• #1

Schwanger und er macht mich fertig - wie komme ich aus dieser Situation heraus?

Hallo,

derzeit bin ich im 9. Monat schwanger (3 Wochen vor ET) und mein Partner macht mir das Leben in der Wohnung zur Hölle. Und da übertreibe ich wirklich nicht.

Im letzten Jahr sind wir zusammen gezogen, auch noch in eine andere Stadt. Knapp 700 km von unserem Zuhause entfernt. Er hat einen neuen Job angeboten bekommen, ich arbeite selbstständig und kann von überall aus arbeiten. Soweit, so gut.

Anfangs war alles noch recht entspannt mit uns und zwischen uns, doch dann passierte es immer wieder: Er hat mich wegen jeder Kleinigkeit kritisiert. Sei es, dass ich in seinen Augen die Spülmaschine falsch eingeräumt habe, nicht seine Wäsche wasche, ich verschwenderisch lebe, weil ich 6 Brötchen kaufte anstatt nur 4, nicht innerhalb von einer Woche die Wohnung komplett eingeräumt habe, einen Kinderwagen online kaufte, der mir letztlich doch nicht gefiel und den ich gern zurück geschickt hätte und er meinte, ich sei zu dumm, um einen Kinderwagen richtig auszusuchen und er würde ihn nicht mit dem Auto zur Post fahren und ihn dann Retour schicken.

Es geht so weiter: Ich bin faul, dumm, ich stelle mich wegen der Schwangerschaft an, sei selber Schuld an meinem Bluthochdruck, lebe wie ein Hartz-4-Empfänger und schaue nur TV - es macht mich fertig. Gestern war der Höhepunkt des Ganzen: Er war so sauer auf mich, weil er am Tag zuvor die Spülmaschine ausgeräumt hat während ich "nur" auf der Couch saß und die Babydecke strickte. Er meckerte deswegen wieder an mir rum sodass ich die Treppe runter bin und dabei versehentlich 2 Bilder (meine!) beim Vorbeigehen von der Wand riss. Daraufhin sagte er: Jetzt reicht es, ich zeig dich an wegen Randale und dies tat er dann auch - er hat mich angezeigt.

Ich möchte hier weg. Ich weiß nicht, wie und wohin. Wie gesagt, 3 Wochen vor ET wird das alles nicht einfacher und ich brauche auch Hilfe. Sowieso in der fortschreitenden Schwangerschaft oder auch beim "hier weg kommen". Ich bin einfach echt fertig mit den Nerven. Ich habe meine Wohnung in der alten Heimat zwar nur untervermietet, aber die Untervermietung geht noch bis Sommer. Und jetzt so schnell und auch 3 Wochen vor ET eine Wohnung zu finden, halte ich realistisch für ausgeschlossen.

Was tue ich denn jetzt... ?
 
  • #2
derzeit bin ich im 9. Monat schwanger (3 Wochen vor ET) und mein Partner macht mir das Leben in der Wohnung zur Hölle. Und da übertreibe ich wirklich nicht.
Wie lange kennt ihr euch schon?
Hast du ihn geliebt, hat er dich jemals geliebt, das kann ich mir nicht vorstellen!?!
Anfangs war alles noch recht entspannt mit uns und zwischen uns, doch dann passierte es immer wieder: Er hat mich wegen jeder Kleinigkeit kritisiert. Sei es, dass ich in seinen Augen die Spülmaschine falsch eingeräumt habe, nicht seine Wäsche wasche, ich verschwenderisch lebe, weil ich 6 Brötchen kaufte anstatt nur 4, nicht innerhalb von einer Woche die Wohnung komplett eingeräumt habe, einen Kinderwagen online kaufte, der mir letztlich doch nicht gefiel und den ich gern zurück geschickt hätte und er meinte, ich sei zu dumm, um einen Kinderwagen richtig auszusuchen und er würde ihn nicht mit dem Auto zur Post fahren und ihn dann Retour schicken.
Das alles brauchst du dir nicht gefallen lassen und das darfst du dir auch nicht gefallen lassen!
Es geht so weiter: Ich bin faul, dumm, ich stelle mich wegen der Schwangerschaft an, sei selber Schuld an meinem Bluthochdruck, lebe wie ein Hartz-4-Empfänger und schaue nur TV - es macht mich fertig. Gestern war der Höhepunkt des Ganzen: Er war so sauer auf mich, weil er am Tag zuvor die Spülmaschine ausgeräumt hat während ich "nur" auf der Couch saß und die Babydecke strickte. Er meckerte deswegen wieder an mir rum sodass ich die Treppe runter bin und dabei versehentlich 2 Bilder (meine!) beim Vorbeigehen von der Wand riss. Daraufhin sagte er: Jetzt reicht es, ich zeig dich an wegen Randale und dies tat er dann auch - er hat mich angezeigt.
Was für ein A. Mann, was macht er beruflich?
Ich möchte hier weg. Ich weiß nicht, wie und wohin. Wie gesagt, 3 Wochen vor ET wird das alles nicht einfacher und ich brauche auch Hilfe. Sowieso in der fortschreitenden Schwangerschaft oder auch beim "hier weg kommen". Ich bin einfach echt fertig mit den Nerven. Ich habe meine Wohnung in der alten Heimat zwar nur untervermietet, aber die Untervermietung geht noch bis Sommer. Und jetzt so schnell und auch 3 Wochen vor ET eine Wohnung zu finden, halte ich realistisch für ausgeschlossen.
Was tue ich denn jetzt... ?
Such dir eine Beratungsstelle, (Caritas, Pro Familia etc.) die gibt es überall, lass dich ganz schnell beraten, da bekommst du sofort Hilfe und gehe sofort aus der Wohnung raus und beende den Kontakt! Punkt! Alles Gute für dich und viel Kraft!
 
  • #3
Das klingt ja schrecklich. Der Mann scheint ein Tyrann zu sein. War das Kind von seiner Seite aus nicht geplant oder wie erklärst du dir sein Verhalten?

Hast du eine Möglichkeit bei Verwandten/ Freunden unterzukommen?

Wenn du es nicht mehr aushältst, dann würde ich notfalls ins Frauenhaus gehen.

Parallel dafür sorgen, dass die Mieter so schnell wie möglich aus deiner Wohnung ausziehen. Mit der Hilfe eines Anwalts.
 
  • #4
Ich möchte hier weg. Ich weiß nicht, wie und wohin.

Ich denke, Du bist selbstständig. Und da kannst Du so ein triviales Problem nicht lösen?
Zieh zurück an Deinen alten Wohnort. Anfangs kannst Du auch in eine möblierte Businesswohnung ziehen bis Deine Wohnung wieder frei ist.
In so einer Wohnung bekommst Du auch eine Schlafgelegenheit für das Baby untergebracht.

Und jetzt so schnell und auch 3 Wochen vor ET eine Wohnung zu finden, halte ich realistisch für ausgeschlossen.

Was tue ich denn jetzt... ?
Ich denke, Du bist selbstständig? Dann sei es auch in persönlichen Dingen.
Mutmaße nichts, was Dir bequem erscheint und Dich zum Nichtstun, aber Jammern verleitet und Du wirst sehen: alle Unternehmensberater und Projektleute machen seit einem Jahr Homeoffice und haben ihre Kleinstwohnunegn am Arbeitsort aufgegeben. Du wirst sofort in eine Businessswohnung ziehen können - musst es nur wollen.

Pack Deinen persönlichen Krempel und die Babysachen zusammen, ruf einen Transportdienst, der Dir das alles schleppt und ab geht es in die alte Heimat.

Kläre telefonisch Hebamme, Klinik, Familienberatungsstelle wg. Unterhalt etc etc ab - Ende mit wehklagen, machen. Mach Dir eine ToDo-Liste, die Du konsequent abarbeitest.

Der Typ hat einen an der Marmel und wird vermutlich gefährlich für Dich und das Kind, wenn dieses Nächte durchschreit - also erstmal weg da, egal wohin.
Ist ja nur für ein paar Monate. da musst du halt Kompromisse machen.
 
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  • #5
@INSPIRATIONMASTER Top-Antwort!
Wie lange kanntet ihr euch denn schon? Wolltet ihr beide das Kind?

Dich anzuzeigen -- Frechheit!

Kannst du erstmal bei Freunden oder Verwandten (deine Eltern?) unterkommen? Mit deiner Arbeit bist du ja zum Glück flexibel bzw. darauf musst du erstmal sowieso nicht achten.
w26
 
  • #6
Das klingt ja schrecklich. Der Mann scheint ein Tyrann zu sein. War das Kind von seiner Seite aus nicht geplant oder wie erklärst du dir sein Verhalten?
Ist ja kein Einzelfall, es gibt sehr viele solche Fälle und sie nehmen zu, lese doch regelmässig die Beiträge im Forum, dennoch lassen sich sehr viele Frauen sehr schnell und einfach auf einen Mann ein, ohne ihn genauer unter die Lupe zu nehmen, viele Frauen denken, sie bekommen keinen Mann mehr ab, wenn sie ihn verlassen, was für ein Unsinn!!

Anm. der Mod:
Einige Sätze entfernt. Es geht in diesem Thread nur um die besondere Situation der FS - und um Hilfestellung.
 
  • #7
Zuerst- ich sehe da keine Steigerung, ich sehe ein Arschloch von Anfang bis zum Ende, es steht außer Frage das DU da weg musst, das Kind erst Recht!

Bitte ruf SOFORT das Gewaltschutztelefon für Frauen an, ich darf das hier nicht verlinkenden, Google zeigt dir das sofort, ist eine kostenfreie Nummer.

Die werden dich an die Stellen in deinem Umkreis weiterleiten- mach dir bitte klar: Bleiben ist KEINE Alternative!

Ich wünsche dir für die kommende Zeit sehr viel Kraft, ein gesundes Kind und irgendwann Frieden mit dir selbst sowie die Erkenntnis daß dein Weggang das Beste war/ist was du tun konntest!
 
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  • #8
Prio 1 ist auf jeden Fall: Da weg. Wer weiß, wie er aufdreht, wenn das Baby dann da ist. Versuch entweder, dass die Mieter deiner Wohnung doch eher rausgehen, oder miete sonst irgendwo was in deiner alten Heimat für den Zeitraum, bis deine Wohnung wieder frei ist. Oder komm bei Familie oder Freunden unter.
Egal, ob das Kind von ihm gewollt war oder nicht, der hat doch einen an der Klatsche und verhält sich unmöglich und potenziell gefährlich.
w, 37
 
  • #9
Jetzt reicht es, ich zeig dich an wegen Randale und dies tat er dann auch - er hat mich angezeigt.
Wow.
Dieser dein Beitrag beunruhigt mich sehr.
Bitte suche schnellsten einen Menschen, den du vertraust auf und verstecke dich dort erstmal zum durchschnaufen.
Für mich klingt es als wärst du, euer Kind oder ihr beide in Gefahr einem gewaltbereiten Partner, bzw Vater zu begegnen.
Du bist kurz vor der Entbindung.
Wichtig ist:
Du bist in Sicherheit
Du kannst dein Kind in Sicherheit bekommen.
Danach:
Trenne dich umgehend. Der Mann ist nicht ganz normal und gefährdet dich( warum tut erstmal nichts zur Sache)
 
  • #10
Kannst du denn bei Eltern/Verwandten/Freunden/Bekannten vorübergehend - bis du deine eigene Wohnung wieder hast - unterkommen?

Du musst da raus.

Du bist hochschwanger und in einer seelischen Ausnahmesituation, du brauchst sofort kompetente Hilfe.

Wie schon erwähnt - suche dir Hilfe bei diversen Beratungsstellen - falls du nicht kurzfristig bei Freunden/Familie unterkommen kannst.

Als zweiten Schritt gehe nach der Geburt zum Anwalt für Familienrecht um den Kindesunterhalt einzuklagen. Erkundige dich ob du selber Unterhalt bekommst solange du nicht selber arbeiten kannst.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute für dich und dein Baby. Eine hochschwangere Frau müsste auf Händen getragen werden anstatt so mies behandelt zu werden.

Und bitte halte uns auf dem Laufenden.

Alles Gute 🍀
 
  • #11
Vielen Dank für eure Antworten und Anteilnahme.

Ehrlich gesagt, war er derjenige, der das Kind unbedingt behalten und es gemeinsam aufziehen wollte. Ich hatte zeitweise den Gedanken, es weg machen zu lassen, aber auch ich konnte es letztlich nicht übers Herz bringen. Es war eher ein Unfall als das es geplant war. Aber gut, wir beide wollten letztlich das Kind, haben duzende Male darüber geredet und Pläne gemacht. Ich kenne ihn aus dem Studium, haben uns dann jahrelang aus den Augen verloren und wiedergefunden/getroffen. Ich hatte zuvor nicht den Eindruck, dass er so ein Mistkerl ist.

Seit gestern suche ich eine Wohnmöglichkeit in der alten Heimat. Mir ist egal ob befristet oder unbefristet, ob 1 Zimmer oder 2. Ich möchte einfach nur noch nach Hause. Jetzt und nicht erst morgen.

Meine Freunde würde mich sogar abholen, ich habe gestern lange mit ihnen geredet. Dies habe ich gestern allerdings zunächst verneint als sie es mir anboten; mag am Schock gelegen haben. Auch da kam der Gedanke des Frauenhauses auf. Damit kann ich mich aber irgendwie nicht anfreunden. Dann lieber zu meinen Freunden. Aber das ist halt auch keine Dauerlösung, ist ja klar.

Meine Mutter und meine Freundin suchen parallel mit mir nach Wohnungen. Ich könnte auch zu meiner Familie, die wohnt hoch oben im Norden, ich aktuell weit im Süden. Kann ich noch Auto fahren in dem Stadium der Schwangerschaft? Spricht doch eigentlich nichts dagegen, oder?! Bis auf die Senkwehen geht es. Entschuldigt, meine Gedanken sind etwas wirr und komisch

Mittlerweile habe ich auch Angst vor ihm. Seine Augen zeigen mir seinen geballten Hass. Am liebsten würde ich ihn hier rausschmeißen für die Woche, zur Ruhe kommen, meine Sachen packen und gehen. Es ist aber auch seine Wohnung. Wir beide stehen im Mietvertrag.
 
  • #12
Wende dich mal an die üblichen Beratungsstellen: AWO, DRK, Pro Familia usw. Dort kann man dir erstmal eine Übergangslösung anbieten. Die arbeiten mit vielen freien Trägern zusammen, die sich auf Frauen in deiner Situation spezialisiert haben.

Dort bekommst du neben der praktischen, auch die nötige emotionale Unterstützung. Und dann schaust du von dort aus weiter ....

3 Wochen vor der Geburt macht es keinen Sinn eine Wohnung zu suchen. Das Kind kann jeden Tag kommen...konzentriere dich jetzt lieber auf die bevorstehende Geburt.

Wie schaut es mit Freunden und Familie bei dir aus?
 
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  • #14
. Kann ich noch Auto fahren in dem Stadium der Schwangerschaft? Spricht doch eigentlich nichts dagegen, oder?! Bis auf die Senkwehen geht es. Entschuldigt, meine Gedanken sind etwas wirr und komisch
Nein, auf gar keinen Fall, auch nicht mit dem Zug. 3 Wochen bis zur Entbindung sind nicht mehr lang, dann der Stess. Du sitzt im Auto und es kann losgehen. Lass Dich bitte abholen. Ich weiß, wovon ich rede liebe FS. 2 Monate vor dem Entbindungstermin hing ich im Rahmen einer Dienstreise mit Frühwehen in München fest. Das KH ließ mich nur auf eigene Verantwortung gehen, weil mich mein Mann mit dem Auto abholte. Selbst fahren oder mit dem Zug wäre ausgeschlossen gewesen. Der Spruch "ich bin schwanger und nicht krank" ist manchmal ziemlich dumm.
W,56
 
  • #15
Ok, wenn der Mann dich wegen herunterfallender Bilder angezeigt hat, brauchst du nicht zimperlich werden. Das ist seine Wohnung, aber auch DEINE. Wenn du richtig Angst hast, dann ruf bei der Polizei und schildere deine Lage ob es möglich ist ihn vorübergehend der Wohnung zu verweisen. Wenn es hart auf hart kommt, wird wohl keiner bieten eine Schwangere auszuziehen. So hast du Zeit, in Ruhe deinen Auszug vorzubereiten. A so sten wenn es dir zuviel ist, dann lass dein Kram in der Wohnung, nimm alles nötige und verschwinde dort. Fahre auf gar kein Fall Auto!! Es schneint ausserdem momentan und zwar die ganze Woche!!
Wenn du alles erledigt hast mit dem Umzug, würde ich auf alleiniges Sorgerecht klagen und Kontakt zum Vater komplett unterbinden. Wenn du lustig bist, ihn auf psychische Misshandlung verklagen.
Vikky - sorry, du hast oft recht mit deinen Beiträgen, aber hier dein Ton - NoGo!! Auch taffe selbstständige Frauen drehen schon mal durch, wenn sie schwanger sind, vor allem wenn man über Monate dem Psychoterror ausgesetzt wird und kurz vor Entbindung buchstäblich Dach über dem Kopf suchen muss.
 
  • #16
Erklär uns doch bitte ganz detailliert, wie diese Anzeige vonstatten gegangen ist.
 
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  • #17
Liebe FS, ich hab dasselbe durch. Ein netter Mann, der unbedingt ein Kind wollte, (wir warteten trotzdem, da ich noch nicht soweit war) am liebsten sofort und sich auch normal benahm, bis ich im letzten Schwangerschaftsdrittel war. Dann gings los. Und wie. Ich sollte im 8. Monat ein schweres Regal hochheben und an die Wand drücken damit er es anbohren konnte, und da ich es kaum halten konnte und es zitterte, brüllte er mich zusammen, er habe meine Scheißausreden dafür satt, dass ich nichts hinbekäme. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Ich muss wohl eigentlich nicht erwähnen, dass ihm auch das Wunschkind vom ersten Tag an auf die Nerven ging. Es herrschte eigentlich immer dicke Luft daheim.

Wenn ich heute überlege was ich anders hätte machen können - sofort gehen. Trotz aller Ängste und Bedenken. Glaub mir, die Probleme, die sich gerade auftürmen sind lösbar! Du hast Freunde und Familie, lass dir helfen. Jemand soll dich abholen.

Ich hätte meinem Kind und mir so viel ersparen können.
 
  • #19
Hast Du echt niemanden wo Du ein paar Monate wohnen kannst?? Ach Du Arme!!!! fühl Dich gedrückt. Und wenn Du in ein Frauenhaus gehst? Oder der dargebotenen Hand anrufst und sie Dich beraten können?

Hey, zerbricht Dir nicht den Kopf nach dem warum... sondern versuche nach vorn zu schauen und eine Lösung zu finden
UND: Melde Eigenbedarf und und kündige fristgerecht den Mietern.
 
  • #21
@Leni12 und @HollyGolightly: Wenn ihr beide mir diese Geschichte nicht glauben wollt, ist das okay. Doch dann kommentiert nicht in meinem Thread und behaltet eure Gedanken für euch. Das kann ich jetzt nicht gebrauchen.
 
  • #22
@Leni12 und @HollyGolightly: Wenn ihr beide mir diese Geschichte nicht glauben wollt, ist das okay. Doch dann kommentiert nicht in meinem Thread und behaltet eure Gedanken für euch. Das kann ich jetzt nicht gebrauchen.
Wir fragen uns bei so manchen Fragestellungen, ob nicht die Langeweile durch Corona ein wenig Ursache der Geschichte ist. Das kann man, besonders wenn Unstimmigkeiten auftreten, doch ganz gut nachvollziehen.
 
  • #23
Da es ja auch seine Wohnung ist, kann ich ihn schlecht vor die Tür setzen. Dafür müsste er mir und dem Baby schon etwas antun. Genauso wenig wie er mich hier rauswerfen kann.

Obwohl ich mich, so gesehen, körperlich noch ganz gut fühle, würd ich ungern die 700 km alleine fahren. Weiß nicht, trau mich das nicht. Abholen ist eine Option, kann allerdings erst zum WE (Donnerstag) stattfinden zwecks Arbeit und Kinder (bei meinen Freunden). Ist ja auch okay. Frauenhaus ist für mich tatsächlich keine Option, ich habe da kein gutes Gefühl bei.

Ich bin heute ins künftige Kinderzimmer gezogen, ich kann und ich will nicht mehr neben ihm schlafen. Die Tür kann ich auch abschließen und ich hoffe, dass ich ihn heute nicht mehr sehen muss und er morgen früh wieder, so wie heute, ins Büro fährt.

Liebe Odile17: Das ist schon sehr hart, was dein Ex da mit dir gemacht hat! Dieses rücksichtslose Verhalten ist unterste Schiene! Wann bist du denn schließlich gegangen? Und hast du dir das alleinige Sorgerecht geholt? Und gab es Probleme mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht? Das würde ja auch alles auf mich zukommen..
 
  • #24
Liebe Lavazza

Unterschätze nicht die Geburt eines Kindes. Du wirst müde sein und musst Dich erholen... Kann denn niemand zu Dir kommen wenigstens für ein paar Tage nach der Geburt? Die Person könnte ja im Kinderzimmer schlafen... oder in einem nahen Hotel..?

Und mal versucht, ganz ruhig mit ihm zu sprechen und den Vorschlag machen, ob er vorübergehend ausziehen möchte?

Offenbar scheint er das Kind und seinen Entscheid zu bereuen- die Aussicht auf immer verpflichtet zu sein macht ihm vielleicht extrem Angst. Angst nicht zu genügen. Auch fühlt er sich vielleicht total überfordert bezüglich Kind Umgang und Erziehung. Vielleicht hat jemand hinter Deinem Rücken schlecht über Dich geredet, gesagt, dass Du ihn ausnutzt oder was weiss ich.

Wenn Du das mal direkt so sagst zu ihm?
 
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  • #25
Ja natürlich, meine Mutter kommt. Sie wäre sowieso nach der Geburt gekommen, um mich mit dem Baby zu unterstützen. Unabhängig von der jetzigen Situation. Nun weiß sie ja um die Situation und kommt hierher.
 
  • #26
Liebe @Lavazza3, fahre bloß nicht hochschwanger diese 700 km alleine mit dem Auto.
Du hast nur noch drei Wochen bis zum Termin, und es kann jederzeit losgehen.
Alle meine drei Kinder kamen 10-21 Tage vor dem Entbindungstermin zur Welt.
Tu dir diesen Stress nicht an!

Außerdem ist das nicht ungefährlich mit dem Gurt, bei scharfer Bremsung oder einem Unfall könntest du dein Kind verlieren, das würde ich niemals riskieren. Da wäre eine Zugfahrt natürlich besser, und deine Freunde könnten deine Sachen aus der Wohnung holen.
 
  • #27
Meine Freunde würde mich sogar abholen, ich habe gestern lange mit ihnen geredet.
Na also - vielleicht bleiben diese Freunde auch da, solange ein Umzugsunternehmen deine Sachen packt.
Bis Sommer ist es nicht mehr so lang hin .... etwas über 3 Monate. Dann kannst du in deine Wohnung zurück. Solange muss eben überbrückt werden, vielleicht will der Untermieter auch etwas früher raus ? Fragen kannst du ja.
Möbel kann man einlagern. Persönliche Habe auch.
Schau, was dir Vikky geschrieben hat. Sie ist sehr pragmatisch und packt die unangenehmen Dinge an. Und ich ergänze noch - du wirst dich direkt wohler fühlen, wenn du etwas machst, um deine Lage zu verbessern.
Um die Anzeige würde ich mir keine Sorgen machen.

Schau nach vorne, du hast Freunde und bekommst ein Baby. Ihr beiden seid nicht alleine und bald sind 700 km zwischen ihm und dir.
Kopf hoch und alles Gute.
 
  • #28
Ich würde mein Zeug packen, mich abholen lassen - nun, ich würde wohl selbst fahren (war im 9.Monat auch unterwegs... Ggf. Gibt es auch unterwegs Kliniken für eine Entbindung), dann wäre ich sofort weg.

Aber wenn das keine Option ist, abholen lassen mit allem, und dann im Heimatort Wohnung suchen, Familienberatung/ Anwalt...
Und die ganzen Fragen abarbeiten.

Lösungen suchen, ein sicheres Nest bauen, da hat Vikky recht.

Im Kinderzimmer wohnen und hoffen, dass es doch noch gut geht - bei @Odile17 kann man lesen, wohin es führt.
Sie ist kein Einzelfall.

Das mit Deiner Mutter verstehe ich nun nicht, soll sie bleiben, willst Du doch bleiben oder soll sie Dich abholen?

Und es hat die Polizei eigentlich mit der Anzeige gemacht? Musstest Du hin, Stellungnahme?

W, 51
 
  • #29
@Narandu: Das habe ich schon versucht, als es mit der Zeit schlimmer wurde. (Gestern war ja nur der Höhepunkt dessen, was vorher war). Und ich versuchte es nicht nur einmal. Er hat jedesmal abgeblockt, sagte: Ich werde mich nicht verändern, du (also ich) müsste mich ändern, wenn ich eine generelle Veränderung haben wolle. Es ist tatsächlich aussichtslos.

@Süsse65: Ich möchte auch nicht alleine fahren. Wie hier schon geschrieben wurde, muss ich mich auf die Geburt konzentrieren. Das ist mir heute auch wieder sehr deutlich geworden. Meine Hebamme war da.
 
  • #30
@Lavazza3 Ich bin tatsächlich erst nach einem ewig langen Eiertanz von fast 5 Jahren gegangen, was meinen Fall etwas anders macht, denn das Sorgerecht war von Anfang an geteilt. Ich wollte einfach nicht glauben, dass ich mich so in ihm getäuscht habe und dachte, ich muss mich mehr anstrengen, damit er wieder zufriedener wird. Aber es war unmöglich, es ihm recht zu machen. In den 5 Jahren hat er es geschafft, meinen Selbstwert komplett zu demontieren indem er an allem herumnörgelte. Ich war ihm zu dick (4 Kilo mehr als vor der Schwangerschaft), nicht imstande das Kind richtig zu erziehen und habe nicht genug Geld verdient. Und ich bin kein Mäuschen, das sich alles bieten lässt - gegen seine Niedertracht kam ich aber nicht an. Ich wollte einfach nur Frieden daheim. Seine Erziehungsgrundsätze hatten mehr mit Dressur zu tun als mit liebevoller Kindererziehung. Irgendwann rastete er wegen jedem Mist aus und wurde auch körperlich übergriffig, seine verbalen Angriffe gingen unter die Gürtellinie.

Nach der Trennung ist er anscheinend immerhin in Bezug auf unseren Sohn aufgewacht, da waren auch seine Eltern eine Hilfe. Die Umgangswochenenden fanden nur eingeschränkt statt, funktionierten aber, und heute ist unser Sohn ein selbstbewusster Teenager, der seinen Vater zu nehmen weiß. Die beiden kommen inzwischen ganz gut aus. Ich glaube dass er mit Schwangerschaft, Baby und Kleinkind komplett überfordert war. Keine Entschuldigung für sein Verhalten, aber ich konnte es irgendwann abhaken.

Mit seinen Freundinnen nach mir hat er dann teilweise richtig daneben gegriffen, und als unser Sohn in Mitleidenschaft gezogen wurde, gab es von mir eine Ansage, dass ihm Hören und Sehen verging. Mittlerweile akzeptiere ich, dass er eben der Vater, aber keine große Hilfe war. Ich habe auf viel verzichtet, es gab keine Chance auf eine neue Beziehung, aber mein Sohn und ich haben ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis. Er ist gut erzogen, fleißig und bringt mich täglich zum Lachen. Das ist genug für mich.

Da du ihn hoffentlich verlassen wirst bevor euer Kind zur Welt kommt, kannst du die Bedingungen ganz anders festlegen als ich. Seid ihr denn verheiratet? Ich würde bezüglich der Wohnungssuche jetzt auch nichts überstürzen. Du hast jetzt andere Sorgen als eine Wohnung einzurichten. Versuche irgendwo unterzukommen wo du versorgt bist, und nach dem Wochenbett eine Bleibe zu finden.
 
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