G

Gast

  • #1

Seit Jahren verlobt, gemeinsames Kind - aber keine Hochzeit

Ich (34) bin mit meinem Partner (32) schon 8 Jahre zusammen. Wir haben uns vor 4 Jahren offiziell verlobt. Konkrete Hochzeitsplanungen gab es erst mal nicht. Dann wurde ich schwanger, so dass das Thema Hochzeit wieder aktuell wurde. Wir vereinbarten, kurz nach der Geburt zu heiraten und dem Kind schon mal den Nachnamen meines Verlobten zu geben (ein Fehler?). Mein Verlobter verschob dann den Termin immer wieder mit irgendwelchen Ausreden. Dazu kamen noch Diskrepanzen, da ich gerne kirchlich mit allem Drum und Dran heiraten würde, er aber höchstens standesamtlich und nur im engsten Familienkreis ("nicht unnötig teuer"). Mittlerweile ist unser Kind jedenfalls schon 2 Jahre alt...

Unsere Beziehung läuft ansonsten gut und mein Verlobter ist auch ein guter Vater, der sich viel Zeit für unser Kind nimmt.

Wie könnte ich meinen Verlobten dazu bringen, sein Heiratsversprechen doch noch einzulösen? Oder sollte ich mich mit der aktuellen Situation zufrieden geben?

w34
 
  • #2
Liebe Fs,

es hängt stark davon ab, wie sehr es Dich demütigt, dass Dein Partner Dich nicht heiraten will. Mich würde das auf Dauer sehr stark zermürben und frustrieren...

Entscheidend wäre für mich: Läuft's bei Euch fair ab? Wenn Du wegen des Kleinkindes Teilzeit arbeitest, hast Du alle ökonomischen Nachteile: Abschläge bei der Rente, momentan geringeres Einkommen und wenn er stirbt erhältst Du keine Witwenrente.

Hat er irgendeine Form von Vorsorge für Eure Familie getroffen? Wenigstens eine hohe Risikolebensversicherung abgeschlossen? Bezahlt er Dir monatlich einen Nachteilsausgleich, wenn Du wegen euren Kindes nicht Vollzeit erwerbstätig bist?

Was die Sache mit den unterschiedlichen Hochzeitsvorstellungen betrifft: Da lagen mein Partner und ich genauso weit auseinander, bloß mit verteilten Rollen. Er ist gläubig und will das ganze heck-meck mit Kirche, ich als Atheistin natürlich nicht. Ich tue ihm aber den Gefallen und verbuche es als teure Folklore, die überdies meinen Mann noch sehr glücklich macht.
 
G

Gast

  • #3
Es kommt wirklich drauf an, wie stark es Dich belastet bzw. demütigt, dass er sein Hochzeitsversprechen immer wieder verschiebt...Ist ihm eine Hochzeit zu teuer? Habt ihr denn wirklich _so_ unterschiedliche Vorstellungen zum Verlauf der Hochzeit? Es kann doch nicht sein, dass man sich da nicht vernünftig einigen kann, FS. Welcher Art sind denn seine Ausreden?

Vllt könntest Du ihn humvorvoll auf die Einhaltung seines Hochzeitsversprechens erinnern.

w
 
G

Gast

  • #4
Wie könnte ich meinen Verlobten dazu bringen, sein Heiratsversprechen doch noch einzulösen? Oder sollte ich mich mit der aktuellen Situation zufrieden geben?

w34
Wenn es Dir in erster Linie ums Geheiratet-Werden geht, würde ich auf den Firlefanz verzichten und erst mal klein heiraten.
Oder ihr bucht eine Reise - Heiraten in Venedig, auf Mauritius oder sonstwie - unbürokratisch und nur zu zweit. Sehr romantisch. Mag ja sein, dass dein Freund keine Lust hat, 20.000 Euro für ne Hochzeit auszugeben, nur damit du mit Mega-Brautkleid, 100 Freunden auf nem Schloss heiraten kannst.
Mir würde es in allererster Linie an deiner Stelle darum gehen, dass du erst mal verheiratet bist, denn so bist du rein finanziell gesehen gar nicht abgesichert.
Ich schätze mal, dass du dich mehr um Euer Kind kümmerst. Das würde ich mir irgendwie schon ausgleichen lassen: Du hast Karriereeinbußen, Einkommenseinbußen, Renteneinbußen und stehst bescheiden da, falls ihr Euch trennt.
Dass Du Eurem Kind seinen Nachnamen gegeben hast, war definitiv ein Fehler.
Mein Mann hat erst die Namen der Kinder auf seinen Namen ändern dürfen, als wir verheiratet waren.
Dein Verlobter hat keinen Vorteil durch eine Heirat im Gegensatz zu Dir. Wo sollte also seine Motivation liegen?
Ich würde es auf die unkompliziert-romantische Tour versuchen.
Reise + Hochzeit zu zweit!

Das könnte klappen!

w,40
 
  • #5
Mir scheint, das wäre die erste Hochzeit dieses Partners der FS ?
Und der hat grundsätzlich Angst, oder gar eine Phobie gegen das heiraten selber ?
Also das im Gespräch klären, und wenn nötig professionelle Hilfe suchen ?
 
G

Gast

  • #6
So, wie ich das verstehe, möchte Dein Verlobter schon heiraten, aber einfach nicht in dem Rahmen wie Du. Leider wissen wir nicht um Eure finanziellen Verhältnisse. Wenn Dein Wunsch nach einer grossen Hochzeit mit allem Drum und Dran Euer gesamtes Erspartes auffrisst, verstehe ich die Argumente Deines Verlobten. Wenn die Kosten aber keine Rolle spielen, lässt sich sicher etwas finden, das Dich glücklich macht und mit dem Dein Partner sich auch arrangieren kann. Grundsätzlich würde ich aber die Vernunft walten lassen und finanziell angemessen heiraten, es geht um einen Tag, ein Wichtiger, ich weiss, aber ein finanzielles Polster ist im Endeffekt noch wichtiger.

w/35
 
G

Gast

  • #7
es ist doch klar das dein Verlobter es nicht mehr will. Es ist für ihn optimal so wie es ist. Er hat eine Frau an seiner Seite, ein Kind, und das alles ohne bindende Pflichten? Vergiss es mit der Hochzeit.
 
  • #8
FS zufriedengeben?

Dein Verlobter hat das perfekte Schlaraffenland in eurer Beziehung, denn durch die Verlobung geniest er viele Rechte aber kaum Pflichten http://www.finanztip.de/recht/familie/verlobung.htm

Wenn ihr euch trennt, dann hat er auf das Kind 100% den selben Anspruch als ob ihr verheiratet wart. Das Kind hat seinen Namen und die Rechte nicht verheirateter Väter sind deutlich besser als früher. Du dagegen, du hast ein kleines Problem, wenn du wegen dem Kind weniger arbeitest und Beruflich nicht so gut abgesichert bist, dann steht dir nach einer Trennung kein Unterhalt von ihm zu. Weil ihr arbeitet 100% nicht beide gleichviel und versorgt beide das Kind zu 50%.

Dein Verlobter wird dich ohne einen gravierenden Grund nie heiraten.
 
G

Gast

  • #9
...Mir würde es in allererster Linie an deiner Stelle darum gehen, dass du erst mal verheiratet bist, denn so bist du rein finanziell gesehen gar nicht abgesichert.
Ich schätze mal, dass du dich mehr um Euer Kind kümmerst. Das würde ich mir irgendwie schon ausgleichen lassen: Du hast Karriereeinbußen, Einkommenseinbußen, Renteneinbußen und stehst bescheiden da, falls ihr Euch trennt.
Dass Du Eurem Kind seinen Nachnamen gegeben hast, war definitiv ein Fehler...
Warum sollte man sich als Mann auf soetwas einlassen? Wer möchte denn schon derjenige sein, der für eine finanzielle Absicherung einstehen muss? Und besonders toll ist der Ansatz, dass der Vater erst heiraten sollen muss, damit er Rechte an seinem Kind hat. Die Ehe ist doch nicht dazu da, der Frau finanzielle Vorteile zu verschaffen, für die der Mann geradestehen muss.
 
G

Gast

  • #10
Zur Heirat kann man niemanden überreden oder zwingen - es endet sonst im Desaster für alle Beteiligten.

Wenn man denn unbedingt heiraten will, dann stecke DU zurück mit deiner kirchlichen Hochzeit + Feier. Du merkst doch, dass für deinen Freund die Nachteile und Unnahmlichkeiten überwiegen (Geldkosten, große Feier, Familienfest, etc. Das alles will er nicht!)
 
G

Gast

  • #11
Die Ehe ist doch nicht dazu da, der Frau finanzielle Vorteile zu verschaffen, für die der Mann geradestehen muss.
Doch!!! In gewisser Weise isz die Ehe auch dafür da, die Frau (oder den Part, der sich eben hauptsächlich um das Kind kümmert) abzusichern. In der regel ist das die Frau.
Ein Kind verursacht bei allem Positiven für denjenigen, der für das Kind da ist immense berufliche Nachteile. Habe ich selber erlebt. Man hat mindestens 1 Jahr Berufspause, danach mündet es oft in Teilzeit, weil man sein Kind eben nicht 9-10 Stunden mit unter 3 Jahren fremdbetreuen lassen will.
Auch nach 3 Jahren ist es nicht gerade einfach, denn VOLLZEIT arbeiten heißt, mindestens 9 Stunden weg vom Kind zu sein. Und in vielen Berufen heißt Vollzeit eher 10h/Tag.
Natürlich muss man sich da als Frau absichern, alles andere ist mehr als leichtsinnig.
Und es ist unfair, wenn ein Mann und Partner weiter in seinem Beruf arbeiten kann, keine berufliche Pause einlegt (kann er oft ja auch nicht, einer muss ja Geld verdienen) und die Frau hat alle beruflichen Nachteile alleine auf ihrer Seite.
NATÜRLICH muss das geteilt werden. Und da sich Männer in der regel nicht sonderlich vortun in der Brutpflege, müssen sie das natürlich finanziell ausgleichen.
Das ist in der Ehe gesetzlich so geregelt, weil es eben so ungerecht ist für Frauen.
Oftmals bekommt mal als gebärfähige Frau ja auch nur befristete Verträge, so dass man nicht mal in seinen vorigen Beruf einsteigen kann. Fang du mal in Teilzeit in einer neuen Firma, einem neuen Betrieb, einer neuen Kanzlei oder einer neuen Klinik an. Da bist du dann nur für die uninteressanten Jobs zuständig - Aufstiegschancen gleich null in Teilzeit.
Und nach 5-10 Jahren trennt man sich dann und die Frau ist beruflich auf dem Stand einer 30jährigen, Rente ist mickrig, meist hat die Frau die Kinder ja nach der Trennung, während der Mann einfach als lockerer Single neu starten kann - mit jüngerer Frau, mit gutem Verdienst, meist beruflich doch gut etabliert.
Natürlich muss da der Partner für die ehebedingten Nachteile gerade stehen. Es sei denn, er hat ein naives Blödchen zur Freundin. Die vertraut in das Gute im Mann und findet heiraten nur aus Liebe sinnvoll.

@FS: Lass Dich nicht entmutigen! Ich kenne viele Paare, die erst nach 2-4 Jahren geheiratet haben. Aber falls dein Freund ein 2. Kind will, würde ich ihm sagen, dass du vor einer Heirat kein 2. Kind willst. Nur nehmen und nichts geben ist keine gute Basis für eine Partnerschaft.
Es geht nicht ums Ausnehmen des Mannes, natürlich soll man auch aus Liebe heiraten, aber davon gehe ich ja aus, aber es geht auch um Gleichberechtigung.

w,40
 
  • #12
Aber falls dein Freund ein 2. Kind will, würde ich ihm sagen, dass du vor einer Heirat kein 2. Kind willst. Nur nehmen und nichts geben ist keine gute Basis für eine Partnerschaft.
Erpressung ist aber auch keine gute Basis für eine Partnerschaft. In so einen Fall wäre ich wahrscheinlich
schneller "weg" als Carl Lewis auf 100 m.

Zu einer Heirat sollte man(n) oder Frau niemals zwingen.
Dies sind doch Relikte aus dem letzten Jahrtausend.
 
G

Gast

  • #13
Das vernünftigste ist doch den Mann anzusprechen. Sag ihm das Du mit ihm einen Termin auf dem Standesamt ausmachen willst. Dann wird er sich äussern müssen - egal in welche Richtung es für Dich geht. Du musst dann erkennen ob er Dich hinhält, austrickst oder nicht heiraten wird oder definitiv doch.

Nachdem ich mehrere Jahre umsonst darauf gewartet habe, habe ich das genauso gemacht.
Heraus kam das er mich nie heiraten würde - ein Jahr danach wurden Umzugsvorbereitungen getroffen. Die Frau von der er sich ( nicht wegen mir ) scheiden ließ, zog nach 10 Jahren wieder bei ihm ein.
 
G

Gast

  • #14
...Natürlich muss man sich da als Frau absichern, alles andere ist mehr als leichtsinnig.
Und es ist unfair, wenn ein Mann und Partner weiter in seinem Beruf arbeiten kann, keine berufliche Pause einlegt (kann er oft ja auch nicht, einer muss ja Geld verdienen) und die Frau hat alle beruflichen Nachteile alleine auf ihrer Seite.
NATÜRLICH muss das geteilt werden. Und da sich Männer in der regel nicht sonderlich vortun in der Brutpflege, müssen sie das natürlich finanziell ausgleichen.
Das ist in der Ehe gesetzlich so geregelt, weil es eben so ungerecht ist für Frauen...
Damit bringst Du aber nur Gründe für Frauen, zu heiraten. Warum soll sich aber ein Mann darauf einlassen. Erst recht, wenn bereits Nachwuchs da ist. Welchen Vorteil soll das Ganze noch für Männer bringen. Spätestens, wenn bereits Nachwuchs da ist, kann die Frau ja auch nicht mehr einfach in den früheren Status zurückkehren. Da würde ihre Situation durch eine Trennung auch nicht besser. Danach müsste man als Mann es also schaffen, dass man bereits im unverheirateten Zustand Kinder bekommt. Wenn das geschafft ist, gibt es eigentlich kaum noch Druckmittel der Frau zur Heirat. Und, da die Ehe für den Mann ja scheinbar nur Nachteile bringt, bedarf es Druckmitteln.
 
  • #15
Die Ehe ist doch nicht dazu da, der Frau finanzielle Vorteile zu verschaffen, für die der Mann geradestehen muss.
Nein die Ehe ist definitiv dafür nicht da, die Ehe ist dafür da beide Seiten abzusichern und vor allem die Kinder die aus der Beziehung entstehen. Solange es in Deutschland keine Selbstverständlichkeit ist, dass der Mann 50% der Kindererziehung und der Hausarbeit übernimmt, solange kann die Frau auch nicht 50% der finanziellen Last tragen.

Ich frage mich, welcher Mann würde eine Arbeit anfangen ohne einen schriftlichen Vertrag und vor allem da hoche Risiken eingehen und dabei 0 Sicherheit haben.

Ich persönlich habe keine Problem mit Eheverträgen, wenn in diesem Vertrag auch ein Ausgleich drin ist, was bei der Geburt von Kindern passiert und wie der Teil der wegen der Kinder beruflich zurücksteckt entschädigt wird.

Mein Kind wird nie im Leben den Namen eines Mannes tragen mit dem ich nicht verheiratet bin, den kann man dann auch nach der Heirat ändern.

Früher war es für Männer ohne eine Ehe mit der Mutter unmöglich 100% Rechte an ihrem Kind zuhaben, heute (was auch richtig ist) kann jeder Mann auch ohne das Einverständnis der Mutter, all seine Rechte am Kind einklagen, wenn ER das will.

Eine Frau, die nach der Geburt beim Kind blieb oder auch nur Teilzeit arbeitet, die kann dann nichts vom Vater des Kindes einklagen, damit ihre Nachteile die ihr aus der unehelichen Beziehung durch das Kind entstanden sind.

Selbst die Zeit der Schwangerschaft kann in vielen Berufen auch extreme Nachteile bringen, weil die Frau da in ihrem Job nicht arbeiten darf.

Egal wie toll und schön die Mutterschaft vielleicht ist und auch was für Vorteile sie bring und auch vielleicht kann man der Schwangerschaft selber viel schönes abgewinnen. Die Nachteile, vor allem Finanziell die sind enorm, wenn die Frau durch den Vater des Kindes nicht abgesichert ist. Die Geburtenrate geht nicht ohne Grund immer weiter zurück, Frauen wollen nicht mehr so stark oder so viele Kinder wie früher, weil sie nicht mehr die Sicherheit haben. Sie wissen bei einer Trennung von ihrem Partner sind sie Finanziell auf sich gestellt, ihnen droht Verarmung, auch wenn sie mit dem Mann verheiratet waren, weil der Unterhalt für den Partner ist bei einer Scheidung auch begrenzt (was auch okay und zum Teil richtig ist).

Also solange Kinder nicht auf Bäumen wachsen und sich selber erziehen, solange braucht man auch einen Vertrag, der die schwächere Seite dabei absichert.

Für den Verlobten der FS gibt es 0 Gründe warum er heiraten sollte, er geniest durch die Verlobung und seinen Nachnamen beim Kind alle Vorteile an dieser Beziehung und kaum für ihn spürbare Nachteile.
 
G

Gast

  • #16
...Für den Verlobten der FS gibt es 0 Gründe warum er heiraten sollte, er geniest durch die Verlobung und seinen Nachnamen beim Kind alle Vorteile an dieser Beziehung und kaum für ihn spürbare Nachteile.
Für welchen Mann gibt es denn Gründe zu heiraten? Das einzige, was hier anders ist als meist, ist doch der Nachname des Kindes. Es sind also im Prinzip alle unverheirateten Männer in vergleichbarer Lage mit dem Freund der FS. Es stellt sich aus einigen Äußerungen von Frauen hier doch im Prinzip so dar, als würde die Ehe quasi wie eine Generalversicherung zugunsten der Frau wirken, wo der Mann in der Rolle der Versicherung ist. Was soll denn die Gegenleistung dafür sein? Ein Mehr gibt es für den Mann durch die Ehe doch nicht.
 
  • #17
Es stellt sich aus einigen Äußerungen von Frauen hier doch im Prinzip so dar, als würde die Ehe quasi wie eine Generalversicherung zugunsten der Frau wirken, wo der Mann in der Rolle der Versicherung ist. Was soll denn die Gegenleistung dafür sein?
Nein das ist definitiv falsch. Wenn ein Mann 50% der Kinderversorgung übernimmt und auch der Hausarbeit, dann kann er von der Frau auch 50% der finanziellen Last erwarten. Eine Ehe und wie du das nennst ein Generalversicherung ist nur dann nötig, wenn der Mann seinem Beruf zu 100% nachgeht und die Frau zu fast 100% den Nachwuchs versorgt. Das was früher für den Mann Mehr an der Ehe gab, wurde abgeschafft und das sich die 100% Rechte am Kind, die er nur durch die Ehe bekommen konnte, heute kann er sie auch so bekommen.

Ein Mehr gibt es für den Mann durch die Ehe doch nicht.
Nö gibt es nicht, durch die neuen Gesetze, hat ein unverheirateter Mann so ziemlich alle Vorteile, die früher nur ein verheirateter Mann bekam. Es gib für Männer keinen großen Grund zu heiraten, außer damit die Freundin oder Verlobte nicht mehr nervt und die Steuerklasse. Darum habe ich doch geschrieben, der Verlobte der FS hat 0 Gründe sie zu heiraten, für ihn ist es so viel besser. Die FS hat die Nachteile und die sind hier so ziemlich jedem Mann egal, weil er das nicht als ein Nachteil sieht.

Du fragst nach der Gegenleistung für die Versicherung, die Gegenleistung ist; das Recht seine Gene weiter geben zu dürfen, das Recht ist leider zu selbstverständlich für Männer geworden.
 
G

Gast

  • #18
Hallo FS,



Zum Glück hat der Gesetzgeber eheliche und uneheliche Kinder mittlerweile gleichgestellt. Das ist schon sehr zivilisiert um den Staat finanziell zu entlasten. Historisch gesehen hat sich einiges getan.

Wilde Ehen waren früher eher verpönt, heute fast alltäglich. Wir reden heute von serieller Monogamie. Unverbindlich ist chic. Wer weiss was die Zukunft bringt. Heute hier morgen da.
Herrenbesuch war für alleinstehende Frauen auch ein Problem. Da hat die Wirtin immer aufgepasst. Schnell war man als Schlampe oder Flittchen verschrien.

Eine Frau mit einem unehelichen Kind wurde noch bis vor ein paar Jahrzehnten schief angeschaut. Heute fast alltäglich. Früher konntest du dich ohne die Einwilligung des Mannes nicht mal scheiden lassen. Töchter lebten noch bis zur Verheiratung bei ihren Eltern, sogar Männer. In Italien ist es vielfach heute noch so.

Es hat sich in der Familienstruktur schon was getan. Was ich damit sagen will ist folgendes:
Du liebe FS bist diejenige, die es ihm erlaubt mit dir ohne ehelichen Vertrag zusammen zu wohnen. Es zwingt dich absolut keiner dies zu dulden, wie du es im Moment tust.

Deine Botschaft an die Welt ist eindeutig: "Er will mich nicht heiraten". Heul! Ja warum denn nicht? Was hindert euch, ihn denn daran? Wer verbietet es euch denn? Im Prinzip ist seine Einstellung eine schallende Ohrfeige an dich. Wenn ich deine Mutter wäre würde ich ihm was husten Als Vater würde ich mal mit ihm ein ordentliches Wort reden. So von Mann zu Mann. (Ironie aus).
Es liegt an dir. Das Schlimmste was du tun kannst ist es jetzt runter zu schlucken.

Thematisier seine Heiratsunwilligkeit, in deiner Familie, am Besten wenn er dabei ist. Was will er denn deinem Vater sagen?

"Sorry Herr Soundso.. Aber ihre Tochter will ich ehrlich gesagt nicht heiraten. Ist mir zu verbindlich. Und so romantische Hochzeiten mit Brautkleid und pipapo finde ich doof, auch wenn ihre Tochter das klasse findet. Da lege ich keinen Wert darauf auch wenn sie unglücklich ist damit. Ist mir auch echt zu teuer. Ist doch nicht mein Bier!"
Gehts noch?

Jede Frau träumt davon in einem wallenden Hochzeitskleid einmal die Prinzessin zu sein. Das ist eine schönes Ritual und ein unvergessliches Ereignis. Tja da bin ich halt romantisch. Es ist ein richtig schönes Event und alle Gäste solle die Festivitäten geniessen können und die Zeremonie sehen. Es wird gegessen, getrunken, gelacht und getanzt. Da bleibt kein Auge trocken! Und ästhetisch ist das auch!
Ich würde heute auch nie, nie wieder mit einem Mann zusammenleben wollen, der nicht vorher heiraten will. No! Keine faulen Kompromisse mehr.

w 40
 
  • #19
Welchen Vorteil soll das Ganze noch für Männer bringen.
Es geht im Leben nicht immer nur um Vorteilsgewinnung und Gewinnmaximierung. Für einen empathischen und mit Gerechtigkeitssinn ausgestatteten Menschen, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, den Nachteil, den zumeist Frauen durch Schwangerschaft und Geburt haben, auszugleichen.

Meine klare Position: man muss auch mit Kindern nicht zwangsläufig heiraten. Aber derjenige, der durch Schwangerschaft/Geburt und Erziehung der Kinder die meisten (finanziellen) Nachteile hat, muss einen Ausgleich bekommen. Ansonsten sollte frau keine Kinder bekommen und ihnen erst Recht nicht den Nachnamen des Vaters geben! Wie kann so eine gerechte Situation konkret aussehen: Frau reduziert Erwerbsarbeit um 50%, d. h. der Mann müsste ihr eine Aufstockung bis zu ihrem vormaligen Netto zahlen UND die ausfallenden Beiträge zur Rentenversicherung übernehmen. Das wäre das mindeste. Persönlich finde ich da Heiraten einfacher.

Glücklicherweise habe ich einen lieben und solidarischen Mann, der die Einkommen (und seines ist viel höher!) als Gemeinsames betrachtet und der ganz selbstverständlich nicht möchte, dass ich nach seinem Tod mittellos dastehe und Haus und Hof verscherbeln muss. Liebe Frauen, es gibt noch solche Männer! Mit weniger sollte man sich nicht zufrieden geben!
 
G

Gast

  • #20
Erpressung ist aber auch keine gute Basis für eine Partnerschaft. In so einen Fall wäre ich wahrscheinlich
schneller "weg" als Carl Lewis auf 100 m.

Zu einer Heirat sollte man(n) oder Frau niemals zwingen.
Dies sind doch Relikte aus dem letzten Jahrtausend.
Da gebe ich Dir, obwohl ich Obiges geschrieben habe zu 100% recht!
Aber es ist auch nicht fair, eine Frau in katastrophaler Lage alle Kindesarbeit machen zu lassen und selber egoistisch zu arbeiten und nichts beizutragen, außer eben den täglichen Lebensunterhalt. Damit schaufelt man sich, der Beziehung und dem Kind das eigene Grab! Denn damit sind alle unzufrieden.
Es ist fairer, seine Frau zu unterstützen, damit sie nicht den Kontakt zum Beruf verliert, d.h. selber nachts aufstehen als Mann, auch um 16 Uhr das Kind aus der Kita abholen ohne zu sagen: "Ich arbeite aber bis 19 Uhr!" - das interessiert keinen! Solange Männer sich nicht zu 50% mit einbringen in Haushalt und Kindererziehung, müssen Frauen sehen, dass sie sich absichern.

Die Motivation für den Mann zu heiraten? Naja ... ich gebe zu, dass die gering ist in dem Fall der FS. Aber wenn er seine kleine Familie behalten will, dann ist es wichtig, dass alle zufrieden sind. So fühlt sich die FS benachteiligt und ungewollt, vielleicht sogar ungeliebt, obwohl das nicht die Absicht des Vaters ihres gemeinsamen Kindes ist.
Also sollte die Motivation sein, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit für alle zu schaffen - nach dem Motto:
Happy Wife - happy Life!
Man kann ja einen (gerechten) Ehevertrag aufsetzen, bei dem keiner der beiden das Gefühl hat, abgezockt zu werden. Man kann auch nicht heiraten und eine Renten - und eine Lebensversicherung für die Frau abschließen.
Aber so ist die Ehefrau eine extrem schlecht bezahlte abhängige Putzfrau, Köchin und Kinderfrau des Mannes... und wenn sie dann ganz unzufrieden wird, heißt es auch noch.
"War ja klar, dass er sie irgendwann betrügt - die meckert ja auch nur noch!"
Männer müssten viel mehr in die Verantwortung genommen werden, wenn ein Kind da ist - nicht unbedingt nur finanziell - je mehr der Mann mit anpackt, umso mehr kann die Frau mit dazu beisteuern.
Es haben ja BEIDE das Kind gezeugt - aber oft ist es dann so, dass der Mann fast sein Leben weiterleben kann, während sich für die Frau alles ändert - Beruf weg, Kollegen weg, Freundeskreis ändert sich, Geld weg, Unabhängigkeit weg - ich denke, dass das Teamgefühl und das WIR-Gefühl einfach stärker ist, wenn man verheiratet ist - für BEIDE.
 
G

Gast

  • #21
...Thematisier seine Heiratsunwilligkeit, in deiner Familie, am Besten wenn er dabei ist. Was will er denn deinem Vater sagen? "Sorry Herr Soundso.. Aber ihre Tochter will ich ehrlich gesagt nicht heiraten. Ist mir zu verbindlich. Und so romantische Hochzeiten mit Brautkleid und pipapo finde ich doof, auch wenn ihre Tochter das klasse findet. Da lege ich keinen Wert darauf auch wenn sie unglücklich ist damit. Ist mir auch echt zu teuer. Ist doch nicht mein Bier!" ...
Das ist ja echt krass, was Du schreibst. Es gibt doch keinen Zwang zum Heiraten. Man muss sich doch nicht rechtfertigen, wenn man das nicht will. Würde mich jemand aus der Familie meiner Freundin fragen, warum ich nicht heiraten will, dann würde ganz einfach antworten, dass ich nichts vom heiraten halte. Und dass ich mich nicht vom Staat unter ein solches Gängelinstrument zwingen lasse. Gibt es noch keine Kinder und die Frau stellt - vorausgesetzt der Mann will überhaupt Kinder - diese Bedingung, dann kann er es sich ja überlegen. Gibt es aber schon Kinder, da bringt einem als Mann die Heirat nun wirklich garnichts mehr. Im übrigen zahlt der Mann während einer bestehenden Beziehung doch ohnehin alles, wenn er Alleinverdiener ist. Für irgendetwas außer für das Kind nach dem Ende einer Beziehung zu zahlen, ist aber doch wirklich nicht einzusehen.

m (35)
 
  • #22
Ich finde das Verhalten des Verlobten viel krasser.

Es gibt doch keinen Zwang zum Heiraten. Man muss sich doch nicht rechtfertigen, wenn man das nicht will.
Nein dann gibt aber auch kein Heiratsversprechen ab.

[/QUOTE]Gibt es noch keine Kinder und die Frau stellt - vorausgesetzt der Mann will überhaupt Kinder - diese Bedingung, dann kann er es sich ja überlegen.[/QUOTE]
Also lach... du bist ein Egoist pur, es ist die Frage, wie viele Frauen wollen so einen Mann, wenn er der Frau das 100% ehrlich ins Gesicht sagt, das was du da schreibst.

Sag das mal deiner Freundin ins Gesicht, was du hier geschrieben hast, sie ist dann morgen weg.
 
  • #24
Es haben ja BEIDE das Kind gezeugt - aber oft ist es dann so, dass der Mann fast sein Leben weiterleben kann, während sich für die Frau alles ändert - Beruf weg, Kollegen weg, Freundeskreis ändert sich, Geld weg, Unabhängigkeit weg - ich denke, dass das Teamgefühl und das WIR-Gefühl einfach stärker ist, wenn man verheiratet ist - für BEIDE.
Ich gebe Dir 100%ig Recht! Für eine Frau ist es immer noch das größte Lebensrisiko ein Kind zu bekommen und zu haben. Allein die Gefahren von Schwangerschaft und Geburt, aber auch die Schmerzen werden systematisch banalisiert. Die Gefahren und Risiken für den restlichen Lebensweg beschreibst Du recht zutreffend. Ich bin wahrlich erschütternd ob dieser Männer hier, die stets auf ihre Geldbörse blicken und immer einen Plan haben, wie sie sich einen schmalen Fuß machen können. Gibt's echt keinen Anstand mehr? Solidarität? Füreinander einstehen? Gibt's nur noch Feiglinge, die mit Schaum vorm Mund an jeder Ecke Abzockerinnen wittern!?

Man kann nur an die Frauen appelieren: Pflanzt Euch nicht mit solchen unverbindlichen Männern fort! Das dümmste, was man machen kann, ist denen ein Kind zu "schenken".

Liebe Fs, es tut mir echt leid für Dich. Aber ich würde die Situation an Deiner Stelle eskalieren lassen. Auf das weiße Kleid und Gedöns könntest/solltest Du vielleicht verzichten, aber nicht auf Deine Sicherheit und die Sicherheit Deiner Kinder!
 
G

Gast

  • #25
Liebe FS,

ihr ward beide noch sehr jung, als ihr euch zusammen getan und das gemeinsame Kind bekommen habt.

Was versprichst du dir von einer Hochzeit? So oder so, sollstest du streng darauf achten, dass du dich selber finanziell absicherst. Eine Heirat schützt keine Frau mehr in finanziellen Dingen. Es gibt genug Frauen, die naiv waren und dachten, wenn sie erstmal verheiratet sind, dass sie sich keine Sorgen mehr machen müssten, da fangen die Sorgen aber erst an.

Hast du deinen Verlobten gefragt, was die wahren Gründe sind, warum er die Hochzeit immer wieder heraus schiebt? Ist er nicht mehr sicher, ob du die Richtige bist?

Ich kann dir nur als alte Schachtel mit einem inzwischen fast volljährigen Kind sagen, dass ich heute froh bin, dass mich der Kindesvater damals nicht geheiratet hat. Erst mit zunehmenden alter wurde ich kluger und habe festgestellt, dass er nicht der Mann ist, mit dem ich Lebenslang hätte zusammen bleiben wollen. Die Hormone waren stärker und wir haben dafür ein tolles Kind bekommen. Und... wir haben uns eine böse Scheidung erspart, dadurch auch viel Geld und Kummer für das Kind gespart.

Finanziell habe ich immer gut für mich sorgen können, so dass ich durch eine Nichtheirat keinerlei finanz. Verlust habe.

Sollte ich dennoch noch mal heiraten, dann nur wenn es sich für Beide in finanziellen Dingen, Steuer und Witwenrente, wirklich lohnen würde. Warum dem Staat alles schenken?

Wegen Liebe würde ich nicht mehr heiraten. Dafür braucht man heutzutage keinen Schein mehr.

w 49
 
G

Gast

  • #26
Hallo,
ich denke, er will Dich überhaupt nicht heiraten, sonst hättet Ihr es schon längst getan. Ist schon enttäuschend, dass er sich mit Dir verlobt hat und jetzt das Heiratsversprechen so im Raum stehen lässt. Frage für Dich ist dann, kannst Du das verzeihen, vor allem, weil er ja noch nicht mal so ehrlich ist, Dir wenigstens zu sagen, dass er nicht mehr heiraten will. Wäre alles kein Problem gewesen, wenn es niemals diese Verlobung gegeben hätte. Ich persönlich würde in dem Fall grundsätzlich darüber nachdenken, ob ich die Beziehung überhaupt fortsetzen möchte (Thema Vertrauen). Alles Gute!
 
G

Gast

  • #27
Wieder ein Fall, wo ein Kind eine Hochzeit NICHT beschleunigt hat. Warum soll der Mann heiraten? Zu Frau und Kind stehen kann er freiwillig, ohne gesetzlichen finanziellen Zwang, auch ohne Trauschein.

Einen Mann zur Hochzeit zwingen, mit oder ohne die Hilfe der Eltern, funktioniert nicht oder endet böse, weil er mit einem schlechten Gefühl in die Ehe gehen wird.

Er will nicht heiraten? Er wird seine Gründe haben, bewusst oder unbewusst.

Sie will heiraten? Pech gehabt. Sie muss damit leben oder Mami und Papi zu Hilfe rufen oder drohen.

Die Drohung mit Kindern ist sehr beliebt. Sie droht, sich zu trennen, damit er sein Kind nicht mehr oft sieht. Oder sie droht, es gibt ohne Hochzeit kein zweites Kind.

Druck und Zwang machen aber keine gute Ehe, sondern einen innnerlich angefressenen Mann.

Eine Liebesheirat sieht anders aus. Aber Liebesheiraten sind für viele Frauen nicht so wichtig wie das Geld des Mannes.