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  • #1

Schwiegermutter lässt 5 Monate nach Tod des Mannes neuen Partner einziehen

Meine Schwiegermutter (82) hat meinem Mann heute eröffnet, dass ein Herr X demnächst bei ihr einziehen wird. Mein Schwiegervater ist erst vor 5 Monaten verstorben. Die beiden waren über 60 Jahre glücklich verheiratet. Der neue Mann an ihrer Seite ist 86 und scheint sehr munter und fidel, jedenfalls den Fotos nach zu urteilen, die sie uns geschickt hat. Bis zum heutigen Tag hatte sie keinerlei Andeutungen zu einer neuen Partnerschaft gemacht. Und dennoch ist sie auf einem der beiden Fotos Arm in Arm mit ihm und seiner Familie - Tochter und erwachsenem Enkelsohn - zu sehen. Mit dem neuen Mann hält sie Händchen und beim Enkelsohn ist sie untergehakt. Es ist ein Familienbild, das eine große Vertrautheit zeigt und in dem mein Schwiegervater, mein Mann, meine Tochter und ich einfach so durch uns völlig fremde Menschen ersetzt worden sind. Wie kann eine solche Vertrautheit innerhalb von wenigen Monaten entstehen? Und warum wusste SEINE Familie davon und wir nicht? Mein Mann hat seiner Mutter zwar gesagt, er würde sie verstehen und hat ihr seinen Segen gegeben. Tatsächlich ist er total konsterniert. Sein Vater ist nicht einmal ein halbes Jahr tot und schon zieht ein neuer Mann in sein Elternhaus: ein Mann, den er nicht kennt und der jetzt plötzlich Zugriff auf seine Sachen und die Sachen seines verstorbenen Vaters hat. Auch die Familie dieses Herrn scheint oft anwesend zu sein. Interessanterweise kam der Vorschlag "zusammen zu ziehen" von Herrn X; er hat sich also quasi selbst eingeladen. Wir wissen nun nicht, wie wir uns verhalten sollen. Einerseits freuen wir uns für seine Mutter; andererseits finden wir ihr Verhalten seltsam befremdlich und auch verletzend. Mein Mann hat seinen Vater sehr geliebt. Warum muss sie ihn dann bereits 5 Monate nach dem Tod seines Vaters mit Fotos konfrontieren, die sie händchenhaltend mit einem anderen Mann zeigen? Noch dazu an dem Tag, an dem er das erste Mal davon gehört hat, dass sie einen neuen Partner hat? Ja, klar, mein Mann ist erwachsen. Und trotzdem hat es ihn ziemlich getroffen, auch wenn er das nicht zugeben will. Merkwürdig finden wir auch die Eile beim Zusammenziehen. Meine Schwiegermutter ist das Gegenteil von "spontan". Das ist völlig untypisch für sie, auch wenn man in ihrem Alter Entscheidungen nicht auf die lange Bank schieben sollte. Und dann dieses "traute, liebevolle Familienbild"... Meine Schwiegermutter war nie ein besonders herzlicher Mensch. Fragen über Fragen... Sind wir zu misstrauisch oder zu kritisch? Kennt hier jemand eine vergleichbare Situation und kann uns einen Ratschlag geben?
 
  • #2
Hallo Katharina, wie wunderschön ist das, im Alter noch einmal die Liebe zu finden.
Meine Mutter hat auch, nach der Trauerzeit um meinen Vater nochmal einen Partner gefunden , sie leben zwar nicht zusammen, aber genießen seit über 10 Jahren die Zweisamkeit, Urlaube, etc.
Und ich bin sicher, mein Vater schaut von oben und behütet das und freut sich von Herzen für sie, weil er sie geliebt hat.
Ich kann solche Gedanken, wie Dein Mann sie hegt nicht nachvollziehen , absolut nicht.
Auch nicht, daß ihn stört, daß nur 5 Monate vergangen sind, denn, gerade in diesem Alter, worauf warten, wenn man glücklich ist miteinander?
 
  • #3
Kennt hier jemand eine vergleichbare Situation und kann uns einen Ratschlag geben?
Ganz ehrlich, ich habe sowas als 18 jährige durch, nach dem Tod meiner Mutter (38) zog ein halbes Jahr später eine Neue in ihr Haus an die Seite meines Stiefvaters und Bruders. Da muss man als erwachsenes Kind einfach durch, und hat eh nichts mitzureden. Ob das feinfühlig ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber man überlebt es und man kann der neuen Person trotzdem freundlich entgegentreten. Die Welt geht davon nicht unter, auch wenn im ersten Moment Gefühle irritiert werden. Ich habe mich nach einiger Zeit dran gewöhnt und fand es dann auch nicht mehr schlimm, weil es mir ziemlich egal war. War doch nicht mein Leben und ich musste doch dort nicht wohnen.

Aber andere Frage: Wieso sucht ihr nicht einfach mal das Gespräch mit der Schwiegermutter? Einfach mal ansprechen und abwarten, was sie sagt, danach wisst ihr doch mehr, und könnt entscheiden, wie ihr euch verhaltet. Reden wäre so einfach und die Lösung vieler Probleme, aber warum einfach, wenns auch umständlich geht.
 
  • #4
Natürlich kennt hier niemand die Situation deiner Schwiegermutter, und do bleiben alle Antworten nut theoretisch. Aber bedenke auch, wie alt die beiden sind. Da ist ein halbes Jahr in bezug auf die noch zu erwartende Lebenszeit nicht mehr so viel. Auch wenn es euch schmerzt, dass die vorherigen Beziehungen so schnell vergessen zu sein scheinen.
 
  • #5
Ich würde euch raten, den "Neuen" erstmal kennenzulernen und euch dann ein Urteil zu bilden. Vielleicht hatte deine Schwiegermutter Angst, allein in dem Haus zu wohnen, zumal sie es ja überhaupt nicht gewohnt ist, allein zu sein. Und mal ehrlich, alle Zeit der Welt, die Partnerschaft auszuprobieren, bevor man zusammenzieht, hat man mit 82 bzw 86 auch nicht mehr. Ich wünsche euch, dass ihr den neuen Mann an der Seite deiner Schwiegermutter in euer Herz schließt und die beiden noch eine richtig schöne Zeit haben.
 
  • #6
Die einzige Antwort, die adäquat ist, ist: das geht euch überhaupt nichts an. Das Leben ist endlich, auch für die Schwiegermutter und ihren neuen Partner. Die sollen doch bitte so glücklich leben wie es nur möglich ist bis zum nicht aufschiebbaren Ende. Auch Kinder müssen eines Tages mal erwachsen leben und sich auch so verhalten und am besten ist es, man gönnt seinen Eltern alles Glück der Welt. Ich wäre ja eher froh, wenn die Schwiegermutter wieder glücklich ist und der Familie mit ihrem neuen Glück eine große Last abgenommen würde, denn man kann durch Trauer in diesem Alter sehr schnell depressiv, dement, und pflegebedürftig werden. Das habt ihr wohl nicht bedacht. Man muss im Leben auch gönnen können, es geht nicht immer nur um einen selber und jetzt ist die Zeit, das zu lernen. Meine Mutter hat nach dem Tod meines Vaters auch einen neuen Mann kennengelernt mit dem sie bis zum Tode zusammen war. Eher Kinder haben uns sehr für sie gefreut, war sie doch beschäftigt, hing uns nicht am Frack und sie haben noch viele Reisen gemeinsam gemacht, lebten zusammen, und waren nicht einsam. Die Schwiegermutter schaut einfach voller Mut in die Zukunft, von ihr kannst du noch sehr viel lernen.
 
  • #7
Meine Schwiegermutter (82) hat meinem Mann heute eröffnet, dass ein Herr X demnächst bei ihr einziehen wird. Mein Schwiegervater ist erst vor 5 Monaten verstorben. Die beiden waren über 60 Jahre glücklich verheiratet. …
Und warum wusste SEINE Familie davon und wir nicht?
Wenn ich Deine Beschreibung lese, finde ich nicht erstaunlich, dass Deine Schwiegermutter sich schwer tut, mit der neuen Beziehung euch gegenüber offen umzugehen. Ich lese nicht heraus, dass ihr offen dafür seid. Das drückt…
Mein Mann hat seiner Mutter zwar gesagt, er würde sie verstehen und hat ihr seinen Segen gegeben. Tatsächlich ist er total konsterniert. Sein Vater ist nicht einmal ein halbes Jahr tot und schon zieht ein neuer Mann in sein Elternhaus: ein Mann, den er nicht kennt und der jetzt plötzlich Zugriff auf seine Sachen und die Sachen seines verstorbenen Vaters hat.
…klar aus. Und es ist auch nachvollziehbar. Für euch eine irritierende Situation und das weiss sie natürlich auch.
Warum muss sie ihn dann bereits 5 Monate nach dem Tod seines Vaters mit Fotos konfrontieren, die sie händchenhaltend mit einem anderen Mann zeigen?
Sie versucht ja, ihn nicht zu sehr zu konfrontieren. Und trotzdem geht ihr Leben weiter, mit über 80 ist nicht mehr so viel Zeit.
Es ist ihr Leben und ihr könnt nur daran teilhaben so wie sie ja auch euch hoffe die Freiheit lässt, euer Leben selbst zu bestimmen. Eigentlich ist doch schön, in dem Alter nochmal eine Liebe zu finden. Freut euch dich mit ihr!
 
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  • #8
Mich würde der verstorbene Schwiegervater interessieren. Ist er unerwartet verstorben oder war er ein langjähriger, schwerer Pflegefall oder irgendetwas dazwischen?
ErwinM, 53
 
  • #9
Mich würde der verstorbene Schwiegervater interessieren. Ist er unerwartet verstorben oder war er ein langjähriger, schwerer Pflegefall oder irgendetwas dazwischen?
ErwinM, 53
Das spielt sicher eine Rolle, vielleicht war da ein längerer Prozess des Abschiednehmens?
In dem Alter ist noch so viel Zeit, Carpe Diem, redet mit ihr ohne Misstrauen, Vorwürfe, lernt ihn kennen, macht Euch unvoreingenommen ein Bild, und gönnt ihr ihr Glück.
 
  • #11
Könnt ihr ihn und allenfalls seine Familie kennenlernen? Ein Fremder als Partner der Mutter im eigenen Elternhaus ist kein schönes Gefühl, egal wie sehr man es ihr gönnt.
Das schnelle Zusammenziehen würde ich nicht überbewerten. Viel Zeit hat man mit über 80 vielleicht nicht mehr und sie ist allenfalls auch nicht gerne alleine im Haus. Zudem kennt ihr seine Geschichte nicht.
 
  • #12
Wenn ich Deine Beschreibung lese, finde ich nicht erstaunlich, dass Deine Schwiegermutter sich schwer tut, mit der neuen Beziehung euch gegenüber offen umzugehen. Ich lese nicht heraus, dass ihr offen dafür seid. Das drückt…

Diese Einschätzung trifft nicht zu. Mein Mann hat spontan gesagt, dass er sich für sie freut und ihr "seinen Segen" gegeben. Was bitte hätte er noch mehr tun können/ sollen? Er war ja schließlich nicht vorbereitet. Die Frau des neuen Partners ist übrigens vor mehr als 3 Jahren verstorben. Das dürfte eher erklären, warum dessen Familie eher davon erfahren hat.
 
  • #13
Mich würde es ebenfalls irritieren, dass nach 60! Jahren Ehe gleich nach 5 Monaten ein neuer Mann einzieht.
Sehr schmerzvoll für deinen Mann.

Mich würde interessieren, wie der neue Herr denn vorher gewohnt hat?

Vielleicht hatte der nur eine Mini-Einzimmerwohnung zur Miete oder wohnte in einer schimmeligen Wohnung?
Vielleicht war die Miete zu teuer?
Die Nebenkosten sind explodiert?

Dann kann ich verstehen, dass er schnell in ihr Haus einziehen wollte.

Es war ja sein Vorschlag….

Oder hatte er selber ein Haus oder Eigentum? Was geschieht dann damit?

Mir kommt das seltsam vor.
Aber gut - mit 86 kann es ganz schnell abwärts gehen.
Und dann hat es deine Schwiegermutter wieder schwer.

Vielleicht haben sie ja Glück und leben noch 10 Jahre glücklich?
 
  • #14
Könnt ihr ihn und allenfalls seine Familie kennenlernen? Ein Fremder als Partner der Mutter im eigenen Elternhaus ist kein schönes Gefühl, egal wie sehr man es ihr gönnt.
Das schnelle Zusammenziehen würde ich nicht überbewerten. Viel Zeit hat man mit über 80 vielleicht nicht mehr und sie ist allenfalls auch nicht gerne alleine im Haus. Zudem kennt ihr seine Geschichte nicht.
Danke für die erste Rückmeldung, die ein bisschen Verständnis zeigt. Natürlich gönnen wir ihr den neuen Partner. Und natürlich wissen wir, dass man sich in diesem Alter schneller entscheiden sollte. Ich frage mich dennoch, wie man nach max. 5 Monaten einen Menschen so gut kennen kann, dass man das Risiko eingeht, ihn bei sich einziehen zu lassen. Meine Schwiegermutter wird die neue Beziehung ja nicht direkt nach Tod ihres Mannes aufgenommen haben. Insofern haben die beiden eher 2 oder 3 Monate Beziehungszeit hinter sich. Das passt alles nicht zu ihr, zumal es ja seine Idee war, bei ihr einzuziehen.
 
  • #15
Diese Einschätzung trifft nicht zu. Mein Mann hat spontan gesagt, dass er sich für sie freut und ihr "seinen Segen" gegeben. Was bitte hätte er noch mehr tun können/ sollen? Er war ja schließlich nicht vorbereitet. Die Frau des neuen Partners ist übrigens vor mehr als 3 Jahren verstorben. Das dürfte eher erklären, warum dessen Familie eher davon erfahren hat.
Umso besser. Dann braucht es wohl einfach Zeit und Offenheit, mit der veränderten Situation umzugehen und im Moment prägt eher die Überraschung nachvollziehbar das Verhalten.
 
  • #16
Mich würde es ebenfalls irritieren, dass nach 60! Jahren Ehe gleich nach 5 Monaten ein neuer Mann einzieht.
Sehr schmerzvoll für deinen Mann.

Mich würde interessieren, wie der neue Herr denn vorher gewohnt hat?

Vielleicht hatte der nur eine Mini-Einzimmerwohnung zur Miete oder wohnte in einer schimmeligen Wohnung?
Vielleicht war die Miete zu teuer?
Die Nebenkosten sind explodiert?

Dann kann ich verstehen, dass er schnell in ihr Haus einziehen wollte.

Es war ja sein Vorschlag….

Oder hatte er selber ein Haus oder Eigentum? Was geschieht dann damit?

Mir kommt das seltsam vor.
Aber gut - mit 86 kann es ganz schnell abwärts gehen.
Und dann hat es deine Schwiegermutter wieder schwer.

Vielleicht haben sie ja Glück und leben noch 10 Jahre glücklich?
Danke. Das sind exakt die Fragen, die ich mir auch stelle. Wir wissen tatsächlich gar nichts über ihn und sie erzählt auch nichts. Es war aber ganz offensichtlich nicht ihre Idee, ihn bei sich einziehen zu lassen. Sie hatte sich wohl auch Bedenkzeit erbeten. Für mich hört sich das nach Bedrängen an. Und dann der familiäre Anhang... Die vertrauten "Familienbilder" wurden übrigens im Haus meiner Schwiegereltern, also dem Elternhaus meines Mannes aufgenommen. Mit meinem Mann spreche ich lieber nicht darüber. Deshalb habe ich meine Fragen auch an das Forum weitergegeben.
 
  • #17
Wovor hast du Angst? Ganz ehrlich. Was bewegt dich wirklich? Der Partner meiner Mutter zog auch zu ihr, das war einfach praktisch, in dem Alter hat man jedes Recht, so sehr auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten wie möglich. Was allerdings gar nicht geht sind übergriffige Kinder, die sollen einfach ihr eigenes Leben leben.
 
  • #18
Nun, ich verstehe dich.. klingt alles sehr seltsam.. ist dein Vater plötzlich gestorben? Wie war das Verhältnis zwischen beiden?
Für mich klingt das entweder nach Heiratsschwindler oder deine Mutter hätte Affäre mit ihm gehabt und nach dem Tod des Ehemannes ist "öffentlich" gegangen..
Leute, bei allem Respekt, Liebe hin oder her, gesunden Menschenverstand muss man auch behalten, wenn euer Kind oder Freund(in) plötzlich einen Partner präsentieren, mit dem sie zusammen ziehen und ihr bis da überhaupt von dem nichts gewusst habt, dann seid ihr auch wahrscheinlich zuerst irritiert oder?..
 
  • #19
Hmm, prinzipiell ist es ja schön für deine Schwiegermutter so schnell eine neue Liebe gefunden zu haben, aber ich verstehe eure Gefühle schon, weil alles so plötzlich und unerwartet kam. Was mich etwas stutzig macht, ist dass sie sich wohl Bedenkzeit für seinen Einzug erbeten hatte, wie du sagst, es aber dann doch (womöglich gegen ihren eigentlichen Wunsch) schneller ging mit dem Zusammenziehen. Da könnte ein einfühlsames, verständnisvolles Gespräch mit ihr, von eurer Seite, vielleicht mehr Klarheit schaffen. Zeigt ihr, dass Ihr ihr die neue Liebe gönnt (auch wenn es nicht leicht fällt), aber stellt ein paar Fragen bezüglich des Zusammenziehens, und ob das für sie auch so passend war oder ob sie lieber etwas länger gewartet hätte. Ohne kritischen Beiklang - einfach aus Interesse (mitfühlend) und etwas Neugier. Ein klein wenig komisch klingt das ganze schon, aber vielleicht lässt es sich ja leicht erklären.
 
  • #21
Das klingt schon ungewöhnlich. Vielleicht hatten die zwei schon ewig ein "Pantscherl"? Oder die beiden wurden wie bei @Pieramore früher durch das Schicksal getrennt und das Schicksal hat jetzt mit Macht zurückgeschlagen.
Vielleicht ist sie auch schon etwas dement? Sie merkt nur, dass ein Mann da ist und denkt, es ist alles so wie immer.
 
  • #22
Meine Schwiegermutter wird die neue Beziehung ja nicht direkt nach Tod ihres Mannes aufgenommen haben. Insofern haben die beiden eher 2 oder 3 Monate Beziehungszeit hinter sich.
Vielleicht hat sie ihn schon vor dem Tod des Schwievas gekannt?
Fragen über Fragen!
- Wie kennengelernt? Hat er ihr ev. bei der Trauer beigestanden?
- Wie war die Ehe der Schwiemu? Hatten sie sich auseinandergelebt?
- War der Schwieva ein ev. dementer Pflegefall?
Ich kann Deinen "Fall", FS, überhaupt nicht beurteilen, es fehlen viele wichtige Fakten!
ErwinM, 53
 
  • #24
Ich vestehe, daß ihr geschockt seid. Ich habe im Freundeskreis zwei solche Fälle erlebt, wo die Kinder stinksauer waren, weil die alte Mutter sich sehr schnell einen neuen Partner ins Haus geholt hat. Aber bitte bedenkt: mit 80 sind nicht nur die Jahre, da sind die Tage gezählt und diese gezählten Tage möchte man nicht einsam verbringen. Mein Partner hat vor nunmehr 3 Jahren seine Frau verloren, ich war fast zur gleichen Zeit Witwe geworden. Da wir uns schon lange freundschaftlich kannten, haben wir uns 3 Monate nach dem Tod unserer Partner getroffen und beschlossen, zusammen zu bleiben. Damals waren wir beid 77. Unsere Kinder waren glücklich über diese Entscheidung. Heute sind wir 80, lieben uns sehr und haben diesen Schritt noch keinen Tag bereut.
 
  • #25
Ich würde das Gespräch zu meiner Schwiegermutter suchen, um in Erfahrung zu bringen, wie sich das Ganze gestaltet hat, was er für ein Mensch ist usw.

Und dabei meinen Mann raushalten. Er ist emotional sicherlich viel befangener, als du es bist. Was ein Grund dafür sein kann, warum sie nicht offen mit dem Thema umgeht.

Ich kann euer Unwohlsein aber auch vollkommen nachvollziehen. Das Ganze erscheint mir auch arg schnell zu gehen. Vielleicht hat sie Angst vor dem Alleinsein? Was nach so einer langen Ehe auch wieder nachvollziehbar wäre.

Sprich einfach offen und unvoreingenommen mit ihr. Versuch sie zu verstehen. Danach bist du schlauer.
 
  • #27
Mich würde der verstorbene Schwiegervater interessieren. Ist er unerwartet verstorben oder war er ein langjähriger, schwerer Pflegefall oder irgendetwas dazwischen?
ErwinM, 53
Mein Schwiegervater war tatsächlich in den letzten Monaten ein Pflegefall. Dennoch kam sein Tod dann doch überraschend.
Ich vestehe, daß ihr geschockt seid. Ich habe im Freundeskreis zwei solche Fälle erlebt, wo die Kinder stinksauer waren, weil die alte Mutter sich sehr schnell einen neuen Partner ins Haus geholt hat. Aber bitte bedenkt: mit 80 sind nicht nur die Jahre, da sind die Tage gezählt und diese gezählten Tage möchte man nicht einsam verbringen. Mein Partner hat vor nunmehr 3 Jahren seine Frau verloren, ich war fast zur gleichen Zeit Witwe geworden. Da wir uns schon lange freundschaftlich kannten, haben wir uns 3 Monate nach dem Tod unserer Partner getroffen und beschlossen, zusammen zu bleiben. Damals waren wir beid 77. Unsere Kinder waren glücklich über diese Entscheidung. Heute sind wir 80, lieben uns sehr und haben diesen Schritt noch keinen Tag bereut.
Das ist eine schöne Geschichte. Ich freue mich für Sie beide. Der Unterschied zu "unserer Geschichte" besteht allerdings darin, dass Sie und Ihre Familien sich schon lange freundschaftlich kannten. Das ist bei meiner Schwiegermutter und ihrem neuen Partner nicht der Fall.
 
  • #29
  • #30
Vielleicht hat sie ihn schon vor dem Tod des Schwievas gekannt?
Fragen über Fragen!
- Wie kennengelernt? Hat er ihr ev. bei der Trauer beigestanden?
- Wie war die Ehe der Schwiemu? Hatten sie sich auseinandergelebt?
- War der Schwieva ein ev. dementer Pflegefall?
Ich kann Deinen "Fall", FS, überhaupt nicht beurteilen, es fehlen viele wichtige Fakten!
ErwinM, 53
Der neue Partner war wohl mal ein Kollege. Das ist aber 5 Jahrzehnte her. Er hat nie zum Freundes-oder Bekanntenkreis meiner Schwiegereltern gehört. Meine Schwiegermutter wusste nichts über ihn und seine Familie.
 
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