Männer haben diesbezüglich leider viel zu oft eine Art Dienst-Ethos. Sie erhalten Verbindungen aufrecht, die ihnen nicht gut tun. Mehr gesunder Egoismus ist nötig. In so fern ist es schon richtig, dass er sich schließlich eine andere Frau gegönnt hat.
Das machen manche Frauen genauso. Ich vermute sogar, dass Frauen dadurch mehr Schäden erleiden. Dein Männerbild teile ich ausdrücklich nicht, aber das muss ich hier wohl kaum erwähnen...

Es ist nicht richtig, dass er sich eine andere Frau gegönnt hat. Er hätte im Sinne der Beziehung ansprechen müssen, dass er sich nicht wohl fühlt. Es gibt keine Entschuldigung dafür, fremdzugehen. Genau in dem Punkt merkt die FS ja auch, dass sie keine Entschuldigung bekommt. Andererseits hat sie sich wohl auch nicht sonderlich gekümmert.

Die Konsequenz daraus, dass man in einer Beziehung keine Zukunft mehr sieht, ist die (letztendlich) Trennung (nachdem man das angesprochen hat). Nicht das "gönnen" von irgendwelchen Ersatzspäßchen.

Für die Frau ist die Beziehung die Hauptsache; für den Mann ist es der Sex.
Da bin ich ebenso nicht einverstanden. Plakativ ausgedrückt dürfte der Sex dann sogar interessanter und vielseitiger sein, wenn ich auf die langjährige Ehe verzichte...
Für mich ist Sex nicht die Hauptsache in einer Beziehung. Eine Beziehung haben, nur weil man sonst keinen Sex bekommt, ist was für Weicheier, nicht für Männer.
 
  • #68
Wenn Du das als naturgegeben siehst, was im Zitat steht, kannst Du nicht mehr schreiben, dass Frauen doch einsehen sollten, dass der MENSCH nicht monogam ist. Dann wäre nur der MANN nicht monogam und die Frau müsste das einsehen, wenn sie wirklich der Meinung ist, eine Beziehung zu brauchen.
Du übersteigerst das "hauptsächlich" in meinem Zitat zu einem "ausschließlich". Tatsächlich sind auch Frauen nicht monogam. Sie gehen fremd, sehr häufig sogar. Es geschieht nur anders, verdeckter. Und wenn sie sich zur Begründung äußern, führen sie immer Defizite in der Beziehung an, nicht den Fremdsex als Selbstzweck. Es geschieht bei ihnen also auch ihre Polygamie noch im Beziehungsrahmen.

Irgendwann braucht sie die Beziehung dann nicht mehr, wenn sie von seiner Untreue genug hat, und dann müsstest Du Männern, die sich einsam fühlen, sagen: Die Frau will nunmal einen monogamen Mann, und wenn du dich sonst einsam fühlst und gern eine Beziehung hättest, dann sei es.
Richtig. @Kirovets äußert sich doch immer in diesem Sinne. Das ist in der Tat ein Dilemma.

Nee, ich halte das absolut nicht für Selbstlosigkeit, selbst wenn der Mann wirklich keine Beziehung will. Dann macht er es nur für sich, nicht für die Frau, um leicht an Sex zu kommen. Aber ich denke, auch Männer wollen nicht einsam sein, brauchen ein menschlich nahes Umfeld, wünschen Familie und ein Nest.
Diese Männer kannst Du nicht ignorieren, es gibt sie. Haben sie das Menschsein Deiner Meinung nach nicht verstanden oder das MANNsein? (Ernstgemeinte Frage)
Das ist im Grunde das gleiche Missverständnis wieder wie schon oben. Du wechselst verschiedene Schwerpunktsetzung mit Ausschließlichkeit. Natürlich suchen Männer auch Zweisamkeit. Aber es hat in ihrer Präferenzordnung nicht diesen dominanten Stellenwert wie bei Frauen.

Aber ich denke, es ist dem Menschen schon ein Bedürfnis, andere Menschen nah zu haben, eine Familie zu haben, und nicht allein die Befriedigung des sexuellen Triebes erfüllt das Menschsein ganz.
Da kommen wir der Sache auf den Grund. Die Präferenzordnungen von Mann und Frau sind unterschiedlich. Es sind bei beiden die Bedürfnise nach Vertrautheit und sexueller Abwechselung vorhanden, aber unterschiedlichem Maße jeweils.
 
  • #69
Ich hatte mir hier im Forum Anregungen gewünscht, wie ich aus dem Tief herausfinden kann
»Anregungen« gab es reichlich, liebe FS. Überwiegend im ersten Teil deiner Fragestellung - also kurz nach dem 11.9.

Du hast nichts davon aufgenommen, denn das hätte bedeutet, dass du dir (auch) an die eigene Nase fasst. DAS wolltest und willst du nicht. Die Folge? Einige von uns geben auf, ordnen dich unter den »Beratungsresistenten« hier ein, oder ziehen sich gleich ganz zurück.
Da musst du dich nicht wundern, wenn du am Ende als »nervig« gesehen wirst. Weißt du, was ICH in dem Fall machen würde? Ganz sicher nicht hier schreiben
also erneut auf unsere Tränendrüsen drücken. ICH würde mir mal überlegen, warum ich nervig rüberkomme. Das ist das Adjektiv zu »nerven«. Und nerven bedeutet nichts anderes, als sich immer nur zu wiederholen ... ohne nachzudenken und vielleicht eine Änderung der eigenen Vorstellung in Erwägung zu ziehen.

Natürlich kannst du weiterhin auf deine Fans im Forum bauen. Doch, das merkst du ja: damit kommst du nicht ans Ziel, das da heißen könnte »Ehe retten«. WIR müssen ja nicht deine Beziehung hinbiegen, das obliegt alleine DIR (und deinem Partner).
 
  • #70
für den Mann ist es der Sex. In so fern ist ein Dienst von ihm für sie, überhaupt eine Beziehung einzugehen oder in ihr zu bleiben.
Naja so ist es nun auch nicht.

Für den Mann funktioniert die Beziehung nicht ohne Sex und klar führt er sie im Grunde auch deswegen (bzw. hat sich deswegen darauf eingelassen) , aber die Werte von Familie und einer gewissen Arbeitsteilung / Versorgung und Rückhalt im leben schätzen Männer sicherlich auch.

Sonst würde ja alle impotenten Männer sofort die Beziehungen auflösen.
Das tun sie nun gerade nicht (wobei dann allerdings wiederum sexuell motivierte Gründe auch eine Rolle spielen)

Aber sicherlich brauchen Männer Beziehungen um der Beziehungen willen weniger als Frauen (im Durchschnitt). Deswegen sind sie als Singles im Alter nicht so unglücklich wie manche Frau (Ausnahmen davon gibt es aber auch genug).
Das merkt man gerade hier im Forum doch sehr deutlich, was (neben anderen Effekten) auch eine Grund dafür ist, warum in den Partnerbörsen im Alter soviel mehr Frauen "auf dem Markt" sind .
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #71
Ich finde es ganz schrecklich, das ich jetzt als nervige Frau betitelt werde, das tut weh. Ich hatte mir hier im Forum Anregungen gewünscht...
Liebe FS,
es ist allerhöchste Eisenbahn, dass Du Dir einen erwachsenen Umgang mit Kritik zulegst - insbesondere in Internetforen, aber auch, wenn es mit Deiner Paarberatung was werden soll. Wenn sie was taugt, wirst Du Dir einige unerfreuliche Wahrheiten auch über Dich selber anhören müssen, die Du offensichtlich nicht sehen willst.
Du bist keine 14 mehr sondern mit 50+ dem Teenageralter seit Jahrzehnten entwachsen. Zeit also für erwachsene Souverantität auch bei Kritik.

Der Vorteil an diesen Foren; es kommt jede Menge Erfahrungen in sehr vielen Lebenslagen und sehr unterschiedliche Wertesysteme zusammen. Lies Dir sie Dir durch, nimm sie zur Kenntnis und guck worin Du Dich und Deine Ehe wiederfindest, was Dich zum Nachdenken bringt und hau den Rest einfach in die Tonne.

Ja, es tut weh, wenn man sich mit unerfreulichen Wahrheiten auseinandersetzen muss. Na und? Du bist doch kein Kleinkind mehr, das nur mit Wattebällchen beworfen werden darf damit es nicht heult. Wenn Du das nicht aushalten kannst, dann solltest Du mit Deinen Anliegen nicht vor die Tür gehen.

Ja, Du bist nervig, wenn Du seit 6 Monaten ewig mit dem gleichen Sermon kommst. Na und? Sei doch einfach gern nervig, weil es Dir so zusetzt. Dein Mann hat Deine Nerven ja auch strapaziert. Nun strapazierst Du eben seine.
Nur irgendwann muss damit ja mal Schluss sein und was anderes kommen, wenn sich was ändern soll.
Es ist doch gut, dass Dir hier so viele sagen, dass bei ihnen schon Ende im Gelände gewesen wäre nach Monaten derartig destruktiver Kommunikation. Damit weißt Du doch auch, dass Deinem Mann sehr an der Ehe gelegen ist, wenn er das immer noch erträgt - warum auch immer und das wiederum stärkt Deine Verhandlungsposition. Nimm die erkenntnis und streich den Rest.

Meinen Meinung nach, kann man auch in einer Beziehung, die mal nicht so glücklich läuft, Durststrecken aushalten und muss nicht fremdgehen.
Das meinst Du und darfst Du auch gern meinen. Dein Mann meint offensichtlich was anderes. Nur das solltest Du zur Kenntnis nehmen und nicht das Gemähre der Foristen.

Du hast hier sehr viel Zuspruch bekommen, bist aber auf absolut garnichts eingegangen was Dir an Tipps gegeben wurde. Stattdessen zickst Du rum und verharrst in Deine leidvollen Opferhaltung und der "nicht verzeihen können"-Spirale.
Warum lachst Du nicht einfach über die ewig gestrigen Typen des letzten Jahrtausends, die ausflippen wenn eine ehemals gefügige Ehefrau das Kriegsbeil schwingt? Die flippen aus, wenn Frauen aufbegehren. Das ist nicht ernstzunehmen sondern lustig.
 
  • #72
Ich bin bei @Vikky, Post # 72, Du musst erstmal gar nichts, wenn deine Gefühlslage dir sagt, Du bist verletzt und enttäuscht, dann ist das so und dann dauert das Verzeihen eben halt solange bis du soweit bist, ihm wieder Vertrauen zu schenken. Das muss er sich jetzt langsam wieder verdienen. Er hat einen Fehler gemacht, nicht Du, und jeder legt selbst seine Werte und No-Go‘s fest. Wenn dein Mann Dir noch nicht verständlich erklären kann, warum er Dich aktiv 6-Wochen betrogen hat, und Dir nicht vermittelt, es ehrlich zu bereuen, sondern nach dem Motto Schwamm-drüber und stell‘ dich nicht so an; und wieder zurück zum Alltag, und Du bist nicht soweit, dann höre drauf, sonst wirst Du krank. Du musst es für Dich verstehen und verarbeiten. Du reichst ihm die Hand, bist mit ihm in Kontakt, willst ihm eine Chance geben, willst alles Vergangene und Unausgesprochene jetzt klären, um Entscheiden, ob und wie es weitergeht. Gib das Ganze ausschließlich in die Paartherapie, Du kannst auch allein ein Gespräch mit einem Therapeuten nebenbei suchen, um mal zu reden und alles rauszulassen; und Dir erstmal Zeit lassen, Du musst nichts gleich entscheiden, was Du derzeit noch nicht kannst. Wenn dein Mann etwas an eurer Ehe liegt, wird er das mittragen müssen, wenn er Dich nicht verlieren will. Nur genieße jetzt die Zeit mit ihm, lass den Betrug erstmal außen vor, ihr habt schon 6 Monate fruchtlos geredet, pack‘ jetzt das Thema in die Paartherspielt und wenn Dir alles zeitweise zuviel wird und die Zweifel, Ängste, Wut aufsteigen, dann zieh‘ dich zurück, bevor ihr euch in verletzender Weise immer weiter im Kreis dreht. Ich glaube schon, dass er sich einfach mal wieder als Unbekannter Mann fühlen wollte, ein bisschen so wie er gerne wäre und es war die Gelegenheit, nur diesen Paukenschlag soll er gehört haben, euer Vertrauen muss neu wachsen, Du ihm mehr zu hören und ihn ernst nehmen. Es müssen beide an sich arbeiten wollen und versuchen in den imaginär Schuhen des anderen zu gehen, um zu verstehen, was jeden so gefühlsmäßig umtreibt (nicht einseitig nur Du). Einer will es verstehen und zeigt dann Geduld, ein anderer versteht es nie oder will sich selbst mit seinen Schwächen nicht befassen. Wenn jemand sich nicht damit auseinandersetzt, wie scheinbar dein Mann, sondern nur schnell wieder Harmonie und Frieden, macht er dies bei nächster Gelegenheit wieder (und Du sollst wiederholt die Kröte schlucken). Ob dein Mann es versteht, dass deine Welt Kopf steht, oder nicht, kommt in der Paartherapie zur Sprache, und nur dort, nicht mehr abends vor dem Fernseher oder am Frühstückstisch, weil es stimmt schon, jeder hat mal jemanden enttäuscht und will es nicht jedesmal pausenlos vorgehalten bekommen. Ob er es ehrlich bereut und es somit eine einmalige Sache war/bleibt, und Du ihm dadurch mit der Zeit verzeihen kannst/wirst, zeigen dann eure Gespräche in der Paartherapie, wo alles auf den Tisch kommt und moderiert auf den Prüfstand gestellt wird.
 
  • #73
Du bist verletzt und enttäuscht, dann ist das so und dann dauert das Verzeihen eben halt solange bis du soweit bist, ihm wieder Vertrauen zu schenken. Das muss er sich jetzt langsam wieder verdienen.
Richtig. Natürlich lässt sich das nicht von heute auf morgen regeln. Aber: Vertrauen muss wieder wachsen. "Verdienen" ist mir zu einseitig. Natürlich muss er in Vorleistung gehen, die Initiative ergreifen, auf sie eingehen. Aber ohne ihre ernsthafte Beteiligung geht das nicht.

"Ich bin verletzt und wütend und er ist zuständig, das zu ändern" ist Kindergartenverhalten. Kann frau machen, aber das Risiko einer endgültigen Trennung steigt damit. Die Nummer fährt sie jetzt seit ein paar Monaten und wir wissen nicht, wer hier mehr Interesse am Erhalt der Beziehung hat.

Er hat einen Fehler gemacht, nicht Du, und jeder legt selbst seine Werte und No-Go‘s fest. Wenn dein Mann Dir noch nicht verständlich erklären kann, warum er Dich aktiv 6-Wochen betrogen hat, und Dir nicht vermittelt, es ehrlich zu bereuen, ....
Es gibt aus meiner Sicht keine "verständliche" Erklärung für einen Seitensprung. Es gibt nur ehrliche Gespräche über die eigene Beziehung und einen gemeinsamen Weg, diese wieder ins Lot zu bringen. Das setzt voraus, dass beide es wollen und dass beide daran mitarbeiten.
Sein Part ist, sich zu überlegen und klar auszudrücken, dass sein Verhalten rückblickend ein Fehler war und zu vermitteln, dass er das ändern möchte. Das kann sie dann annehmen und daran gemeinsam arbeiten. Oder es eben bleiben lassen.

Wenn Fremdgehen ihr "NoGo" ist, dann ist die Konsequenz die Trennung. Nicht dauerhaftes Herumnörgeln. Dann wäre bei mir jedenfalls die Beziehung von meiner Seite irgendwann beendet.
 
  • #74
Natürlich muss er in Vorleistung gehen, die Initiative ergreifen, auf sie eingehen. Aber ohne ihre ernsthafte Beteiligung geht das nicht.
Und wie....welche Vorleistungen braucht es?
Ich hatte die FS so verstanden, dass sie genau danach fragt.
Gerne denkt einer für den anderen und bestimmt was dieser braucht....und der andere verlernt es über sich selbst zu wissen

Deshalb mein Ansatz...sich helfen zu lassen
 
  • #75
Aus meiner Sicht sollte von ihm die Initiative ausgehen zum Beispiel für Gespräche, sich mit seinem Fehltritt zu beschäftigen und von sich aus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen, zum Beispiel den banalen, dass er das künftig lässt.
Ich meine damit ausdrücklich nicht, ihr einen Brillantring zu kaufen. Auch nicht, ihr jetzt jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Aber eben die Initiative zu ergreifen, damit sich die Beziehung wieder bessert. Beteiligt sind daran selbstverständlich beide.
 
  • #76
Natürlich hätte er reden müssen vorher, oder sie. Aber wenn ich lese, WIE sie redet, dann würde ich als, Mann wohl auch eher schweigen.
W, 51
Hilft das Schweigen?

Auf mich wirkt die FS hilflos, verletzt und sucht hier Austausch.

Unfassbar, wie der Mann hier in Schutz genommen wird. Übrigens, Rehas bekommt man nicht so einfach verordnet, man muss schon wirklich vorher div. Arzttermine haben usw., es sei denn der Mann der FS ist Beamter.

Wenn man also krank ist und zur Reha fährt und dann plötzlich neben dem anstrengenden Reha-Tag, noch Zeit und Aufmerksamkeit für Frauen hat, dann kann es einem nicht so schlecht gehen.

Eine nicht gut laufende Ehe durch Fremdgehen aufzuhübschen ist für mich ein absolutes Zeichen von persönlicher Unreife. Das die Männer hier dieses Verhalten des Mannes noch entschuldigen und der FS die Schuld für das Fremdgehen des Mannes zuschieben sagt für mich einiges aus. Erschreckend, mal wieder, aber schon oft gelesen und persönlich erlebt. Ich wiederhole: infantiles Denken

So eine Trennung hätte für den Mann mehr finanzielle Nachteile als für die Frau, daher kann ich schon verstehen, dass ER sich gar nicht trennen will und jetzt einen auf Liebe macht.

Ich frage mich nur, warum die FS nicht klare Kante zieht, sich trennt, ein neues Leben aufbaut und für sich alleine eine Therapie macht? Ich könnte so einen Mann nie wieder anfassen, küssen, geschweige denn mehr.

W Ü55
 
  • #77
Wenn man also krank ist und zur Reha fährt und dann plötzlich neben dem anstrengenden Reha-Tag, noch Zeit und Aufmerksamkeit für Frauen hat, dann kann es einem nicht so schlecht gehen.
Ich war nie in einer Reha. Aber was ich hier lese und sonst so höre, deutet darauf hin, dass es in Rehas viele Techtelmechtel gibt. Es gibt wohl genügend Frauen und Männer, die zu Hause nicht die Aufmerksamkeit bekommen (und geben), die sie brauchen und die dann dafür empfänglich sind.

Eine nicht gut laufende Ehe durch Fremdgehen aufzuhübschen ist für mich ein absolutes Zeichen von persönlicher Unreife. Das die Männer hier dieses Verhalten des Mannes noch entschuldigen und der FS die Schuld für das Fremdgehen des Mannes zuschieben sagt für mich einiges aus.
Kann man so sehen. Was ich hier nicht lese ist, dass "die Männer hier" irgendwas pauschal entschuldigen und der Frau die Schuld zuschieben. Die Frauen auch nicht. Aber an einer Beziehung sind eben zwei beteiligt. Wenn man Hinweise darauf nicht erträgt, ist das nicht infantil, aber wirklich erwachsen ist es auch nicht. Eher wie die berühmten drei Äffchen.

So eine Trennung hätte für den Mann mehr finanzielle Nachteile als für die Frau, daher kann ich schon verstehen, dass ER sich gar nicht trennen will und jetzt einen auf Liebe macht.
Wissen wir nicht. Sie hat keine Kinder mit Betreuung mehr, sie steht finanziell auf eigenen Füßen und ists berufstätig. Kurzfristig möchte ich da keine Prognose abgeben, denn er wird keinen Unterhalt zahlen müssen. In Bezug auf Rente wird er etwas verlieren, aber selbst da ist eine Prognose schwierig.