• #1

Schwierige Schwiegerfamilie Teil 2

Anfangs habe ich immer Geschenke gemacht, da aber nie etwas zurück kam, habe ich das nun einfach sein lassen. Ich schenke nichts mehr und es fällt mir jedes Mal sehr schwer, denn ich gebe gerne und es geht mir einfach um die Geste, aber ich habe den Eindruck, dass dort Geschenke eher negativ behaftet sind. Mein Partner ist leider auch niemand der gerne Geschenke macht. Ich würde sagen manchmal geizt er sogar etwas mit solchen Gesten. Ich vermute weil er es nicht anders gelernt hat. Mein Partner ist bisher auch noch nie an den Kühlschrank seiner Eltern gegangen um sich dort ein Getränk zu nehmen. Bei uns zu Hause ist alles eher locker und ungezwungen. Dort ist es ganz anders irgendwie. Wie würdet ihr denn damit zurecht kommen? Ist das vielleicht normal und ich bin da falsch unterwegs. Oder ist das hier doch etwas dem ich mehr Beachtung schenken sollte? Liebe Grüße und Danke fürs "Zuhören".
 
  • #2
Ich kenne es nicht so, dass man sich andauernd Geschenke macht, was denn für Geschenke? Ich schenke, wenn überhaupt, nur was zum Geburtstag und zu Weihnachten, aber den Eltern meines Freundes habe ich noch nie was geschenkt, wird auch gar nicht erwartet. Er selbst bäckt denen einen Kuchen, der muss reichen und kommt dann von uns beiden. Gerade wenn man länger zusammen ist, sollte es ja theoretisch ein irgendwie familiäres Verhältnis sein. In meiner Familie und bei meinen Freunden gibt es bei Besuchen keine Gastgeschenke/Mitbringsel, denn wir sind ja verwandt und bekannt, daher entfallen förmliche Höflichkeitsgesten. Je enger und vertrauter das Verhältnis, desto weniger Geschenke.

Allgemein sind wir in meiner Familie ohnehin keine großen Fans von Geschenken, weil man dann irgendwelchen Tand kriegt, den man gar nicht wollte, sich nun aber trotzdem höflich bedanken muss und ungewollt in eine Verpflichtung gerät. Das kann alles sehr lästig sein, also keine unnötigen Geschenke.

Aber die Menschen sind verschieden. Wenn du Geschenke magst, ist das in Ordnung. Nur du darfst nicht erwarten, dass alle das so sehen. Wenn du ständig was schenkst und sie nicht, kann ihnen das auch unangenehm werden, weil du sie, wenn sie selbst kein Geschenk haben, damit öffentlich brüskierst, du kannst das natürlich trotzdem machen, wenn es von Herzen kommt (und nicht, um sich einzuschmeicheln), aber solltest keine Gegenleistung erwarten.
w27
 
  • #3
Mein Partner ist leider auch niemand der gerne Geschenke macht. Ich würde sagen manchmal geizt er sogar etwas mit solchen Gesten.
Daraus kann einmal großer Leidensdruck für Dich erwachsen, wenn Du nämlich in solche Gesten Zeichen der Zuneigung siehst. Dann wirst du Dich ständig abgelehnt, ihm nicht wichtig o.ä. wahrnehmen.

Ich vermute weil er es nicht anders gelernt hat.
Wie alt ist er? Ist er noch nie bei anderen Menschen gewesen, um dort anderen Lifstyle kennengelernt zu und somit die Gelegenheit gehabt zu haben, sich davon was abzugucken?
Ich denke, Du redest es Dir schön.

Ist das vielleicht normal und ich bin da falsch unterwegs.
Weder noch. Ihr seid sehr unterschiedlich. Es gibt da kein richtig oder falsch, nur: kann ich gut mit leben oder eher nicht.

Ich könnte mit sowas gut zurecht kommen, kann beides gleich gut - nehme solche Trivialitäten einfach nicht wichtig.

Oder ist das hier doch etwas dem ich mehr Beachtung schenken sollte?
Euere Baustelle ist seine Gesprächsverweigerung, nicht "kein Trallala um Nichtigkeiten".
Da solltest Du hingucken und den ganz hellen Scheinwerfer draufhalten, denn das geht nie auf Dauer gut. Solange kein Reden über Probleme, denk nichtmal ansatzweise ans Heiraten.
 
  • #4
Die Schwiegerfamilie ist völlig egal, frag sie, ob es ihnen bei Dir gefällt, was sie zu Deinen Ansprüchen sagen? Sollen sie ihr Leben ändern, weil es Dir nicht passt? Die paar Besuche wirst Du schon aushalten, oder leidest Du so extrem, weil kein Gedudel im Hintergrund, keine Chips auf dem Tisch, und Du nicht an den fremden Kühlscbrank sollst?
Es zählt, wie es mit dem Partner ist, wenn Du Erwartungen hast, wie ich gehe nicht mit zu Deiner Familie, weil s.o., ich brauche von Dir regelmäßig Aufmerksamkeiten, Geschenke, weil, kann es schwierig werden.
Er hat einen anderen Hintergrund als Du, Du willst, dass er sich anpasst.
Euere Baustelle ist seine Gesprächsverweigerung, nicht "kein Trallala um Nichtigkeiten
Die Partnerschaft geht schon Jahre, das Thema, Deine Eltern ist ein Dauerbrenner, was soll er dazu sagen? Hey, ich sage meinen Eltern, dass wenn Du kommst, ein Menü möchtest, etc. Was soll er sagen, wenn er regelmäßig hört, Du gibst mir nicht genug Aufmerksamkeit, Du schenkst mir nichts, zu wenig, zu selten? Ich gebe doch so gerne und großzügig,, warum Du nicht mir?
Nach ein paar Jahren sind diese vermutlich dauernd wiederkehrenden "Gespräche", Auflistung von Vorwürfen und Forderungen, Hintergrundrauschen eines lästigen Themas, das sich im groben nicht verändern lässt.
Man kann eine künftige Ehe daran fest machen, ob es bei Schwiegermami Sekt und Nüsschen gibt, das sind die relevanten Probleme.
 
  • #5
Auch da: unterschiedliche Sitten. Abgesehen davon, dass ja viele Menschen nicht mehr religiös verankert sind und christliche Feste feiern. Ich denke, Du könntest einfach toleranter sein, wenn Du dauerhaft eine glückliche Beziehung haben möchtest.
 
  • #6
Mein Partner ist bisher auch noch nie an den Kühlschrank seiner Eltern gegangen um sich dort ein Getränk zu nehmen. Bei uns zu Hause ist alles eher locker und ungezwungen. Dort ist es ganz anders irgendwie.
Um mal einen Aspekt herauszugreifen:
Also ich bin auch so erzogen worden, dass man in Haushalten, in denen man nicht wohnt, nicht einfach in die Schränke geht, ohne zu fragen, um sich was zu nehmen. Das hat meines Erachtens auch nichts mit locker zu tun. Wenn jemand ein Glas braucht, kann er fragen, dann kriegt er von mir eins. Wenn jemand etwas zu trinken möchte, dann kriegt er/ sie was. Kein Problem. Aber ich bin mega allergisch dagegen, wenn sich jemand einfach so bedient in meiner Wohnung. Ich finde, das gehört sich einfach nicht. Auch wenn ich bei meinem Vater zu Besuch bin, gehe ich nicht einfach unaufgefordert an seinen Kühlschrank, sondern äußere eine Bitte, und dann bekomm ich was zu Essen/ Trinken.

Zu allem anderen kann ich nur sagen: Es kommt drauf an, wie oft man sich dort aufhält. Wenn ich mich dort dauerhaft unwohl fühle, gehe ich nicht mehr mit hin. Ansonsten schlucke ich die Macken der Schwiegereltern weitgehend, deren Haus, deren Regeln.
 
  • #7
Mein Freund ist auch nicht von der Sorte, die Geschenke macht, bzw. das Gespür dafür hat, dass man jemandem ab und zu mit einem Geschenk (muss nichts materielles sein) eine Freude machen kann.
Nun habe ich mit ihm vereinbart ;), dass ich jeden Monat etwas "geschenkt" bekommen möchte. Tja, es klappt, meistens sage ich es selber, was ich haben möchte.

Manchen Menschen muss man klipp und klar sagen, was man sich wünscht. Es ist vlt schräg aber wenn sich keiner dabei beschwert..

Ich schätze, die Familie deines Freundes ist 'einfach so'. Es wurde schon immer so gemacht und es gibt keinen Anlass um es zu ändern. Warum auch. Die Schwiegereltern fühlen sich wohl. Wenn Du dich unwohl fühlst, musst du es ansprechen, ansonsten nicht mehr hingehen. Du kannst alternativ selber einen Kuchen mitbringen und die Schwiegereltern fragen ob sie mit euch essen gehen wollen.

Dass sich dein Freund allerdings am Kühlschrank nicht selber bedienen kann, finde ich auch komisch, schließlich sind es seine Eltern aber hey, hat das einen Einfluss auf eure Beziehung? Ich denke Nein.
Vielleicht sind seine Eltern von "der alten Sorte". Eher konservativ, genügsam.
 
  • #8
Also in meinem Freundeskreis ist man als Gast willkommen. In der Küche bedient sich jeder, wir können ja nicht ständig jeden fragen, ob er gerad ein Glas oder sonst was benötigt. Wir bringen immer etwas mit, sei es eine Flasche Wein, einen Salat, oder einen Nachtisch. Wir feiern gerne und oft, mal hier, mal dort. Unterkühlung kennen wir nicht. Und wenn die Gäste gehen, ist der Abwasch erledigt.
Ich möchte so leben und meine Freunde auch. Wenn du das Gegenteil magst, dann behalte deinen Freund. Seine Familie wird sich kaum ändern. Südländische Lebensart ist jedenfalls so viel schöner. Pietisten versauern nur und haben keine Freude. Wozu dann leben? Warum Besuche, wenn sich die Tische nicht biegen? Dich scheint es ja zu beschäftigen, also überlege dir ganz genau, ob das deine Welt ist.
 
  • #9
Da fragst, wie würde ich damit zurecht kommen? Überhaupt nicht, das wollte ich nicht und könnte ich nicht ertragen und deshalb niemals mitmachen! Mein Leben hat einen viel größeren Selbstwert!
 
  • #10
Die Frage ist ja viel eher, warum kann dein Freund darüber nicht reden? Familie sucht man sich nicht aus, die hat man leider und kann sie eventuell auch meiden. Ich meide auch die Familie meines Mannes, damit kann ich prima leben und ich bin ja nun auch nicht mehr 30 und muss eventuell mit Oma und Opa klarkommen. Aber so wie ich Dich lese, möchtest du das gerne und es belastet dich. Wenn er nicht darüber reden will, und dein Problem auch nicht sehen kann, würde ich mir darüber Gedanken machen, ob das nun der richtige Partner ist. Das wird in Zukunft ja nicht besser.
 

Laleila

Cilia
  • #11
Meine Schwiegermutter hasste mich während der ersten drei Jahre regelrecht. Meinen Eltern und meinem Bruder bot sie ein Jahr vor mir das "Du" an.
Ich erlebte bei Ihnen in der Zeit Dinge, die jeden Kontaktabbruch gerechtfertigt hätten.

Ein " in den Arm nehmen", ein Küsschen auf die Wange, liebevolle Worte waren in der Familie, auch den geliebten Enkeln gegenüber nicht üblich, besser gesagt, es kam nicht vor. Mein Mann konnte sich an körperliche Nähe, seit dem Kleinkindalter nicht erinnern.
Dieses Verhalten, brachte ich später in diese Familie und heute ist es absolut üblich. :)

Ich verzieh ihnen auch ihr anfänglich es Verhalten. Von der spontanen, temporären Antipathie mir gegenüber abgesehen, war ihr generelles innerfamiliäres und Soziales Verhalten, von nordische Distanz und Höflichkeit, keineswegs Unfreundlich, nur eben nicht herzlich.

Ihre Liebe zeigen sie über monetäre Zuwendung, womit ich anfänglich gar nicht zurecht kam. Es gibt einen festen, recht hohen Geldbetrag für jedes Kind und Enkelkind, zu bestimmte Festen, zuzüglich einer generellen monatlichen Überweisung.
Was die Herzlichkeit des Verhaltens anging, konnte ich sie stark, durch Vorleben, beeinflussen, was den überbetonten Geldfluss angeht, akzeptierte ich es irgendwann als ihre Art, Liebe zu zeigen. Auch wenn mir, heute noch,ein Buch lieber wäre als dieses ganze Geld.
Es war ein aufeinander zugehen, bei dem sie, m.M.n. weit über ihren Schatten sprangen, was ich sehr achte.

Du musst ja nicht bei ihnen einziehen. Wir sehen die Eltern meines Mannes höchstens 4 - 5 mal pro Jahr. In dieser Zeit bin ich bereit, auch mich sehr zurückzunehmen, Grenzen nicht zu verletzen.
Wichtiger finde ich, dass mein Mann solch eine Distanziertheit mir und meiner Familie gegenüber nie an den Tag legte. Er lässt sich auch immer etwas überraschendes einfallen, kleine Geschenke zwischendurch, spontan mal meine Lieblingsblumen, das alles gibt es nach all den Jahren noch.

Hier sehe ich bei Dir das größte Problem. Dein Partner verhält sich, seinen Eltern, offenbar ähnlich. Du hast ein anderes Verständnis des liebollen werschätzenden Umgangs miteinander.
Falls ihr Euch da nicht, wirklich zufriedenstellend für beide, annähert, wird dies Eure Beziehung belasten. Mit der Zeit auch nachhaltig.

Dein " reden wollen" über seine Familie wird er mehr und mehr als nörgelige Dauerkritik empfinden und entsprechend reagieren.
Hier sehe ich eigentlich nur die Möglichkeit, dass Du Dich anpasst, Deine Anspruchshaltung nicht auf diese Familie anwendet und es schaffst sie so anzunehmen wie sie sind. Ohne inneren Groll.

Oder Trennung.
 
  • #12
Also in meinem Freundeskreis ist man als Gast willkommen. In der Küche bedient sich jeder, wir können ja nicht ständig jeden fragen, ob er gerad ein Glas oder sonst was benötigt.
Na doch, das kann man. Außerdem kann man Gläser auf den Tisch stellen, und der Gast hat einen Mund zum Fragen, wenn er etwas möchte. Aber einfach ungefragt in Schränke zu gehen, das gehört sich nicht. Kenne auch keinen meiner Freunde, bei dem das so sei. Wenn der Gastgeber sagt, ja, da vorne rechts in dem Schrank, nimm dir eins raus, ist das was anderes. Aber sich einfach bedienen geht gar nich. Ich geh ja auch nicht ins Restaurant und hole mein Essen aus der Küche selbst.
Wir bringen immer etwas mit, sei es eine Flasche Wein, einen Salat, oder einen Nachtisch. Wir feiern gerne und oft, mal hier, mal dort.
Ja, das is ja auch normal.

Unterkühlung kennen wir nicht. Und wenn die Gäste gehen, ist der Abwasch erledigt.

Oh je, ihr macht nachts noch den Abwasch? 😅🙈
 
  • #13
Na doch, das kann man. Außerdem kann man Gläser auf den Tisch stellen, und der Gast hat einen Mund zum Fragen,
Mi casa es tu casa ist unser Motto. In der Küche bedienen sich alle Gäste selbst. In bin doch kein Restaurant. Meine Freunde sehen das auch so. Ich gehe dort auch ohne Rücksprache in die Küche und zaubere einfach mal eine Platte mit Schnittchen, oder eine Mitternachtssuppe. Das geht reihum und macht Spaß.

Ja natürlich. Man will doch als Gastgeber morgens keinen Schock bekommen. Jedes Haus wird nach der Party ordentlich verlassen. Wenn 3-4 Leute anpacken, geht das im Handumdrehen.
 
  • #14
Um mal einen Aspekt herauszugreifen:
Also ich bin auch so erzogen worden, dass man in Haushalten, in denen man nicht wohnt, nicht einfach in die Schränke geht, ohne zu fragen, um sich was zu nehmen. Das hat meines Erachtens auch nichts mit locker zu tun. Wenn jemand ein Glas braucht, kann er fragen, dann kriegt er von mir eins. Wenn jemand etwas zu trinken möchte, dann kriegt er/ sie was. Kein Problem. Aber ich bin mega allergisch dagegen, wenn sich jemand einfach so bedient in meiner Wohnung. Ich finde, das gehört sich einfach nicht. Auch wenn ich bei meinem Vater zu Besuch bin, gehe ich nicht einfach unaufgefordert an seinen Kühlschrank, sondern äußere eine Bitte, und dann bekomm ich was zu Essen/ Trinken.

Zu allem anderen kann ich nur sagen: Es kommt drauf an, wie oft man sich dort aufhält. Wenn ich mich dort dauerhaft unwohl fühle, gehe ich nicht mehr mit hin. Ansonsten schlucke ich die Macken der Schwiegereltern weitgehend, deren Haus, deren Regeln.
Niemals würde ich an fremde Kühlschränke gehen, aber in meinem Elternhaus mache ich das einfach und finde das auch einfach voll okay. Immerhin ist das meine Familie. Zuletzt waren wir bei seiner Fam. einen ganzen Nachmittag (ca. 4-5 Stunden) und sind abends nach Hause gefahren. In dieser Zeit gab es weder ein Getränk noch sonst etwas ... am Abend hatte ich schreckliche Kopfschmerzen und mich einfach nicht gut gefühlt.
 

Laleila

Cilia
  • #15
Na doch, das kann man. Außerdem kann man Gläser auf den Tisch stellen, und der Gast hat einen Mund zum Fragen, wenn er etwas möchte. Aber einfach ungefragt in Schränke zu gehen, das gehört sich nicht. Kenne auch keinen meiner Freunde, bei dem das so sei. Wenn der Gastgeber sagt, ja, da vorne rechts in dem Schrank, nimm dir eins raus, ist das was anderes. Aber sich einfach bedienen geht gar nich.
Doch, das geht. Wenn man sich sehr nahe steht.
Im engen Freundeskreis ist es bei uns absolut üblich, dass man sich zusätzlich selbst bedient.
Auch bei engeren Familienmitgliedern.
Natürlich bitte ich meinen Gästen auch Getränke etc. aktiv an. Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Und wenn die Gäste gehen, ist der Abwasch erledigt.
Wenn die Gäste mit anfassen wollen ja, ansonsten verschwende ich die Zeit mit den Gästen nicht um wieder Ordnung zu schaffen.
Dafür gibt es die Nacht oder den nächsten Morgen.
Ja, manchmal, tatsächlich.
 
  • #16
Zuletzt waren wir bei seiner Fam. einen ganzen Nachmittag (ca. 4-5 Stunden) und sind abends nach Hause gefahren. In dieser Zeit gab es weder ein Getränk noch sonst etwas ... am Abend hatte ich schreckliche Kopfschmerzen und mich einfach nicht gut gefühlt.
Ja also normal ist das nicht. Hast du gesagt dass du Durst hast und dann noch immer nichts bekommen? Dann würde ich da nicht mehr hingehen.
Deswegen muss man sich ja nicht trennen, schickst ihn halt alleine.

Ich war tatsächlich noch nie irgendwo zu Besuch wo nicht gefragt wurde ob ich was trinken will. Umgekehrt biete ich auch immer was an.
 
  • #17
Zuletzt waren wir bei seiner Fam. einen ganzen Nachmittag (ca. 4-5 Stunden) und sind abends nach Hause gefahren. In dieser Zeit gab es weder ein Getränk noch sonst etwas ... am Abend hatte ich schreckliche Kopfschmerzen und mich einfach nicht gut gefühlt.
Die würden mich nie nie nie wieder sehen. Das ist eine Beleidigung. Wer keine Gäste schätzt, soll auch keinen Besuch bekommen. Ich würde solche Leute auch niemals in mein Haus bitten.
 
  • #18
. Zuletzt waren wir bei seiner Fam. einen ganzen Nachmittag (ca. 4-5 Stunden) und sind abends nach Hause gefahren. In dieser Zeit gab es weder ein Getränk noch sonst etwas ... am Abend hatte ich schreckliche Kopfschmerzen und mich einfach nicht gut gefühlt.
Dann fragst Du das nächste Mal nach einem Getränk. Wenn ich Durst habe, dann spreche ich das an.

Dass dein Freund nicht reagiert hat...
Hatte er keinen Durst?
Wenn wir bei meiner Familie sind, biete ich meinem Freund auch was zum trinken an, falls es nicht meine Eltern schon gemacht haben...

Wenn Du weißt, wie die Familie tickt, dann musst du selber agieren und nach Getränken oder nach einem Essen fragen. Alternativ bestellst du das nächste Mal eine Pizza.. warum denn nicht. Stell keine Erwartungen an Menschen , die sie eh nicht erfüllen können.

Nimm nächstes Mal eine Flasche Wasser oder eine Thermoskanne mit. Dort ist man halt ein Selbstversorger.

Ich behaupte mal, den Menschen ist es nicht bewusst, was sie mit ihrem Verhalten bewirken.
Mich würde hier eher wie schon im Teil 1 geschrieben die Haltung deines Freundes iritieren. Schließlich seid ihr dort doch nicht zur Audienz bei Papst. Er kann auch den Mund aufmachen.
 
  • #19
In dieser Zeit gab es weder ein Getränk noch sonst etwas ... am Abend hatte ich schreckliche
Wie es gab kein Getränke und auch sonst nichts? Sind seine Eltern pflegebedürftig? Wäre in meinen Augen noch die einzige Erklärung.
Hast Du nicht gesagt, dass Du Durst hättest?

Normal ist da gar nichts. Ich käme jetzt auch nicht auf die Idee meinen Vater zu fragen, ob ich ein Glas haben könnte. Der würde mich anschauen wie ein Auto und mich fragen, ob ich nach 50 Jahren immer noch nicht wüsste, wo die Gläser stehen würden.
Aber gut, fremde Menschen, fremde Sitten.
Also zumindest bei hohen Temperaturen würde ich dankend drauf verzichten oder nur mit einer eisgekühlten Cola im Gepäck, da bekäme aber auch niemand was von ab.😊
W,57
 
  • #20
Ich selber bin nahe bei Kochkunst. Enge Freunde bedienen sich selbst. Nur beim Kochen - da möchte ich vorab gefragt werden.

Und - bevor ich verdurste, gehe ich zur Toilette und trinke aus dem Wasserhahn vom Waschbecken. Sorry, aber ich sitze doch keine 3 Stunden ohne was zu Trinken da.

Aber - andere Familien, andere Sitten. Mein Vater und ich haben uns auch nie umarmt. Ein langer fester Händedruck mit Blickkontakt hat uns gereicht, um Zuneigung, Loyalität, Respekt für den jeweils anderen zu übermitteln. Die Mutter wird dagegen in den Arm genommen. Wir wären beide nie auf die Idee gekommen, dass uns etwas fehlen könnte.
 

Laleila

Cilia
  • #21
Niemals würde ich an fremde Kühlschränke gehen, aber in meinem Elternhaus mache ich das einfach und finde das auch einfach voll okay. Immerhin ist das meine Familie. Zuletzt waren wir bei seiner Fam. einen ganzen Nachmittag (ca. 4-5 Stunden) und sind abends nach Hause gefahren. In dieser Zeit gab es weder ein Getränk noch sonst etwas ... am Abend hatte ich schreckliche Kopfschmerzen und mich einfach nicht gut gefühlt.
Hallo @kathi83 ,
normal ist dies nicht, aber auch nicht, dass man nicht selbst den Wunsch nach einem Getränk äußert.
Bring ein bisschen Eigenverantwortlichkeit mit ins Spiel.
Einfach sagen, " ich habe Durst, bekomme ich bitte ein Glas Wasser".
 
  • #22
Oje. Das mit dem letzten Aufenthalt, wo Du nach 4 oder 5 Stunden ohne Getränk Kopfweh hattest... oje. Ich hatte mal einen Freund, bei denen es beim Mittagessen nie etwas zu trinken gab - aber Du siehst, es gab Mittagessen und auch Abendbrot gab es und manchmal Kuchen.
Die Begründung dafür, dass man beim Essen nichts trank, war, dass man sich durch Trinken bei einer Mahlzeit "den Appetit verdürbe". Alle Familienmitglieder trugen diese von der Mutter eingeführte Regelung noch als Erwachsene mit und ich war dann die einzige, die doch etwas trank. Also Du siehst, es geht auch so, dass der Gast dann eine Extrawurst zugestanden bekommt. Trotz dieser Extrawurst für mich - ich habe gesagt, dass ich immer viel trinke und ansonsten Kopfweh bekäme - habe ich mich da hin und wieder beklommen gefühlt.

Im Studium hatte ich eine Freundin, mit der ich gefühlt alles zusammen geteilt habe, Gedanken, Arbeitslast im Studium, Geheimnisse, auch Geld, aber einmal war sie schwer irritiert, weil ich mir aus ihrem Kühlschrank etwas zu trinken geholt habe, ohne sie vorher zu fragen. Das hat dann wiederum mich etwas irritiert, weil wir uns zu dem Zeitpunkt schon Jahre kannten. Es ging ihr um die Höflichkeit.

Ich bereite, wenn ich Besuch habe, immer etwas zu essen vor und fülle den Kühlschrank. Und ich frage sogar vorher noch nach Vorlieben und Abneigungen. Bei meinen Geburtstagspartys (leider seit der von 2020, die noch vor Corona stattfand, keine mehr gegeben) wird fürstlich aufgetischt mit Buffet und lauter Schmackofatz. Am Endes des Festes bekommt jeder noch eine gute Portion mit, sozusagen Fresspakete. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres und Völkerverbindenderes, als gemeinsam zu essen und zu tafeln.

Eine Familie, wo man stundenlang nichts angeboten bekommt oder sich nicht selbst bedienen darf, das wäre hartes Brot für mich. Irgendwie solltest Du versuchen, es zu ändern. Steh zu Dir: Wenn Du von nichts trinken Kopfweh bekommst, dann sorge dafür, dass sich das zumindest ändert. Sei so frei und sprich das einfach geradeheraus an. Ich meine, willst Du den Rest Deines Lebens mit Kopfweh bei Deinen Schwiegereltern rausgehen? Oder bring Dir nächstes Mal eine Flasche mit. Weißt Du, so ein 0,5 l-Fläschchen, das Du in der Handtasche dabei hast. Du kannst dann entweder im Verborgenen trinken (geh mit Deiner Handtasche aufs Klo) oder Du ziehst sie vor aller Augen aus Deiner Tasche und sage, dass Du letztes Mal mit Kopfweh rausgegangen seiest und dass Du heute kein Kopfweh haben möchtest. Das wäre natürlich die Holzhammer-Methode.
 
  • #23
Gäste, die man nicht mit Essen und Getränken bewirtet, sind nicht willkommen. So empfinde ich das. Wenn jemand in mein Haus darf, dann öffnen sich alle Türen und zuerst die vom Kühlschrank und der Speisekammer. Das ist eine Frage von Respekt, Wertschätzung und Anstand. Das tue ich anderen und das erwarte ich auch. Wer das nicht will, wird meine Gesellschaft nicht wieder erdulden müssen.
 

Laleila

Cilia
  • #24

  1. Gäste, die man nicht mit Essen und Getränken bewirtet, sind nicht willkommen. So empfinde ich das. Wenn jemand in mein Haus darf, dann öffnen sich alle Türen und zuerst die vom Kühlschrank und der Speisekammer. Das ist eine Frage von Respekt, Wertschätzung und Anstand. Das tue ich anderen und das erwarte ich auch. Wer das nicht will, wird meine Gesellschaft nicht wieder erdulden müssen.
    Ja, und ich denke, dass Dir die Meisten damit Recht geben würden.
  2. Persönlich vermute ich, dass es auch bei den Schwiegereltern der FS nicht anders ist.
Tatsächlich halte ich es für ein Kommunikationsproblem, aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisstrukturen.
Viele ältere Menschen trinken zu wenig und manche denken daher auch mit daran, dem Gast etwas anzubieten, wenn er keinen Bedarf signalisiert.

Bekannte, die sich nicht. Selbst am Kühlschrank bedienen möchten, bitte ich, nachdem ich etwas anbot, sie mögen mir sagen, falls ich ihnen noch irgendetwas Gutes tun kann.

Ich fahre natürlich nicht bei jedem Besuch große Geschütze auf, macht man einfach nicht, wenn ständig spontan mal wer auf einen Sprung oder zwei Stündchen vorbei kommt.
Etwas anders ist es natürlich bei klaren Anlässen zu denen geladen wird und wenn eh gerade Essenszeit ist, wird der Besuch freilich mit an den Tisch gebeten.

Was die FS schildert, sehe ich nicht als "schwierige Schwiegereltern", sondern eine sehr unterschiedliche Form der Kommunikation und Erwartungshaltungen.
 
  • #25
Hallo @kathi83 ,
steckt da bei deinen Schwiegereltern ein spezieller religiöser oder kultureller Hintergrund dahinter.
Ich habe mal gehört, aber es nicht verifiziert, dass es in Finnland üblich ist bei einer Einladung neben der Ankunftszeit auch gleich die Endezeit abzusprechen. Länger als abgesprochen zu bleiben gilt dann als unhöflich. (Finnlandkennerinnen mögen mich korrigieren)
War es den sonst nett?
Wie hat dein Freund reagiert als du ihn das mit den Kopfschmerzen gesagt hast? Dann war doch sicher abends kein Sex mehr möglich mit den Kopfschmerzen. (Kleiner Seitenverweis auf den thread 'Fühle mich beschämt' in Beziehung)
Oder hast du ihm nichts gesagt.
 
  • #27
Es gibt solche Menschen, bei denen man nicht bewirtet wird . Selbst Arbeitskollegen , bei denen es maximal ein Glas Wasser gibt .
Du könntest einfach einen Kuchen mitbringen beim nächsten Mal . Und eine Wasserflasche habe ich immer dabei . Ich hätte auch kein Problem zu fragen ob ich eine Tasse Kaffee bekommen könnte .
Ich gehe bei Freunden nicht an den Kühlschrank außer ich werde dazu aufgefordert .
Ich mag auch nicht dass andere bei mir an den Kühlschrank gehen . In den USA ist es ja Standard , dass man sich selbst bedient .
Dass Freunde bei mir alleine etwas kochen ist auch noch nie passiert . Nur meine Mutter kocht bei mir . Bei mir gibt es immer genug zu essen und zu trinken. Ich wohne aber auch super zentral mit 5 Bäckern um die Ecke und einem 24 Stunden Kiosk wo man selbst nachts um 3 noch ein kühles Bier bekommt . Also für den Fall dass man nicht eingekauft hätte gibt es genug Optionen .
Meine Kinder und Freunde finden mich gastfreundlich , das freut mich .
 
  • #29
Gäste, die man nicht mit Essen und Getränken bewirtet, sind nicht willkommen. So empfinde ich das. Wenn jemand in mein Haus darf, dann öffnen sich alle Türen und zuerst die vom Kühlschrank und der Speisekammer. Das ist eine Frage von Respekt, Wertschätzung und Anstand. Das tue ich anderen und das erwarte ich auch. Wer das nicht will, wird meine Gesellschaft nicht wieder erdulden müssen.
Naja, ich will ja im Grunde niemanden von meiner Ansicht überzeugen, es kann ja jeder halten wie er möchte. Ich halte es auf jeden Fall so:

Meine Tür ist auch jederzeit für Gäste offen, aber eben nicht alle Türen oder Schubladen in meiner Wohnung. 🤷‍♀️

Übrigens, auch für die, die meinen, bei den eigenen Eltern sei das was anderes: Nein, ist es nicht. Sobald ich aus dem Elternhaus ausgezogen bin, bin ich dort dann nur noch zu Besuch, also Gast. Ich wohne dort nicht. Wohnungen meiner Mitmenschen sind kein Selbstbedienungsladen und meine auch nicht. Auch einfach irgendwelche Zimmer zu betreten macht man nicht ohne zu fragen. Es soll ja Leute geben, die einfach ungeniert mal ins Schlafzimmer des Gastgebers reinluken, warum auch immer das interessant sein mag. Das sind Dinge, die gehen einfach nicht. Das einzige Zimmer, welches ungefragt zu betreten ist, ist die Toilette.
Man hat als Gast zu fragen, wenn man was haben möchte, bzw. der Gastgeber hat es von selbst anzubieten, so dass die Frage gar nicht erst aufkommt. Meinen Gästen hat es noch nie an irgendwas gefehlt, weil alles schon draußen steht, wenn jemand kommt, und ich alles von selbst anbiete. Von meinen Gästen kam noch niemand auf die Idee, sich von selbst unaufgefordert was zu holen. Die fragen, sollte doch etwas nicht gleich griffbereit daliegen, und dann hol ich den Gegenstand oder sage, wo er sich befindet und gebe somit mein Einverständnis, dass jemand in Schublade xy den Gegenstand rausholen kann. Wenn man Gäste einlädt, hat man die auch zu bedienen, so halte ich das und kenne es auch aus meinem Umfeld und Familie nicht anders.

Aber wir entfernen und glaub ich damit zu sehr vom eigentlichen Thema, deswegen können wir ja die Diskussion abbrechen, denn überzeugen werden wir uns sowieso nicht.
 
  • #30
Ich habe mal gehört, aber es nicht verifiziert, dass es in Finnland üblich ist bei einer Einladung neben der Ankunftszeit auch gleich die Endezeit abzusprechen. Länger als abgesprochen zu bleiben gilt dann als unhöflich.
Falls ich wirklich mal jemanden besuche, was äußerst selten vorkommt, gebe ich auch immer die Endezeit bekannt. Das ergibt sich aus meinen familiären Verpflichtungen, die nur einen begrenzten Zeitraum zulassen. Aber auch selber habe ich keine Lust auf Endlos-Besuche ("Ach, bleib doch noch ein bisschen!"), auch deshalb finde ich die Bekanntgabe einer Endezeit praktisch.

Und, ja, nicht mal ein Getränk angeboten zu bekommen, ist aller unterste Schublade. Flasche mitnehmen und demonstrativ benutzen, ohne irgendwelchen Kommentar.

ErwinM, 53
 
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